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Jetzt meldenZum neunten Mal ist Sting am Montreux Jazz Festival zu Gast: Diesmal im Trio. Gemeinsam mit seinem langjährigen Gitarristen Dominic Miller und Schlagzeuger Chris Maas präsentierte der Sänger im Stravinski Auditorium Neuinterpretationen seiner grössten Hits.
Es gibt Künstler, die niemandem mehr etwas beweisen müssen. Sting gehört definitiv dazu. Um 21.58 Uhr betritt der 74-jährige Brite in schwarzem T-Shirt und schwarzer Hose die Bühne. Begleitet wird er von Gitarrist Dominic Miller und Schlagzeuger Chris Maas.
Die Inszenierung wirkt auf den ersten Blick schlicht, ist aber äusserst wirkungsvoll. Schon beim zweiten Song, «I Wrote Your Name (Upon My Heart)», wippt das Publikum im Takt mit, obwohl viele den Titel wohl gar nicht kennen.
Wie der Rest des ausverkauften Stravinski Auditoriums lässt man sich von der Atmosphäre mitreissen. Sting und seine Band sind perfekt eingespielt, die Songs gehen nahezu nahtlos ineinander über. Erst nach fünf Liedern richtet sich der Sänger ans Publikum: «Merci beaucoup tout le monde», sagt er auf Französisch, bevor er scherzt, er komme «seit dem Zweiten Weltkrieg» ans Montreux Jazz Festival.
Natürlich lässt sich Stings Karriere nicht auf eine Handvoll Welthits reduzieren. Dennoch waren es gerade einige dieser Klassiker, die den Abend besonders machten.
Mit diesem Klassiker eröffnet Sting den Abend. Schon die ersten Takte genügen, damit das Publikum im Takt mitklatscht. Kurz darauf singt der ganze Saal den Refrain gemeinsam mit dem Musiker.
Auch bei diesem Hit erkennt das Publikum den Song sofort an den ersten Tönen. Schon nach wenigen Sekunden hallt der Refrain «Oh, I'm an alien, I'm a legal alien. I'm an Englishman in New York» durch das Stravinski Auditorium.
Für einen Überraschungsmoment sorgt mitten im Song ein ausgedehntes Schlagzeugsolo von Chris Maas. Danach entsteht ein stimmungsvoller Dialog zwischen Sting und dem Publikum: Der Sänger stimmt «Be yourself» an, die Fans antworten lautstark mit «No matter what they say» – einer der schönsten Gänsehautmomente des Abends.
Mit diesem Klassiker beendete Sting den regulären Teil seines Konzerts. Erneut sang das Publikum den Song lautstark mit, und als der Musiker «I'll be watching you» anstimmte, brach im Stravinski Auditorium grosser Jubel aus.
Nach dem letzten Song verlässt Sting zunächst die Bühne. Doch das Publikum im Stravinski Auditorium denkt nicht daran, den Abend schon zu beenden. Tosender Applaus brandet auf, viele stampfen zusätzlich mit den Füssen.
Wenig später kehrt Sting zurück. «Welchen Song wollt ihr hören?», fragt er scheinheilig. Die Antwort kommt wie aus einem Mund: «Roxanne»! Das Trio lässt sich nicht lange bitten und spielt den The-Police-Klassiker. Den Reaktionen im Saal nach zu urteilen ist es der am meisten erwartete Song des Abends. Das Publikum singt jede Zeile lautstark mit.
Zum Abschluss wird es noch einmal ruhig. Sting trägt «Fragile» nur mit Gitarre und Gesang vor. «Montreux, merci beaucoup, merci bien», bedankt er sich, bevor er sich unter tosendem Applaus endgültig von der Bühne verabschiedet.