07.12.2017 - 08:58, dpa / tsch

US-Diplomaten in Kuba: Ärzte finden Hirn-Abnormalitäten

 

1 Bewertungen


Nach den mysteriösen Erkrankungen von US-Diplomaten auf Kuba haben behandelnde Ärzte bei den Betroffenen Auffälligkeiten im Gehirn entdeckt.

Bluewin App: Neu mit E-Mail

E-Mail & News: Die ganze Welt von Bluewin gibt's jetzt für unterwegs.

US-Ärzte fanden bei den Erkrankten nach AP-Informationen Abnormalitäten im Hirn. Die Mediziner suchen nach Hinweisen, die die Symptome wie Hör-, Seh- und Gedächtnisstörungen sowie Schwindel erklären könnten. Was die Schäden ausgelöst hat, ist weiter unklar.

Washington macht die kubanische Regierung zwar nicht für die Vorfälle verantwortlich, wirft ihr aber vor, die Diplomaten nicht geschützt zu haben. Unter anderem wird über Angriffe mit Schallwellen spekuliert. Die Erkenntnisse der Ärzte sind die bislang eindeutigsten Hinweise auf körperliche Schäden bei den betroffenen Diplomaten und deren Angehörigen. Was immer passiert ist, führte demnach zu wahrnehmbaren Veränderungen im Gehirn.

Aus US-Regierungskreisen verlautete, die medizinischen Tests hätten ergeben, dass die Botschaftsmitarbeiter Veränderungen an Bahnen des Gehirnmarks erlitten, über die verschiedene Teile des Hirns kommunizieren.

Fidel Castro - In seinen eigenen Worten

  • Zitate Fidel Castros
  • Zitate Castros
  • Zitate Castros
  • Zitate Castros

Stress durch Trump-Entscheidung?

Derweil wollen kubanische Ärzte die Ursache der seltsamen Symptome bereits entdeckt haben: Laut einer Studie, die das Magazin «Science Insider» vorliegen hat, seien die gesundheitlichen Schäden durch eine «kollektive psychische Störung» entstanden.

Als Auslöser dieser kollektiven Psychose vermutet Antonio Paz Cordovéz, Präsident der kubanischen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Medizin, die Ankündigung Trumps, die diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA wieder zu beenden.

«Das verursachte enormen Stress, die Mitarbeiter standen unter Druck und fühlten sich krank», so der Arzt. «Wenn in dem Zusammenhang auch noch das Wort ‹Attacke› verbreitet wird, dann kommt schnell ein Gefühl von Bedrohung auf».

Bereits zuvor warteten die Kubaner mit einer absonderlichen Theorie auf: Demnach seien die angeblichen Schallangriffe lediglich die Geräusche der kubanischen Steppengrille vor dem Botschaftsgebäude gewesen. Diese Vermutung wurde inzwischen aber wieder verworfen.

Das verlassene Heilbad von Kuba

  • Heilbad im kubanischen San Miguel de los Baños
  • Heilbad im kubanischen San Miguel de los Baños
  • Heilbad im kubanischen San Miguel de los Baños
  • Heilbad im kubanischen San Miguel de los Baños

Bilder des Tages

  • A380 fliegt einen Tannenbaum
  • Leopardendame
  • Europäischen Zentralbank
  • Taubenbekämpfung
Tags:

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität