21.04.2017 - 15:05, dpa/cor

Truppenverlegung: Schickt Putin Schützenhilfe nach Nordkorea?

 

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Gerüchteweise werden russische Truppen und schwere Waffen an die Grenze zu Nordkorea verlegt. Russland dementiert: Die militärischen Geräte seien auf dem Rückweg von einer Übung.

Während die internationalen Spannungen rund um Nordkorea nach wie vor nicht abnehmen, sorgen zwei im Netz aufgetauchte Videos zusätzlich für Verunsicherung: Ein Video zeigt einen Zug, beladen mit militärischer Ausrüstung auf dem Weg zur Grenze zwischen Russland und Nordkorea. Ein Online-Portal im Gebiet Chabarowsk zitierte auch Anwohner, die in den vergangenen Tagen mehrere solcher Transporte beobachtet haben wollen.  

Auf dem anderen Video sind mehrere Militärhelikopter laut Berichten des britischen Onlineportals «The Standard» offenbar ebenfalls unterwegs zur Grenze.

Es folgten Vermutungen, dies habe mit dem Konflikt zu tun, der sich am Mittwoch im Rahmen eines Treffens der Vereinten Nationen zugetragen hatte: Putin wurde damals gewarnt, Kim Jong Un könnte auch Russland mit seinen Nuklearwaffen treffen. Ausserdem sagte US-Aussenminister Tillerson, er wolle Druck auf Nordkorea ausüben.  

«Absolut geplante Manöver»

Russische Militär- und Regierungsstellen haben die Berichte dementiert. Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte am Freitag den Sprecher des Fernöstlichen Militärbezirks, Alexander Gordejew, mit der Erklärung, die auf Film festgehaltene Bewegung schwerer Waffen, die in sozialen Medien gezeigt wurde, gehöre zu «absolut geplanten Manövern zur Kampfbereitschaft». Das militärische Gerät sei auf dem Rückweg von Übungen anderswo. Mit den internationalen Spannungen um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm habe dies nichts zu tun.

Auch der Erste stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungskomitees des Föderationsrats, Franz Klinzewitsch, äusserte sich in diesem Sinne. Der Nachrichtenagentur RIA Nowosti sagte er, die Truppenbewegungen seien geplant gewesen. Berichte, Russland bereite sich auf einen möglichen US-Raketenangriff auf Nordkorea vor, bezeichnete er als Spekulation.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte am Donnerstag mit Verzögerung den jüngsten nordkoreanischen Raketentest und forderte Pjöngjang auf, sofort sein Atomwaffen- und Raketenprogramm einzustellen. Ansonsten werde die internationale Gemeinschaft Sanktionen verhängen.

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