19.06.2017 - 14:19, AFP/jfk

Anwalt bestreitet Ermittlungen gegen den US-Präsidenten

 

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Donald Trumps Anwalt Jay Sekulow hat Berichten widersprochen, wonach gegen den US-Präsidenten wegen Justizbehinderung ermittelt wird.

Jay Sekulow sagte dem Fernsehsender NBC, es gebe keine Untersuchung, und deshalb sei der Präsident auch nicht beunruhigt. Trump selbst bezeichnete sich am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter erneut als Opfer einer «Hexenjagd».

Der Anwalt beteuerte gegenüber NBC: «Trump hat keine Angst vor Ermittlungen. Es gibt keine Ermittlungen gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Punkt.» Der Anwalt sagte darüber hinaus dem Sender CBS, er habe vom Büro des Sonderermittlers Robert Mueller keine Mitteilung erhalten, dass dieser gegen Trump ermittele. Trump selbst hatte dagegen am Freitag erstmals auf Twitter geschrieben, gegen ihn werde ermittelt.

Die Äusserungen des Anwalts beziehen sich auf einen Artikel der «Washington Post». Die Zeitung hatte berichtet, Mueller untersuche in der Affäre um eine mögliche Beeinflussung des US-Wahlkampfes durch Russland nicht nur die dubiosen Moskau-Verbindungen in Trumps Umfeld. Er habe auch den Präsidenten selbst im Visier, weil dieser womöglich die Ermittlungen zu torpedieren versucht habe, also wegen des möglichen Straftatbestands der Justizbehinderung.

Unterdessen glaubt Floridas republikanischer Senator Marco Rubio, der 2016 in der Vorwahl gegen Trump antrat, dass der US-Präsident nichts Falsches gemacht habe. Der 46-Jährige ist Mitglied des «United States Senate Select Committee on Intelligence» (SSCI), eines Kongressausschuss des Senats, der derzeit die mutnasslichen Einmischungen Russlands in den US-Wahlkampf untersucht.

Am Sonntag schrieb Trump auf Twitter, sein Programm unter dem Schlagwort «Make America Great Again» (Amerika wieder grossartig machen) komme «gut voran, trotz der Ablenkungen der Hexenjagd».

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