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Zu hohe Mieten

Chinesin wohnt im WC eines Möbelhauses – für sechs Franken

Zu wenig Geld, zu hohe Mieten: Eine junge Frau in China wohnt in der Bürotoilette ihres Arbeitgebers. (Symbolbild)

Zu wenig Geld, zu hohe Mieten: Eine junge Frau in China wohnt in der Bürotoilette ihres Arbeitgebers. (Symbolbild)

KEYSTONE

Sechs Quadratmeter, ein Waschbecken, zwei WCs: Weil eine Wohnung zu teuer ist, richtet sich eine Chinesin die Bürotoilette wohnlich ein. Sie teilt ihr «Zuhause» tagsüber mit Kollegen, zahlt aber nur sechs Franken Miete.

Andreas Fischer

Andreas Fischer

03.04.2025, 20:13•03.04.2025, 20:17

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine junge Frau in der Millionenstadt Zhuzhou wohnt auf der Bürotoilette ihres Arbeitgebers.
  • Grund sind das niedrige Gehalt und die hohen Mieten.
  • Die 18-Jährige hat sich das WC wohnlich eingerichtet, muss es aber tagsüber mit den Angestellten teilen, die weiterhin ihr Geschäft dort verrichten.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Für ihren Lohn sind die Mieten einfach zu hoch, also musste sich eine 18-jährige Frau in der chinesischen Grossstadt Zhuzhou (knapp vier Millionen Einwohner) etwas einfallen. Die Angestellte eines Möbelhauses mietete sich dank Unterstützung ihrer Chefin auf der Bürotoilette ein.

Wie die «South China Morning Post» berichtet, verdient die Frau nur rund 320 Franken pro Monat und kann sich deshalb die ortsüblichen Mieten nicht leisten. Für die sechs Quadratmeter grosse Toilettenwohnung zahlt die Frau nun monatlich umgerechnet rund sechs Franken Miete.

Der unschlagbare Preis hat allerdings seinen Preis: Die Mitarbeiter des Möbelhauses nutzen die beiden Toilettenkabinen und das Waschbecken tagsüber weiterhin. Für die Mieterin sei das kein Problem: Sie putze die Toiletten regelmässig, es gebe in ihrem keine Geruchsbelästigung.

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Ihr «Schlafzimmer» hat sich die junge Frau mit einem Klappbett, einem kleinen Kochtopf, einem Vorhang und einem Kleiderständer sogar halbwegs wohnlich eingerichtet. Sie koche sich abends gelegentlich eine Portion Nudeln und ist insgesamt zufrieden mit ihrer Wohnsituation. Besonders der Sicherheitsaspekt gefällt ihr: Sie müsse nie abschliessen, weil der Gebäudeteil 24/7 unter Videoüberwachung stehe.

Nachdem sie ihre Wohnsituation beim chinesischen TikTok-Äquivalent Douyin publik gemacht hatte, bekam die Frau laut «South China Morning Post» viel Zuspruch für ihr Durchhaltevermögen. Die 18-Jährige muss nämlich nicht nur sich selbst versorgen, sondern finanziert mit einem beträchtlichen Teil ihres Gehalts auch die Ausbildung ihres Bruders mit.

Ende des Monats soll sie übrigens aus der Toilette ausziehen. Ihre Chefin will sie dann in einem renovierten Bürozimmer unterbringen.

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