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Tim Schramm ist 22 Jahre als und noch Mitglied bei der AfD.
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Der junge AfD-Politiker Tim Schramm kämpft in der Ukraine. Damit verstösst er gegen die prorussische Linie seiner eigenen Partei und muss nun um seinen Platz bangen.
Ein junger Politiker der rechtspopulistischen deutschen Partei AfD kämpft mit der Waffe in der Hand gegen Putins Truppen. Sein Name: Tim Schramm.
Als stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Wuppertal hätte man den 22-Jährigen eher im Lager der Putin-Versteher vermutet. Doch Schramm tat das Gegenteil. Er reiste 2022 in die Ukraine – zunächst für humanitäre Hilfe, später mit Helm und Waffe an die Front.
Seit Ende 2024 kämpft er an der Ostfront – Seite an Seite mit den ukrainischen Territorialverteidigungskräften, gegen Russland.
In einem Interview erklärt Schramm seine Beweggründe. Russland? Ein «autoritäres Land, durchdrungen von Propaganda». Die Ukraine? Ein Land, das «für europäische Werte kämpft – für Freiheit und Selbstbestimmung». Und Schramm? Er sieht sich auf der richtigen Seite der Geschichte. Seine Worte: «Der ukrainische Kampf ist auch ein deutscher.»
Fotos zeigen ihn in voller Uniform – angeblich bei Einsätzen rund um Bachmut und Donezk.
Doch sein patriotischer Einsatz kommt bei seiner Partei gar nicht gut an. Die AfD, bekannt für prorussische Rhetorik und Nähe zum Kreml, spricht von einem «Verstoss gegen den aussenpolitischen Kurs». Parteigrössen haben bereits ein internes Disziplinarverfahren gegen den jungen Kämpfer eingeleitet. Der Vorwurf: Illoyales Verhalten – Schramm droht der Ausschluss.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf ideologische Brüche innerhalb der Partei. Nicht alle AfD-Mitglieder folgen blind dem prorussischen Kurs. Schramm und andere in Nordrhein-Westfalen seien schon länger «transatlantisch orientiert», sagt er.