Warnsignal ignoriertVier Menschen sterben durch Monsterwelle auf Teneriffa
dpa
7.12.2025 - 23:33
Im Herbst und im Winter ist es auf den Kanaren in Küstennähe nicht immer ungefährlich. (Archivfoto)
Bild:Keystone
Im Herbst und Winter treffen immer wieder Riesenwellen auf die Kanarischen Inseln im Atlantik. Wer nicht aufpasst, kann ins Meer gerissen werden. Genau das ist jetzt wieder passiert.
DPA
07.12.2025, 23:33
08.12.2025, 12:27
dpa
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Auf Teneriffa hat es durch eine Riesenwelle vier Tote und mehrere Verletzte gegeben.
Laut Medien konnten mehrere Personen, die von den Wassermassen mitgerissen worden waren, aus eigener Kraft wieder an Land gelangen.
Dieser Artikel wurde am Montag, 12.11 Uhr, umfassend aktualisiert.
Die Zahl der Todesopfer durch hohe Wellen auf der Ferieninsel Teneriffa hat sich Medienberichten zufolge auf vier erhöht. Eine Frau, die zunächst noch in ein Spital geflogen worden war, sei dort gestorben, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE.
Am Sonntag hatten Rettungskräfte drei Menschen nur noch tot bergen können, die von gewaltigen Wellen ins Meer gerissen worden waren. Nach einer fünften Person, bei der es sich um eine Frau handle, werde weiter gesucht.
Die Menschen waren in einem Naturschwimmbecken im Westen der spanischen Insel von den hohen Wellen überrascht worden. Die Wellen stiegen den Angaben nach in das durch eine Steinmauer vom offenen Meer getrennte Schwimmareal ein und brandeten gegen umliegende Felsen. Anschliessend habe der Sog des ins Meer zurückströmenden Wassers Menschen mitgerissen.
🔴 #ULTIMAHORA | Tres personas fallecidas y al menos dos heridas tras ser arrastradas por el fuerte oleaje, según el 112.
Ha ocurrido sobre las cuatro de la tarde en una piscina natural de Santiago del Teide, Tenerife.
Bei den bestätigten Todesopfern des Unglücks bei Los Gigantes in der Region Santiago del Teide handelt es sich den Behördenangaben zufolge um zwei Männer und eine Frau. Einer der Männer sei 35 Jahre alt gewesen, die Frau 55. Das Alter des dritten Opfers war auch am Tag nach dem Unglück nicht bekannt. Es soll sich um Touristen gehandelt haben, über deren Herkunft aber offiziell zunächst nichts mitgeteilt wurde.
Zunächst gerettete Frau starb später
Bei der vierten Toten handle es sich um eine Frau, die am Sonntag nach einem Herzstillstand zunächst wiederbelebt werden konnte und in ein Spital geflogen worden war.
Die Behörden hatten seit Freitag vor hohem Wellengang an den Küsten mehrerer Inseln gewarnt. Die Gefahr wird jedoch leicht unterschätzt, weil hohe Wellen auch bei ruhigem, windstillem Wetter auftreten können. Sie können sich durch weit entfernte Stürme im Atlantik bilden und krachen dann auf die steil aus dem Meer aufsteigenden Kanarischen Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind.
Erst vor etwa einem Monat, am 8. November, hatten mehrere Riesenwellen auf Teneriffa zahlreiche Menschen ins Meer gespült – darunter auch viele Touristen, vor allem aus Frankreich. Bei den verschiedenen Zwischenfällen an den Küsten kamen damals drei Menschen ums Leben. Insgesamt 15 wurden verletzt.
Teneriffa: Riesenwellen reissen Menschen ins Meer
Auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa haben riesige Wellen am Wochenende mehrere Menschen ins Meer gerissen. Dabei kamen nach Angaben der Rettungsdienste drei Menschen ums Leben, mehr als ein Dutzend sollen verletzt worden sein.