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Der US-Teenager Nolan Wells unternahm mit Highsool-Freunden einen Bootsausflug und kehrte als Einziger nicht zurück.
Jackson County Sheriff's Department
Die Umstände des Todes des Teenagers sind weiter unklar. Der Schwarze war gemeinsam mit einer Gruppe weisser Schulfreunde per Boot zu einer Insel gefahren und als Einziger nicht zurückgekehrt. Der Fall hat zu Spekulationen geführt.
Bei einer unabhängigen Autopsie des Leichnams des Teenagers Nolan Xavier Wells, der unter mysteriösen Umständen bei einem Bootsausflug in den USA ums Leben kam, ist keine Todesursache festgestellt worden. Der Bürgerrechtsanwalt Ben Crump, der die Familie des Opfers vertritt, gab die vorläufigen Autopsieergebnisse am Mittwoch in Chicago bekannt. Es seien keine Anzeichen für Frakturen oder tiefe Verletzungen des Gewebes gefunden worden. Was es mit einer «rötlichen Verfärbung» an der Rückseite des Schädels von Wells auf sich habe, sei unklar.
Der Pathologe Roger Mitchell teilte schriftlich mit, er könne nicht ausschliessen, dass der Tod von Wells auf etwas zurückgehe, was kein Unfall gewesen sei.
Wells war am 4. Juli gemeinsam mit einer Gruppe von Freunden zu einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaats Mississippi gefahren. Die anderen Mitglieder kehrten später ohne ihn zum Festland zurück. Seine Leiche wurde zwei Tage später vor der Insel entdeckt.
Laut dem Autopsiebericht bleibt unklar, ob Wells bei Bewusstsein war, als er im Wasser landete. Die unabhängige Autopsie wurde von der Familie von Wells in Auftrag gegeben und von Ex-NFL-American-Football-Spieler Colin Kaepernick finanziert. Der Staat Mississippi hatte zuvor eine Autopsie vornehmen lassen, Ergebnisse davon sind bislang nicht veröffentlicht worden.
«Das ist nur ein weiterer Teil des Puzzles und auch wenn er uns erhebliche Informationen liefert, haben wir zu diesem Zeitpunkt noch immer mehr Fragen als Antworten», sagte Crump.
Im Internet ist viel über die Todesursache spekuliert worden. Wells war schwarz, alle anderen in der Gruppe aus Highschool-Freunden sind weiss.
Inzwischen wurde eine Belohnung in Höhe von 125'000 Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zu einer Festnahme und Verurteilung in dem Fall führen. Das Geld dafür wird von Bürgerrechtsaktivist Al Sharpton, Schauspieler und Produzent Tyler Perry und Ex-NFL-Spieler Terrell Owens zur Verfügung gestellt.

Der Anwalt Ben Crump (Mitte) und Bürgerrechtsaktivist Al Sharpton (rechts) auf der Beerdigung von Nolan Wells.
AP Photo/Gerald Herbert
In einer Rede bei der Trauerfeier für Wells am Montag dachte Sharpton laut darüber nach, warum der 18-Jährige von seinen Freunden zurückgelassen worden sei, und warum die anderen die Schlüssel und das Handy von Wells mitgenommen, ihn aber nicht als vermisst gemeldet hätten. Zudem äusserte Sharpton die Vermutung, dass Ermittler vorschnell gegenüber den Medien angegeben hätten, dass in dem Fall von keinem Verbrechen ausgegangen werde.
Der Sheriff von Jackson County, John Ledbetter, hatte gesagt, erste Befragungen hätten ergeben, dass Wells länger auf der Insel habe bleiben wollen. Seine Freunde seien davon ausgegangen, dass Wells eine andere Mitfahrgelegenheit finden würde.