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Abschied nach fünf Monaten

Falscher Embryo eingesetzt – Frau klagt gegen US-Klinik

Dass ihr in der Fruchtbarkeitsklinik der falsche Embryo eingesetzt wurde, merkte eine Frau in den USA, als sie ein «dunkelhäutiges, afroamerikanisches» Kind zur Welt brachte, was weder zu ihr noch dem Samenspender passte.

Dass ihr in der Fruchtbarkeitsklinik der falsche Embryo eingesetzt wurde, merkte eine Frau in den USA, als sie ein «dunkelhäutiges, afroamerikanisches» Kind zur Welt brachte, was weder zu ihr noch dem Samenspender passte.

IMAGO/Le Pictorium

Sie wusste sofort nach der Geburt, dass etwas nicht stimmte. Trotzdem zog eine Frau in den USA monatelang ein Kind gross, das nicht ihr eigenes war – bis sie sich verabschieden musste.

Redaktion blue News
DPA

Redaktion blue News, DPA

20.02.2025, 21:29

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine Fruchtbarkeitskliniks setzt einer Frau einen falschen Embryo ein, der nicht mit ihr verwandt ist.
  • Dennoch zieht sie das Kind in seinen ersten Monaten auf und baut eine Bindung zu ihm auf.
  • Dann klagen die biologischen Eltern des Kindes auf das Sorgerecht, nachdem die Klinik sie ausfindig gemacht hat.
  • Nach fünf Monaten muss die Frau das Kind seinen leiblichen Eltern übergeben.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Weil ihr ein falscher Embryo eingesetzt wurde, zieht eine Frau im US-Bundesstaat Georgia gegen eine Fruchtbarkeitsklinik vor Gericht. Sie habe «unwissentlich und unfreiwillig ein Kind ausgetragen, das nicht mit ihr verwandt war», heisst es in der Klageschrift, die am Dienstag (Ortszeit) vor einem Gericht in der Stadt Savannah eingereicht wurde.

Die Frau hatte beschlossen, mit Hilfe eines Samenspenders und Reagenzglasbefruchtung ein Kind zu bekommen. Dabei sollte eine ihrer Eizellen genutzt und der so entstandene Embryo ihr eingesetzt werden.

Die Frau habe einen Samenspender gewählt, der wie sie selbst blonde Haare und blaue Augen habe. Im Dezember 2023 habe sie dann ein «dunkelhäutiges, afroamerikanisches» Kind zur Welt gebracht. Es sei «offensichtlich» gewesen, dass das Kind nicht mit ihr verwandt sei. Ein DNA-Test habe dies später bestätigt. Trotzdem habe sie das Kind in seinen ersten Monaten aufgezogen und eine Bindung zu ihm aufgebaut.

Biologische Eltern klagen auf Sorgerecht

Als die Klinik die biologischen Eltern des Kindes informierte, hätten diese auf das Sorgerecht geklagt. Im Alter von fünf Monaten sei ihnen das Kind dann übergeben worden. «Ich verliess das Gebäude mit einem leeren Kinderwagen, während sie mit meinem Sohn davongingen», schilderte die 38-Jährige dem Sender NBC News.

Teaser image

Erst DNA-Test bringt Klarheit

Kind wird bei Geburt vertauscht – Familie merkt es erst nach Jahren

Es vergehe kein Tag, an dem sie nicht an den Jungen denke, sagte die Frau dem Sender weiter. «Ich habe ihn fünf Monate lang aufgezogen, aber ich habe seine ersten Schritte nicht gesehen. Ich weiss nicht, was seine ersten Worte sind.» Sie werde das Kind wohl nie mehr sehen, heisst es in der Klageschrift.

Die 38-Jährige wisse ausserdem nicht, was mit ihrem eigenen Embryo passiert ist und ob dieser ebenfalls irrtümlich einer anderen Frau eingesetzt worden sei. Sie habe körperliche, seelische sowie finanzielle Belastungen erlitten, heisst es in der Klage. Die Anwälte pochen auf Schadenersatz.

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