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Das Ritz-Carlton in Half Moon Bay liegt idyllisch an der kalifornischen Küste – wegen des Hotelservice ist es aber in Schieflage geraten.
Bild: Imago/Pond5 Images
Ein Paar will in einem Ritz-Carlton Hotel in Kalifornien eine gute Zeit verbringen. Doch dann kommt der Schock: Der Frau soll Trinkwasser serviert geworden sein, in dem Sperma schwamm. Jetzt klagt sie.
Das Ritz-Carlton in Half Moon Bay ist eine Top-Adresse: Das Luxushotel südlich von San Francisco liegt direkt an der kalifornischen Küste, der Three Rocks Beach wartet gleich vor der Haustür. Hier checkte ein Paar im November 2022 für einen erholsamen 4-Tage-Aufenthalt ein. Doch die Erinnerungen an den Ausflug wurden durch den Zimmerservice versaut.
Der Grund: Die Frau soll eine Flasche mit Sperma-haltigem Wasser aufs Zimmer bekommen haben.
Das Paar – das anonym bleiben möchte – verklagt das 5-Sterne-Haus wegen sexueller Nötigung, vorsätzlicher Zufügung von seelischem Leid und Fahrlässigkeit. Das geht aus der per 12. Oktober eingereichten Klage vor einem kalifornischen Gericht hervor. Als Erstes hat die Seite «The Mercury News» darüber berichtet.
Was war geschehen? Gemäss Klage kehrten die beiden Gäste am Abend des 18. November 2022 nach dem Nachtessen in ihr Zimmer zurück. Sie riefen an der Rezeption an und liessen sich zwei Flaschen Wasser bringen. Die Frau stellte ihre Flasche auf das Nachttischlein und schlief ein.
Später wachte sie auf und hatte Durst. «Sie öffnete die Flasche, nahm einen Schluck und wusste augenblicklich, dass etwas faul war mit der Flüssigkeit, die sie gerade getrunken hatte», heisst es weiter. Der Geschmack sei ungewöhnlich gewesen.
Ihr Verdacht: Das muss Sperma sein. Die Frau habe sich «beschämt, verängstigt, verlegen und gedemütigt» gefühlt, ihren Verdacht aber ihrem Partner mitgeteilt. Das Paar beschwerte sich umgehend beim Empfang, die Polizei wurde gerufen.
Die Wasserflasche ging zu einer Analyse ins Labor, mit der ekligen Bestätigung: Es war tatsächlich Samenflüssigkeit im Wasser.
Das Management des Luxushotels bot dem Paar als Entschädigung Prämienpunkte für künftige Buchungen an, doch weigert sich, die Wasserflasche oder eine Kopie der Laborergebnisse an die Strafverfolgungsbehörden herauszurücken. Auch werde die Identität der Hotelangestellten, die am betreffenden Tag gearbeitet hatten, geheim gehalten.
Die Tat des Hotelpersonals habe das Paar «schockiert und traumatisiert», heisst es in der Klageschrift weiter. Ihre Beziehung sei bis heute belastet.