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Anhänger der Huthi protestieren im Jemen. (Archivbild)
Keystone
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz droht mit Angriffen und hat eine «Blockade» für saudische Schiffe angekündigt. Der internationale Welthandel könnte damit weiter unter Druck geraten, schliesslich hat die Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen als Handelsroute eine ähnlich grosse Bedeutung wie die Strasse von Hormus.
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erneut mit Angriffen in der Region gedroht und eine «Blockade» für saudische Schiffe angekündigt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein «Verbot der Schifffahrt», sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari in einer Videobotschaft. Die Blockade «gegen den kriminellen saudi-arabischen Feind» basiere auf dem Prinzip «Auge um Auge». Die Huthi seien zudem «vollständig bereit für alle Optionen», sagte er mit Verweis auf mögliche neue Angriffe.
Die Huthi-Rebellen wollen damit ihren Erzfeind Saudi-Arabien «bestrafen». Dies sei eine Reaktion, so der Militärsprecher, auf die seit fast zwölf Jahren andauernde «ungerechte und unterdrückende Belagerung unseres geliebten Volkes durch Saudi-Arabien».
Im Krieg der Huthi mit der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, gilt seit 2022 eine informelle Waffenruhe. Doch nach einer neuen Konfrontation vor einer Woche gibt es Befürchtungen, dass der Krieg neu entflammen könnte.
Saudi-Arabien war 2015 in den Bürgerkrieg eingetreten und verhängte eine Luft-, See- und Landblockade mit dem erklärten Ziel, den Waffenschmuggel zu den Huthi zu unterbinden. Die Blockade ist faktisch aber auch Mittel für einen Wirtschaftskrieg, um Druck auf die Miliz auszuüben und zu kontrollieren, welche Güter ins Land kommen. Dies trifft vor allem die Zivilbevölkerung, von der mehr als 22 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Die Huthi hatten Anfang Juni bereits eine «komplette Blockade» der Seefahrt für Israel im Roten Meer angekündigt und zugleich erneut einen Angriff auf Israel für sich beansprucht. Seitdem kam es zu mehreren Zwischenfällen mit Schiffen vor der Küste des Jemens. Grössere Angriffe, wie die Miliz sie ab 2023 verübte, blieben aber aus.
Die Huthi kontrollieren vom Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab, die zusammen mit der Strasse von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt.