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Jetzt meldenRettungskräfte sind bei einem im Umbau befindlichen 38-stöckigen Gebäude in Midtown Manhattan im Einsatz.
Bild: Keystone/EPA/Olga Fedorova
Mitten in Manhattan geben tragende Stahlträger eines Wolkenkratzers nach. Mehrere Stockwerke senken sich ab, zahlreiche Nachbargebäude werden vorsorglich geräumt. Verletzt wird niemand – die Ursache des Vorfalls ist noch unklar.
Schreckmoment im Herzen von New York: Auf der Baustelle eines 38-stöckigen Hochhauses in Manhattan, das derzeit umgebaut wird, haben tragende Stahlträger nachgegeben. Nach Angaben der Feuerwehr versagten zwei Stahlstützen im 21. und 22. Obergeschoss. Dadurch sanken die Stockwerke 21 bis 26 teilweise ab. Bauarbeiter bemerkten die Verformung der Konstruktion rechtzeitig und schlugen Alarm.
«Zwei tragende Stützen sind eingeknickt; zudem wurden mehrere Risse und absackende Decken festgestellt», sagte Bürgermeister Zohran Mamdani auf einer Pressekonferenz. Messungen hatten ergeben, dass sich das Gebäude bewegt. Am frühen Dienstagabend sei das dann nicht mehr der Fall gewesen, erklärte die Stadtverwaltung – deshalb könnten nun temporäre Stützen zur Sicherung des Gebäudes angebracht werden.
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Der 37-stöckige Gebäudekomplex an der 42. Strasse im Stadtteil Midtown wurde weiträumig abgesperrt, mit Feuerwehrdrohnen untersucht und mittels Geräten kontrolliert, die Verschiebungen im Zentimeterbereich aufzeichnen können, wie die Feuerwehr mitteilte. Weil es sich um einen Stahlrahmenbau handele, sei kein vollständiger, sondern allenfalls ein lokaler Einsturz zu erwarten. «Dennoch bleibt genau das unsere Sorge», sagte ein Feuerwehrbeamter. Die Lage sei «sehr ernst».
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Ungefähr 130 Feuerwehr- und Rettungskräfte rückten zu dem Gebäude an der East 42nd Street aus, dem ehemaligen Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer. Das berichtet Fox News.
Das fast 70-jährige Hochhaus wird derzeit zu einer Wohnanlage mit mehr als 1600 Wohnungen umgebaut. Laut den Architekten handelt es sich um das grösste derartige Umwandlungsprojekt in der Geschichte der Stadt, die Arbeiten sollten 2027 abgeschlossen werden.
Warum die tragenden Stahlträger versagten, ist bislang unklar. Polizei, Feuerwehr und Bauaufsicht ermitteln. Bereits im vergangenen Jahr waren auf der Baustelle Verstösse gegen Sicherheitsvorschriften festgestellt worden.
Der Projektentwickler wies jede Verantwortung von sich und sprach von einem «typischen Konstruktionsfehler» des im Jahr 1960 errichteten Gebäudes. Wahrscheinlich seien die eingeknickten Stahlträger nicht oder nicht ausreichend verstärkt worden, sagte er der «New York Times». Von Einsturzgefahr könne keine Rede sein, die Zwischendecken seien wohl nur um zehn Zentimeter abgesackt. Das von der Stadtverwaltung genehmigte Projekt sei an sich «perfekt», die Fertigstellung werde sich bloss um ein paar Wochen verzögern.
Die Feuerwehr hatte kurz vor 8 Uhr morgens Ortszeit einen Anruf wegen herabfallender Ziegelsteine erhalten, wie Lillian Bonsignore erzählte, die Leiterin der New Yorker Berufsfeuerwehr. Die Einsatzkräfte erklärten die umliegende Gegend daraufhin zur Sperrzone, mehrere Gebäude wurden evakuiert. Auch zwei Hotels und eine Schule mit Hunderten Schülern mussten laut Medienberichten geräumt werden.
Alle New Yorker waren aufgerufen, die Zone zwischen dem berühmten Chrysler Building und dem Hauptquartier der Vereinten Nationen weitestgehend zu meiden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
Die Gegend rund um das betroffene Gebäude ist eine der betriebsamsten der Millionenmetropole: Tausende Menschen wohnen und arbeiten hier, hinzu kommen unzählige Touristen und zig Pendler, die den nahegelegenen Bahnhof Grand Central als Verkehrsknotenpunkt nutzen.