12.10.2017 - 09:40, aktualisiert: 13:00, fab

Kriminaltouristen agieren immer gewalttätiger

 

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Grenzwächter werden immer häufiger und brutaler von Kriminaltouristen angegangen. Auch immer mehr Waffen sind im Spiel. Jetzt werden Massnahmen ergriffen.

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Das Grenzwachtkorps stellt fest: Kriminaltouristen, die in die Schweiz einreisen, gehen immer brutaler vor. Deshalb soll es nun Unterstützung erhalten. Die sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats hat 30 Vollzeitstellen beantragt. In einem Dokument zuhanden des Parlaments, das «Radio SRF» vorliegt, brauche die Grenzwacht das Personal unter anderem, um eine «angemessene Antwort auf die teilweise grosse Brutalität zu finden, welche Kriminaltouristen an den Tag legen.»  

Auf konkretere Anfrage von «SRF» bei der Eidgenössischen Zollverwaltung hiess es, dass Grenzwächter kantonalen Polizeieinheiten im Tessin oder in der Region Genf bei äusserst brutalen und sogar bewaffneten Raubüberfällen Hilfe leisten mussten. Vor allem aber auch die Grenzwächter selber werden immer brutaler angegangen, erklärt ein Sprecher. Zu diesem Schluss komme man, weil immer mehr Anzeigen wegen schwere Gewalt registriert und auch immer mehr Waffen sichergestellt werden.  

Anzahl sichergestellter Waffen verdoppelt

In Zahlen bedeutet dies konkret: Die Zahl der beschlagnahmten Waffen hat sich allein in den letzten sechs Jahren verdoppelt auf über 2800 Waffen im letzten Jahr. Zudem gingen bei der Bundesanwaltschaft 22 Anzeigen vom Grenzwachtkorps wegen gravierender Gewalt ein. Noch vor fünf Jahren waren es 13 Anzeigen in einem Jahr.  

Ob die Grenzwächter personelle Unterstützung erhalten, entscheidet das Parlament in der Wintersession. Es werden aber auch andere Massnahmen ergriffen. Wie Sprecher Marquis gegenüber «SRF» bestätigt, investiere man laufend die Ausbildung und in die Ausrüstung.  

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