17.07.2017 - 08:41, gusi

So viel Geld haben die Blochers auf dem Konto

 

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Als Unternehmer zeigen sich Christoph Blocher und seine Kinder so erfolgreich wie kaum eine andere Familie in der Schweiz. Allein im letzten halben Jahr hat der Clan satte vier Milliarden Franken verdient. Bei den Blochers klingeln damit richtig die Kassen.

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Das Herzstück des Blocher-Imperiums ist die Ems-Chemie mit Sitz im bündnerischen Domat/Ems. Im ersten Halbjahr 2017 ist die Firma erneut gewachsen und hat eine Rekordmarke bei Umsatz und Gewinn gesetzt. 16,1 Milliarden Franken ist die Ems an der Börse nun wert, der Anteil der Blochers liegt bei 11,2 Milliarden Franken. Hinzu kommen rund 250 Millionen Franken Dividende allein in diesem Jahr. 

Doch auch bei der zweiten börsenkotierten Firma, die Christoph Blocher bei seiner Wahl in den Bundesrat 2003 an seine Kinder abgab, steigen die Gewinne. Der Pharmazulieferer Dottikon ist mittlerweile 1,1 Milliarden Franken wert, doppelt so viel wie zu Jahresbeginn. Rund 71 Prozent (Börsenwert 780 Millionen) davon gehören Blochers Sohn Markus. 

Platz sechs in der Liste der reichsten Schweizern

Mit rund 12 Milliarden Franken wäre die Familie Blocher letzten Herbst in der Reichstenliste der «Bilanz» auf Platz 6 vorgestossen. Etwa gleichauf mit dem Pharma-Erben Ernesto Bertarelli oder dem russischen Oligarchen Viktor Vekselberg.

Christoph Blocher selber ist heute bei den Firmen nur noch als Kleinaktionär beteiligt. Die Bundesratswahl war für ihn der Anlass gewesen, mit seinem Erbe reinen Tisch zu machen. Er teilte sein Vermögen durch fünf. Vier Anteile für die Kinder, einen für seine Frau und sich selber. 

Dass die Ems-Chemie so massiv zulegt, hat für Christoph Blocher ganz klar mit der geschickten Firmenführung seiner Tochter zu  tun, wie er gegenüber der «Sonntagszeitung» sagt. Sie habe es geschafft, das Unternehmen, das er praktisch konkursit gekauft habe, weiterzuentwickeln.

Blocher selber will sein Geld auch weiterhin für politische Zwecke einsetzen. Da ist zum einen die «Basler Zeitung», die er behalten will, und am liebsten hätte er noch mehr publizistischen Einfluss. Die Pläne für eine geplante Gratis-Sonntagszeitung sollen allerdings schon wieder vom Tisch sein. 

Seine Partei, die SVP, soll sich gemäss Blochers selber finanzieren, aber für den Kampf gegen die EU will er auch weiterhin Geld einbringen. Solange er kann, will er laut eigenen Angaben vorne mit dabei sein im Kampf um die «Unabhängigkeit der Schweiz». Doch bei diesem Engagement musst er in letzter Zeit einige Niederlagen einstecken. Bei den Volksabstimmungen zur Unternehmenssteuerreform III und jener zur Energiewende scheiterten er und seine Tochter deutlich. 

Magdalena Martullo-Blocher

  • SCHWEIZ EMS CHEMIE
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