Es gibt kein Heilmittel 80 Tote nach Ebola-Ausbruch in Kongo − erster Todesfall in Uganda

Gabriela Beck

16.5.2026

Ein Ausbruch des Ebola-Virus wird für Dutzende Todesfälle im Osten der Demokratischen Republik Kongo verantwortlich gemacht, wie afrikanische Gesundheitsbehörden am 15. Mai 2026 mitteilten. (Archivbild)
Ein Ausbruch des Ebola-Virus wird für Dutzende Todesfälle im Osten der Demokratischen Republik Kongo verantwortlich gemacht, wie afrikanische Gesundheitsbehörden am 15. Mai 2026 mitteilten. (Archivbild)
AFP/John WESSELS

Im Ostkongo breitet sich eine besonders gefährliche Ebola-Virusvariante rasant aus, Dutzende Menschen sterben innerhalb weniger Tage. Ärzte und Helfer schlagen Alarm – denn gegen den Erreger gibt es bislang weder Impfstoff noch Heilmittel.

Agence France-Presse

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  • In der Demokratischen Republik Kongo sind bei einem neuen Ebola-Ausbruch bereits 80 mutmasslich Infizierte gestorben, fast 250 Verdachtsfälle wurden registriert.
  • Die besonders gefährliche Bundibugyo-Variante weist laut Behörden eine hohe Sterblichkeitsrate auf, zudem gibt es bislang weder Impfstoff noch gezielte Behandlung.
  • Das Nothilfeprogramm von Ärzte ohne Grenzen bereitet einen Grosseinsatz vor.

Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. 80 mutmasslich mit der Bundibugyo-Variante des Virus infizierte Menschen seien gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Insgesamt gebe es fast 250 Verdachtsfälle.

Der Ebola-Ausbruch war am Freitag in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri gemeldet worden. Im benachbarten Uganda starb ebenfalls ein mit Ebola infizierter Mann, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.

Es gebe «weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung» gegen den Bundibugyo-Stamm, erklärte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am Samstag. «Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann.»

Schnelles Handeln ist entscheidend

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erklärte, sie bereite einen Grosseinsatz in der Provinz Ituri vor. «Die Zahl der Fälle und Todesfälle, die wir in so kurzer Zeit beobachten, ist äusserst besorgniserregend», erklärte die Leiterin des Nothilfeprogramms von Ärzte ohne Grenzen, Trish Newport. «In Ituri haben viele Menschen bereits Schwierigkeiten, Zugang zu medizinischer Versorgung zu erhalten. Sie leben in ständiger Unsicherheit, weshalb schnelles Handeln entscheidend ist.»

Ebola verläuft oftmals tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schliesslich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15'000 Menschen das Leben gekostet.

Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals wurden rund 2300 Todesfälle verzeichnet.

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