Eidgenössische AbstimmungAbstimmung vom November zeigt Geschlechtergraben auf
trm, sda
10.1.2025 - 10:00
Im Bild hält eine Person ein Abstimmungscouvert in der Hand. Männer und Frauen haben bei der Abstimmung am 24. November 2024 laut einer Vox-Analyse unterschiedlich abgestimmt. (Archivbild)
Keystone
Eine Mehrheit der Frauen hat alle vier Abstimmungsvorlagen vom 24. November abgelehnt – im Gegensatz zu den Männern. Zu diesem Schluss kommt eine Vox-Analyse.
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10.01.2025, 10:00
SDA
Besonders deutlich sei das unterschiedliche Abstimmungsverhalten zwischen den Geschlechtern bei Personen und 30 Jahren gewesen, hiess es in einer Mitteilung vom Freitag zur Vox-Analyse zur Nachwahlbefragung.
So sei die Vorlage zum Autobahn-Ausbau von 57 Prozent der Männer befürwortet worden. Dagegen seien nur 38 Prozent der Frauen dafür gewesen. Bei der Gesundheitsvorlage stimmten zwei Drittel der Männer dafür, bei den Frauen waren es lediglich 46 Prozent.
Die Analyse zeige weiter, dass Personen in der politischen Mitte deutlich weniger mobilisiert gewesen seien als andere Stimmende. Am stärksten mobilisiert waren die Grünen mit 71 Prozent. Sie wurden gefolgt von GLP-Anhängerinnen (56 Prozent). Auch SP-Sympathisanten gingen mit 52 Prozent überdurchschnittlich an die Urne, wie es weiter hiess.
Bei den anderen Parteien lag der Anteil unter 50 Prozent. Am tiefsten sei die Beteiligung mit 44 Prozent bei SVP-Sympathisierenden ausgefallen.
Ein Drittel vergass die Abstimmung
Die Gründe für die Ablehnung von drei der vier Behördenvorlagen seien vielschichtig. Insgesamt hätten die Abstimmenden ihre Entscheide inhaltlich getroffen. Die Beteiligung habe 45 Prozent betragen, dies sei im langjährigen Vergleich durchschnittlich. Rund ein Drittel der Befragten habe angegeben, die Abstimmung vergessen zu haben.
Am 24. November 2024 hatte der Souverän über den Autobahn-Ausbau, die Gesundheitsvorlage Efas (Einheitliche Finanzierung ambulant und stationär) sowie zwei Mietrecht-Vorlagen zur Untermiete und Eigenbedarf abgestimmt. Sie waren aufgrund eines erfolgreich ergriffenen Referendums vors Volk gekommen.
Für die Vox-Analyse wurden 3113 Stimmberechtigte im November 2024 befragt. Die Studie wurde vom Forschungsinstitut GFS Bern durchgeführt und von der Bundeskanzlei finanziert.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
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