Nach Trumps Drohungen Iran verschiebt Hinrichtung von Erfan Soltani

dpa

15.1.2026 - 07:44

Erfan Soltani wurde entgegen der Ankündigungen nicht hingerichtet.
Erfan Soltani wurde entgegen der Ankündigungen nicht hingerichtet.
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Im Iran ist die geplante Hinrichtung eines jungen Demonstranten kurzfristig verschoben worden. Der 26-jährige Ladenbesitzer Erfan Soltani bleibt zwar in Haft, soll vorerst aber nicht hingerichtet werden.

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  • Die geplante Hinrichtung des iranischen Demonstranten Erfan Soltani wurde verschoben.
  • Bestätigt wurde der Entscheid von einem Familienmitglied, eine Freilassung erfolgte nicht.
  • Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit einer «sehr harten» Reaktion gedroht.

Die Hinrichtung eines in der vergangenen Woche im Iran festgenommenen Demonstranten ist nach Angaben seiner Familie verschoben worden. Aktivisten berichteten der AP, dass Erfan Soltani, ein 26-jähriger Angestellter eines Bekleidungsgeschäfts, zu den Tausenden Iranern gehört, die in der vergangenen Woche festgenommen wurden, nachdem landesweite Proteste in Gewalt ausgeartet waren. Nun soll Soltani zwar offenbar doch nicht hingerichtet werden, wurde aber nach Angaben eines Angehörigen auch nicht freigelassen.

Somamjeh, eine 45-jährige enge Verwandte Soltanis, die im Ausland lebt und aus Angst vor Repressalien der Regierung nur mit Vornamen genannt werden möchte, sagte der AP am Mittwoch, dass die Familie zunächst über eine für diesen Tag angesetzte Hinrichtung informiert worden sei. Diese sei jedoch verschoben worden, als sie das Gefängnis in Karadsch, einer Stadt nordwestlich von Teheran, erreichten.

Tausende Menschen sollen bereits getötet worden sein

Die Angehörige erklärte, die Familie habe die letzten sechs Tage in Angst verbracht, was mit Soltani geschehen könnte, und befinde sich nun in noch grösserer Ungewissheit.

Die Demonstrationen begannen am 28. Dezember nach dem Zusammenbruch des iranischen Rials, der inzwischen bei über 1,4 Millionen pro US-Dollar liegt. Irans Wirtschaft ächzt unter den internationalen Sanktionen, die unter anderem wegen des Atomprogramms verhängt wurden. Die Proteste verschärften sich und forderten die Theokratie im Iran zunehmend direkt heraus.

Tausende Menschen sind nach Angaben von Aktivisten in den vergangenen Wochen bei der Niederschlagung der Massenproteste im Iran getötet worden, die meisten von ihnen Demonstranten. Mehr als 18'000 weitere wurden festgenommen, wie die in den USA ansässige Gruppe Human Rights Activists News Agency (HRANA) mitteilte.