Ampel-Parteien einigen sich auf Legalisierung von Cannabis

afp/toko

18.11.2021

Die Apotheken wären bei einer Legalisierung zum Verkauf von Cannabis unter bestimmten Bedingungen bereit. (Archivbild)
In Deutschland könnte Cannabis womöglich bald zu Genusszwecken legalisiert werden
Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa (Archivbild)

In Deutschland könnte Cannabis schon bald legal werden. Die Parteien der wahrscheinlichen nächsten Regierung haben sich einem Medienbericht zufolge auf eine entsprechende Freigabe geeinigt.

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18.11.2021

Die Ampel-Parteien wollen einem Bericht zufolge den Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken legalisieren. Darauf habe sich die Koalitions-Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege geeinigt, berichtete die Funke Mediengruppe am Donnerstag. «Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein», hielten demnach die Verhandler von SPD, Grünen und FDP in dem Ergebnis-Papier der entsprechenden Arbeitsgruppe fest. Dadurch werde die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet.

Nach vier Jahren soll das entsprechende Gesetz dem Bericht zufolge mit Blick auf gesellschaftliche Auswirkungen evaluiert werden. Bislang ist der Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken in Deutschland verboten. Grüne und FDP sprechen sich aber seit längerem für einen legalen, regulierten Handel mit Cannabis aus.

Die drei Parteien wollen zudem Modelle zum sogenannten Drugchecking und Masssnahmen der Schadensminderung ausbauen, heisst es in dem Bericht der Funke-Zeitungen weiter. Beim «Drugchecking» können Konsumierende illegal erworbene Drogen auf ihre chemische Zusammensetzung überprüfen lassen und so vor besonders gefährlichen Inhaltsstoffen gewarnt werden.

Gleichzeitig wollen die Parteien die Regelungen für Marketing und Sponsoring bei Alkohol, Nikotin und Cannabis verschärfen. «Wir messen Regelungen immer wieder an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und richten daran Massnahmen zum Gesundheitsschutz aus», heisst es dem Bericht zufolge in dem Papier der Ampel-Arbeitsgruppe.