Angst vor Omikron: Thailand will schärfere Einreiseregeln beibehalten

SDA

4.1.2022 - 04:32

Passagiere gehen mit ihrem Gepäck an der Fluganzeigetafel des Flughafens Bangkok-Suvarnabhumi vorbei. Foto: Linda Khoo/BERNAMA/dpa
Keystone

Aus Angst vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus will Thailand die vor Weihnachten verschärften Einreiseregeln bis mindestens Monatsende nicht lockern.

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4.1.2022 - 04:32

«Im Interesse von Gesundheit und Sicherheit haben wir beschlossen, die Wiedereinführung des Test&Go-Modells weiter zu verschieben», zitierte die Zeitung «Bangkok Post» am Dienstag Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul. Der Vorschlag muss aber noch vom Covid-Krisenzentrum CCSA bewilligt werden.

Die Regierung hatte am 21. Dezember beschlossen, das quarantänefreie «Test&Go»-Modell, wonach vollständig geimpfte Touristen seit November bei der Einreise nur noch einen PCR-Test machen und dann eine Nacht in ihrem Hotel auf das Ergebnis warten mussten, zunächst bis zum 4. Januar auszusetzen. Danach sollte die Lage neu bewertet werden.

Urlauber, die sich bereits unter dem «Test&Go»-Modell für die Einreise registriert hatten, blieben von den verschärften Bestimmungen ausgenommen und durften wie geplant nach Thailand reisen. Sie dürfen dies auch weiterhin, allerdings nur noch bis zum 10. Januar. Neue Registrierungen werden derzeit nicht mehr angenommen. Wer trotzdem kommen will, muss sieben oder zehn Tage in Quarantäne – je nach Herkunftsland und Impfstatus.

Das bereits seit Juli laufende Sandbox-Modell auf der grössten Insel Phuket, bei dem vollständig geimpfte Touristen unter bestimmten Auflagen quarantänefrei Ferien machen können, läuft hingegen weiter. Jedoch ist auf der Insel die Sorge vor einer Ausbreitung der neuen Variante gross: Zuletzt wurden auf Phuket laut Behörden 144 Omikron-Infektionsfälle verzeichnet, bei Einheimischen und Touristen.

Das beliebte Urlaubsland hatte seine Grenzen Anfang November wieder für Touristen aus Deutschland und Dutzenden anderen Ländern geöffnet. Seither nahm der Zustrom an Besuchern aus aller Welt stetig zu – auch weil in dem Land mit 70 Millionen Einwohnern derzeit zumeist nur um die 3000 Neuinfektionen am Tag gemeldet werden.

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