PolitikArabische Liga verurteilt «illegale» Angriffe Irans
SDA
8.3.2026 - 16:15
ARCHIV - Das Kampfflugzeug F-16 der US-Luftwaffe fliegt an Vögeln vorbei, während es auf der Dubai Air Show in Dubai akrobatische Manöver durchführt. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa
Keystone
Die Arabische Liga hat die Angriffe des Irans im Nahen Osten als «illegal und grundlos» kritisiert. Man verurteile diese «feigen» Angriffe scharf, heisst es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Aussenminister. Der Iran greife «gezielt und auf illegale Weise» zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch «provokante» Handlungen Teherans zurück mit dem Ziel, die Strasse von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.
Keystone-SDA
08.03.2026, 16:15
SDA
Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äussern, aber eher selten – wie auch diesmal – konkrete Schritte beschliessen. Als Gründe gelten vor allem interne Spaltungen und der Umstand, dass die Beschlüsse der Liga in der Regel nicht bindend sind. Schon in grossen Kriegen und Konflikten etwa im Irak, in Syrien, Libyen und dem Jemen wurde der Liga deshalb vorgeworfen, kaum Einfluss ausgeübt und keine gemeinsame Linie gefunden zu haben.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt