Franziskus' Zustand weiter kritisch Argentinischer Aktivist will ins Krankenzimmer des Papstes

dpa

25.2.2025 - 06:01

Vatikan: Papst Franziskus geht es etwas besser

Vatikan: Papst Franziskus geht es etwas besser

Rom, 24.02.25: Die Sorge um den Papst ist gross – laut Vatikan soll es Franziskus aber ein wenig besser gehen. Der Zustand des Pontifex bleibe aber weitherin kritisch. Demnach habe der 88-Jährige am Montag keine asthmatischen Anfälle gehabt und auch einige Laborwerte hätten sich verbessert. Papst Franziskus leidet bereits seit Mitte Dezember an einer Erkrankung der Atemwege – nach der Einlieferung ins Krankenhaus Mitte Februar wurde eine Lungenentzündung festgestellt. Unterdessen gibt es Spekulationen über einen möglichen Rücktritt – doch enge Vertraute des Papstes kritisieren diese Diskussion als respektlos.

25.02.2025

Der schwer kranke Franziskus liegt seit eineinhalb Wochen in einer Klinik in Rom. Der Trakt im zehnten Stock ist streng gesichert. Ein Aktivist will trotzdem hinein.

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  • Der schwer kranke Franziskus liegt seit eineinhalb Wochen in einer Klinik in Rom. 
  • Ein linker Aktivist aus Argentinien hat versucht, ins Krankenzimmer von Papst Franziskus im Gemelli-Spital in Rom zu kommen.
  • Der Gewerkschafter Juan Grabois wurde von Sicherheitskräften gestoppt, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
  • Gegenüber der argentinischen Zeitung «La Nación» wies Grabois den Vorwurf zurück.
  • Dem Bericht zufolge ist Grabois auch als Berater für eine Vatikanbehörde tätig und dem Papst mehrfach begegnet.

Ein linker Aktivist aus Argentinien hat versucht, ins Krankenzimmer von Papst Franziskus im Gemelli-Spital in Rom zu kommen. Der Gewerkschafter Juan Grabois wurde von Sicherheitskräften gestoppt, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. 

Gegenüber der argentinischen Zeitung «La Nación» wies Grabois den Vorwurf zurück. «Es ist lächerlich, es ist nicht wahr», sagte er dem Blatt. «Ich bin durch die Tür des Spitals gegangen, wie jeder andere auch, ich bin zum Sektor F im Erdgeschoss gegangen, wo bereits einige Gendarmen waren, einer von ihnen hat mich sogar erkannt, wir haben uns begrüsst und ich habe ihm einen handgeschriebenen Brief hinterlassen, den er dem Papst geben soll.» Es sei ihm nie in den Sinn gekommen sei, in den zehnten Stock zu gehen, wo sich die päpstliche Suite befindet.

Das Agostino-Gemelli-Spital im Westen von Rom, wo Papst Franziskus behandelt wird – vor dem Spital steht eine Statue von Papst Johannes Paul II. (14. Februar 2025)
Das Agostino-Gemelli-Spital im Westen von Rom, wo Papst Franziskus behandelt wird – vor dem Spital steht eine Statue von Papst Johannes Paul II. (14. Februar 2025)
Bild: Keystone/EPA/Alessandro di Meo

Franziskus, der nach Angaben des Vatikans an einer schweren Lungenentzündung leidet, kommt selbst aus Argentinien. Das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche wird seit eineinhalb Wochen in der Universitätsklinik im Westen von Rom behandelt. Er liegt dort in einem streng gesicherten Trakt im zehnten Stock. Die Ärzte beschreiben seinen Zustand als kritisch. Nur die engsten Mitarbeiter dürfen zu ihm.

Als Berater für eine Vatikanbehörde tätig

Dem Bericht zufolge ist Grabois auch als Berater für eine Vatikanbehörde tätig und dem Papst mehrfach begegnet. Zuletzt traf er ihn im September vergangenen Jahres bei einer Veranstaltung für Mitglieder sozialer Bewegungen. In seiner argentinischen Heimat ist der 41-Jährige vor allem als Anführer einer Gewerkschaft für Tagelöhner und linker Politiker bekannt.