Gabriela Tillmann, leitende Oberstaatsanwältin und Extremismusbekämpferin, erzählt, dass der Täter in einer Mietwohnung lebte und im Sicherheitsgewerbe beschäftigt war. Unter anderem als Ladendetektiv.
Er bezeichnete sich selbst als religiös, betete und besuchte regelmässig eine Moschee. Er ist bisher nicht vorbestraft. In Bayern gab es ein Verfahren gegen ihn wegen Arbeitsamtsbetrug. Grund dafür: Er hatte sich nicht rechtzeitig abgemeldet. Das Verfahren wurde schliesslich eingestellt.
Auf Instagram bezeichnete er sich als Athlet, Bodybuilder und Fitnessmodel. Er postete auch Beiträge mit religiösem Bezug, heisst es weiter.
Nach der Tat rief er «Allahu Akbar». Er hat angegeben, bewusst in den Demonstrationszug gefahren zu sein. Das Auto gehörte dem Täter.
Seine Begründung lässt auf eine religiöse Tatmotivation schliessen, sagt die Generalstaatsanwaltschaft. Weiter spricht die Generalstaatsanwaltschaft von einer «islamistischen Tatmotivation». So sei zumindest der aktuelle Stand.
Sie betont aber auch, dass es keine Hinweise auf Verbindungen zu Terrororganisationen gibt. Eine aktuelle psychische Störung sei aktuell nicht bekannt.
Der Täter agierte alleine. Heute Nachmittag wird er dem Haftrichter vorgeführt.