USAAuto rast in US-Synagoge – gezielter Gewaltakt?
SDA
13.3.2026 - 02:56
Oakland County Sheriff Michael Bouchard spricht in der Nähe der Synagoge Temple Israel zu Medienvertretern. In dem Vorort der US-Großstadt Detroit im Bundesstaat Michigan ist eine Person mit einem Fahrzeug in eine Synagoge gefahren. Sicherheitspersonal habe danach das Feuer eröffnet, sagte der örtliche Sheriff vor Journalisten. Foto: Jacob Hamilton/Ann Arbor News via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone
Nach der Fahrt eines Autos in eine Synagoge in den USA ermittelt das FBI wegen des Verdachts eines gezielten Gewaltakts gegen die jüdische Gemeinschaft.
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13.03.2026, 02:56
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Die Bundespolizei gab ausserdem bekannt, dass die Person, die an dem Vorfall beteiligt war, tot sei. Vieles war zunächst unklar: Man könne zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen über diese Person oder ein Motiv geben, hiess es.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Grossstadt Detroit im Bundesstaat Michigan. Eine Person fuhr laut Polizei mit einem Fahrzeug in die Synagoge in der Stadt West Bloomfield. Sicherheitspersonal habe danach das Feuer eröffnet, sagte der örtliche Sheriff kurz danach.
Ein Sicherheitsbeamter wurde laut Polizeiangaben ins Krankenhaus gebracht, weil er vom Auto erfasst worden sei. 30 Beamte seien zudem wegen Rauchvergiftung ebenfalls im Krankenhaus. Das Gebäude habe in Flammen gestanden. Kinder und Mitarbeiter, die sich in der Synagoge befanden, seien nicht verletzt worden.
Trump: «Unfassbar»
US-Präsident Donald Trump sagte in Washington: «Es ist absolut unfassbar, dass so etwas passiert.» Er schicke Liebe an die jüdische Gemeinschaft in Michigan und an alle Menschen in Detroit. Man werde der Sache auf den Grund gehen, kündigte er an. Der israelische Präsident Isaac Herzog schrieb auf der Plattform X von einem schwerwiegenden und ernsten Vorfall, der auf eine Reihe von Angriffen auf jüdische Einrichtungen weltweit folge.
In anderen Gebieten der USA wurde nach Polizeiangaben die Präsenz von Sicherheitskräften vor jüdischen Einrichtungen aufgestockt. Der örtliche Sheriff sagte auf der Pressekonferenz zu dem Vorfall in der Synagoge, dass man generell aufeinander in dem Gebiet besonders acht gebe. In den vergangenen zwei Wochen habe man dies besonders intensiv getan. Den Iran-Krieg nannte er als möglichen Grund für den Vorfall nicht explizit.
Weiterer Vorfall an Universität
In den USA kam es am selben Tag auch zu tödlichen Schüssen an einer Universität im Osten des Landes. Das FBI ermittelt wegen Terrorverdachts. Demnach eröffnete eine bewaffnete Person an der Old Dominion Universität in der Stadt Norfolk im Bundesstaat Virginia das Feuer und tötete eine Person und verletzte zwei weitere.
Laut Polizei gingen am späteren Donnerstagvormittag (Ortszeit) Notrufe ein. Berichtet wurde, dass sich ein Schütze in einem Gebäude der Hochschule befinde. Minuten später seien Einsatzkräfte vor Ort gewesen. FBI-Chef Kash Patel schrieb, eine Gruppe mutiger Studenten habe eingegriffen und den Schützen überwältigt. Er sei tot.
Laut FBI gab es eine Verbindung des Mannes zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). 2016 sei er festgenommen worden und habe gestanden, versucht zu haben, die Terrormiliz materiell zu unterstützen. Er sei 2017 zu einer Haftstrafe verurteilt worden. 2024 wurde er laut FBI aus dem Gefängnis entlassen. Bei dem Angriff an der Uni in Virginia, an der 25.000 Menschen studieren, habe der Mann «Allahu Akbar» (etwa «Gott ist am grössten") gerufen.
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