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BBC streicht 550 Stellen
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185-Millionen-Sparprogramm

BBC streicht 550 Stellen

ARCHIV – Das Sender-Logo prangt am Eingang der britischen Rundfunkanstalt BBC. Foto: Christoph Meyer/dpa

ARCHIV – Das Sender-Logo prangt am Eingang der britischen Rundfunkanstalt BBC. Foto: Christoph Meyer/dpa

Keystone

Die BBC steht vor einem der grössten Sparprogramme ihrer jüngeren Geschichte. Bis 2028 sollen weitere Hunderte Stellen verschwinden.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

17.06.2026, 18:01•18.06.2026, 07:04

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die BBC will bis zum Finanzjahr 2027/28 rund 550 weitere Stellen abbauen und damit etwa 160 Millionen Pfund einsparen.
  • Betroffen sind Nachrichtenredaktionen sowie Bereiche wie Unterhaltung, Kultur und regionale Angebote in Schottland, Wales und Nordirland.
  • Insgesamt sollen im Rahmen eines Sparprogramms bis zu 2000 Stellen wegfallen, weil die Finanzierung der BBC zunehmend unter Druck gerät.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die BBC will bis zum nächsten Finanzjahr 2027/28 rund 550 Stellen streichen, darunter in Nachrichtenredaktionen sowie in den Unterhaltungs-, Kultur- und Programmsparten.

Wegfallen sollen auch Jobs in den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland, wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Grossbritannien mitteilte. Inhaltlich solle das Sender-Portfolio geprüft werden. Dadurch sollen etwa 160 Millionen Pfund (umgerechnet rund 185 Millionen Euro) eingespart werden.

Der Stellenabbau, der teils freiwillig erfolgen soll, ist Teil eines grösseren Sparprogramms in dessen Verlauf insgesamt bis zu 2.000 Jobs gestrichen werden sollen. Ziel ist es, in den kommenden drei Jahren die Ausgaben um zehn Prozent zu senken. Das entspricht den Angaben zufolge 500 Millionen Pfund (578 Millionen Euro).

Finanzierungsmodell über Beiträge ist umstritten

Bei den Einsparungen orientiere man sich daran, die Programme mit der höchsten Relevanz und Wirkung zu erhalten, Doppelstrukturen abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Daher werde auch die Zahl der Führungskräfte um zehn Prozent verringert.

Das Finanzierungsmodell der BBC über verpflichtende Beiträge ist seit längerem stark umstritten. Die konservative Vorgängerregierung, die der BBC Linkslastigkeit vorwarf, hatte Beitragserhöhungen zuletzt für zwei Jahre ausgesetzt und die BBC damit unter Spardruck gesetzt. Zudem gab es Pläne, die Beiträge ganz abzuschaffen und stattdessen wie bei Streamingdiensten ein Abo-Modell einzuführen.

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