IranBehörde: Sicherheitslage in Strasse von Hormus kritisch
SDA
30.5.2026 - 14:51
ARCHIV – Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Strasse von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa (Archivbild)
Keystone
Die Sicherheitssituation in der Strasse von Hormus bleibt kritisch. Das stellte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) in einer Mitteilung klar. Die US-Seeblockade von iranischen Häfen bestehe unverändert. «Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten», hiess es. Die Nichtbefolgung könne zu einer «raschen Eskalation» führen.
Keystone-SDA
30.05.2026, 14:51
SDA
Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran intensive Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und für weitere Verhandlungen in dem Konflikt.
Berichten zufolge sollte eine Einigung kurz bevorstehen. Der Iran warf US-Präsident Donald Trump jedoch vor, zentrale Vereinbarungen des geplanten Abkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Trump hatte zuvor mit Posts über eine Einigung und eine Öffnung der Strasse für Verwirrung gesorgt, eine Lagebesprechung im Weissen Haus verliess er dann US-Medienberichten zufolge aber nach zwei Stunden ohne eine Entscheidung dazu.
Auch der Iran droht
Innerhalb der letzten 24 Stunden passierten nach iranischen Angaben insgesamt 20 Schiffe die Strasse von Hormus. Laut dem Staatssender Irib durften die 20 Schiffe in Koordination mit der Marine der Revolutionsgarden (IRGC) die Meerenge passieren.
Schon am Freitag teilte die IRGC-Marine mit, dass 24 Schiffe, unter anderem Tanker, Containerschiffe und Handelsschiffe, trotz der US-Blockade die Meerenge durchqueren konnten. Die IRGC warnte jedoch erneut, dass die Überwachung der Strasse von Hormus weiterhin strikt erfolge und jeder Übergriff «mit vernichtenden Schlägen» erwidert werde.
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O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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