ARCHIV - Die Türkische Flagge weht am Türkischen Generalkonsulat zu Beginn der Wahlen für die Parlaments- und Präsidentenwahl 2024 in der Türkei. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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In der Türkei ist ein weiterer bekannter Journalist vorübergehend festgenommen worden.
Keystone-SDA
19.12.2025, 14:23
SDA
Levent Gültekin werde vorgeworfen, auf seinem mehrere Hunderttausend Abonnenten zählenden Youtube-Kanal irreführende Informationen verbreitet zu haben, berichtete die oppositionsnahe Nachrichtenagentur Anka. Auf der Plattform X teilte Gültekin nach einer Befragung mit, er sei unter Auflagen und mit einem Ausreiseverbot freigelassen worden.
Anka zufolge bestreitet Gültekin die Vorwürfe. Der 53-Jährige gilt in der Türkei als kritische, teils kontroverse Stimme sowohl gegenüber der Regierung als auch der Opposition. Mehrmals wöchentlich kommentiert er das politische und gesellschaftliche Geschehen im Land.
Gültekin wurde dem Bericht nach in der Nacht in einem Café im Istanbuler Stadtteil Bebek festgenommen. Die Vorwürfe sollen sich auf ein am 17. Dezember aufgenommenes und auf der Plattform Youtube verbreitetes Video beziehen.
In der Türkei hat in den vergangenen Monaten der Druck auf kritische Stimmen und unabhängige Medien weiter zugenommen. Neben einem umfangreichen juristischen Vorgehen gegen die Opposition wurden auch mehrere Journalisten festgenommen, angeklagt und teilweise verurteilt.
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Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
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O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
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