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Der belarussische Künstler und Regimekritiker Ales Puschkin war seit 2022 inhaftiert.
Bild: Serge Serebro, Vitebsk Popular News, via <a target="_blank" rel="nofollow" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">Wikimedia Commons</a>
1999 schaufelte Ales Puschkin einen Haufen Mist vor Lukaschenkos Tür, seitdem war er stets einer der lautesten Kritiker des Diktators. Nun ist er in Haft gestorben – unter «unklaren Umständen».
Der Künstler und Aktivist Ales Puschkin war einer der bekanntesten Kritiker des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko. Jetzt ist er in Haft gestorben, «unter unklaren Umständen», wie seine Witwe Janina Demuch sagt. Er wurde 57 Jahre alt.
2022 war Puschkin von einem belarussischen Gericht wegen Verunglimpfung staatlicher Symbole und Anstiftung zum Hass zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
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Als Beweisstück galt ein Gemälde, das der Künstler vom antisowjetischen Widerstandskämpfer Jewgenij Schichar gemalt hatte. Das Bild, das Schichar mit einem Maschinengewehr zeigt, wertete das Gericht als «Rehabilitierung des Nationalsozialismus».
Das erinnert an ähnliche Vorwürfe, die der russische Präsident Wladimir Putin gegen den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj erhebt. Dieser hatte Puschkin 2021 Asyl in der Ukraine angeboten, als Puschkin sich dort für eine Kunstausstellung aufhielt. Eine Flucht aus Belarus lehnte Puschkin jedoch stets ab.
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Puschkin tat sich schon kurz nach Lukaschenkos Machtübernahme im Jahr 1994 als einer von dessen prominentesten Kiritkern hervor. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt sein Performance-Stück «Mist für den Präsidenten»: Puschkin transportierte buchstäblich Mist nach Minsk, den er dann vor Lukaschenkos Regierungssitz ausschüttete. «Danke für die fruchtbare Arbeit», hiess es auf einem Schild neben dem Haufen.
Bei der Protestwelle gegen Lukaschenkos Wiederwahl, die von zahlreichen Beobachtern als vermutlich gefälscht eingeschätzt wird, schloss sich Puschkin den Protestierenden an.
Seine Festnahme und Verurteilung wurde von Menschenrechtsgruppen als politisch motivierter Akt gewertet. Die belarussische Regierung hat sich zu Puschkins Tod bislang nicht geäussert.
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