Energiewende auf EisBelgien stoppt Rückbau aller Atomkraftwerke im Land
SDA
30.4.2026 - 11:35
ARCHIV – Das Atomkraftwerk Tihange steht am Ufer der Maas. Foto: Eric Lalmand/belga/dpa/Archivbild
Keystone
Die belgische Regierung hat Verhandlungen zur Übernahme aller Atomkraftwerke im Land begonnen und den Rückbau mit sofortiger Wirkung stoppen lassen.
Keystone-SDA
30.04.2026, 11:35
30.04.2026, 12:44
SDA
Seine Regierung entscheide sich für eine sichere, erschwingliche und nachhaltige Energie mit weniger Abhängigkeit von fossilen Importen und mehr Kontrolle über die eigene Versorgung, teilte Ministerpräsident Bart De Wever auf der Plattform X mit.
Der Energiekonzern Engie gab zudem die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zu den exklusiven Verhandlungen mit dem belgischen Staat bekannt. Demnach geht es um die Übernahme der sieben Reaktoren, dem zugehörigen Personal, aller Atomtochtergesellschaften sowie sämtlicher damit verbundener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten – einschliesslich der Stilllegungs- und Abrisspflichten. Bis Oktober soll laut Mitteilung eine grundsätzliche Einigung erzielt sein.
Belgiens Atomkraft beschäftigt auch Nachbarland Deutschland
Das belgische Parlament hatte im Mai 2025 mit grosser Mehrheit für ein Ende des 2003 beschlossenen Atomausstiegs gestimmt. De Wevers Regierung plant darüber hinaus den Bau neuer Kernkraftwerke.
Im belgischen Nachbarland Deutschland sorgen die Atommeiler aus den 1970er und 80er Jahren immer wieder für Diskussionen. So wurden bei belgischen Reaktoren mehrfach Mängel festgestellt, etwa marode Betonteile. Unter anderem die Stadt Aachen im angrenzenden deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen und die deutsche Regierung forderten deswegen in der Vergangenheit wiederholt die Stilllegung. Das belgische Kraftwerk Tihange liegt etwa 60 Kilometer von Aachen entfernt.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt