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Am Strand Punta Molentis auf Sardinien gelten nach Waldbränden neue Regeln.
IMAGO/Filippo Carlot
Einer der schönsten Strände Sardiniens schränkt den Zugang ein: In Punta Molentis dürfen Sonnenschirme künftig nur noch unter bestimmten Voraussetzungen aufgestellt werden.
Punta Molentis zählt zu den schönsten Küstenabschnitten Sardiniens und ist seit Jahren ein Publikumsmagnet. Nun greifen dort jedoch strenge Zugangsbeschränkungen: Sonnenschirme sind nur noch erlaubt, wenn Besucherinnen und Besucher mit Kindern unter zehn Jahren unterwegs sind oder älter als 65 Jahre sind.
Die Behörden reagieren damit auf schwere Waldbrände im vergangenen Jahr, die Strand, Dünen und Parkplatz stark beschädigt hatten. Um die Natur zu schützen, wird die Zahl der Besucher gleichzeitig auf maximal 150 Personen begrenzt. «Es ist daher notwendig, den menschlichen Einfluss zu reduzieren und dieses Naturerbe für künftige Generationen zu bewahren», teilte die Gemeinde Villasimius mit, wie die BBC schreibt.
Zusätzlich hat Bürgermeister Gianluca Dessì eine Eintrittsgebühr eingeführt: Wer über Land anreist, zahlt 10 Euro, per Boot sind es 5 Euro. Auch der Zugang für Fahrzeuge ist eingeschränkt, maximal 70 Autos pro Tag dürfen den Strand bis Ende Oktober erreichen. Zudem ist eine Reservierung künftig Pflicht.
Die Gemeinde bezeichnet das Ökosystem von Punta Molentis als besonders wertvoll, aber auch sehr empfindlich.
Die drastischen Massnahmen stossen nicht überall auf Zustimmung. In den sozialen Medien kritisieren einige Nutzer die Regeln als übertrieben. Ein Nutzer will wissen, ob man künftig Kinder oder ältere Personen «mieten» müsse, um den Strand besuchen zu können. Andere fordern stattdessen eine vorübergehende komplette Schliessung, damit sich das Gebiet vollständig erholen kann.