IsraelBericht: Siedlergewalt im Westjordanland stieg 2025 um 25 Prozent
SDA
12.1.2026 - 19:37
ARCHIV - Moussab Mshala geht an einem Fahrzeug vorbei, das bei einem Angriff israelischer Siedler vor seinem Haus im Westjordanlanddorf al-Jab'a in der Nähe von Bethlehem verbrannt ist. Foto: Leo Correa/AP/dpa
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Im vergangenen Jahr ist die Zahl von Angriffen radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser im Westjordanland einem Bericht zufolge um 25 Prozent gestiegen. Das berichtete die Zeitung «Haaretz» unter Berufung auf Zahlen des israelischen Verteidigungsapparats.
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12.01.2026, 19:37
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Israels Armee teilte dazu auf Anfrage mit: «Im Laufe des letzten Jahres hat sowohl der Umfang als auch die Schwere der Gewalt durch Siedler zugenommen.» Eigene Zahlen wollte das Militär nicht öffentlich machen.
Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 sei es zu mehr als 1.700 Angriffen gekommen, meldete die «Haaretz». Allein im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge bei 845 Zwischenfällen mehr als 200 Menschen verletzt und vier getötet. Im Jahr 2024 seien bei 675 Angriffen 149 Palästinenser verletzt und sechs getötet worden.
Gründe für die Zunahme der Siedlergewalt
Der Anstieg sei nicht allein auf mehr Einzeltaten zurückzuführen, sondern auf grössere, organisierte Gruppen, die Unterstützung von Politikern und bekannten rechtsextremen Aktivisten erhalten, heisst es in dem Bericht unter Berufung auf Armeeangaben. Dabei wurde auch auf die Ausbreitung sogenannter Farmen verwiesen, deren Gesamtzahl von etwa 30 vor dem Gaza-Krieg auf derzeit mehr als 120 gestiegen sei.
Laut der israelischen Organisation Betselem handelt es sich dabei um landwirtschaftliche Flächen im Westjordanland, über die Siedler demnach – anders als etwa bei Siedlungen – die Kontrolle ohne offizielle israelische Genehmigung übernehmen. Die «Haaretz» verwies darauf, dass die dort lebenden Menschen oftmals Angriffe auf Palästinenser anführten.
«Wer die Gründung von fast 100 neuen Farmen seit Kriegsbeginn ignoriert, sollte sich nicht über den Anstieg nationalistischer Auseinandersetzungen und Straftaten wundern», zitierte die Zeitung einen hochrangigen Verteidigungsbeamten.
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