PolitikBerichte: Nepals Ex-Premier Oli festgenommen
SDA
28.3.2026 - 11:29
ARCHIV - Khadga Prassad Oli, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Nepals (Vereinigte Marxisten-Leninisten), gibt in einem Wahllokal seine Stimme für die Parlamentswahlen ab. Foto: Amul Thapa/AP/dpa (Archivbild)
Keystone
Einen Tag nach der Vereidigung des neuen Regierungschefs Balendra Shah in Nepal ist der frühere Premier Khadga Prasad Sharma Oli in Zusammenhang mit tödlichen Protesten im September festgenommen worden. Medien berichteten unter Berufung auf den neuen Innenminister Sudan Gurung und die Polizei von der Aktion. Demnach wurde auch der ehemalige Innenminister Ramesh Lekhak festgenommen.
Keystone-SDA
28.03.2026, 11:29
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«Ein Versprechen ist ein Versprechen: Niemand steht über dem Gesetz», schrieb Gurung laut «The Himalayan Times» auf Facebook. Das sei nur der Anfang der Gerechtigkeit. Er glaube daran, dass das Land nun in eine neue Richtung gehen werde. Medien zufolge wurden beide Politiker am frühen Morgen festgenommen.
Unruhen und Proteste der Generation Z
Im September war es in dem Himalayastaat zu schweren Unruhen gekommen. Eine Sperrung von Social-Media-Plattformen hatte Zehntausende, meist junge Menschen der Generation Z, auf die Strasse getrieben. Sie prangerten weit verbreitete Korruption und Vetternwirtschaft an. Bei den Unruhen kamen mehr als 70 Menschen ums Leben.
Der damalige Regierungschef Oli trat zurück, das Parlament wurde aufgelöst. Er kandidierte bei der Neuwal Anfang März erneut für die Kommunistische Partei Nepals (Vereinigte Marxisten-Leninisten). In einem Erdrutschsieg gewann aber die zentristische Partei RSP (Rastriya Swatantra Party) des früheren Rappers Shah die Parlamentswahl. Am Freitag legte er seinen Amtseid ab.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt