PolitikBerichte über elf Tote im Gazastreifen durch Angriffe Israels
SDA
15.3.2026 - 19:02
ARCHIV - Palästinenser betrachten die Trümmer eines Gebäudes, das bei einer israelischen Bombardierung zerstört wurde. Foto: Hatem Moussa/AP/dpa
Keystone
Bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben elf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Acht Polizisten seien am Ortseingang von Al-Sawaida im Zentrum des Küstenstreifens getötet worden, als ihr Fahrzeug von einer Drohne mit einer Rakete beschossen worden sei, berichteten Augenzeugen und das von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Innenministerium. Unter den Toten sei auch ein Polizeioberst.
Keystone-SDA
15.03.2026, 19:02
SDA
Bei einem weiteren israelischen Drohnenangriff auf eine Gruppe von Palästinensern in der Gegend von Sawarha ebenfalls im Zentrum des Gazastreifens wurde ein Ehepaar und ihr Kind getötet, wie medizinische Kreise des Al-Awda-Krankenhauses mitteilten.
Von der israelischen Armee hiess es auf Anfrage, sie prüfe die Berichte.
Im Gazastreifen herrscht seit fünf Monaten eine brüchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Immer wieder gibt es trotzdem teils tödliche Angriffe im Gazastreifen, beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor.
Aus dem Iran-Krieg hat sich die vom Iran unterstützte Hamas anders als die Hisbollah im Libanon aber bisher herausgehalten. Sie rief den Iran sogar auf, die Angriffe auf Nachbarstaaten am Golf einzustellen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt