DeutschlandBerliner Südwesten startet in weiteren Tag ohne Strom
SDA
5.1.2026 - 09:32
Allein die Scheinwerfer der Fahrzeuge scheinen in der Potsdamer Chaussee, die wegen des Stromausfalls im Südwesten Berlins ohne Straßenbeleuchtung und Strom in den Häusern völlig unbeleuchtet ist. Foto: Michael Ukas/dpa
Keystone
Tausende Menschen im Südwesten von Berlin müssen am Montag ohne Heizung und Strom in die erste komplette Woche des neuen Jahres starten – bei Schnee und eisigen Aussentemperaturen.
Keystone-SDA
05.01.2026, 09:32
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Nach dem grossen Stromausfall am Samstag wegen eines Brandanschlags im Bezirk Steglitz-Zehlendorf bleiben zudem mehrere Schulen geschlossen. Noch tagelang könnten viele Haushalte ohne Strom sein.
Für viele Schülerinnen und Schüler startet der Montag nach den Weihnachtsferien nun anders als erwartet. Eltern können auf Notbetreuung in anderen Schulen zurückgreifen. Auch Kitas sind betroffen.
Wer nicht bei Familie oder Freunden in anderen Teilen der deutschen Hauptstadt unterkommen konnte, für den bedeutet der Start in die erste komplette Woche des neuen Jahres: Bei Schnee ohne Strom und Heizung zurechtkommen. Polizei und Rettungskräfte helfen, wo sie können. Auch die Bundeswehr soll unterstützen, Berlin rief dazu eine sogenannte «Grossschadenslage» aus.
Die Schäden am Stromnetz sind nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin schwerwiegend und die Reparatur kompliziert: Erst am Donnerstagnachmittag könnten voraussichtlich alle Stromkunden wieder versorgt werden.
Stromausfall voraussichtlich noch bis Donnerstag
Der Anschlag auf Kabel an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde sorgt seit dem frühen Samstagmorgen für den Stromausfall, von dem zunächst 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen betroffen waren. Inzwischen konnten 14.000 Haushalte und 500 Gewerbekunden wieder angeschlossen werden, wie Stromnetz Berlin am Abend mitteilte. Betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.
Seit Sonntag steht für Politik und Behörden fest, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt und Linksextremisten dahinterstehen. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmasslicher Linksextremisten ist laut Senatorin Iris Spranger authentisch.
Das lange Schreiben der mutmasslichen Täter «Vulkangruppe» trägt die Überschrift «Den Herrschenden den Saft abdrehen». «In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört», hiess es dort. Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei «erfolgreich sabotiert» worden. «Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft», so die Gruppe in dem Schreiben.
Mehrere grosse Klinken in den Stadtteilen wurden zwar nach einem Tag wieder an das Stromnetz angeschlossen und mussten dank Notstromaggregaten nicht evakuiert werden. Vom Stromausfall sind aber auch zahlreiche Pflegeeinrichtungen und pflegebedürftige Menschen in ihren Wohnungen betroffen. Feuerwehr und Hilfsorganisationen richteten Notunterkünfte ein.
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
15.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.
12.01.2026
Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu – Teheran warnt
Unruhen im Iran. Und: Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA verschärfen sich. Teheran droht mit Gegenschlägen gegen Israel und US-Stützpunkte, sollten diese die Proteste unterstützen. Das autoritäre Regime reagiert damit am Sonntag auf Berichte über mögliche US-Angriffe. US-Präsident Donald Trump sichert den Menschen auf den Strassen Unterstützung zu.
11.01.2026
Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
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