PolitikBerufungsverfahren für Aung San Suu Kyi vor Oberstem Gericht Myanmars
SDA
4.7.2023 - 07:06
ARCHIV - Aung San Suu Kyi war bis zum Militärputsch vom Februar 2021 die De-facto-Regierungschefin des früheren Birma. Foto: Peter Dejong/AP/dpa
Keystone
Die frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi kämpft in Myanmar gegen ihre Verurteilung zu insgesamt 33 Jahren Haft. Vor dem Obersten Gericht in Myanmar würden am Mittwoch Anhörungen in verschiedenen Berufungsverfahren beginnen, sagte eine Suu Kyi nahestehende Quelle, die anonym bleiben wollte, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Anhörungen seien am 12. und am 18. Juli geplant. Insgesamt gehe es um zwölf Fälle, für die Suu Kyi zu insgesamt 19 Jahren Haft verurteilt worden sei, hiess es – und somit nur um einen Teil der in einem Prozessmarathon gegen Suu Kyi verhängten Haftstrafen. Die 78-Jährige werde dabei nicht selbst gehört, sondern lediglich von ihren Anwälten vertreten.
Keystone-SDA
04.07.2023, 07:06
04.07.2023, 09:31
SDA
Erste Berufungsanträge ihrer Anwälte waren von Vorinstanzen abgewiesen worden, so dass die Anhörungen vor dem Obersten Gericht in der Hauptstadt Naypyidaw die letzte Instanz sind. Beobachter erwarten aber, dass das von der Junta kontrollierte Gericht die Anträge ablehnt.
Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 war bis zum Militärputsch vom Februar 2021 die De-facto-Regierungschefin des früheren Birma. Die Junta entmachtete sie und liess sie festnehmen. Später wurde sie von einem von den Generälen kontrollierten Gericht wegen zahlreicher angeblicher Verbrechen angeklagt, darunter Anstiftung zum Aufruhr und Korruption. Das letzte Urteil gegen Suu Kyi fiel Ende Dezember vergangenen Jahres. Menschenrechtler sprachen von Schauprozessen, um die mächtige Politikerin zum Schweigen zu bringen.
Nachdem sie zunächst im Hausarrest gesessen hatte, wurde sie im Juni 2022 in ein Gefängnis in Naypyidaw gebracht und sitzt dort in Einzelhaft. Ihre Anwälte wurden mit einem Redeverbot belegt. Öffentlich zu sehen war Suu Kyi zuletzt im Mai 2021, als das staatliche Fernsehen Aufnahmen von ihr im Gerichtssaal zeigte.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan