USABiden nach Isolation: Nun geht es «zurück in das Oval Office»
SDA
27.7.2022 - 20:20
Joe Biden hält eine Rede im Rosengarten des Weißen Hauses. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa
Keystone
US-Präsident Joe Biden hat fünf Tage nach Bekanntwerden seiner Corona-Infektion seine häusliche Isolation beendet. Bei einer Ansprache im Garten des Weissen Hauses sagte Biden am Mittwoch: «Meine Symptome waren mild. Ich habe mich schnell erholt und mir geht es prima.» Während der gesamten Zeit der Isolation habe er arbeiten und seine Aufgaben erledigen können. «Und nun geht es für mich zurück in das Oval Office», sagte der 79-Jährige mit Blick auf sein offizielles Arbeitszimmer. Während der Isolation hatte er sich in seinen Wohnräumen im Weissen Haus aufgehalten.
Keystone-SDA
27.07.2022, 20:20
SDA
Zuvor teilte sein Arzt Kevin O'Connor mit, Biden sei bereits am Dienstagabend und dann erneut am Mittwochmorgen negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er habe kein Fieber mehr und seine Symptome seien fast vollständig abgeklungen. «Angesichts dieser beruhigenden Faktoren wird der Präsident seine strikten Isolierungsmassnahmen beenden», hiess es in einem Schreiben des Arztes vom Mittwoch, das vom Weissen Haus veröffentlicht wurde.
Bidens Corona-Infektion war nach Angaben des Weissen Hauses am vergangenen Donnerstag festgestellt worden. Er hatte fünf Tage in Isolation verbracht und wurde in dieser Zeit nach Angaben des Arztes mit dem Covid-19-Medikament Paxlovid behandelt. Seine Termine hatte Biden demnach per Video- und Telefonschalten wahrgenommen. Der Präsident werde weiterhin «besonders gewissenhaft» sein, um die Mitarbeiter in seiner Nähe zu schützen, erklärte O'Connor.
Bei seiner Ansprache mahnte Biden, die Corona-Pandemie sei auch nach zweieinhalb Jahren noch nicht vorbei. «Aber der Kampf gegen das Virus ist jetzt ein anderer», sagte er. Dafür verantwortlich seien im Wesentlichen drei Massnahmen: Auffrischungsimpfungen, Selbsttests und das Covid-19-Medikament Paxlovid. Dank dieser sei es gelungen, die Corona-Todesfälle in den USA stark zu reduzieren. Aktuell sterben in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern im Schnitt rund 370 Menschen pro Tag im Zusammenhang mit dem Virus.
Der Präsident rief die Amerikaner erneut auf, sich impfen zu lassen, Corona-Tests zu machen und bei einer Erkrankung auf Paxlovid zurückzugreifen. Das Medikament wird in den USA bereits viel eingesetzt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte zuletzt gefordert, das Medikament auch in Deutschland schneller einzusetzen. «Das ist etwas, was wir hinbekommen müssen, weil das würde viele Menschenleben retten», hatte Lauterbach bei einem Besuch in Washington in der vergangenen Woche gesagt.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt