GrossbritannienBriten schicken weitere Luftabwehrsysteme in den Nahen Osten
SDA
31.3.2026 - 20:30
ARCHIV - Der britische Verteidigungsminister John Healey. Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa
Keystone
Zur Abwehr iranischer Angriffe auf Verbündete schickt die britische Regierung weitere Truppen und Luftabwehrsysteme in den Nahen Osten. Grossbritannien wird das Luftabwehrsystem Sky Sabre in Saudi-Arabien stationieren und den Einsatz von Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter in Katar verlängern, wie Verteidigungsminister John Healey während einer Reise in die Golfstaaten bekanntgab. Zusätzliche Luftabwehrteams und -systeme seien ausserdem in Bahrain und Kuwait eingetroffen.
Keystone-SDA
31.03.2026, 20:30
SDA
«Meine Botschaft an die Partner in der Golfregion lautet: Die Besten Grossbritanniens werden euch helfen, euren Luftraum zu verteidigen», sagte Healey der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die «aggressiven Angriffe» aus Teheran würden «unsere Verbündeten und Interessen im Nahen Osten» weiter bedrohen. «Deshalb fliegt Grossbritannien seit dem ersten Tag dieses Konflikts defensive Missionen», sagte Healey weiter.
Grossbritannien: Defensiveinsatz der Streitkräfte
Die britischen Streitkräfte befinden sich im Zuge des Iran-Kriegs laut britischer Darstellung in einem Defensiveinsatz – unter anderem fangen Kampfflugzeuge Drohnen und Raketen ab. Bei US-Präsident Donald Trump sorgte diese Haltung wiederholt für Unmut. Am Montag hatte Premierminister Keir Starmer der BBC zufolge erneut klargestellt, dass sich das Vereinigte Königreich «nicht in diesen Krieg hineinziehen lassen», aber weiter seine Interessen und Verbündete in der Region verteidigen werde.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt