EnergieBrüssel stoppt EU-Gelder für Projekte mit Technik aus China
SDA
4.5.2026 - 17:02
Solaranlagen mit smarten Wechselrichtern zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom aus China will die EU nicht fördern. (Symbolbild)
Keystone
Solaranlagen und andere neue Projekte im Energiesektor sollen nur noch EU-Förderung erhalten, wenn sie ohne bestimmte elektrische Bauteile aus Ländern wie China auskommen. Konkret geht es um smarte Wechselrichter zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom.
Keystone-SDA
04.05.2026, 17:02
SDA
Dies teilte die EU-Kommission mit. Laut Brüssel stellen sie eine potenzielle Bedrohung für die Stromnetze der EU dar. In der Praxis könnten sie zu einer Fernabschaltung der Netze der Mitgliedstaaten dienen und landesweite Stromausfälle herbeiführen, sagte die Sprecherin.
Betroffen sind vor allem Lieferanten aus China, das einen globalen Marktanteil von rund 80 Prozent bei Wechselrichtern hält – der Huawei-Konzern ist bei Solaranlagen Weltmarktführer. Wechselrichter sind oft smarte Geräte, die ans Netz angeschlossen werden, um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln.
Könnten Drittstatten in der EU den Strom abstellen?
Das Verbot basiert laut Beamten auf einer Entscheidung der EU-Kommission von Anfang April und gilt für alle EU-Mittel, die direkt von der Kommission oder über Partnerbanken vergeben werden. Es gilt für Projekte, die die kritische Infrastruktur betreffen. Daher ist auch die deutsche Förderbank KfW angehalten, die neuen Regel zu beachten.
Für Vorhaben, die bereits weit fortgeschritten sind, gilt eine Übergangsfrist – sie können unter Auflage strengerer Sicherheitsvorkehrungen noch bis November genehmigt werden. Neben China sind theoretisch auch Lieferanten aus Russland, Nordkorea und dem Iran von der Massnahme betroffen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt