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«Dont' Die» ist Bryan Johnsons Lebensmotto – «Stirb nicht».
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Kaum jemand treibt die Optimierung des eigenen Körpers so konsequent voran wie Bryan Johnson. Doch trotz jahrelanger Selbstüberwachung und medizinischer Begleitung berichtet der 48-Jährige von einer Entwicklung, die sein Projekt auf die Probe stellt.
Der US-amerikanische Tech-Multimillionär Bryan Johnson hat sich ein Ziel gesetzt: Er will den Alterungsprozess aufhalten und den Tod überwinden. «Don’t Die» ist sein Motto – «Stirb nicht!». Jährlich investiert er Millionen, um seinen Körper biologisch zu verjüngen.
Laut eigenen Angaben steht er jeden Morgen um fünf Uhr auf, überwacht seinen Körper und dessen Funktionen genau mit Waage, Temperaturmessung und Blutbildern, hält sich an ein strenges Diät- und Trainingsregime, nutzt auf ihn abgestimmte Kosmetikprodukte, zum Beispiel, um seine Haarpracht zu erhalten, und nimmt täglich bis zu 100 Pillen zu sich.
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Auch seine Umgebung kontrolliert er akribisch, unter anderem die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur, den Kohlendioxidgehalt und die Reinheit der Luft in seinem Haus. Schlagzeilen machte der heute 48-Jährige auch, als er 2023 Bluttransfusionen seines damals 17-jährigen Sohnes erhielt, um sich zu verjüngen. Später verkündete er, dass er Transfusionen aufgrund des geringen Nutzens nicht wiederholen werde.
Über 30 Mitarbeitende beschäftigt Johnson. Die Ärztinnen, Trainer und Ernährungsberaterinnen sollen ihm bei seinem Projekt helfen. Laut eigenen Angaben altert er so nur halb so schnell wie eine durchschnittliche Person.
Wissenschaftler*innen sehen sein Projekt kritisch – Altern und Sterben habe auch viel mit Genen zu tun. Doch Bryan Johnson inspiriert auch viele: Auf Youtube hat er rund 2,2 Millionen Follower, auf Instagram 2,7 Millionen, auf X.com 1,6 Millionen.
Er hält Vorträge, verkauft eigene Pülverchen und Seren und gilt als Longevity-Guru. Diese «Langlebigkeitsbewegung» hat zum Ziel, gesund, vital und schmerzfrei möglichst alt zu werden – und dem Tod im besten Fall gleich ganz ein Schnippchen zu schlagen.
«Wir werden vielleicht die erste Generation sein, die nicht sterben wird», schreibt Johnson in seiner Instagram-Bio. In einem Post verkündet er Ende letzten Jahres: «Ich werde versuchen, bis 2039 unsterblich zu werden.»
Das dürfte jetzt noch schwierig werden. Denn wie er in einem langen Beitrag in den sozialen Medien verkündet, leidet er an Autoimmungastritis (AIG), einer unheilbaren Autoimmun-Krankheit. «Schlecht Nachrichten: Mein Magen isst sich selbst», schreibt er. Dass er eine Schilddrüsenunterfunktion habe, wisse er bereits, seit er 21 Jahre als ist. Die Autoimmungastritis sei aber erst im Mai entdeckt worden, nachdem er sein medizinisches Team neu zusammengestellt hatte.
«Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich es schon habe», schreibt er weiter. AIG verursache irreversible Schäden: Nährstoffmangel, Blutarmut und auf lange Sicht ein erhöhtes Krebsrisiko. «Wird AIG heute diagnostiziert, kapituliert die Schulmedizin: Sie erklärt, dass man ausser der blossen Behandlung der Symptome nichts tun könne – ganz gleich, wie verheerend oder tödlich die Auswirkungen sein mögen», scheibt Johnson.
Doch typisch Bryan Johnson verkündet er auch: «Gute Neuigkeiten: Ich werde versuchen, das zu lösen. Ich werde alles teilen.»
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Er erhalte immer wieder Nachrichten, in denen er aufgefordert werde, das Leben zu geniessen «und mich auf selbstzerstörerische Verhaltensweisen einzulassen – ganz wie ein ‹normaler Mensch›», schreibt er. «Ich habe keine Probleme mit diesen spielerischen Sticheleien. Doch hätte ich in den letzten Jahren nicht auf meine Gesundheit geachtet, könnte meine Situation womöglich sehr ernst sein», meint er.