Friedensprozess für die UkraineCassis hat Lawrow in Moskau besucht – so ist das Treffen gelaufen
SDA
6.2.2026 - 14:27
Bundesrat und OSZE-Präsident Ignazio Cassis und der russische Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau.
Keystone
Bundesrat Ignazio Cassis hat als amtierender OSZE-Präsident in Moskau ein Ende des Ukraine-Kriegs gefordert. Bei einem Treffen mit Russlands Aussenminister Sergej Lawrow bot er eine Vermittlerrolle an.
Die OSZE-Führung forderte bei einem Treffen in Moskau ein Ende des Ukraine-Kriegs und bot Russland ihre Vermittlung für eine Verhandlungslösung an.
OSZE-Präsident Ignazio Cassis betonte die Notwendigkeit erneuerter diplomatischer Bemühungen.
Die Organisation verlangte zudem die Freilassung dreier inhaftierter OSZE-Mitarbeiter und hob ihre Rolle beim Wiederaufbau der europäischen Sicherheitsordnung hervor.
Die OSZE-Führung hat in Moskau auf ein Ende des Ukraine-Kriegs gedrängt. Bei einem Treffen mit Aussenminister Lawrow bot OSZE-Präsident Ignazio Cassis die Organisation als Vermittlerin für eine Lösung an, wie die Organisation am Freitag mitteilt.
Es war demnach der erste Besuch eines Amtsinhabers der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Russland seit der Invasion in die Ukraine im Februar 2022.
Die diplomatischen Bemühungen müssten erneuert werden, um das Leid der Zivilbevölkerung zu lindern, sagte Cassis. «Fast vier Jahre nach Kriegsbeginn leiden die Zivilisten weiterhin. Angriffe auf Zivilisten und kritische Infrastruktur verursachen langfristige Schäden», liess es sich in der OSZE-Mitteilung zitieren.
Freilassung von Mitarbeitern gefordert
Die OSZE stehe mit ihren Instrumenten bereit, um eine solche Lösung und deren Umsetzung zu unterstützen. Zudem wurde die Freilassung von drei inhaftierten OSZE-Mitarbeitern gefordert.
Cassis unterstrich die Bereitschaft der Organisation, einen Verhandlungsfrieden zu unterstützen. Die OSZE stehe mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihren Instrumenten bereit, um eine ausgehandelte Lösung und deren Umsetzung vor Ort zu begleiten. Ein zentrales Ziel des Besuchs sei es gewesen, «die verfügbaren Werkzeuge der OSZE zu präsentieren», wurde Cassis zitiert.
Wiederaufbau der europäischen Sicherheit
OSZE Generalsekretär Feridun Sinirlioglu ergänzte, dass die OSZE gegründet worden sei, um Spannungen zu bewältigen. Dieser Gründungszweck sei heute wichtiger denn je. Als einziges inklusives regionales Sicherheitsforum, das von Vancouver bis Wladiwostok reiche, sei die Organisation einzigartig positioniert, um einen sinnvollen diplomatischen Dialog zu ermöglichen. Zudem könne sie Mechanismen zur Risikominderung, Rüstungskontrolle und Transparenz wiederbeleben, die für den Wiederaufbau der europäischen Sicherheit unerlässlich seien.
Sinirlioglu sprach bei dem Treffen auch die Situation von drei inhaftierten lokalen OSZE-Mitarbeitern an. Er forderte die Freilassung von Wadim Golda, Maxim Petrow und Dmitro Schabanow.
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