China gibt Milliarden aus – und die Schweiz?

tafu

10.2.2020 - 16:41

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt China Milliarden aus.
Bild: Keystone

Um im Kampf gegen das Coronavirus bestehen zu können, plant China Investitionen in Milliardenhöhe – enorme Summen, zieht man Gesundheitskosten für die Grippe in der Schweiz zum Vergleich heran.

Noch immer hat das Coronavirus China voll im Griff, nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind bisher mehr als 800 Menschen daran verstorben – mehr als bei der SARS-Epidemie 2002/2003. Insgesamt ist die Zahl der registrierten Infektionen auf über 37'000 gestiegen. Für den Kampf gegen das Virus plant China nach Berichten des «Tagesanzeiger» umgerechnet mehr als zehn Milliarden Franken ein.

Eine enorme Summe, schaut man sich zum Beispiel Ausgaben in der Schweiz an. Für den Kampf gegen die Grippe seien diese zwar schwer zu ermitteln. Doch «wir rechnen mit Gesundheitskosten von rund 100 Millionen Franken pro Jahr», erklärt ein Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit BAG auf Nachfrage gegenüber «Bluewin».

Mit den Milliarden-Investitionen will China sicherstellen, dass sich jeder Bewohner des Landes einen Virustest und eine Behandlung leisten könne. Finanzielle Engpässe sollen nicht zu Engpässen bei der Eindämmung des Virus führen.

Mehr Schutzkleidung wird produziert

Ausserdem habe die Entwicklung- und Reformkommission Chinas die Hersteller von Atemmasken, Schutzanzügen und Schutzbrillen dazu aufgerufen, ihre Produktion zu steigern, die Regierung werde die Vorräte aufstocken.

Auch für die Schweiz hat das Coronavirus bereits konkrete finanzielle Folgen: Durch den Ausfall von wöchentlich 28 Flügen brechen laut «SonntagsZeitung» Gebühren in Höhe von 140'000 Franken pro Woche weg. Auch die Luxusläden am Flughafen müssen mit Einbussen rechnen, gelten die Chinesen doch als kaufkräftigste Kundengruppe.

Fälle des Coronavirus in der Schweiz hat es nach Auskunft des Bundesamtes für Gesundheit BAG bisher noch keine gegeben. Man gehe aber von der Möglichkeit aus, dass auch hierzulande das Virus nachgewiesen werden könne. Für diesen Fall bereite man sich gemeinsam mit Partnern vor.

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