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Das Vertrauen in die beiden Staatsoberhäuptern Xi Jinping und Donald Trump ist laut der Umfrage gering.
KEYSTONE
Eine weltweite Umfrage des Pew Research Center zeigt einen historischen Stimmungswechsel: Erstmals wird China in mehr Ländern positiver bewertet als die USA. In 25 von 36 untersuchten Staaten schneidet die Volksrepublik besser ab als die Vereinigten Staaten.
Sogar die eigenen Nachbar*innen mögen die USA nicht mehr: In einer Studie gibt eine Mehrheit der befragten Kanadier*innen und Mexikaner*innen an, dass sie China positiver sehen als die Vereinigten Staaten.
59 Prozent der Mexikaner*innen haben eine positive Meinung von China, während nur 40 Prozent angeben, die USA positiv zu sehen. In Kanada sind es 33 Prozent, die die USA positiv sehen, und 44 Prozent, die sich für China aussprechen.
Damit sind die beiden Länder in bester Gesellschaft. Von den 36 Ländern, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, sehen 25 China positiver als die USA. In 5 Ländern sind die beiden Grossmächte etwa gleich beliebt. Nur in 6 Ländern liegen die USA noch vorne.
Den weitesten Vorsprung hat China in Pakistan – dort sehen 90 Prozent das Land positiv, die USA kommen nur auf 15 Prozent.
Der grösste USA-Freund am anderen Ende der Skala ist Israel. Dort haben die USA 81 Prozent Zustimmung, China bloss 19 Prozent.
Die Umfrage wurde zwischen Februar und Mai vom überparteilichen US-amerikanischen Think Thank Pew Research Center durchgeführt. Insgesamt nahmen 42'000 Personen teil. Sie wurden gefragt, ob sie eine sehr positive, eher positive, eher negative oder sehr negative Meinung zu den beiden Supermächten haben.
Die Befragung wird seit 2002 durchgeführt. Es ist das erste Mal, dass die USA weniger positiv wahrgenommen werden als China. Das sagt Jonathan Schulman, einer der Autoren der Studie, zum britischen Sender BBC. Zwar sei die Sympathie gegenüber den USA schon früher eingebrochen – etwa 2008 am Ende der Amtszeit von George W. Bush und 2017, zu Beginn von Donald Trumps erster Amtszeit. Doch China war bisher immer noch unbeliebter gewesen.
Die Veränderung hat laut den Studienautor*innen mit beiden Ländern zu tun: Die USA wurden unbeliebter, während China an Sympathie gewonnen hat.
Das Vertrauen in die beiden Staatsoberhäupter Xi Jinping und Donald Trump ist laut der Befragung generell gering. Doch in vielen der untersuchten Länder sehen die Menschen Xi positiver – auch in Europa.
In Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich liegt Xi mit zweistelligem Vorsprung vor Trump. Wobei sein höchster Beliebtheitswert im Vereinigten Königreich bei lediglich 37 Prozent liegt.
In einem Punkt haben die USA aber noch immer die Nase vorne: Mehr Menschen sind der Ansicht, dass die USA die Freiheiten ihrer Bürger*innen respektieren, als dies bei China der Fall ist – doch auch dieser Abstand verringert sich.
Die Studienautor*innen nennen Schweden als Beispiel: Im Jahr 2021 fanden dort 61 Prozent der Befragten, dass die USA die persönliche Freiheit respektiert. In diesem Jahr sind es nur noch 27 Prozent.