Zu gefährlichBergung abgebrochen – toter Wal kann jederzeit explodieren
SDA
21.5.2026 - 15:56
Geht es nach den Anwohnern, sollte der als «Timmy» bekannte Buckelwal lieber heute als morgen vom Strand der Ferieninsel Anholt verschwinden. Doch die Bergung des Kadavers ist schwierig. Er könnte jeden Moment explodieren.
Redaktion blue News
21.05.2026, 15:56
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Der Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals liegt am Strand der dänischen Insel Anholt – und stört die Einheimischen.
Dänemark wollte deshalb versuchen, ihn in einen Hafen auf dem Festland zu ziehen.
Doch die Aktion wurde abgebrochen: Die Explosionsgefahr ist zu gross.
Die Dänen wollen den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals vor der Ferieninsel Anholt in einen Hafen in Jütland ziehen. Der Hintergrund: Gerade liegt er an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und könnte dort nach Einschätzung der Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark belästigen.
Ursprünglich wollte man versuchen, den Wal am Donnerstag, 21. Mai, in den Hafen von Grenaa auf dem Festland zu ziehen, teilte die Behörde mit. Doch die für den ganzen Tag geplante Aktion wurde nach wenigen Stunden abgebrochen. Damit kann der Wal auch nicht wie geplant am Freitag obduziert werden.
Der Kadaver des toten Buckelwals vor der dänischen Insel Anholt ist gefährlich aufgebläht. Es könnte jederzeit zu einer Explosion kommen.
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Wie es nun weitergeht, steht noch nicht fest. Fachleute gehen davon, dass der inzwischen stark aufgeblähte Kadaver jederzeit explodieren kann. Auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 war zu sehen, dass er inzwischen extrem aufgebläht von Fäulnisgasen ist. Die dänische Umweltbehörde hatte bereits vor Tagen davor gewarnt, sich dem Tier zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehe.
Einheimische wollen Walkadaver schnell loswerden
«Es ist ein grosser Wunsch der Einheimischen, dass der Wal zeitnah abtransportiert wird, damit er die Urlauber nicht stört», sagte Pia Lange Christensen, Direktorin der Tourismusorganisation Visit Aarhus, die auch für die Insel Anholt zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Die Saison habe gerade begonnen. «In den nächsten Wochen werden immer mehr Touristen auf die Insel kommen, die ein sehr beliebtes Urlaubsziel ist.»
Für Dänemark als Land mit vielen Küsten sei es nicht ungewöhnlich, dass immer mal wieder Wale strandeten, sagte Christensen. «Und normalerweise dauert es nicht lange, bis die Behörden die Tiere entfernt haben.»
Zuvor war das geschwächte Tier mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Vor einigen Wochen hatte eine private Initiative es noch lebend zur Nordsee transportiert und freigesetzt. Später wurde der Wal aber tot vor Anholt angeschwemmt.
Dort stellt er nun die Dänen vor Herausforderungen. Als Tourismusorganisation könne man aber auch etwas Positives aus der Sache ziehen, sagte Pia Lange Christensen von Visit Aarhus: «Immerhin hat der Wal Anholt Aufmerksamkeit beschert.»
Mit Agenturmaterial.
Dänemark will Buckelwal doch obduzieren
Die dänischen Behörden wollen den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals vor der Insel Anholt entfernen und eine Obduktion ermöglichen.