DeutschlandDen Haag: Neues DNA-Labor zur Identifizierung von Kriegsopfern
SDA
6.3.2025 - 19:05
ARCHIV - Clemens Falker-Gieske impft eine Trägermasse, um die DNA unter UV-Licht sichtbar zu machen. Die DNA-Ergebnisse des Jungtiers «Flumo» sollen Erkenntnisse liefern, ob es sich bei dem Tier um eine seltene Schiege handelt, eine Mischung aus Schaf und Ziege. Foto: Matthias Bein/dpa
Keystone
Die Internationale Kommission für vermisste Personen (ICMP) will Syrien bei der Identifizierung von Leichen helfen. Das kündigte die Generaldirektorin der Kommission, Kathryne Bomberger, in Den Haag an. «Wir haben die Kapazität und die Erfahrung», sagte sie. Schätzungsweise bis zu 200.000 Menschen würden vermisst.
Keystone-SDA
06.03.2025, 19:05
SDA
Im Dezember war der syrische Langzeitmachthaber Baschar al-Assad nach fast 14 Jahren Bürgerkrieg von einer Rebellenallianz unter Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) gestürzt worden. Inzwischen regiert in Damaskus eine Übergangsregierung.
Die ICMP arbeitet bereits mit der Ukraine zusammen. Die Organisation eröffnete an ihrem Sitz in Den Haag neue DNA-Labore zur Identifizierung von menschlichem Material wie etwa Knochen-Proben. Dadurch könnten nun weitaus mehr Proben als bisher verarbeitet sowie forensische Experten aus Krisenländern ausgebildet werden. Die Zahl der Vermissten steige, nicht nur durch bewaffnete Konflikte, sondern auch durch Naturkatastrophen. Die Labore wurden mit Mitteln aus Deutschland und Norwegen finanziert.
Völkermord von Srebrenica
Die Kommission war 1996 auf Initiative des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton nach dem Balkankrieg gegründet worden. Die forensischen Experten hatten unter anderem rund 90 Prozent der rund 8.000 Opfer des Völkermordes von Srebrenica identifiziert. Inzwischen ist die Kommission in etwa 40 Ländern aktiv.
Die Organisation soll Menschen aufspüren und identifizieren, die durch Kriege, Katastrophen, Menschenrechtsverletzungen oder illegale Migration verschwunden sind. Kleinste und auch sehr alte menschlichen Reste werden im Labor untersucht und anschliessend mit DNA-Codes in Datenbanken verglichen. In mehr als 70 Prozent gelingt den Experten eine Identifizierung. Die Arbeit wird von zahlreichen Regierungen finanziert sowie auch von der Europäischen Union.
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