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Jetzt meldenWer in den Sommerferien nach Südeuropa reist, sollte die Waldbrandlage im Blick behalten. Mehrere Grossbrände führen derzeit zu Evakuierungen. Die grössten Brandherde im Überblick.
Es brennt derzeit an ungewöhnlich vielen Orten in Europa. Laut dem Europäischen Waldbrand-Informationssystem (EFFIS) wurden bis Anfang Juli bereits rund 119'000 Hektar Land zerstört – deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt.
Besonders betroffen sind Portugal, Spanien, Frankreich und Griechenland – und damit beliebte Ferienziele. Die gute Nachricht für Touristen: Die grossen Brandherde sind regional begrenzt, viele Feriengebiete sind weiterhin sicher bereisbar.

Die Waldbrandgefahr ist derzeit vor allem auf der Iberischen Halbinsel sowie in Frankreich sehr gross.
EFFIS
Die Lage hat sich in Spanien dramatisch verschärft. Während kleinere Brände an der Costa Brava mittlerweile nicht mehr im Fokus stehen, wütet in Andalusien (Provinz Almería) ein verheerender Grossbrand. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, über tausend Personen mussten evakuiert werden.
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Das Feuer ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. Betroffen ist das Hinterland der Costa de Almería rund um Los Gallardos und Bédar. Wer Ferien an der Mittelmeerküste plant, sollte die Situation insbesondere in Andalusien genau verfolgen. Andere touristische Regionen wie die Balearen oder weite Teile Nordspaniens sind derzeit nicht direkt betroffen.
Im Süden Frankreichs bleibt die Lage angespannt. Der Grossbrand westlich von Perpignan in den Pyrénées-Orientales hat inzwischen rund 4600 Hektar zerstört. Über 10'000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Das Feuer ist weiterhin aktiv, auch wenn Tausende Einsatzkräfte und Löschflugzeuge aus mehreren EU-Staaten im Einsatz stehen.
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Die Region rund um Perpignan sowie Teile der Pyrenäen sollten derzeit gemieden werden. In weiten Teilen Südfrankreichs gilt zudem weiterhin eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr.
Portugal gehört auch dieses Jahr zu den am stärksten betroffenen Ländern. Der Grossbrand bei Vouzela im Norden des Landes war mit rund 13'000 Hektar verbrannter Fläche der bislang grösste Europas. Die gute Nachricht: Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle, allerdings bleibt die Gefahr eines Wiederaufflammens wegen Hitze und Trockenheit hoch.

Ein Löschflugzeug bekämpft die Flammen des Waldbrands nahe der portugiesischen Kleinstadt Vouzela am 4. Juli.
Keystone
Die Behörden haben ihre Einsatzkräfte verstärkt und halten das Land in erhöhter Alarmbereitschaft. Für Touristinnen und Touristen gilt: Vor allem im Landesinneren ist Vorsicht angebracht, die Küstenregionen sind derzeit deutlich weniger betroffen.
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Auch Griechenland kämpft wieder mit zahlreichen Waldbränden. Zuletzt sorgten Feuer bei Thessaloniki und westlich von Athen für Evakuierungen und Warnungen vor giftigem Rauch. Die Feuerwehr konnte mehrere Brandherde eindämmen, gleichzeitig bleibt das Risiko wegen der anhaltenden Hitze hoch.
Greek authorities were battling a wildfire in an agricultural and forested area near Oreokastro, north of Thessaloniki. The fire spread rapidly, burning forested areas near industrial facilities and completely destroying two factories.
— Reuters (@reuters.com) 6. Juli 2026 um 04:10
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Die beliebten Ferieninseln – darunter Kreta und die Kykladen – weisen zwar ein erhöhtes Waldbrandrisiko auf, grössere aktive Brände in den wichtigsten Tourismusgebieten sind derzeit aber nicht bekannt.
Auch Italien bleibt von der Waldbrandsaison nicht verschont. Neben einer generell erhöhten Waldbrandgefahr im Süden des Landes sowie auf Sizilien, Sardinien und teilweise im Piemont macht derzeit vor allem ein Brand im Ossola-Tal nahe der Schweizer Grenze Schlagzeilen.
Dort wütet seit neun Tagen ein Feuer, das bereits mehr als 600 Hektar Wald zerstört hat. Wegen der starken Rauchentwicklung hat der Bund über Alertswiss sogar eine Warnung für die Schweizer Bevölkerung in der Simplon-Region herausgegeben. Die Behörden riefen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klimaanlagen auszuschalten und das betroffene Gebiet zu meiden.
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Der Brand war in Cuzzago im südlichen Ossola-Tal ausgebrochen, rund 40 Kilometer von Gondo VS entfernt, und ist weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle.
Für die meisten klassischen Ferienregionen Italiens besteht derzeit zwar kein akuter Einfluss durch aktive Grossbrände, Reisende sollten die lokale Lageentwicklung aber im Auge behalten.
In diesen Regionen ist die Gefahr geringer
Wer das Waldbrandrisiko möglichst klein halten möchte, findet in mehreren beliebten Reiseländern deutlich entspanntere Bedingungen:
Die Lage kann sich wegen Wind und Hitze innert weniger Stunden verändern. Wer in den kommenden Wochen nach Südeuropa reist, sollte deshalb kurz vor der Abreise die lokalen Warnungen und die Karten des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS konsultieren.