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Die 7 bizarrsten Trump-Geschichten, die jetzt bekannt werden
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Neues Buch von Starjournalisten

Die 7 bizarrsten Trump-Geschichten, die jetzt bekannt werden

Ein neues Buch zeichnet ein Bild von Trump, welches zwar humorvoll gelesen werden kann, jedoch an Ernsthaftigkeit nicht verliert.

Ein neues Buch zeichnet ein Bild von Trump, welches zwar humorvoll gelesen werden kann, jedoch an Ernsthaftigkeit nicht verliert.

AP

Wie denkt Donald Trump über Macht, Politik und seine eigene Rolle? Das neue Buch «Regime Change» von zwei «New York Times»-Journalisten versammelt zahlreiche Anekdoten aus den ersten 14 Monaten seiner zweiten Amtszeit. Das Buch zeigt, wie machtbesessen Trump und wie wichtig ihm Unterhaltung in der Politik ist.

Samuel Walder

Samuel Walder

24.06.2026, 12:36•24.06.2026, 12:59

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Darum geht’s

  • Das neue Buch «Regime Change» von zwei «New York Times»-Journalisten wagt einen Blick hinter die Kulissen der Trump-Regierung.
  • Das Buch beschreibt Trump als Präsidenten mit grossem Machtbewusstsein und engem Unterstützerkreis.
  • Trump soll Familiengeschäfte im Ausland erlaubt und Kritik daran als unwichtig bezeichnet haben.
  • Die Autoren berichten von ungewöhnlichen Ideen wie einem Triumphbogen in Washington oder Venezuela als 51. Bundesstaat.
  • Zugleich schildern sie interne Spannungen und kritisieren Trumps eigenmächtigen Führungsstil.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Donald Trump hört gerne positive Nachrichten über sich selbst, denkt über einen Triumphbogen in Washington nach und sprach darüber, Venezuela zum 51. Bundesstaat der USA zu machen. Das schreiben die «New York Times»-Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan in ihrem Buch «Regime Change», das die ersten 14 Monate von Trumps zweiter Amtszeit beschreibt.

Die beiden Reporter begleiten Trump seit mehr als zehn Jahren. Ihr Buch versammelt zahlreiche Episoden aus dem Weissen Haus und zeichnet das Bild eines Präsidenten, der sich auf einen engen Kreis von Unterstützern stützt und seine Politik oft mit persönlichen Vorstellungen und Inszenierungen verbindet.

Das Geschäft

Eine der aufsehenerregendsten Passagen betrifft die Geschäfte der Trump-Familie.

Im Januar 2026 fragten Haberman und Swan den Präsidenten, weshalb er seiner Familie während seiner ersten Amtszeit neue Geschäfte im Ausland untersagt habe, dies nun aber zulasse. Trumps Antwort fiel kurz aus: «Weil ich herausgefunden habe, dass es niemanden interessiert. Ich darf das.»

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Die Autoren stellen diese Aussage in Zusammenhang mit dem Vorwurf, dass die Familie Trump ihr Vermögen während der zweiten Amtszeit um mehr als eine Milliarde Dollar vergrössert habe.

Nach Einschätzung der beiden Autoren zeigt die Antwort, wie Trump die politische Lage beurteilt. Solange wichtige Unterstützer nicht öffentlich widersprechen würden, fühle er sich in seinem Handeln bestätigt, heisst es. Zu diesem Umfeld zählen laut dem Buch loyale Mitarbeiter, die republikanische Mehrheit im Kongress, Unternehmer aus der Technologiebranche und seine politische Basis.

Der Herrscher

Das Buch enthält mehrere Episoden, die zeigen sollen, wie Trump über seine eigene Rolle denkt. So berichtete er den Autoren von einem Mann, angeblich ein Historiker, der ihn mit Attila, Napoleon, Stalin, Hitler und Mao verglichen habe. Diese Herrscher hätten grosse Macht besessen, ihre Macht sei aber auf bestimmte Regionen beschränkt gewesen. Trump hingegen kontrolliere die ganze Welt, soll der Mann gesagt haben.

And Trump posted an image of himself as some sort of American Jesus healing people.

[image or embed]

— Brian Kaylor (@briankaylor.bsky.social) 13. April 2026 um 04:02

Später stellte sich laut den Autoren heraus, dass es sich nicht um einen Historiker handelte, sondern um den Caddie des südafrikanischen Golfspielers Gary Player.

Der Traum vom Triumphbogen

Ein weiteres Thema ist Trumps Interesse an grossen Bauwerken. Laut dem Buch plant er in Washington einen monumentalen Triumphbogen. In diesem Zusammenhang berichten die Autoren von einem Telefonat mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron.

Trump wollte wissen, ob der Arc de Triomphe in Paris über eine Aussichtsplattform verfügt. Als Macron dies bestätigte, fragte Trump weiter nach möglichen Risiken.

«Was meinst du, Emmanuel, springen die Leute dort herunter?», soll Trump gefragt haben.

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Der 51. Bundesstaat

Auch in der Aussenpolitik schildern Haberman und Swan ungewöhnliche Überlegungen des Präsidenten.

Neben seinen bekannten Aussagen über Kanada und Grönland sagte Trump mehreren Vertrauten, Venezuela könne zum 51. Bundesstaat der USA werden. Zudem habe er davon gesprochen, einen Gouverneur einzusetzen, der das Land verwalten würde.

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Die Kritik

Trumps starker Fokus auf die Aussenpolitik sorgt laut den Autoren auch innerhalb seines eigenen Lagers für Unmut. In mehreren Passagen beschreiben sie, wie Vizepräsident JD Vance den Militärschlägen gegen den Iran kritisch gegenübergestanden haben soll. Seiner Ansicht nach sollte sich Trump stärker den alltäglichen Sorgen der Amerikaner widmen.

Der Präsident habe für solche Einwände jedoch wenig Verständnis gezeigt. «Ich weiss, was ich tue», soll Trump seinem deutlich jüngeren Stellvertreter entgegnet haben. Laut den Autoren war dies kein Einzelfall.

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Demnach hielt Trump selbst enge Vertraute oft im Ungewissen. So soll er vor Beginn des Iran-Krieges im Februar nicht einmal seinen Finanzminister Scott Bessent über seine Pläne informiert haben. Die Episode wird als weiteres Beispiel für Trumps eigenmächtigen Führungsstil und die Spannungen innerhalb seines engsten Beraterkreises dargestellt.

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Die Politik als Unterhaltung

Mehrfach schildern Haberman und Swan, wie Trump politische Vorgänge mit Begriffen aus der Unterhaltungsbranche beschreibt. Als er über eine mögliche Ernennung seines früheren Rivalen Ron DeSantis zum Verteidigungsminister nachdachte, soll er gesagt haben: «Wir brauchen überraschende Wendungen.»

Über die Ukraine sagte Trump laut den Autoren bei einer Besprechung im Oval Office: «Ich bin kein grosser Fan der Ukraine. Ausser ihrer Frauen. Die gewinnen ständig die Miss-Universe-Wahl.»

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Die öffentliche Auseinandersetzung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Februar 2025 bezeichnete Trump demnach als «grossartiges Fernsehen» und als etwas, das «besser als ‹The Apprentice›» gewesen sei.

Der Teppich im Badezimmer

Donald Trump soll während seiner zweiten Amtszeit nicht nur das Oval Office nach seinem Geschmack umgestaltet haben. Auch seine privaten Räume im Obergeschoss des Weissen Hauses wurden verändert. So bestand der heute 80-Jährige darauf, in seinem persönlichen Badezimmer einen Teppich verlegen zu lassen – eine Einrichtung, die, als Trump noch jung war, beliebt gewesen sei. Heute wird Teppich im Badezimmer aus praktischen Gründen aber kaum mehr verwendet.

Sorgen seiner Mitarbeitenden liess Trump offenbar nicht gelten. Diese äusserten Bedenken, dass Schimmel entstehen könnte, da Trump aus unerklärlichen Gründen beim Duschen das halbe Badezimmer unter Wasser versetzen soll.

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Um grössere Schäden zu verhindern, fanden die Bediensteten schliesslich eine pragmatische Lösung. Sie legten eine zusätzliche Matte mit demselben Muster aus wie der Teppich. Diese konnte bei Bedarf entfernt und getrocknet werden, ohne dass sich das Erscheinungsbild des Badezimmers veränderte.

Das Fazit

Viele der grossen politischen Ereignisse der vergangenen Monate kommen im Buch vor: die Zollpolitik der Trump-Regierung, der Konflikt mit Iran, die Debatten um Elon Musks Behörde für Regierungseffizienz, die Auseinandersetzungen um die US-Notenbank, die Migrationspolitik und der Jeffrey-Epstein-Komplex.

Die Autoren konzentrieren sich dabei weniger auf die bekannten Schlagzeilen als auf Gespräche, Sitzungen und persönliche Begegnungen im Umfeld des Präsidenten.

In der New York Times wird das Buch so beschrieben: In ruhigeren politischen Zeiten könnte eine derart schnelle Aufarbeitung der Ereignisse als voreilig gelten. Doch angesichts der aussergewöhnlichen Entwicklungen rund um Donald Trump argumentieren die Autoren, dass ein Abwarten auf die Öffnung von Archiven keine Option sei. Wer verhindern wolle, dass autoritäre Tendenzen und politische Rücksichtslosigkeit zur Normalität werden, müsse die Geschehnisse bereits jetzt dokumentieren und einordnen.


00:48

Trump beschwert sich über Stuhl

Trump störte sich daran, tiefer zu sitzen als die übrigen Teilnehmer. «Ich hatte den niedrigsten Stuhl im ganzen Raum», sagte er mit offenem Mikrofon. Schliesslich griff Kanadas Premierminister Mark Carney ein und bot Trump seinen Platz an.