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USA unter Donald Trump Die Ereignisse zwischen dem 24. Oktober und 6. November im Rückblick
Valérie Glutz
7.11.2025
Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2025 wieder Präsident der Vereinigten Staaten. Alle Entwicklungen in seiner zweiten Präsidentschaft findest du hier im Ticker.
Das Wichtigste im Überblick
- Donald Trump regiert seit dem 20. Januar in den USA.
- Das Land ist aktuell tief gespalten.
- Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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22.47 Uhr
Richter ordnet vollständige Finanzierung von Lebensmittelhilfen an
Ein US-Bundesrichter hat die Trump-Regierung zur vollständigen Finanzierung des Lebensmittelhilfe-Programms Snap für den Monat November aufgefordert. John J. McConnell Jr. reagierte mit seiner Anordnung in Rhode Island auf eine Klage von Städten und Nonprofit-Organisationen. Diese monierten, dass die Regierung von Präsident Donald Trump lediglich anbiete, 65 Prozent der Hilfen zu decken. Dafür wollte sich die Regierung nach eigenen Angaben auf Notfallmittel im Umfang von 4,65 Milliarden Dollar stützen.
Zunächst hatte die Regierung angekündigt, im November gar keine Snap-Hilfen zu finanzieren und das mit dem aktuellen Shutdown der Regierungsbehörden begründet. Dann ordneten zwei Richter vergangene Woche an, dass die Regierung zumindest einen Teil der Hilfen finanzieren müsse. Die Regierung erklärte dann erst, die Hälfte der Hilfen zu decken und erhöhte dann auf 65 Prozent. Die Klägerinnen und Kläger verlangen, dass die Hilfen vollständig abgedeckt werden.
Knapp 42 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner sind auf die Hilfen angewiesen, um an Lebensmittel zu gelangen. Das Lebensmittelhilfe-Programm kommt etwa einem von acht Amerikanern zugute. Landesweit kostet es jeden Monat mehr als acht Milliarden Dollar.
Millionen Menschen in den USA sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Bild: Keystone/AP Photo/George Walker IV -
22.34 Uhr
Trump verspricht niedrigere Preise für Abnehmspritzen in den USA
US-Präsident Donald Trump hat Übergewichtigen niedrigere Preise für Abnehmspritzen und -pillen in Aussicht gestellt. Trump kündigte dazu Vereinbarungen mit dem US-Pharmakonzern Eli Lilly und dem dänischen Hersteller Novo Nordisk an.
Ihre Appetitzügler Zepbound und Wegovy sollen künftig in den USA deutlich weniger kosten. Trump nannte die Vereinbarung zu den Abnehmmitteln einen «Triumph für amerikanische Patienten». Im Beisein von Vertretern der beiden Pharmakonzerne im Weissen Haus sagte er, das Abkommen werde «Leben retten und die Gesundheit von Millionen und Abermillionen Amerikanern verbessern».
President Donald Trump spricht im Oval Office. AP Photo/Evan Vucci/KeystoneNach Regierungsangaben müssen übergewichtige US-Bürger derzeit teils mehr als 1000 Dollar (rund 800 Franken) im Monat für Abnehmspritzen ausgeben. Laut der Vereinbarung sollen die Preise auf rund 350 Dollar monatlich sinken. Abnehmpillen, die noch in der Zulassung sind, könnten künftig 150 Dollar kosten, also nur knapp halb so viel wie die Spritzen.
Davon profitieren sollen Senioren oder Menschen mit niedrigem Einkommen, die über die Programme Medicare und Medicaid abgesichert sind. Die Mittel sollen ab Januar über eine Regierungswebseite namens TrumpRx.gov erhältlich sein.
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19.14 Uhr
Mann kollabiert bei Trump-Medienkonferenz im Oval Office
Eine Medienkonferenz von US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus ist wegen eines Notfalls abrupt abgebrochen worden. Ein Mann, der in einer Reieh von Pharma-Managern hinter dem Präsidenten im Oval Office stand, brach vor laufenden Kameras zusammen.
Zu dem Zeitpunkt sprach Eli Lillys Unternehmenschef David Ricks über einen Deal zu Medikamenten für Gewichtsverlust – er unterbrach seine Rede. Mehrere Personen im Raum eilten dem Mann zu Hilfe. Trump stand von seinem Schreibtisch auf und drehte sich in Richtung des am Boden Liegenden. Dann wurde der Live-Stream unterbrochen.
Medical emergency in Oval as Trump admin health officials were announcing a deal on lower prices for weight loss drugs. pic.twitter.com/lzzqdoEeE7
— Jennifer Jacobs (@JenniferJJacobs) November 6, 2025Anwesende Journalisten hatten unter Berufung auf das Weisse Haus, zunächst berichtet, dass es sich um einen Top-Manager des dänischen Konzerns Novo Nordisk (Wegovy, Ozempic) handele, der ohnmächtig geworden sei. Diese Angabe wurde später korrigiert. Es soll sich bei dem Mann um einen Gast des Unternehmes Eli Lilly gehandelt haben.
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15.25 Uhr
Nancy Pelosi macht nach 39 Jahren Schluss
Nancy Pelosi, die bislang einzige weibliche Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, will bei den Midterms im nächsten Jahr nicht zur Wiederwahl antreten. Dies berichtet die «New York Times».
Pelosis Amtszeit als Abgeordente im Repräsentantenhaus endet Anfang Januar 2027. Sie wird ihren Wahlkreis in San Francisco dann 39 Jahre lang vertreten haben. Damit endet eine bemerkeswerte Karriere, in der Nancy Pelosi zu einer der mächtigsten Frauen in der Geschichte der Vereinigten Staaten aufstieg.
Die 85-jähirge Politikerin gilt als Ikone der Demokraten. Sie führte ihre Partei 20 Jahre lang im Repräsentantenhaus an, davon acht Jahre lang als Mehrheitsführerin: Damit war sie die erste Frau auf dem mächtigen Posten.
Pelsoi gilt als eine der schärfsten Kritikerinnen Donald Trumps. Erst vor wenigen Tagen hat sie den amtierenden US-Präsidenten in einem Interview als «abscheuliches Wesen» bezeichnet. Trump bezeichnet seine Intimfeindin nur als «Crazy Nancy».
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Donnerstag, 6. November 2025, 2.20 Uhr
Trump bekräftigt Plan für US-Atomwaffentests
US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung bekräftigt, erneut Atomwaffentests durchführen zu lassen. Der Republikaner sagte in einer Videobotschaft auf seiner Plattform Truth Social: «Dieser Prozess wird sofort beginnen.» Als Begründung führte Trump erneut an, dass andere Länder Testprogramme hätten und man daher auf gleicher Basis testen werde. In seiner neuen Videobotschaft nannte Trump keine Details, sondern sprach nur allgemein von Atomwaffentests.
Bild: Screenshot Truth SocialDer US-Präsident hatte sich vor einer Woche bereits exakt so geäussert und damit weltweit für Aufsehen gesorgt, zumal es für den Test von Atomwaffen seit Jahrzehnten ein Moratorium gibt. Die USA hatten ihren letzten Test 1992 durchgeführt. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der russische Präsident Wladimir Putin seine Regierung anwies, die Zweckmässigkeit möglicher Atomwaffentests zu prüfen.
Was genau die USA testen wollen, war nach Trumps ursprünglicher Ankündigung zunächst offen geblieben. Die Vermutung lag nahe, dass es eher um Tests von Trägerraketen und von anderen für die Atombomben nötigen Systeme gehen sollte. Am Wochenende stellte dann US-Energieminister Chris Wright klar, dass es keine nuklearen Explosionen geben solle. «Die Tests, über die wir gerade sprechen, sind Systemtests. Das sind keine nuklearen Explosionen.» Man werde neue Waffensysteme testen, sagte Wright. Sein Ministerium ist für viele Aspekte des nuklearen Arsenals zuständig.
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23.02 Uhr
Trump-Regierung streicht wegen Shutdown ab Freitag Flüge
Wegen Engpässen bei der Flugsicherung plant die US-Luftfahrtbehörde FAA ab Freitag eine Reduzierung des Flugverkehrs um zehn Prozent an 40 Standorten. Davon könnten Tausende Flüge betroffen sein. Welche Flughäfen und Fluggesellschaften es treffen wird, teilten US-Verkehrsminister Sean Duffy und die FAA bei ihrer Ankündigung noch nicht mit. Die Rede war von Standorten mit einem hohen Verkehrsaufkommen.
Die genauen Auswirkungen auf Reisende sind noch unklar. US-Medien berichteten von Tausenden Flügen, die möglicherweise betroffen sein könnten. Im US-Luftraum gibt es laut FAA pro Tag im Schnitt gut 44'000 Flüge.
Der Hintergrund sind Gehaltsausfälle der Fluglotsen infolge des andauernden Regierungsstillstands. Der US-Kongress hat keinen Haushalt verabschiedet, es herrscht daher aktuell ein sogenannter Shutdown.
Shutdown-Folgen: Lange Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen in US-Flughäfen, wie hier am George Bush Intercontinental Airport in Houston am 3. November 2025. Bild: Keystone/AP Photo Lekan OyekanmiDer sogenannte Shutdown dauert seit 36 Tagen an – so lange wie noch nie in der US-Geschichte. Republikaner und Demokraten können sich nicht auf einen Haushalt einigen. Für die Fluglotsen bedeutet das den Angaben nach den zweiten Gehaltsausfall in Folge. Nach Darstellung von Verkehrsminister Duffy nehmen Flugsicherungskräfte aufgrund des finanziellen Drucks inzwischen Nebenjobs an. Er appellierte an sie, trotz des Shutdowns zur Arbeit zu kommen.
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22.25 Uhr
Nach Mamdani-Wahlsieg: Trump will sich um New York «kümmern»
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Sieg des linksgerichteten Demokraten Zohran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in New York Konsequenzen angekündigt. «Wir werden uns darum kümmern», sagte Trump bei einer Rede vor Wirtschaftsvertretern in Miami im Bundesstaat Florida. Details nannte er nicht. Zuletzt hatte Trump den Entzug von Bundesmitteln für New York und einen Einsatz der Nationalgarde angedeutet. «Die Entscheidung, vor der alle Amerikaner stehen, könnte nicht klarer sein: Wir haben die Wahl zwischen Kommunismus und gesundem Menschenverstand», sagte Trump unter Anspielung auf die Zwischenwahlen zum Kongress im kommenden Jahr.
Der Republikaner hatte dem selbst ernannten «Sozialisten» Mamdani immer wieder vorgeworfen, New York mit seinen Vorschlägen zugrunde zu richten. Der neue Bürgermeister verspricht eine Mietpreisbremse, kostenlose Busse und Kinderbetreuung. Finanzieren will er dies über höhere Steuern für Reiche und Unternehmen.
US-Präsident Donald Trump am America Business Forum in Miami. Bild: Keystone/AP Photo/Rebecca BlackwellTrump sagte, Miami werde «bald Zufluchtsort für all jene, die vor dem Kommunismus in New York flüchten». Die Ostküstenmetropole stünde mit Mamdani vor einem «wirtschaftlichen Albtraum», während es in Florida ein «wirtschaftliches Wunder» gebe.
Mamdani scherzte indessen bei einem Auftritt, Trump habe ihm bisher nicht zum Sieg gratuliert. Der 34-Jährige zeigte sich aber interessiert an einem Gespräch mit dem Präsidenten. Schliesslich hätten beide ihren Wählern sinkende Lebenshaltungskosten versprochen, betonte Mamdani.
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18.36 Uhr
Richter kritisiert Staatsanwälte in Verfahren gegen Ex-FBI-Chef Comey
Ein US-Bundesrichter hat das Vorgehen der Staatsanwaltschaft im strafrechtlichen Verfahren gegen Ex-FBI-Direktor James Comey kritisiert. Er habe Bedenken, dass das US-Justizministerium den Standpunkt vertreten habe, wonach man zuerst Anklage erhebe und danach ermittele, sagte Richter William Fitzpatrick. Er ordnete an, dass die Staatsanwälte bis spätestens (morgigen) Donnerstag Material aus den Ermittlungen vorlegen. Zuvor hatten Comeys Anwälte gesagt, sie seien im Nachteil, weil ihnen Material vorenthalten worden sei.
Comey wird vorgeworfen, 2020 den US-Kongress belogen zu haben. Das Verfahren wurde eingeleitet, nachdem Präsident Donald Trump seine Justizministerin aufgefordert hatte, gegen Comey und andere Gegner zu ermitteln. Comey hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Verteidigung Comeys spricht von einem Racheakt, der von Trump angeordnet worden sei.
Comey hatte in der ersten Amtszeit Trumps zu Vorwürfen einer russischen Einmischung in die US-Wahl 2016 ermittelt.
Der frühere FBI-Direktor Comey hat den Zorn von US-Präsident Trump auf sich gezogen. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Andrew Harnik -
18.23 Uhr
EDA will auf längere Korrespondenten-Visa hinwirken
Der Bund reagiert auf Pläne der US-Regierung, die Visa für Korrespondent*innen von ausländischen Medien auf 240 Tage zu begrenzen. Das Aussendepartement will auf längere Visa für Medienschaffende hinwirken.
Im August schlug die Regierung von US-Präsident Donald Trump vor, die Gültigkeit von Visa für Medienschaffende auf 240 Tage zu begrenzen. Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe proaktiv reagiert auf diesen Vorschlag, schrieb der Bundesrat zu einer Interpellation von Nationalrat Cédric Wermuth (SP/AG). Laut Wermuth laufen diese Visa heute über fünf Jahre.
Das EDA besprach demnach die Problematik mit dem US-Geschäftsträger ad interim in Bern. Dabei ersuchte es um Erläuterungen zum geplanten Gesetzesrahmen. Ebenso wollte es mehr erfahren zu den Möglichkeiten, die Visadauer für ständige Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten und deren Familien zu verlängern. Zudem informierte die Schweizer Botschaft in Washington die Schweizer Medienhäuser über mögliche Auswirkungen der Neuregelung. Ebenso ermutigte die Botschaft die Medien, in der öffentlichen Vernehmlassung ihre Perspektive darzulegen. Diese Vernehmlassung stehe auch ausländischen Medien offen, hiess es in der Antwort.
Die US-Regierung schloss bei ihrem Vorschlag nicht aus, dass die begrenzen Visa für Journalist*innen falls nötig um bis zu 240 Tage verlängert werden könnten, aber insgesamt nicht mehr, als ein journalistischer Einsatz dauere. Von der Begrenzung wären auch ausländische Studierende betroffen. Frühere Regierungen hätten zugelassen, dass sich Ausländer als «ewige Studenten» einen nahezu unbegrenzten Aufenthalt gesichert hätten, erklärte das Heimatschutzministerium zum Vorschlag.
Medienkonferenz im Weissen Haus. Bild: Keystone/AP/acquelyn Martin -
13.06 Uhr
CEOs von Schweizer Unternehmen treffen Trump
Vertreter von Schweizer Privatunternehmen haben sich am Dienstag auf eigene Faust mit Donald Trump getroffen, um Zollfragen zu bereden. Nachdem tagsüber unklar war, wer in der Unternehmergruppe vertreten war, veröffentlichte diese am Abend eine gemeinsame Erklärung. Die gemeinsame Erklärung unterzeichneten Diego Aponte von der schweizerisch-italienischen Containerreederei MSC, Rolex-Chef Jean-Frédéric Dufour, Alfred Gantner von der Investmentfirma Partners Group, Mercuria-Chef Daniel Jaeggi (Rohstoffe), Richemont-Verwaltungsratspräsident Johann Rupert und Marwan Shakarchi von der Goldraffinerie MKS Pamp.
Mehr dazu hier.
epa12006199 US President Donald Trump speaks during a tariff announcement in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, USA, 02 April 2025. Trump plans to roll out tariffs on global trading partners, the centerpiece of his effort to bring back manufacturing to the US and reshape a world trade system he has long decried as unfair. Trump has branded the day 'Liberation Day', though most economists expect US consumers to foot the costs. (KEYSTONE/EPA POOL BLOOMBERG/KENT NISHIMURA) Keystone/EPA Pool Bloomberg/Kent Nishimura -
6.03 Uhr
Shutdown bricht Rekordmarke
Am 36. Tag des Regierungsstillstands in den USA ist nach Mitternacht die Rekordmarke für den längsten Shutdown erreicht worden. Der bisherige Rekord für den längsten Shutdown stammt aus Präsident Donald Trumps erster Amtszeit 2019, als er vom Kongress Geld für eine Grenzmauer zu Mexiko forderte. Im Gegensatz dazu hält sich der Präsident diesmal aber weitgehend aus der Debatte heraus.
Am Dienstag verdichteten sich nach AP-Informationen in Hintergrundgesprächen allerdings Anzeichen für ein mögliches Ende der Haushaltssperre. Senatoren beider Parteien, Republikaner und Demokraten, verhandeln hinter den Kulissen über die Umrisse einer möglichen Einigung. «Genug ist genug», sagte der republikanische Mehrheitsführer des Senats, John Thune.
Mit unterbrochenen Lebensmittelhilfen für Millionen Amerikaner und Hunderttausenden von Bundesangestellten, die entweder ohne Bezahlung arbeiten oder beurlaubt sind, sagen viele – sowohl im als auch ausserhalb des Kongresses –, es sei an der Zeit, dass der Stillstand endlich ende. Verkehrsminister Sean Duffy warnte am Dienstag, dass es in der kommenden Woche zu Chaos im Luftverkehr kommen könnte, falls Fluglotsen erneut keinen Gehaltsscheck erhalten. Gewerkschaften erhöhen den Druck auf die Abgeordneten, die Regierung wieder zu öffnen.
Freiwillige in einer Suppenküche in Nashville (Tennessee). Bild: Keystone/AP Photo/George Walker IVFür ihre Zustimmung zu einem Überbrückungshaushalt, der den Shutdown beenden würde, fordern die Demokraten eine Verlängerung der bis Jahresende auslaufenden Subventionen für die Krankenversicherung von Millionen US-Bürgern. Die Republikaner im Senat lehnen jegliche Zugeständnisse ab und werden dabei von Trump unterstützt. Am Dienstag scheiterte eine weitere Abstimmung. «Wir verlangen nichts Radikales», sagte der demokratische Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer. «Die Senkung der Gesundheitskosten für die Menschen ist der Inbegriff von gesundem Menschenverstand.»
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05.18 Uhr
Wahlen in New York, Kalifornien, New Jersey und Virginia
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4.30 Uhr
Trump führt Handelsgespräche mit Schweiz
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben hochrangige Vertreter*innen der Schweiz getroffen. Dabei seien vor allem Handelsfragen besprochen worden, schrieb Trump am Dienstag (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Sein Handelsbeauftragter Jamieson Greer werde die Gespräche mit der Schweizer Führung fortsetzen. «Ich möchte allen Anwesenden zu einer gut erledigten Arbeit gratulieren. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit!», schrieb Trump weiter. Unklar war vorerst, wo und in welchem Rahmen das Treffen stattfand und wer daran teilnahm. Auch von Seiten der Schweizer Behörden gab es dazu zunächst keine Angaben.
Bild: Screenshot Donald J. Trump/Truth SocialDie Schweiz ist von der protektionistischen Handelspolitik des republikanischen Ex-Präsidenten besonders betroffen. Anfang August hatte Trump Strafzölle von 39 Prozent auf zahlreiche Schweizer Produkte angekündigt – einer der weltweit höchsten Sätze, die die USA ihren Handelspartnern auferlegt haben.
Die Massnahme trifft die Schweizer Wirtschaft hart, insbesondere auch die Uhren- und Maschinenindustrie sowie die Lebensmittelbranche mit Schokolade und Käse. Auch die Pharmabranche befürchtet erhebliche Mehrbelastungen, da Washington darüber hinaus mit weiteren massiven Aufschlägen gedroht hatte.
Kurz vor Inkrafttreten der Zölle am 7. August waren Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin zu Gesprächen nach Washington gereist. Ein Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio brachte damals jedoch keinen Durchbruch im Zollstreit.
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Mittwoch, 5. November 2025, 3.19 Uhr
Hegseth meldet 16. Angriff auf mutmassliches Drogenboot
Das US-Militär hat im Pazifik erneut ein angeblich mit Drogen beladenes Schmugglerboot angegriffen. Dabei seien zwei Männer an Bord des Bootes getötet worden, teilte Pentagon-Chef Pete Hegseth auf der Plattform X mit. Er bezeichnete die Opfer als «Narco-Terroristen» (auf Deutsch etwa: Drogenterroristen). Unter Berufung auf nicht näher erläuterte Geheimdiensterkenntnisse erklärte Hegseth weiter, das Boot habe auf einer bekannten Schmuggelroute Drogen transportiert. Seine Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Ein Videoclip im X-Post des Ministers scheint einen Luftangriff auf ein Boot zu zeigen, das – womöglich mit einer Rakete – attackiert wird. Zu sehen ist ein Einschlag, dann ein grosser Feuerball und schliesslich ein brennendes Boot.
Today, at the direction of President Trump, the Department of War carried out a lethal kinetic strike on a vessel operated by a Designated Terrorist Organization (DTO).
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) November 5, 2025
Intelligence confirmed that the vessel was involved in illicit narcotics smuggling, transiting along a known… pic.twitter.com/OsQuHrYLMpDer Angriff fand Hegseth zufolge im östlichen Pazifik in internationalen Gewässern statt. Noch genauere Angaben zum Ort des Vorfalls machte der Pentagon-Chef, der sich inzwischen Kriegsminister statt Verteidigungsminister nennt, in seinem Post nicht.
Das US-Militär werde Drogenschmuggler auch weiterhin verfolgen, schrieb Hegseth. Die Drogenkartelle hätte keine Chance gegen das US-Militär.
Seit Wochen greifen US-Streitkräfte immer wieder angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik und im Pazifik an. Dutzende Menschen sollen dabei bereits getötet worden sein - die US-Regierung spricht von Drogen schmuggelnden «Terroristen». Die tödlichen Angriffe stossen auf erhebliche Kritik, nicht nur bei den Regierungen lateinamerikanischer Staaten wie Venezuela und Kolumbien. Aus Sicht von UN-Menschenrechtsexperten verstösst die US-Regierung damit gegen das Völkerrecht.
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20.05 Uhr
Shutdown: US-Minister droht mit Schliessung von Lufträumen
Angesichts des anhaltenden Regierungsstillstands in den USA warnt Verkehrsminister Sean Duffy vor massiven Folgen für den Luftverkehr. Sollte der Shutdown noch eine Woche andauern, könne es zu «massivem Chaos» kommen, sagte Duffy in Washington. Neben Verspätungen und Flugausfällen sei es denkbar, «bestimmte Teile des Luftraums» für den Verkehr zu schliessen.
Der Regierungsstillstand dauert inzwischen 35 Tage an. Hintergrund ist der Streit zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues Haushaltsgesetz. Ohne Einigung bleiben zahlreiche Bundesbehörden nur eingeschränkt arbeitsfähig; rund 13'000 Fluglotsen und 50'000 Sicherheitskräfte der Transportsicherheitsbehörde TSA arbeiten ohne Bezahlung weiter.
2019 hatten Ausfälle im Flugverkehr den damaligen 35-tägigen Shutdown beendet. (Symbolbild) imago images/ZUMA WireBereits jetzt registriert die US-Luftfahrt zehntausende Verspätungen. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde FAA fallen an den grössten Flughäfen teils 20 bis 40 Prozent der Fluglotsen wegen unbezahlter Arbeitsschichten aus. Seit Beginn des Shutdowns war nahezu die Hälfte der 30 betriebsamsten US-Flughäfen von Engpässen betroffen.
Die Personalausfälle treffen vor allem Grossflughäfen, wo Schichten nicht vollständig besetzt werden können und sich der Flugverkehr zunehmend staut.
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13.55 Uhr
Ultrarechte Influencerin Laura Loomer nun offenbar bei Pentagon akkreditiert
Die ultrarechte Aktivistin und Influencerin Laura Loomer hat jetzt offenbar Zugang zum US-Verteidigungsministerium. Wie sie auf X schreibt, sei sie dem Pressekorps beigetreten. «Ich freue mich darauf, über das Pentagon zu berichten und weitere Geschichten zu veröffentlichen, die unser Land und unsere nationale Sicherheit betreffen», so Loomer.
Die «Washington Post» berichtete zuvor unter Berufung auf einen US-Beamten, dass Loomer nun eine Akkreditierung für das Pentagon erhalten habe. Sie gehört damit zum neuen Pressekorps des Verteidigungsministeriums, das vor allem aus Journalistinnen und Journalisten rechter Medien besteht.
Die ultrarechte Influencerin Laura Loomer verfügt weiterhin über engen Zugang zu Präsident Donald Trump. Matt Rourke/APDas Pentagon hat grosse Teile seines Pressekorps ausgetauscht und setzt künftig auf Vertreter sogenannter Neuer Medien. Zuvor führte das Ministerium neue Richtlinien ein, die eine strengere Kontrolle der Berichterstattung vorsehen: Ohne Genehmigung dürfen Journalistinnen und Journalisten keine Informationen veröffentlichen.
Viele grosse US-Medien, darunter CNN, ABC, NBC, Fox News und die «New York Times», weigerten sich, den 21 Seiten langen Regelkatalog zu unterzeichnen – und verloren damit ihre Akkreditierung. Unter den wenigen Unterzeichnern sind hingegen der Sender One America News und kleinere regierungsnahe Plattformen.
Auch das Weisse Haus hat den Zugang für Journalistinnen und Journalisten verschärft. Ohne Termin dürfen sie den Pressebereich neben dem Büro des Präsidenten nicht mehr betreten.
Die ultrarechte Influencerin Laura Loomer verfügt weiterhin über engen Zugang zu Präsident Donald Trump. Sie soll sogar die Entlassung mehrerer Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats angeregt haben, wie der «Spiegel» schreibt. Trump bezeichnete sie einmal bewundernd als gefürchtet – niemand wolle «geloomert» werden, sagte er.
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9.19 Uhr
«Ich sehe viel besser aus als Mamdani»
Am Dienstag wählen die New Yorker einen neuen Bürgermeister. Als grosser Favorit gilt der Demokrat Zohran Mamdani. In einem Interview mit der CBS-Sendung «60 Minutes» hat sich auch US-Präsident Trump zu Mamdani geäussert. «Er ist ein Kommunist, viel viel schlimmer als ein Sozialist», sagt er.
Mamdani sitzt als Abgeordneter im Kongress des Bundesstaats New York und gehört als Mitglied der «Democratic Socialists of America» zum linken Flügel der Demokraten. Im Interview mit CBS wird Trump darauf angesprochen, dass Mamdani oft als «demokratisches Pendant» zum US-Präsidenten bezeichnet werde, so breche auch der wohl künftige Bürgermeister von new York oft mit den Regeln. «Nun ja», sagt Trump daraufhin. «Ich denke, dass ich ganz klar viel besser aussehe als er.»
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5.06 Uhr
Ende von E-Auto-Prämie in USA torpediert Verkäufe
In den USA sind die Verkäufe batteriebetriebener Fahrzeuge nach der von US-Präsident Donald Trump abgeschafften E-Auto-Prämie im Oktober eingebrochen. Nach dem die Steuergutschrift von 7500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos auslief, fielen die Verkäufe von Elektroautos bei Ford im Jahresvergleich um ein Viertel auf gut 4700 Fahrzeuge. Bei Verbrennern gab es dagegen ein Plus von 3,4 Prozent auf knapp 153'400 Wagen. Ford hatte in den vergangenen Jahren in einer Aufholjagd zum Vorreiter Tesla Milliarden in den Ausbau der E-Auto-Produktion investiert.
Tesla bescherte das im vergangenen Quartal einen Auslieferungsrekord – auch wenn der Marktführer im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern keine Angaben zum Absatz im US-Markt macht und generell nur alle drei Monate Zahlen nennt. Experten rechnen damit, dass auch Tesla nach Auslaufen der US-Subventionen Federn lassen muss.
Ein Tesla-Showroom in Burbank (Kalifornien). (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Caroline BrehmanUnter den anderen Herstellern legen auch nicht alle monatliche Zahlen zum US-Absatz vor. Der südkoreanische Anbieter Hyundai etwa aber gab bekannt, dass die Verkäufe des Elektromodells Ioniq 5 im Jahresvergleich um 63 Prozent auf gut 1600 Fahrzeuge einbrachen. Bei der Schwestermarke Kia fiel der Absatz des Modells EV9 um fast zwei Drittel auf 666 Wagen.
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4.05 Uhr
Regisseur Emmerich: «Hoffentlich wird Trump nicht König»
Hollywood-Regisseur Roland Emmerich sieht «eine politische Katastrophe in Amerika». «Hoffentlich wird (US-Präsident Donald) Trump nicht König. Immerhin gibt es Proteste», sagte der gebürtige Stuttgarter, der seit vielen Jahren in den USA lebt, der «Augsburger Allgemeinen». «Wobei es in Europa auch nicht viel besser aussieht. Ich glaube aber, dass die Sache mit Trump eines Tages wieder vorbei sein wird. Die Leute werden hoffentlich nicht auf die Dauer auf so einen Betrüger hereinfallen.»
Roland Emmerich am Zurich Film Festival (ZFF). (Archivbild) Bild: Keystone/Ennio Leanza -
Dienstag, 4. November 2025 - 1.33 Uhr
Trump droht New York bei Wahlsieg Mamdanis mit Konsequenzen
Einen Tag vor der Bürgermeisterwahl in New York droht US-Präsident Donald Trump der Stadt mit finanziellen Konsequenzen, falls der favorisierte Demokrat Zohran Mamdani gewinnen sollte. «Wenn der kommunistische Kandidat Zohran Mamdani die Wahl zum Bürgermeister von New York City gewinnt, ist es höchst unwahrscheinlich, dass ich meiner geliebten Heimatstadt mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeträge an Bundesmitteln zukommen lasse», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Mit dem 34-jährigen Newcomer im Rathaus habe «diese einst so grossartige Stadt KEINE Chance auf Erfolg oder auch nur Überleben».
Am Dienstag wählen die New Yorker einen neuen Bürgermeister. In Umfragen liegt Mamdani mit deutlichem Abstand vor dem früheren demokratischen Gouverneur Andrew Cuomo (67). Dem republikanischen Kandidaten Curtis Sliwa (71) werden in der liberalen Ostküstenmetropole keine grossen Chancen ausgerechnet – weshalb selbst Trump schrieb, jedes Kreuz für Sliwa sei «eine Stimme für Mamdani».
Wird Zohran Mamdani New Yorks nächster Bürgermeister? Am Dienstag entscheiden die Wähler*innen. Bild: Keystone/EPA/Sarah YeneselStattdessen rief der Präsident dazu auf, für Cuomo zu stimmen, obwohl der sich in der Corona-Pandemie als Gegenentwurf zu Trump inszeniert hatte und nun als parteiunabhängiger Kandidat antritt. «Ob Sie Andrew Cuomo persönlich mögen oder nicht, Sie haben wirklich keine Wahl. Sie müssen für ihn stimmen und hoffen, dass er einen fantastischen Job macht», schrieb Trump.
Mamdani sitzt als Abgeordneter im Kongress des Bundesstaats New York und gehört als Mitglied der «Democratic Socialists of America» zum linken Flügel der Demokraten. Er versprach im Wahlkampf unter anderem eine Mietpreisbremse sowie kostenlose Busse und Kinderbetreuung. Finanzieren will er das mit höheren Steuern für Wohlhabende und Unternehmen. Bei einem Wahlsieg wäre Mamdani der erste muslimische Bürgermeister der Stadt mit mehr als acht Millionen Einwohnern – und einer der prominentesten Gegenspieler Trumps.
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19.37 Uhr
Trump-Regierung kündigt gekürzte Lebensmittelhilfen für Bedürftige im November an
Inmitten der Haushaltssperre in den USA hat die Regierung von Präsident Donald Trump angekündigt, dass Millionen bedürftige Bürger im Land in diesem Monat nur gekürzte Lebensmittelhilfen erhalten sollen. In am Montag bekannt gewordenen Gerichtsunterlagen erklärte ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, dass die Regierung 4,65 Milliarden Dollar (gut vier Milliarden Euro) aus einem Notfallfonds für die Hilfen nutzen werde. Dies entspreche «50 Prozent der Zuteilungen an berechtigte Haushalte».
Im Rahmen des Supplemental Nutrition Assistance Program (Snap) erhalten in den USA rund 42 Millionen Menschen mit keinem oder geringen Einkommen Bezahlkarten, damit sie Obst und Gemüse, Fleisch und Milchprodukte kaufen können. Dies kostet den Staat im Monat rund neun Milliarden Dollar, die von der aktuellen Haushaltssperre betroffen sind. Die Snap-Hilfen liefen deshalb am Samstag aus.
Freiwillige in einer Freiluft-Suppenküche in Washington verteilen Essen an Bedürftige. (Archivbild) Bild: imago stock&peopleRund die Hälfte des Geldes will die Regierung den Gerichtsunterlagen zufolge nun aus einem Notfallfonds ziehen. Weitere Finanzierungsquellen sollten nicht angezapft werden, erklärte vor Gericht in Rhode Island der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, das für die Snap-Hilfen zuständig ist.
In den USA gilt seit dem 1. Oktober eine Haushaltssperre, hunderttausende Beschäftigte der Bundesbehörden werden wegen des sogenannten Shutdowns seither nicht mehr bezahlt. Die Haushaltssperre trat in Kraft, nachdem sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht auf einen Übergangshaushalt einigen konnten.
Beide Seiten machen sich seither gegenseitig für die Lähmung von Teilen der Verwaltung verantwortlich. Der Shutdown endet erst, wenn ein Übergangshaushalt verabschiedet ist. Eine Einigung ist nicht in Sicht.
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9.00 Uhr
«Wahrscheinlich illegal»: Trump schiesst gegen Late-Night-Host Seth Meyers
Donald Trump hat am 1. November poltische Satire der NBC-Show «Late night with Seth Meyers» als «wahrscheinlich illegal» gebrandmarkt. Der Proptgamoust sei «vielleicht die untalentierteste Person, die in der Geschichte des Fernsehens live ‹performt› hat. Er könnte sogar der schlimmste sein, der je live oder anderweitig aufgetreten ist.»
Er hab «seit Jahren» mal wieder Meyers Sendung gesehen: Der 51-Jährige sei «ein wirklich geistesgestörter Verrückter», schreibt der US-Präident auf seiner Plattform Truth Social: «Warum verschwendet NBC seine Zeit und sein Geld an einen Typen wie ihn?» Myeers habe «kein Talent, keine Eimschaltquoten» und sei «100-prozentig Anti Trump, was wahrscheinlich illegal» sei.
Hier der «Closer Look» der TV-Show, der Trump so erregt hat:
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8.00 Uhr
Trump zum Shutdown: «Lasse mich nicht erpressen»
In dem seit Wochen andauernden Regierungsshutdown in den USA will Präsident Donald Trump weiterhin nicht von seiner Position abrücken. In einem gestern ausgestrahlten CBS-Interview sagte er, die Demokraten seien «vom Weg abgekommen» und würden letztlich den Republikanern nachgeben.
«Ich denke, sie müssen», so Trump. «Und wenn sie nicht abstimmen, ist es ihr Problem.» Er betonte, sich nicht erpressen lassen zu wollen und keine Verhandlungen zu planen. Der Shutdown nähert sich der sechsten Woche.
Da beide Parteien festgefahren sind, könnte dies der längste Shutdown in der US-Geschichte werden. Der bisherige Rekord stammt aus Trumps erster Amtszeit 2019, als er vom Kongress Geld für eine Grenzmauer zu Mexiko forderte.
🚨 JUST IN: President Trump lights up a combative 60 Minutes host after they tried blaming HIM for the shutdown:
— Zone Media (@ZoneMediaNet) November 3, 2025
CBS: You’ve helped end shutdowns before!
TRUMP: I’m not ending it through EXTORTION. I won’t be blackmailed by Democrats who’ve completely LOST THEIR WAY. There’s… pic.twitter.com/slkfNjIUs7Die Auswirkungen sind bereits erheblich: Bundesangestellte werden weiterhin Gehaltsschecks verpassen, und es ist unklar, ob 42 Millionen Empfänger staatlicher Lebensmittelhilfe weiterhin Zugang dazu haben werden. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld und setzen darauf, dass die jeweils andere Partei am Ende nachgibt.
Für ihre Zustimmung zu einem Überbrückungshaushalt, der den Shutdown beenden würde, fordern die Demokraten eine Verlängerung der bis Jahresende auslaufenden Subventionen für die Krankenversicherung von Millionen US-Bürgern.
US-Präsident Donald Trump bei einer Halloween-Party auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida. (31. Oktober 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Manuel Balce CenetaDie Republikaner im Senat lehnen jegliche Zugeständnisse ab und werden dabei von Trump unterstützt. Bisher haben die Demokraten den Überbrückungshaushalt 13 Mal abgelehnt.
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5.31 Uhr
US-Regierung stoppt Zusatztarife gegen China bis Ende 2026
Die USA werden ihre angedrohten Gegenzölle auf chinesische Importe mindestens bis zum 10. November 2026 nicht in Kraft setzen. Dies ging aus einer Übersicht des Weissen Hauses zu den Ergebnissen des jüngsten Treffens von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Südkorea hervor. Der derzeitige bereits gültige Gegenzoll von zehn Prozent bleibe zugleich in Kraft, hiess es weiter. Damit wurden von US-Seite weitere Details zu den jüngsten Vereinbarungen zwischen den USA und China bekannt. Xi und Trump hatten sich am Donnerstag in Südkorea getroffen, um über den Handelskonflikt der beiden grössten Volkswirtschaften zu sprechen.
US-Präsident Donald Trump (l.) mit Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Südkorea. (30. Oktober 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinBereits mitgeteilt hatte Trump direkt nach dem Treffen, dass die USA den bisherigen Zollsatz von 20 Prozent auf Waren aus China, der als Druckmittel im Kampf gegen die Krise der Droge Fentanyl eingeführt worden war, auf zehn Prozent sinken werden – und zwar ab 10. November. Trump hatte China in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, für die Fentanyl-Krise in den USA mitverantwortlich zu sein. Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das schnell abhängig macht.
Der Handelsstreit zwischen China und den USA betraf weitere Bereiche: Zuletzt hatte Trump mit Zusatzzöllen von 100 Prozent auf den Import von chinesischen Produkten ab dem 1. November gedroht, wenn sich China beim Thema Seltene Erden nicht bewegen sollte. Laut Trumps Worten wurden die Hindernisse durch Exportkontrollen Chinas auf Seltene Erden direkt nach dem Treffen der Staatsmänner aus dem Weg geräumt. Die Vereinbarung gelte für ein Jahr und kann nach Verhandlungen um ein weiteres Jahr verlängert werden.
In einem am Sonntag veröffentlichten TV-Interview des Senders CBS News sagte Trump, dass als China den USA und dem Rest der Welt die Seltenen Erden vorenthalten habe, er zur Gegenwehr mit dem 100-Prozent-Zoll gedroht habe. Danach sei China sofort an den Verhandlungstisch gekommen, so Trump weiter.
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3.30 Uhr
Tränengas, kaputte Scheiben: Trump will harte ICE-Razzien
Nach Kritik an Einsatzkräften bei Razzien gegen Migranten in den USA hat sich Präsident Donald Trump hinter das Vorgehen gestellt. Der Republikaner sagte dem Sender CBS News auf die Frage, ob einige der Razzien zu weit gegangen seien: «Nein. Ich denke, sie sind nicht weit genug gegangen.»
Seit Wochen kursieren Videoaufnahmen von Razzien, bei denen auch Zugewanderte mit Aufenthaltserlaubnis und US-Bürger*innen festgenommen werden, im Netz. Diese hatten bei Kritikern für Empörung gesorgt. Im TV-Interview mit Trump wurden als Beispiele der Einsatz von Tränengas, eine eingeschlagene Autoscheibe und ein Fall genannt, bei dem eine Frau zu Boden stürzte. Auf die Nachfrage, ob er mit solchen Taktiken einverstanden sei, sagte Trump: «Ja, weil man die Leute rausbringen muss.» Viele von ihnen seien Mörder, behauptete er.
Ordnungskräfte des US-Ministeriums für Inlandsicherheit (Department of Homeland Security) stürmten Anfang Oktober einen vorwiegend von schwarzen US-Bürgern bewohnten Wohnblock in Chicago. Bild: Screenshot DHS-VideoDie Razzien der Migrationsbehörde ICE sind Teil der verschärften Migrationspolitik der Trump-Regierung. Diese spricht mit Blick auf die Razzien von kriminellen Ausländern und Migranten, die sich illegal ohne gültige Papiere in den Vereinigten Staaten aufhielten. Kritiker werfen der Regierung Willkür vor. ICE-Einsätze in zahlreichen Städten, bei denen Vermummte gegen Migranten vorgingen, hatten Entsetzen ausgelöst. Die Regierung hingegen wirft Kritikern vor, Stimmung gegen die Behörde zu machen und Angriffe auf die Einsatzkräfte zu provozieren.
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3.19 Uhr
Trump will Export von Nvidias neuen KI-Chips Blackwell beschränken
US-Präsident Donald Trump will den Verkauf des neuen KI-Chips Blackwell von Nvidia ins Ausland beschränken. Er sei nämlich «jedem anderen Chip zehn Jahre voraus, aber nein, wir geben diesen Chip nicht an andere weiter», sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) gegenüber Reportern im Präsidentenflugzeug Air Force One.
Die Äusserungen deuten darauf hin, dass die Regierung die Ausfuhr des hoch entwickelten Chips nicht ohne weiteres genehmigen wird. Trump fügte hinzu, er treffe sich regelmässig mit Nvidia-Chef Jensen Huang.
Nvidia-Chef Jensen Huang stellt am 19. Mai 2025 in Taiwan die neue KI-Factory-Plattform Grace Blackwell NVL72 GPU vor. Bild: Keystone/EPA/Ritchie B. Tongo -
2.11 Uhr
Trump zu Andrews Titelverlust: Mir tut Königsfamilie leid
Nach dem Entzug aller Adelstitel von Prinz Andrew infolge des Epstein-Skandals hat US-Präsident Donald Trump sein Bedauern über die Lage der britischen Königsfamilie ausgedrückt. Angesprochen von Journalisten auf das Thema sagte Trump: «Es ist schrecklich, was der Familie widerfahren ist.» Es sei eine tragische Situation. «Es tut mir leid für die Familie».
Trump pflegt eine gute Beziehung zu König Charles III. Vor Tagen war bekanntgeworden, dass Andrew, der Bruder des Königs, wegen seiner Verwicklung in den Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein alle Titel und Ehren verliert. Der König hatte den Entzug der Titel eingeleitet. Mit der öffentlichen Degradierung versucht die britische Monarchie einen Schlussstrich unter einen der grössten Skandale ihrer modernen Geschichte zu ziehen.
US-Präsident Donald Trump (r.) und First Lady Melania Trump (l.) mit Andrew – damals noch Prinz Andrew, – am 3. Juni 2019 in London. Bild: Keystone/AP Photo/Matt DunhamAuslöser war insbesondere die Veröffentlichung der Memoiren eines Epstein-Opfers, die weitere schockierende Details zum Missbrauch Dutzender Frauen und Mädchen ans Tageslicht gebracht hatte. Andrew wird vorgeworfen, die damals Minderjährige zum Sex gezwungen zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe.
Der Epstein-Skandal hatte in den vergangenen Monaten auch Trump immer wieder beschäftigt. Er hatte im Wahlkampf die Freigabe aller Akten versprochen, dazu ist es bisher nicht bekommen. Im September war Trump zum Staatsbesuch in Grossbritannien bei König Charles III. zu Gast. Der Besuch war begleitet worden von Protestaktionen mit Bezug zum Epstein-Skandal.
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Montag, 3. November 2025, 0.51 Uhr
USA wollen Atomwaffen ohne nukleare Explosionen testen
In den USA soll es Behörden zufolge bei den angekündigten Atomwaffentests keine nuklearen Explosionen geben. «Die Tests, über die wir gerade sprechen, sind Systemtests. Das sind keine nuklearen Explosionen», sagte Energieminister Chris Wright dem TV-Sender «Fox News». Man werde neue Waffensystemetesten. Man prüfe dabei alle anderen Teile einer Atomwaffe.
US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen mit der Ankündigung einer sofortigen Wiederaufnahme von Atomwaffentests für Aufsehen gesorgt. Er führte dabei aber nicht genau aus, was getestet werden soll. Trump hatte den Schritt damit begründet, dass andere Länder ebenfalls Tests durchführten.
US-Energieminister Chris Wright muss Donald Trumps Ankündigungen zu US-Atomwaffentests erklären. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Alex Brandon -
23.56 Uhr
Jeffries: US-Republikaner setzen Hunger als Waffe ein
Ein führender Vertreter der oppositionellen Demokraten hat den US-Republikanern vorgeworfen, im Streit um den Staatshaushalt Hunger als Waffe einzusetzen. Die regierenden Republikaner seien nicht aufrichtig daran interessiert, die seit fünf Wochen andauernde Haushaltssperre zu beenden, sagte der Anführer der Demokraten im Abgeordnetenhaus, Hakeem Jeffries, dem Sender CNN. Stattdessen seien sie dabei, eine handfeste Krise einschliesslich dem Stopp von Lebensmittelhilfen für mehr als 42 Millionen US-Bürger auszulösen.
Die Demokratische Partei wolle die Haushaltssperre durch eine überparteiliche Einigung auf einen Haushalt beenden, «der das Leben für normale Amerikaner wirklich besser macht», sagte Jeffries. Es sei sehr bedauerlich, dass Präsident Donald Trump und seine Republikaner «beschlossen haben, Hunger als Waffe einzusetzen» und die Lebensmittelhilfen über das Programm Snap zurückzuhalten, obwohl zwei Bundesgerichte entschieden hätten, «dass kein Mensch in diesem Land ohne seine Lebensmittelhilfen bleiben sollte».
Der oberste Demokrat im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, übt harsche Kritik an den Republikanern. Bild: Keystone/AP/J. Scott ApplewhiteEin US-Richter hatte die Regierung am Freitag angewiesen, einen Nothilfefonds im Umfang von fünf Milliarden Dollar (rund 4 Milliarden Franken) zu nutzen, um die Lebensmittelhilfen Snap-Programms zunächst weiter zu finanzieren. Trump hatte daraufhin erklärt, es müsse zunächst geklärt werden, ob dies rechtlich möglich sei.
Jeffries äusserte sich erschüttert über die Suspendierung des Snap-Programms, das seit bislang 60 Jahre ohne Unterbrechung funktioniert hatte. «Donald Trump und seine Regierung finden Finanzierungsmöglichkeiten für andere Projekte, aber aus irgendeinem Grund können sie nicht das Geld auftreiben um dafür zu sorgen, dass Amerikaner nicht hungern», sagte er.
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21.37 Uhr
Nigerias Präsident hofft nach Androhung von US-Militäreinsatz auf Treffen mit Trump
Nach der Androhung eines US-Militäreinsatzes in Nigeria wegen angeblich gezielter Tötungen von Christen durch Dschihadisten hofft der dortige Staatschef Bola Ahmed Tinubu einem Sprecher zufolge auf ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump. «Ob die Terroristen in Nigeria allein auf Christen zielen oder tatsächlich auf alle Gläubigen und Ungläubigen», werde in den kommenden Tagen von beiden Staatschefs bei einem Trefffen «diskutiert und geklärt» werden, erklärte Tinubus Sprecher Daniel Bwala im Onlinedienst X.
Trump hatte am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social gewarnt, falls die nigerianische Regierung nicht gegen das «Töten von Christen» durch «islamistische Terroristen» vorgehe, werde die US-Regierung sämtliche Hilfen für das westafrikanische Land sofort einstellen und könnte «mit feuernden Gewehren» einmarschieren.
Nigerias Präsident verweist auf die Verteidigung der Religionsfreiheit. Bernd von Jutrczenka/dpaDer nigerianische Präsidentensprecher Bwala betonte, Trump habe «Nigeria sehr geholfen, indem er Waffenverkäufe an dieses Land genehmigt hat». Tinubu habe «diesen Vorteil im Kampf gegen den Terrorismus zu nutzen gewusst, weshalb wir beträchtliche Ergebnisse erzielt haben». Der Nachrichtenagentur Afp sagte Bwala am Telefon, Nigeria verstehe die Äusserung Trumps «nicht im Wortsinn». «Wir wissen, dass Donald Trump seinen eigenen Kommunikationsstil hat.» Es gehe ihm darum, «ein Treffen zwischen beiden Anführern zu erzwingen, damit sie eine gemeinsame Linie festlegen können». Zu Details eines möglichen Treffens zwischen den beiden Präsidenten wollte sich Bwala nicht äussern.
Nigeria wird von zahlreichen Konflikten zwischen verschiedenen Ethnien und Bevölkerungsgruppen erschüttert, denen Christen wie Muslime gleichermassen zum Opfer fallen. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist in einen mehrheitlich muslimischen Norden und einen weitgehend christlichen Süden geteilt.
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20.20 Uhr
US-Regierung will Gerichtsanordnung zu Essensmarken akzeptieren
Die US-Regierung will die Urteile zu den Snap-Lebensmittelhilfen akzeptieren. Dies sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem TV-Sender CNN. Die Gelder könnten demnach, wie von dem Richter angeordnet, bereits am Mittwoch ausgezahlt werden. Die Trump-Regierung werde keine Berufung gegen das Urteil einlegen.
Ein Bundesgericht in Rhode Island hatte die Trump-Regierung zuvor dazu verurteilt, bis Montag die vollen Lebensmittelhilfeleistungen oder bis Mittwoch Teilzahlungen zu leisten.
Auch ein weiteres Bundesgericht hatte eine entsprechende Anordnung erlassen. Eine Bundesrichterin in Massachusetts schrieb in einer Anordnung, dass eine Aussetzung des Programms durch die US-Regierung rechtswidrig sei.
Leistungen des Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) kommen einkommensschwachen Amerikanern zugute. Nach Regierungsangaben sind rund 42 Millionen Bürger auf die Gelder angewiesen.
US-Finanzminister Scott Bessent. Alex Brandon/AP/dpa (Archivbild) -
17.38 Uhr
Pentagon: USA und China vereinbaren Wiederaufnahme der militärischen Kommunikation
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und sein chinesischer Kollege Dong Jun haben dem Pentagon-Chef zufolge die Wiederaufnahme der militärischen Kommunikation ihrer Länder vereinbart. Hegseth erklärte im Onlinedienst X, Washington und Peking wollten mit diesem Schritt «Konflikte entschärfen und auftretende Probleme deeskalieren». Er kündigte baldige weitere Treffen dazu an. Aus China verlauteten zunächst keine Angaben dazu.
Hegseth und Dong waren vergangene Woche am Rande eines Gipfels der Asean-Staaten in Malaysia zusammengetroffen. Ihr Treffen fand einen Tag nach den Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Südkorea statt.
«Ich habe gerade mit Präsident Trump gesprochen, und wir sind uns einig – die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China waren noch nie besser», schrieb Hegseth weiter bei X. Er fügte hinzu, dass er seit ihrem persönlichen Treffen erneut mit Dong gesprochen habe.
Er und Dong seien sich «einig, dass Frieden, Stabilität und gute Beziehungen der beste Weg für unsere beiden grossen und starken Länder» seien. Der Pentagon-Chef pries einen Weg der «Stärke, des gegenseitigen Respekts und der positiven Beziehungen».
I just spoke to President Trump, and we agree — the relationship between the United States and China has never been better. Following President Trump’s historic meeting with Chairman Xi in South Korea, I had an equally positive meeting with my counterpart, China’s Minister of…
— Pete Hegseth (@PeteHegseth) November 1, 2025 -
14.01 Uhr
Trump droht Nigeria mit Militäreinsatz
US-Präsident Donald Trump hat Nigerias Regierung mit Militäreinsatz in dem westafrikanischen Land gedroht. Er führte als Grund an, dass islamistische Terroristen dort Christen töteten. Er weise gerade das Pentagon an, in die Vorbereitung für einen möglichen Einsatz zu gehen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Nigerias Präsident Bola Ahmed Tinubu hatte zuvor auf der Plattform X betont: «Nigeria lehnt religiöse Verfolgung ab und fördert sie nicht.»
Trump schrieb weiter, wenn die Regierung Nigerias dieses Töten weiterhin zulasse, würden die USA sofort alle Hilfen für das Land stoppen. Und man werde in das «in Ungnade gefallene» Land kommen, um die islamistischen Terroristen, die diese Gräueltaten begingen, auszurotten. Sollte man angreifen, werde es schnell und brutal sein. Trump schrieb zum Schluss: «WARNUNG: DIE NIGERIANISCHE REGIERUNG SOLLTE SICH BESSER BEEILEN!»
Bereits am Vortag hatte der US-Präsident in einem weiteren Post auf Truth Social geschrieben, dass das Christentum in Nigeria einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sei. Er behauptete, dass Tausende Christen getötet worden seien. Man sei bereit, die gesamte Christenheit auf der Welt zu retten. Die USA stuften Nigeria als ein Land ein, in dem besonders schwere Verletzungen der Religionsfreiheit vorkämen (Country of Particular Concern). Auf dieser US-Liste stehen zum Beispiel auch China und Russland.
Nigerias Präsident Tinubu wies das zurück. Nigeria als religiös intolerant zu charakterisieren, spiegele nicht die Realität in dem Land wider und berücksichtige auch nicht die Bemühungen der Regierung, die Religions- und Glaubensfreiheit aller Nigerianer zu schützen. Er schrieb weiter, die Regierung sei entschlossen, mit der US-Regierung und der internationalen Gemeinschaft zu kooperieren, um das Verständnis und die Zusammenarbeit beim Schutz von Glaubensgemeinschaften zu vertiefen.
Nigeria stands firmly as a democracy governed by constitutional guarantees of religious liberty.
— Bola Ahmed Tinubu (@officialABAT) November 1, 2025
Since 2023, our administration has maintained an open and active engagement with Christian and Muslim leaders alike and continues to address security challenges which affect… pic.twitter.com/mRb9IqKMFm -
Sonntag, 2. November 2025, 13.32 Uhr
Hegseth: Drei Tote bei neuem US-Angriff in der Karibik
Das US-Militär hat erneut ein angeblich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik angegriffen. Bei der Attacke in internationalen Gewässern seien drei Männer getötet worden, die sich auf dem Boot befanden, teilte Pentagon-Chef Pete Hegseth auf der Plattform X mit. Unter Berufung auf nicht näher erläuterte Geheimdiensterkenntnisse erklärte er weiter, das Boot habe auf einer bekannten Schmuggelroute Drogen transportiert. Seine Angaben liessen sich nicht zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Ein Videoclip im X-Post des Ministers scheint einen Luftangriff auf ein Boot zu zeigen, das – womöglich mit einer Rakete – attackiert wird. Zu sehen ist ein grosser Feuerball. Hegseth, dessen Behörde US-Präsident Donald Trump jüngst von Verteidigungsministerium in Kriegsministerium umbenannte, machte in seinem Post keine näheren Angaben zum Ort des Vorfalls. Das US-Militär werde Drogenschmuggler auch weiterhin verfolgen, «jagen und töten», schrieb der Minister.
Today, at the direction of President Trump, the Department of War carried out a lethal kinetic strike on another narco-trafficking vessel operated by a Designated Terrorist Organization (DTO) in the Caribbean.
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) November 2, 2025
This vessel—like EVERY OTHER—was known by our intelligence to be… pic.twitter.com/W7xqeMpSUi -
22.00 Uhr
US-Drogenvorwürfe: Venezuela erklärt sich für «unschuldig»
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die Vorwürfe der US-Regierung zurückgewiesen, sein Land sei in den Drogenhandel verwickelt. «Venezuela ist unschuldig. Alles, was gegen Venezuela unternommen wird, dient nur dazu, einen Krieg und einen Regimewechsel zu rechtfertigen und uns unseren immensen Ölreichtum zu rauben», sagte der autoritär regierende südamerikanische Staatschef.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die Vorwürfe der US-Regierung zurückgewiesen, sein Land sei in den Drogenhandel verwickelt. Bild: sdaSeit Wochen greifen die USA in der Karibik und im Pazifik Boote an, die angeblich Drogen transportiert haben. Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. In vielen Fällen stellte die US-Regierung einen Zusammenhang zu Venezuela her.
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14.52 Uhr
Kanadas Premier Carney entschuldigt sich bei Trump
Kanadas Premierminister Mark Carney hat sich bei Donald Trump für den Anti-Zoll-Werbeclip der Provinz Ontario entschuldigt, der den US-Präsidenten erbost hatte. «Ich habe mich bei Donald Trump direkt entschuldigt», sagte Carney vor Journalisten auf eine Nachfrage. «Der US-Präsident hatte sich durch den Werbespot beleidigt gefühlt».
Der TV-Werbefilm der kanadischen Provinz Ontario hatte für grosse Verstimmung bei Trump gesorgt, weil dieser damit seine Zollpolitik kritisiert sah. Der US-Präsident brach daraufhin Handelsgespräche mit dem Nachbarland ab.
Der Zölle-Clip hatte das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und Kanadas Premier Mark Carney belastet. (Archivbild). Bildd: Evan Vucci/AP/dpaEr als Premierminister sei für die Beziehungen zu den USA verantwortlich und habe sich deshalb entschuldigt, auch wenn der Werbefilm nicht von ihm in Auftrag gegeben worden sei, so Carney weiter. Auch verschiedene Medien hatten berichtet, Trump habe Journalisten an Bord der Regierungsmaschine Air Force One von Carneys persönlicher Entschuldigung erzählt, die wohl am Rande der diversen Gipfeltreffen in Asien stattfand. Auf die Frage, ob Trump jetzt wieder Handelsgespräche mit Kanada aufnehme, habe er aber entschieden mit «Nein» geantwortet, berichtet etwa die kanadische Zeitung «Toronto Star».
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06.57 Uhr
Shutdown: Amerikaner können doch auf Lebensmittelgeld hoffen
Millionen Amerikaner können nach dem angedrohten Wegfall ihrer Lebensmittelhilfe wegen des Shutdowns nun doch wieder Hoffnung schöpfen. Eine Bundesrichterin in Massachusetts schrieb in einer Anordnung, dass eine solche Aussetzung des Programms durch die US-Regierung rechtswidrig sei.
Milliardenrücklagen, die früher extra für den Notfall aufgebaut worden waren, müssten eingesetzt werden. Sie ordnete an, dass die Regierung dem Gericht bis Montag mitteilen müsse, ob sie zumindest reduzierte Leistungen für November genehmigen werde.
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1. November 2025, 06.34 Uhr
Neue Einschränkungen für Journalisten im Weissen Haus
Das Weisse Haus schränkt den Zugang von Journalisten zu einem Bereich der Pressestelle ein, in dem unter anderem Regierungssprecherin Karoline Leavitt ihr Büro hat. Für einen Besuch dort müssen Reporter nun einen Termin vereinbaren, wie US-Präsident Donald Trumps Sprecherin mitteilte. Bisher konnten sich akkreditierte Journalisten im Pressebereich des Weissen Hauses frei bewegen.
Ein Journalistenverband kritisierte die neuen Einschränkungen umgehend. Diese hinderten Medien daran, Regierungsvertreter zu befragen und für Transparenz zu sorgen, erklärte die White House Correspondents' Association. Die Vereinigung vertritt die am US-Regierungssitz akkreditierte Journalisten.
Journalisten dürfen sich im Weissen Haus nicht mehr frei bewegen. KEYSTONELeavitt zufolge sind die Einschränkungen nötig, weil die Pressestelle des Weissen Hauses auch für die Kommunikation des Nationalen Sicherheitsrates zuständig ist und sich in den Büros daher auch vertrauliche Unterlagen befinden könnten.
Das Weisse Haus hat in Trumps zweiter Amtszeit ein angespanntes Verhältnis zu Medien. Leavitt wirft ihnen immer wieder vor, voreingenommen zu sein und nicht fair über den Präsidenten zu berichten. Trump sprach vor einigen Wochen davon, dass die Medienvertreter aus dem Weissen Haus in ein benachbartes Regierungsgebäude verlegt werden könnten. Zuletzt hatte auch das von Trump in Kriegsministerium umbenannte Verteidigungsministerium die Zugangsregeln für Journalisten im Pentagon verschärft.
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20.07 Uhr
Trump erwägt keine Angriffe in Venezuela
Im Kampf gegen Drogenkartelle beabsichtigt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten vorerst keine Angriffe innerhalb von Venezuela. Auf die Frage, ob er entsprechende Manöver erwäge, sagte er auf seinem Flug nach Florida: «Nein, das ist nicht wahr.» Dabei blieb allerdings offen, ob damit künftig US-Angriffe vom Tisch sind oder ob Trump bislang nur noch keine endgültige Entscheidung dazu getroffen hat.
Zuvor hatten Medien unter Berufung auf informierte Personen berichtet, dass ein US-Angriff in Venezuela zeitnah erfolgen könnte. Dabei sollten Militäreinrichtungen ins Ziel genommen werden, die angeblich für den Rauschgiftschmuggel genutzt würden, hiess es etwa bei der Tageszeitung «Miami Herald» und dem «Wall Street Journal».
In den vergangenen Wochen hatte Trump immer wieder öffentlich klargemacht, konsequent gegen Drogenkartelle vorgehen zu wollen. «Ich denke, wir werden einfach Leute töten, die Drogen in unser Land bringen», sagte er etwa. Trump brachte auch Einsätze an Land ins Spiel, ohne explizit Venezuela zu nennen. Details dazu nannte er nicht. Zudem hatte der Republikaner öffentlich gemacht, verdeckte Operationen des US-Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt zu haben.
Seit Wochen greifen die USA Boote in der Karibik und dem Pazifik an, die Drogen transportiert haben sollen. Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. In vielen Fällen stellte die US-Regierung einen Zusammenhang zu Venezuela her. Das Vorgehen zog viel Kritik nach sich, auch weil die Trump-Regierung keine rechtliche Grundlage für ihr Handeln nannte. Die Vereinten Nationen riefen Trumps Regierung zur Zurückhaltung auf.
US-Präsident Donald Trump plant eigenen Angaben zufolge keine Angriffe auf Venezuela. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Evan Vucci -
19.10 Uhr
Trump zu Atomwaffentests: «Sie werden es sehr bald erfahren»
US-Präsident Donald Trump hat auf Nachfrage von Reportern seine Pläne für neue Atomwaffentests nicht präzisiert. Auf die Frage, ob er die unterirdischen Tests wieder aufnehmen wolle, antwortete der Präsident an Bord der Air Force One: «Sie werden es sehr bald erfahren». Trump hatte am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt, er habe angewiesen, die amerikanischen Atomwaffen umgehend zu testen.
Auf dem Flug nach Florida kündigte Trump erneut an: «Wir werden einige Tests durchführen». «Andere Länder tun es ja auch. Wenn sie es tun, werden wir es auch tun.» Details nannte er jedoch nicht.
Seine Äusserungen zu Atomtests sorgten innerhalb und ausserhalb der Regierung für Verwirrung, weil der Präsident in seinem Beitrag erklärte, die USA würden die Tests auf «gleichberechtigter Basis» mit Russland und China wieder aufnehmen. Deren letzte bekannte Tests fanden allerdings in den 90er-Jahren statt. Einige von Trumps Aussagen schienen sich auf Tests von Raketen zu beziehen, die einen Sprengkopf transportieren können, und nicht auf den Sprengkopf selbst. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die USA mit der Zündung von Sprengköpfen beginnen würden.
Das US-Militär testet regelmässig seine Raketen, die einen Atomsprengkopf tragen können. Die Waffen selbst wurden aber aufgrund eines Testverbots seit 1992 nicht mehr gezündet.
US-Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One . Mark Schiefelbein/AP/dpa (Archivbild) -
17.55 Uhr
Shutdown geht wohl in den zweiten Monat
Der Shutdown in den USA steuert auf den zweiten Monat zu. Im Dauerstreit zwischen Republikanern und Demokraten im US-Kongress ist eine Einigung zum Bundeshaushalt weiter nicht ansatzweise in Sicht. Weil die Finanzierung deswegen nicht steht und keine Bundesausgaben fliessen können, stehen die Regierungsgeschäfte in Teilen still.
Politische Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass der Rekord von 35 Tagen gebrochen werden könnte. An diesem Samstag beginnt der zweite Shutdown-Monat. Bereits jetzt hat die Haushaltssperre dramatische Folgen für die US-Bevölkerung, das Regierungspersonal und Touristen aus dem Ausland.
Nach Regierungsangaben erhalten rund 42 Millionen Amerikaner Essensmarken – ihnen droht zu Beginn des Novembers der Ausfall von Lebensmittelhilfen. Bislang gibt es keine Pläne, einen entsprechenden Notfallfonds anzuzapfen, um die Finanzierung ihrer Unterstützung sicherzustellen. Betroffen sind vor allem Familien mit geringem Einkommen, Alleinerziehende und Ältere, die auf monatliche Leistungen des sogenannten SNAP-Programms angewiesen sind («Supplemental Nutrition Assistance Program»). Dutzende Städte klagen deswegen gegen die Regierung.
Zudem müssen US-Bürger seit Wochen geduldig sein: Medien zufolge werden Anträge bei Behörden nur verzögert bearbeitet. Im Flugverkehr häufen sich Verspätungen und Ausfälle. Touristen, die in die Vereinigten Staaten einreisen möchten, müssen sich ebenfalls auf längere Wartezeiten einstellen – etwa bei der Visumserteilung oder bei der Einreise. Auch das Kulturangebot ist beeinträchtigt: Zahlreiche Museen – auch die der Smithsonian Institution – sind geschlossen. Nationalparks bleiben zwar offen, allerdings nicht die Besucherzentren vor Ort.
Im Dauerstreit zwischen Republikanern und Demokraten im US-Kongress ist eine Einigung nicht in Sicht. J. Scott Applewhite/AP/dpa -
15.40 Uhr
US-Angriffe auf Ziele in Venezuela sollen unmittelbar bevorstehen
Die Trump-Regierung hat offenbar beschlossen, militärische Einrichtungen in Venezuela anzugreifen. Dies berichten der «Miami Herald» sowie das «Wall Street Journal» übereinstimmend. Die Angriffe könnten demnach jeden Moment erfolgen, heisst es unter Berufung auf informierte Personen. Es handle sich um die nächste Phase der US-Kampagne gegen das Soles-Drogenkartell.
Die geplanten Attacken zielten darauf ab, militärische Einrichtungen zu zerstören, die von der Drogenhandelsorganisation genutzt werden, die laut den USA von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro angeführt und von hochrangigen Mitgliedern seines Regimes geleitet wird.
Die Ziele könnten innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden aus der Luft angegriffen werden. US-Beamte gehen davon aus, dass das Soles-Drogenkartell jährlich rund 500 Tonnen Kokain exportiert, die sich auf Europa und die Vereinigten Staaten verteilen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte kürzlich einen Flugzeugträger in die Region entsandt.
Der Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower. Bernat Armangue/AP/dpa/Keystone (Archivbild) -
15.10 Uhr
FBI: Terroranschlag hätte über Halloween-Wochenende stattfinden sollen
Am Freitagmorgen hat FBI-Direktor Kash Patel auf X einen Aufklärungserfolg gemeldet: «Heute Morgen hat das FBI einen potenziellen Terroranschlag vereitelt und mehrere Personen in Michigan festgenommen, die angeblich einen gewalttätigen Anschlag über das Halloween-Wochenende geplant hatten.»
Es seien mehrere Festnahmen in Dearborn und Inkster erfolgt, zwei Vororte Detroits. Weitere Details gibt die Bundespolizei nicht bekannt – weder über die Festgenommenen, noch darüber, was sie über deren Pläne herausgefunden hat.
Die Polizei von Dearborn hat laut CBS News den Polizeieinsatz bestätigt. Näheres kommuniziert auch sie nicht, sie gibt aber Entwarnung: «Wir möchten unseren Einwohnern versichern, dass derzeit keine Gefahr für die Gemeinde besteht», steht gemäss US-Medien in einem Social-Media-Post, der jedoch nicht mehr verfügbar ist.
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14.57 Uhr
Nationalgarde soll in Washington bleiben
Die Nationalgarde soll Medienberichten zufolge bis ins kommende Jahr in der US-Hauptstadt Washington Präsenz zeigen. Ihr Einsatz wurde bis Ende Februar verlängert.
Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf informierte Personen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe in dieser Woche eine Verlängerung um drei Monate angeordnet.
Den Berichten zufolge sind derzeit gut 2.300 Nationalgardisten in Washington im Einsatz. Die Kosten dafür werden auf täglich rund eine Million Dollar (867.100 Euro) geschätzt, wie CNN schrieb. Woher das Geld kommen soll, ist wegen des anhaltenden Shutdowns unklar. Demokraten und Republikaner im US-Kongress streiten seit Wochen über den Bundeshaushalt. Die Regierungsgeschäfte stehen in weiten Teilen still, etliche Regierungsmitarbeiter erhalten kein Gehalt. CNN berichtet, auch die Besoldung der Nationalgardisten stehe auf der Kippe.
Nationalgardisten patrouillieren am 26. August 2025 vor der National Mall in Washington DC. Ihr Einsatz wird bis Februar 2026 andauern. KEYSTONE -
13.40 Uhr
FBI meldet, einen Terroranschlag vereitelt zu haben
Die US-Bundespolizei FBI hat nach Worten ihres Chefs Kash Patel einen potenziellen Terroranschlag im US-Bundesstaat Michigan vereitelt.
Am Freitagmorgen seien mehrere Personen festgenommen worden, schrieb er auf der Plattform X. Diese hätten mutmasslich eine «gewaltsame Attacke» über das jetzige Halloween-Wochenende geplant. Patel bedankte sich bei den Einsatzkräften und kündigte an, weitere Details würden folgen.
This morning the FBI thwarted a potential terrorist attack and arrested multiple subjects in Michigan who were allegedly plotting a violent attack over Halloween weekend. More details to come. Thanks to the men and women of FBI and law enforcement everywhere standing guard 24/7…
— FBI Director Kash Patel (@FBIDirectorKash) October 31, 2025 -
13.19 Uhr
Ausgerechnet dieses Land kritisiert Trumps Atomtests
Der Iran hat den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Atomwaffentest scharf verurteilt.
«Nachdem er das Verteidigungsministerium in ein Kriegsministerium umbenannt hat, nimmt ein atombewaffneter Despot nun auch die Tests von Nuklearwaffen wieder auf», schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X.
Trump hatte zuvor den sofortigen Beginn neuer Atomwaffentests angekündigt. Um welche Art Tests es sich handeln soll und welche Waffen getestet werden sollen, blieb zunächst offen. Trump begründete die Massnahme in einem Post auf der Plattform Truth Social mit den Testprogrammen anderer Länder.
Having rebranded its “Department of Defense” as the “Department of War”, a nuclear-armed bully is resuming testing of atomic weapons. The same bully has been demonizing Iran's peaceful nuclear program and threatening further strikes on our safeguarded nuclear facilities, all in… pic.twitter.com/ft4ZGWnFiw
— Seyed Abbas Araghchi (@araghchi) October 30, 2025Die letzten Tests dieser Art hatte es in den USA in den 1990er Jahren gegeben. Die Wiederaufnahme der Nukleartests stelle laut Araghtschi eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden und die globale Sicherheit dar. Die Weltgemeinschaft müsse kooperieren, um die USA für die Normalisierung der Verbreitung solcher Waffen zur Rechenschaft zu ziehen, so der iranische Chefdiplomat.
The head of the U.N. nuclear watchdog told The Associated Press on Wednesday that Iran does not appear to be actively enriching uranium but that the agency has recently detected renewed movement at the country’s nuclear sites. https://to.pbs.org/3JATwYb
— PBS News (@pbsnews.org) 29. Oktober 2025 um 21:31
[image or embed]Der Iran sieht sich aufgrund seines umstrittenen Atomprogramms selbst internationaler Kritik ausgesetzt – insbesondere von Trump. Teheran betont jedoch, seine nuklearen Projekte dienten ausschliesslich friedlichen Zwecken. Ein Atomwaffenprogramm soll demnach aus religiösen Gründen nicht auf der militärischen Agenda des islamischen Landes stehen.
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12.45 Uhr
China warnt USA vor Einmischung wegen Taiwan
China hat die USA gewarnt, in Bezug auf das von Peking beanspruchte Taiwan Vorsicht walten zu lassen. Eine «Wiedervereinigung» Chinas mit Taiwan sei ein «unaufhaltbarer Trend der Geschichte». Das sagte Verteidigungsminister Dong Jun laut offiziellen Angaben beim Treffen mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth in Malaysia. Dort trafen sich die Verteidigungsminister der Asean-Staaten.
China verfüge in ausreichendem Masse über die Fähigkeit, auf Provokationen reagieren zu können, erklärte Dong. Die US-Seite sollten ihre Worte und Taten in der Taiwan-Frage vorsichtig wählen und eine Unabhängigkeit Taiwans ablehnen, hiess es. China zählt Taiwan zu seinem Territorium, obwohl die Inselrepublik seit Jahrzehnten eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat.
Chinas Verteidigungsminister Dong Jun nimmt am Mittagessen der Verteidigungsminister des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) und Chinas im Rahmen des Asean-Verteidigungsministertreffens teil. Hasnoor Hussain/Pool Reuters/AP/dpaDie Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und betonte am Mittwoch über sein Büro für Taiwan-Angelenheiten, eine friedliche «Wiedervereinigung» zu verfolgen, aber nicht auf die Anwendung von Gewalt verzichten zu wollen. In der Region besteht die Sorge vor einer Invasion Chinas. Chinas Volksbefreiungsarmee trainiert beinahe täglich mit Kriegsschiffen und Kampfjets vor Taiwan.
Hegseth sprach die Sorgen der USA über Chinas Aktivitäten im Südchinesischen Meer, um Taiwan sowie gegen US-Verbündete im Indopazifik an, wie er auf der Plattform X schrieb. Die USA suchten nicht nach einem Konflikt, erklärte er. Man werde weiter seine Interessen verteidigen und sicherstellen, dafür die nötigen «Kapazitäten» in der Region zu haben.
Today, I met with China’s Minister of National Defense Admiral Dong Jun on the sidelines of the ASEAN Defense Ministers Meeting Plus. It was a good and constructive meeting. I highlighted the importance of maintaining a balance of power in the Indo-Pacific and emphasized U.S.… pic.twitter.com/CcipIBWb4b
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) October 31, 2025Taiwans Präsident Lai Ching-te betonte heute, Aggression oder Bemühungen für eine Vereinigung abzulehnen. Mit Investitionen in die Landesverteidigung investiere man auch in Frieden, sagte er bei der Lieferung neuer Panzer an die Armee. Ein Konflikt würde vor allem die USA als stärksten Unterstützer Taiwans in Bedrängnis bringen. Washington liefert Waffen an den ostasiatischen Inselstaat.
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12 Uhr
UN veruteilen US-Attacken auf Drogenboote
Die Angriffe des US-Militärs auf angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik und im Pazifik verletzen nach Ansicht des UN-Menschenrechtsbüros das humanitäre Völkerrecht. Die Attacken und die damit einhergehenden Opfer seien inakzeptabel, sagte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk in Genf.
«Die USA müssen solche Angriffe einstellen und alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die aussergerichtliche Tötung von Menschen an Bord dieser Boote zu verhindern, ungeachtet der ihnen vorgeworfenen Straftaten.»
Der Einsatz tödlicher Gewalt als letztes Mittel sei nur gegen Personen zulässig, wenn sie eine unmittelbare Lebensgefahr darstellten, sagte Türk. Dies sei aber nach bisher vorliegenden Informationen nicht der Fall. Die UN zitierten Berichte, nach denen bisher mehr als 60 Menschen durch die Attacken getötet worden seien.
Türk forderte eine unverzügliche, unabhängige und transparente Untersuchung dieser Angriffe.Der UN-Menschenrechtskommissar rief die USA dazu auf, bewährte Methoden der Strafverfolgung anzuwenden - darunter das rechtmässige Abfangen von Booten und die Festnahme von Verdächtigen.
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11.08 Uhr
42 Millionen US-Amerikaner*innen droht wegen Shutdown ab 1. November Hunger
Morgen Samstag geht der US-Lebensmittelhilfe das Geld aus. Rund 42 Millionen Menschen in den USA sind auf diese staatliche Unterstützung angewiesen.
Das für die Lebensmittelhilfe zuständie Landwirtschaftsministerium hat bekannt gegeben, dass wegen des Shutdowns ab dem 1. November die Zahlkarten der Lebensmittel-Hilfe-Beziehenden nicht mehr geladen würden, wie CBS und zwahlreiche weitere US-Medien berichten.
Durchschnittlich erhalten diese 187 Dollar pro Monat. Mit den Debitkarten können sie in Supermärkten gewisse Nahrungsmittel kaufen. Bestehende Guthaben bleiben gültig, aber die November-Beiträge werden nicht geladen.
Mit diesen Karten beziehen Armutsbetroffene in den USA Lebensmittel. US Department of AgricultureDemokratische Politiker fordern, dass das Landwirtschaftsministerium eine 5 Milliarden Dollar schwere Reserve für die Lebensmittelhilfe verwende. Das Programm wendete 2024 aber durchschnittlich mehr als 8 Milliarden Dollar pro Monat für die Lebensmittelhilfen auf.
Ob die zurückgehaltenen Beiträge rückwirkend ausgezahlt werden, ist nicht klar. Und selbst wenn, wird das den auf Lebensmittelhilfe angewiesenen Menschen nichts nützen, solange der Shutdown andauert.
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6.03 Uhr
Ex-Botschafterin sieht im WEF Chance für Dialog mit USA
Die ehemalige US-Botschafterin in der Schweiz, Suzi LeVine, glaubt nicht an eine baldige Senkung der US-Strafzölle auf Schweizer Produkte. «Es müsste schon etwas Dramatisches passieren», sagte sie in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit den Zeitungen von CH Media. Gleichzeitig sieht LeVine im World Economic Forum (WEF) in Davos eine mögliche Gelegenheit für neue Gespräche. «Mit dem WEF hat die Schweiz eine Bühne – und Trump liebt Bühnen», sagte sie weiter. Die Schweiz sei zudem der grösste Goldverarbeiter der Welt. «Vielleicht bietet das Chancen, kreativ zu verhandeln, ohne die eigenen Werte zu verraten.»
Die ehemalige US-Botschafterin in der Schweiz, Suzi LeVine, während ihrer Amtszeit in Bern. (1. Juli 2014) Bild: Keystone/Lukas LehmannSie riet der Schweiz, ihren moralischen Kompass zu bewahren, auf Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zu setzen sowie ihre Wirtschaftsbeziehungen zu diversifizieren. Partnerschaften zwischen Kantonen und US-Bundesstaaten könnten derzeit tragfähiger sein als nationale Abkommen.
Suzi LeVine war von 2014 bis 2017 unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama Botschafterin in der Schweiz und in Liechtenstein. Die neue US-Botschafterin Callista Gingrich hatte Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter letzte Woche ihr Beglaubigungsschreiben überreicht. Sie wird in der Schweiz und in Liechtenstein die Interessen der USA vertreten.
«Angesichts ihres Chefs vermute ich, dass es viele Themen gibt, bei denen sie und ich unterschiedlicher Meinung sind», sagte LeVine im Interview. «Aber da sie Schweizer Wurzeln hat und sich sichtlich über ihre Aufgabe hier freut, gibt es wahrscheinlich auch einige Bereiche, in denen wir übereinstimmen», fügte sie hinzu.
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5.40 Uhr
Nach Treffen mit Trump warnt Xi vor gestörten Lieferketten
Die USA und China lockern Zölle, doch der Handelsfrieden bleibt fragil. Nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump warnt Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor einem Bruch der Lieferketten. Um das Wirtschaftswachstum voranzutreiben, müsse die Stabilität von Industrie- und Lieferketten gewährleistet werden, sagte Xi beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im südkoreanischen Gyeongju. Man müsse sich an den Grundsatz halten, «die Ketten zu verlängern, statt sie zu brechen», forderte er.
Xi Jinping (r.) und Donald Trump vor ihrem Treffen am Donnerstag in Südkorea. Bild: Keystone/AP Photo/Mark Schiefelbein«Wir sollten aktiv nach weiteren Bereichen von gemeinsamem Interesse suchen und eine offene Entwicklung von Lieferketten unterstützen», sagte Xi. Es war die erste öffentliche Äusserung des Chinesen nach dem Gespräch mit Trump am Donnerstag in Südkorea.
China und die USA hatten sich geeinigt, einige Wirtschaftsrestriktionen gegen die jeweils andere Seite zurückzunehmen. China kauft wieder Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten und setzt seine am 9. Oktober angekündigten Exportkontrollen auf seltene Erden aus. Die USA senken ihre wegen des Opioids Fentanyl eingeführten Zölle gegen China auf zehn Prozent, andere Aufschläge bleiben jedoch bestehen. Zudem zieht Washington Massnahmen gegen Unternehmen zurück, die im Verdacht standen, von den USA sanktionierte Firmen aus China zur Umgehung von US-Exportkontrollen zu dienen.
Beobachter werteten die Einigung als Zwischenergebnis im Handelskonflikt der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt. Die jüngste Pause im Handelsstreit werde die Befürchtungen vor einer Rückkehr zu Zöllen auf Embargo-Level von 100 Prozent oder mehr mindern, mit denen beide Seiten während der Eskalationsphase im April gedroht hätten, schrieb Analyst Gabriel Wildau von der Beratungsfirma Teneo. Die Teileinigung erscheine auch fragil, weil neue Spannungen bei Handel oder Sicherheit eine oder beide Seiten zu neuen Zwangsmassnahmen veranlassen könnten.
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5.19 Uhr
Justizministerium ermittelt offenbar gegen Black-Lives-Matter-Bewegung
Das US-Justizministerium untersucht nach Informationen der Nachrichtenagentur AP Betrugsvorwürfe gegen führende Mitglieder der Black-Lives-Matter-Bewegung (BLM). Diese werden beschuldigt, Spender betrogen zu haben, die während der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt im Jahr 2020 Dutzende Millionen US-Dollar gespendet hatten, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der AP mitteilten. Sprecher des Justizministeriums lehnten eine Stellungnahme am Donnerstag (Ortszeit) zunächst ab.
Ein Mann mit einer «Black Lives Matter»-Fahne vor dem Weissen Haus. (27. August 2020) Bild: Keystone/AP Photo/Andrew HarnikEine der Quellen sagte, die Untersuchung sei unter der Regierung des damaligen Präsidenten Joe Biden eingeleitet, aber unter Präsident Donald Trump intensiviert worden. Eine zweite Quelle bestätigte, dass die Vorwürfe auf Bidens Amtszeit zurückgehen. In den vergangenen Wochen verschickten Bundesbeamte demnach Vorladungen und erliessen mindestens einen Durchsuchungsbefehl gegen die Black Lives Matter Global Network Foundation Inc. sowie weitere Organisationen, die gegen systemischen Rassismus kämpfen.
Ob die Ermittlungen zu Anklagen führen, ist noch offen. Die Bewegung stand bereits in den vergangenen Jahren wegen mangelnder Transparenz bei Spendengeldern in der Kritik. Die Kritik wuchs, nachdem die BLM-Organisatoren 2022 einräumten, Spenden zum Kauf einer Sechs-Millionen-Dollar-Villa im Raum Los Angeles genutzt zu haben. Mehr dazu hier.
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4.29 Uhr
Trump feiert Halloween-Party im Weissen Haus
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump haben Hunderte kostümierte Gäste zur traditionellen Halloween-Feier im Weissen Haus empfangen. Die beiden erschienen am Donnerstagabend (Ortszeit) – einen Tag vor Halloween – auf dem Südrasen des Weissen Hauses zu einer Orchesterversion von Michael Jacksons Hit «Thriller». Das Präsidentenpaar selbst trug keine Kostüme: Trump präsentierte sich in einem blauen Anzug, roter Krawatte und roter «USA»-Kappe, Melania Trump in einem braunen Mantel über einem orangefarbenen Kleid.
Die Gäste kamen in Kostümen, die von Superhelden über Dinosaurier bis hin zu Kindern reichten, die als das Präsidentenpaar verkleidet waren. Das Ehepaar Trump verteilte Schokoriegel und Süssigkeiten in Schachteln mit dem Präsidentensiegel an die Schlange von Kindern und Eltern, die sich entlang der Auffahrt erstreckte. «Es ist eine lange Schlange», sagte Trump. «Sie ist fast so gross wie der Ballsaal.»
US-Präsident Donald Trump (l.) – in seiner üblichen Kluft – und First Lady Melania Trump – immerhin in einem mit der Halloween-Farbe Orange verzierten Trenchcoat – verteilen Süssigkeiten an Kinder, die als First Lady, Trump und Secret-Service-Mitglied verkleidet sind. (30. Oktober 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Jacquelyn MartinProvisorische Wände verdeckten den Bau des von Trump geplanten neuen Ballsaals, während auf der anderen Seite noch eine geparkte Planierraupe sichtbar war. Für den Bau des Saals war der Ostflügel des Weissen Hauses zuletzt vollständig abgerissen worden.
Unter den Teilnehmer*innen waren auch Kinder von US-Militärbeamten sowie von Mitarbeitenden des Weissen Hauses. Karoline Leavitt, Sprecherin des Weissen Hauses, brachte ihren als Kürbis verkleideten Sohn mit. Die Fassade des Weissen Hauses war mit zahlreichen Dekorationen geschmückt – darunter grosse Herbstblätter und Blumenarrangements aus orangefarbenen und roten Chrysanthemen. Die Treppen zum Balkon waren mit geschnitzten Kürbissen gesäumt.
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Freitag, 31. Oktober 2025, 0.10 Uhr
Hegseth entsendet Militärjuristen an US-Grenze und nach Memphis
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das Militär angewiesen, dem Justizministerium Dutzende von Anwälten in Memphis und an der Grenze zu Mexiko für einen befristeten Zeitraum zur Verfügung zu stellen. Die Entsendungen könnten laut einem bereits am Montag (Ortszeit) veröffentlichten und von der Nachrichtenagentur AP geprüften Memo bis zum nächsten Herbst andauern. In dem Memo forderte Hegseth das Militär auf, 48 Anwälte und vier Rechtsassistenten aus ihren Reihen zu benennen, die für eine Entsendung als Sonderstaatsanwälte in Betracht kommen könnten.
Trump-Leute wie Pentagon-Chef Pete Hegseth schalten die Judge Advocate Generals (JAGs) aus, also die obersten Militärstaatsanwälte, die die Befehlshaber in Fragen des Rechts beraten sollen, einschliesslich der Frage, ob Anordnungen des Präsidenten legal sind. (28. Oktober 2025 in Japan) Bild: Keystone/AP Photo/Eugene HoshikoDas Memo scheint ein weiterer Versuch zu sein, militärische und zivile Anwälte des Pentagons vorübergehend an das Justizministerium zu entsenden – diesmal, um Dienststellen entlang der US-Südgrenze oder an Orten zu besetzen, an denen bundesweite Einwanderungskontrollen stattfinden.
Im vergangenen Monat hatte das Pentagon die Entsendung von bis zu 600 Militärjuristen an das Justizministerium genehmigt, um dort vorübergehend als Einwanderungsrichter tätig zu sein. Die Regierung von Präsident Donald Trump greift zunehmend auf das Militär zurück, um ihr Vorgehen gegen illegale Einwanderung zu verstärken – von Einsätzen an der Südgrenze bis hin zu mehreren US-Städten.
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21.38 Uhr
Über 100 US-Vertreter reisen auch ohne Trump zur Wetklimakonferenz
Mehr als hundert unabhängige US-Vertreter wollen im November zur Weltklimakonferenz der Uno in Brasilien reisen. «Wir treten schlagkräftig auf», sagte die Co-Vorsitzende der Allianz «America is All in», Gina McCarthy, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz Medienvertretern. Die Regierung von Präsident Donald Trump dürfte der COP30 in Belém fernbleiben.
At #COP30, our delegation of 100+ will highlight how local climate action drives innovation, lowers costs, and creates good jobs. Proud to stand with @govevers.wisconsin.gov, @govmlg.bsky.social, Gina McCarthy, and @mayorgallego.bsky.social in Brazil! www.americaisallin.com/Brazil
— America Is All In (@americaisallin.com) October 30, 2025 at 7:05 PM
[image or embed]Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar zum zweiten Mal den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet. Wirksam wird dies nach einem Jahr. Bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) hatte der Republikaner das Abkommen von 2015 aufgekündigt, mit dem der weltweite Temperaturanstieg auf unter zwei Grad begrenzt werden soll. Stattdessen werden nun mehr als hundert Vertreter aus US-Bundesstaaten und -Gemeinden bei der COP30 erwartet. Die Gruppe vertrete rund «zwei Drittel der US-Bevölkerung und drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts», sagte McCarthy. Die heute 71-Jährige war unter Präsident Joe Biden nationale Klimaberaterin und leitete unter Barack Obama die Umweltagentur EPA.
«Wir werden die Versprechen einhalten, die wir der amerikanischen Bevölkerung und unseren internationalen Kollegen gegeben haben», sagte McCarthy. Sie verwies auf die Klimaallianz von 24 US-Bundesstaaten, die die Treibhausgasemissionen um rund ein Viertel im Vergleich zu 2005 gesenkt hätten.
Der demokratische Senator von Rhode Island, Sheldon Whitehouse, nannte eine Teilnahme der Trump-Regierung an der Konferenz in Brasilien unwahrscheinlich. «Aber wer weiss», sagte Whitehouse. «Sie könnten in der letzten Minute entscheiden, ein Flugzeug voller Klimwandelleugner und fossiler Brennstoffbetreiber nach Belém zu schicken.» Die Uno-Konferenz findet vom 10. bis 21. November statt.
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19.37 Uhr
Internationale Kritik an Trumps Ankündigung zur Wiederaufnahme von US-Atomwaffentests
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, rund 30 Jahre nach deren Aussetzung unverzüglich wieder Atomwaffentests aufzunehmen, hat international heftige Kritik hervorgerufen. Die Vereinten Nationen erklärten am Donnerstag, dass derzeit die nuklearen Risiken bereits «alarmierend hoch» seien und derartige Tests «unter keinen Umständen» erlaubt werden könnten. China äußerte sich besorgt über Trumps Ankündigung. Russland drohte für den Fall einer Wiederaufnahme von US-Atomtests eine «entsprechende» Reaktion an.
Angesichts der Testprogramme anderer Länder habe er das von ihm mittlerweile als «Kriegsministerium» bezeichnete Verteidigungsministerium angewiesen, mit Tests der US-Atomwaffen «auf gleicher Basis» zu beginnen, erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.
Donald J. Trump Truth Social Post 09:04 PM EST 10/29/25 pic.twitter.com/v9JnWbQY2r
— Commentary Donald J. Trump Posts From Truth Social (@TrumpDailyPosts) October 30, 2025Unklar war zunächst, ob Trump Tests mit nuklearen Sprengköpfen verfügt hatte oder mit Waffensystemen, die mit solchen Sprengköpfen bestückt werden können. Der letzte US-Waffentest mit nuklearen Sprengköpfen erfolgte im Jahr 1992 im US-Bundesstaat Nevada, woraufhin der damalige US-Präsident George H. W. Bush ein Moratorium verhängte, das alle US-Regierungen seither übernommen hatten. Seit 1996 sind die USA Unterzeichnerstaat des Atomteststoppabkommens, das nukleare Testexplosionen untersagt, egal ob für militärische oder zivile Zwecke.
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18.50 Uhr
Trump senkt Flüchtlingsobergrenze drastisch – weisse Südafrikaner bevorzugt
Die Trump-Regierung in den USA will deutlich weniger Flüchtlinge aufnehmen und weisse Südafrikaner bevorzugen. Künftig sollen pro Jahr nur noch maximal 7500 Menschen aufgenommen werden dürfen, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder politischen Überzeugung in ihrer Heimat verfolgt werden – zuletzt waren es 125'000. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die im US-Handelsregister abrufbar ist. Die Priorisierung sogenannter Afrikaaner – das sind Nachfahren niederländischer Siedler – wurde damit begründet, dass diese angeblich Opfer rassistischer Diskriminierung seien.
Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump die Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen schrittweise auf bis zu 15'000 abgesenkt. Vor seiner ersten Präsidentschaft lag die Grenze im Jahr 2016 noch bei 85'000 Flüchtlingen. Im vergangenen Haushaltsjahr sollten maximal 125'000 Personen aufgenommen werden. Der damalige demokratische Präsident Joe Biden hatte vor allem Menschen aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik diese Möglichkeit eingeräumt.
Im Mai hatte Trump den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa bei einem Besuch im Weissen Haus regelrecht vorgeführt. Er überzog seinen Gast mit Vorwürfen, dass Südafrika einen «Genozid» an weissen Bauern begehe. Trump liess Videoaufnahmen zeigen, um seine Völkermord-Anschuldigungen zu untermauern.
Die Beziehungen der beiden Länder waren zuletzt vor allem wegen Trumps «Genozid»-Vorwürfen gegen Südafrika sehr angespannt. Der US-Präsident beklagt eine Diskriminierung weisser Minderheiten in Südafrika, insbesondere der sogenannten Afrikaaner. Sie führten in Südafrika bis Anfang der 1990er-Jahre das rassistische Apartheid-Regime an, das die schwarze Bevölkerungsmehrheit diskriminierte. Fachleute widersprechen Trumps Darstellung eines angeblichen Völkermords. Damit greift er eine in rechtsextremen Kreisen verbreitete Verschwörungstheorie vom sogenannten «weissen Genozid» auf. Auch Südafrika weist den Vorwurf zurück.
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17.56 Uhr
Pentagon will Eingreiftruppen für Unruhen im Inland
Das Pentagon hat Medienberichten zufolge die Nationalgarden in den USA angewiesen, «schnelle Eingreiftruppen» aufzubauen. Diese sollten für die Bekämpfung von Unruhen innerhalb der USA ausgebildet und ausgerüstet werden und bis Anfang des kommenden Jahres einsatzbereit sein, berichteten das «Wall Street Journal» und die «Washington Post» sowie die britische Zeitung «The Guardian» jeweils unter Berufung auf interne Dokumente des US-Verteidigungsministeriums.
🚨Alert: The War Department has ordered the National Guard to create “quick reaction” forces in every state and territory by January 2026, that are trained and equipped to respond to riots and civil unrest within the U.S., according to internal War Department documents!! 🇺🇸 pic.twitter.com/Sn5n8p8lDi
— US Homeland Security News (@defense_civil25) October 29, 2025Demnach geht es um bis zu 500 Nationalgardisten pro US-Bundesstaat beziehungsweise landesweit um mehr als 20.000 Soldaten. Sie sollen laut «Wall Street Journal» für die Kontrolle von Menschenmassen, den Umgang mit Festgenommenen und den Einsatz etwa von Schlagstöcken und Elektroschockern ausgebildet werden. Die meisten Nationalgarde-Einheiten der verschiedenen Bundesstaaten hätten bereits «schnelle Eingreiftruppen». Diese seien in der Vergangenheit allerdings nicht für die Strafverfolgung oder die Kontrolle von Menschenmengen eingesetzt worden, berichtete die Zeitung.
Die Nationalgarden sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und können etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder Notfällen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann der US-Präsident das Kommando übernehmen - etwa, wenn eine Rebellion gegen die Autorität der Regierung droht oder er andernfalls nicht in der Lage ist, die Gesetze der USA durchzusetzen.
Mitglieder der Nationalgarde patrouillieren am Sonntag, dem 24. August 2025, auf der National Mall in Washington. (Archiv) KEYSTONE/AP Photo/Jose Luis MaganaDie Medienberichte legen nahe, dass die US-Regierung unter Donald Trump vorhat, den Einsatz des Militärs im Inland künftig weiter auszudehnen. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte sie Nationalgardisten bereits in mehrere demokratisch regierte Städte entsandt, um dort gegen angeblich ausufernde Kriminalität und Proteste gegen Razzien der Migrationsbehörde ICE vorzugehen.
Dies geschah oft gegen den Willen von Bundesstaat und Stadtspitze - und wird aktuell vor mehreren US-Gerichten verhandelt. Kritiker zweifeln die rechtliche Grundlage des Vorgehens an und werfen Trump vor, die Nationalgarde zu instrumentalisieren, um seine Macht zu demonstrieren und politische Gegner einzuschüchtern.
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15.45 Uhr
China will angeblich Millionen Tonnen Sojabohnen kaufen
China hat sich nach Angaben von US-Finanzminister Scott Bessent zum Kauf von Millionen Tonnen an Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten verpflichtet. Über die kommenden drei Jahre werde die Volksrepublik 25 Millionen Tonnen an US-Soja jährlich kaufen, sagte er im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender Fox Business.
Bereits in der jetzigen Saison wollen die Chinesen demnach zwölf Millionen Tonnen beziehen. US-Regierungsangaben zufolge wurden 2024 gut 52 Millionen Tonnen Soja insgesamt im Wert von rund 24,5 Milliarden US-Dollar (knapp 20 Milliarden Franken) exportiert. Gemessen am Geldwert ging etwa die Hälfte nach China.
Mit dem neuen Handelsdeal dürfte US-Präsident Donald Trump die Bauern im eigenen Land besänftigen: Denn schon seit längerem kaufte China kein Soja mehr von US-Landwirten, ihr Hauptkunde ging damit verloren. Grund war der schwelende Handelskonflikt zwischen beiden Grossmächten.
Trump hatte bei einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping Teileinigungen im Zoll- und Handelsstreit erzielt. Unter anderem entfallen Exportkontrollen Chinas zu Seltenen Erden zunächst. Die USA kündigten an, die wegen der tödlichen Fentanyl-Krise in den USA eingeführten Zölle auf chinesische Produkte um 10 Prozentpunkte zu senken.
Washington warf Peking seit längerem vor, nicht genug zu unternehmen, um die Lieferung der zur Herstellung für das synthetische Opioid benötigten Stoffe zu unterbinden. Damit betragen die Zölle gegen chinesische Produkte laut Trump ab sofort 47 Prozent.
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14.44 Uhr
UBS-Fonds profitiert von Gefängnis-Boom in den USA und steht in der Kritik
Die UBS und ein Teil ihrer Kunden profitieren von der rigorosen Immigrationspolitik der Regierung Trump. Die Razzien bringen Tausende hinter Gitter. Das treibt den Aktienkurs der zwei grössten privaten Gefängnisbetreiber in den USA in die Höhe – um mehr als 25 Prozent haben Corecivic und Geo Group zugelegt, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.
Das wiederum lässt den Wert eines UBS-Fonds steigen, der an US-Aktien-Indizes gekoppelt ist. Dagegen haben zwei NGOs aus den USA und eine aus den Niederlanden beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco protestiert – dies, weil in von diesen beiden Gefängnisbetreibern geführten Anstalten immer wieder Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden und damit gegen die Leitsätze der OECD für internationale Unternehmen verstossen. Die Beschwerde ging schon vor dem zweiten Amtsantritt Trumps ein. Darüber hat zuerst das Finanzportal «Tippinpoint» berichtet.
Das Seco hat ein Schlichtungsverfahren eingeleitet, die UBS verweigert jedoch die Teilnahme daran. Ihr Argument: Die beanstandeten Fonds profitieren lediglich passiv von einem Aktienbündel. Welche Firmenanteile im Index vertreten sind, kann der UBS-Fonds nicht bestimmen. Die Schweizer Grossbank erklärt sich aber bereit, an allgemeingültigen Regeln für passiv verwaltete Fonds mitzuarbeiten.
Aktivist*innen demonstrieren gegen die North Lake Correctional Facility, die gerade als grösste Haftanstalt für Einwanderer im Mittleren Westen wiedereröffnet wurde. IMAGO/imagebroker -
12.27 Uhr
Moskau warnt Trump vor neuen Atomtests – und droht mit Gegenmassnahmen
Russland hat für den Fall der ersten Atomwaffentests der USA seit mehr als 30 Jahren ebenfalls mit der Wiederaufnahme solcher Erprobungen gedroht.
Russland hoffe, dass US-Präsident Donald Trump über die jüngsten russischen Waffentests der Rakete Burewestnik und der Unterwasserdrohne Poseidon korrekt informiert worden sei, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge. Es habe sich nicht um Atomwaffentests gehandelt, betonte er.
Zugleich sagte Peskow, dass Russland weiter zu atomaren Abrüstungsverhandlungen mit den USA bereit sei. Es habe aber auf seine Vorschläge bisher keine Reaktion von Trump erhalten. Trump hatte zuvor den Beginn neuer Atomwaffentests angekündigt.
Um welche Art Tests es sich handeln soll und welche Waffen getestet werden sollen, blieb zunächst offen. Trump begründete die Massnahme in einem Post auf der Plattform Truth Social mit den Testprogrammen anderer Länder. Die letzten Tests dieser Art hatte es in den 1990er Jahren gegeben.
Tests of Burevestnik missile do not fall under category of nuclear tests, Dmitry Peskov said: https://t.co/QquWuk5ntk pic.twitter.com/voC8e80kHO
— TASS (@tassagency_en) October 30, 2025Kremlchef Wladimir Putin hatte ohne Vorlage von Beweisen von nuklear betriebenen Waffen mit grosser Schlagkraft gesprochen. Die Raketen können mit Atomsprengköpfen bestückt werden. Für die Tests setzt Russland aber nicht solche Sprengköpfe ein. Deshalb ist nicht die Rede von Atomtests.
«Bis jetzt war uns nicht bekannt, dass jemand Tests durchführt. Und wenn damit irgendwie der Test des ‹Burewestnik› gemeint ist, dann handelt es sich dabei auf keinen Fall um einen Atomtest. Alle Länder entwickeln ihre Verteidigungssysteme weiter, aber das sind keine Atomtests», stellte Peskow klar.
Zugleich sagte er, dass die USA als souveräner Staat das Recht zu solchen Tests hätten. Er erinnerte an frühere Warnungen Putins, nach denen Russland dann ebenbürtig handeln werde.
Kremlin spokesman Dmitry Peskov has this to say about the Burevestnik nuke-powered missile test (partly in response to Trump's remarks): "There is nothing here that could or should strain relations between Moscow and Washington-- especially since these relations are already at a minimum level."
— Mike Eckel (@mikeeckel.bsky.social) 27. Oktober 2025 um 11:08
[image or embed]Kremlchef Putin hatte 2023 per Gesetz die russische Ratifizierung für das Verbot von Atomwaffentests zurückgezogen. Seither verweist er auf die grundsätzlich mögliche Wiederaufnahme dieser Tests. Das Land arbeitet jedoch bisher trotz seiner Abkehr vom internationalen Atomteststopp-Vertrag weiterhin an der globalen Überwachung des Paktes mit.
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10 Uhr
China will angeblich Öl und Gas aus den USA kaufen
China beabsichtigt nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump den Kauf von Öl und Gas aus den Vereinigten Staaten. China werde einen Prozess zum Kauf von amerikanischer Energie einleiten, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social nach einem Treffen mit Chinas Präsident Xi.
Laut Trump könnte es auf eine grosse Transaktion zu Öl und Gas aus dem US-Bundesstaat Alaska hinauslaufen. Von chinesischer Seite lagen zunächst keine näheren Angaben vor. Laut offizieller Mitteilung hatten sich die beiden Staatschefs geeinigt, ihren Austausch in der Zusammenarbeit Handel und Energie voranzutreiben.
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6.31 Uhr
Trump will mit Xi Einigung zu seltenen Erden erzielt haben
Im Streit um Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten eine Übereinkunft mit Staats- und Parteichef Xi Jinping erzielt. Die Vereinbarung gelte zunächst für ein Jahr, sagte Trump nach dem Treffen.
Donald Trump (l.) und Xi Jinping nach ihrem Treffen am Donnerstag in Südkorea. Bild: Keystone/EPA/Yonhap -
6.22 Uhr
Staatsfernsehen: Xi und Trump beenden Treffen
Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts haben sich Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump getroffen. Die Staatschefs der beiden weltgrössten Volkswirtschaften sprachen sich für ein stabiles bilaterales Verhältnis aus. Trump und Xi trafen sich erstmals seit 2019. Nach chinesischen Angaben dauerte das aktuelle Treffen am Flughafen Busan rund eine Stunde und 40 Minuten.
Erstmals seit sechs Jahren sind sich die Rivalen Donald Trump (l.) und Xi Jinping am Donnerstag in Südkorea persönlich begegnet. Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinBilder zeigten, wie die beiden danach in ihren jeweiligen Konvois abfuhren. Ein Pressestatement war zunächst nicht geplant. Worüber Xi und Trump im Detail sprachen, war daher zunächst noch unklar. Themen dürften Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden, die US-Zölle auf Importe aus der Volksrepublik sowie auch geopolitische Themen gewesen sein, darunter der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Trump hatte vorab angekündigt, einen «Deal» mit China in Südkorea erzielen zu wollen. Nach dem Treffen wurde mit Spannung erwartet, ob und in welchen Punkten beide Seiten zu einer Einigung gelangten.
Vor dem Gespräch lobte Trump sein Gegenüber als grossartigen Anführer und prognostizierte eine «fantastische Beziehung» für eine «lange Zeit». Xi hob Trumps Einsatz für globale Konflikte hervor. Der Chinese erwähnte in seinem deutlich längeren Eingangsstatement Trumps Bemühungen um ein Friedensabkommen zwischen Thailand und Kambodscha sowie dessen Einsatz für eine Feuerpause im Gaza-Krieg.
Parallel machte Xi klar, dass auch China sich um Friedensverhandlungen bemüht habe. China und die USA könnten gemeinsam mehr für ihre Staaten und die ganze Welt beitragen, sagte Xi. Nach dem Treffen mit Xi machte Trump sich auf den Rückweg nach Washington.
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4.03 Uhr
Trotz Handelsstreits zeigen sich Trump und Xi versöhnlich
Angesichts ihres Handels- und Zollstreits haben sich Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump zum Auftakt ihres Treffens in Südkorea versöhnlich gezeigt. Xi sagte in der südkoreanischen Stadt Busan, zwar seien beide Seiten nicht immer einer Meinung und Reibungen zwischen den beiden führenden Volkswirtschaften der Welt ab und an normal. Er sei überzeugt, dass beide Seiten sich helfen könnten, erfolgreich zu sein.
Trump sagte, er gehe davon aus, dass man eine «fantastische Beziehung» für eine «lange Zeit» haben werde. Er lobte Xi als einen grossartigen Führer eines grossartigen Landes. Xi hatte deutlich mehr Redeanteil als Trump.
US-Präsident Donald Trump (l.) und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping schütteln sich vor ihrem Treffen in Südkorea die Hand. (30. Oktober 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinZur Debatte dürften bei dem Treffen Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden, die US-Zölle auf Importe aus der Volksrepublik sowie geopolitische Themen stehen, darunter etwa der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Zuvor hatte am vergangenen Wochenende eine fünfte Verhandlungsrunde im Zoll- und Handelsstreit zwischen Unterhändlern der USA und Chinas den Weg für eine mögliche Einigung geebnet.
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2.53 Uhr
Trump kündigt sofortigen Beginn von Atomwaffentests an
US-Präsident Donald Trump hat den sofortigen Beginn neuer Atomwaffentests angekündigt. Er begründete die Massnahme in einem Post auf der Plattform Truth Social mit den Testprogrammen anderer Länder. Er habe das jüngst in Kriegsministerium umbenannte Verteidigungsministerium angewiesen, Tests «auf gleicher Basis» durchzuführen. Um welche Art von Tests es sich dabei handeln soll, und welche Waffen getestet werden sollen, blieb dabei zunächst völlig offen.
Trunp droht mit der sofortigen Wiederaufnahme von nuklearen Tests. Bild: Screenshot Truth SocialDie Ankündigung des US-Präsidenten kam nur kurz vor einem Treffen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping in Südkorea. China ist auch eine etablierte Atommacht, genauso wie Russland, Grossbritannien und Frankreich.
Insgesamt gibt es aktuell nach einem Bericht des Friedensforschungsinstituts Sipri neun Staaten, die über Atomwaffen verfügen. Neben den bereits genannten Ländern zählen dazu auch Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel. Mehr zu Trumps Drohung hier.
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1.03 Uhr
Hegseth: Vier Tote bei neuem US-Angriff im Pazifik
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im östlichen Pazifik einen weiteren tödlichen Angriff auf ein angeblich mit Drogen beladenes Boot durchgeführt. Vier Menschen seien dabei am Mittwoch (Ortszeit) getötet worden, schrieb Pentagon-Chef Pete Hegseth auf der Plattform X. Der Angriff erfolgte demnach in internationalen Gewässern.
Earlier today, at the direction of President Trump, the Department of War carried out a lethal kinetic strike on yet another narco-trafficking vessel operated by a Designated Terrorist Organization (DTO) in the Eastern Pacific.
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) October 29, 2025
This vessel, like all the others, was known by our… pic.twitter.com/mBOLA5RYQe«Die westliche Hemisphäre ist kein sicherer Hafen mehr für Drogenterroristen, die Drogen an unsere Küsten bringen, um Amerikaner zu vergiften», betonte der US-Verteidigungsminister, der sich inzwischen Kriegsminister nennt. Erst am Dienstag hatte er für Aussehen gesorgt, als er gleich drei Attacken auf Boote im Pazifik verkündete – mit insgesamt 14 Toten.
US-Streitkräfte greifen seit Wochen immer wieder angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik und im Pazifik an. Dutzende Menschen sollen dabei bereits getötet worden sein – mutmassliche Drogenschmuggler, die die US-Regierung «Terroristen» nennt. Das Vorgehen sorgt für viel Kritik. UN-Menschenrechtsexperten sehen darin Verstösse gegen das Völkerrecht.
Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres sagte jüngst in New York, man sei «sehr besorgt über die zunehmenden militärischen Aktivitäten auf offener See». Es sei wichtig, eine weitere Eskalation zu vermeiden und Konflikte auf diplomatischem Weg zu lösen. «Jedes Mal, wenn jemand getötet wird, muss Rechenschaft abgelegt werden», betonte er.
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Donnerstag, 30. Oktober 2025, 0.05 Uhr
Trump genehmigt Südkorea Bau von atomgetriebenen U-Booten
Die USA als wichtigster Verbündeter und Schutzmacht Südkoreas wollen dem asiatischen Land den Bau von atomgetriebenen U-Booten gestatten. Produziert werden solle in Philadelphia in den Vereinigten Staaten, schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Das Militärbündnis sei «stärker denn je», weswegen er eine entsprechende Genehmigung erteilt habe.
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hatte bei seinem Treffen mit Trump am Mittwoch um Brennstoffe für nukleargetriebene U-Boote gebeten. Nach Angaben des nationalen Sicherheitsberaters Südkoreas, Wi Sung Lac, hat Trump dem grundsätzlich zugestimmt, jedoch weitergehende Gespräche gefordert. Der Export solcher Brennstoffe ist politisch heikel, da für atomgetriebene U-Boote oftmals hochangereichertes Uran verwendet wird – also jenes Material, das auch für Atombomben genutzt werden kann. Der Vorteil von nuklear angetriebenen im Vergleich zu herkömmlichen U-Booten liegt darin, dass diese bis zu mehrere Monate lang unter Wasser bleiben können.
US-Präsident Donald Trump (l.), zusammen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung abgebildet, trägt sich am Mittwoch vor dem APEC-Gipfel in Südkorea in das Gästebuch des Nationalmuseums von Gyeongju ein. Bild: Keystone/EPA/South Korea Presidential Press OfficeFür die Atommacht USA ist Südkorea neben Japan strategisch von grosser Bedeutung. Die beiden Länder sollen ein Gegengewicht zu China bilden. Erst am Dienstag hatte Trump auf seiner Asienreise angekündigt, die Verteidigungs- und Wirtschaftskooperation mit Japan auszubauen.
Trump bestätigte nun ferner, dass Südkorea 350 Milliarden US-Dollar «zahlen» wolle, damit die USA ihren Zollsatz für südkoreanische Importe reduzieren. Laut südkoreanischer Seite sollten dabei 200 Milliarden Dollar in bar an die USA gezahlt und der Rest in gemeinsame Projekte in der Schiffbauindustrie investiert werden. Trump hingegen verwies auf weitere Investments grosser Unternehmen und Geschäftsleute aus dem asiatischen Land in Höhe von gut 600 Milliarden Dollar.
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23.30 Uhr
Trump «freut sich sehr» auf Treffen mit XI Jinping
Wenige Stunden vor seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping im südkoreanischen Busan hat US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: «Ich freue mich sehr auf mein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi».
Bei der Zusammenkunft der Staatsoberhäupter der beiden grössten Volkswirtschaften wird mit Spannung erwartet, ob es zu einem Durchbruch im laufenden Handels- und Zollstreit kommt. Trump hatte mehrmals in Aussicht gestellt, einen Deal mit China erreichen zu können.
Es ist das erste Treffen von ihm und Xi seit 2019. Damals hatte Trump als US-Präsident in seiner ersten Amtszeit Xi im japanischen Osaka während des G20-Gipfels getroffen.
US-Präsident Donald Trump und sein Amtskollege Xi Jinping bei ihrem letzten Treffen in Osaka. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Susan Walsh -
23.13 Uhr
Colorado reicht Klage gegen Verlegung von US-Raumfahrtkommando ein
Der US-Bundesstaat Colorado hat Klage gegen die Verlegung des US-Raumfahrtkommandos nach Alabama eingereicht. Die Verlegung sei illegal und habe damit zu tun, dass Präsident Donald Trump Colorado für das örtliche Briefwahlsystem bestrafen wolle, hiess es in der Klage. Die Generalstaatsanwaltschaft will damit erreichen, dass ein Gericht die Verlegung als verfassungswidrig einstuft.
Der damalige US-Präsident Joe Biden hatte 2023 bekanntgegeben, dass das Raumfahrtkommando (Englisch: Space Command) dauerhaft in Colorado Springs in Colorado beheimatet sein werde, nachdem die Stadt bereits als temporäres Hauptquartier gedient hatte.
Im September sagte Trump, das Briefwahlsystem von Colorado sei ein «grosser Faktor» bei der Entscheidung zur Verlegung der Zentrale nach Huntsville im US-Bundesstaat Alabama gewesen. «Das Problem mit Colorado ist, dass sie ein sehr korruptes Wahlsystem haben», sagte Trump.
Zu den Aufgaben des Space Command gehören eine satellitenbasierte Navigation und Kommunikation mit Soldaten. Zudem soll es vor Raketenstarts warnen.Der Generalstaatsanwalt von Alabama, Steve Marshall, teilte mit, sein Staat werde die Verlegung vor Gericht verteidigen. Der Republikaner Trump hat in Alabama viele Unterstützerinnen und Unterstützer.
«Das Problem mit Colorado ist, dass sie ein sehr korruptes Wahlsystem haben»: US-Präsident Donald Trump. Bild: Keystone -
22.22 Uhr
Venezuela gibt Zerstörung von Drogenhändler-Camps bekannt
Die venezolanische Armee hat nach eigenen Angaben zwei Camps bewaffneter Drogenhändler im Süden des Landes zerstört. Die Armee habe die beiden von sogenannten Tancol-Gruppen aus Kolumbien genutzten Lager in der Amazonas-Region zerstört, erklärte der venezolanische General Domingo Hernández Larez im Onlinedienst Telegram. Beschlagnahmt worden seien neben Material wie Munition, schusssicheren Westen und Funkgeräten auch Schriftstücke der kolumbianischen Guerrilla-Organisation ELN.
Mit «Tancol» kürzen die venezolanischen Behörden den Ausdruck «bewaffnete kolumbianische Narco-Terroristen» ab. Die Drogenhändler, deren Lager nun zerstört worden seien, seien ins Staatsgebiet Venezuelas «eingedrungen», erklärte General Hernández Larez weiter. Venezuela kämpfe «Tag für Tag» gegen internationale Drogenhändler, die sein Staatsgebiet für «räuberische Zwecke» nützten.
Venezuela hatte in den vergangenen Wochen öffentlichkeitswirksamer als bisher auf Einsätze gegen Drogenhändler im Land hingewiesen. Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen mit den USA.
Washington hatte zuletzt insgesamt 14 Angriffe auf angebliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik bekanntgegeben, bei denen insgesamt 58 Menschen getötet wurden. US-Präsident Donald Trump hat auch Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA gegen Drogenhändler in Venezuela ins Spiel gebracht. Trump wirft dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro vor, Drogenbanden zu kontrollieren. Venezuela warnt seinerseits vor einer US-Invasion in dem südamerikanischen Land.
Mit Blick auf die angespannte Lage mit den USA geht Venezuela verstärkt gegen Drogenbanden vor. Bild: Keystone/Jesus Vargas -
19.03 Uhr
US-Notenbank Fed senkt Leitzins erneut
Update 19.19 Uhr: Aus Sorge um den Arbeitsmarkt senkt die US-Notenbank zum zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins. Sie reduzierte das Zinsniveau um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington mitteilte. Eine breite Mehrheit von Volkswirten hatte diesen Schritt erwartet. Die vehementen Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen dürften eine Rolle gespielt haben.
Die US-Notenbank Federal Reserve hat erneut den Leitzins gesenkt. (Archivfoto) Bild: KeystoneZwar war die Inflation im September auf 3,0 Prozent gestiegen und liegt damit deutlich über dem mittelfristigen Inflationsziel der Fed von 2,0 Prozent. Das spräche an sich gegen eine Zinssenkung. Allerdings hatten Experten einen noch stärkeren Zuwachs befürchtet, sodass die Sorgen um den US-Arbeitsmarkt wohl schwerer wiegen als die Inflationsproblematik.
Beim vergangenen Entscheid hatte die Fed ihre Zinssenkung mit dem schwachen Arbeitsmarkt begründet. Seither fehlten allerdings wichtige Konjunkturdaten, die infolge des andauernden Shutdowns in den USA nicht oder nur verspätet veröffentlicht wurden. Ein Ende der Haushaltssperre ist bislang nicht in Sicht.
Von den zwölf stimmberechtigten Mitgliedern votierten zehn für eine Senkung um einen Zinsschritt. Zur Überraschung befürwortete das Mitglied Jeffrey Schmid von der regionalen Fed aus Kansas City die Beibehaltung der bisherigen Spanne. Der Trump-Vertraute Stephen Miran sprach sich dagegen erneut für eine grössere Senkung aus – ganz nach dem Wunsch des Präsidenten.
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17.46 Uhr
Trump triff Xi um 3 Uhr
Im laufenden Handels- und Zollstreit treffen sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping an diesem Donnerstag im südkoreanischen Gyeongju. Die Staatsoberhäupter der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt werden sich in der Nacht um 3.00 Uhr Schweizer Zeit (11 Uhr Ortszeit) treffen, wie das Weisse Haus ankündigte. Es ist das erste Treffen der beiden Regierungsoberhäupter seit 2019.
Die beiden Staatschefs dürften unter anderem über US-Zölle auf chinesische Importe und Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden sprechen. Zudem dürfte Trump von China Einsatz für den Kampf gegen das Opioid Fentanyl einfordern, das in den USA zu vielen Drogentoten führt. Und er wird voraussichtlich chinesische Käufe von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten thematisieren, die zuletzt ausgeblieben waren. Trump hatte mehrfach in Aussicht gestellt, einen Deal mit China erreichen zu wollen.
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11.05 Uhr
China bestätigt Treffen zwischen Trump und Xi
China hat das geplante Treffen zwischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Südkorea bestätigt. Die beiden werden morgen in der südlichen Stadt Busan sprechen, um sich über Themen von beiderseitigem Interesse auszutauschen, wie das Aussenministerium in Peking erklärte.
Laut Behördensprecher Guo Jiakun spielt die Diplomatie zwischen den beiden Staatsoberhäuptern eine strategische Rolle in den US-China-Beziehungen. Peking sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten, um positive Ergebnisse in dem Treffen zu erzielen und der stabilen Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt neuen Schwung zu verleihen, sagte Guo.
Auch Trump hatte die Begegnung mit Xi bereits angekündigt. Sie findet am Rande des im unweit entfernten Gyeongju tagenden Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) statt, deren Vorsitz China im kommenden Jahr übernehmen wird.
Worüber Xi und Trump konkret sprechen, teilte das chinesische Aussenamt nicht mit. Auf der Liste der Themen dürften jedoch unter anderem die US-Zölle gegen chinesische Importe und Chinas Exportkontrollen gegen wichtige Rohstoffe stehen.
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10 Uhr
Südkorea bittet Trump um Brennstoff für Atom-U-Boote
Der südkoreanische Staatschef Lee Jae Myung hat US-Präsident Donald Trump um Brennstoff für die Entwicklung von U-Booten mit Atomantrieb gebeten.
Bei einem Treffen mit dem Republikaner sagte Lee heute, Südkorea wolle keine atomar bewaffneten U-Boote, benötige aber konventionell bewaffnete Tauchboote mit Atomantrieb, die in der Lage seien, lange Zeit unter Wasser zu bleiben. Die südkoreanischen Diesel-U-Boote seien nur eingeschränkt fähig, nordkoreanische oder chinesische U-Boote zu verfolgen.
Lee Jae Myung (rechts) hat Donald Trump den höchsten Verdienstorden des Landes – den sogenannten Mugunghwa-Orden – verliehen. Er sei der erste US-Präsident, der diese Auszeichnung erhält. Zudem bekam er eine goldene Krone geschenkt. KEYSTONEMit atomar betriebenen U-Booten könne Südkorea Verteidigungsoperationen in den östlichen und westlichen Gewässern um die Koreanische Halbinsel abhalten und dadurch die Belastung der US-Truppen erheblich verringern, versuchte Lee seinem Gesprächspartner den Vorschlag schmackhaft zu machen.
Südkoreas Zugang zu entsprechenden Brennstoffen ist durch ein bilaterales Abkommen mit den USA wegen Sorgen über die Weiterverbreitung von Technologien zur Herstellung von Atomwaffen strikt begrenzt.
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9 Uhr
Mann in Florida wegen Mordes hingerichtet
Ein Mann aus Florida ist wegen der Vergewaltigung und Ermordung seiner Nachbarin hingerichtet worden. Es war die inzwischen 15. Hinrichtung in dem US-Bundesstaat in diesem Jahr – ein Rekord.
Norman Mearle Grim Jr. wurde gestern Agabend um 18.14 Uhr Ortszeit für tot erklärt, nachdem ihm im Florida State Prison bei Starke eine tödliche Injektion verabreicht worden war, wie ein Sprecher des republikanischen Gouverneurs Ron DeSantis mitteilte.
Der 65-Jährige war wegen der sexuellen Nötigung und der Ermordung seiner Nachbarin verurteilt worden. Die Frau war im Juli 1998 als vermisst gemeldet worden; ein Fischer fand ihre schwer misshandelte Leiche im Wasser nahe der Pensacola-Bay-Bridge.
Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe durch den Obersten Gerichtshof der USA im Jahr 1976 hatte Florida zuvor höchstens acht Menschen pro Jahr hingerichtet. Kein anderer US-Bundesstaat hat in diesem Jahr mehr Hinrichtungen vollstreckt; Texas und Alabama folgten mit jeweils fünf.
In diesem Jahr sind in den USA bislang 40 Menschen hingerichtet worden; mindestens 18 weitere Hinrichtungen sind für den Rest des Jahres 2025 und das kommende Jahr geplant.
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6.12 Uhr
Trump: Dritte Amtszeit ist mir nicht erlaubt
US-Präsident Donald Trump hat klargestellt, dass ihm aufgrund der Gesetzeslage keine dritte Amtszeit im Weissen Haus möglich ist. Während seiner Asien-Reise sagte Trump auf Nachfrage von Journalisten, dass ihm eine weitere Amtszeit nicht erlaubt sei. «Das ist bedauerlich», sagte der Republikaner. Nach allem, was er lese, sei das «ziemlich klar». Präsidenten sind laut US-Verfassung höchstens zwei Amtszeiten erlaubt.
US-Präsident Donald Trump im Gespräch mit Journalisten an Bord der Air Force One zwischen Japan und Südkorea. (29. Oktober 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinEinige Verbündete des US-Präsidenten hatten zuletzt von Plänen für eine dritte Amtszeit Trumps gesprochen. Erst am Montag hatte auch Trump erneut erkennen lassen, dass er einer dritten Präsidentschaft nicht ganz abgeneigt wäre. «Ich würde es gern machen», sagte er. Der 79-Jährige macht schon länger solche Anspielungen. Womöglich wollte er damit zuletzt aber auch nur provozieren und sich die daraus entstehende Debatte zunutze machen.
In den USA gibt es zum Beispiel auch Kappen mit der Aufschrift «Trump 2028» zu kaufen. Diese bei manchen seiner Anhänger beliebten Kappen suggerieren, dass Trump bei der Präsidentenwahl 2028 erneut kandidieren wird.
Am Dienstag hatte sich auch der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, in die Debatte eingeschaltet. Er habe zwar mit dem Präsidenten gesprochen, sehe aber «keinen Weg» für dessen erneute Kandidatur bei der nächsten Wahl 2028, sagte der Trump-Vertraute vor Journalisten. Grund dafür ist der 22. Zusatz der US-Verfassung, nach dem niemand mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf. Johnson sagte, eine Änderung der Verfassung samt Ratifizierung durch alle Bundesstaaten würde «etwa zehn Jahre» dauern.
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4.57 Uhr
Vor Treffen mit Xi: Trump bringt Zollsenkung ins Spiel
US-Präsident Donald Trump hat vor einem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping eine mögliche Zollsenkung ins Spiel gebracht. Der Republikaner sagte auf die Frage von Journalisten, ob er bereit wäre, Zölle auf Waren aus China zu senken, die als Druckmittel im Kampf gegen die Fentanyl-Krise eingeführt worden waren: «Ich erwarte, dass wir sie senken werden.» Trump nannte aber keinen Zeitplan und machte keine näheren Angaben dazu.
Er gehe davon aus, dass China helfen werde, das Fentanyl-Problem zu lösen, sagte Trump. Zuvor hatte das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass China sich zu strengeren Exportkontrollen für Chemikalien verpflichten könnte, aus denen die Droge Fentanyl hergestellt wird.
Trump warf China in der Vergangenheit immer wieder vor, für die Fentanyl-Krise in den USA mitverantwortlich zu sein. Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das schnell abhängig macht. Fentanyl ist bis zu 50 Mal stärker als Heroin. Schon wenige Milligramm Fentanyl können US-Angaben zufolge tödlich sein. Im Februar hatte Trumps Regierung mit der Fentanyl-Krise als Begründung zusätzliche Einfuhrgebühren auf den Import chinesischer Produkte verhängt.
US-Präsident Donald Trump nach der Landung in der südkoreanischen Hafenstadt Busan. (29. Oktober 2025) Bild: Keystone/EPA/YonhapAm Donnerstag will Trump Xi in Südkorea treffen. Es wird erwartet, dass die Staatschefs über den zähen Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern sprechen werden. Trump ist auf einer mehrtägigen Asien-Reise unterwegs und am Mittwoch in Südkorea gelandet, um an einem Apec-Wirtschaftsgipfel in der Stadt Gyeongju teilzunehmen.
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2.17 Uhr
Shutdown: US-Airlines spenden offenbar Essen an Flughafenmitarbeiter
Mehrere US-Fluggesellschaften haben laut Medienberichten kostenlos Essen an Flughafenmitarbeiter ausgegeben, die wegen des andauernden Shutdowns unbezahlt arbeiten müssen. Unter anderem hätten die Airlines United, Delta und JetBlue an ausgewählten Flughäfen Mahlzeiten für Betroffene organisiert, berichteten der US-Sender CBS News und das Magazin «People» unter Berufung auf die jeweiligen Unternehmen.
Nach JetBlue-Angaben sollen mit der Aktion Angestellte der US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA, Zoll- und Grenzschutzbeamte sowie das Personal der US-Luftfahrtbehörde FAA unterstützt werden. United verwies darauf, dass an den Drehkreuzen wie Chicago, Los Angeles, San Francisco und Washington Mahlzeiten an Flughafenmitarbeiter ausgegeben wurden.
Vom Shutdown betroffene Mitarbeitende der US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA am Flughafen in Oakland (Kalifornien) mit Eiern, die eine Gassenküche geliefert hat. Bild: Keystone/Brontë Wittpenn/San Francisco Chronicle via APWegen der aktuellen Haushaltssperre in den USA wurden viele Mitarbeiter zwangsbeurlaubt oder arbeiten zunächst unbezahlt weiter. Am Dienstag hatten den Berichten zufolge viele Angestellte des Bundes wegen des seit rund vier Wochen andauernden Shutdowns einen ersten Gehaltsausfall.
Grund für den Shutdown ist der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern im Kongress, weswegen nach wie vor kein Etat für die Finanzierung von staatlichen Behörden und Institutionen steht.
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2.10 Uhr
AP: Weisses Haus wollte Einsatz scharfer Bomben bei Militärshow
Nach Angaben von Insiderquellen hat das Weisse Haus die US-Marine gedrängt, bei einer Militärvorführung echte 900-Kilogramm-Bomben anstatt Übungsbomben einzusetzen. Das berichteten zwei mit den Planungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur AP. Eine der Quellen sagte, Vertreter des Weissen Hauses hätten darauf bestanden, dass US-Präsident Donald Trump bei der Show am 5. Oktober echte «Explosionen sehen müsse» – und nicht nur kleinere Effekte.
Titans of the Sea ⚓️ 🌊
— U.S. Navy (@USNavy) October 6, 2025
"To be a super power, one must be a sea power," @SECNAV John C. Phelan.
From the flight deck of USS George H. W. Bush (CVN 77), America’s Navy showcased its might during the Titans of the Sea Presidential Review - a sweeping display of power, precision,… pic.twitter.com/2SJGUQt1pAUrsprünglich war für die «Titans of the Sea Presidential Review» vorgesehen, dass die Marine Attrappen einsetzen würde, wie eine dritte mit den Planungen vertraute Person mitteilte. Das Weisse Haus bestritt eine solche Änderung. Vizepressesprecherin Anna Kelly erklärte: «Die Organisatoren hatten von Anfang an den Einsatz scharfer Munition vorgesehen, wie es bei Trainingseinheiten üblich ist.»
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump bei der Militärshow auf dem Kriegsschiff USS George H.W. Bush. (5. Oktober 2025) Bild: Keystone/P Photo/Alex Brandon)Normalerweise setzen die US-Streitkräfte bei Übungen Dummys ohne Sprengstoff oder Zünder ein. Sie sind günstiger und sicherer als scharfe Waffen. Militärvertreter argumentieren jedoch häufig, dass der Einsatz echter Munition auch bei Jubiläumsveranstaltungen einen Trainingszweck erfüllen könne. Die Marine lehnte eine Stellungnahme zunächst ab. Die Umstellung auf scharfe Munition erforderte den Gewährspersonen zufolge umfangreiche Sicherheitsanpassungen für die Vorführung in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia. Das Weisse Haus hielt an dem Ereignis fest, obwohl der US-Regierungsbetrieb zu diesem Zeitpunkt aufgrund des Shutdowns weitgehend eingeschränkt war.
Die Regierung steht bereits wegen einer weiteren Vorführung auf dem Stützpunkt Camp Pendleton am 18. Oktober unter Druck. Durch einen Fehlschuss wurden Splitter auf eine Autobahn in Südkalifornien geschleudert und trafen zwei Fahrzeuge der Highway Patrol. Verletzt wurde niemand. An der Vorführung zu Ehren des 250-jährigen Bestehens des Marine Corps nahmen Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth teil.
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Mittwoch, 29. Oktober 2025, 0.47 Uhr
Vor Trumps Südkorea-Besuch: Nordkorea testet Raketen
Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge mehrere tieffliegende Marschflugkörper getestet. Laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA wurden die Flugkörper am Dienstag (Ortszeit) erfolgreich über dem Gelben Meer westlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert. Das südkoreanische Militär äusserte sich bislang nicht zu den nordkoreanischen Angaben.
Ein vom nordkoreanischen Regime zur Verfügung gestelltes Bild soll einen Test eines tieffliegenden Marschflugkörpers am 28. Oktober 2025 zeigen. Bild: Keystone/Korean Central News Agency/Korea News Service via APDer Waffentest erfolgte kurz vor dem Südkorea-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte zuletzt wiederholt behauptet, offen für ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu sein. Trump will heute sich heute unter anderem mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung treffen.
Trump spielte den Raketentest herunter. «Er (Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un) feuert seit Jahrzehnten Raketen ab, oder nicht?», sagte der US-Präsident. Er bekräftigte, dass er sich zu einem späteren Zeitpunkt auch mit Kim Jong Un treffen wolle. «Wir hatten ein wirklich gutes Verständnis füreinander», sagte er.
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22.17 Uhr
Shutdown: US-Regierung darf Personal nicht entlassen
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump darf während der andauernden Haushaltssperre in den USA bis auf weiteres keine Regierungsmitarbeiter feuern. Die kalifornische Bundesrichterin Susan Illston erliess am Dienstag (Ortszeit) eine einstweilige Verfügung, die der Regierung vorläufig weitere Entlassungen im Zuge des Shutdowns untersagt. Die Anordnung gilt bis zu einer Entscheidung im Hauptverfahren, wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht.
Bereits zuvor hatte Illston die Regierung daran gehindert, einen dauerhaften Stellenabbau im öffentlichen Dienst voranzutreiben. In einem Rechtsstaat dürfe man so etwas nicht machen, sagte sie laut anwesenden US-Reportern in einer Anhörung. Die Regierung scheine die Situation im Haushaltsstreit auszunutzen, um davon auszugehen, dass alle Regeln ausser Kraft gesetzt seien.
Der Shutdown in den USA dauert seit vier Wochen an, ein Ende ist nicht in Sicht. Weil sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress nicht auf einen Bundeshaushalt einigen können, fehlt die Grundlage für die weitere Finanzierung. Dadurch mussten viele staatliche Behörden und Institutionen schliessen oder ihre Arbeit stark einschränken.
Freiwillige einer Gassenküche in Phoenix (Arizona) laden Lebensmittel in Autos von Menschen, die vom Shutdown betroffen sind. (28. Oktober 2025) Bild: Keystone/(AP Photo/Ross D. Franklin -
22.11 Uhr
Johnson sieht «keinen Weg» für dritte Amtszeit Trumps
Der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sieht keine Möglichkeit für eine dritte Amtszeit von Präsident Donald Trump. Johnson habe zwar mit dem Präsidenten gesprochen, sehe aber «keinen Weg» für dessen erneute Kandidatur bei der nächsten Wahl 2028, sagte der Trump-Vertraute vor Journalisten. Grund dafür ist der 22. Zusatz der US-Verfassung, nach dem niemand mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf. Johnson sagte, eine Änderung der Verfassung samt Ratifizierung durch alle Bundesstaaten würde «etwa zehn Jahre» dauern.
Erst am Montag hatte Trump deutlich gemacht, dass er einer dritten Präsidentschaft nicht ganz abgeneigt wäre. «Ich würde es gern machen», sagte er. Trump macht aber schon länger solche Anspielungen. So gibt es etwa Kappen mit der Aufschrift «Trump 2028» zu kaufen. Beobachter in den USA fragen sich, ob daraus Ernst werden könnte.
Der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson (r.), mit US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus. (22. Juli 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree NikhinsonFür eine Verfassungsänderung wäre eine Mehrheit von jeweils zwei Dritteln im Repräsentantenhaus und im Senat notwendig – sowie die Zustimmung von drei Viertel der Regierungen in den Bundesstaaten. Einige Verbündete Trumps brachten deswegen eine Kandidatur als Vizepräsident ins Gespräch – mit der Idee, dass der gewählte Präsident dann abtreten und sein Amt Trump überlassen würde. Zu einer Bewerbung als Vizepräsident sagte der Republikaner selbst: «Es wäre nicht richtig.»
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15.13 Uhr
Hegseth meldet weitere US-Angriffe auf Boote mit mutmasslichen Drogen
Das US-Militär hat im östlichen Pazifik Boote mit mutmasslichen Drogenlieferungen angegriffen und dabei 14 Menschen getötet. Ein Mensch habe bei den drei Angriffen vom Montag überlebt, teilte Pentagon-Chef Pete Hegseth am Dienstag in den sozialen Medien weiter mit. Mexikanische Such- und Rettungskräfte kümmerten sich um die überlebende Person, hiess es. Ob diese dann an die USA übergeben würde, teilte Hegseth nicht mit.
Hegseth veröffentlichte Aufnahmen der Angriffe im Internet. Darauf sind zwei Boote zu sehen, die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Eines der Boote hat dem Anschein nach eine grosse Anzahl Pakete oder Päckchen geladen. Beide Boote explodieren und gehen in Flammen auf. Der dritte US-Angriff galt mutmasslich zwei Booten, die Seite an Seite im Wasser standen. Diese Boote schienen grösstenteils leer zu sein. Im Vorfeld einer Explosion waren mindestens zwei Personen zu sehen.
Yesterday, at the direction of President Trump, the Department of War carried out three lethal kinetic strikes on four vessels operated by Designated Terrorist Organizations (DTO) trafficking narcotics in the Eastern Pacific.
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) October 28, 2025
The four vessels were known by our intelligence… pic.twitter.com/UhoFlZ3jPGDie USA haben seit September wiederholt solche Angriffe ausgeführt. Die Mitteilung vom Dienstag war das erste Mal, dass mehrere solcher Angriffe innerhalb eines Tages gemeldet wurden.
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9.50 Uhr
Trump berichtet von MRT-Untersuchung – «Es war perfekt»
US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben einer MRT-Untersuchung unterzogen. «Ich habe es getan, ich habe ein MRT bekommen. Es war perfekt», sagte Trump am Montag (Ortszeit) an Bord seiner Regierungsmaschine Air Force One auf dem Weg nach Japan.
Der Arzt habe ihm gesagt, die Ergebnisse seien «einige der besten für dieses Alter, die sie je gesehen hätten», fügte Trump hinzu. MRT ist die Abkürzung für eine Magnetresonanztomografie. Sie liefert Aufnahmen des Körperinneren zur Diagnostik etwa von Gelenkschäden, Herzinfarkten oder Tumoren.
Die Untersuchung fand nach Angaben des 79-Jährigen vor etwa zwei Wochen im Rahmen eines umfassenden Gesundheitschecks im Militärkrankenhaus Walter Reed nahe der Hauptstadt Washington statt. Den Grund dafür nannte Trump nicht. Sein Leibarzt Sean Barbabella hatte ihm nach der Untersuchung eine «exzellente Gesundheit» bescheinigt.
US-Präsident Donald Trump verlässt die Bühne, nachdem er am Dienstag, den 28. Oktober 2025, mit Militärangehörigen an Bord der USS George Washington gesprochen hat, einem Flugzeugträger, der an einem US-Marinestützpunkt in Yokosuka südlich von Tokio vor Anker liegt. Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinIn den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand gegeben, als Aufnahmen von − teils offenbar überschminkten − Blutergüssen an seinen Händen und geschwollen wirkenden Beinen im Netz die Runde machten. Trump erklärte die Blutergüsse mit häufigem Händeschütteln, seine Sprecherin Karoline Leavitt nannte zusätzlich auch noch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten als Ursache.
Im Juli teilte das Weisse Haus mit, Trump leide an chronischer Veneninsuffizienz – einer ungefährlichen Erkrankung der Beinvenen, die vor allem bei älteren Menschen vorkommt.
In den USA gehört es zu den Eigenheiten des Politikbetriebs, dass Präsidenten regelmässig öffentlich Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben − nicht, weil es gesetzlich vorgeschrieben wäre, sondern weil es sich im Laufe der Jahre zu einem Ritual entwickelt hat, dem sich kaum ein Amtsinhaber entziehen kann.
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4.18 Uhr
Japans Regierungschefin will Trump für Friedensnobelpreis nominieren
Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi will US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominieren. Das teilte das Weisse Haus nach dem Treffen der beiden am Dienstag in Tokio mit. In den vergangenen Monaten haben mehrere Staats- und Regierungschefs Trump bereits in dieser Angelegenheit unterstützt oder ihre Unterstützung angekündigt. Am Montag hatte auch der kambodschanische Ministerpräsident Hun Manet Trump für den Nobelpreis nominiert.
Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi (r.) und US-Präsident Donald Trump am Dienstag im Palast Akasaka in Tokio. Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinDer Präsident erhielt den Friedensnobelpreis in diesem Jahr nicht. Er wies jedoch darauf hin, dass das Preis-Komitee seine Entscheidung traf, bevor er an der Vermittlung einer Waffenruhe zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen beteiligt war.
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4.09 Uhr
Trump: Takaichi als Japans erste Regierungschefin «eine grosse Sache»
US-Präsident Donald Trump hat Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi bei einem Zusammentreffen in Tokio überschwänglich begrüsst. «Sie werden fantastische Arbeit leisten, und wir werden eine fantastische Beziehung haben», sagte Trump. Er betonte, dass er alles tun werde, um Japan zu unterstützen:«Wir werden zur Stelle sein.» Trump hob zudem hervor, dass Takaichi die erste Frau in diesem Amt ist, und sagte: «Das ist eine grosse Sache.» Und weiter: «Sie werden eine der grossen Ministerpräsidentinnen sein.»
Bei ihrem Treffen am Dienstag schüttelten Trump und Takaichi die Hände. «Das ist ein sehr fester Händedruck», lobte Trump. Beide unterzeichneten ein Abkommen für ein «goldenes Zeitalter» ihrer Allianz. Das Dokument umfasste weniger als eine Seite und bestätigte den zuvor festgelegten Rahmen des Abkommens: Die USA wollen importierte Waren aus Japan mit Zöllen in Höhe von 15 Prozent besteuern. Zudem wurde ein Fonds von 550 Milliarden US-Dollar eingerichtet, mit dem Japan in die USA investieren kann.
Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi (r.) macht es wie die meisten Staatschefs: Sie umgarnt US-Präsident Donald Trump bei seinem Besuch in Tokio am Dienstag. Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinTakaichi erwähnte während des Treffens auch den ehemaligen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe – ihren konservativen Mentor, der während Trumps erster Amtszeit eine enge Verbindung zu ihm aufgebaut hatte. «Tatsächlich hat mir Ministerpräsident Abe oft von Ihrer dynamischen Diplomatie erzählt», sagte sie zu Trump. Der US-Präsident bezeichnete Abe als engen Freund, der «so gut» von Takaichi gesprochen habe. Abe wurde am 8. Juli 2022 während einer Wahlkampfveranstaltung ermordet.
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4.04 Uhr
Japan schenkt Trump 250 Kirschbäume für Washington
US-Präsident Donald Trump bekommt von Japan ein aussergewöhnliches Geschenk für sein Land: Man werde der Hauptstadt Washington 250 Kirschbäume stiften, kündigte Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi bei einem gemeinsamen Treffen in Tokio mit Blick auf den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA im nächsten Jahr an.
Kirschbäume sind ein beliebtes Foto-Motiv in Washington, es gibt auch viele Souvenirs mit der Kirschblüte – während der Blütezeit taucht die Stadt in ein Meer aus Rosa und Weiss. Nach US-Angaben hatte Japan der US-Hauptstadt bereits vor mehr als 100 Jahren Tausende Kirschbäume geschenkt. Das Feiern der Kirschblüte ist in Japan eine jahrhundertealte Tradition.
Durch blühende Kirschbäume ist das Thomas-Jefferson-Denkmal in Washington zu sehen. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Rahmat Gul -
3.56 Uhr
Gegengewicht zu China: Japan und USA stärken Allianz
Die USA und Japan wollen bei der Förderung, Verarbeitung und Lieferung seltener Erden künftig verstärkt zusammenarbeiten. Ziel sei es, «die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Lieferketten für kritische Mineralien und seltene Erden zu gewährleisten», heisst es in einem von US-Präsident Donald Trump und Japans neuer Regierungschefin Sanae Trump in Tokio unterzeichneten Abkommen.
Hintergrund ist das Quasi-Monopol des gemeinsamen Rivalen China. Im Handelsstreit mit den USA hat Peking seltene Erden und daraus gefertigte Magnete mit Ausfuhrkontrollen belegt. Am Donnerstag will sich Trump mit Chinas Präsidenten Xi Jinping in Südkorea am Rande des Wirtschaftsgipfels der Apec-Staaten treffen, um über den bilateralen Handelskonflikt zu sprechen.
US-Präsident Donald Trump (l.) und Japans Premierministerin Sanae Takaichi am Dienstag in Tokio mit dem von ihnen unterzeichneten Abkommen. Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinIn der Apec-Gruppe arbeiten 21 Staaten rund um den Pazifik zusammen. Dazu gehören neben den USA auch China, Russland, Japan und Südkorea. Sie wollen durch den Abbau von Handelsbarrieren das Wirtschaftswachstum stärken.
Trump nutzt seine Reise durch mehrere Länder Asiens, um diverse Vereinbarungen zu seltenen Erden zu schliessen. Durch den Ausbau der Kooperationen will die US-Regierung die Abhängigkeit von China reduzieren. Auch für das Hightechland Japan sind seltene Erden von entscheidender Bedeutung. Die Metalle werden etwa für die Herstellung von Smartphones, Windkraftanlagen, Elektroautos sowie von Rüstungsgütern gebraucht.
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Dienstag, 28. Oktober 2025, 2.45 Uhr
Japan will «goldenes Zeitalter» mit USA
Die USA und Japan wollen ihre Sicherheitsallianz weiter stärken. Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi sagte zum Auftakt eines Gipfeltreffens mit US-Präsident Donald Trump in Tokio, sie wolle «ein neues goldenes Zeitalter der japanisch-amerikanischen Allianz verwirklichen.» Ihre beiden Staaten hätten «das stärkste Bündnis der Welt aufgebaut». Gemeinsam sei Japan bereit, einen Beitrag zu Frieden und Stabilität zu leisten, sagte sie.
Trump hob anerkennend hervor, dass Japan unter Takaichis Führung die militärischen Kapazitäten «ganz erheblich» erhöhe. Die USA hätten von Japan bereits Bestellungen «für eine sehr grosse Menge neuer militärischer Ausrüstung erhalten», sagte Trump. Takaichi hatte kürzlich zum Auftakt ihrer Amtszeit angekündigt, den Verteidigungsetat bis März auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Damit würde dieses Ziel zwei Jahre früher erreicht als bislang geplant. Das Sicherheitsbündnis mit Japans Schutzmacht USA bezeichnete sie als «Eckpfeiler» ihrer Aussen- und Sicherheitspolitik.
Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi (l.) und US-Präsident Donald Trump am Dienstag im Palast Akasaka in Tokio. Bild: Keystone/AP Photo/Mark Schiefelbein -
23.37 Uhr
Erneute Machtdemonstration: US-Bomber fliegen vor der Küste Venezuelas
Vor dem Hintergrund der seit Tagen anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela sind am Montag zwei Langstreckenbomber der US-Luftwaffe vor der Küste des Karibikstaats geflogen. Wie auf dem Flugverkehr-Trackingportal Flightradar24 zu sehen war, flogen die Überschallflugzeuge vom Typ B1-B parallel zur venezolanischen Küste und drehten dann wieder ab. Die beiden Bomber waren demnach von einem Stützpunkt im US-Bundesstaat North Dakota gestartet.
Es handelt sich bereits um die dritte Machtdemonstration dieser Art binnen zwei Wochen. In der vergangenen Woche war mindestens ein weiterer B1-B-Bomber nahe dem venezolanischen Luftraum aufgetaucht. In der Woche zuvor waren mehrere B-52-Langstreckenbomber nahe Venezuela geflogen.
🚨Alert: US B-1 Nuclear Bombers are flying on the coast of Venezuela in preparation for the coming offensive operation against Venezuelan forces!! pic.twitter.com/4BTLHXZgEV
— US Homeland Security News (@defense_civil25) October 27, 2025 -
21.29 Uhr
Trump äussert sich nach Streit wieder positiv über Musk
Kein halbes Jahr nach dem Zerwürfnis mit Elon Musk hat US-Präsident Donald Trump wieder gute Worte für den Tech-Milliardär übrig. «Ich mag Elon. Und ich vermute, ich werde ihn immer mögen», sagte Trump vor Journalisten während seiner Asien-Reise.
Musk spendete im vergangenen Jahr mehr als 250 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf. In den ersten Monaten von Trumps Amtszeit wurde er zu einem engen Vertrauten des Präsidenten und war auch immer wieder im Weissen Haus zu sehen.
Doch dann kam im Frühsommer das Zerwürfnis nach einem zum Teil öffentlich ausgetragenen Streit um ein von Trump vorangetriebenes Haushaltsgesetz. Musk behauptete unter anderem, dass Trump es ohne seine Unterstützung nicht ins Weisse Haus geschafft hätte, und er brachte den Präsidenten mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung. Später schrieb Musk, er sei bei einigen seiner Äusserungen zu weit gegangen.
Im September sprachen Trump und Musk dann bei der Trauerfeier für den getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk miteinander. Seitdem habe er ab und an ein wenig Kontakt zu Musk gehabt, «nichts Grosses», sagte Trump nun. Der Tech-Milliardär habe eine «schlechte Phase» gehabt, sagte er zu Musks Attacken.
🤝 Trump makes up with Musk! “He’s a nice guy”
— NEXTA (@nexta_tv) October 27, 2025
The U.S. president said the billionaire just had a bad period in his life.
“It was a stupid moment. A very stupid one. But I like Elon. And I think I’ll always like him,” said Donald Trump. pic.twitter.com/KqEJ6j8rlw -
15.08 Uhr
Entspannung im Zollstreit – Dow Jones im Rekordhoch
Entspannungssignale im Zollstreit zwischen den USA und China haben den Rekordlauf der US-Börsen befeuert. Gerade Technologiewerte legten zu, wie sich auch an den deutlichen Kursgewinnen der sieben grössten und bedeutendsten US-Techaktien, der «glorreichen Sieben», zeigte.
Der Dow Jones Industrial erklomm zum Handelsstart ein Rekordhoch bei 47'532 Punkten, bevor er wieder etwas nachgab. Zuletzt gewann der bekannteste Wall-Street-Index 0,4 Prozent auf 47'417 Punkte. Der marktbreite S&P 500 und der Nasdaq 100 setzten ebenfalls ihren Rekordlauf vom Freitag fort. Der S&P 500 stieg zuletzt um 0,9 Prozent auf 6851 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,3 Prozent auf 25'688 Punkte aufwärts.
China und die USA seien zu einer vorläufigen Einigung gelangt, hatte Li Chenggang, Vize-Sekretär im chinesischen Handelsministerium, nach Gesprächen mit der US-Seite gesagt. Diese müsse nun auf beiden Seiten «ein internes Genehmigungsverfahren durchlaufen». Konkrete Angaben zu den Inhalten machte China zunächst nicht.
Auch US-Finanzminister Scott Bessent sprach von positiven Verhandlungen in Kuala Lumpur, die als Vorlauf für das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping am Donnerstag in Südkorea gelten.
«Eine weitere Eskalation im Zollstreit scheint abgewendet», sagte Stratege Sandro Pannagl von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Entschärfung der politischen und handelspolitischen Spannungen sollte – zumindest kurzfristig – die Märkte stabilisieren und mehr Planungssicherheit für die kommenden Monate geben.
Laut Transkript eines Interviews mit dem Sender «CBS News» geht Bessent davon aus, dass die Drohung der USA, Extrazölle vom 1. November an auf den Import von chinesischen Produkten zu verhängen, vom Tisch ist. Das gelte auch für ein Exportkontrollsystem, das China einführen könnte, sagte Bessent. Es geht dabei um seltene Erden.
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14.45 Uhr
Trump über dritte Amtszeit: «Ich würde es liebend gerne tun»
Donald Trump ist auf dem Weg nach Asien in der Air Force One erneut darauf angesprochen worden, ob er sich eine dritte Amtszeit vorstellen kann: «Ich würde es liebend gerne tun» antwortete der 79-Jährige. «Ich habe die besten Umfragewerte überhaupt.»
Er würde also die dritte Amtszeit nicht aussliessen, hakt die Presse nach. «Schliesse ich es nicht aus? Das müssen Sie mir sagen», kontert der US-Präsident. «Ich kann dir nur sagen, dass wir einen tollen Konzern haben, den [die Demokraten] nicht haben.»
Mit Blick auf seinen Vize JD Vance und Aussenminister Marco Rubio ergänzt er: «Ich glaube, wenn sie jemals eine Gruppe gründen würden, wären sie nicht mehr aufzuhalten. Tue ich wirklich. Daran glaube ich.»
Trump on running for a third term: "I would love to do it."
— The Bulwark (@BulwarkOnline) October 27, 2025
Q: "You're not ruling out a third term?"
Trump: "Am I not ruling it out? You'll have to tell me." pic.twitter.com/EbRgYfvtRI -
12.35 Uhr
Trump will Kim Jong-un treffen
US-Präsident Donald Trump würde sich auf seiner aktuellen Asien-Reise auch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen. «Wenn er möchte, würde ich mich gerne mit ihm treffen», sagte der Republikaner auf einem Flug seiner Regierungsmaschine Air Force One von Malaysia nach Japan.
Auf die Frage einer Journalistin, ob er für ein Treffen seine Reise verlängern würde, sagte Trump zunächst, er habe darüber noch nicht nachgedacht – er bejahte aber dann im nächsten Augenblick, dass dies möglich wäre.
Bislang hat sich Kim Jong Un nicht öffentlich zu einem möglichen Treffen mit Trump geäussert. Laut Angaben von Oh Hyun Joo, nationaler Sicherheitsberater der südkoreanischen Regierung, sei ein persönliches Treffen zwischen den zwei Staatschefs in den kommenden Tagen «sehr unwahrscheinlich».
Donal Trump trifft im Juni 2019 Kim Jong-un im Dorf Panmunjom in der demilitarisierten Zone. KEYSTONENach seinem Besuch in Japan wird Trump diese Woche noch in Südkorea erwartet, wo er Chinas Präsidenten Xi Jinping treffen will. Das ist Trumps letzte Station, bevor er am Donnerstag nach Washington zurückfliegt.
Trump und Kim hatten sich während der ersten Amtszeit des Republikaners mehrfach zu Gesprächen getroffen. Beim letzten Gipfeltreffen in Hanoi im Jahre 2019 ist Kim nach einem diplomatischen Eklat vorzeitig abgereist.
Bislang hält die US-Regierung an ihrem Ziel fest, Nordkorea nuklear vollständig abrüsten zu wollen. Das Land wird wegen seines Atomprogramms mit weitreichenden UN-Sanktionen sowie zusätzlichen US-Sanktionen belegt.
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10.40 Uhr
ICE verhaftet britischen Journalisten
Die US-Einwanderungsbehörde (ICE) hat den britischen Journalisten und Kommentator Sami Hamdi festgenommen. Man habe Hamdi sein Visum entzogen und plane, ihn abzuschieben, schreibt die stellvertretende Ministerin im Heimatschutzministerium auf X.
Thanks to the work of @Sec_Noem and @SecRubio and the men and women of law enforcement, this individual’s visa was revoked and he is in ICE custody pending removal.
— Tricia McLaughlin (@TriciaOhio) October 26, 2025
Under President Trump, those who support terrorism and undermine American national security will not be allowed… https://t.co/JByZdGznpbDenjenigen, die Terrorismus unterstützten und die nationale Sicherheit gefährdeten, sei es nicht erlaubt, das Land zu besuchen oder dort zu arbeiten, so Tricia McLaughlin. Hamdi habe sich auf einer Vortragsreise in den USA befunden, und sei gestern Morgen am Flughafen San Francisco von ICE-Beamten abgeführt worden, hiess es in einer Mitteilung des Verbandes für US-Islamische Beziehungen (CAIR).
The MCB urges the UK Government to take urgent diplomatic action to secure British journalist Sami Hamdi’s release from US ICE detention. Press freedom cannot be selective, the Government must defend British citizens and the right to speak truth to power. pic.twitter.com/piyxxb46VF
— MCB (@MuslimCouncil) October 26, 2025Grund für seine Festnahme sei Hamdis Kritik an dem Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza. CAIR kündigte Rechtsbeistand für Hamdi an. Der Verband der Muslime in Grossbritannien rief die britische Regierung dazu auf, Hamdi diplomatischen Beistand zu leisten. Pressefreiheit könne nicht selektiv sein, so der Verband auf X.
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9.30 Uhr
«Dies sind dunkle Tage»: Biden ruft zum Widerstand gegen Trump auf
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner zum Widerstand gegen den politischen Kurs seines Nachfolgers Donald Trump aufgerufen.
Attacken auf die Redefreiheit und die umstrittene Ausweitung der Macht des Präsidenten dürften die US-Bürger nicht einfach resignierend hinnehmen, sagte Biden am gestern Abend bei einer Rede in Boston und appellierte an seine Landsleute: «Steht wieder auf».
Joe Biden hält am 26. Oktober in Boston seine Rede. KEYSTONE«Freunde, ich kann das alles nicht beschönigen. Dies sind dunkle Tage», sagte Biden bei der Ansprache am Edward M. Kennedy Institute, wo ihm eine Auszeichnung für sein Lebenswerk verliehen wurde. Es war der erste öffentliche Auftritt des 82-Jährigen, seit er eine erste Strahlentherapie wegen seiner schweren Prostata-Krebserkrankung abgeschlossen hatte.
Seit ihrer Gründung seien die USA ein Leuchtturm der Demokratie, sagte Biden. Diese Idee sei stärker als jede Armee. «Wir sind mächtiger als jeder Diktator.» Damit diese Demokratie auch bestehen bleibe, dürfe aber der Präsident nur eine begrenzte Machtfülle haben, der Kongress müsse funktionieren und die Justiz unabhängig sein.
Biden gab sich zuversichtlich, dass das Land «seinen wahren Kompass wiederfinden» und «daraus hervorgehen wird, wie wir es immer getan haben - stärker, klüger und widerstandsfähiger, gerechter, solange wir den Glauben bewahren».
Biden verwies in seiner Rede auf jene, die sich der Trump-Regierung entgegenstellten. Bundesbedienstete seien aus Protest zurückgetreten, Universitäten und prominente Fernsehmoderatoren wie Jimmy Kimmel setzten sich zur Wehr, auch wenn sie von Trump angegriffen worden seien. «Die Late-Night-Moderatoren setzen sich weiterhin für die Meinungsfreiheit ein, obwohl sie wissen, dass ihre Karrieren auf dem Spiel stehen», sagte er.
And even battling cancer
— Sibylle (@AHaschi) October 27, 2025
Joe Biden is out there giving speeches
Urge his fellow americans to fight for their country pic.twitter.com/K4U160JD1cBiden rief auch republikanische Politiker auf, gegen die Trump-Regierung zu stimmen oder sich offen gegen sie zu stellen. «Amerika ist kein Märchen», sagte er. «Seit 250 Jahren ist es ein ständiges Auf und Ab, ein existenzieller Kampf zwischen Gefahr und Möglichkeit.»
Der 82-jährige Demokrat war im Januar vom Republikaner Trump als US-Präsident abgelöst worden. Im Mai gab Bidens Büro bekannt, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert worden war und dieser bereits auf seine Knochen übergegriffen hatte.
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6.28 Uhr
New Yorks Bürgermeisterkandidat Mamdani: «Trump hat gelogen»
Führende Vertreter der Opposition in den USA haben den New Yorker Bürgermeisterkandidaten Zohran Mamdani bei einer Grosskundgebung mit kämpferischen Reden unterstützt. Nicht nur in den Vereinigten Staaten würden viele Menschen die Wahl verfolgen, sagte der linke Senator Bernie Sanders bei einem Auftritt vor rund 13'000 Unterstützern im New Yorker Stadtteil Queens. In einer Zeit wachsender sozialer Ungleichheit habe der Aufstieg des 34 Jahre jungen Senkrechtstarters das Potenzial, weit über die Millionenmetropole hinaus zu wirken.
New Yorker Bürgermeisterkandidat Zohran Mamdani bei einem Wahlkampfauftritt am 26. Oktober 2025 in New York. Bild: Keystone/EPA/Sarah YeneselMamdani – charismatisch, politisch links und erst seit 2018 US-Bürger -– hat gute Chancen, der erste muslimische Bürgermeister New Yorks zu werden. In Umfragen liegt er vor seinen Rivalen Andrew Cuomo und Curtis Sliwa. Cuomo verlor die Vorwahl der Demokraten gegen Mamdani und tritt nun als unabhängiger Kandidat an. Der Republikaner Sliwa liegt in Umfragen weit abgeschlagen hinter beiden.
Der Tenor des Abends in Queens war eindeutig: Die Bürgermeisterwahl am 4. November solle autoritären Tendenzen unter der Regierung von Präsident Donald Trump etwas entgegensetzen und zugleich ein Signal an das politische «Establishment» senden.
Viele New Yorker hätten sich von der Demokratischen Partei entfremdet und Trump wegen seiner wirtschaftlichen Versprechen gewählt, sagte Mamdani. Spätestens jetzt sei klar: «Trump hat gelogen.» Deshalb gehe es darum, jene Arbeiterklasse zu schützen, «die er zurückgelassen hat». Trump hatte Mamdani wiederholt als «Kommunisten» bezeichnet und damit gedroht, im Falle seines Wahlsiegs weitere Bundesmittel für New York zu streichen.
New Yorker Bürgermeisterkandidat Zohran Mamdani (M.) mit US-Senator Bernie Sanders (l.) und die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (r.) am Sonntag in New York. Bild: Keystone/AP Photo/Heather Khalifa -
3.02 Uhr
US-Kampfjet und Helikopter im Südchinesischen Meer abgestürzt
Ein von einem US-Flugzeugträger gestartetes Kampfflugzeug und ein Militärhubschrauber sind innerhalb kurzer Zeit nacheinander im Südchinesischen Meer abgestürzt. Alle Besatzungsmitglieder seien gerettet worden und in stabilem Zustand, erklärte die Pazifikflotte des US-Militärs auf der Plattform X. Die Ursache beider Vorfälle werde untersucht. Nach dem Start vom Flugzeugträger «USS Nimitz» stürzte der Helikopter des Typs MH-60R Sea Hawk am Sonntagnachmittag gegen 14.45 Uhr (Ortszeit) bei einem Routineeinsatz ab. Die drei Crew-Mitglieder konnten gerettet werden.
South China Sea – On October 26, 2025 at approximately 2:45 p.m. local time, a U.S. Navy MH-60R Sea Hawk helicopter, assigned to the “Battle Cats” of Helicopter Maritime Strike Squadron (HSM) 73 went down in the waters of the South China Sea while conducting routine operations
— U.S. Pacific Fleet (@USPacificFleet) October 26, 2025Im Anschluss, etwa gegen 15.15 Uhr (Ortszeit), stürzte der Kampfjet des Typs F/A-18F Super Hornet ins Südchinesische Meer. Er war demnach ebenfalls auf einem Routineeinsatz unterwegs. Beide Crew-Mitglieder wurden gerettet.
Das US-Militär machte keine Angaben dazu, wo genau im Südchinesischen Meer es zu den beiden Abstürzen kam. Die US-Marine ist regelmässig in internationalen Gewässern im Südchinesischen Meer im Einsatz - auch mit dem erklärten Ziel, die Freiheit der Schifffahrt aufrechtzuerhalten in dem Gebiet, durch das wichtige Handelsrouten verlaufen.
China reklamiert praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Allerdings beanspruchen dort auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei Gebiete. Die USA und Chinas Nachbarn werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor. Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies Pekings Gebietsansprüche 2016 zurück. China ignoriert das Urteil aber.
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2.55 Uhr
Goldene Golfbälle und US-Trucks: Wie Japan Trump empfängt
Japans neue Regierung will mit US-Präsident Donald Trump freundschaftliche Beziehungen aufbauen – und betreibt dafür einen erstaunlichen Aufwand. Wenn Trump heute zu einem dreitägigen Besuch in Tokio eintrifft und gleich zum Auftakt eine Audienz bei Kaiser Naruhito erhält, sind nicht nur rund 18'000 Polizisten zu seinem Schutz im Einsatz. Laut dem japanischen Fernsehsender NHK will das Verkehrsministerium in Tokio den Gast auch mit dem Anblick wuchtiger amerikanischer Pick-up-Trucks beglücken – offenbar als Geste mit Blick auf die schwierigen Handelsgespräche. Trump hatte beklagt, dass Japan kaum amerikanische Autos ins Land lasse.
Nächste Destination Japan: US-Präsident Donald Trump verabschiedet sich am Montag auf dem Flughafen von Kuala Lumpur. Bild: Keystone/AP Photo/Mark SchiefelbeinDass die breiten US-Karossen ziemlich ungeeignet für die oft engen Strassen in Tokio und anderen japanischen Städten sind, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Die Trucks sollen dem Bericht nach auf dem Gelände des am Dienstag geplanten Gipfeltreffens mit Japans neuer nationalkonservativer Regierungschefin Sanae Takaichi ausgestellt werden. Takaichi dürfte dabei auch ihr sehr enges Verhältnis zu ihrem ermordeten Vorgänger Shinzo Abe zugutekommen, zu dem Trump eine ganz besonders enge Freundschaft pflegte.
Der US-Präsident, der das asiatische Land während seiner ersten Amtszeit dreimal besucht hatte, spielte mit Abe gern Golf und sah sich gemeinsam mit ihm Sumo-Kämpfe an. Laut NHK erwägt Takaichi nun, Trump einen einst von Abe benutzten Golfschläger zu schenken – und dazu mit Blattgold verzierte Golfbälle.
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Montag, 27. Oktober 2025, 2.35 Uhr
US-Kriegsschiff legt in Trinidad und Tobago an
Ein US-Kriegsschiff hat in der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, Port of Spain, angelegt. Regierungsvertreter Trinidads und Tobagos sowie der USA erklärten am Sonntag (Ortszeit), das grosse Kriegsschiff werde bis Donnerstag für gemeinsame Übungen vor Ort bleiben. Ein ranghoher Militärbeamter des Inselstaates sagte der Nachrichtenagentur AP, der Einsatz sei erst kürzlich geplant worden. Das venezolanische Aussenministerium bezeichnete die Militärübungen in den Gewässern seines Nachbarlandes als «ernsthafte Bedrohung» für die Karibikregion und als «feindliche Provokation» gegen Venezuela.
Der mit Lenkwaffen ausgestattete US-Zerstörer USS Gravely legt in der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, Port of Spain, an. (26. Oktober 2025) Bild: Keystone/EPA/Andrea de SilvDie Ankunft der USS Gravely, eines mit Lenkwaffen ausgestatteten Zerstörers, ergänzt die Präsenz des Flugzeugträgers USS Gerald R. Ford, der sich derzeit dem Nachbarland Venezuela nähert. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro kritisierte die Verlegung des Flugzeugträgers als Versuch der US-Regierung, «einen neuen ewigen Krieg» gegen sein Land zu inszenieren. US-Präsident Donald Trump hatte Maduro – ohne Beweise vorzulegen – beschuldigt, Anführer der Verbrecherbande Tren de Aragua zu sein.
Die Ministerpräsidentin von Trinidad und Tobago, Kamla Persad-Bissessar, gilt als entschiedene Befürworterin der US-Militärpräsenz und der tödlichen Angriffe auf mutmaßliche Drogenschiffe in den Gewässern vor Venezuela.
Viele Menschen in Trinidad und Tobago kritisieren jedoch das Anlegen des Kriegsschiffs. Bei einer Demonstration vor der US-Botschaft sagte kürzlich David Abdulah, Vorsitzender der sozialistischen Partei Movement for Social Justice, Trinidad und Tobago hätte das Kriegsschiff nicht in seine Gewässer lassen dürfen. «Das ist ein Kriegsschiff in Trinidad, das hier mehrere Tage lang nur wenige Meilen von Venezuela entfernt ankern wird – und das in einer Situation, in der Kriegsgefahr besteht», sagte Abdulah. «Das ist eine Abscheulichkeit.»
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22.36 Uhr
Trump fliegt weiter nach Japan
US-Präsident Donald Trump setzt seine Asientour fort und reist nach Japan. Am Montag fliegt er von Malaysia ab und will in Tokio Japans Kaiser Naruhito treffen, wie das Weisse Haus ankündigte. Am Dienstag ist ein Treffen mit der neuen nationalkonservativen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi geplant.
Ausserdem besucht Trump US-Truppen, die in Yokosuka südlich von Tokio stationiert sind und trifft sich danach mit Wirtschaftsvertretern. Die mehrtägige Reise Trumps ist geprägt von Handelsgesprächen.
US-Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One. Mark Schiefelbein/AP/dpa -
17.27 Uhr
Newsom will über Kandidatur fürs Weisse Haus nachdenken
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom wird nach den Zwischenwahlen im kommenden Jahr nach eigener Aussage ernsthaft über eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 nachdenken. Auf eine entsprechende Frage im Sender CBS News antwortete der 58-Jährige: «Ja, (...) sonst würde ich einfach lügen und das kann ich nicht.»
Newsom, der sich seit Monaten lautstark als Widersacher Trumps präsentiert, gilt schon länger als möglicher Kandidat der Demokraten für die nächste Präsidentschaftswahl. Als Gouverneur regiert er seit 2019 den bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Bundesstaat der USA.
Der kalifornische Gourverneur Gavin Newsom ist einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Trump und gilt als Hoffnungsträger der Demokraten. Steven Senne/AP/dpa (Archivbild)Für Aufmerksamkeit sorgte Newsom auch damit, dass er Trump in den sozialen Medien parodierte. So verfasst sein Presseteam auf der Plattform X seit Monaten immer wieder Posts, die – wie so häufig bei Trump – komplett in Grossbuchstaben verfasst sind und den Kommunikationsstil des Republikaners auch anderweitig imitieren.
Der kalifornische Gouverneur ist zudem ein lautstarker Kritiker der Entsendung von Soldaten der Nationalgarde durch die US-Regierung gegen den Willen demokratischer regierter Städte und Bundesstaaten. Die Westküstenmetropole Los Angeles in dem von ihm regierten Bundesstaat war im Sommer die erste Stadt, in die Trumps Regierung Nationalgardisten entsandte.
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15.18 Uhr
Trump bringt Treffen mit Xi in den USA ins Spiel
US-Präsident Donald Trump hat ohne konkretere Angaben einen USA-Besuch von Chinas Präsident Xi Jinping ins Spiel gebracht. Der Republikaner sprach am Rande eines Gipfels in Malaysia zunächst von seinem geplanten Treffen mit Xi am Donnerstag in Südkorea. «Ich denke, wir werden ein gutes Abkommen mit China schliessen», sagte er zum laufenden Handelskonflikt.
Trump erwähnte dann seine bereits bekannt gemachten Pläne für einen Besuch in China Anfang nächsten Jahres und ergänzte dann ohne den Namen Xi noch einmal zu nennen ein mögliches Treffen in den USA. Als Orte nannte der US-Präsident Washington oder Mar-a-Lago Palm Beach – das ist Trumps Golfanwesen in Florida. Nähere Informationen, ob es bereits konkrete Pläne für ein solches Treffen gibt oder ob es sich um einen nicht abgesprochenen Vorstoss handelt, nannte Trump ebenso wenig wie einen möglichen Zeitpunkt. Die Deutsche Presse-Agentur fragte beim chinesischen Aussenministerium nach einer Stellungnahme.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Xi in die USA reist. In Trumps erster Amtszeit war Chinas Präsident 2017 bereits in Mar-a-Lago. 2015 hat der damalige US-Präsident Barack Obama Xi im Weissen Haus empfangen.
Trump hatte Xi bereits in seiner ersten Amtszeit mehrmals getroffen. Susan Walsh/AP/dpa (Archivbild) -
08.09 Uhr
Kamala Harris deutet Präsidentschaftskandidatur an
Die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris schliesst eine weitere Kandidatur für das Weisse Haus nicht aus. In einem Interview mit der britischen BBC sagte Harris, sie gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren eine Frau Präsidentin der Vereinigten Staaten werde – «möglicherweise» auch sie selbst. «Ich bin noch nicht fertig», sagte sie.
Harris erklärte jedoch, sie habe noch nicht entschieden, ob sie 2028 erneut für das Präsidentenamt kandidieren werde. Aber: «Ich habe meine gesamte Karriere im Dienste der Gemeinschaft verbracht – das steckt in meinen Knochen», sagt die Juristin und Politikerin.
Kamala Harris schliesst weitere Kandidatur für das Weisse Haus nicht aus. (Archivbild) Mark Schiefelbein/AP/dpaIn Umfragen liegt Harris aktuell hinter anderen Kandidatinnen und Kandidaten der Demokraten. Dazu sagte sie, dass sie sich nicht auf solche Zahlen konzentriere: «Wenn ich auf Umfragen gehört hätte, hätte ich mich nicht für mein erstes Amt oder mein zweites Amt beworben – und ich würde sicher nicht hier sitzen.»
Sie äussert sich im Interview auch zu US-Präsident Donald Trump und nennt ihn einen «Tyrannen». Sie kritisierte Wirtschaftsbosse und Institutionen dafür, dass sie sich den Forderungen Trumps zu leicht beugen würden. Es gebe viele, die «seit dem ersten Tag kapituliert» hätten.
US-Regierungssprecherin Abigail Jackson reagierte auf BBC-Anfrage auf die Aussagen von Harris. Als Harris die Wahl «haushoch verloren» habe, hätte sie «den Wink verstehen sollen». Das amerikanische Volk interessiere sich nicht «für ihre absurden Lügen».
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Sonntag, 26. Oktober 2025, 06.53 Uhr
Trump tanzt bei Landung in Malaysia
US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Landung in Malaysia zum Start seiner Asien-Reise eine Tanzeinlage hingelegt. Der Republikaner wurde bei der Begrüssungszeremonie nach dem Ausstieg aus der Air Force One auf dem Flughafen in Kuala Lumpur von einer Tanzgruppe mit Musik empfangen, als er mit dem Premierminister von Malaysia, Anwar Ibrahim, über den roten Teppich ging.
MUST WATCH: President Trump has ARRIVED in Malaysia! 🇺🇸😁🕺🇲🇾 pic.twitter.com/GIRi1KRmLs
— Karoline Leavitt (@PressSec) October 26, 2025Trump verliess den Teppich und machte vor den traditionellen Tänzern seinerseits etwas steife Tanzschritte mit ruckartigen Armbewegungen, die inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden sind. Ähnliche Showeinlagen zeigt er hin und wieder bei öffentlichen Auftritten.
Trump ist mehrere Tage in Asien, um sich mit Regierungschefs zu treffen. Am Donnerstag ist ein Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea geplant, um über den Handelskonflikt der beiden grössten Volkswirtschaften zu sprechen.
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22.55 Uhr
Trump kündigt zusätzliche Zölle gegen Kanada an
US-Präsident Donald Trump hat zusätzliche Zölle gegen Kanada in Höhe von zehn Prozent angekündigt. Als Grund nannte der Republikaner auf der Plattform Truth Social, dass eine angeblich irreführende kanadische Werbekampagne gegen Zölle nicht sofort entfernt worden sei. Stattdessen sei sie in der vergangenen Nacht erneut gezeigt worden, schrieb Trump.
Am Freitag hatte die kanadische Provinz Ontario nach heftiger Kritik von Trump die Ausstrahlung des Anti-Zoll-Werbeclips ausgesetzt - jedoch nicht mit sofortiger Wirkung. Der Premierminister von Ontario, Doug Ford, kündigte auf der Plattform X an, nach einem Gespräch mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney werde Ontario seine Werbekampagne ab Montag aussetzen.
Trump increasing tariff on Canada by 10 per cent 'over and above what they are paying now' https://t.co/hlKmiq6EaB
— calgarynews (@calgarynews) October 25, 2025 -
14.32 Uhr
Trump verzweifelt an einer französischen Journalistin
Leichte Verständnisschwierigkeiten bei Donald Trump. Bei einem Pressetermin am vergangenen Donnerstag im Weissen Haus fragte eine französische Reporterin den US-Präsidenten nach den Entwicklungen im Konflikt zwischen Israel und Palästina.
US-Präsident Donald Trump hatte dabei grosse Probleme mit dem französischen Akzent der Journalistin und konnte die Frage nicht verstehen. Sie habe einen wunderschönen Akzent, aber er «verstehe kein Wort», sagte der US-Präsident. Justizministerin Pam Bondi musste Trump dann helfen und ihn über den Inhalt der Frage aufklären.
🇺🇸🇫🇷 Le président américain Donald Trump a dit à la journaliste française Sonia Dridi qu'il n'arrivait pas à comprendre son "bel accent", après qu'elle lui a posé une question sur la Cisjordanie lors d'une conférence de presse à la Maison-Blanche ⤵️ pic.twitter.com/yBgtFWtZ45
— Agence France-Presse (@afpfr) October 24, 2025Die Antwort des US-Präsidenten war dann eindeutig: Die Journalistin solle sich keine Sorgen über das Westjordanland machen. «Israel werde nichts damit machen».
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07.11 Uhr
Pentagon nimmt während Shutdowns anonyme Millionenspende an
Das Pentagon hat die Annahme einer anonymen Millionenspende bestätigt, die zur Bezahlung von Soldaten während der andauernden Haushaltsblockade beitragen soll. Das US-Verteidigungsministerium, von der Regierung inzwischen als Kriegsministerium bezeichnet, habe die Spende in Höhe von 130 Millionen US-Dollar (etwa 112 Millionen Euro) am Donnerstag angenommen und sei dazu auch befugt, teilte ein Sprecher auf Anfrage am Freitag (Ortszeit) mit
Das Pentagon hat eine anonyme Millionenspende angenommen. (Archivbild) Patrick Semansky/AP/dpaÜblicherweise wird das Budget für das US-Militär aus öffentlichen Mitteln bestritten. Eine Bezahlung von Soldaten durch private Spenden wäre daher ungewöhnlich - und Kritikern zufolge möglicherweise auch illegal. Ohnehin wird die Spende kaum die gesamten Lohnkosten decken können, die sich allein in der ersten Hälfte dieses Monats auf insgesamt etwa 6,5 Milliarden US-Dollar beliefen, wie das Portal «Politico» unter Berufung auf Regierungsbeamte berichtete.
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Samstag, 25. Oktober 2025, 06.55 Uhr
Bonität der USA wegen der Regierungsführung herabgestuft
Die europäische Ratingagentur Scope hat die Kreditwürdigkeit der USA unter anderem wegen gesunkener Standards bei der Regierungsführung herabgestuft. Der in Berlin ansässige Finanzdienstleister senkte die Bonitätsnote der USA am Freitag von AA auf AA-.
Zwar verbesserte sich der Ausblick zugleich von «negativ» auf «stabil». Das politische Zeugnis für die Regierung von US-Präsident Donald Trump fiel allerdings ziemlich verheerend aus.
«Die Schwächung von Standards bei der Regierungsführung, insbesondere das Aushöhlen der etablierten Gewaltenteilung, verringert die Vorhersehbarkeit und Stabilität der US-Politik», heisst es im jüngsten Gutachten der Agentur. Diese Unberechenbarkeit habe sich auch im Umgang mit wichtigen Handelspartnern der USA in der Zollpolitik gezeigt – und steigere das Risiko, dass Fehler im politischen Tagesgeschäft passieren.
US-Präsident Donald Trump. Bild: Keystone/AP/Lukas CochVor allem «die zunehmende Machtansammlung der Exekutive», die eigentlich von Kongress und Gerichten begrenzt werden sollte, bereitet Scope Sorge: «Die Regierung hat mehrfach Gerichtsurteile missachtet, die Autorität der Justizbehörden infrage gestellt, Kontrollen durch den Kongress unterlaufen und unabhängige Institutionen ins Abseits gedrängt.»
Negativ wirke sich auch die Vielzahl an Dekreten aus, mit denen Trump Politik im Alleingang betreibe. Die daraus resultierende «politische Polarisierung und Lahmlegung der Gesetzgebung» zeige sich bei der aktuellen Haushaltsblockade – der zweitlängsten in der US-Geschichte. Scope kritisiert zudem die finanzielle Lage: Die USA seien hoch verschuldet, Zinskosten stiegen, die Schuldenquote könne bis 2030 auf 140 Prozent wachsen – verschärft durch Trumps «One Big Beautiful Bill».
Positiv falle Scope zufolge die «gesunde, wettbewerbsfähige und stark diversifizierte Wirtschaft» auf, doch der politische Druck auf die Fed erhöhe das Risiko verfehlter Inflationsziele.
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22.25 Uhr
Ärger mit Trump: Anti-Zoll-Clip in Kanada wird pausiert
Die kanadische Provinz Ontario setzt nach einer heftigen Kritik und Reaktion von US-Präsident Donald Trump die Ausstrahlung eines Anti-Zoll-Werbeclips aus. Der Premierminister von Ontario, Doug Ford, kündigte auf der Plattform X an, nach einem Gespräch mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney werde Ontario seine Werbekampagne ab Montag aussetzen. Carney selbst äusserte sich bislang nicht.
Trump hatte wegen des Werbeclips die Handelsgespräche mit dem Nachbarland gestoppt. Ford begründete die Pause für den Werbeclip damit, dass so die Gespräche wieder aufgenommen werden können.
Zugleich betonte der Ontario-Premierminister, dass dieses Wochenende die Werbekampagne weiterhin gezeigt werde. Man habe das Ziel erreicht, indem das amerikanische Publikum auf höchster Ebene erreicht worden sei. Intention sei gewesen, eine Diskussion darüber anzustossen, welche Folgen Zölle auf Arbeitnehmer und Firmen haben.
Den Stopp der Handelsgespräche hatte Trump auf der Plattform Truth Social bekanntgemacht. Der US-Präsident warf Kanada eine irreführende Werbekampagne vor. In dem von der Regierung der kanadischen Provinz Ontario veröffentlichten Video ist die Stimme des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan zu hören, der sich zu Nachteilen von Zöllen äussert. Trump nutzt in seiner zweiten Amtszeit das Instrument der Zölle sehr häufig und weltweit.
US-Präsident Trump hat die Handelsgespräche mit Kanada für beendet erklärt. Archivbild: Evan Vucci/AP/dpa -
19.09 Uhr
USA wollen Flugzeugträger nach Lateinamerika verlegen
Die US-Regierung will einen Flugzeugträger nach Lateinamerika verlegen. Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte am Freitag die Entsendung des Schiffs in die Gewässer vor der Küste Südamerikas an. Die Massnahme stellt eine erhebliche Ausweitung der US-Militärpräsenz in der Region dar.
Zuvor am Freitag hatte Hegseth einen Angriff des Militärs auf ein mutmasslich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik gemeldet. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben. Der Minister erklärte, das Boot sei von der kriminellen Bande Tren de Aragua betrieben worden. Zum genauen Angriffsort machte er keine Angaben. Es war der bereits zehnte Angriff der US-Truppen auf ein mutmasslich für den Drogenschmuggel genutztes Boot. Acht der Angriffe betrafen den Karibikraum, zwei den östlichen Pazifik.
Präsident Donald Trump hat die Angriffe damit begründet, dass sich die USA in einem bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen befänden und sich auf dieselbe Rechtsgrundlage berufen könnten, die der damalige US-Präsident George W. Bush heranzog, um nach dem 11. September 2001 einen Krieg gegen den Terror auszurufen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte die Verlegung eines Flugzeugträgers vor die Küste Südamerikas an. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa -
17.52 Uhr
Trump legt gegen Kanada nach
US-Präsident Donald Trump hat nach dem von ihm veranlassten Stopp der Handelsgespräche mit Kanada seinen Ton noch einmal verschärft. «KANADA HAT BETROGEN UND IST ERWISCHT WORDEN!!!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social in den für ihn typischen Grossbuchstaben. Der Nachbar habe in arglistiger Absicht eine gross angelegte Werbekampagne gestartet, laut der Ex-Präsident Ronald Reagan gegen Zölle gewesen sei. «Dabei hat er ZÖLLE FÜR UNSER LAND UND SEINE NATIONALE SICHERHEIT GELIEBT», ergänzte Trump. Er warf Kanada zudem vor, mit der Aktion Einfluss auf ein bevorstehendes Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zur globalen Zollpolitik der Trump-Regierung nehmen zu wollen.
Die Regierung der kanadischen Provinz Ontario hatte den Werbespot veröffentlicht, der Trumps Zorn erregt hat. Die US-Organisation Ronald Reagan Foundation & Institute beklagte daraufhin, dass bestimmte Aussagen aus einer Rede Reagans im Jahr 1987 über «freien und fairen Handel» aus dem Zusammenhang gerissen worden seien, um die Position des damaligen US-Präsidenten falsch darzustellen.
US-Präsident Donald Trump hat Kanada scharf angegriffen. EPA/YURI GRIPAS / POOLOntarios Regierungschef Doug Ford zeigte sich trotzig. Kanada und die USA seien Freunde, Nachbarn und Verbündete. «Reagan wusste, dass beide zusammen stärker sind», schrieb er in einem Post, dem er einen Link zu einer Rede Reagans beifügte, in der der 2004 gestorbene Republikaner sich gegen Zölle aussprach.
Trump hat hohe US-Zölle auf viele kanadische Güter erhoben. Die Regierung in Ottawa hat mit Zöllen auf mehrere US-Waren reagiert – jedoch mit Ausnahmen für einige Automobilhersteller, um eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen ins Land zu bringen. Trumps Zölle haben besonders Kanadas Automobilsektor getroffen, von dem ein Grossteil in Ontario angesiedelt ist. Zuletzt teilte der kanadische Premierminister Mark Carney mit, er wolle die Exporte seines Landes in Länder ausserhalb der USA verdoppeln – wegen der wirtschaftlichen Bedrohung, die von Trumps Zöllen ausgehe.
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16.43 Uhr
Pentagon: Sechs Tote bei neuem US-Angriff auf Drogen-Boot
Das US-Militär hat erneut ein angeblich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik angegriffen und dabei sechs Männer getötet. Über Nacht sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump ein Schiff in internationalen Gewässern attackiert worden, das das Pentagon der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua zuordne, teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X mit.
Nur zwei Tage zuvor hatte Hegseth, der sich inzwischen Kriegsminister nennt, den bislang letzten Schlag gegen vermeintliche Rauschgiftschmuggler auf See bekanntgegeben – bei dem Angriff auf ein Boot im Pazifik waren den Angaben zufolge drei Menschen getötet worden.
Die US-Regierung hat Drogenkartellen aus Lateinamerika den Kampf angesagt. In den vergangenen Wochen hatte das US-Militär bereits mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik angegriffen. Mehr als 30 Menschen sollen dabei getötet worden sein. Das Vorgehen zog viel Kritik nach sich, auch weil die US-Regierung keine rechtliche Grundlage für ihr Handeln nannte. Die Vereinten Nationen riefen Trumps Regierung zur Zurückhaltung auf.
Overnight, at the direction of President Trump, the Department of War carried out a lethal kinetic strike on a vessel operated by Tren de Aragua (TdA), a Designated Terrorist Organization (DTO), trafficking narcotics in the Caribbean Sea.
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) October 24, 2025
The vessel was known by our… pic.twitter.com/lVlw0FLBv4 -
11.40 Uhr
«Es gibt einen Plan»: Trump «wird eine dritte Amtszeit kriegen», sagt Steve Bannon
«Er wird eine ditte Amtszeit kriegen», sagt Steve Bannon über Donald Tru,p in einem Interview mit dem «Economist». «Trump wird 2028 Präsident sein, und daran müssen sich die Leute einfach gewöhnen.
Es werde bereits daran getüftelt, den 22. Verfassungszusatz zu umegehn, nachdem ein Präsident oder eine Präsidentin nicht mehr als zweimal gewählt werden kann: «Es gibt viele verschiedene Alternativen. Zu gegebener Zeit werden wir darlegen, wie der Plan aussieht, aber es gibt einen Plan».
Es sei der «Wille der Amerikaner», dass der New Yorker weiterregiere, so Bannon: «Er ist nicht perfekt. Er ist nicht kirchlich, nicht besonders religiös, aber er ist ein Instrument des göttlichen Willens. Und das merkt man daran, wie er das geschafft hat. Wir brauchen ihn für mindestens eine weitere Amtszeit, oder? Und die wird er 2028 bekommen. Wir müssen beenden, was wir begonnen haben.»
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10.20 Uhr
Deutsches Gericht attestiert Trumps Regierung «autokratische bis faschistische Tendenzen»
Ein deutscher Nutzer verlangt von einem international tätigen soziales Netzwerk Auskunft darüber, ob US-Geheimdienste auf seine Daten zugegriffen haben. Das Landgericht Bonn weist nun die Klage ab, sorgt aber mit seiner Bergündung für diplomatische Wellen.
In seinen Ausführungen hält das Gericht nämlich fest, «dass jenseits des Atlantiks andere Gepflogenheiten in Sachen Datenschutz gälten», schreibt das jursîstische Fachportal «Beck-Online». Das habe bereits Whistleblower Edward Snowden bewiesen.
Diese Tatsache gebe «Aussagen des Vizepräsidenten der USA im Februar 2025 in München der Lächerlichkeit preis»: JD Vance hatte bahuptet, die Freiheitsrechte der Bürger in Deutschland seien weniger geschützt seien als in den USA.
«Rechtsextremisten waren gerichtsbekannt immer schon die grössten Feinde individueller Freiheit», wird das Bonner Gericht zitiert. «Gleichwohl hat der US-amerikanische Staat seitdem wenig bis gar nichts dazu gelernt.» Trumsp Regierung sei «offen rechtsextremistisch-populistisch».
Damit nicht genug: «Daneben sind Rechtsextremisten in aller Regel die korrupteste Sorte von Politikern, weil die ideologische Grundbasis des Rechtsextremismus unvernünftig übersteigerter (nationaler und individueller) Egoismus ist», betonen die Deutschen. Es gebe in Washington «deutlich anti-demokatisch, anti-rechtsstaatlich, autokratisch bis faschistischen Tendenzen».
Das Landgericht Bonn und das Justizministerium von Nordrhein-Westfalen wollten das Urteil auf Nachfrage des «Kölner Stadt-Anzeigers» nicht kommentieren. Ein Sprecher der US-Botschaft zeigte sich ob des Urteils irritiert, heisst es weiter.
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9.45 Uhr
Gefängnis muss 40 Millionen für Häftlingstod zahlen
Ein privater Gefängnisbetreiber im US-Bundesstaat Louisiana muss für den Tod eines Mannes in seiner Haft mehr als 40 Millionen Dollar (knapp 32 Millionen Frabken) Schadenersatz zahlen. Ein Bundesgericht entschied in einem Zivilprozess, drei Wachleute des Richwood Correctional Centers seien haftbar wegen Fahrlässigkeit, Körperverletzung und übermässigen Gewalteinsatzes.
Das Gefängnis und der Betreiber LaSalle Management müssten 23,25 Millionen Dollar Strafschadenersatz und 19,5 Millionen Dollar Entschädigung an die drei erwachsenen Kinder des Häftlings zahlen.
Der nicht vorbestrafte Fabrikarbeiter war 2015 wegen Ruhestörung festgenommen worden. Familienanwalt Max Schoening sagte, der 57-Jährige sei 36 Stunden in der Haftanstalt festgehalten und wiederholt mit Pfefferspray attackiert worden.
Als die Wärter den an Händen und Füssen Gefesselten hochhoben, sei laut Gerichtsunterlagen einer gestolpert und der Häftling mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. Als der Mann in ein anderes Gefängnis gebracht werden sollte, sei er bewusstlos gewesen und einen Monat später im Krankenhaus an seiner Kopfverletzung gestorben.
Verdict Returned: Family awarded over $42 million after inmate dies from injuries sustained at Richwood Correctional Center https://t.co/SPj0wORLFZ pic.twitter.com/tsznExYYFV
— FOX 8 New Orleans (@FOX8NOLA) October 23, 2025Schoening sagte, die Geschworenen seien zu dem Schluss gekommen, dass Wachleute den Häftling in einem nicht von Sicherheitskameras überwachten Bereich mit übermässiger Gewalt traktiert hätten. Strafrechtlich sei für den Tod des Mannes nie jemand angeklagt worden.
Der auf Gewalt in Gefängnissen spezialisierte Professor Jay Aronson von der Carnegie Mellon University sagte, zivilrechtlich sei es dagegen «die höchste Entschädigungssumme, von der ich je gehört habe.» Das Unternehmen LaSalle äusserte sich zunächst nicht. Die Stadt Monroe hatte das Richwood Correctional Center von 2001 bis 2019 als Gefängnis unter Vertrag. Es dient jetzt als Haftanstalt des Bundes für Migranten.
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8.30 Uhr
China zuversichtlich vor Handelsgesprächen mit USA
Vor den geplanten Handelsgesprächen mit den USA gibt sich China zuversichtlich. Präsident Xi Jinping habe betont, dass Dialog und Zusammenarbeit die «einzig richtige Wahl» für China und die USA seien, sagte Handelsminister Wang Wentao in Peking.
Die ersten vier Runden der Wirtschafts- und Handelsgespräche hätten gezeigt, dass beide Seiten auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und gleichberechtigter Konsultationen tatsächlich Lösungen für die Anliegen des jeweils anderen finden könnten, sagte er.
Am kommenden Wochenende wollen beide Seiten in Malaysia zu einer fünften Verhandlungsrunde zusammenkommen. Die chinesische Delegation wird von Vize-Ministerpräsident He Lifeng angeführt, auf US-Seite wird Finanzminister Scott Bessent die Gespräche leiten.
Parallel beginnt in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur das Gipfeltreffen der Gemeinschaft südostasiatischer Länder (Asean), zu dem auch US-Präsident Donald Trump anreisen will.
Worüber beide Seiten genau sprechen werden, war zunächst nicht bekannt. Die USA dürften jedoch Chinas Exportkontrollen auf Seltene Erden und die eingestellten Käufe von US-Sojabohnen ansprechen.
Die Chinesen wiederum sind betroffen von US-Restriktionen für die Ausfuhr wichtiger Chiptechnologie nach China sowie Trumps angedrohten Zöllen von 100 Prozent auf chinesische Importe ab dem 1. November.
Wenige Tage später wird Trump nach Angaben des Weissen Hauses am 30. Oktober in Südkorea Xi treffen. Trump zeigte sich zuletzt zuversichtlich, ein Handelsabkommen mit Peking erreichen zu können.
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5.38 Uhr
Nach Werbespot: Trump erklärt Handelsgespräche mit Kanada für beendet
US-Präsident Donald Trump hat die Handelsgespräche mit Kanada für beendet erklärt. Als Grund nannte der Republikaner auf der Plattform Truth Social eine angeblich irreführende kanadische Werbekampagne gegen Zölle. Trump warf Kanada am Donnerstag (Ortszeit) auf Truth Social vor, in einer Werbekampagne gegen Zölle den früheren Präsidenten Ronald Reagan falsch zitiert zu haben. «Aufgrund ihres ungeheuerlichen Verhaltens werden alle Handelsverhandlungen mit Kanada hiermit beendet», schrieb Trump.
«Die Ronald Reagan Foundation hat gerade bekannt gegeben, dass Kanada in betrügerischer Absicht eine Werbung verwendet hat, die Fake ist, in der Ronald Reagan sich negativ über Zölle äussert», schrieb Trump weiter.
Erst vor rund zwei Wochen war der kanadische Premierminister Mark Carney nach Washington gereist, um eine Lockerung der US-Zölle zu erreichen. Zugeständnisse machte Trump damals jedoch nicht.
Nächste Volte in seinem Handelskrieg: US-Präsident Donald Trump erklärt die Handelsgespräche mit dem Nachbarland Kanada für beendet. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Evan Vucci -
3.51 Uhr
US-Militär fliegt Überschall-Bomber bis vor die Küste Venezuelas
US-Überschall-Bomber haben sich erneut der Küste Venezuelas genähert. Flugdaten zufolge starteten am Donnerstag (Ortszeit) mehrere Bomber des Typs B-1 von der Dyess Air Force Base in Texas. Ein US-Beamter bestätigte der AP, dass es sich um einen Trainingsflug in der Karibik handelte. Der B-1-Bomber kann mehr Bomben transportieren als jedes andere Flugzeug im US-Bestand. In der vergangenen Woche war bereits eine ähnliche Übungsmission mit den langsameren B-52-Stratofortress-Bombern in der Region ausgeführt worden.
Ein Überschall-Bomber des Typs Typs B-1 der US Air Force. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Jon GambrellDie Präsenz des US-Militärs in der Karibik und in den Gewässern vor Venezuela nährt Spekulationen, dass Präsident Donald Trump versuchen könnte, den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu stürzen. Maduro sieht sich in den USA mit Anklagen wegen «Narcoterrorismus» konfrontiert. Seit Anfang September verübte das US-Militär zudem mehrere tödliche Angriffe auf Schiffe vor Venezuela, die laut Trump Drogen transportierten.Auf die Frage, ob der B-1-Flug am Donnerstag dazu diene, den militärischen Druck auf Venezuela zu erhöhen, antwortete Trump: «Das ist falsch, aber wir sind aus vielen Gründen unzufrieden mit Venezuela. Drogen sind einer davon.»
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3.34 Uhr
Trump: Kongress muss Kampf gegen Kartelle nicht genehmigen
Im Kampf gegen Drogenkartelle aus Lateinamerika will US-Präsident Donald Trump den Kongress nicht um Erlaubnis für weitere Angriffe auf Rauschgiftschmuggler bitten. «Ich denke, wir werden einfach Leute töten, die Drogen in unser Land bringen», sagte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Ein Journalist hatte zuvor gefragt, warum Trump den Kongress nicht um eine formelle Kriegserklärung bitte, wenn er den Kartellen doch bereits den Kampf angesagt habe und der republikanisch dominierte Kongress seinem Ansinnen wohl eh zustimmen würde. Trump antwortete: «Ich glaube nicht, dass wir unbedingt um eine Kriegserklärung bitten werden.»
US-Präsident Donald Trump (r.) mit Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einem Roundtable zum Thema kriminelle Kartelle am Donnerstag in Washington. Bild: Keystone/AP Photo/Evan VucciGemäss Verfassung ist der US-Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte, allerdings kann nur der Kongress offiziell einen Krieg erklären. In der Praxis haben nur wenige Präsidenten diesen Weg gewählt – öfter entschieden sie sich für andere rechtliche Instrumente, durch die sie auch ohne formelle Kriegserklärung Militäreinsätze befehlen konnten.
Trump stellte erneut in Aussicht, dass der Kampf gegen Drogenkriminelle nicht nur auf See, sondern auch an Land geführt werden solle. Nachdem der Schmuggel übers Meer deutlich zurückgegangen sei, versuchten es die Kartelle nun auf dem Landweg. Trump kündigte an, den Kongress über das weitere Vorgehen in Kenntnis zu setzen. Bereits am Mittwoch hatte er gesagt: «Wir werden sie sehr hart angreifen, wenn sie auf dem Landweg kommen.» Details dazu, wann und wie diese Angriffe geführt werden sollen, nannte er nicht.
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2.01 Uhr
Techfirmen spenden für umstrittenen Ballsaal des Weissen Hauses
Nach Angaben der Trump-Regierung wird der Bau des neuen Ballsaals im Weissen Haus vollständig privat finanziert. Eine vom Weissen Haus veröffentlichte Spenderliste, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, nennt zahlreiche grosse Unternehmen und wohlhabende Einzelpersonen – darunter Palantir, Apple, die Google- und Youtube-Konzernmutter Alphabet, Amazon, T-Mobile, Meta und Lockheed Martin.
Der weitgehend zerstörte East Wing am Donnerstag. Bild: Keystone/AP Photo/Jacquelyn MartinT-Mobile, eine Tochter der Deutschen Telekom, teilte allerdings auf Anfrage mit, man habe zum 250. Geburtstag der USA Geld an eine Stiftung gespendet, die mit dem National Park Service bei der Verbesserung historischer Orte der Hauptstadt kooperiere. Darüber hinaus habe man keinen Einfluss auf die Verwendung der Spendengelder gehabt. T-Mobile US ist ein zentraler Geldbringer des Bonner Konzerns.
Trump will sich nach bisherigen Angaben auch mit eigenen Mitteln an dem Projekt beteiligen. Es sagte bisher aber nicht, wie hoch dieser Betrag sein wird. Trump gab in einer Pressekonferenz an, dass bislang Spendenzusagen in Höhe von 350 Millionen Dollar zusammengekommen seien.
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Freitag, 24. Oktober 2025, 1.50 Uhr
Trump-Regierung forciert Ölbohrung in Naturschutzgebiet in Alaska
US-Präsident Donald Trump will die Öl- und Gasförderung in einem Naturschutzgebiet in Alaska weiter vorantreiben. Im Küstengebiet des Arctic National Wildlife Refuge seien Pachtverträge wieder möglich, teilte das US-Innenministerium mit. Zudem sollten von der vorherigen Regierung gekündigte Verträge neu aufgelegt werden. Die Küste Alaskas berge «einige der vielversprechendsten ungenutzten Energieressourcen der USA», hiess es in der Mitteilung. Über den genauen Zeitpunkt für einen Beginn der Bohrungen und die Umsetzung der Pachtverträge war zunächst nichts bekannt.
Karibu im Wildtierschutzgebiet Arctic National Wildlife Refuge in Alaska. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Arctic National Wildlife RefugeTrump will Alaskas Bodenschätze seit langem stärker wirtschaftlich ausbeuten. Schon in seiner ersten Amtszeit forcierte er die Förderung von Öl und Erdgas im Arctic National Wildlife Refuge, weil dort erhebliche Rohstoffvorkommen vermutet werden. Sein Nachfolger Joe Biden schob den Ölbohrprojekten in weiten Teilen Alaskas dann einen Riegel vor und argumentierte unter anderem damit, dass die Arktis besonders geschützt werden müsse. Zudem schränkte ein Gericht die Öl- und Gasförderung in dem Naturschutzgebiet erheblich ein. Dass Biden Pachtverträge aufkündigen liess, wurde jedoch durch ein Gerichtsurteil im März dieses Jahres für ungültig erklärt.
Trump hatte gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit ein Dekret unterzeichnet, das auf die Ausweitung der Öl- und Gasförderung abzielt. Der Republikaner verspricht sich von den Bohrungen unter anderem Vorteile für die Energieversorgung des Landes und zusätzliche Arbeitsplätze. Umweltschützer warnen hingegen vor einem tiefen Eingriff ins Ökosystem und irreparablen Schäden für die Umwelt.
Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.