USA unter Donald Trump Die wichtigsten Ereignisse zwischen dem 1. und 21. Januar

Valérie Glutz

22.1.2026

Trump: Doch keine Zölle gegen Europäer ab 1. Februar

Trump: Doch keine Zölle gegen Europäer ab 1. Februar

Doch keine Zölle gegen Europäer: US-Präsident Donald Trump will seine Drohung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar doch nicht wahr machen.

21.01.2026

Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2025 wieder Präsident der Vereinigten Staaten. Alle Entwicklungen in seiner zweiten Präsidentschaft findest du hier im Ticker.

Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Donald Trump regiert seit dem 20. Januar 2025 in den USA.
  • Das Land ist aktuell tief gespalten.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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  • 22.19 Uhr

    Trump: Putin hat Einladung zu Friedensrat angenommen

    Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat Kremlchef Wladimir Putin die Einladung zu seinem umstrittenen «Friedensrat» angenommen - Putin selbst erklärte allerdings kurz zuvor, der Kreml prüfe das Angebot noch. «Er wurde eingeladen, er hat zugesagt», sagte Trump unter Verweis auf Putin am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Journalisten. «Viele haben zugesagt», fügte Trump hinzu.

    Darauf angesprochen, dass er auch nicht-demokratische Persönlichkeiten eingeladen habe, sagte Trump, einige seien «umstritten», aber «wenn ich nur Babys in den Rat aufnehmen würde, wäre das nicht sehr viel».

  • 22.06 Uhr

    Rutte bestätigt Trumps Angaben zu Grönland-Abkommen

    Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angaben von US-Präsident Donald Trump zu einem Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen bestätigt. Was Trump mitgeteilt habe, sei völlig korrekt, sagte der Niederländer am Rande von Gesprächen beim Weltwirtschaftsforum in Davos der ARD. Details wollte er allerdings nicht nennen. Er sagte lediglich, es werde weitere Gespräche geben.

    Mark Rutte, Generalsekretär der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO), spricht während einer Podiumsdiskussion im Rahmen des 56. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Schweiz, am Mittwoch, dem 21. Januar 2026.
    Mark Rutte, Generalsekretär der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO), spricht während einer Podiumsdiskussion im Rahmen des 56. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Schweiz, am Mittwoch, dem 21. Januar 2026.
    KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
  • 21.23 Uhr

    Putin lässt Einladung zu Trumps «Friedensrat» prüfen

    Einen Tag vor der geplanten Gründungszeremonie für den «Friedensrat» von US-Präsident Donald Trump hat Russlands Präsident Wladimir Putin bekannt gegeben, Trumps Einladung zu «prüfen». «Das russische Aussenministerium wurde beauftragt, die uns übermittelten Dokumente zu prüfen und unsere strategischen Partner zu diesem Thema zu konsultieren», erklärte der Kreml-Chef am Mittwoch bei einer Regierungssitzung in Moskau. Putin dankte Trump für die Einladung, auf die Russland jedoch erst nach der Prüfung antworten werde.

  • 20.54 Uhr

    Trump: Doch keine Zölle gegen Europäer ab 1. Februar

    US-Präsident Donald Trump will seine Drohung von Strafzöllen gegen acht  europäische Länder zum 1. Februar doch nicht wahr machen. Zur Begründung verwies Trump in seinem Post auf der Plattform Truth Social darauf, dass basierend auf einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

  • 19.22 Uhr

    Acht mehrheitlich muslimische Länder verkünden Beitritt zu Trumps «Friedensrat»

    Einen Tag vor der Gründungszeremonie für den «Friedensrat» von US-Präsident Donald Trump haben acht mehrheitlich muslimische Staaten ihren Beitritt zu dem Gremium erklärt, darunter Saudi-Arabien, Katar und die Türkei. Das Aussenministerium von Saudi-Arabien verkündete am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit sieben weiteren Staaten die «gemeinsame Entscheidung» der Aussenminister Saudi-Arabiens, Katars, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens, Indonesiens, Pakistans und der Vereinigten Arabischen Emirate, sich dem Gremium unter Trumps Vorsitz anzuschliessen.

    Weiter hiess es in der Erklärung aus Riad, die Länder unterstützten Trumps «Friedensbemühungen» im Gazastreifen. Die mögliche Zahlung eines Beitrags von «mehr als einer Milliarde Dollar» für einen ständigen Sitz in dem Gremium wurde in der Erklärung nicht erwähnt. Wer die Summe nicht entrichtet, hat nur Anrecht auf eine dreijährige Mitgliedschaft in dem Gremium.

    Die Bereitschaft der acht Staaten, der US-Initiative beizutreten, erfolgt zu einem Zeitpunkt verschärfter regionaler Spannungen: Traditionell sind Saudi-Arabien und die Emirate enge Verbündete. Beide Golfmonarchien unterstützen aber auch seit langem rivalisierende Fraktionen des Regierungsbündnisses im Bürgerkriegsland Jemen. In den vergangenen Wochen spitzte sich der Konflikt zwischen den beiden Regionalmächten zu. Beide Länder buhlen zudem mit Investitionszusagen und dem Abschluss von Geschäften um die Gunst der Trump-Regierung.

    Der «Friedensrat» soll bereits am Donnerstag Gestalt annehmen. Das Gründungsdokument soll nach US-Plänen bei einer Zeremonie am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in Trumps Anwesenheit unterzeichnet werden. Das Gremium soll Trumps Vorstellungen zufolge internationale Konflikte beilegen − und zwar laut Charta ausdrücklich in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Den Vorsitz des «Friedensrates» will Trump selbst übernehmen.

    Ursprünglich war der «Friedensrat» als Teil der zweiten Phase des US-Plans für den Gazastreifen vorgestellt worden. In der Charta der Initiative wird das Palästinensergebiet jedoch nicht mehr genannt. Mehrere europäische Staaten äusserten starke Vorbehalte gegen die Pläne - unter anderem, weil Trump zum «Friedensrat» auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin eingeladen hat. Kritiker werfen Trump zudem vor, eine Alternative zur UNO schaffen zu wollen.

  • 19.11 Uhr

    Ryanair-Chef O'Leary: Europa muss Trump die Stirn bieten

    Ryanair-Chef Michael O'Leary hat einen selbstbewussteren Umgang europäischer Politiker mit Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump gefordert. «Ich denke, dass es an der Zeit ist, dass Europa den USA die Stirn bietet», sagte der Chef von Europas grösster Airline vor Reportern in Dublin der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

    «Wenn Trump Europa mit Zöllen droht, sollte Europa das entsprechend beantworten und Trump wird kalte Füsse bekommen, wie er es normalerweise tut», sagte O'Leary. Der US-Präsident könne sich nur acht Monate vor den Midterm-Wahlen in den USA gar keinen Handelskrieg mit Europa leisten, sondern habe ein Interesse daran, dass die Wirtschaft laufe, sagte der Ire.

    Ryanair-Chef Michael O'Leary ist für seine markigen Sprüche bekannt 
    Ryanair-Chef Michael O'Leary ist für seine markigen Sprüche bekannt 
    sda (Archivbild)

    Er gab Trump recht bei dessen Forderung, dass die Nato-Partner ihre Verteidigungsausgaben erhöhen müssten und unterstützte dessen Ablehnung gegen Umweltsteuern. Die Positionen des US-Präsidenten zu Ukraine und zu Grönland seien hingegen falsch, urteilte der Ryanair-Chef.

    «Und wo er Unrecht hat, sollte Europa ihm die Stirn bieten und als ein Handelsblock auftreten und ihm sagen, dass er Unrecht hat und aufhören, ihm zu schmeicheln und ihn zum Dinner einzuladen», so O'Leary weiter.

    Der irische Geschäftsmann ist für seine markigen Sprüche bekannt und hatte sich in den vergangenen Tagen bereits einen verbalen Schlagabtausch mit US-Multimilliardär Elon Musk geliefert.

  • 18.18 Uhr

    Dänemark blockt ab: Keine Verhandlungen über US-Übernahme Grönlands

    Verhandlungen über eine Übergabe Grönlands an die USA kommen nach Angaben des dänischen Aussenministers Lars Løkke Rasmussen für sein Land nicht infrage. An solchen Gesprächen werde Dänemark nicht teilnehmen, stellte Rasmussen im dänischen Fernsehen klar, nachdem US-Präsident Donald Trump diese in einer Rede «unverzüglich» gefordert hatte.

    «Wir gehen in keine Verhandlungen, die darauf basieren, dass wir grundlegende Prinzipien aufgeben», sagte Lars Løkke Rasmussen dem Sender DR zufolge. «Das werden wir niemals tun.»

    Trump hatte seine Ansprüche auf das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland zuvor beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos bekräftigt. Nur die USA könnten «dieses riesige Stück Land» verteidigen, sagte Trump. Gewalt werde er bei der Übernahme nicht anwenden, so der Präsident. «Das ist an und für sich positiv, dass er sagt, er werde keine militärische Gewalt anwenden, aber es löst das Problem nicht», sagte Lars Løkke Rasmussen. Trumps Ambition, Grönland zu annektieren, sei offensichtlich «intakt».

    Nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen, US-Aussenminister Marco Rubio, in Washington hatte Lars Løkke Rasmussen eine Arbeitsgruppe angekündigt, die sich um eine Lösung im Grönland-Konflikt bemühen soll. Eine Annexion durch die USA lehnen Dänemark und Grönland vehement ab.

    «Wir gehen in keine Verhandlungen, die darauf basieren, dass wir grundlegende Prinzipien aufgeben»: Dänemarks Aussenminister Lars Lokke Rasmussen. 
    «Wir gehen in keine Verhandlungen, die darauf basieren, dass wir grundlegende Prinzipien aufgeben»: Dänemarks Aussenminister Lars Lokke Rasmussen. 
    EPA/Jonas Been Henriksen NORWAY OUT/KEYSTONE
  • 17.02 Uhr

    EU-Parlament stoppt Arbeit zu Umsetzung von Zolldeal mit USA

    Das Europäische Parlament hat die Arbeiten zur Umsetzung des im vergangenen Jahr vereinbarten Zollabkommens zwischen den USA und der EU formell auf Eis gelegt. «Mit der Androhung von Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland hat der US-Präsident den Bogen endgültig überspannt», teilte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange, in Strassburg mit.

  • 16.57 Uhr

    Auch Schwedischer Pensionsfonds trennt sich von US-Staatsanleihen

    Der schwedische Pensionsfonds Alecta hat sich nach eigenen Angaben von einem Grossteil seiner US-Staatsanleihen getrennt. Im vergangenen Jahr seien die Bestände in mehreren Schritten reduziert worden, erklärte Alecta-Investmentchef Pablo Bernengo gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Entscheidung basiere auf der Einschätzung, dass das mit US-Staatsanleihen und dem Dollar verbundene Risiko gestiegen sei, was wiederum mit der «geringeren Vorhersehbarkeit» der Politik und wachsenden Staatsschulden zusammenhänge.

    Alecta, das ein Vermögen von rund 1,3 Billionen Kronen (umgerechnet rund 143 Milliarden Dollar oder rund 114 Milliarden Franken) verwaltet und Ende 2024 noch US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Milliarden Kronen gehalten hatte, ist bereits der zweite skandinavische Pensionsfonds, der einen Verkauf von US-Staatsanleihen öffentlich gemacht hat.

    Bereits am Dienstag hatte AkademikerPension aus Dänemark bekanntgegeben, dass der Fonds US-Staatsanleihen verkaufe – aufgrund der «schlechten Lage» der öffentlichen Finanzen in den USA.

  • 12.56 Uhr

    Trumps handverlesene US-Staatsanwältin muss gehen

    Eine von Donald Trump ernannte Staatsanwältin, die gescheiterte Verfahren gegen zwei politische Gegner des US-Präsidenten leitete, hat ihren Posten verlassen. Das teilte US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X mit. Lindsey Halligan war von Trump im September kommissarisch für den Posten im US-Justizministerium eingesetzt worden. Nach 120 Tagen müsse sie nun aus dem Amt ausscheiden. «Ihr Weggang ist ein grosser Verlust», schrieb Bondi. Halligans Ernennung galt als umstritten.

    Vor ihrer Ernennung war Halligan Mitarbeiterin des Weissen Hauses und persönliche Anwältin von Trump. Der Republikaner hatte sie als Bundesstaatsanwältin im östlichen Bezirk des Bundesstaats Virginia installiert. Halligan beaufsichtigte kurz nach Amtsantritt Klagen gegen zwei Trump-Widersacher – gegen New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James und gegen den früheren FBI-Chef James Comey.

    Beide Klagen wurden von Trump-Kritikern als politisch motiviert gewertet und letztlich fallen gelassen. Das Gericht hatte im November in beiden Fällen seine Entscheidung damit begründet, dass Halligans Ernennung unrechtmässig gewesen sei. Die Trump-Regierung hielt zunächst dennoch an Halligan fest. Am Dienstag endete aber ihre 120-tägige kommissarische Amtszeit. Neben der umstrittenen Ernennung war Halligan auch wegen fehlender Erfahrung als Staatsanwältin kritisiert worden. Unklar war zunächst, wer das Amt übernimmt.

    Bondi verurteilte das Ausscheiden Halligans: «Die Umstände, die zu diesem Ergebnis geführt haben, sind zutiefst fehlgeleitet», schrieb sie auf X. «Wir leben in einer Zeit, in der die Fähigkeit eines demokratisch gewählten Präsidenten, wichtige Positionen in der Strafverfolgung zu besetzen, ernsthaften Hindernissen gegenübersteht.» Bondi gilt als treue Vertraute Trumps.

  • 12.05 Uhr

    US-Gouverneure kritisieren Trumps Pläne für Grönland

    Mehrere US-Gouverneure haben sich besorgt über Donald Trumps Besitzansprüche auf Grönland gezeigt.

    «Das Grönland-Vorgehen des Präsidenten ist total bescheuert», sagte der demokratische Gouverneur des Bundesstaates Kentucky, Andy Beshear, beim WEF in Davos. Innerhalb eines Jahres habe Präsident Trump die USA vom Anführer der freien Welt zum «Rüpel auf dem Schulhof» gemacht. Die US-Amerikaner seien gegen eine Übernahme Grönlands.

    Gretchen Whitmer, Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, kritisisert am WEF in Davos US-Präsident Trump.
    Gretchen Whitmer, Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, kritisisert am WEF in Davos US-Präsident Trump.
    Keystone

    Auch Gretchen Whitmer, demokratische Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, zeigte sich über den aussenpolitischen Kurs der Vereinigten Staaten besorgt. «Wir sind erst im ersten Jahr einer vierjährigen Amtszeit, und das Ausmass des angerichteten Schadens wird uns noch sehr lange belasten», sagte sie.

    Selbst der republikanische Gouverneur des Bundesstaates Oklahoma, Kevin Stitt, gab zu: «Die Sache mit Grönland ist schon etwas seltsam, denn wir können ja bereits Militärbasen auf Grönland errichten.»

  • 12.04 Uhr

    UN und Nato gefährlicher als China und Russland? Trump gefällt das

    Donald Trump hat gestern auf seiner Plattform Truth Social einen Eintrag repostet, der besagt, dass die UN und Nato eine grössere Gefahr für die USA darstellen als Russland und China. Die seien bloss ein «Schreckgespenst», während der wahre Feind im Inneren lauere, schreibt ein User, dessen Meinung dem Präsidenten offenbar gefällt.

    TruthSocial/realDonaldTrump
  • 11.44 Uhr

    Trump macht 1,4 Milliarden Dollar im 1. Amtsjahr

    In den ersten zwölf Monaten seiner zweiten Amtszeit hat Donald Trump 1,4 Milliarden Dollar gescheffelt – und dieser Wert sei ein Minuimum, beont die «New York Times» bei ihrer Recherche. Der Grund: «Ein Teil seiner Gewinne bleibt der Öffentlichkeit verborgen. Und sie wachsen weiter.»

    Woher Trumps Geld laut NYT kommt

    • 867 Millionen Dollar durch Kryptowährungen
    • 400 Millionen Dollar in Form eines Flugzeugs von Katar
    • 90,5 Millionen Dollar durch rechtliche Vergleiche mit Medien- und Techfirmen
    • 28 Millionen Dollar für die Melania-Doku von Amazon
    • 23 Millionen Dollar: Verkauf von Namensrechten in Übersee
  • 11.18 Uhr

    Trump droht: «Das ganze Land wird in die Luft gejagt»

    Donald Trump hat dem Iran mit massiver Gewalt gedroht, sollte es zu einem Anschlag auf ihn kommen. Für diesen Fall habe er Vorkehrungen getroffen. «Das ganze Land wird in die Luft gejagt», sagte er dem US-Sender NewsNation.

    Sollte ihm etwas zustossen, würden die Verantwortlichen «von der Erde getilgt», so der US-Präsident. Er reagierte damit auf eine Frage zu Berichten, wonach Irans Führung eine Morddrohung gegen ihn ausgesprochen haben soll.

    Trump on Iran: "If anything ever happens, the whole country is going to get blown up"

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    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 21. Januar 2026 um 04:27

    Nach den Drohungen Trumps und persönlichen Angriffen von Irans oberstem Führer Ali Chamenei wächst die Sorge vor einer militärischen Eskalation in der Region. Der US-Präsident sprach sich jüngst für einen Machtwechsel im Iran aus. Irans Präsident Massud Peseschkian erklärte, jede Aggression gegen Chamenei wäre gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation.

    Bei den jüngsten Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 4200 Demonstranten getötet worden. Die Staatsführung macht «terroristische Elemente» sowie die Erzfeinde USA und Israel für Gewalt bei den Massenprotesten verantwortlich. Auch wegen der Kommunikationsblockade lassen sich die Informationen nicht unabhängig überprüfen.

  • 11.11 Uhr

    Dänischer Pensionsfond stösst US-Anleihen ab

    Der dänische Pensionsfond AkademikerPension stösst sämtliche US-Anleihen in Höhe von circa 100 Millionen Dollar ab. «Es hat nicht direkt mit der anhaltenden Kluft zwischen den [USA] und Europa zu tun, aber das hat die Entscheidung natürlich nicht schwieriger gemacht», sagt dazu Investmentchef Anders Schelde laut CNBC.

    Ursächlich sei jedoch ein anderer Grund, von dem man in Washington nicht gerne hören wird: Der Vorgang sei der Tatsache geschuldet, dass die USA mit mehr als 38 Billionen Dollar in der Kreide stehen. – die «schlechten Staatsfinanzen» haben AkademikerPension zu dem Schritt bewogen so Schelde.

  • 11 Uhr

    Trump will 200 US-Soldaten aus Nato-Führung abziehen

    Wie die «Washington Post» berichtet, wollen sich die USA aus Teilen der Nato-Struktur zurückziehen. Rund 200 Soldatinnen und Soldaten sollen ihr Engegament in fast 30 Nato-Organisationen beenden. Dabei setze dasWeisse Haus nicht auf einen abrupten Abzug, sondern will die Stellen nicht mehr besetzen, wenn Stationierungen auslaufen.

  • 10.40 Uhr

    Friedensrat: Israel und Belarus dabei – Norwegen nicht

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will Teil des von US-Präsident Donald Trump vorgesehenen Gremiums zur Überwachung einer neuen Regierung im Gazastreifen sein. Er habe eine Einladung von Trump angenommen, sich dem sogenannten Friedensrat anzuschliessen, teilte Netanjahus Büro heute mit.

    Ursprünglich war der Friedensrat als kleine Gruppe von Staats- und Regierungschefs gedacht, die den Waffenruheplan für den Gazastreifen überwachen sollten. Trump hatte dann noch andere Pläne für das Gremium und lud Dutzende Länder zur Mitgliedschaft ein.

    Er deutete zudem an, dass das Gremium nach seiner Vorstellung bald eine Rolle als Vermittler in globalen Konflikten übernehmen soll – ähnlich der Funktionen des UN-Sicherheitsrats. Dazu ist auch Moskau eingeladen, hat aber noch nicht reagiert. Alexander Lukaschenko, Diktator aus Belarus, hat dagegen schon zugesagt – und ein entsprechendes Dokument gestern unterzeichnet.

    Norwegen hingegen erteilt Trump eine Ansage: Das will «Aftenposten» aus dem Aussenministerium erfahren haben.

  • 10 Uhr

    Grönland: Frankreich fordert Nato-Übung – Schweden verlegt Kampfjets

    Frankreich fordert eine Nato-Übung auf Grönland, berichtet «Le Parisien». Das sei am Morgen aus Élysée-Kreisen bekannt geworden. Demnach sei Paris bereit, zu einer solchen Übung beizutragen. Grund für eine Nato-Übung ist aus Sicht von Paris, dass man die Sicherheit der Arktisregion ernst nehme.

    Dänemark hatte die Nato zuletzt um eine dauerhafte Präsenz auf der Insel gebeten. Vorbild dafür könnte die verstärkte Nato-Präsenz in der Ostsee und im Baltikum sein, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen laut der Nachrichtenagentur Ritzau.

    Dänemark und Grönland hatten zuvor eine Mission des Bündnisses in der Arktis vorgeschlagen. Bereits in der vergangenen Woche waren internationale Soldaten, unter anderem aus Deutschland und Frankreich, zu einer mehrtägigen Erkundungstour nach Grönland gekommen. Dabei handelte es sich um eine Erkundungsmission unter dänischer Führung und nicht um eine Nato-Übung.

    Schwedische Jas 39 Gripen bei einer Übung auf Island.
    Schwedische Jas 39 Gripen bei einer Übung auf Island.
    Jesper Sundström/Försvarsmakten

    Schweden hat derweil angekündigt, im Februar und März Gripen-Kampfjets auf die Insel zu verlegen. Laut «AeroTime» sollen acht bis zwölf Flugzeuge auf dem Flughafen Keflavík stationiert werden, um die militärische Bereitschaft der Nato zu unterstützen. 

  • 9.30 Uhr

    US-Finanzminister wirft Europa Verbitterung vor

    US-Finanzminister Scott Bessent hat europäischen Regierungen angesichts der von Präsident Donald Trump ausgesprochenen Zollandrohungen im Grönland-Streit Ärger und Verbitterung vorgeworfen.

    Greenland & Tariffs: U.S. Officials Want Europeans To Remain Weak & Impotent U.S. Administration Wants To Annex Greenland Against Will Of Citizens! “U.S. Treasury Secretary Scott Bessent said the U.S. needs to protect Greenland because Europe projects "weakness" in defense” tinyurl.com/mr75ppjz

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    — quasar_buckhead (@crisparkle.com) 21. Januar 2026 um 10:10

    Bessent forderte die EU heute auf, die Ankunft von Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos abzuwarten. Er glaube, dass sich die Europäerinnen und Europäer hinter Trumps Bedenken bezüglich Grönland stellen würden, sobald sie seine Argumente gehört hätten, sagte Bessent.

    Bessent on U.S.-Europe relations: “We have a very good trade agreement. And I think our relations have never been closer.”

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    — The Bulwark (@thebulwark.com) 20. Januar 2026 um 16:08

    Trump hat damit gedroht, das zu Dänemark gehörende Grönland einzunehmen. Er hat Dänemark und anderen Verbündeten der USA Einfuhrzölle angedroht, wenn sie nicht über eine US-Übernahme der halbautonomen Insel verhandeln.

  • Mittwoch, 21. Januar, 6.52 Uhr

    Usha Vance ist schwanger

    US-Vizepräsident JD Vance und seine Ehefrau, Second Lady Usha Vance, werden zum vierten Mal Eltern. «Wir freuen uns sehr mitzuteilen, dass Usha mit unserem vierten Kind, einem Jungen, schwanger ist», teilten beide in den sozialen Medien mit. «Usha und dem Baby geht es gut, und wir freuen uns alle darauf, ihn Ende Juli willkommen zu heissen.»

    Ausdrücklich dankt das Paar Militärärzten, die sich «hervorragend um unsere Familie kümmern». Auch den Mitarbeitern dankten die beiden, weil sie «so viel dafür tun, dass wir unserem Land dienen und gleichzeitig ein wunderbares Leben mit unseren Kindern geniessen können».

  • 23.35 Uhr

    US-Einheiten beschlagnahmen weiteren Öltanker

    Die USA haben in der Karibik einen weiteren Öltanker aufgebracht. Das Motorschiff «Sagitta» habe sich der von US-Präsident Donald Trump verhängten Blockade für sanktionierte Tanker widersetzt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit.

    Die USA seien entschlossen zu sichern, dass nur ordnungsgemäss und rechtmässig koordiniertes Öl das südamerikanische Land Venezuela verlässt, hiess es weiter. Laut Southcom verlief der Einsatz erneut «ohne Zwischenfälle».

    Die USA haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte Trump angekündigt, eine «vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela» zu verhängen.

  • 21.27 Uhr

    Trump räumt «Fehler» von ICE ein und bedauert Renee Goods Tod

    US-Präsident Donald Trump hat mögliche «Fehler» der Einwanderungspolizei ICE eingeräumt. Der Tod der unbewaffneten Autofahrerin Renee Nicole Good in Minneapolis vor rund zwei Wochen sei «eine Tragödie», sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in Washington, ohne Good namentlich zu nennen.

    Er habe sich schrecklich gefühlt, als er von ihrem Tod erfahren habe, sagte der Präsident weiter - zumal ihr Vater «ein enormer Trump-Fan» gewesen sei. «Ich hoffe, er sieht das immer noch so», fügte er hinzu.

    Die Trump-Regierung hatte Good als «inländische Terroristin» dargestellt, die von einem Polizisten aus Notwehr mit drei Schüssen getötet worden sei, nachdem sie ihn «überfahren» habe. Videoaufnahmen zeigen allerdings, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten wegsteuerte.

    Trump hatte eine harte Gangart gegen Migranten ohne Papiere und gegen Demonstranten in demokratisch regierten Bundesstaaten wie Minnesota angeordnet. Dabei würden die ICE-Polizisten «manchmal einen Fehler machen, das kann passieren», betonte er. «Sie haben es mit harten Menschen zu tun», sagte Trump zur Begründung.

  • 20.30 Uhr

    Trump preist erstes Jahr seiner zweiten Amtszeit

    Ein Jahr nach seiner neuerlichen Vereidigung zum Präsidenten der USA hat Donald Trump vor Pressevertretern seine Leistungen gepriesen. Es würde mehr als eine Woche dauern, seine Erfolge aufzuzählen, sagte Trump am Dienstag im Weissen Haus. Er betrat den Presseraum mit einem Stapel Papiere im Arm und erklärte, er habe im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit «bei weitem» mehr erreicht als jede andere Regierung zuvor.

    «Es war eine unglaubliche Zeit», sagte Trump und blätterte durch die Seiten. Der Präsident wandte sich allein vom Rednerpult an die Reporter, während seine Pressesprecherin Karoline Leavitt neben ihm stand. Er begann umgehend, Fotos von Menschen zu zeigen, die bei Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota festgenommen worden sein sollen. Darauf stand jeweils: «Minnesota – die Schlimmsten der Schlimmsten». Die Teilnehmer von Protestaktionen gegen die ICE-Einsätze bezeichnete Trump «bezahlte Agitatoren».

    Vor Beginn von Trumps Auftritt hatten die Journalisten im Raum eine 31-seitige Broschüre erhalten mit einer Liste von «365 Erfolgen in 365 Tagen», wie es in Grossbuchstaben hiess.

  • 13.19 Uhr

    Trump verkauft Venezuelas Öl an Genfer Rohstoff-Händler

    Donald Trump hat erstmal venezolanisches Öl verkauft: Laut «Financial Times» (FT) ging der Zuschlag an eine internationale Firma mit Sitzen in Rotterdam und Genf. Eingefädelt haben soll den Deal ein Händler, der dem Republikaner 2024 Millionen gespendet hat. 

    Das Geschäft in Höhe von circa 250 Millionen Dollar hat demnach das Unnehmen Vitol klagemacht, deren US-Tochter in Houston, Texas, sitzt. Der Angestellte John Addison hat offenbar massgebich zum Erfolg der Verhandlungen beigetragen, der Trumps Präsidentschaftsrennen mit insgesamt sechs Millionen Dollar gefördert haben soll.

    Remember when Trump demanded the petroleum industry give $1B to his campaign fund? You'll never guess how that worked out. www.ft.com/content/da74...

    [image or embed]

    — emptywheel (@emptywheel.bsky.social) 16. Januar 2026 um 13:20

    «Addison versprach Trump, dass Vitol den bestmöglichen Preis für venezolanisches Öl für die USA erzielen würde, ‹damit der Einfluss, den Sie auf die Venezolaner haben, sicherstellt, dass Sie bekommen, was Sie wollen›», schreibt die FT.

    «Vitol musste sich den Zugang zu Trump erkaufen, weil sie unter normalen Umständen nicht in der Lage gewesen wären, einen solchen Deal abzuschliessen», schimpft der demokratische Senator Chris Murphy auf X, « – wegen der kriminellen Geschichte des Unternehmens, das ausländische Regierungen besticht

  • 12.55 Uhr

    Kanada, Grönland und Venezuela unter US-Flagge: Trump provoziert mit Social-Media-Posts

    Donald Trump hat mit einer Fotomontage deutlich gemacht, dass er neben Grönland auch Kanada unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will.

    Auf seiner Online-Plattform Truth Social veröffentlichte der Präsident zwei Fotomontagen: Auf einem der Bilder wird Trump im Oval Office mit europäischen Staats- und Regierungschefs und einem Plakat gezeigt, auf dem neben den USA auch Venezuela, Grönland und Kanada in US-Flagge dargestellt werden.

    TruthSocial/@realDonaldTrump

    In der Vergangenheit hatte Trump bereits mehrfach öffentlich mit dem Gedanken gespielt, Kanada unter US-Kontrolle zu bringen. So solle das Nachbarland Teil der Vereinigten Staaten und der «51. Bundesstaat» werden. Der kanadische Premierminister Mark Carney hatte Trumps territorialen Ambitionen vergangenen Mai eine klare Absage erteilt.

    Bei dem Originalbild hatten sich unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im August mit Trump im Oval Office getroffen und über Lösungen im Ukraine-Krieg gesprochen.

    TruthSocial/@realDonaldTrump

    Auf einem zweiten von Trump heute geteilten Foto ist der US-Präsident bei der Eroberung Grönlands dargestellt. Auf einem Schild ist «Grönland – US-Territorium, gegründet 2026» zu lesen. Neben Trump sind auch US-Vizepräsident JD Vance und US-Aussenminister Marco Rubio zu sehen.

  • 12.06 Uhr

    Trump: «Kein Zurück» bei Grönland

    Im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der beteiligten Parteien beim WEF in Davos angekündigt.

    Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, liess der Republikaner offen.

    Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland «von entscheidender Bedeutung» für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. «Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!», schrieb Trump.

    Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt.

    Der Republikaner kündigte dann an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen.

    Sollte Trump die Zölle wirklich verhängen lassen, könnte die EU beispielsweise ebenfalls Sonderzölle verhängen. Im Raum stehen Extraabgaben auf Wareneinfuhren aus den USA im Wert von 93 Milliarden Euro, etwa Flugzeuge, Motorräder, Rindfleisch, Whiskey und Zitrusfrüchten.

    Auch andere wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen sind möglich – so könnten US-Unternehmen etwa von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen oder für bestimmte Produkte Ein- und Ausfuhrbeschränkungen erlassen werden.

  • 10.01 Uhr

    Macron schlägt G7-Treffen mit Russland und Dänemark vor

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der G7-Staaten mit Russland und Dänemark am Donnerstag in Paris vorgeschlagen. Das geht aus privaten Textnachrichten zwischen Macron und Trump hervor, die der US-Präsident auf der Plattform Truth Social teilte. Der Élysée-Palast bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Nachrichten.

    Am Dienstagvormittag hatte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Bilder veröffentlicht, die Textnachrichten von Macron zeigen sollen. Darin regt Macron ein Treffen der grossen westlichen Industrienationen in Paris nach dem Ende des Weltwirtschaftsforums in Davos an. Hinzustossen sollen demnach nach seiner Ansicht auch Vertreter der Ukraine, Dänemarks, Syriens und Russlands.

    Macron merkte in den privaten Textnachrichten an Trump an, dass Frankreich und die Vereinigten Staaten «völlig im Einklang» mit Blick auf den weiteren Kurs in Syrien seien. Zudem könnten sie «grossartige Dinge» im Iran erreichen.

  • 9.35 Uhr

    Trump veröffentlicht Rutte-SMS: «Kann es nicht erwarten, dich zu sehen. Dein Mark»

    Zugegeben: Mark Rutte steckt in einer Zwickmühle. Die einen rechnen dem Nato-Generalsekretär an, dass er alles tut, um das Bündnis zusammenzuhalten. Die anderen stören sich an seinen Worten, die man den Kritikern zufolge als Schleimerei bezeichnen muss.

    Beide Seiten könnten sich in einer SMS von Rutte bestätigt sehen, die Donald Trump nonchalant öffentlich gemacht hat. Auf seiner Plattform Truth Social zeigt der US-Präsident diesen Text des Niederländers:

    Herr, Präsident, lieber Donald – was du heute in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. Ich werde meine Presse-Verabredungen in Davos nutzen, um deine Arbeit dort, in Gaza und in der Ukraine hervorzuheben. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, wegen Grönland voranzumachen. Kann es nicht erwarten, dich zu sehen. Dein Mark.

    Bei Syrien könnte Rutte sich auf den 17. Januar beziehen, als die USA in Syrien Vergeltungsangriffe gegen Al-Kaida-Stellungen geflogen haben.

    Ruttes SMS, die Trump veröffentlicht hat.
    Ruttes SMS, die Trump veröffentlicht hat.
    TruthSocial/@realDonaldTrump
  • 9 Uhr

    «Måke Califørnia Great Ægain»: Dänische Petition zum Kauf von US-Bundesstaat nimmt Fahrt auf

    «Måke Califørnia Great Ægain»: Unter diesem Motto haben Dänen eine nicht ganz ernst gemeinte Petition gestartet, um Donald Trump den wirtschaftlich stärksten Bundesstaat abzukaufen. Mehr als 285'000 Unterschriften sind dabei schon zusammengekommen.

    «Hast du jemals auf eine Landkarte geschaut und gedacht: ‹Weisst du, was Dänemark braucht? Mehr Sonne, Palmen und Rollerskates.›», heisst es auf der Website Denmarkification – «Dänemarkifizierung». «Nun, wir haben die einmalige Gelegenheit, diesen Traum wahr werden zu lassen. Lasst uns Kalifornien von Donald Trump kaufen!»

    Diese Gründe führen die Initianten an:

    • «Sonne im Überfluss: Seien wir ehrlich, das dänische Wetter ist... nun, sagen wir einfach, es ist gemütlich. In Kalifornien gibt es 300 Sonnentage im Jahr. Stell dir vor, du tauschst deine Regenstiefel gegen Flip-Flops!»
    • «Tech-Dominanz: Ein paar zusätzliche Tech-Bros gewinnen? Super! Das ist es, was jede Demokratie braucht.»
    • «Avocado-Toast für immer: Kalifornien baut 90 Prozent der Avocados in den USA an. Das stimmt – uns wird der Avocado-Toast nie ausgehen.»
    • «Schutz der freien Welt: Die meisten sagen, wir haben die beste Freiheit. Kolossale Freiheit.»
    • «Disneyland: Wir benennen es um in Hans-Christian-Andersenland. Micky Maus im Wikingerhelm? Ja, bitte.»

    Warum Trump verkaufen könnte? «Seien wir ehrlich: Trumps ist nicht gerade der grösste Fan von Kalifornien», schreiben die Dänen mit Blick auf das Gezänk zwischen dem US-Präsidenten und Kaliforniens eher demokratische Wählerschaft und Gouverneur Gavin Newsom. Zudem winke eine lebenslange Versorgung mit dänischen Leckereien.

    Saftig auch das: «Und was ist mit dem Willen der Bürgerinnen und Bürger? Seien wir mal ehrlich – wann hat ihn das jemals aufgehalten? Wenn Trump Kalifornien verkaufen will, wird er Kalifornien verkaufen.»

    Ein dänischer Soldat 2002 in Kabul: Kopenhagen hat in dem Krieg mit 7,82 Toten pro eine Million Einwohner nur wesenltich weniger Leute verloren als die USA mit 7,96 Toten. Spitzenreiter: GHeorgien mit einem Wert von 8,42.
    Ein dänischer Soldat 2002 in Kabul: Kopenhagen hat in dem Krieg mit 7,82 Toten pro eine Million Einwohner nur wesenltich weniger Leute verloren als die USA mit 7,96 Toten. Spitzenreiter: GHeorgien mit einem Wert von 8,42.
    KEYSTONE

    Nun müssten eine Billion Dollar gesammelt und der «beste Unterhändler» in die USA geschickt werden, damit aus Kalifornien «Neudänemark» werden könne. Die Metropole Los Angeles werde neu «Løs Ångeles» heissen.

    Dazu bietet die Website «Empfehlungen» von «Unterstützern» wie Hans Christian Andersen höchstpersönlich, Karen aus der Buchhaltung, Schauspieler Viggo Mortensen, Königin Margrete III und Sven dem Wikinger.

  • 6 Uhr

    Cassis: «Wir leben in einer regelbasierten Unordnung»

    Aussenminister Ignazio Cassis und seine österreichische Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger haben sich in einem Interview mit der «NZZ» zur Weltordnung unter Einfluss von US-Präsident Donald Trump geäussert. «Wir müssen anerkennen, dass wir nicht mehr in einer regelbasierten Ordnung leben, sondern in einer regelbasierten Unordnung», sagte Bundesrat Cassis zur Zeitung. «Die USA sind gerade Gestalter der Welt, und wir sind alle davon betroffen, die Schweiz etwa mit Blick auf Zölle.»

    Der Sitz der Schweiz im Uno-Sicherheitsrat sowie der Vorsitz über die OSZE seien Beweis dafür, dass man noch für eine regelbasierte Ordnung kämpfe.

    Aussenminister Ignazio Cassis (r.) und seine österreichische Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger. (Archivbild)
    Aussenminister Ignazio Cassis (r.) und seine österreichische Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Peter Klaunzer
  • 4.30 Uhr

    «Grönland gehört zu Dänemark», sagt die offizielle Schweiz

    Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat auf Anfrage mehrerer Medien zu den Ansprüchen des US-Präsidenten Donald Trump auf Grönland Stellung bezogen. «Die Position der Schweiz ist klar. Gemäss Völkerrecht gehört Grönland zu Dänemark mit einem weitreichenden Autonomiestatus. Jede Änderung dieses Status benötigt die Zustimmung Dänemarks und Grönlands. Die Regeln der Uno-Charta wie das Gewaltverbot sowie das Interventionsverbot gelten weltweit», schrieb das EDA etwa auf Anfrage von «Blick», CH Media und Tamedia.

  • Dienstag, 20. Januar 2026, 1.57 Uhr

    Weisses Haus verteidigt Trump-SMS mit Verweis auf Friedensnobelpreis

    Das Weisse Haus hat die Echtheit einer Nachricht von Präsident Donald Trump bestätigt, laut der er sich nicht mehr nur dem Frieden verpflichtet fühlt. Trump sei «sich sicher, dass den Grönländern besser gedient wäre, wenn sie von den Vereinigten Staaten vor modernen Bedrohungen in der Arktisregion geschützt würden», sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Anna Kelly in Washington.

    Während Europa an Donald Trump verzweifelt und sich auf seinen Besuch am WEF in Davos vorbereitet, verfolgt der US-Präsident mit seiner Tochter Ivanka Trump (r.) und US-Innenminister Doug Burgum (hinten) ein College- Football-Spiel in Miami. (19. Januar 2026)
    Während Europa an Donald Trump verzweifelt und sich auf seinen Besuch am WEF in Davos vorbereitet, verfolgt der US-Präsident mit seiner Tochter Ivanka Trump (r.) und US-Innenminister Doug Burgum (hinten) ein College- Football-Spiel in Miami. (19. Januar 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

    Am Sonntag hatte Trump in einer SMS-Nachricht an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre den eskalierenden Streit um seine Ansprüche auf Grönland mit seinen gescheiterten Ambitionen auf den Friedensnobelpreis in Verbindung gebracht. «Angesichts der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschliesslich an Frieden zu denken», schrieb Trump. Zwar stehe Frieden immer im Vordergrund. Doch nun könne er darüber nachdenken, was gut und richtig für die USA sei, schrieb Trump, und: «Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.»

    Die Regierung in Oslo veröffentlichte Trumps Nachricht. Diese sei eine Antwort auf ein Schreiben gewesen, das ihm in seinem Namen und im Namen des finnischen Präsidenten Alexander Stubb übermittelt worden sei, erklärte Støre. Darin hätten sie ihre Ablehnung der Zölle zum Ausdruck gebracht, die Trump gegen europäische Länder verhängen will, die sich seinen Forderungen nach einer Übernahme Grönlands entgegenstellen. Er und Stubb hätten auf die Notwendigkeit einer Deeskalation hingewiesen und ein Telefongespräch zwischen den drei Staats- und Regierungschefs vorgeschlagen.

  • 23.32 Uhr

    Fed-Chef Powell nimmt an Anhörung zu Kollegin Cook teil

    Der Chef der US-Zentralbank Federal Reserve, Jerome Powell, nimmt nach Angaben aus informierten Kreisen am Mittwoch zur Unterstützung seiner Kollegin Lisa Cook an einer Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof teil. Bei dem Termin geht es um die geplante Entlassung des Fed-Gouverneursratsmitglieds Cook durch Präsident Donald Trump. Der Oberste Gerichtshof soll prüfen, ob Trump Cook feuern darf.

    Powell hatte vor kurzem bekanntgegeben, dass die Trump-Regierung ihm mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht habe. Trump hatte Powell 2018 zum Vorsitzenden der unabhängigen Fed ernannt. War Powell im vergangenen Jahr noch eher zurückhaltend, was eine Reaktion auf Trumps wiederholte Angriffe auf die Notenbank angeht, scheint der Zentralbankchef jetzt öffentlichkeitswirksam Stellung beziehen zu wollen. Powell hat Trump in einem Video vorgeworfen, er wolle ihn dazu zwingen, den Leitzins der Fed deutlich zu senken.

    Die Trump-Regierung wirft Cook Hypothekenbetrug vor. Cook bestreitet die Vorwürfe. Sie wurde bislang nicht angeklagt. Die Gouverneurin hat geklagt, um ihren Posten bei der Fed zu behalten. Der Oberste Gerichtshof beschloss im Herbst, dass sie Mitglied des Gouverneursrats bleiben kann, während ihr Fall geprüft wird. Wenn Trump die Erlaubnis für die Entlassung von Cook bekäme, könnte er eine andere Person für ihren Posten ernennen. Dadurch hätten von Trump ernannte Mitglieder eine Mehrheit im Gouverneursrat und hätten mehr Einfluss auf die Entscheidungen der Zentralbank.

    Im Visier der Trump-Regierung: Fed-Chef Jerome Powell. (Archivbild)
    Im Visier der Trump-Regierung: Fed-Chef Jerome Powell. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Jacquelyn Martin
  • 21.46 Uhr

    «Lange geplant» – Flugzeuge auf US-Militärplatz in Grönland erwartet

    Das von den USA und Kanada geführte Nordamerikanische Luftverteidigungskommando (Norad) schickt nach eigenen Angaben im Rahmen lange geplanter Aktivitäten Flugzeuge nach Grönland. Dies sei mit Dänemark abgestimmt und auch die Regierung Grönlands sei informiert, teilte Norad auf der Plattform X mit.

    Ankündigungen wie diese wären nicht weiter bemerkenswert, wäre die Lage zwischen den USA und europäischen Ländern nicht so angespannt, wie sie gerade ist: Die USA erheben Anspruch auf das zu Dänemark gehörende Grönland - ein Konflikt zwischen Verbündeten, der für beispiellose Verunsicherung innerhalb des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato sorgt.

    Norad teilte mit, die Flugzeuge würden bald auf dem US-Militärflugplatz Pituffik Space Base in Grönland eintreffen. Bei dem Einsatz handele es sich um langfristig geplante Norad-Aktivitäten, die auf der dauerhaften Verteidigungszusammenarbeit zwischen den USA, Kanada und Dänemark aufbauen.

    Norad ist eine gemeinsame Einrichtung der Vereinigten Staaten und Kanadas zur Überwachung des Luft- und Weltraums zum Schutz Nordamerikas. Der Kommandant ist sowohl dem US-Präsidenten als auch dem kanadischen Premierminister unterstellt. Eigenen Angaben zufolge führt Norad immer wieder routinemässig Einsätze zur Verteidigung Nordamerikas durch.

  • 19.41 Uhr

    «Sehr unklug»: Bessent warnt EU vor Vergeltung

    Im Konflikt um die US-Besitzansprüche auf Grönland hat US-Finanzminister Scott Bessent die Europäische Union gewarnt. Von Journalisten in Davos auf mögliche «Vergeltungsmassnahmen» der EU angesprochen, sagte er: «Ich denke, das wäre sehr unklug.» Zudem sagte er: «Ich denke, jeder sollte den Präsidenten bei seinem Wort nehmen.» US-Präsident Donald Trump will den USA die zu Dänemark gehörende Insel Grönland einverleiben. Die Regierung in Kopenhagen schliesst aus, die Insel zu verkaufen, und wird beim Widerstand gegen Trumps Pläne aktiv von mehreren europäischen Staaten unterstützt.

    Trump hatte angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europäischen Staaten zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die Vereinigten Staaten brechen.

    Als Gegenmassnahme hält sich die EU unter anderem die Einführung von Gegenzöllen vor. Ein Sprecher der Europäischen Kommission bestätigte, dass theoretisch am 7. Februar EU-Sonderzölle auf Wareneinfuhren im Wert von 93 Milliarden Euro fällig werden könnten. Betroffen wäre eine lange Liste mit Industrie- und Agrarprodukten wie zum Beispiel Flugzeugen, Motorrädern, Rindfleisch, Whiskey oder Zitrusfrüchten. Entschieden werden soll das Ende der Woche auf einem Sondergipfel.

    Der US-Finanzminister Scott Bessent ist derzeit beim WEF in Davos.
    Der US-Finanzminister Scott Bessent ist derzeit beim WEF in Davos.
    Bild: sda
  • 18.34 Uhr

    Kopenhagen und Nuuk schlagen Nato-Mission für Grönland vor

    Dänemark und Grönland haben eine Nato-Mission für die Arktis-Insel vorgeschlagen. Dies sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen im Beisein der grönländischen Aussenministerin Vivian Motzfeldt nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im dänischen Fernsehen. US-Präsident Donald Trump beansprucht die zu Dänemark gehörende autonome Insel für sich.

    Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und die grönländische Aussenministerin Vivian Motzfeldt schlagen eine Nato-Mission auf Grönland vor.
    Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und die grönländische Aussenministerin Vivian Motzfeldt schlagen eine Nato-Mission auf Grönland vor.
    Bild: Keystone/AP Photo/Virginia Mayo
  • 14.03 Uhr

    Trumps Grenzchef patrouilliert im «Nazi»-Mantel und löst Shitstorm aus

    Bovinos Outfit erinnert viele an die Nazi-Zeit. 
    Bovinos Outfit erinnert viele an die Nazi-Zeit. 
    Bild: Keystone

    In Minneapolis hat der Grenzschutz-Commander Gregory Bovino mit einem öffentlichen Patrouillengang für heftige Reaktionen gesorgt. Videos zeigen Bovino in einem langen, olivgrünen Mantel mit Abzeichen der Immigration and Customs Enforcement, begleitet von schwer bewaffneten Einsatzkräften.

    In sozialen Medien wird das Outfit scharf kritisiert; zahlreiche Nutzer ziehen Vergleiche zu historischen Uniformen aus der NS-Zeit und sprechen von «Nazi-Cosplay». Bovino äusserte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

    Der Auftritt fällt in eine Phase angespannter Stimmung in Minneapolis nach umstrittenen ICE-Einsätzen und dem Tod einer 37-jährigen Frau Anfang Januar. Ein Bundesgericht hat den Behörden zuletzt enge Grenzen im Umgang mit friedlichen Demonstrationen gesetzt.

  • 13.59 Uhr

    «Verklagen euch in Grund und Boden» – Trump-Sprecherin droht TV-Sender

    Die Sprecherin des Weissen Hauses hat CBS News nach einem Interview mit Donald Trump mit einer Klage gedroht, falls das Gespräch nicht ungekürzt ausgestrahlt werde.

  • 12.05 Uhr

    Arktis-Experte erklärt Grönland-Konflikt

    Donald Trump will Grönland übernehmen, notfalls auch militärisch. Hier erklärt der prominente US-Politikwissenschaftler Steve Lamy, warum der US-Präsident nicht von seiner Grossmachtvision abweichen wird und was das für die transatlantischen Beziehungen bedeuten könnte.

  • 7.53 Uhr

    Trump droht jetzt offen – «denke nicht mehr nur über Frieden nach»

    US-Präsident Donald Trump verknüpft den Streit um Grönland erstmals explizit mit dem Friedensnobelpreis. In einem Schreiben an Norwegens Regierungschef macht Trump deutlich: Weil ihm die Auszeichnung verwehrt geblieben sei, fühle er sich nicht länger zu aussenpolitischer Zurückhaltung verpflichtet.

  • 7.28 Uhr

    So hart könnte Europa auf Trumps Zoll-Erpressung reagieren

    Nach Drohungen nun offene Erpressung: Der US-Präsident versucht, seinen widerrechtlichen Besitzanspruch auf Grönland mit Zöllen für Deutschland und andere Staaten durchzudrücken. Kann Europa kontern?

  • 3.37 Uhr

    Chinas Wirtschaft wächst langsamer

    Chinas Wirtschaft ist zum Ende des vergangenen Jahres langsamer gewachsen. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um 4,5 Prozent zu. Damit verzeichnete die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt das schwächste Quartalswachstum seit dem Ende des Corona-Lockdowns vor drei Jahren. In den drei vorangegangenen Quartalen hatte die Wirtschaft noch um 5,4 Prozent, 5,2 Prozent und 4,8 Prozent zugelegt.

    Für das Gesamtjahr meldeten die Statistiker ein Wachstum von 5,0 Prozent. Damit wurde das von der Regierung ausgegebene Ziel von «rund fünf Prozent» erreicht. Gestützt wurde die Konjunktur durch den Aussenhandel. Trotz anhaltender Spannungen mit den USA und neuer handelspolitischer Unsicherheiten profitierten chinesische Unternehmen von starken Ausfuhren in andere Regionen.

    Ein Containerterminal im Hafen von Shanghai. (14. Januar 2026)
    Ein Containerterminal im Hafen von Shanghai. (14. Januar 2026)
    Bild: Keystone/Chinatopix Via AP

    Ökonomen sehen darin Anzeichen für eine unausgewogene Entwicklung. Während der Exportboom die Wirtschaft stützt, belasten eine schwache Nachfrage im Inland, ein angespannter Arbeitsmarkt und fallende Immobilienpreise die Kauflaune der Verbraucher. Hinzu kommen hohe Schulden vieler Lokalregierungen, die den Spielraum für grosse Konjunkturprogramme begrenzen. Für das laufende Jahr wird weitgehend mit einer Fortsetzung dieses Musters gerechnet. Internationale Organisationen bleiben zurückhaltend. Die Weltbank rechnet für 2026 mit einem Wachstum von rund 4,4 Prozent, der Internationale Währungsfonds geht von etwa 4,5 Prozent aus. Die US-Investmentbank Goldman Sachs zeigt sich etwas optimistischer und erwartet ein Plus von 4,8 Prozent.

  • Montag, 19. Januar 2026, 0.57 Uhr

    Von der Leyen: Werden unsere Interessen stets schützen

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt sich auch nach den neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit solidarisch mit Dänemark und Grönland. «Zusammen stehen wir fest zu unserem Engagement, die Souveränität Grönlands und des Königreichs Dänemark zu wahren», schrieb sie am Abend auf der Plattform X. «Wir werden stets unsere strategischen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen schützen.» Man werde «diesen Herausforderungen für unsere europäische Solidarität mit Standhaftigkeit und Entschlossenheit begegnen».

    Zuvor hatte EU-Ratspräsident António Costa einen Sondergipfel einberufen, der voraussichtlich am Donnerstag stattfinden soll. Trump hatte am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland ab Februar zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten angekündigt – alle von ihnen Nato-Länder. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde.

    Der US-Präsident hat wiederholt deutlich gemacht, dass sich die USA die Insel einverleiben wollen – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Trump zufolge würden ansonsten Russland oder China die Insel übernehmen. Grönland ist weitgehend autonom und gehört zum Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark. Aktuell gilt seit Sommer für die meisten EU-Exporte nach Amerika ein Zollsatz von 15 Prozent.

  • 21.28 Uhr

    EU organisiert wegen Trumps Zoll-Drohungen Sondergipfel

    EU-Ratspräsident António Costa wird nach den neuen Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit einen Sondergipfel einberufen. Als Termin für ein Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs kommt nach Angaben einer EU-Beamtin Donnerstag infrage. Sicher sei aber bislang nur, dass es ein physisches Treffen Ende der Woche geben solle. Costa teilte mit, seine Konsultationen mit Mitgliedstaaten zu den jüngsten Spannungen im Zusammenhang mit Grönland hätten die gemeinsame Einschätzung deutlich gemacht, dass Zölle die transatlantischen Beziehungen untergraben würden und mit dem EU-USA-Handelsabkommen unvereinbar seien.

  • 20.58 Uhr

    EU erwägt Vergeltungszölle in Höhe von 93 Milliarden Euro

    Laut der «Financial Times» bereitet die EU Vergeltungszölle in Höhe von 93 Milliarden Euro vor. Die Liste der Zölle wurde letztes Jahr erstellt, aber bis zum 6. Februar ausgesetzt, um einen Handelskrieg mit den USA zu vermeiden. Ihre Wiedereinführung wurde demnach am Sonntag von den 27 EU-Botschaftern erörtert, ebenso wie die Einschränkung des Zugangs amerikanischer Unternehmen zum EU-Binnenmarkt. Bisher wurden diese Informationen noch nicht offiziell bestätigt.

  • 16.13 Uhr

    Trump kommt ans WEF nach Davos

    Erwogen wird nun wohl ein EU-Sondergipfel, möglicherweise als Online-Schalte. Zunächst wurden für Sonntagnachmittag die ständigen Vertreter der 27 EU-Länder in Brüssel zusammengerufen. Gelegenheit zum Krisengespräch könnte auch das Weltwirtschaftsforum in Davos sein: Trump wird dort am Mittwoch erwartet.

    Ebenfalls diese Woche steht im Europaparlament eine Abstimmung über den schon vor Monaten zwischen EU und USA ausgehandelten Zolldeal an, der für die USA sehr günstige Bedingungen brächte. Dafür ist nun keine Mehrheit mehr in Sicht - womöglich ein Hebel für die Europäer in dem Konflikt.

  • 16.07 Uhr

    Europäer wollen Trumps Zolldrohung gemeinsam kontern

    Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Staaten wollen von US-Präsident Donald Trump angekündigte Strafzölle im Grönland-Konflikt nicht hinnehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Kolleginnen und Kollegen kündigten am Sonntag eine geeinte und koordinierte Reaktion an.

    «Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Grossbritannien. Man sei entschlossen, die eigene Souveränität zu wahren.

  • 14.19 Uhr

    Europäer warnen vor Eskalation

    Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder wenden sich gemeinsam gegen die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen im Grönland-Konflikt. «Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Grossbritannien. Man werde koordiniert reagieren. «Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.»

    In der gemeinsamen Erklärung der acht Staaten hiess es: «Als Alliierte der Nato sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse.» Die von Dänemark koordinierte Übung «Arctic Endurance» sei eine Antwort auf die Notwendigkeit grösserer Sicherheit in der Arktis. «Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar», erklärten die acht Länder.

    Und weiter: «Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands. Aufbauend auf dem letzte Woche begonnenen Prozess sind wir bereit, in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. Wir stehen fest zu diesen Prinzipien.»

    Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich nach den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump geäussert. Jetzt sei es notwendig, «den Dialog wieder aufzunehmen und eine Eskalation zu vermeiden», sagte sie am Rande eines Besuchs in Südkoreas Hauptstadt Seoul.

  • 13.46 Uhr

    Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

    Das Erkundungsteam der Bundeswehr soll schon heute wieder aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte «Bild» berichtet.

    Das deutsche Team ist erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk, um die Bedingungen für militärische Übungen auszukundschaften. Noch am Samstagabend hatte es geheissen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt sein werde.

    Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den Auftrag erfüllt. «Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet.»

    Am Samstag demonstrierte die Bevölkerung in Grönland gegen die Pläne Trumps, Grönland zu übernehmen. (AP Photo/Evgeniy Maloletka)
    Am Samstag demonstrierte die Bevölkerung in Grönland gegen die Pläne Trumps, Grönland zu übernehmen. (AP Photo/Evgeniy Maloletka)
    Keystone

    Mehrere Nato-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten Soldaten auf die Insel entsandt. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, hiess es dazu aus Verteidigungsministerium. Gegen diese acht europäischen Staaten kündigte US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle an.

    Trump übte heftige Kritik an den Kommandos. Er erklärte, die Soldaten der Verbündeten seien dort «für unbekannte Zwecke». Dies sei eine «sehr gefährliche Situation» für die Sicherheit, den Schutz und das Überleben des Planeten.

    Die europäischen Nato-Verbündeten sind anders als Trump der Meinung, dass Grönland nicht von den USA übernommen werden müsse, um die Arktis zu schützen. Sondern dies könne die Nato im Verbund übernehmen.

  • 13.00 Uhr

    Meloni warnt vor «Eskalation» zwischen Europa und USA

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat nach den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland und andere europäische Länder im Konflikt um Grönland vor einer Eskalation gewarnt. Offensichtlich gebe es zwischen beiden Seiten ein Kommunikationsproblem, sagte die rechte Regierungschefin bei einem Besuch in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Jetzt sei es notwendig, «den Dialog wieder aufzunehmen und eine Eskalation zu vermeiden».

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
    IMAGO/ZUMA Press Wire

    Meloni bezeichnete die neuesten Zoll-Drohungen des US-Präsidenten, der Grönland für die USA beansprucht, als Fehler. Die Entsendung von Soldaten durch acht andere europäische Länder zu einer Erkundungsmission auf die dänische Insel sei nicht gegen die USA gerichtet. Dies dürfe nicht als «anti-amerikanisch» interpretiert werden. Die Ministerpräsidentin berichtete, dass sie deshalb selbst mit Trump telefoniert habe. «Ich glaube, dass es in dieser Phase sehr wichtig ist, miteinander zu sprechen.»

    Das Nato-Gründungsmitglied Italien beteiligt sich an der aktuellen Erkundungsmission unter dänischer Führung nicht. Meloni gilt im Kreis der europäischen Regierungschefs als eine derjenigen, die guten Zugang zu Trump haben. Der US-Präsident hatte am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten angekündigt. Sie sollen gelten, bis ein Abkommen über den Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel an die USA erzielt ist.

  • 12.55 Uhr

    Deutscher Vizekanzler: «Wir dürfen uns nicht erpressen lassen»

    Deutschland darf sich nach Ansicht von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) von der Grönland-Politik der USA nicht einschüchtern lassen. «Wir dürfen uns nicht erpressen lassen von dem, was da gerade passiert», sagte der SPD-Vorsitzende beim Neujahrsempfang des rheinland-pfälzischen SPD-Kreisverbands Altenkirchen in Daaden.

    Den Weg, den US-Präsident Donald Trump einschlage, könne man nicht mitgehen. «Wir lassen uns nicht einschüchtern, nicht mit Zöllen, nicht mit Worten, nicht mit Drohungen. Da müssen wir klar sein, unaufgeregt, aber klar», sagte Klingbeil einen Tag nach Trumps Zoll-Ankündigung gegen Länder, die wie Deutschland Soldaten zu einer Erkundungsmission für ein gemeinsames Manöver nach Grönland geschickt haben.

    «Wir lassen uns nicht einschüchtern», sagte Vizekanzler Lars Klingbeil.
    «Wir lassen uns nicht einschüchtern», sagte Vizekanzler Lars Klingbeil.
    Kay Nietfeld/dpa

    Er und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seien sich in dieser Frage sehr einig, sagte der Finanzminister. «Wir sind in enger Absprache in der Bundesregierung. Wir stimmen uns gerade sehr eng mit den europäischen Partnern ab. Und es wird eine europäische Antwort geben auf diese Drohung und auf diese Ankündigung gestern», fügte er hinzu. «Hier ist eine Grenze erreicht.»

  • 12.55 Uhr

    Macron bringt EU-Antwort auf Trumps Zolldrohung auf den Weg

    Frankreich bringt wegen neuer Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit Gegenmassnahmen der EU auf den Weg. Präsident Emmanuel Macron stehe mit seinen europäischen Amtskollegen in Kontakt und werde im Namen Frankreichs beantragen, ein EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung zu aktivieren, wie es aus dem Umfeld des Präsidenten hiess. Konkret geht es um das Anti-Coercion Instrument (ACI). Es ermöglicht der EU Gegenmassnahmen, wenn wirtschaftlicher Druck ausgeübt wird, um politische Entscheidungen zu erzwingen.

    Macron sei damit beschäftigt, die europäische Reaktion auf die «inakzeptablen Drohungen von Präsident Trump» zu koordinieren, hiess es in Paris weiter. Der amerikanische Ansatz im Grönland-Streit werfe aus Sicht des Präsidenten die Frage nach der Gültigkeit des Zollabkommens auf, das die Europäische Union im vergangenen Sommer mit den Vereinigten Staaten geschlossen hat.

    Die EU und die USA hatten sich im vergangenen Jahr im Zollkonflikt auf einen Deal verständigt, dem das EU-Parlament noch zustimmen muss. Demnach soll der US-Zoll von 15 Prozent für die meisten europäischen Produkte gelten. Zölle auf US-Industriegüter dagegen sollen vollständig abgeschafft werden, und Barrieren für den Import von bestimmten Lebensmitteln sollen fallen.

  • 9.23 Uhr

    Trump will US-Grossbank JP Morgan Chase verklagen

    US-Präsident Donald Trump will die US-Grossbank JP Morgan Chase verklagen. In den nächsten beiden Wochen werde er die Klage einreichen, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an.

    Als Grund nannte Trump, die Bank mit Hauptsitz in New York habe ihm nach den Protesten vom 6. Januar «fälschlicherweise und unangemessen» das Konto gekündigt. Er legte dafür keine Beweise vor.

    Das Datum dürfte auf die Stürmung des Kapitols am 6. Januar 2021 durch Trump-Anhänger hinweisen. Damals drangen zahlreiche Demonstranten gewaltsam in das Gebäude des US-Parlaments ein. Dort sollte die Wahl von Trumps damaligem Widersacher, dem Demokraten Joe Biden, offiziell bestätigt werden.

    Seither wiederholt Trump immer wieder die widerlegte Behauptung, er sei durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Direkt zu Beginn seiner zweiten Amtszeit begnadigte Trump sämtliche Beteiligte der Kapitol-Erstürmung. Auch in seinem neuen Post auf Truth Social schrieb der US-Präsident wieder, die Wahl sei manipuliert worden.

  • Sonntag, 18. Januar 2026, 6.43 Uhr

    Top-Demokrat will Trumps Zollpläne im Senat stoppen

    Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat angekündigt, die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Verbündete im Konflikt um Grönland stoppen zu wollen. «Die Demokraten im Senat werden ein Gesetz einbringen, um diese Zölle zu blockieren, bevor sie der amerikanischen Wirtschaft und unseren Verbündeten in Europa weiteren Schaden zufügen», teilte Schumer mit. Die törichten Zölle Trumps hätten die Preise bereits in die Höhe getrieben und der US-Wirtschaft geschadet.

    Chuck Schumer, der demokratische Minderheitsführer im US-Senat.
    Chuck Schumer, der demokratische Minderheitsführer im US-Senat.
    IMAGO/UPI Photo

    Jetzt verschlimmere Trump die Lage nur noch mehr, teilte Schumer mit. «Es ist unglaublich, dass er diese Dummheit noch verstärken will, indem er unseren engsten Verbündeten Zölle auferlegt, um sein unrealistisches Streben zur Übernahme Grönlands zu erreichen.»

    Die Demokraten sind im Senat zwar in der Minderheit, zu Trumps Zoll-Plänen haben sich aber auch bereits Republikaner kritisch geäussert.

  • 23.34 Uhr

    Harsche Kritik an Trumps Zoll-Ankündigung aus beiden Parteien

    Die Zoll-Ankündigung des US-Präsidenten hat nicht nur in Europa für Schockwellen gesorgt. Selbst aus seiner eigenen Partei schlägt Donald Trump scharfe Kritik entgegen.

    So schrieb Thom Tillis, republikanischer Senator für North Carolina, auf X, der Schritt sei «schlecht für Amerika, schlecht für amerikanische Unternehmen, und schlecht für Amerikas Verbündete». Die Tatsache, dass eine kleine Handvoll «Berater» aktiv auf Zwangsmassnahmen drängen, um das Territorium eines Verbündeten zu erobern, sei «mehr als dumm».

    Auch zahlreiche weitere republikanische Politiker kritisierten Trumps Pläne, wie etwa Lisa Murkowski, Senatorin für den Bundesstaat Alaska, oder der Kongressabgeordnete Don Bacon. «Wir klingen zu sehr nach Putin und es ist falsch», schrieb Bacon.

    Der Abgeordnete drohte Trump im Gespräch mit dem TV-Sender CNN gar das «Ende der Präsidentschaft» an, «für den absurden Fall, in Grönland einmarschieren zu wollen». 

  • 23.13 Uhr

    US-Militär tötet Terrorist bei Vergeltungsschlag in Syrien

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Terroristen in Syrien getötet, der in Verbindung mit dem Attentat auf drei Amerikaner im Dezember gestanden haben soll. Bilal Hasan al-Jasim habe Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und zudem direkten Kontakt zu dem Terroristen gehabt, der am 13. Dezember drei Amerikaner in einem Hinterhalt getötet habe, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X zu dem Vergeltungsschlag mit. Die Militäroperation erfolgte demnach am Freitag im Nordwesten Syriens.

    Seit dem Angriff auf drei Amerikaner verübten US-Streitkräfte mehrere Vergeltungsschläge in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die nach Ansicht der USA für den Anschlag verantwortlich ist. Die USA führen in Syrien und im benachbarten Irak eine internationale Koalition zum Kampf gegen den IS an. Der Einsatz begann, nachdem der IS im Jahr 2014 grosse Gebiete in beiden Ländern überrannt hatte. Der IS gilt als militärisch besiegt, in beiden Ländern sind aber weiterhin IS-Kämpfer aktiv, die auch Anschläge verüben.

  • 22 Uhr

    Trump will US-Grossbank JP Morgan Chase verklagen

    US-Präsident Donald Trump will die US-Grossbank JP Morgan Chase verklagen. In den nächsten beiden Wochen werde er die Klage einreichen, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Als Grund nannte Trump, die Bank mit Hauptsitz in New York habe ihm nach den Protesten vom 6. Januar «fälschlicherweise und unangemessen» das Konto gekündigt. Er legte dafür keine Beweise vor.

    Das Datum dürfte auf die Stürmung des Kapitols am 6. Januar 2021 durch Trump-Anhänger hinweisen. Damals drangen zahlreiche Demonstranten gewaltsam in das Gebäude des US-Parlaments ein. Dort sollte die Wahl von Trumps damaligem Widersacher, dem Demokraten Joe Biden, offiziell bestätigt werden.

    Seither wiederholt Trump immer wieder die widerlegte Behauptung, er sei durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Direkt zu Beginn seiner zweiten Amtszeit begnadigte Trump sämtliche Beteiligte der Kapitol-Erstürmung. Auch in seinem neuen Post auf Truth Social schrieb der US-Präsident wieder, die Wahl sei manipuliert worden.

  • 17.37 Uhr

    Trump kündigt wegen Grönland Zölle gegen europäische Länder an

    Update 17.41 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Zölle in Höhe von zehn Prozent gegen mehrere europäische Staaten angekündigt, die sich seiner Forderung nach einer Einverleibung Grönlands durch die USA entgegenstellen.

  • 14.58 Uhr

    Tausende Dänen protestieren in Kopenhagen gegen Trumps Grönland-Ansprüche

    Tausende Dänen haben am Samstag in Kopenhagen gegen die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Besitzansprüche auf Grönland protestiert. Sie versammelten sich vor dem Rathaus der dänischen Hauptstadt und schwenkten dänische und grönländische Fahnen. Zudem skandierten sie immer wieder «Kalaallit Nunaat!» – den Namen Grönlands in der Muttersprache.

    Auch in anderen dänischen Städten waren am Samstag Proteste gegen Trump und seine Ansprüche geplant. Sie stehen unter den Mottos «Grönland gehört den Grönländern» und «Hände weg von Grönland». Ziel sei es, «eine klare und gemeinsame Botschaft des Respekts für Grönlands Demokratie und grundlegende Menschenrechte zu senden», hiess es auf der Internetseite von Uagut, einem Verband von Grönländern in Dänemark.

    Auch in der grönländischen Hauptstadt Nuuk war eine Demonstration gegen die «illegalen Pläne» der USA geplant. Ziel der Demonstration sei, «zu zeigen, dass wir handeln, dass wir zusammenstehen und, dass wir unsere Politiker, Diplomaten unterstützen», erklärte einer der Organisatoren, Kristian Johansen.

    Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen US-Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Die Rede war von einem Kauf der Arktis-Insel, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.

    Tausende Menschen versammeln sich in Kopenhagen gegen Trumps Grönland-Ansprüche.
    Tausende Menschen versammeln sich in Kopenhagen gegen Trumps Grönland-Ansprüche.
    Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
  • 12.03 Uhr

    US-Parlamentarier stärken Grönlands Widerstand gegen Trump

    Vor geplanten Demonstrationen gegen die US-Regierung in Dänemark und Grönland haben mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Donald Trump bekräftigt. «Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter», sagte der demokratische Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. «Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein.»

    Die derzeitige Behandlung Dänemarks könnte der Beziehung beider Länder nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der Nato-Verbündete Dänemark im Stich gelassen werde, fragte der den Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kündigte an, mit US-Aussenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.

    «Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter», sagte Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz.
    «Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter», sagte Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz.
    Keystone

    Die elf Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, versuchten zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stosse. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafür, dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski.

    In der Hauptstadt Nuuk soll heute wie auch in Kopenhagen demonstriert werden. «Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für die ganze Welt», sagt Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative «Hände weg von Kalaallit Nunaat».

  • 11.44 Uhr

    US-Gericht schützt friedliche Proteste in Minnesota

    Ein US-Bundesgericht hat der Einwanderungsbehörde ICE strenge Vorgaben im Umgang mit gewaltfreien Protestaktionen im Bundesstaat Minnesota gemacht. Friedliche Demonstrierende dürfen danach weder festgenommen noch mit Pfefferspray oder anderen nicht-tödlichen Einsatzmitteln angegangen werden. Dies hat Richterin Katherine Menendez am Freitag entschieden.

    Katherine Menendez ist Richterin in Minnesota.
    Katherine Menendez ist Richterin in Minnesota.
    IMAGO/Newscom World

    Zudem dürfen Bundesbeamte Fahrzeuge in der Nähe von Protesten nur bei konkretem Verdacht auf eine Behinderung ihrer Einsätze anhalten oder kontrollieren; pauschale Kontrollen sind unzulässig. Menendez verwies auf Berichte über aggressives Vorgehen von ICE-Kräften, wobei verfassungsrechtlich garantierte Rechte verletzt worden sein könnten.

    Die Anordnung des Gerichts gilt für die Dauer des verstärkten Bundeseinsatzes in Minnesota. Einen Eilantrag auf einen vollständigen Stopp der ICE-Einsätze hatte Menendez zuvor abgelehnt. Präsident Trump hatte zuletzt mit einem Militäreinsatz auf Grundlage des Insurrection Acts gedroht, diesen jedoch vorerst ausgeschlossen.

  • 10.15 Uhr

    Studie widerlegt Autismus-Risiko durch Paracetamol bei Schwangeren

    Die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft erhöht nicht das Risiko für Autismus, ADHS oder geistige Behinderungen. Das bestätigt eine aktuelle Übersichtsarbeit.

    Grundlage sei die Analyse von 43 grossen, qualitativ hochwertigen Studien, berichtet das Team im Fachjournal «The Lancet Obstetrics, Gynecology, & Women’s Health». Einbezogen wurden Geschwistervergleiche – also Daten von Menschen, bei denen sich die genetischen Grundlagen und Umweltfaktoren stark ähneln, die die neurologische Entwicklung beeinflussen.

    Die falschen Behauptungen von US-Präsident Donald Trump zu Autismus durch das Schmerzmittel Paracetamol verunsicherten manche Schwangere.
    Die falschen Behauptungen von US-Präsident Donald Trump zu Autismus durch das Schmerzmittel Paracetamol verunsicherten manche Schwangere.
    sda

    «Zusammen mit grossangelegten, geschwisterkontrollierten Studien aus Schweden und Japan, die 2024 und 2025 veröffentlicht wurden, belegen unsere Ergebnisse die Sicherheit von Paracetamol bei sachgemässer Anwendung in der Schwangerschaft», lautet die Schlussfolgerung der Experten.

    US-Präsident Donald Trump hatte schwangere Frauen im September vor der Einnahme von Paracetamol gewarnt. Forschende widersprachen ihm direkt vehement.

  • Samstag, 17. Januar, 6.42 Uhr

    Ermittlungen gegen ICE-kritische Politiker in Minnesota

    Zwei für ihre scharfe Kritik an Razzien der Einwanderungsbehörde ICE im US-Bundesstaat Minnesota bekannte hochrangige Demokraten sind Berichten zufolge in den Fokus von Ermittlern des Justizministeriums geraten. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass es Ermittlungen gegen Gouverneur Tim Walz und den Bürgermeister der Grossstadt Minneapolis, Jacob Frey, gebe.

    Das Justizministerium äusserte sich zunächst nicht zu den Medienberichten. CNN berichtete, es gehe bei den Ermittlungen des Justizministeriums um mögliche Behinderung der Strafverfolgung durch Bundesbehörden.

    Bürgermeister Frey schrieb in einem X-Post, in dem er auch den CNN-Bericht verlinkte, es handele sich um einen Einschüchterungsversuch. «Ich lasse mich nicht einschüchtern.» Die Regierung habe Chaos in die Stadt gebracht.

    US-Justizministerin Pamela Bondi schrieb am Freitagabend bei X: «Eine Erinnerung an alle in Minnesota: Niemand steht über dem Gesetz.» Details, worauf sie sich bezog, nannte sie nicht.

  • 21 Uhr

    Kubaner in ICE-Haft gestorben: Gerichtsmedizin geht von Mord aus

    Ein kubanischer Einwanderer, der Anfang Januar in einer Hafteinrichtung im US-Bundesstaat Texas starb, ist nach Angaben der Gerichtsmedizin mutmasslich ein Mordopfer. Die Familie von Geraldo Lunas Campos erfuhr laut einer Aufzeichnung des Telefonanrufs am Mittwoch von der Gerichtsmedizin im Bezirk El Paso, dass der Tod des 55-Jährigen einer Autopsie zufolge auf Mord durch Ersticken zurückgehe.

    Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AP, dass der Mann am 3. Januar starb, nachdem ihm Handschellen angelegt, er von Wachleuten überwältigt und so lange in den Würgegriff genommen worden sei, bis er das Bewusstsein verloren habe. Die US-Bundesregierung hat andere Angaben zu dem Fall gemacht. Demnach hatte der Häftling versucht, sich das Leben zu nehmen. Mitarbeiter hätten versucht, ihm das Leben zu retten.

    Ein Zeuge sagte, er habe das Geschehen durch ein Fenster seiner Zelle beobachtet. «Er wollte nicht die Zelle betreten, in die sie ihn bringen wollten», sagte der Zeuge der AP am Donnerstag telefonisch aus der Hafteinrichtung über Lunas Campos. «Das Letzte, was er gesagt hat, war, dass er nicht atmen könne.»

    Die Trump-Regierung lässt derzeit in den USA zahlreiche Einwanderinnen und Einwanderer verhaften und in Einrichtungen wie der in El Paso festhalten, in der sich Lunas Campos befand.
    Die Trump-Regierung lässt derzeit in den USA zahlreiche Einwanderinnen und Einwanderer verhaften und in Einrichtungen wie der in El Paso festhalten, in der sich Lunas Campos befand.
    Archivbild: IMAGO/SNA
  • 19.19 Uhr

    Trump schürt Zweifel an Hassett als nächstem Fed-Chef

    US-Präsident Donald Trump hat für neue Unsicherheit im Rennen um den Chefposten bei der Notenbank Federal Reserve gesorgt. Er wolle seinen Wirtschaftsberater Kevin Hassett eigentlich in dessen aktuellem Job behalten, sagte Trump bei einem Auftritt in Washington. Die Aussicht, Hassett zu verlieren, bereite ihm «ernsthafte Sorge».

    Hassett, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weissen Haus, wurde zuletzt als aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Fed-Chefs gehandelt. Trump fordert von der Notenbank Zinssenkungen – und Hassett galt als jemand, der sich dafür einsetzen würde. Der Dollar-Kurs legte nach Trumps Worten zu. Die Aussicht auf höhere Zinsen macht die Währung traditionell stärker.

    Die Amtszeit des aktuellen Fed-Chefs Jerome Powell läuft im Mai ab. Trump hatte in Aussicht gestellt, den Namen seines Wunschnachfolgers im Januar zu nennen.

    Donald Trump deutet an, Wirtschaftsberater im Weissen Haus halten zu wollen.
    Donald Trump deutet an, Wirtschaftsberater im Weissen Haus halten zu wollen.
    Archivbild: dpa
  • 17.17 Uhr

    Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen

    US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die sich seinem Besitzanspruch auf Grönland entgegenstellen, mit Zöllen. Er werde möglicherweise Zölle gegen solche Länder verhängen, weil die USA Grönland für ihre nationale Sicherheit bräuchten, sagte Trump im Weissen Haus. Konkreter wurde er nicht.

    Zuvor hatte Trump darüber gesprochen, wie er europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich in anderen Zusammenhängen mit Zöllen gedroht hatte, um seine Interessen durchzusetzen.

    US-Präsident Donald Trump hat Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen gedroht (Archivbild).
    US-Präsident Donald Trump hat Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen gedroht (Archivbild).
    Alex Brandon/AP/dpa
  • Freitag, 16. Januar 2026, 2.54 Uhr

    Machado überreicht Trump ihre Nobelpreis-Medaille

    Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat ihre Goldmedaille für den Friedensnobelpreis US-Präsident Donald Trump überreicht. Dies sei eine wundervolle Geste gegenseitigen Respekts, schrieb Trump nach dem Treffen in Washington auf der Plattform Truth Social. Das Nobelpreis-Institut hatte allerdings schon klargestellt, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne.

    Screenshot Truth Social/Donald Trump

    Machado hatte ihre Auszeichnung bereits zuvor Trump gewidmet und angedeutet, ihm den Preis für seine Unterstützung des venezolanischen Volks weitergeben zu wollen. Trump sagt schon seit Monaten immer wieder, dass er den Friedensnobelpreis verdient hätte. Vergangenes Jahr wurde aber Machado damit ausgezeichnet. Nobelpreis-Gewinner erhalten neben einer Urkunde auch eine goldene Medaille. Diese habe sie Trump gegeben, sagte Machado nach dem Treffen.

  • 2 Uhr

    EU: Dänemark könnte im Grönland-Ernstfall Beistand verlangen

    Im Fall eines gewaltsamen Konflikts um Grönland könnten Deutschland und die anderen EU-Staaten auf Antrag Dänemarks hin Beistand leisten müssen. Das stellte eine Sprecherin der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas jetzt nach den ergebnislos verlaufenen Gesprächen über die aus europäischer Sicht ungerechtfertigten US-Besitzansprüche auf die Arktisinsel in Washington klar. Grönland sei Teil des Hoheitsgebiets des Königreichs Dänemark und falle daher grundsätzlich unter die Klausel der gegenseitigen Solidarität nach Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags, sagte die Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich betonte sie, dass sich die Frage einer Anwendung derzeit nicht stelle. Grundsätzlich gilt eine militärische Konfrontation als sehr unwahrscheinlich, weil sich vermutlich niemand mit der mächtigsten Militärmacht der Welt anlegen würde.

    Strandspaziergang am Strand der grönländischen Hauptstadt Nuuk. (15. Januar 2026)
    Strandspaziergang am Strand der grönländischen Hauptstadt Nuuk. (15. Januar 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Evgeniy Maloletka

    Brisant ist die öffentliche Festlegung dennoch. Zuvor waren EU-Vertreter der Frage lange ausgewichen, ob Dänemark im Fall einer gewaltsamen Einverleibung Grönlands durch die USA theoretisch den Beistand anderer Mitgliedstaaten anfordern könnten. Als Grund gilt unter anderem, dass die Grönländer 1982 in einem Referendum für den Austritt aus der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) gestimmt hatten. Zugleich ist Grönland aber weiterhin Teil des Königreichs Dänemark. Unter Juristen wird zum Teil auch die Auffassung vertreten, dass die EU-Beistandsklausel vermutlich nicht für Grönland gilt. In ihr heisst es konkret: «Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung (...).»

    Artikel 42 Absatz 7 ist damit noch schärfer formuliert als Artikel 5 der Nato. Nach diesem liegt es im Ermessensspielraum der Bündnisstaaten, wie sie im Fall eines Angriffs Alliierten zu Hilfe kommen. Den Nato-Bündnisfall könnte Dänemark zudem ohnehin nicht ausrufen, weil dazu auch die USA zustimmen müssten.

    Die Klarstellung zu Artikel 42 Absatz 7 erfolgte kurz nach erfolglos geendeten Grönland-Gesprächen am Mittwoch in Washington. Bei diesen hatten der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Aussenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt versucht, den Amerikanern klarzumachen, dass die USA keinen Anspruch auf Grönland haben und dass die grösste Insel der Welt nicht zum Verkauf steht.

  • 22.58 Uhr

    Machado «überreicht» Trump Medaille des Friedensnobelpreises

    Update 23.09 Uhr: Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado sagte, sie habe US-Präsident Donald Trump bei ihrem Treffen ihre Friedensnobelpreis-Medaille «überreicht». Dies berichten zahlreiche US-Medien.

    «Ich habe dem Präsidenten der Vereinigten Staaten die Medaille, den Friedensnobelpreis, überreicht», sagte Machado demnach. «Ich habe ihm Folgendes gesagt: Vor zweihundert Jahren schenkte General Lafayette Simón Bolívar eine Medaille mit dem Bildnis von George Washington. Bolívar behielt die Medaille seitdem für den Rest seines Lebens.»

    «Zweihundert Jahre später geben die Menschen von Bolívar dem Erben Washingtons eine Medaille zurück, in diesem Fall die Medaille des Friedensnobelpreises, als Anerkennung für sein einzigartiges Engagement für unsere Freiheit.»

    Corina Machado spricht in Washington mit Journalisten. 
    Corina Machado spricht in Washington mit Journalisten. 
    EPA/JIM LO SCALZO/KEYSTONE

    Trump hat seit langem öffentlich seinen Wunsch nach dem Friedensnobelpreis bekundet, und Machado widmete ihm die Auszeichnung, als sie ihn letztes Jahr gewann. Das Nobelkomitee hat jedoch erklärt, dass der Friedenspreis nicht übertragbar ist.

    Auf die Frage eines Journalisten, ob Trump die Medaille behalten habe, antwortete Machado indessen nicht.

  • 21.43 Uhr

    Trump-Sprecherin: Soldaten in Europa beeinflussen Grönland-Ziel nicht

    Die US-Regierung hat sich im Grönland-Konflikt unbeeindruckt von der militärischen Erkundungsmission mehrerer Nato-Verbündeten Dänemarks auf der Arktisinsel gezeigt. «Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben», sagte die Regierungssprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, vor Journalisten im Weissen Haus.

    Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland hatte am Mittwoch keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA gebracht. Dem dänischen Aussenminister Lars Løkke Rasmussen zufolge offenbarte das Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance «fundamentale» Meinungsverschiedenheiten. Trump war nicht dabei.

    US-Regierungssprecherin Leavitt sprach indes von einem «produktiven Treffen». «Es war ein gutes Treffen.» Sie sagte weiter, man habe sich darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die technische Gespräche über den Kauf Grönlands führen solle. Es sei ihr gesagt worden, dass diese Treffen alle zwei bis drei Wochen stattfinden sollen, ergänzte Leavitt.

    «Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen»: Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt.
    «Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen»: Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt.
    Evan Vucci/AP/dpa
  • 18.28 Uhr

    Trumps Drohung gegen Minnesota: Generalstaatsanwalt droht mit weiterer Klage

    Der Generalstaatsanwalt von Minnesota hat auf die Androhung Trumps reagiert, das Militär in den Bundesstaat zu schicken. Keith Ellison teilte mit, er sei bereit, vor Gericht zu ziehen, sollte der Insurrection Act angewandt werden. Das Gesetz aus dem Jahr 1807 befugt den Präsidenten, ausnahmsweise die Armee für die Bekämpfung von Aufständen auf US-Boden einzusetzen.

    Ellison hatte die Trump-Regierung bereits am Montag verklagt, um den Einsatz von ICE zu beenden. «Donald Trump versucht eindeutig, einen Vorwand zu schaffen, um den Insurrection Act anzuwenden, aber es existiert keiner», teilte Ellison mit. Der Demokrat rief Republikanerinnen und Republikaner in Minnesota auf, gegen die Drohung Trumps Stellung zu beziehen.

    Der Einsatz der ICE-Bundesbeamten wird vom Bundesstaat scharf abgelehnt.
    Der Einsatz der ICE-Bundesbeamten wird vom Bundesstaat scharf abgelehnt.
    Adam Gray/AP/dpa (Archivbild)
  • 18.13 Uhr

    Von der Leyen sichert Grönländern Unterstützung zu

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Grönland nach den ergebnislos verlaufenden Gesprächen in Washington weitere Unterstützung der EU zugesichert. «Grönland kann politisch, wirtschaftlich und finanziell auf uns zählen», sagte die deutsche Spitzenpolitikerin am Rande von politischen Gesprächen in Zypern bei einer Medienkonferenz. Die Sicherheit der Arktis sei zwar in erster Linie Sache der Nato, auch für die EU seien die Region und deren Sicherheit aber ein zentrales Thema und enorm wichtig.

    «Das ist unter anderem der Grund, warum wir unsere Investitionen und die Unterstützung Grönlands verstärken», sagte von der Leyen. Sie verwies dabei auf Haushaltspläne, nach denen der Umfang der finanziellen Unterstützung für Grönland verdoppelt werden soll und auf die bereits 2024 erfolgte Einrichtung eines EU-Büros auf der Insel.

    «Grönland kann politisch, wirtschaftlich und finanziell auf uns zählen»: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
    «Grönland kann politisch, wirtschaftlich und finanziell auf uns zählen»: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
    Virginia Mayo/AP/dpa (Archivbild)

    Letzteres soll die Zusammenarbeit mit der grönländischen Regierung und der Bevölkerung weiter stärken. «Die Europäische Union geniesst in Grönland einen sehr guten Ruf, und wir setzen sehr auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit, die wir haben», sagte sie. Die Arbeit zur arktischen Sicherheit wolle man mit Verbündeten und Partnern, einschliesslich der Vereinigten Staaten, fortsetzen.

    Von der Leyen äusserte sich in Zypern erstmals öffentlich zu Grönland nach erfolglos geendeten Gesprächen am Mittwoch in Washington. Bei diesem hatten der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Aussenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt versucht, den Amerikanern klarzumachen, dass die USA keinen Anspruch auf Grönland haben und dass die grösste Insel der Welt nicht zum Verkauf steht.

  • 17.32 Uhr

    UN-Chef pocht auf Einhaltung von Völkerrecht

    Nach aufsehenerregenden Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu seiner Einstellung zum Völkerrecht hat UN-Generalsekretär António Guterres alle UN-Mitgliedsstaaten scharf zur Einhaltung dieses Rechts aufgefordert. «Wir müssen uns an die Charta der Vereinten Nationen halten − komplett und genau. Ohne Wenn und Aber», sagte Guterres vor der UN-Vollversammlung in New York bei seiner traditionellen Ansprache zu Jahresbeginn.

    «Wenn Machthabende rücksichtslos über das internationale Recht hinweggehen, wenn sie sich aussuchen, welche Regeln sie befolgen wollen und welche nicht − dann untergraben sie nicht nur die globale Weltordnung, sondern schaffen auch einen gefährlichen Präzedenzfall», sagte der UN-Chef weiter.

    US-Präsident Trump hatte vor kurzem in einem Interview gesagt, er «brauche kein internationales Recht», sondern sei nur seinem «eigenen Sinn für Moral» und «seinem eigenen Verstand» verpflichtet. Auf Nachhaken der Journalisten sagte Trump dann zwar auch, dass die US-Regierung sich an internationales Recht halten müsse. Aber: «Es hängt davon ab, was die Definition von internationalem Recht ist», schränkte er ein.

  • 16.18 Uhr

    US-Einheiten beschlagnahmen erneut Öltanker in der Karibik

    US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen und Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker «Veronica» beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit.

    US-Heimatschutzministerin Kristi Noem schrieb auf X, dass es sich dabei um einen sanktionierten Tanker handele, der zuvor venezolanische Gewässer durchquert und gegen eine von US-Präsident Donald Trump verhängte Blockade verstossen habe. Laut Southcom verlief der Einsatz «ohne Zwischenfälle».

    Die USA hatten in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte Trump angekündigt, eine «vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela» zu verhängen. Seine Begründung: Das südamerikanische Land habe Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen – diese müssten zurückgegeben werden.

  • 15.34 Uhr

    Trump droht Minneapolis mit Militär

    Nach erneuten Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Bundesbeamten in Minneapolis droht US-Präsident Donald Trump damit, das Militär gegen die Proteste einzusetzen. Er werde den sogenannten Insurrection Act nutzen, wenn sich die «korrupten Politiker» des US-Bundesstaats Minnesota nicht an das Gesetz hielten und «die professionellen Agitatoren und Aufständischen» nicht davon abhielten, «Patrioten» der Einwanderungsbehörde ICE anzugreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. ICE-Beamte, die in vielen demokratischen Städten wegen ihrer Razzien gegen Migranten mit teils vermummten Beamten auf Widerstand stossen, nahm er dabei einmal mehr in Schutz. Sie versuchten nur ihre Arbeit zu machen.

    Das Gesetz erlaubt dem US-Präsidenten im Ausnahmefall, das Militär im Inland einzusetzen, um Aufstände niederzuschlagen und sich an Strafverfolgungsmassnahmen zu beteiligen. Unter normalen Umständen ist das in den USA nicht erlaubt. Bereits als im Sommer in Los Angeles gegen seine Migrationspolitik protestiert wurde und Trump Tausende Soldaten in die Westküstenmetropole schickte, schloss er nicht aus, das Gesetz anzuwenden. Eine Woche nach den tödlichen Schüssen eines ICE-Beamten auf eine Frau hatte jüngst erneut ein Bundesbeamter einen Schuss abgegeben und einen Mann verletzt.

    Das Heimatschutzministerium berichtete auf X von einer eskalierten Verkehrskontrolle am Mittwochabend (Ortszeit). Der Vorfall heizte die ohnehin angespannte Stimmung in der Stadt weiter an. US-Medien berichteten von Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Strafverfolgungsbeamten, die sich über Stunden andauerten.

  • 15.30 Uhr

    «Machen Sie weiter so, Präsident Trump!»

    Donald Trumps Pläne rund um Grönland haben weltweit für Irritation gesorgt. Eine neue ARTE-Reportage zeigt nun, dass die Reaktionen auf der Insel differenzierter ausfallen als erwartet – und dass es sogar politischen Zuspruch für den US-Präsidenten gibt.

  • 10.34 Uhr

    Dänischer Minister zündet sich nach Vance-Treffen direkt Zigarette an

    Kaum war das Treffen in Washington beendet, wurde eine Szene zum Symbol der angespannten Lage: Der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen eilte nach der Unterredung mit US-Vertretern zu seinem Dienstwagen – und zündete sich erst einmal eine Zigarette an. Kurz darauf reichte er auch der grönländischen Aussenministerin Vivian Motzfeldt einen Glimmstängel. Beide wirkten sichtlich erleichtert – als hätten sie in letzter Minute Schlimmeres verhindert.

    Das Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance und Aussenminister Marco Rubio dauerte rund eine Stunde. Es fand nicht direkt im Weissen Haus, sondern in einem Bürogebäude auf dem Areal statt. US-Präsident Donald Trump nahm nicht teil – hatte aber wenige Stunden zuvor mit neuen Drohungen Richtung Dänemark für zusätzliche Spannung gesorgt.

  • 9.03 Uhr

    Deutschland entsendet 13 Soldaten nach Grönland

    Das Verteidigungsministerium in Berlin teilte gestern Abend mit, ein Transportflugzeug vom Typ A400M werde heute Morgen 13 Bundeswehrsoldaten in die grönländische Stadt Nuuk fliegen.

    Die Erkundung vor Ort werde zusammen mit Vertretern weiterer Partnernationen stattfinden. «Ziel ist, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise für Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung.»

    Das Ministerium wies darauf hin, dass sich die Soldaten auf Einladung Dänemarks und bis zum 17. Januar auf der Arktisinsel aufhalten werden. Die Ankündigung folgt auf mehrfache Äusserungen von US-Präsident Trump, der die riesige Arktisinsel kaufen oder mit anderen Mitteln unter die Kontrolle der USA bringen will.

    Trump begründet das mit der Sicherheit für die Region und die US-Bevölkerung, er macht eine Bedrohung durch China und Russland geltend. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark und damit auch Teil der Nato und Bündnispartner der USA. Grönland und Dänemark stemmen sich gegen die Ambitionen der USA.

  • 5.46  Uhr

    Bundesbeamter schiesst Person bei ICE-Einsatz in Minneapolis ins Bein

    In Minneapolis hat ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde einer Person bei einem Einsatz ins Bein geschossen. Zu dem Schuss kam es offenbar während einer Festnahme, nachdem der Beamte von der Person mit einer Schaufel und einem Besenstiel angegriffen worden war, wie eine mit dem Fall vertraute Quelle der AP mitteilte.

    Das US-Ministerium für Inlandsicherheit teilte auf X mit, Bundesbeamte hätten eine Person aus Venezuela gestoppt, die sich illegal in den USA aufgehalten habe. Die Person sei mit dem Auto geflüchtet, gegen ein geparktes Fahrzeug geprallt und anschliessend zu Fuss weitergerannt, erklärte das Ministerium.

    Nachdem die Beamten die Person erreicht hatten, seien zwei weitere Menschen aus einer nahegelegenen Wohnung hinzugekommen, und alle drei hätten den Beamten angegriffen, teilte das Ministerium weiter mit. Aus «Angst um sein Leben und seine Sicherheit» habe der Beamte einen Schuss abgegeben.

    Polizeibeamte am Mittwochabend in der Strasse in Minneapolis, in der ein Bundesbeamter eine Person angeschossen hat.
    Polizeibeamte am Mittwochabend in der Strasse in Minneapolis, in der ein Bundesbeamter eine Person angeschossen hat.
    Bild: Keystone/AP Photo/Adam Gray

    Die beiden Personen, die aus der Wohnung gekommen seien, befinden sich demnach in Gewahrsam. Die Stadt Minneapolis teilte auf X mit, der angeschossene Mann werde im Spital behandelt, seine Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich. «Wir verstehen, dass es Wut gibt», hiess es weiter. «Wir bitten die Öffentlichkeit, ruhig zu bleiben.»

    Zu den Schüssen kam es rund sieben Kilometer nördlich des Ortes, an dem ein ICE-Beamter die 37-jährige Renee Good am 7. Januar am Steuer ihres Wagens erschossen hatte. Der Vorfall hat landesweit und insbesondere im US-Bundesstaat Minnesota zu Protesten geführt.

    Eine grosse Gruppe von Bundesbeamten und Polizisten setzte am Mittwoch Tränengas gegen eine Menschenmenge ein, die sich an einer Kreuzung im Norden von Minneapolis versammelt hatte. Die Demonstranten warfen Schneebälle und skandierten «our streets», also «unsere Strassen».

    Während einer am Mittwochabend im Fernsehen übertragenen Rede sagte Gouverneur Tim Walz, Minnesota befinde sich «im Chaos». Was im Bundesstaat geschehe, «ist unvorstellbar». «Lassen Sie uns ganz, ganz klar sein: Das ist längst keine Frage der Durchsetzung von Einwanderungsrecht mehr», sagte er. «Stattdessen ist es eine Kampagne organisierter Brutalität gegen das Volk von Minnesota durch unsere eigene Bundesregierung.»

  • 4.30 Uhr

    USA monieren geplantes Schweizer Pelzimport-Gesetz  

    Wegen dem möglicherweise verschärften Importgesetz für Pelz in die Schweiz hat sich das republikanische Mitglied des US-Repräsentantenhauses Tom Tiffany laut der «Neuen Zürcher Zeitung» an den Schweizer Botschafter in Washington gewandt. Der Bund stehe mit den betroffenen Kreisen in Kontakt, teilte das Wirtschaftsdepartement der Zeitung mit. Tiffany vertritt den Bundesstaat Wisconsin, wo sich Dutzende Nerzfarmen befinden. Diese sehe der Politiker durch die drohenden Importbeschränkungen gefährdet. Die USA sähen Handelsbeschränkungen als «feindselige Massnahmen», mahnte zudem der Geschäftsführer der International Fur Federation, Mark Oaten. Obschon ein Bruchteil der Schweizer Pelzimporte aus den USA stammen, dürften Oatens Worte nach Einschätzung der Zeitung wegen den Zollverhandlungen bei einigen Schweizer Politikern auf fruchtbaren Boden fallen.

    Tom Tiffany sitzt für Wisconsin im US-Repräsentantenhaus – der Bundesstaat ist vor allem für seinen Käse, weniger die Nerzfarmen bekannt.
    Tom Tiffany sitzt für Wisconsin im US-Repräsentantenhaus – der Bundesstaat ist vor allem für seinen Käse, weniger die Nerzfarmen bekannt.
    Bild: Keystone/AP Photo/Ross D. Franklin
  • Donnerstag, 15. Januar 2026, 4 Uhr

    Macron: Erste Soldaten auf dem Weg nach Grönland

    Auch Frankreich schickt auf Anfrage Dänemarks Soldaten ins von den USA beanspruchte Grönland. Präsident Emmanuel Macron schrieb auf der Plattform X, die ersten Militärangehörigen seien unterwegs. «Weitere werden folgen.»

    Macron sprach von «gemeinsamen Übungen», die Dänemark organisiert habe und die unter dem Namen «Operation Arctic Endurance» (auf Deutsch etwa: «Einsatz Arktische Ausdauer») liefen. Auch Schweden und Norwegen haben ihre Teilnahme zugesagt.

    Das deutsche Verteidigungsministerium hat ebenfalls angekündigt, Soldaten zu entsenden, und hatte von einer «Erkundung» gesprochen, um Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region auszuloten.

    Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Staatsgebiet Dänemarks, einem Nato-Mitglied. US-Präsident Donald Trump will die riesige Arktis-Insel jedoch den USA einverleiben. Auf die Drohungen ging Macron nach Angaben einer Regierungssprecherin am Mittwoch in einer Sitzung ein. Wenn die Souveränität eines europäischen und verbündeten Landes berührt würde, wären die daraus folgenden Konsequenzen beispiellos, sagte Macron demnach. Frankreich verfolge die Situation mit grösster Aufmerksamkeit und werde seine Massnahmen in voller Solidarität mit Dänemark und seiner Souveränität ergreifen.

  • 20.39 Uhr

    Deutschland schickt Soldaten nach Grönland

    Die Bundeswehr schickt am Donnerstag 13 Soldaten für eine Erkundungsmission mehrerer europäischer Staaten nach Grönland. Das geschehe auf Einladung Dänemarks, zu dem die Arktisinsel gehört, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.

  • 20.14 Uhr

    Dänemark erhöht Militärpräsenz auf Grönland

    Dänemark erhöht ab sofort seine Militärpräsenz in und um Grönland. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des dänischen Aussenministeriums und des grönländischen Ministeriums für Äusseres und Forschung hervor. Dies geschehe demnach im Zusammenhang mit militärischen Übungen mit sowohl Flugzeugen, Schiffen als auch Soldaten − und in enger Zusammenarbeit mit Nato-Verbündeten.

    Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Verteidigungsbündnisses zu stärken. Bei den Übungsaktivitäten könne es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme alliierter Truppen handeln. Grund dafür sei, dass sich «die sicherheitspolitischen Spannungen bis in die Arktis» ausgedehnt haben.

    Auch in den USA formatiert sich Protest gegen die Trumpsche Annektionsrhetorik. Demonstrierende am 11. Januar 2026 in New York City.
    Auch in den USA formatiert sich Protest gegen die Trumpsche Annektionsrhetorik. Demonstrierende am 11. Januar 2026 in New York City.
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire/Krista Kennell

    Auch Schweden kündigte an, noch am Mittwoch Militärs nach Grönland zu schicken. Das geschehe auf eine Anfrage aus Dänemark hin, schrieb der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson auf X. «Einige Offiziere der schwedischen Streitkräfte treffen heute in Grönland ein. Sie sind Teil einer Gruppe aus mehreren verbündeten Ländern», hiess es in dem Post.

    Norwegen kündigte ebenfalls an, zwei Militärangehörige nach Grönland zu entsenden. Es gehe darum, die weitere Zusammenarbeit zu planen, sagte der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik der Zeitung «VG» der Nachrichtenagentur NTB zufolge.

  • 20.09 Uhr

    Keine Einigung mit USA bei Grönland-Krisengespräch

    Auch nach dem Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland gibt es keine Lösung in dem Konflikt um die Arktisinsel. Zwischen den Parteien bestehe eine «fundamentale Meinungsverschiedenheit», sagte der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen nach dem Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance in Washington.

    US-Präsident Donald Trump hatte schon vor dem gut einstündigen Gespräch in einem Gebäude der US-Regierung nahe dem Weissen Haus klargemacht, von seinem Gebietsanspruch keinen Millimeter abzuweichen. Alles andere als ein Grönland in der Hand der Vereinigten Staaten sei «inakzeptabel», schrieb Trump auf seinem Sprachrohr Truth Social.

    Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen antwortete während einer Pressekonferenz auf die Frage, wie das Militär auf einen Angriff reagieren würde, dass dies eine «hypothetische» Situation sei. «Aber der Befehl ist, dass man das Königreich verteidigen muss, wenn man angegriffen wird», sagte er.

  • 19.00 Uhr

    EU-Parlament verurteilt US-Äusserungen zu Grönland

    Das Europäische Parlament hat die Äusserungen der Regierung von US-Präsident Donald Trump über Grönland als «inakzeptabel» verurteilt. Die US-Erklärungen hätten keinen Platz in den Beziehungen zwischen demokratischen Partnern und würden unter anderem das Völkerrecht eklatant herausfordern, heisst es in einer Stellungnahme am Abend.

  • 18.35 Uhr

    Norwegen schickt Militärangehörige nach Grönland

    Auch Norwegen verstärkt seine militärische Präsenz in Grönland. Verteidigungsminister Tore O. Sandvik bestätigte gegenüber der Zeitung «VG», dass zwei Angehörige der Streitkräfte entsandt werden sollen, um die Zusammenarbeit der Verbündeten vor Ort zu prüfen.

    Zuvor hatte bereits Schweden die Entsendung von Soldaten für eine Übung angekündigt. Kopenhagen kündigte zudem an, dass weitere alliierte Kräfte folgen sollen.

  • 18.25 Uhr

    Dänische Delegation: Das Treffen verlief gut

    Nach 65 Minuten ist das Gespräch beendet. Laut einem Mitglied der dänischen Delegation verlief der Gipfel zur Zufriedenheit der Dänen. Das berichtet die politische Korrespondentin vom dänischen Rundfunk, Christine Cordsen.

    Der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen (zweiter von links), die grönländische Aussenministerin Vivian Motzfeldt (vierte von links) und ihre Delegationen verlassen das Old Eisenhower Executive Office Building auf dem Gelände des Weissen Hauses in Washington.
    Der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen (zweiter von links), die grönländische Aussenministerin Vivian Motzfeldt (vierte von links) und ihre Delegationen verlassen das Old Eisenhower Executive Office Building auf dem Gelände des Weissen Hauses in Washington.
    KEYSTONE/Alex Brandon
  • 18.20 Uhr

    Während Grönland-Gesprächen: Weisses Haus postet Schlittenhunde

    Dänemarks Aussenminister Lars Løkke Rasmussen und Grönlands die für Aussenpolitik zuständige Ministerin Vivian Motzfeldt trafen sich heute in Washington mit US-Vizepräsident J. D. Vance und Aussenminister Marco Rubio zu Gesprächen betreffend Trumps Drohung, Grönland zu annektieren.

    Besonders ernst scheint man in Washington die Lage nicht zu nehmen:

    Mit einem KI-generierten Bild von Schlittenhunden hat das Weisse Haus noch während des Spitzengesprächs zum Grönlandkonflikt die unnachgiebige Haltung von US-Präsident Donald Trump bekräftigt. «Welchen Weg?», wird auf der Plattform X zu dem Bild gefragt, die jeweils zwei von Hunden gezogene Grönlandschlitten zeigt − einer ist auf dem Weg Richtung Weisses Haus, einer Richtung China und Russland. Über dem Weissen Haus scheint die Sonne, über dem Kreml und der Chinesischen Mauer wütet ein Gewitter.

    Trump hat mehrmals gesagt, dass Schlittenhunde zur Verteidigung der Arktis nicht ausreichten. Er erhebt Anspruch auf Grönland und begründet diesen mit Sicherheitsfragen und einer Bedrohung durch Russland und China in der Region. Am Morgen (Ortszeit) hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, alles andere als ein Grönland in US-Hand sei inakzeptabel.

  • 18.10 Uhr

    USA stoppen Visaverfahren für 75 Länder

    Die USA setzen für 75 Länder die Bearbeitung von bestimmten Visaverfahren zum Aufenthalt in den Vereinigten Staaten aus. Das US-Aussenministerium bestätigte, dass konkret Visaverfahren pausieren, bei denen es um dauerhafte Aufenthalte gehe (immigrant visa).

    Solch ein Visum beantragen Menschen, die sich in den USA dauerhaft niederlassen wollen. Es geht dabei in der Regel nicht um zeitlich begrenzte Aufenthalte wie Studium oder Arbeitsphasen mit konkreter Dauer. Um einen Urlaub in den USA geht es auch nicht.

    Welche Länder von den neuen Restriktionen betroffen sind, machte das Aussenministerium nicht bekannt. Regierungssprecherin Karoline Leavitt postete auf der Plattform X einen Bericht des TV-Senders Fox News zum Thema und schrieb darüber, dass Somalia, Russland und Iran unter den 75 Ländern seien.

    Einen Grund für das Aussetzen der Visaverfahren nannte das Aussenministerium nicht. Wann der Stopp in Kraft tritt, blieb ebenfalls unklar − Fox News berichtete vom 21. Januar. Wie lange die Pause dauern soll, ist vom Aussenministerium bislang nicht mitgeteilt worden. Die US-Regierung unter Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten immer wieder bei ihrer Migrationspolitik strengere Regeln eingeführt.

  • 16.52 Uhr

    Maduro sendet Botschaft aus Haft: «Vertraut auf Delcy»

    US-Spezialkräfte hatten Maduro und Flores am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen angeblicher Verwicklungen in den Drogenhandel der Prozess gemacht werden. Die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez wurde daraufhin als geschäftsführende Staatschefin vereidigt.

    Die treue Parteisoldatin hat den US-Angriff scharf verurteilt und bezeichnet Maduro weiterhin als rechtmässigen Präsidenten. Allerdings bot sie den USA auch Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit an und liess politische Gefangene frei.

  • 4.29 Uhr

    Gesetzentwurf im US-Senat würde Grönland-Annexion verbieten

    Ein Gesetzentwurf im US-Senat würde es Präsident Donald Trumps Regierung verbieten, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren. Das Gesetz wurde angesichts des US-Anspruchs auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen eingebracht.

    Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen (New Hampshire). (Archivbild)
    Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen (New Hampshire). (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Will Oliver

    Es war zunächst unklar, ob der Entwurf eine realistische Chance hat, von einer Mehrheit des Senats und anschliessend auch im Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Mit Blick auf Trumps Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, erklärten die Senatorinnen: «Solch ein Vorgehen würde dem Nordatlantikvertrag widersprechen, den Zusammenhalt der Nato schwächen und die bestehenden Bemühungen des Bündnisses untergraben, der Bedrohung durch Gegner wie Russland und China entgegenzutreten.» Weiter erklärten die Senatorinnen: «Die Nato bleibt das erfolgreichste Verteidigungsbündnis in der Geschichte – und dessen Glaubwürdigkeit beruht auf dem gemeinsamen Verständnis, dass die Souveränität der Mitgliedsstaaten gegenseitig respektiert und verteidigt wird.»

    Die Republikanerin Murkowski, die für den US-Bundesstaat Alaska im Senat sitzt, ist dafür bekannt, dass sie zu den wenigen Parteifreunden Trumps gehört, die nicht vor eine Konfrontation mit dem Präsidenten zurückschrecken. Das Gesetz würde es der Regierung verbieten, Mittel des Verteidigungsministeriums oder des Aussenministeriums für ein Vorgehen gegen das Staatsgebiet von Nato-Partnern zu nutzen. Der US-Präsident hat in der Aussenpolitik sehr grossen Handlungsspielraum, die Hoheit über Haushaltsmittel liegt allerdings bei den beiden Kammern des US-Kongresses.

    Auch im Repräsentantenhaus gibt es aufgrund von Trumps Bemühungen, Grönland den USA einzuverleiben, bereits einen aktuellen überparteilichen Gesetzentwurf gleicher Stossrichtung. Auch dessen Erfolgschancen waren zunächst unklar. Der Vorstoss wurde von mehr als 20 Abgeordneten unterstützt.

  • Mittwoch, 14. Januar 2025, 1.54 Uhr

    Keine juristischen Konsequenzen nach tödlichen Schüssen in Minneapolis

    Die Todesschüsse auf eine Frau bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis sind aus Sicht des Justizministeriums kein Fall für seine Bürgerrechtsabteilung. Es gebe aktuell keine Grundlage für eine Untersuchung zu möglichen Verstössen gegen die Bürgerrechte von Renee Nicole Good, erklärte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche. Über seine Mitteilung berichtete der Sender CNN zuerst. Wie das Ministerium zu dem Schluss kam, dass Ermittlungen zu möglichen Bürgerrechtsverletzungen nicht gerechtfertigt seien, wurde nicht erläutert.

    Eine Demonstrantin wird bei Protesten gegen ICE am Dienstag in Minneapolis festgenommen. Die Bundesbeamten gehen immer rabiater gegen Demonstranten vor.
    Eine Demonstrantin wird bei Protesten gegen ICE am Dienstag in Minneapolis festgenommen. Die Bundesbeamten gehen immer rabiater gegen Demonstranten vor.
    Bild: Keystone/AP Photo/Adam Gray

    Wie zwei Gewährsleute mitteilten, waren die Staatsanwälte in der Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums in der vergangenen Woche darüber informiert worden, dass sie keine Rolle im Fall Good spielen würden. Die Ermittlungen durch das FBI laufen weiter.

    Die Entscheidung, die Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums aussen vor zu lassen, markiert eine deutliche Abweichung von früheren US-Regierungen. Diese hatten in der Regel rasch Ermittlungen bei Schusswaffeneinsätzen gegen Zivilisten durch Strafverfolgungsbeamte eingeleitet, um mögliche Bürgerrechtsverstösse zu prüfen.

    Bei einem ICE-Einsatz war die 37-jährige Good am vergangenen Mittwoch in Minneapolis von einem Beamten erschossen worden, als sie hinter dem Steuer ihres Wagens sass. Mitglieder der Trump-Regierung stufen sie als «inländische Terroristin» ein, die versucht habe, den ICE-Agenten mit ihrem Auto anzufahren. Er habe in Notwehr gehandelt. Beobachter widersprachen mit Verweis auf Handyvideos vom Vorfall vehement: Sie zeigen, wie der ICE-Beamte links neben dem Wagen steht, der von ihm weg nach rechts abzudrehen scheint, als er die Schüsse abgibt. Seit Goods Tod hat es in den USA landesweit Proteste gegeben.

  • 20.48 Uhr

    Proteste nach Festnahme von Stadtrat-Mitarbeiter in New York

    Die Verhaftung eines aus Venezuela stammenden Angestellten des New Yorker Stadtrats im Rahmen der Anti-Einwanderungs-Kampagne der Trump-Regierung hat für Proteste gesorgt. Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, er sei empört. Die Verhaftung des Mannes sei «ein Angriff auf unsere Demokratie, auf unsere Stadt und unsere Werte». Der Mitarbeiter wurde am Dienstag in einem Haftzentrum in Manhattan festgehalten.

    Die US-Einwanderungsbehörde ICE gab an, der Mann habe sich nicht an die Frist eines Touristenvisums gehalten, sei einst wegen Körperverletzung verhaftet worden und habe «kein Recht, in den Vereinigten Staaten zu sein».

    Das bestritt die Stadtratsvorsitzende Julie Menin. Ihr Kollege habe eine rechtliche Genehmigung, um bis Oktober in den USA zu arbeiten. Die Demokratin, teilte auf einer Pressekonferenz am Montagabend (Ortszeit) mit, man bemühe sich darum, dass der Mitarbeiter sofort freigelassen werde.

    New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte die Verhaftung eines aus Venezuela stammenden Angestellten des Stadtrats scharf. (Archivbild)
    New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte die Verhaftung eines aus Venezuela stammenden Angestellten des Stadtrats scharf. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Seth Wenig
  • 17.12 Uhr

    Clintons verweigern Aussage vor Epstein-Ausschuss

    Bill und Hillary Clinton haben am Dienstag eine Aussage im Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses zur Affäre um Jeffrey Epstein endgültig abgelehnt. In einem mehrseitigen Schreiben an den republikanischen Ausschusspräsidenten James R. Comer erklärten sie die Vorladungen für «rechtlich ungültig und nicht durchsetzbar». Zugleich machten sie deutlich, dass sie bereit seien, den Streit notfalls bis vor Gericht auszutragen.

    Die Clintons argumentieren, sie hätten dem Gremium bereits freiwillig eidesstattliche Erklärungen eingereicht – ein Vorgehen, das der Ausschuss in anderen Fällen akzeptiert habe. Sie betonen zudem, über keine relevanten Informationen zur Epstein-Affäre zu verfügen. Comer hingegen besteht auf persönlichen Befragungen hinter verschlossenen Türen und drohte erneut mit einem Missachtungsverfahren des Kongresses («contempt of Congress»), das im Extremfall strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

    In ihrem Schreiben werfen die Clintons dem Ausschuss eine politisch motivierte Kampagne vor. Ziel sei es, den Fokus von den Verbindungen Epsteins zu Donald Trump und der Entscheidung der aktuellen Regierung abzulenken, frühere Ermittlungen ohne umfassende Veröffentlichung von Akten zu beenden. Der Konflikt dürfte sich nun zu einer langwierigen juristischen Auseinandersetzung zwischen dem Kongress und dem ehemaligen Präsidentenpaar zuspitzen.

    Der frühere US-Präsident Bill Clinton (l.) und die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton. (Archivbild)
    Der frühere US-Präsident Bill Clinton (l.) und die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Jacquelyn Martin
  • 16.52 Uhr

    USA entziehen Somaliern Schutzstatus

    Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump macht Ernst und entzieht Tausenden Somaliern den temporären Schutzstatus, der ihnen einen Aufenthalt in den USA genehmigte.

    Durch die Aufhebung müssen Betroffene die Vereinigten Staaten bis zum 17. März verlassen, wie die US-Einwanderungsbehörde USCIS auf X mitteilte. Nach Angaben der US-Sender Fox News und NBC News sind Tausende Somalier betroffen - die US-Einwanderungsbehörde machte zunächst keine Angaben dazu.

    «Die Lage in Somalia hat sich so weit verbessert, dass das Land die gesetzlichen Voraussetzungen für den vorübergehenden Schutzstatus nicht mehr erfüllt», erklärte die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, gegenüber Fox News.

    Demgegenüber zeichnen internationale Organisationen und europäische Regierungen ein anderes Lagebild für Somalia: Millionen Menschen mit humanitärem Hilfebedarf, anhaltende Vertreibung, schwere Menschenrechtsverletzungen, Ernährungsunsicherheit und Dürre, während der bewaffnete Konflikt mit der islamistischen Miliz Al-Shabab fortbesteht und regelmässig zivile Opfer fordert.

    Internationale Organisationen bewerten die Lage in Somalia immer noch kritisch. (Archivbild)
    Internationale Organisationen bewerten die Lage in Somalia immer noch kritisch. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Amisom Photo/Tobin Jones
  • 16.21 Uhr

    Trump wird am WEF in Davos teilnehmen

    US-Präsident Donald Trump wird am World Economic Forum 2026 in Davos GR teilnehmen. Das Wirtschaftsforum bestätigte am Dienstag Trumps Teilnahme am Treffen. Trump werde von einer grossen Delegation begleitet.

  • 14.33 Uhr

    USA und Dänemark treffen sich am Mittwoch – um über Grönland zu sprechen

    Im Streit um US-Ansprüche auf Grönland trifft sich der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen an diesem Mittwoch in Washington mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Aussenminister Marco Rubio.

    An dem Treffen soll auch die für Aussenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt teilnehmen, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf Rasmussen meldete.

    Rasmussen reist nach Washington. (Archivbild)
    Rasmussen reist nach Washington. (Archivbild)
    Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/dpa

    Vance werde auf eigenen Wunsch an dem Treffen im Weissen Haus teilnehmen, so der dänische Aussenminister nach einer Sitzung des auswärtigen Ausschusses in Kopenhagen. Man wolle die Situation in einem Rahmen erörtern, wo man sich in die Augen schauen könne. Weitere Kommentare wolle er derzeit nicht abgeben.

    Trump will Grönland den USA einverleiben

    Zuvor hatte es einen tagelangen verbalen Schlagabtausch zwischen unter anderem US-Präsident Donald Trump und dänischen Politikern wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in der Angelegenheit gegeben. Trump will Grönland den USA einverleiben.

    Dänemark und Grönland hatte daraufhin um das Gespräch gebeten. Grönland mit seinen rund 57'000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark.

  • 11.32 Uhr

    Hegseth lässt Frauen in Kampfeinheiten überprüfen

    Mehr als zehn Jahre nach der Öffnung der Bodenkampfeinheiten für Frauen überprüft das US-Verteidigungsministerium erneut deren Einsatz und Leistungsfähigkeit. Hintergrund ist eine interne Evaluation, die über sechs Monate hinweg Trainings- und Einsatzdaten von Tausenden Soldatinnen in Infanterie-, Panzer- und Artillerieeinheiten auswerten soll. Die Resultate könnten Einfluss darauf haben, wie diese Einheiten künftig zusammengesetzt und ausgebildet werden.

    Angestossen wurde die Überprüfung unter Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich schon vor seinem Amtsantritt kritisch zur Rolle von Frauen in Kampfeinheiten geäussert hatte. Offiziell begründet das Pentagon den Schritt mit dem Ziel, «einheitliche, strenge und geschlechtsneutrale Standards» sicherzustellen. Eine Sprecherin erklärte, physische Anforderungen müssten sich ausschliesslich an den realen Belastungen im Gefecht orientieren – unabhängig vom Geschlecht.

    In den US-Streitkräften dienen derzeit rund 4500 Frauen in Bodenkampfrollen, darunter auch in Eliteeinheiten. Frühere Studien des Militärs kamen mehrheitlich zum Schluss, dass die Integration die Einsatzfähigkeit nicht beeinträchtigt habe. Einzelne Untersuchungen – etwa des Marine Corps – stellten jedoch eine höhere Verletzungsanfälligkeit fest. Kritiker der neuen Überprüfung sehen deshalb weniger ein militärisches Problem als vielmehr eine politische Debatte, die eine bereits etablierte Praxis erneut infrage stellt.

  • 06.38 Uhr

    US-Militär soll bei Karibik-Angriff Flugzeug als Zivilmaschine getarnt haben

    Das US-Militär hat laut einem Medienbericht bei der ersten Attacke auf ein mutmassliches Drogenschmuggler-Boot in der Karibik ein geheimes, als zivile Maschine getarntes Flugzeug eingesetzt.

    Die Waffen seien dabei zudem im Rumpf statt sichtbar unter den Flügeln transportiert worden, schrieb die «New York Times» unter Berufung auf unterrichtete Personen. Bei dem Angriff wurden nach offiziellen Angaben elf Menschen getötet.

    Eine Tarnung als ziviles Flugzeug wäre ein bedeutendes Detail. Ein ehemaliger Rechtsexperte der US-Luftwaffe, Steven J. Lepper, sagte der Zeitung, eine Attacke, bei der ein Flugzeug auf die Angegriffenen als nicht militärische Maschine wirke, werde nach den Regeln bewaffneter Konflikte als Kriegsverbrechen gewertet.

    Personen, die ein Video des Angriffs gesehen hätten, sagten der Zeitung, das Flugzeug sei so tief geflogen, dass Insassen des Bootes es gut gesehen hätten.

    Diskussion um mögliches Kriegsverbrechen

    Bei dem Angriff im September gab es nach offiziellen Angaben zwei Überlebende, die dann bei einer weiteren Attacke getötet wurden. Schon das hatte in den USA Vorwürfe ausgelöst, es handele sich um ein Kriegsverbrechen.

    Die rechtliche Basis für die Angriffe auf Boote in der Karibik ist umstritten. Die Argumentation der US-Regierung ist, dass man sich in einem bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen befinde. Bei späteren Attacken wurde der «New York Times» zufolge übliches Kriegsgerät wie unter anderem «Reaper»-Drohnen eingesetzt.

  • 5.50 Uhr

    Trump-Sondermittler Smith bekommt öffentliche Anhörung

    Trump-Sonderermittler Jack Smith bekommt die Chance, seine einstige Anklage gegen den heutigen US-Präsidenten wegen Wahlbetrugs öffentlich zu verteidigen. Er soll sich am 22. Januar Fragen von Abgeordneten im Rechtsausschuss des Repräsentantenhauses stellen, wie dessen Vorsitzender Jim Jordan ankündigte.

    Sonderermittler Jack Smith bei einer hinter verschlossenen Türen abgehaltenen Anhörung im US-Repräsentantenhaus in Washington. (17. Dezember 2025)
    Sonderermittler Jack Smith bei einer hinter verschlossenen Türen abgehaltenen Anhörung im US-Repräsentantenhaus in Washington. (17. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/AP Photo/Jose Luis Magana

    Donald Trump war 2023 von Smith in Washington auf Bundesebene im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug und dem Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 angeklagt worden. Es handelte sich um die schwerwiegendsten Vorwürfe gegen ihn. Im Falle einer Verurteilung hätte Trump eine jahrzehntelange Haftstrafe gedroht.

    Smith überarbeitete die Anklage im Sommer 2024, nachdem das Oberste Gericht US-Präsidenten weitreichende Immunität für Amtshandlungen bescheinigt hatte. Nach Trumps Wiederwahl 2024 wurde die Anklage fallengelassen. Trump und seine Verbündete bei den Republikanern hatten die Ermittlungen als politische Verfolgung abgetan.

    Solche Anhörungen verlaufen oft auf Partei-Linie. Smith muss sich entsprechend darauf einstellen, von Trumps Republikanern kritisch hinterfragt zu werden, während ihm Abgeordnete der Demokraten Raum für Erklärungen zu seinen Ermittlungen geben dürften. In einer vorherigen Anhörung hinter verschlossenen Türen hatte Smith seine Anklage gegen Trump verteidigt. In einem früheren Bericht hatte sich Smith überzeugt gezeigt, dass Trump nur durch dessen Wiederwahl eine Verurteilung wegen Wahlbetrugs nach der Präsidentenwahl 2020 erspart geblieben sei.

  • 5.25 Uhr

    Staatsanwältin spielt Ermittlungen gegen Fed-Chef herunter

    Nach Kritik an den Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell wählt die zuständige Staatsanwältin beschwichtigende Worte. Ausser Powell habe niemand das Wort «Anklage» in den Mund genommen, erklärte Jeanine Pirro auf der Plattform X. Ihre Behörde habe lediglich zu Vorladungen greifen müssen, da die Notenbank Informationsanfragen zu Kosten von Renovierungsarbeiten am historischen Gebäude der Federal Reserve (Fed) «ignoriert» habe, schrieb sie.

    Powell hatte am Sonntag in einer aussergewöhnlichen Stellungnahme mitgeteilt, dass ihm mit einer Anklage gedroht werde. Er brachte das Vorgehen in Verbindung damit, dass die Notenbank bei ihren Zinsschritten ihren eigenen Massstäben und nicht den Wünschen von Präsident Donald Trump folge. Trump fordert schon lange niedrigere Zinsen und macht Druck auf Powell. Die Fed bleibt jedoch eher vorsichtig und verweist auf Inflationsrisiken.

    Die US-Notenbank ist eine dem Kongress verpflichtete unabhängige Institution. Die Ermittlungen gegen Powell stiessen auf scharfe Kritik, da sie als Versuch gewertet wurden, diese Unabhängigkeit zu untergraben. Im Kongress kündigte unter anderem der einflussreiche republikanische Senator Thom Tillis an, dass er nicht für Trumps Kandidaten für die Notenbank stimmen werde, bis die Angelegenheit ausgeräumt sei. Trumps Republikaner haben eine Mehrheit von 53 zu 47 Stimmen im Senat und können sich daher kaum Abweichler leisten.

    Powells Amtszeit an der Fed-Spitze endet im Mai. Trump wollte eigentlich noch im Januar seinen Wunschkandidaten für dessen Nachfolge bekanntgeben. Mehr zum Thema hier.

  • 4.30 Uhr

    Minnesota klagt gegen Einsatz von ICE-Beamten

    Wenige Tage nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau in Minneapolis will der Bundesstaat Minnesota die Aktivitäten der US-Einwanderungsbehörde ICE vor Gericht stoppen. In der Klage heisst es, der grossangelegte Einsatz von Beamten des Ministeriums für Inlandsicherheit (DHS) verletze die US-Verfassung und die Rechte des Bundesstaates. Auch die Städte Minneapolis und St. Paul schlossen sich der Klage an, die unter anderem gegen DHS-Chefin Kristi Noem  gerichtet ist.

    Protest gegen Bundesbeamte der Immigration and Customs Enforcement (ICE) am Montag in Minneapolis.
    Protest gegen Bundesbeamte der Immigration and Customs Enforcement (ICE) am Montag in Minneapolis.
    Bild: Keystone/AP Photo/Jen Golbeck

    ICE und die Grenzschutzbehörde unterstehen dem Ministerium und wurden in verschiedene US-Städten mit dem Auftrag losgeschickt, Menschen ohne rechtmässigen Aufenthaltsstatus ausfindig zu machen und abzuschieben. Die «grösste Abschiebeaktion» in der Geschichte der USA gehörte zu den Wahlkampf-Versprechen von Präsident Donald Trump. Mehrere Städte und Bundesstaaten wehren sich vor Gericht gegen das Vorgehen.

    In der Klage wird der Entsendung der Bundesbeamten nach Minneapolis und St. Paul nun als «Invasion» bezeichnet. Mit mehr als 2000 übertreffe ihre Mannstärke die der Polizeibehörden der beiden Städte. Ziel der Klage ist es, dass der Einsatz als verfassungswidrig und illegal eingestuft und gestoppt wird. Im Trump-Lager wird unterdessen oft der Begriff Invasion benutzt, wenn behauptet wird, dass die USA von illegal Eingewanderten überrannt würden.

    Die Klage wurde vor einem Bezirksgericht in Minnesota eingereicht. Die nächsten Instanzen wären ein Berufungsgericht und das Oberste Gericht der USA. Das bisherige rechtliche Vorgehen gegen den Einsatz der Beamten hatte gemischte Ergebnisse hervorgebracht.

  • Dienstag, 13. Januar 2026, 4 Uhr

    Wadephul hat keinen Anhaltspunkt für US-Militäraktion in Grönland

    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul rechnet nach einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio nicht mit einer Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands. «Ich habe keinen Anhaltspunkt dafür, dass das ernsthaft erwogen wird», sagte Wadephul. «Ich glaube, dass es ein gemeinsames Interesse gibt, dass wir uns um die Sicherheitsfragen, die im arktischen Raum auftreten, kümmern sollten und kümmern werden», sagte der CDU-Politiker vor den Medien nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington.

    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul (l.) mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Montag im US-Aussenministerium in Washington.
    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul (l.) mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Montag im US-Aussenministerium in Washington.
    Bild: Keystone/EPA/Jim Lo Scalzo

    US-Präsident Donald Trump macht unterdessen immer wieder deutlich, dass er die offiziell zum Nato-Partner Dänemark gehörende Insel unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will – zur Not auch auf «die harte Art und Weise». Er verweist auf die strategische Bedeutung der Insel, eine zuletzt grosse Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region – und auf die Bodenschätze Grönlands. Für Beunruhigung sorgen Trumps Aussagen vor allem, weil er militärischen Zwang nicht ausschliesst.

    Wadephul sagte nach dem Gespräch mit Rubio weiter, die Nato sei dabei, zur Sicherheit in der Arktis «noch einmal konkretere Pläne zu entwickeln», die dann mit den USA besprochen werden. Dies habe man zwar aktuell bisher nicht machen können, «aber die Bereitschaft dazu, diese Fragen im Nato-Raum zu diskutieren, die ist selbstverständlich allerseits vorhanden». Zugleich betonte er, wenn es um Angelegenheiten gehe, die Grönland und Dänemark beträfen, «ist es an Grönland und an Dänemark darüber zu entscheiden. Und ist es an den Menschen, die auf Grönland leben, darüber zu entscheiden.» Mehr dazu hier.

  • 23.45 Uhr

    US-Abgeordnete besuchen Dänemark – Demonstration der Einheit

    Abgeordnete des US-Kongresses wollen mit einem Besuch in Kopenhagen Einheit zwischen den USA und Dänemark im Streit um Grönland demonstrieren. Eine Delegation aus Mitgliedern von sowohl der Republikanischen Partei als auch der Demokratischen Partei wird am Freitag und Samstag in der dänischen Hauptstadt erwartet, wie aus Kongresskreisen verlautete. Dort würden die Mitglieder hochrangige Vertreter der dänischen Regierung und Geschäftsleute treffen, hiess es. Die Delegation wird demnach vom demokratischen Senator Chris Coons angeführt. Teil der mindestens neunköpfigen Gruppe soll auch der Republikaner Thom Tillis sein.

    US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, Grönland einzunehmen. Die Insel ist ein halbautonomes Territorium des Nato-Verbündeten Dänemark. Weil Trump Grönland ins Visier genommen hat, sind die Spannungen zwischen den USA, der Insel und Dänemark gestiegen. Das Weisse Haus zieht unter anderem militärische Gewalt in Erwägung, um die riesige Insel in der Arktis zu übernehmen.

    Vertreter Dänemarks und Grönlands werden in dieser Woche zu Gesprächen in Washington erwartet.

    Die Grönländer machten unlängst klar: «Wir wollen keine Amerikaner sein».
    Die Grönländer machten unlängst klar: «Wir wollen keine Amerikaner sein».
    Kwiyeon Ha/AP/dpa
  • 22.02 Uhr

    Senator Kelly verklagt Pentagon und Hegseth

    US-Senator Mark Kelly verklagt das Pentagon und Verteidigungsminister Pete Hegseth wegen der Konsequenzen nach einem Video, in dem er US-Militärangehörige aufrief, keine illegalen Befehle zu befolgen. Kelly ist ein pensionierter Marineoffizier. Das Verteidigungsministerium hatte nach dem Video ein Verfahren eingeleitet, das zu einer Kappung seiner Ruhestandsbezüge führen könnte.

    Kelly argumentiert in der Klage unter anderem, das Vorgehen Hegseths und des Ministeriums sei verfassungswidrig – unter anderem, weil sein Recht auf freie Meinungsäusserung verletzt werde.

    Kelly war mit dabei in einem von sechs demokratischen Kongressmitgliedern veröffentlichten Video, in dem Angehörige des US-Militärs dazu aufgerufen werden, illegale Befehle nicht zu befolgen. Dabei ging es hauptsächlich um die international umstrittenen US-Militäraktionen gegen mutmassliche Drogenschmuggler in der Karibik. US-Präsident Donald Trump warf der Gruppe zunächst «aufständisches Verhalten» vor und relativierte diese Aussagen später.

    Der demokratische Senator Mark Kelly wehrt sich – und verklagt das Verteidigungsministerium sowie Minister Hegseth.
    Der demokratische Senator Mark Kelly wehrt sich – und verklagt das Verteidigungsministerium sowie Minister Hegseth.
    Ben Curtis/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.49 Uhr

    «Dann sind wir am Arsch»: Trump warnt vor Kippen seiner Zölle durch Oberstes Gericht

    US-Präsident Donald Trump hat eindringlich vor einer möglichen Annullierung seiner Importzölle durch das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten gewarnt. Trete dies ein, «sind wir am Arsch», schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. In diesem Fall wäre die Regierung nach seinen Worten verpflichtet, «hunderte Milliarden Dollar» an Zolleinnahmen zurückzuzahlen.

    Hinzu kämen noch Rückzahlungsforderungen ausländischer Firmen, die zur Vermeidung der Zölle in den USA investierten, führte der Präsident aus. Zusammen summiere sich dies auf «Billionen von Dollar». Die Streichung der Zölle durch den Supreme Court würde ein «völliges Durcheinander» anrichten, warnte Trump. Es wäre nach seinen Worten «fast unmöglich für unser Land», die Summen zurückzuzahlen.

    Das Oberste Gericht befasst sich seit dem Herbst mit Trumps Zollpolitik, seine Entscheidung könnte jederzeit kommen. Obwohl es am Supreme Court eine klare Mehrheit konservativer Richter gibt, kann sich Trump nicht darauf verlassen, dass das Gericht seine Zölle absegnet. Bei einer Anhörung im November hatte eine Mehrheit der Richter hinterfragt, ob Trump weitreichende Importaufschläge gegen Handelspartner weltweit auf der Grundlage eines Notstandsgesetzes verhängen durfte. Gerichte unterer Instanzen hatten dies für illegal erklärt.

    Der Supreme Court befasst sich mit jenen Strafzöllen, die Trump ab Anfang April in mehreren Schritten gegen zahlreiche Staaten verhängt hatte – und die grundsätzlich auf jede Art von importierten Waren angewendet werden. So gilt für die EU ein allgemeiner Zollsatz von 15 Prozent. Nicht betroffen sind höhere branchenspezifische Zölle etwa auf Aluminium, Stahl und Autos.

    Trump hatte zur Verhängung dieser pauschalen Zölle ein Notstandsgesetz von 1977 herangezogen. Dieses verleiht dem Präsidenten weitreichende Befugnisse, um auf einen «erklärten nationalen Notstand» zu reagieren. Der Vorsitzende Richter John Roberts, einer der Konservativen am Gericht, verwies in der Anhörung im November jedoch darauf, dass das Notstandsgesetz IEEPA das Wort «Zölle» nicht enthält.

  • 21.24 Uhr

    Trump empfängt Machado am Donnerstag im Weissen Haus

    Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado wird Medienberichten zufolge an diesem Donnerstag von US-Präsident Donald Trump empfangen. Der Besuch sei im Weissen Haus geplant, berichteten die US-Sender CNN und CBS News sowie «Politico» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Machado reist derzeit durch Europa. Im vergangenen Dezember war sie nach elf Monaten im Untergrund erstmals wieder in Erscheinung getreten, um in Norwegen den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen. Anfang des Monats hatten US-Streitkräfte bei einem militärischen Einsatz auf Venezuela den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Maduro wurde in New York unter anderem wegen Drogendelikten angeklagt. Daraufhin hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als dessen Nachfolgerin geäussert. Aus seiner Sicht geniesse sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land, sagte er.

    Machado hatte ihren Nobelpreis Trump gewidmet. 
    Machado hatte ihren Nobelpreis Trump gewidmet. 
    Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa (Archivbild)

    Unterdessen hatte Machado zuletzt angedeutet, Trump für seine Bemühungen ihren Friedensnobelpreis weitergeben zu wollen. Auf die Frage des Moderators Sean Hannity, ob sie angeboten habe, Trump ihren Nobelpreis zu geben, antwortete sie: «Es ist noch nicht passiert. Aber ich würde ihm sicherlich gerne persönlich sagen, dass wir – das venezolanische Volk, denn dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.»

    Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. «Es ist ein grosser Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» Es war zunächst unklar, ob ihre Aussage wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist. Nach Angaben des Nobelinstituts in Oslo ist das allerdings nicht möglich. «Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig», heisst es.

  • 20.49 Uhr

    Skepsis an Venezuela-Investment: Trump verärgert über ExxonMobil

    US-Präsident Donald Trump hat sich verärgert über die Skepsis von ExxonMobil-Chef Darren Woods an Investitionen in Venezuela gezeigt. «Mir hat die Reaktion von Exxon nicht gefallen», erklärte Trump an Bord des Regierungsfliegers Air Force One. Er sei geneigt, den grössten US-Mineralölkonzern aus dem südamerikanischen Land herauszuhalten.

    Bei einem Treffen mit Vertretern der Ölbranche hatte Trump am Freitag versucht, die Bedenken der Konzerne zu zerstreuen, nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz umfangreich in Venezuela zu investieren. Man werde direkt mit der US-Regierung verhandeln, statt mit der venezolanischen Regierung, sagte der Republikaner.

    Woods war dennoch nicht überzeugt. «Wenn wir uns die aktuellen wirtschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen in Venezuela ansehen, ist das Land derzeit nicht investierbar», sagte er. Ein Unternehmenssprecher reagierte am Sonntag nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme.

    US-Konzerne von Investitionen in die marode Ölinfrastruktur Venezuelas zu überzeugen, hat nach der Gefangennahme Maduros für Washington höchste Priorität. Das US-Energieministerium hat angekündigt, den Verkauf von bislang sanktioniertem Rohöl aus Venezuela auf unbestimmte Zeit weltweit zu kontrollieren.

  • 19.10 Uhr

    Mexikos Präsidentin will keine US-Truppen gegen Drogenkartelle

    Im Streit um das Vorgehen gegen Drogenkartelle in Mexiko hat die Präsidentin des Landes, Claudia Sheinbaum, mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Sie habe erneut Trumps Angebot abgelehnt, US-Truppen nach Mexiko zu entsenden, um der dortigen Regierung im Kampf gegen die Kartelle zu helfen, sagte Sheinbaum bei einer Medienkonferenz. Auch sei in dem Telefonat ein einseitiges militärisches Eingreifen der USA in Mexiko ausgeschlossen worden.

    Jüngste Äusserungen von Trump über das US-Vorgehen gegen Drogenbanden in Lateinamerika hatten in Mexiko für Unruhe gesorgt – auch vor dem Hintergrund des Angriffs auf Venezuela. Sheinbaum sagte bei der Medienkonferenz, sie habe das Gespräch mit Trump gesucht, weil er immer wieder sagt, dass er sich eine grössere US-Beteiligung an Mexikos Sicherheit wünscht. «Wir sagen immer, dass dies nicht notwendig ist», sagte Sheinbaum. Mexiko bewahre seine Souveränität und territoriale Integrität. Auf X bezeichnete Sheinbaum das Telefonat als «sehr gutes Gespräch». Die Zusammenarbeit im Rahmen des gegenseitigen Respekts führe immer zu guten Ergebnissen.

    Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro hatte Trump in einem Interview erneut beklagt, Mexiko werde von den Drogenkartellen regiert. Trump unterstellt Sheinbaum, aus Angst nicht härter gegen die Kartelle vorzugehen. Mehrfach habe er ihr Hilfe angeboten, diese sei zurückgewiesen worden.

    Sheinbaum sagte, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien gut und man werde mit den Vereinigten Staaten weiter zusammenarbeiten. In dem rund 15-minütigen Telefonat habe sie mit Trump auch über den US-Militäreinsatz in Venezuela gesprochen. Sie habe deutlich gemacht, dass Mexiko mit ausländischen Interventionen in anderen Ländern nicht einverstanden sei.

  • 18.47 Uhr

    Kuba verhandelt laut Präsident nicht mit  USA

    Kuba führt nach Angaben von Präsident Miguel Díaz-Canel derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung. Es gebe lediglich «technische Kontakte auf dem Gebiet der Migration», teilte Díaz-Canel nach Angaben des kubanischen Aussenministeriums mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Kuba auf seiner Plattform Truth Social aufgefordert, «einen Deal zu machen, BEVOR ES ZU SPÄT IST.» Trump erläuterte dabei nicht, welche Art Abkommen er verlangt.

    Díaz-Canel erklärte, die Beziehungen zwischen den USA und Kuba müssten auf internationalem Recht beruhen und nicht auf Feindseligkeit, Drohungen und wirtschaftlichem Zwang. «Wir waren immer bereit, einen ernsthaften und verantwortungsvollen Dialog mit den verschiedenen US-Regierungen zu führen, auch mit der gegenwärtigen, auf der Grundlage souveräner Gleichheit, gegenseitigen Respekts, der Prinzipien des Völkerrechts und gegenseitigen Nutzens, ohne Einmischung in innere Angelegenheiten und unter voller Achtung unserer Unabhängigkeit», fügte er hinzu.

    Miguel Diaz-Canel, Präsident von Kuba. 
    Miguel Diaz-Canel, Präsident von Kuba. 
    Irene Perez/Cubadebate/dpa

    Trump schrieb am Sonntag, Kuba erhalte kein Öl mehr aus Venezuela, nachdem US-Soldaten dort Anfang Januar Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen und für ein Strafverfahren wegen Drogen- und Terrorismusvorwürfen in die USA gebracht hatten. Bei der Aktion wurden auch 32 kubanische Offiziere getötet. Vor der US-Intervention erhielt Kuba schätzungsweise 35'000 Barrel pro Tag aus Venezuela, wie Jorge Piñón vom Energy Institute der University of Texas in Austin sagte, der die Lieferungen verfolgt. Dazu kämen täglich etwa 5500 Barrel aus Mexiko und etwa 7500 aus Russland.

  • 14.42 Uhr

    «Zwei Hundeschlitten statt U-Boote» – Trump verspottet Grönland

    Trotz neuer Überlegungen mehrerer Nato-Staaten zur Sicherung der Arktis hält US-Präsident Donald Trump unbeirrt an seinem Anspruch auf Grönland fest. Selbst ein stärkeres Bündnisengagement in der Region lasse ihn nicht umdenken, sagte Trump an Bord der Air Force One.

  • 9.06 Uhr

    Trump macht sich zum «amtierenden Präsidenten von Venezuela»

    Donald Trump provoziert mal wieder: Der 79-Jährige hat auf seiner Plattform Truth Social ein Bild von sich gepostet, das einem Wikipedia-Eintrag nachempfunden ist – und ihn als «amtierenden Präsidenten von Venezuela» ausweist.

    Trump posts that he’s “Acting President of Venezuela”

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 12. Januar 2026 um 02:25

    Bei Trumps Anhängerinnen und Anhängern dürfte der Scherz gut angekommen sein. Im Internet jedoch machen viele ihrem Ärger über den Post Luft.

    Venezuela is welcome to have him as long as he gives up the White House.

    — WatchYourRepsSC (@watchyourrepssc.bsky.social) 12. Januar 2026 um 02:29

    He's giving more Leopold II colonizing the Congo. Leopold was apparently a disgusting, filthy man who didn't bathe and hated even his closest allies. The parallels are hard to ignore: youtu.be/99dygZ98Krg

    [image or embed]

    — Kevin D (@writeabouttime.bsky.social) 12. Januar 2026 um 04:07

    "Many of the worst man-made events that ever occurred were not the product of evil geniuses. Instead they were the product of a parade of idiots and lunatics, incoherently flailing their way through events, helped along the way by overconfident people who thought they could control them."

    [image or embed]

    — Astrid (@black-stardust.bsky.social) 12. Januar 2026 um 03:39

  • 8.54 Uhr

    Grenz-Kommandant will WC-Pause machen und wird von wütenden Bürgern vertrieben

    Eine WC-Pause in einem lokalen Supermarkt endet für den Kommandanten der US-Grenztruppen mit viel Gegenwind. Wie Videos in den sozialen Medien zeigen, wird Greg Bovino beim Verlassen der Toiletten von einer wütenden Menge abgefangen. «Verpiss dich von hier, Greg, keiner will dich hier», schreit einer der Personen. 

    Bovino wird bei der Pause von zahlreichen Beamten begleitet, die ihn schützen. Er wird unter zahlreichen Buh-Rufen und Pfiffen aus dem Supermarkt begleitet und fährt dann in einem Konvoi davon. Derzeit kommt es in den USA immer wieder zu massenhaften Protesten gegen die US-Grenztruppen.

  • 5.30 Uhr

    Trump von Vorstoss für mehr Arktis-Sicherheit unbeeindruckt

    US-Präsident Donald Trump lässt sich von seinem Gebietsanspruch auf Grönland durch Vorstösse von Nato-Staaten für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis nicht abbringen. An Bord der Air Force One konfrontierte ihn eine Journalistin damit, dass Grossbritannien und Deutschland aktuell Pläne für mehr Schutz der Sicherheit in der Arktis im Nato-Rahmen diskutieren würden. Die Frage, ob das etwas an seiner Einschätzung ändere, verneinte Trump.

    Lässt sich von seinem Gebietsanspruch auf Grönland nicht abbringen: US-Präsident Donald Trump spricht am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Air Force One mit Journalisten.
    Lässt sich von seinem Gebietsanspruch auf Grönland nicht abbringen: US-Präsident Donald Trump spricht am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Air Force One mit Journalisten.
    Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

    «Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht», betonte er mit Vokabular eines Geschäftsmanns. Trump machte dabei klar, dass es ihm darum gehe, Grönland langfristig zu besitzen. Einmal mehr rechtfertige er das damit, dass sich sonst China oder Russland die Insel einverleiben würden.

    Mehrere Nato-Staaten wie Grossbritannien hatten sich zuletzt für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein Vorschlag sieht Diplomaten zufolge einen Überwachungseinsatz mit dem Namen «Arctic Sentry» (deutsch etwa: Wächter der Arktis) vor. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hatte erst gerade grundsätzliche Bereitschaft für einen grösseren Beitrag Deutschlands zur militärischen Sicherheit in der Arktis erklärt. Die richtigen Antworten müssten im Nato-Rahmen gefunden werden, sagte der CDU-Politiker, der auf Island einen Zwischenstopp auf dem Weg in die USA einlegte. An diesem Montag empfängt US-Aussenminister Marco Rubio Wadephul in Washington. Trumps Drohungen gegen Grönland dürften dabei eine wichtige Rolle spielen.

  • Montag, 12. Januar 2026, 2.22 Uhr

    Untersuchung gegen Fed: Regierung lässt Streit mit Powell eskalieren

    Bundesstaatsanwälte haben gegen die US-Notenbank nach Angaben ihres Chefs Jerome Powell Ermittlungen eingeleitet. Das Justizministerium habe der Federal Reserve sogenannte Subpoenas zugestellt – also schriftliche Vorladungen oder Aufforderungen zur Herausgabe von Dokumenten unter Strafandrohung, teilte Powell am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Zudem habe das Ministerium der Zentralbank mit einer Anklage gedroht. Das Vorgehen sei mit seinen Aussagen vor dem Kongress zu einem Renovierungsprojekt am Fed-Gebäude begründet worden, erklärte Powell.

    US-Präsident Donald Trump (l.) und der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, bei einem Rundgang über die Renovierungsbaustelle am Hauptsitz der Zentralbank in Washington im Juli.
    US-Präsident Donald Trump (l.) und der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, bei einem Rundgang über die Renovierungsbaustelle am Hauptsitz der Zentralbank in Washington im Juli.
    Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

    Doch handele es sich bei der Drohung nur um einen «Vorwand», um die Unabhängigkeit der Notenbank bei der Festlegung der Zinspolitik zu untergraben. «Es geht darum, ob die Fed weiterhin in der Lage sein wird, die Zinssätze auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen – oder ob die Geldpolitik stattdessen durch politischen Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», ergänzte Powell.

    Den Schritt werteten Beobachter als massive Eskalation im Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und der Fed. Die Notenbank ist eine unabhängige Behörde, die Trump wiederholt dafür kritisiert hat, den Leitzins nicht so schnell zu senken, wie er es gerne hätte.

    Die zuständige Staatsanwaltschaft unter US-Bundesanwältin Jeanine Pirro reagierte am Sonntag zunächst nicht auf Bitten um eine Stellungnahme. Mehr dazu hier.

  • 23.01 Uhr

    US-Ministerin will Hunderte Bundesbeamte nach Minneapolis senden

    Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine Frau in Minneapolis sollen demnächst Hunderte weitere Bundesbeamte in der Stadt ankommen. Die US-Regierung entsende sie aktuell, um gewährleisten zu können, dass bereits eingesetzte Beamte der Einwanderungsbehörde ICE sowie Grenzschutzbeamte ihre Arbeit dort sicher machen könnten, sagte Kristi Noem, Chefin des US-Ministeriums für Inlandsicherheit dem Sender Fox News.

    Kündigt die Entsendung Hunderter weiterer Bundesbeamter nach Minneapolis an – Kristi Noem, Chefin des US-Ministeriums für Inlandsicherheit. (Archivbild)
    Kündigt die Entsendung Hunderter weiterer Bundesbeamter nach Minneapolis an – Kristi Noem, Chefin des US-Ministeriums für Inlandsicherheit. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Yuki Iwamura

    In Minneapolis und St. Paul im Bundesstaat Minnesota läuft seit Tagen eine ICE-Operation, an der laut dem Ministerium für Inlandsicherheit bereits mehr als 2000 Bundesbeamte beteiligt sind. Ziel der Einsätze sind den Behörden zufolge Ermittlungen im Zusammenhang mit mutmasslichem Betrug, unter anderem im Umfeld der somalischen Community. US-Medien diskutieren, ob der von den Behörden genannte Einsatzgrund als Vorwand für eine politisch motivierte Verschärfung der Einwanderungspolitik dient.

  • 20.35 Uhr

    Museum streicht Hinweis zu Trumps Amtsenthebungsverfahren

    Die National Portrait Gallery in Washington hat US-Medienberichten zufolge einen Text entfernt, der unter anderem die beiden Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump thematisierte. Der Schritt erfolgte, als das Museum jüngst ein Porträt Trumps in seiner Ausstellung «America's Presidents» austauschte, wie die «New York Times» und die «Washington Post» berichteten.

    Das Weisse Haus hatte das nun in dem Museum ausgestellte Schwarz-Weiss-Bild von Trump am Samstag auf seinem X-Account geteilt. Das Foto zeigt den Republikaner im Oval Office hinter seinem Schreibtisch stehend - die zu Fäusten geballten Hände stützt er darauf ab, während er sich mit direktem Blick in die Kamera nach vorne lehnt.

  • 16.14 Uhr

    Trump rät Kuba zu Deal «bevor es zu spät ist»

    Nach der Verhaftung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hat US-Präsident Donald Trump gegen dessen Verbündeten Kuba eine Warnung ausgesprochen. «Ich empfehle dringend, dass sie einen Deal machen, BEVOR ES ZU SPÄT IST», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Verweis auf die Regierung des sozialistischen Karibikstaates. Es war unklar, welche Art von «Deal» er meinte.

    Da Venezuela nun vom US-Militär beschützt werde, brauche das südamerikanische Land keine Sicherheitsdienstleistungen mehr aus Havanna. «ES WIRD KEIN ÖL UND KEIN GELD MEHR NACH KUBA FLIESSEN – NULL!»

    Kuba erhält von Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter kubanischer Ärzte. Zudem sind nach Einschätzung von Experten zahlreiche kubanische Geheimdienstagenten in Venezuela im Einsatz. Soldaten und Geheimdienstler aus Kuba waren auch für die persönliche Sicherheit von Maduro verantwortlich. Bei dem US-Einsatz zu seiner Festnahme am 3. Januar in der venezolanischen Hauptstadt Caracas wurden nach Angaben der Regierung in Havanna 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet.

  • 14.46 Uhr

    Grönland-Konflikt: Dänen bestätigen Treffen mit Rubio

    Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hat das Treffen ihres Aussenministers Lars Løkke Rasmussen mit dessen US-Kollegen Marco Rubio in der kommenden Woche bestätigt. Einen Ort und eine genaue Zeit für den Termin im Konflikt um Grönland nannte Frederiksen während einer Parteikonferenz am Mittag nicht. «Wir stehen an einem Scheideweg», sagte die Regierungschefin der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge.

  • 13.35 Uhr

    Deutsche Gesundheitsministerin Warken kontert Vorwürfe von US-Amtskollegen Kennedy

    Kuriose Attacke aus den USA und eine deutliche Antwort: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Vorwürfen ihres amerikanischen Amtskollegen Robert F. Kennedy Jr. im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eine Abfuhr erteilt. «Die Einlassungen des US-amerikanischen Gesundheitsministers entbehren jeglicher Grundlage, sie sind faktisch falsch und zurückzuweisen», teilte die CDU-Politikerin am Samstagabend mit.

    Kennedy Jr. hatte zuvor in einem Video der deutschen Regierung vorgeworfen, die Autonomie von Patienten zu missachten. Dazu habe er Warken auch einen Brief geschrieben. Er nannte die Ministerin beim Namen, in einem Post auf der Plattform buchstabierte er ihren Namen dann als «Workin». Die Ministerin verzichtete in ihrer Replik darauf, Kennedys Namen ebenfalls falsch zu schreiben, erlaubte sich aber die Bemerkung, sie würde ihm ihre Auffassung «gerne auch persönlich» erläutern.

  • 13.24 Uhr

    Deutschlands Aussenminister erinnert die USA an gemeinsame Verantwortung

    Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul erinnert die USA angesichts der Androhung einer gewaltsamen Einnahme Grönlands an die gemeinsame Verantwortung für Freiheit, Selbstbestimmung und Sicherheit in der Nato. «Natürlich gibt es auch zwischen engen Partnern immer wieder unterschiedliche Sichtweisen. Sie sollten aber nicht dazu führen, dass wir das grosse Ganze aus dem Blick verlieren», warnte der CDU-Politiker vor einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Montag in Washington.

    Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul erinnert die USA an gemeinsame Verantwortung. (Archivbild)
    Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul erinnert die USA an gemeinsame Verantwortung. (Archivbild)
    Bild: Annette Riedl/dpa
  • 10.06 Uhr

    Vizekanzler Klingbeil: «Die Sicherheit in der Arktis erhöhen wir miteinander»

    Vor Gesprächen in Washington fordert Deutschlands Vizekanzler Lars Klingbeil die USA auf, die territoriale Souveränität Grönlands zu achten. «Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden», so der SPD-Chef vor der Abreise in Berlin.

    Völkerrechtliche Prinzipien wie die Achtung der territorialen Souveränität und Integrität gälten für alle – «auch für die Vereinigten Staaten», betonte er. «Die Sicherheit in der Arktis erhöhen wir miteinander als Nato-Verbündete, nicht in einem Gegeneinander.»

    Die USA haben Finanzminister mehrerer Länder nach Washington eingeladen, um über den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sprechen. Klingbeil hat bereits angekündigt, dass es am Rande der Gespräche auch um die US-Ambitionen in Grönland gehen werde.

    Trump besteht auf Grönland und warnt vor Russland und China

    Trump besteht auf Grönland und warnt vor Russland und China

    Ob das gefalle oder nicht: US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt. «Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben», sagte der Republikaner am Freitag im Weissen Haus. Dafür würde er gerne einen Deal machen und kündigte an, dies notfalls auch «auf die harte Art und Weise» durchzusetzen, um Grönland zu verteidigen.

    10.01.2026

    Präsident Donald Trump hat zuletzt mehrfach mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands gedroht. Dabei verwies er auf die enorme strategische Bedeutung der Insel und eine zuletzt grosse Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region.

    Für Beunruhigung sorgen Trumps Äusserungen vor allem, weil er militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland erlangen.

  • 9 Uhr

    «Schweigen des Bundesrates durchbrechen»: Schweizer Politiker bilden Grönland-Gruppe

    Schweizer Parlamentarier haben laut «NZZ am Sonntag» eine Freundschaftsgruppe für Grönland gegründet. Das Co-Präsidium teilten sich demnach Elisabeth Schneider-Schneiter von der Mitte-Partei, der Freisinnige Laurent Wehrli und der SP-Nationalrat Fabian Molina.

    Hintergrund sei das Interesse von US-Präsident Donald Trump, die zu Dänemark gehörende Insel übernehmen zu wollen. Dass die Gründung der Freundschaftsgruppe die Regierung Trump nicht beeindrucken werde, dessen sei man sich bewusst, habe Fabian Molina der Zeitung gesagt. «Aber wir müssen das ohrenbetäubende Schweigen unseres Bundesrates durchbrechen.»

    Vorgesehen sei ihm zufolge auch eine Reise nach Grönland, um sich ein Bild vor Ort zu verschaffen. Die SVP habe mit Skepsis auf die Gruppe reagiert. «Es ergibt Sinn, dass der Bundesrat in der Aussenpolitik den Kurs sauber und klar durchzieht, sonst gibt es ein Durcheinander», sagte der SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel zur «NZZ am Sonntag».

  • Sonntag, 11. Januar, 8.12 Uhr

    «Sagt ihren Namen» – «Renee Good»: Protest gegen ICE in Minneapolis hält an

    Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE auf eine 37-jährige Frau im Bundesstaat Minnesota haben Menschen gegen die Einsätze der Behörde protestiert.

    Eine grosse Menschenmenge marschierte gestern in Minneapolis, wo es zu dem tödlichen Einsatz kam. Der Protest war einer von Hunderten, die am Wochenende landesweit geplant waren.

    «Wir leben im Moment alle in Angst», sagte Meghan Moore, Mutter von zwei Kindern aus Minneapolis, die an dem Protest teilnahm. «ICE schafft ein Umfeld, in dem sich niemand sicher fühlt, und das ist inakzeptabel.»

    Connor Maloney sagte, er nehme an dem Protest teil, weil er über das harte Vorgehen gegen Einwanderer frustriert sei. «Fast täglich sehe ich, wie sie Menschen belästigen», sagte er. «Es ist einfach widerlich, dass so etwas in unserer Gemeinschaft passiert.»

    Er und andere Demonstranten, darunter Kinder, trotzten Minustemperaturen und Schneefall und trugen selbst gemachte Schilder mit Aufschriften wie «ICE schmilzt in Minnesota».

    Politiker in Minnesota riefen die Demonstranten dazu auf, friedlich zu bleiben. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, betonte, dass die meisten Proteste friedlich verlaufen seien, wer aber Eigentum beschädige oder andere gefährde, werde festgenommen.

    Er machte Menschen verantwortlich, «die versuchen, grosse Menschenmengen aufzuwiegeln». «Das ist genau das, was Donald Trump will», sagte Frey über den Präsidenten. «Er will, dass wir auf den Köder hereinfallen.»

    Weht die Fahne verkehrt herum, gilt das als Notsignal: Dieses Gedenken an Renee Good fand gestern in Kansas City im Bundesstaat Montana statt.
    Weht die Fahne verkehrt herum, gilt das als Notsignal: Dieses Gedenken an Renee Good fand gestern in Kansas City im Bundesstaat Montana statt.
    KEYSTONE

    Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, schloss sich dem Aufruf zu Frieden an. «Trump hat Tausende bewaffnete Bundesbeamte in unseren Staat geschickt, und es dauerte nur einen Tag, bis jemand getötet wurde», schrieb Walz in den sozialen Medien. «Jetzt will er nichts mehr, als Chaos zu sehen, das von dieser schrecklichen Tat ablenkt. Gebt ihm nicht, was er will.»

    These dancers are a common sight at Minneapolis protests and cultural events. Protesters are gathered around as they wait for the protest against ICE to start in south Minneapolis.

    [image or embed]

    — Jon Collins (@jcollins.bsky.social) 10. Januar 2026 um 19:47

    In der Nacht zum Freitag hatte ein Protest vor einem Hotel in Minneapolis, an dem etwa 1000 Menschen teilnahmen, in Gewalt gemündet, als Demonstranten Eis, Schnee und Steine auf die Einsatzkräfte warfen, wie der Polizeichef von Minneapolis, Brian O'Hara, mitteilte.

    Ein Beamter sei leicht verletzt worden, nachdem er von einem Eisstück getroffen wurde, berichtete O'Hara. 29 Personen seien verwarnt und wieder freigelassen worden. Die Trump-Regierung hatte am 6. Januar angekündigt, mehr als 2000 Bundesbeamte in die Zwillingsstädte Minneapolis und St. Paul zu entsenden.

    ICE just brutally assaulted and abducted two U.S. citizens at the peaceful protest for Renee Good near Minneapolis. #Resist #ICE #ReneeGood #Minnesota

    [image or embed]

    — SaltyBitchables (@saltybitchables.bsky.social) 9. Januar 2026 um 22:30

    Es werde sich um die grösste Aktion zur Einwanderungskontrolle in der Geschichte handeln, hiess es. Die nun in Minneapolis getötete Frau ist mindestens die fünfte Person, die während Einsätzen der Einwanderungsbehörde ums Leben kam.

  • 22.22 Uhr

    USA und Verbündete greifen IS-Ziele in Syrien an

    Die USA und verbündete Streitkräfte haben in Syrien «gross angelegte» Angriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. «Die heutigen Angriffe richteten sich gegen den IS in ganz Syrien» und seien Teil des Einsatzes «Hawkeye Strike», teilte das US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit.

    Dies sei eine «direkte Reaktion» auf einen «tödlichen IS-Angriff» im vergangenen Monat, bei dem in Palmyra zwei US-Soldaten und ihr Übersetzer getötet worden waren.

  • 19.48 Uhr

    Kennedy Jr. kritisiert Deutschland wegen Corona-Verfahren 

    US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat die deutsche Regierung wegen Strafverfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kritisiert und ihr vorgeworfen, die Autonomie von Patienten zu missachten. Aus diesem Grund habe er am Freitag einen Brief an die deutsche Gesundheitsministerin Nina Warken geschickt, teilte er auf der Plattform X mit. Den Nachnamen der Ministerin gab er dabei fälschlicherweise als «Workin» wieder.

    In einem dem Post beigefügten Video sagte er, er habe erfahren, dass «mehr als 1000 deutsche Ärzte und Tausende ihrer Patienten» derzeit strafrechtlich verfolgt und bestraft würden, weil sie während der Corona-Pandemie Ausnahmen vom Tragen von Masken und von Impfungen gegen Covid-19 gewährt hätten. «Die Berichte aus Deutschland zeigen, dass die Regierung die Autonomie der Patienten beiseiteschiebt und die Möglichkeiten der Menschen einschränkt, bei medizinischen Entscheidungen nach ihren eigenen Überzeugungen zu handeln.»

    In Deutschland sind zahlreiche Fälle in verschiedenen Bundesländern vor Gericht gelandet, bei denen es etwa um den Vorwurf der Fälschung von Impfausweisen oder falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ging. Auf welche Berichte genau sich der US-Minister für seine Anschuldigungen nun stützte und woher er insbesondere die zitierten Zahlen hatte, ging aus seinem Post allerdings nicht hervor.

    Kennedy Jr. gilt als besonders umstrittene Personalie im Kabinett von US-Präsident Donald Trump. Der Neffe des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy hatte in den vergangenen Jahren vielfach Zweifel an Impfungen gestreut, Verschwörungstheorien verbreitet und mit schrillen Wortmeldungen von sich reden gemacht.

    US-Gesundheitsminister Kennedy Jr. kritisiert die deutsche Regierung wegen Strafverfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. 
    US-Gesundheitsminister Kennedy Jr. kritisiert die deutsche Regierung wegen Strafverfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. 
    Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)
  • 17.33 Uhr

    US-Gericht stoppt vorerst Blockade von Kinderbetreuungsgeldern

    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump darf nach einem Gerichtsbeschluss vorläufig keine Bundesmittel für Zuschüsse zur Kinderbetreuung und andere Programme zur Unterstützung bedürftiger Familien zurückhalten. Das entschied Richter Arun Subramanian am Freitag (Ortszeit). Fünf Bundesstaaten – Kalifornien, Colorado, Illinois, Minnesota und New York – hatten argumentiert, dass eine von der Regierung angekündigte Blockade von Mitteln für drei Förderprogramme unmittelbare Auswirkungen auf sie habe und «operatives Chaos» verursache. In Gerichtsschriften und bei einer Anhörung am Freitag erklärten die Staaten, die Regierung habe keine rechtliche Grundlage, die Gelder für diese Bundesstaaten zurückzuhalten.

    Das US-Gesundheitsministerium erklärte, die Finanzierung solle ausgesetzt werden, weil es «Grund zu der Annahme» habe, dass die Staaten Leistungen an Menschen gewährten, die sich illegal im Land aufhielten. Belege dafür legte das Ministerium jedoch nicht vor und erklärte auch nicht, warum gerade diese Staaten und nicht andere ins Visier genommen würden.

    Bei den Programmen handelt es sich um den Child Care and Development Fund, der Kinderbetreuung für Kinder aus einkommensschwachen Familien bezuschusst, das Programm Temporary Assistance for Needy Families, das finanzielle Unterstützung und berufliche Qualifizierung bietet, sowie den Social Services Block Grant, einen kleineren Fonds, der Mittel für eine Vielzahl von Programmen bereitstellt. Die fünf Bundesstaaten geben an, aus diesen Programmen zusammen jährlich mehr als 10 Milliarden US-Dollar zu erhalten. Subramanians Entscheidung gilt, bis das Gericht weitere Argumente anhört.

    Trump hat einen juristischen Rückschlag erlitten. 
    Trump hat einen juristischen Rückschlag erlitten. 
    Alex Brandon/AP/dpa (Archivbild)
  • 16.00 Uhr

    «Wir wollen keine Amerikaner sein»

    Während US-Präsident Donald Trump erneut mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands droht, lehnen die dortigen Parteien seinen Gebietsanspruch in demonstrativer Einigkeit ab.

  • 11.52 Uhr

    «Sie sollten sich schämen»: Vance attackiert Medien – und verrät Minneapolis-Schützen

    Vizepräsident JD Vance hat unfreiwillig dazu beigetragen, die Identität des Todesschützen von Minneapolis zu enthüllen. Eigentlich war der 41-Jährige gestern in Washington dabei, sich über die Medien zu beschweren, die falsch über den Vorfall berichteten.

    «Was [die Medien] auslassen, ist, dass genau dieser ICE-Agent fast sein Leben verloren hätte, als er vor sechs Monaten von einem Auto mitgeschleift wurde. Er hat 33 Stiche in seinem Bein. Sie können sich also vorstellen, dass er etwas sensibel ist, wenn ihn jemand mit seinem Wagen rammt», sagte Vance der Presse – und warf dem Opfer vor, es gehöre zu einem «linken Netzwerk», ohne Beweise vorzulegen.

    Den Medien warf Vance vor, sie würden Propaganda der Linken verbreiten. Und: «Sie sollten sich schämen! Jeder einzelne von ihnen!» Und: «Ich habe in meiner Zeit in der Politik schon viel unehrliche Berichterstattung in den Medien erlebt, aber die letzten 24 Stunden haben vielleicht einen neuen Tiefpunkt gesetzt.»

    Dank Vances Angaben zu dem vorherigen Einsatz des ICE-Beamten haben US-Medien Identität des Schützen lüften können. Der Mann arbeitet demnach bereits seit zehn Jahren für die Behörde.

  • 10.12 Uhr

    Proteste in Minneapolis halten an

    Nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau in Minneapolis gehen die Proteste gegen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE weiter. In Minneapolis und St. Paul läuft seit einigen Tagen eine ICE-Operation, an der laut Heimatschutzministerium mehr als 2000 Bundesbeamte beteiligt sind.

    NOW: Minnesota Conservation Officers, Minnesota State Patrol and Minneapolis Police pushing out hundreds of protesters after declaring an unlawful assembly. Protesters had been holding a noise demo at a downtown hotel they believe ICE agents are staying at.

    [image or embed]

    — daviss (@chaddavis.photography) 10. Januar 2026 um 06:50

    US-Medien zufolge wird erwartet, dass die US-Regierung die Präsenz von Bundesbeamten in Minnesota als Reaktion auf die Proteste noch einmal deutlich aufstockt. In mehreren Bundesstaaten kam es zu Solidaritätskundgebungen.

    In der Grossstadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota im Norden der USA demonstrierten gestern nach Angaben von US-Medien unter anderem auch Dutzende Schülerinnen und Schüler gegen die Präsenz der Einwanderungsbehörden.

    Minneapolis tonight protest. #ReneeNicoleGood

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    — it's Candy Love (@candylovely.bsky.social) 10. Januar 2026 um 04:56

    Proteste gab es dem Sender CNN zufolge auch vor mindestens zwei Hotels in Minneapolis, in denen Demonstrierende offenbar ICE-Beamte vermuteten.

    Das Ministerium für Öffentliche Sicherheit in Minnesota teilte auf X mit, dass unter anderem ein mobiles Einsatzteam der Polizei des Bundesstaates die lokalen Kräfte bei der Festnahme von Demonstranten unterstützt habe, die sich unrechtmässig bei einem Hotel im Stadtzentrum versammelt hätten.

    Anti-ICE protesters are having a rolling noise demo and protest in downtown Minneapolis targeting hotels where federal agents are reportedly staying -- starting at the Canopy by Hilton and going to the Renaissance Minneapolis Hotel. Police have just arrived as we are posting this.

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    — Unicorn Riot (@unicornriot.bsky.social) 10. Januar 2026 um 04:17

    Man habe Informationen erhalten, dass die Proteste nicht mehr friedlich gewesen seien und es Sachbeschädigungen gegeben habe. Vor den Festnahmen seien die Menschen aufgefordert worden, die Versammlung aufzulösen.

  • 10.12 Uhr

    Weitere landesweite Demonstrationen am Wochenende

    Für dieses Wochenende sind Medienberichten zufolge landesweit Hunderte Proteste und Kundgebungen unter dem Motto «ICE Out For Good» angekündigt.

    In fewer than 24 hours after announcing the ICE OUT for GOOD, we can report that we expect 1000+ events across the nation To find your nearest ICE Out For Good Protest, go to www.mobilize.us?tag\_ids=291... To host an ICE Out For Good Protest, go to bit.ly/iceoutforgood

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    — 50501: The People’s Movement ❌👑 (@50501movement.bsky.social) 10. Januar 2026 um 02:18

    Ein Bündnis aus Bürgerrechts- und Migrantenorganisationen hatte dazu aufgerufen. Die Aktionen sollen nach Angaben der Veranstalter friedlich verlaufen und sich gegen zunehmende Gewalt von Einwanderungsbehörden sowie Einsätze in lokalen Gemeinden und an Schulen richten.

  • 7.13 Uhr

    «Sie wollen etwas diskutieren»: Trump liest Zettel laut vor, den ihm Rubio leise zusteckt

    Donald Trump hat am gestrigen Freitag die Grössen des Öl-Business im Weissen Haus getroffen. Auf der anschliessenden Pressekonferenz leistete sich der 79-Jährige einen Fauxpas, als ihm Aussenminister Marco Rubio einen Zettel zuschob, den der Präsident jedoch laut vorlas.

    Marco Rubio hands Trump a note that was meant to be private and then Trump reads it aloud

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    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 9. Januar 2026 um 21:41

    «Marco hat mit gerade eine Notiz gegeben», sagte Trump leutselig: «‹Komm auf Chevron zurück. Sie wollen etwas diskutieren. Komm auf Chevorn zurück›», sagte Trump laut. Rubio lächelte schief. Trump realisierte seinen Fehler: «Weitermachen – ich komme auf Chevron zurück.»

    Trump klopfte anschliessend seinem Minister auf die Schulter. «Danke, Marco», bekundete er dazu. «Marco, was sagst du hier?» In diesem Moment haben Trumps Leute eingegriffen – und das Gespräch in die Bahn gelenkt, in die es laufen sollte.

  • 6.45 Uhr

    Trump wirbt für «Happy Trump»-Anstecker

    US-Präsident Donald Trump trägt nun einen «Happy Trump»-Anstecker mit seinem eigenen Konterfei – beteuert aber, dass er selbst niemals glücklich sei. Bei einer Veranstaltung im East Room des Weissen Hauses präsentierte er Reportern den Anstecker, der ihn mit cartoonhaft großem Kopf und offenem Mund zeigt.

    «Jemand hat mir das geschenkt. Wissen Sie, was das ist? Das nennt man einen Happy Trump», sagte der Präsident, als er auf das Accessoire angesprochen wurde. «Angesichts der Tatsache, dass ich niemals glücklich bin, niemals zufrieden», habe er den Anstecker bekommen, fuhr der Präsident fort.

    DOOCY: I see the American flag lapel pin. What's the other pin TRUMP: That's called the happy Trump

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 9. Januar 2026 um 22:09

    Von wem das Geschenk stammte, sagte er nicht. «Ich werde niemals zufrieden sein, bis wir Amerika wieder gross gemacht haben, aber wir sind ziemlich nah dran, das kann ich Ihnen sagen.» Trump hatte einen Anstecker mit demselben Motiv mindestens einmal zuvor getragen – damals kommentierte er ihn jedoch nicht.

    Eine Online-Suche ergab, dass ein Trump-Reversanstecker mit offenbar demselben Design – zusammen mit einem weiteren Anstecker, der eine amerikanische Flagge über der Umrisskarte der USA zeigt – bei dem Online-Versandhändler Amazon für 9,99 US-Dollar zum Verkauf angeboten wird.

  • Samstag, 10. Januar, 6.30 Uhr

    Washington National Opera zieht sich aus dem Kennedy Center zurück

    Die Washington National Opera will ihre Aufführungen aus dem Kennedy Center abziehen. Mit der gestrigen Bekanntgabe folgt ein weiterer prominenter Abschied nach der Übernahme des führenden Kulturzentrums durch Präsident Donald Trump. Die Oper erklärte, sie wolle ihre Verbindung zum Kennedy Center im Rahmen eines «einvernehmlichen Übergangs» beenden und wieder unabhängig arbeiten.

    Als Grund nannte sie finanzielle Einschränkungen, die eingeführt worden seien, nachdem Trump den Vorstand des Kennedy Centers entlassen und Vertraute mit der Leitung beauftragt habe. Ausdrücklich erwähnt wurde Trump in der Erklärung jedoch nicht.

    Ric Grenell, ein Trump-Berater und derzeitiger kommissarischer Geschäftsführer des Centers, sagte, die Einrichtung habe Millionen ausgegeben, um die Washington National Opera zu unterstützen, dennoch arbeite diese weiterhin mit einem Defizit.

    Eine Trennung werde «die Flexibilität und die finanziellen Mittel schaffen, um Opern aus der ganzen Welt und aus den gesamten USA zu holen», schrieb Grenell auf X. Nachdem Trump den Vorstand des Kennedy Centers entlassen und sich im Februar zum Vorsitzenden ernannt hatte, sagten einige Künstler geplante Auftritte in der Einrichtung ab.

    Grenell warf den Künstlern daraufhin vor, ihre Entscheidungen aus politischen Gründen getroffen zu haben. Später wurde das Kennedy Center umbenannt in The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts, was weitere Absagen von Künstlerinnen und Künstlern nach sich zog.

  • 23.44 Uhr

    Trump besteht auf Grönland und warnt vor Russland und China

    US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt und mit einer Bedrohung durch China und Russland gerechtfertigt. Die USA würden etwas mit Blick auf Grönland unternehmen, ob das gefalle oder nicht, sagte der Republikaner im Weissen Haus. «Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben», betonte Trump.

    Er würde gerne einen Deal machen, «aber wenn wir es nicht auf die einfache Art und Weise tun, werden wir es auf die harte Art und Weise tun». Die USA müssten Grönland verteidigen, sagte Trump.

  • 21.28 Uhr

    «Melania»-Doku feiert am 29. Januar Premiere

    Die Dokumentation über die amerikanische Präsidentengattin Melania Trump feiert ihre Premiere am 29. Januar Premiere im Kennedy Center in Washington. Das teilte der Präsident der Kultureinrichtung, Richard Grenell, am Freitag auf der Plattform X mit und veröffentlichte einen Trailer zum Film «Melania». Bereits im vergangenen Jahr, als sich das Ehepaar Trump auf seine Rückkehr ins Weisse Haus vorbereiteten, hatte Amazon Prime Video die exklusiven Lizenzrechte für eine Streaming- und Kinoveröffentlichung des von Brett Ratner inszenierten Films erworben.

  • 20.50 Uhr

    Staatsanwältin in Minneapolis will zu ICE-Schüssen ermitteln

    Nach den tödlichen Schüssen eines Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine Frau in Minneapolis will die zuständige Staatsanwältin die Ermittlungen nicht allein der Bundespolizei FBI überlassen. Staatsanwältin Mary Moriarty rief am Freitag die Öffentlichkeit auf, Videoaufnahmen und andere Hinweise im Zusammenhang mit dem Tod der Frau direkt an ihre Behörde zu senden. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte angekündigt, ausschliesslich das FBI werde ermitteln.

    Moriarty sagte in einer Pressekonferenz, ihre Behörde habe zwar in der Vergangenheit erfolgreich mit dem FBI zusammengearbeitet, sie sei jedoch besorgt über die Entscheidung der Regierung, andere Behörden von den Ermittlungen zum Tod der Frau am Mittwoch in Minneapolis auszuschliessen. Konkret äusserte sie die Befürchtung, das FBI könnte Beweismittel nicht mit den Ermittlern des Bundesstaates Minnesota teilen. Die Staatsanwältin fügte hinzu, der Beamte, der den tödlichen Schuss abgab, habe keine vollständig Immunität, auch wenn die Trump-Regierung das behaupte.

    Der ICE-Agent erschoss am Mittwoch die 37-jährige dreifache Mutter, die nach Darstellung des US-Heimatschutzministeriums versucht haben soll, Beamte der Einwanderungsbehörde mit ihrem Wagen zu erfassen.
    Der ICE-Agent erschoss am Mittwoch die 37-jährige dreifache Mutter, die nach Darstellung des US-Heimatschutzministeriums versucht haben soll, Beamte der Einwanderungsbehörde mit ihrem Wagen zu erfassen.
    Archivbild: Keystone
  • 17.50 Uhr

    US-Militär beschlagnahmt Öltanker «Olina» in der Karibik

    Mehr aus dem RessortDas US-Militär hat nach eigenen Angaben einen weiteren Öltanker in der Karibik beschlagnahmt. An dem Einsatz gegen das Schiff «Olina» seien am frühen Freitagmorgen US-Marineinfanteristen und die Marine beteiligt gewesen, teilte das US-Südkommando mit. «Es gibt keinen sicheren Hafen für Kriminelle», erklärte das Kommando. Die Küstenwache übernahm nach Angaben aus US-Kreisen daraufhin die Kontrolle über das Schiff.

    Ein Sprecher des Südkommandos sagte der Nachrichtenagentur AP, die Leitung der Operation habe beim Heimatschutzministerium gelegen. Das Militär und Heimatschutzministerin Kristi Noem veröffentlichten in den sozialen Medien Videoaufnahmen, die die Landung eines US-Hubschraubers auf dem Schiff und Durchsuchungen durch US-Soldaten zeigen sollen.

    In ihrem Social-Media-Beitrag erklärte Noem, das Schiff sei Teil der sogenannten Geisterflotte und stehe im Verdacht, unter Embargo stehendes Öl zu transportieren. Es habe Venezuela verlassen und versucht, den US-Streitkräften zu entkommen.

    Aus US-Regierungsdokumenten geht hervor, dass die «Olina» wegen des Transports von russischem Öl sanktioniert wurde, als sie noch ihren früheren Namen «Minerva M» trug und unter der Flagge Panamas fuhr. Obwohl die «Olina» aktuell unter der Flagge Osttimors fährt, ist sie im internationalen Schiffsregister als «Schiff unter falscher Flagge» eingetragen, was bedeutet, dass die angegebene Registrierung ungültig ist. Im Juli wurde der Eigentümer und Betreiber des Schiffes in der Registrierung auf ein Unternehmen in Hongkong geändert.

  • 3.26 Uhr

    Grenzbehörde feuert in Portland auf zwei Menschen

    Nach tödlichen Schüssen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis sorgt ein ähnlicher Zwischenfall mit zwei Verletzten für Spannungen in Portland. Nach Darstellung des US-Ministeriums für Inlandsicherheit hielten Angehörige der Grenzschutzbehörde (CBP) in dem neuen Fall ein Fahrzeug für eine gezielte Kontrolle an. Die Person am Steuer habe versucht, die Beamten zu überfahren, hiess es in einem Beitrag auf der Plattform X. Einer der Beamten habe aus Selbstverteidigung einen Schuss abgegeben, während das Fahrzeug wegfuhr.

    Nach Angaben der Polizei von Portland wurden zwei Personen im Wagen – ein Mann und eine Frau – danach mit Schussverletzungen ins Spital gebracht. Zu ihrem Zustand gab es zunächst keine Angaben. Das FBI-Büro in Portland teilte zudem mit, es ermittele zu einem «Schusswaffengebrauch durch Beamte», der sich am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ereignet habe. Beamte der Zoll- und Grenzschutzbehörde seien in den Vorfall verwickelt gewesen.

    Das Ministerium für Inlandsicherheit sprach von einer Verbindung der beiden zur venezolanischen Gang Tren de Aragua. US-Präsident Donald Trump verweist auf die Gruppe oft als eine Begründung für seine grossangelegten Abschiebeaktionen. Angaben aus anderen Quellen zu den Verletzten gab es zunächst nicht. Örtliche Fernsehsender zeigten vereinzelte Proteste in Portland.

    Beamte der Strafverfolgungsbehörden am Tatort in Portland. (8. Januar 2026) 
    Beamte der Strafverfolgungsbehörden am Tatort in Portland. (8. Januar 2026) 
    Bild: Keystone/AP Photo/Jenny Kane

    Portlands Bürgermeister Keith Wilson und Polizeichef Bob Day konnten bei einer Pressekonferenz keine näheren Angaben zu dem Zwischenfall in der Stadt machen. Die Ermittlungen werden von der Bundespolizei FBI geführt. Wilson hinterfragte zugleich die Darstellung des Heimatschutzministeriums. Die Zeiten, in denen man Angaben von Bundesbehörden für bare Münze nehmen konnte, seien vorbei, sagte er. Der Bürgermeister forderte, alle ICE-Aktivitäten in der Stadt bis zu einer Aufklärung des Vorfalls zu stoppen.

  • 1.46 Uhr

    Trump: Sean «Diddy» Combs bat mich um Begnadigung

    Der wegen Sexualstraftaten verurteilte US-Rapper Sean «Diddy» Combs hat Donald Trump nach Angaben des US-Präsidenten um eine Begnadigung gebeten. Er habe nicht vor, der Bitte nachzukommen, sagte Trump in einem Interview der «New York Times». Die Anfrage habe ihn in einem Brief erreicht. Combs war im Oktober in Zusammenhang mit Prostitution zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und zwei Monaten sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Seine Anwälte haben Berufung eingelegt.

    Combs – der im Laufe seiner Karriere unter anderem die Pseudonyme «Puff Daddy», «P. Diddy» und «Diddy» nutzte – war im September 2024 wegen mutmasslicher Sexualstraftaten in New York festgenommen worden. Seitdem sitzt er in Haft. Die Staatsanwaltschaft hat ihm vorgeworfen, über Jahre hinweg Frauen missbraucht, bedroht und genötigt zu haben, seine sexuellen Wünsche zu erfüllen.

    US-Präsident Donald Trump im Oval Office. (Archivbild)
    US-Präsident Donald Trump im Oval Office. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Aaron Schwartz

    Trump begnadigte in den vergangenen Monaten unter anderem fast alle Kapitol-Angreifer, mehrere wegen Wirtschaftsverbrechen verurteilte Unternehmer sowie den ehemaligen honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández, der in den USA wegen gross angelegten Kokainschmuggels zu 45 Jahren Haft verurteilt worden war. 

  • 0.50 Uhr

    Trump: Nur mein Sinn für Moral kann mich stoppen

    US-Präsident Donald Trump sieht sich in der Aussenpolitik nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet. «Ich brauche kein internationales Recht», sagte er in einem Interview der «New York Times». Er habe nicht vor, Leuten zu schaden. Journalisten der Zeitung stellten Trump die Frage, ob es Einschränkungen für seine weltweite Macht gebe. Es sei nur eine Sache, erwiderte der US-Präsident der «New York Times» zufolge: «Mein eigener Sinn für Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich stoppen kann.»

    Auf Nachhaken der Journalisten sagte Trump dann zwar auch, dass die US-Regierung sich an internationales Recht halten müsse. Aber: «Es hängt davon ab, was die Definition von internationalem Recht ist», schränkte er ein.

    Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär stellen in den USA unter anderem Kongressmitglieder die Rechtmässigkeit der Aktion in Venezuela in Frage. Trump zeigt zudem verstärkt Interesse an dem zum Königreich Dänemark gehörenden Grönland – und das Weisse Haus sorgte für Aufsehen mit der Feststellung, dass ihm als Oberbefehlshaber dabei der Einsatz des US-Militärs «jederzeit als Option» zur Verfügung stehe.

    In dem Interview der «New York Times» bekräftigte Trump, dass die USA aus seiner Sicht Grönland besitzen müssten – weil dies «psychologisch notwendig für den Erfolg» sei. Trump begründet das Interesse an Grönland mit der nationalen Sicherheit der USA sowie den Naturschätzen der Insel.

  • Freitag, 9. Januar 2026, 0.01 Uhr

    UN: USA zu finanziellen Beiträgen für UN-Organisationen verpflichtet

    Nach dem Rückzug der USA aus Dutzenden globalen Organisationen und Initiativen haben die Vereinten Nationen die US-Regierung an ihre Verpflichtung erinnert, weiter ihre Beiträge zur Finanzierung von UN-Einrichtungen zu zahlen. Wie die UN wiederholt betont hätten, seien die Pflichtbeiträge zum regulären Haushalt der Vereinten Nationen sowie zum Haushalt für Friedensmissionen, wie sie von der Generalversammlung beschlossen wurden, gemäss der UN-Charta eine rechtliche Verpflichtung für alle Mitgliedstaaten, darunter die USA, erklärte Stéphane Dujarric, der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres.

    Guterres teilte mit, er bedauere die Entscheidung der Regierung von US-Präsident Donald Trump, sich aus 31 mit den UN verbundenen Einrichtungen zurückzuziehen, darunter aus dem UN-Bevölkerungsfonds sowie aus dem UN-Abkommen, das die Grundlage für internationale Klimaverhandlungen bildet. Die USA steigen ausserdem aus Dutzenden weiteren globalen Organisationen oder Initiativen aus, die nicht den Vereinten Nationen angegliedert sind.

  • 22.40 Uhr

    Grönland-Treffen im Weissen Haus

    Der Botschafter Dänemarks und der Gesandte Grönlands in den USA, Jesper Møller Sørensen und Jacob Isbosethsen, haben eine diplomatische Offensive gegen die Absicht von US-Präsident Donald Trump gestartet, Grönland einzunehmen. Am Donnerstag trafen sie sich im Weissen Haus mit Vertretern des nationalen Sicherheitsrats, um über den jüngsten Vorstoss Trumps das Gespräch zu suchen, die strategisch bedeutsam gelegene und rohstoffreiche Insel in der Arktis notfalls mit militärischer Gewalt einzunehmen, wie die Nachrichtenagentur AP aus dänischen Regierungskreisen erfuhr. Das Weisse Haus reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme.

  • 21.13 Uhr

    Trump droht Iran mit harter Strafe bei Tötung von Protestlern

    US-Präsident Donald Trump hat die Staatsführung in Teheran vor der Tötung von Demonstranten gewarnt. «Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun», sagte er in einer am Donnerstag veröffentlichten Folge des Podcasts «The Hugh Hewitt Show». Die US-Regierung verfolge die Situation aufmerksam. Trump lobte die Iraner als «mutige Menschen». Unklar war zunächst, wann das Gespräch aufgezeichnet wurde.

  • 20.24 Uhr

    Dämpfer für US-Justizministerin bei Untersuchung gegen Staatsanwältin

    Das US-Justizministerium ist erneut wegen einer umstrittenen Postenbesetzung von einem Gericht in die Schranken gewiesen worden. Der Ankläger John Sarcone, der die Ermittlungen gegen die von US-Präsident Donald Trump vielfach kritisierte New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James übernommen hatte, dürfe diese Untersuchung nicht mehr leiten, urteilte die US-Bezirksrichterin Lorna Schofield am Donnerstag. Er habe seinen interimistischen Posten unrechtmässig ausgeübt, weil das Justizministerium nicht die rechtlichen Vorgaben für eine Verlängerung seiner Amtszeit eingehalten habe.

    Generalstaatsanwältin Letitia James. (Archivbild)
    Generalstaatsanwältin Letitia James. (Archivbild)
    Bild: Bebeto Matthews/AP/dpa
  • 19.47 Uhr

    Ermittler aus Minnesota beklagen Behinderung ihrer Arbeit

    Die Strafverfolgungsbehörde des US-Bundesstaates Minnesota kritisiert nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau durch einen Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE eine Behinderung ihrer Ermittlungen. Die US-Staatsanwaltschaft habe entgegen vorheriger Absprachen am Mittwochnachmittag (Ortszeit) entschieden, dass ausschliesslich die US-Bundespolizei FBI die Ermittlungen leiten solle, teilte der Leiter des Bureau of Criminal Apprehension (BCA) mit. Noch am Vormittag sei geplant gewesen, die Behörde des Bundesstaats in die Ermittlungen einzubeziehen.

    Protest in Minneapolis.
    Protest in Minneapolis.
    Bild: KEYSTONE

    Nun ist die Behörde der Mitteilung zufolge informiert worden, dass sie «keinen Zugriff mehr auf für eine gründliche und unabhängige Untersuchung erforderlichen Fallunterlagen, Beweismitteln vom Tatort und Ermittlungsbefragungen» hat. Der Behördenleiter Drew Evans kritisierte: «Ohne vollständigen Zugang zu den gesammelten Beweismitteln, Zeugen und Informationen können wir die Ermittlungsstandards, die das Gesetz von Minnesota und die Öffentlichkeit fordern, nicht erfüllen.»

  • 19.14 Uhr

    US-Senat will Kongresszustimmung für Truppen in Venezuela

    Der US-Kongress soll nach dem Willen von Senatoren über künftige US-Truppeneinsätze in Venezuela mitentscheiden dürfen. Mit einer knappen Mehrheit stimmte der Senat als eine von beiden Kongresskammern für eine entsprechende Resolution. Diese sieht vor, dass US-Präsident Donald Trump das Parlament um Zustimmung für weitere militärische Einsätze in dem südamerikanischen Land bitten muss. Neben Demokraten hatten sich auch einige wenige Republikaner dafür ausgesprochen.

    Dass die Resolution tatsächlich durchgeht, ist unwahrscheinlich: So müsste sie zunächst vom republikanisch dominierten Repräsentantenhaus mehrheitlich abgesegnet werden, bevor dann auch US-Präsident Donald Trump selbst zustimmen muss. Angesichts der bereits bekannten Pläne für den Wiederaufbau der venezolanischen Wirtschaft, von denen auch die Vereinigten Staaten profitieren wollen, dürfte die Resolution dem Republikaner ein Dorn im Auge sein.

  • 16.40 Uhr

    Weisses Haus will Pläne für Trumps neuen Ballsaal vorstellen

    Im Oktober wurde der Ostflügel des Weissen Hauses abgerissen, um Platz für Trumps reich verzierten neuen Ballsaal zu schaffen. Erst jetzt beginnt der offizielle Prozess für eine Baugenehmigung.

    Monate nach dem Abriss des Ostflügels des Weissen Hauses will die Regierung von Präsident Donald Trumps detailliertere Pläne zu dem riesigen Ballsaal vorstellen, der dort stattdessen entstehen soll.

    Bei der monatlichen Sitzung der für Bauarbeiten an Regierungsgebäuden zuständigen National Capital Planning Commission am Donnerstag steht der Ballsaal auf der Tagesordnung. Üblicherweise findet eine solche Anhörung statt, bevor Bauarbeiten an Regierungsgebäuden beginnen.

    Ein Bagger während der Abrissarbeiten an einem Teil des Ostflügels des Weissen Hauses. Dort soll nun Trumps neuer Ballsaal entstehen. (Archivbild)
    Ein Bagger während der Abrissarbeiten an einem Teil des Ostflügels des Weissen Hauses. Dort soll nun Trumps neuer Ballsaal entstehen. (Archivbild)
    sda/Jacquelyn Martin/AP/dpa
  • 14.32 Uhr

    Dänemark sieht Grönland-Gespräche mit USA als Chance

    Die dänische Regierung begrüsst Pläne für ein Treffen mit den USA über die Androhung einer Einnahme Grönlands durch Präsident Donald Trump. «Das ist der benötigte Dialog, wie ihn die Regierung gemeinsam mit der grönländischen Regierung beantragt hat», sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen dem Sender DR.

    US-Aussenminister Marco Rubio hatte am Mittwoch wissen lassen, dass es kommende Woche ein Treffen zu Grönland geben werde. Zum genauen Zeitpunkt, dem Ort oder zu Gesprächspartnern machte er keine Angaben.

    Die Regierung des halbautonomen Grönlands hat dem Sender DR mitgeteilt, Vertreter der Insel nähmen an dem von Rubio angekündigten Treffen teil. «Nichts über Grönland ohne Grönland», sagte Aussenministerin Vivian Motzfeldt. «Natürlich werden wir dabei sein. Wir sind diejenigen, die das Treffen beantragt haben.»

    Trump hat wiederholt gefordert, dass die strategisch gelegene, rohstoffreiche Insel Grönland, die Teil des dänischen Königreichs ist, unter die Kontrolle der USA gebracht wird.

    Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen begrüsst das anberaumte Treffen mit US-Vertretern. (Archivbild)
    Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen begrüsst das anberaumte Treffen mit US-Vertretern. (Archivbild)
    Tobias Schwarz/AFP POOL/dpa
  • 12.12 Uhr

    Trump erwartet jahrelange US-Aufsicht über Venezuela 

    Donald Trump erwarte, dass die USA über Jahre hinweg Venezuela führen und die riesigen Ölreserven dort fördern werden, berichtet die «New York Times» unter Berufung auf ein Gespräch mit dem US-Präsidenten.

    Die venezolanische Regierung unter der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez sei bereit, alles zu geben, was die US-Regierung für notwendig halte, habe Trump weiter gesagt.

    «Wir werden es auf sehr gewinnbringende Weise wiederaufbauen», sagt Trump über Venezuela. «Wir werden Öl nutzen, und wir werden Öl nehmen. Wir senken die Ölpreise, und wir werden Venezuela Geld geben, das sie dringend brauchen,» so Trump, wobei er laut «New York Times» eingestanden habe, dass die Wiederbelebung der venezolanischen Ölindustrie Jahre dauern könnte.

    Trump äusserte sich laut der Zeitung nicht dazu, wie genau man diese Vorstellung in der Praxis vor Ort umsetzen werde, wann in Venezuela Wahlen stattfinden könnten und weshalb er sich nicht hinter die Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin María Corina Machado stellt.

  • 09.13 Uhr

    Trump fordert massive Erhöhung des US-Militärbudgets

    US-Präsident Donald Trump hat dramatisch höhere Verteidigungsausgaben für das Haushaltsjahr 2027 verlangt. Das Militärbudget solle von rund einer auf 1,5 Billionen Dollar steigen, schrieb er auf Truth Social. Trump begründete die Forderung mit «sehr sorgenvollen und gefährlichen Zeiten». Mit dem höheren Etat wolle er ein «Traum-Militär» aufbauen.

    Im Kongress gilt eine solche Steigerung als kaum durchsetzbar. Zwar verfügen die Republikaner über knappe Mehrheiten, doch selbst in Trumps Partei gibt es Widerstand – auch wegen der anstehenden Zwischenwahlen im November.

    Trump erklärte, die Mehrausgaben sollten aus Zolleinnahmen finanziert werden. Experten halten die Kalkulation für unrealistisch. Der Präsident kündigte zugleich Beschränkungen für Rüstungsunternehmen und Managergehälter an, um die Waffenproduktion anzukurbeln.

  • 5.50 Uhr

    US-Senator: Angriff auf Grönland wäre «raketenmässig dumm»

    Im US-Kongress haben sich mehrere republikanische Parteifreunde von Präsident Donald Trump kritisch zu einem möglichen Militäreinsatz zur Annexion Grönlands geäussert. Senator John Curtis schrieb auf der Plattform X, es sei wichtig, die Partnerschaft mit Dänemark und Grönland zu verstärken, aber «der Einsatz des Militärs ist nicht angemessen, nicht nötig und nichts, was ich unterstützen werde». Die riesige Arktisinsel Grönland mit ihren rund 56.000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark.

    Don Bacon, ein Abgeordneter im Repräsentantenhaus, kritisierte, die Gedankenspiele der Regierung zu Grönland seien schädlich und sorgten nur für Ärger bei den Nato-Verbündeten. Dem Sender CNN sagte er weiter, das Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, sei eine der «dümmsten» Sachen, die er seit einem Jahr aus dem Weissen Haus gehört habe. Er hoffe, andere Republikaner würden der Regierung ebenfalls deutlich sagen, dass sie hier auf einem Irrweg unterwegs sei.

    Senator John Kennedy sagte nach einer Unterrichtung im Kongress durch Aussenminister Marco Rubio, dass sogar ein «mässig intelligenter Neuntklässler» wisse, dass eine Invasion Grönlands «raketenmässig dumm» wäre. Weder Präsident Trump noch Aussenminister Rubio seien dumm, betonte er. «Sie planen keine Invasion Grönlands», sagte er dem Sender CNN. Das schliesse nicht aus, eine neue rechtliche Grundlage für die Verteidigung der USA und Grönlands anzustreben.

    Kennedys Parteikollege Thom Tillis kritisierte auch Trumps einflussreichen Vizestabschef Stephen Miller, der mit besonders scharfen Äusserungen zu Grönland für Aufsehen gesorgt hatte. Miller sollte entweder wissen, worüber er spreche oder sich einen neuen Job suchen, forderte der Republikaner. Es gebe kein wichtigeres Bündnis als die Nato, auch wenn Miller vielleicht nichts darüber wisse, sagte Tillis. Dänemark sei ein herausragendes Nato-Mitglied und das Verteidigungsbündnis sei auch für die USA von entscheidender Bedeutung, betonte er. Die meisten seiner Kollegen – «ob sie es laut sagen oder nicht» – seien auch seiner Meinung, betonte der Senator.

  • Donnerstag, 8. Januar 2026, 2.36 Uhr

    Trump kündigt Treffen mit Kolumbiens Staatschef Petro an

    Nach seinen Drohungen gegen Kolumbien hat US-Präsident Donald Trump mit dem kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro telefoniert und ein Treffen im Weissen Haus angekündigt. Petro habe angerufen, um «die Drogen-Situation und andere Meinungsverschiedenheiten» zu erläutern, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Es sei ihm eine grosse Ehre gewesen, mit Petro zu sprechen und er freue sich, ihn in «naher Zukunft» zu treffen, schrieb Trump weiter. Das Meeting werde im Weissen Haus in Washington stattfinden. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht.

    Petro sagte wenig später, er habe rund eine Stunde mit Trump gesprochen. «Ohne Dialog gibt es Krieg», sagte er vor Demonstranten bei einer Kundgebung für die Souveränität seines Landes. Kolumbien könne nun ruhig schlafen. Bei seinem ersten Gespräch mit dem US-Präsidenten seit dessen Amtsantritt sei es um die Themen Venezuela und Drogenhandel gegangen. Frieden in Venezuela bedeute Frieden in Kolumbien, sagte Petro.

    Der kolumbianische Präsident, der sich oft über X mit Trump angelegt hatte, sagte, er habe dem US-Präsidenten Daten über die Fortschritte seines Landes im Kampf gegen Drogen vorgelegt und sich für die eine direkte Kommunikation zwischen Washington und Bogotá eingesetzt.

    Der US-Präsident hatte nach der Militäraktion in Venezuela und der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro auch Kolumbien gedroht. Der Republikaner hatte vor Journalisten gesagt, Kolumbien sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen». Das werde er «nicht mehr lange machen», sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, antwortete Trump so: «Das klingt für mich gut.» Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in Südamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain.

  • 23.32 Uhr

    USA steigen aus 66 internationalen Organisationen aus

    Die USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen zurück. Das geht aus einer Anordnung von US-Präsident Donald Trump hervor, die das Weisse Haus veröffentlichte. Der Rückzug wird damit begründet, dass die Organisationen, Übereinkommen und Verträge nicht mit den Interessen der Vereinigten Staaten vereinbar seien. Bei vielen der genannten Organisationen geht es etwa um Bereiche wie Umwelt und Klima oder Geschlechtergerechtigkeit.

    Laut US-Aussenminister Marco Rubio habe die Trump-Regierung festgestellt, dass die betroffenen Institutionen unter anderem «überflüssig» und «schlecht verwaltet» seien, dass deren Interessen denen der USA zuwiderliefen, oder sie «eine Bedrohung für die Souveränität, die Freiheiten und den allgemeinen Wohlstand unserer Nation» darstellten. Die Organisationen versuchten aktiv, «die Souveränität der Vereinigten Staaten einzuschränken», heisst es weiter.

    Rubio sprach auf der Plattform X von «antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen internationalen Organisationen», aus denen man austrete. Die Überprüfung weiterer internationaler Organisationen dauere an. Auf der Liste stehen auch zahlreiche Organisationen der Vereinten Nationen. Der Rückzug soll laut Anordnung so bald wie möglich erfolgen. Dies könne bedeuten, dass man den Organisationen die Finanzierung entziehe oder sich nicht mehr an ihnen beteilige.

    Die Trump-Regierung hatte bereits zuvor ihren Rückzug etwa aus der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie aus der UN-Kulturorganisation Unesco angekündigt.

  • 23.03 Uhr

    Donald Trump will Militärausgaben massiv erhöhen

    US-Präsident Donald Trump hat eine starke Erhöhung der US-Verteidigungsausgaben vorgeschlagen. Für das Jahr 2027 sprach er sich für Militärausgaben in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar aus. Das Militärbudget für dieses Jahr liegt bei 901 Milliarden Dollar. Trump begründete die Forderung damit, dass man sich in «unruhigen, gefährlichen Zeiten» befinde.

    Dies werde es dem Land ermöglichen, das «Traum-Militär» aufzubauen, das das Land seit langem verdiene und das seine Sicherheit gewährleisten werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

    US-Präsident Donald Trump will ein «Traum-Militär» aufbauen und die Rüstungsausgaben massiv erhöhen.
    US-Präsident Donald Trump will ein «Traum-Militär» aufbauen und die Rüstungsausgaben massiv erhöhen.
    -/The White House via AP/dpa (Archivbild)
  • 22.40 Uhr

    Floridas Gouverneur DeSantis plant Sitzung für Wahlkreis-Neuzuschnitt

    Der Wettlauf um begünstigende Wahlkreise vor den Zwischenwahlen in den USA in diesem Jahr geht weiter. Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, gab bei einer Medienkonferenz Pläne für eine Sondersitzung des republikanisch dominierten Parlaments in dem Bundesstaat im April bekannt, bei der es um die Neuziehung von Wahlkreisgrenzen gehen soll.

    Die reguläre Legislaturperiode in Florida beginnt bereits in der kommenden Woche. DeSantis erklärte jedoch, er wolle auf ein mögliches Urteil des Obersten Gerichtshofs zum Wahlrecht warten. Die Entscheidung im Fall Louisiana v. Callais könnte klären, ob eine Sektion des Wahlgesetzes, die Diskriminierung in Wahlsystemen untersagt, verfassungskonform ist. Mindestens ein oder zwei Wahlkreise in Florida könnten von der Entscheidung betroffen sein, sagte DeSantis. Die Frage sei weniger, ob ein Urteil gefällt werde, als welches Ausmass es haben werde.

    Auch der Gouverneur Ron DeSantis will bei der Neuziehung von Wahlkreisgrenzen mitmischen.
    Auch der Gouverneur Ron DeSantis will bei der Neuziehung von Wahlkreisgrenzen mitmischen.
    Lynne Sladky/AP/dpa (Archivbild)

    Derzeit werden 20 der 28 Wahlkreise Floridas von den Republikanern gehalten. Wahlkreise in Florida, die neu zugeschnitten werden, um die Republikaner zu begünstigen, könnten erhebliche Konsequenzen für den Plan von Präsident Donald Trump haben, die Wahlkarten in von den Republikanern geführten Staaten neu zu ordnen, Sitze bei den Zwischenwahlen hinzuzugewinnen und die Kontrolle im US-Repräsentantenhaus zu behalten.

    Der Wettlauf zwischen Republikanern und Demokraten um den Neuzuschnitt von Wahlkreisen hat bislang zu neun zusätzlichen Sitzen geführt, die die Republikaner in Texas, Missouri, North Carolina und Ohio gewinnen könnten. Die Demokraten dürfen sich derweil Hoffnung auf sechs Sitze machen, die bislang von Republikanern gehalten wurden. In einigen Bundesstaaten werden die Neuordnungen gerichtlich angefochten. Sollten die neuen Wahlkreisgrenzen Bestand haben, gibt es dennoch keine Garantie, dass die Parteien die angestrebten Sitze auch tatsächlich gewinnen.

  • 20.41 Uhr

    Trump äussert Zweifel an Zuverlässigkeit der Nato

    US-Präsident Donald Trump hat Zweifel an der Zuverlässigkeit des Militärbündnisses Nato geäussert. Er frage sich, ob die Verbündeten «für uns da wären, wenn wir sie wirklich brauchen», erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. «Wir werden immer für die Nato da sein, selbst wenn sie nicht für uns da sein wird», fügte er zugleich hinzu. Die Nato-Mitgliedstaaten seien «alle meine Freunde», ergänzte der US-Präsident und unterstrich die Bedeutung der USA für das Bündnis.

    Zugleich wiederholte Trump seine bereits mehrfach geäusserte Behauptung, dass einige Nato-Staaten vor seiner Amtszeit nicht ausreichend Militärausgaben gezahlt hätten. «Die USA haben törichterweise für sie bezahlt! Ich habe sie respektvoll dazu gebracht, fünf Prozent des BIP zu zahlen, und sie zahlen», erklärte der US-Präsident.

    «USA haben törichterweise für sie bezahlt»: US-Präsident Donald Trump.
    «USA haben törichterweise für sie bezahlt»: US-Präsident Donald Trump.
    AP Photo/Julia Demaree Nikhinson/Keystone

    Trump hatte den Nato-Verbündeten damit gedroht, ihnen den Beistand im Bündnisfall zu verweigern, wenn diese ihre Verteidigungsausgaben nicht auf fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöhten.

    Nach Ansicht des US-Präsidenten hätten Russland und China zudem «keinerlei Angst vor der Nato», wenn die USA nicht Teil des Bündnisses wären. «Die einzige Nation, die China und Russland fürchten und respektieren, ist die von DJT wiederaufgebaute USA», fügte Trump unter Bezug auf seinen Initialen hinzu.

  • 19.42 Uhr

    ICE-Agent erschiesst Frau in Minneapolis

    Ein Agent der US-Einwanderungsbehörde ICE hat in der Grossstadt Minneapolis eine Frau in ihrem Auto erschossen. Das Opfer habe bei einer Razzia gegen Einwanderer versucht, Beamte der Behörde mit ihrem Fahrzeug zu rammen, teilte die Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, mit.  Der Bürgermeister der Stadt bezeichnete die Darstellung als «Bullshit».

  • 19.33 Uhr

    Rubio: Treffen mit Dänemark zu Grönland nächste Woche

    US-Aussenminister Marco Rubio hat für kommende Woche ein Treffen mit Vertretern Dänemarks angekündigt, um über Grönland zu sprechen. Auf eine Frage, ob damit ein militärisches Vorgehen vom Tisch sei, wollte er sich vor Journalisten nicht äussern. Es ist noch nicht bekannt, wo und wann genau das Treffen stattfinden soll. Zuvor hatten Dänemark und Grönland um ein Gespräch mit dem US-Aussenminister gebeten. Er sei es satt, dass die Kommunikation mit den USA über die Medien stattfinde, hatte der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen gesagt.

    US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. Grönland mit seinen rund 57'000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark.

    US-Aussenminister Marco Rubio will sich mit Vertretern Dänemarks treffen.
    US-Aussenminister Marco Rubio will sich mit Vertretern Dänemarks treffen.
    Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa/Archivbild

    Trump erhebt seit längerem Besitzansprüche auf Grönland. Schon in seiner ersten Amtszeit sorgte er für Irritationen, als er Interesse am Kauf von Grönland anmeldete. Mit der angedrohten Annexion geht er noch weiter. Das Weisse Haus schloss zuletzt sogar einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus.

    US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Mittwoch, ein Kauf der Insel werde derzeit aktiv vom Präsidenten und Team diskutiert. Auf die Frage, warum die USA dann nicht einen Militäreinsatz nicht ausschliessen würden, sagte sie: «Die erste Option des Präsidenten war schon immer die Diplomatie.» Die dänische Regierung hat Trumps Besitzansprüche mit Unterstützung zahlreicher europäischer Partner entschieden zurückgewiesen. Regierungschefin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollten die USA Grönland angreifen.

  • 6.16 Uhr

    Trump befürchtet drittes Amtsenthebungsverfahren, wenn Republikaner Zwischenwahlen verlieren

    US-Präsident Donald Trump hat republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses bei einer Parteiklausur in Washington gewarnt, sie müssten bei den Zwischenwahlen im November die Kontrolle über die Kongresskammer behalten. Sollten die Demokraten die Mehrheit zurückgewinnen, rechne er mit einem dritten Amtsenthebungsverfahren. «Sie werden einen Grund finden, mich anzuklagen», sagte Trump am Dienstag, dem fünften Jahrestag der Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger am 6. Januar 2021.

    Trump durchlief zwei Amtsenthebungsverfahren – in beiden wurde er freigesprochen. In einem ersten Impeachment-Verfahren klagten die Demokraten ihn wegen Behinderung der Ermittlungen des Kongresses und Machtmissbrauch an. Sie beschuldigten Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen Trumps Gegner Joe Biden gedrängt zu haben, um die US-Präsidentenwahl im Jahr 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Am 9. Februar 2021 begann das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Ihm wurde vorgeworfen, seine Anhänger zur Erstürmung des Kapitols am 6. Januar angestachelt zu haben.

    US-Präsident Donald Trump bei der Parteiklausur der Republikaner im Kennedy Center in Washington, das kürzlich von einem mit Trumps Ernennungen besetzten Vorstand um Trumps Namen erweitert wurde.
    US-Präsident Donald Trump bei der Parteiklausur der Republikaner im Kennedy Center in Washington, das kürzlich von einem mit Trumps Ernennungen besetzten Vorstand um Trumps Namen erweitert wurde.
    Bild: Keystone/AP Photo/Evan Vucci
  • 5.28 Uhr

    Rubio sieht offenbar Kauf Grönlands, nicht US-Militäreinsatz

    Die US-Regierung will die zu Dänemark gehörende autonome Insel Grönland Medienberichten zufolge kaufen. Aussenminister Marco Rubio habe in einer vertraulichen Sitzung mit US-Abgeordneten gesagt, dass die jüngsten Drohungen keine militärische Invasion signalisieren sollten. Das Ziel sei ein Kauf, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Das berichtete auch die «New York Times» und schrieb zudem unter Berufung auf Beamte, dass Präsident Donald Trump seine Mitarbeiter um die Vorlage eines aktualisierten Plans für einen Erwerb gebeten der Insel habe. Trump hatte einen solchen Plan bereits während seiner ersten Amtszeit ins Spiel gebracht.

    Eis vor Grönlands Hauptstadt Nuuk: Donald Trump sagt schon seit Jahren, dass er die Insel kaufen will. (Archivbild)
    Eis vor Grönlands Hauptstadt Nuuk: Donald Trump sagt schon seit Jahren, dass er die Insel kaufen will. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Evgeniy Maloletka

    Die US-Regierung hatte zuletzt ihre Drohungen hinsichtlich eines Besitzanspruchs auf die Arktisinsel verstärkt. Erst am Dienstag brachte das Weisse Haus sogar die Option eines Militäreinsatzes ins Spiel. «Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige aussenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung», teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt zu Grönland mit.

  • Mittwoch, 7. Januar 2026, 2.43 Uhr

    Speaker Johnson gegen Militäreinsatz in Grönland

    Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, hat sich deutlich gegen einen Militäreinsatz zur Übernahme Grönlands durch die USA ausgesprochen. «Nein, ich halte das nicht für angemessen», sagte der Republikaner am Dienstag (Ortszeit) Reportern, als er gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, militärische Gewalt einzusetzen, um das Gebiet zu erobern. Johnson sagte, er habe in letzter Zeit keine Gespräche mit Präsident Donald Trump über Grönland geführt. Er wisse, dass viele Grönland als strategisch wichtig für die USA betrachten – «wie sich das weiterentwickelt, weiss ich nicht», sagte Johnson.

    Gegen einen Militäreinsatz zur Übernahme Grönlands, aber für den Angriff auf Venezuela: Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, am Dienstag in Washington.
    Gegen einen Militäreinsatz zur Übernahme Grönlands, aber für den Angriff auf Venezuela: Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, am Dienstag in Washington.
    Bild: Keystone/AP Photo/Evan Vucci

    Zuvor hatte Johnson den US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro nachdrücklich verteidigt. Nach dem Einsatz in Venezuela hatte Trump am Wochenende gesagt: «Lassen Sie uns in etwa 20 Tagen über Grönland sprechen.» Er begründete dies mit nationalen Sicherheitsinteressen.

    Das weitgehend autonom regierte Grönland gehört zu Dänemark und verfügt über Bodenschätze wie Öl, Gas und seltene Erden. Die USA betreiben dort einen grossen Militärstützpunkt. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gedroht, die grösste Insel der Welt, auf der nicht einmal 60'000 Menschen leben, einzunehmen und auch militärische Gewalt nicht ausgeschlossen.

  • 23.30 Uhr

    Grönland: US-Regierung droht Dänen mit Militäreinsatz

    Im Streit mit Dänemark über Grönland erhöht die US-Regierung unter Präsident Donald Trump den Druck und droht mit einem Militäreinsatz. «Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige aussenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung», teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt mit. Konkreter wurde sie nicht.

    Trump habe deutlich gemacht, dass es «eine nationale Sicherheitspriorität der Vereinigten Staaten» sei, Grönland unter die Kontrolle der USA zu bringen, hiess es weiter von Leavitt. Die Kontrolle über Grönland sei entscheidend, «um unsere Gegner in der Arktis abzuschrecken».

    Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, spricht während eines Pressebriefings im Weissen Haus. (Archivbild)
    Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, spricht während eines Pressebriefings im Weissen Haus. (Archivbild)
    Bild: sda
  • 19.05 Uhr

    Mehrheit der Republikaner im US-Repräsentantenhaus wird noch knapper

    Die ohnehin knappe Mehrheit der Republikaner im US-Repräsentantenhaus ist weiter zusammengeschrumpft. Der kalifornische Abgeordnete Doug LaMalfa sei im Alter von 65 Jahren gestorben, teilte die Fraktion am Dienstag mit. Damit verfügen die Republikaner noch über 218 von 435 Sitzen. Die Demokraten kommen auf 213 Mandate. Die übrigen Sitze sind vakant.

    Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom muss jetzt eine Nachwahl ausschreiben. Im November wird das gesamte Repräsentantenhaus dann ohnehin neu gewählt. LaMalfa vertrat einen Wahlkreis, der nach dem Neuzuschnitt der Stimmbezirke in Kalifornien für seine Republikaner keine sichere Bank mehr ist.

  • 18.56 Uhr

    Kanadischer Premier Carney schickt Aussenministerin nach Grönland

    Der kanadische Premierminister Mark Carney hat Dänemark gegenüber Besitzansprüchen der US-Regierung auf Grönland den Rücken gestärkt. «Die Zukunft Grönlands und Dänemarks wird allein von den Menschen in Dänemark entschieden», sagte Carney am Dienstag in Anwesenheit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in der kanadischen Botschaft in Paris. Ausserdem kündigte er für Februar einen Besuch der kanadischen Generalgouverneurin Mary Simon und seiner Aussenministerin Anita Anand in Grönland an.

    Kanadas Aussenministerin Anita Anand plant einen Besuch in Grönland. (Archivbild)
    Kanadas Aussenministerin Anita Anand plant einen Besuch in Grönland. (Archivbild)
    Bild: EPA
  • 17.38 Uhr

    Das US-Justizministerium hat weniger als 1 Prozent der Epstein-Akten freigegeben

    Aus Gerichtsakten geht hervor, dass das US-Justizministerium bislang weniger als ein Prozent der sogenannten Epstein-Akten veröffentlicht hat − und zwar bisher lediglich 12'285 Dokumente mit insgesamt 125'575 Seiten, berichtet der «Guardian». Ein Grossteil der Akten hätte bis zum 19. Dezember freigegeben werden müssen.

    Justizministerin Pam Bondi erklärte in einem fünfseitigen Bericht an den zuständigen Bundesrichter Paul Engelmayer in New York, der Schutz der Identität von Epsteins Opfern habe oberste Priorität und verzögere den Prozess. Insgesamt gebe es mehr als zwei Millionen potenziell relevante Dokumente, die sich in unterschiedlichen Prüfungsphasen befänden. Rund 400 Juristen des Justizministeriums sowie etwa 100 speziell geschulte FBI-Analysten seien mit der Sichtung befasst.

    Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sprach von massiven Verzögerungen, stark geschwärzten Dokumenten und fehlenden Schlüsselunterlagen.
    Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sprach von massiven Verzögerungen, stark geschwärzten Dokumenten und fehlenden Schlüsselunterlagen.
    IMAGO/Newscom World

    Demokraten zeigen sich davon unbeeindruckt. Sie werfen dem Ministerium vor, Informationen bewusst zurückzuhalten. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, fragte öffentlich: «Was versuchen sie zu verbergen?» Er kritisierte, dass dem Kongress bis heute keine ungeschwärzte Liste mit allen in den Akten genannten Regierungsvertretern und politisch exponierten Personen vorgelegt worden sei. Das Vorgehen des Justizministeriums sei rechtswidrig und müsse beendet werden.

    Das Ministerium verwies darauf, dass nachträglich über eine Million weitere Dokumente entdeckt worden seien, was den Zeitplan weiter verzögere.

  • 14.53 Uhr

    Grönlands Regierungschef warnt vor Panik

    Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland hat der grönländische Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen seine Landsleute dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren.

    Er verstehe, dass manche Grönländer mit Blick auf die Situation in Venezuela beunruhigt über die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump seien, sagte Nielsen dem dänischen Rundfunk zufolge bei einer Pressekonferenz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. «Aber Venezuela und Grönland sind nicht vergleichbar.»

    Trump hatte zuletzt erneut vor Journalisten betont: «Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit.» Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zu Dänemark gehört. Nielsen forderte nun einen direkten Draht nach Washington. Er sei es satt, dass die Kommunikation mit den USA über die Medien stattfinde.

    Grönland und die USA hätten in der Vergangenheit immer gut zusammengearbeitet. Eine Annexion Grönlands über Nacht werde nicht passieren. «Wir sind offen für einen Dialog», sagte Nielsen demnach. «Aber die internationalen Regeln und Gesetze basieren auf Frieden, Zusammenarbeit und getroffenen Vereinbarungen.»

    «Diese Zeiten verlangen nach Zusammenhalt», sagte Nielsen dem Sender DR zufolge weiter. «Wir müssen zeigen, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen, aber wir müssen auch Einigkeit unter den verbündeten Ländern demonstrieren.»

  • 13 Uhr

    Diese sechs EU-Länder stellen sich hinter Dänemark

    Die grossen europäischen Partner haben sich in dem von US-Präsident Donald Trump befeuerten Streit um Grönland zu der Arktisinsel und Dänemark bekannt. Allein Dänemark und Grönland würden über Angelegenheiten entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen, heisst es in einer Stellungnahme. «Grönland gehört seinem Volk.»

    Die Unterzeichner, neben Merz unter anderem auch der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, betonten die grosse Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.

    Die europäischen Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Grossbritannien und Dänemark betonten in ihrer Stellungnahme, das Königreich Dänemark, einschliesslich Grönlands, sei «Teil der Nato».

    Joint Statement of major EU/NATO countries on Greenland, together with Denmark:

    [image or embed]

    — Nicolai von Ondarza (@nvondarza.bsky.social) 6. Januar 2026 um 12:53

    Die Sicherheit in der Arktis müsse daher gemeinsam erreicht werden. Die USA seien dabei «ein wesentlicher Partner», sowohl als Nato-Verbündeter als auch im Rahmen des Verteidigungsabkommens zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten von 1951.

    Dänemarks Regierungschefin Frederiksen hatte bereits zuvor erklärt: «Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann hört alles auf.» Das wäre das Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur.

    Die dänischen Parteien haben eine Krisensitzung im Parlament angesetzt.

  • 12.30 Uhr

    Trump-Kritiker Conway kandidiert für Sitz im Kongress

    Der bekannte Trump-Kritiker George Conway hat seine Kandidatur für einen Sitz im US-Repräsentantenhaus für den Bundesstaat New York bekannt gegeben.

    Die Motivation dafür ziehe er aus einem Gespräch mit einer Freundin, teilte Conway zu seiner heute angekündigten Bewerbung als Kandidat der Demokratischen Partei mit. Die Freundin habe über ihren Ärger berichtet, dass einige Demokraten für das Ende des Shutdowns im vergangenen Jahr gestimmt hätten.

    Conway war einst mit der Ex-Beraterin von Präsident Donald Trump, Kellyanne Conway, verheiratet. 2016 hatte George Conway Trumps erste Präsidentschaftskandidatur noch unterstützt. Inzwischen ist er zu einem prominenten Gegner des Republikaners geworden. Die Ehe mit Kellyanne Conway, einer entschiedenen Unterstützerin Trumps, zerbrach – das Paar gab 2023 die Scheidung bekannt.

    Kellyanne Conway tells Rosie O’Donnell, a lesbian, to ‘find a husband’ https://www.thepinknews.com/2026/01/01/kellyanne-conway-rosie-odonnell-donald-trump/?utm_content=1767352800&utm_medium=social&utm_source=bluesky

    [image or embed]

    — PinkNews (@pinknews.bsky.social) 2. Januar 2026 um 12:20

    Der Ex-Republikaner Conway arbeitete jahrelang als Anwalt in New York City, zuletzt wohnte er allerdings in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland. Er wollte aber nicht für einen Kongresssitz für Maryland kandidieren, weil er nicht gegen den von ihm nach eigenen Angaben sehr geschätzten US-Abgeordneten Jamie Raskin antreten wollte.

    Die bereits erwähnte Freundin habe vorgeschlagen, dass er stattdessen für einen Sitz für den New Yorker Stadtteil Manhattan kandidiere. Vor einigen Wochen sei er zurück nach Manhattan gezogen, teilte George Conway mit.

    George Conway, a former Republican once married to Trump's 2016 campaign manager Kellyanne Conway, says his decision to run as a Democrat in New York is no laughing matter. https://cnn.it/3N6bVxw

    [image or embed]

    — CNN (@cnn.com) 6. Januar 2026 um 12:00

    Conway ist einer von zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern der Demokraten für den Sitz des Kongressabgeordneten Jerry Nadler, der in den Ruhestand geht. Unter ihnen ist auch ein Enkelsohn des ermordeten Ex-Präsidenten John F. Kennedy, Jack Schlossberg.

    In einem Video zum Start seines Wahlkampfs stellte sich der 62-jährige Conway als Trump-Gegner dar, dessen umfangreiche Erfahrung als Anwalt ihm dabei helfen werde, auch vom Kongress aus den Kampf gegen den US-Präsidenten fortzusetzen.

    «Das sind keine gewöhnlichen Zeiten», sagte er. «Und ich werde kein gewöhnliches Mitglied des Kongresses sein.» Man brauche Leute, «die so gegen Trump kämpfen können, wie gegen ihn gekämpft werden muss», sagte er.

  • 11.38 Uhr

    Schweden-Zeitung fragt: «Was tun wir, wenn Trump Grönland einnimmt?»

    Schwedens liberale Tageszeitung «Dagens Nyheter» kommentiert die Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland:

    «Eine amerikanische Annexion Grönlands würde alles verändern – auch für Schweden. Die USA wären nicht mehr unser Verbündeter. Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist nicht, ob es passieren kann – sondern, was wir tun, wenn die USA Grönland annektieren.

    Wird Artikel 5 des Nato-Vertrags aktiviert? Ziehen wir in den Krieg – gegen die stärkste Militärmacht der Welt? Sollten wir die USA mit Sanktionen belegen und ihre Truppen zum Abzug vom Kontinent auffordern? Welche sicherheitspolitischen Konsequenzen hätte das?

    Jede neue Frage wirft nur noch mehr Fragen auf. Im sicheren Glauben an weitere Erfolge will Trump nun einen Triumphbogen errichten – ja, tatsächlich! – während er die Grenzen des Möglichen immer weiter verschiebt. Und wir?»

  • 5.48 Uhr

    Trump-Berater: Niemand wird USA wegen Grönland-Anspruch angreifen

    Ein ranghoher Vertreter des Weissen Hauses hat den US-Anspruch auf die Kontrolle über das zu Dänemark gehörende Grönland als «offizielle Position der US-Regierung» beschrieben.

    Auf die wiederholte Frage eines CNN-Moderators, ob die Regierung einen Militäreinsatz zur Einnahme Grönlands ausschliesse, sagte US-Präsident Donald Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller: «Niemand wird wegen der Zukunft Grönlands militärisch gegen die Vereinigten Staaten kämpfen. Das ergibt keinen Sinn.»

    TAPPER: Can you rule out the US is going to take Greenland by force? MILLER: Greenland should be part of the US. By what right does Denmark assert control over Greenland? The US is the power of NATO T: So force is on the table? M: Nobody is gonna fight the US militarily over future of Greenland

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 6. Januar 2026 um 00:26

    Die USA sollten Grönland als Teil der Vereinigten Staaten «haben», betonte Miller. Der Präsident habe dies seit Beginn seiner Amtszeit vor knapp einem Jahr sehr klargemacht. Es gebe dabei überhaupt keinen Bedarf, über einen Militäreinsatz nachzudenken, sagte Miller CNN weiter.

    Die USA seien die wichtigste Militärmacht der Nato und bräuchten daher die Kontrolle über Grönland, um die Arktisregion zu sichern und damit die Sicherheit des Verteidigungsbündnisses zu garantieren, argumentierte er.

    Dänische Soldaten nehmen an einer Nato-Militärübung in Grönland teil. (17. September 2025)
    Dänische Soldaten nehmen an einer Nato-Militärübung in Grönland teil. (17. September 2025)
    Bild: Keystone/AP Photo/Ebrahim Noroozi

    Miller stellte auch infrage, wieso das autonom verwaltete Grönland überhaupt offiziell zum Nato-Partner Dänemark gehört. «Nach welchem Recht hat Dänemark die Kontrolle über Grönland? Was ist die Grundlage ihres Gebietsanspruchs? Was ist die Grundlage dafür, Grönland als eine Kolonie Dänemarks zu haben?» fragte er in dem CNN-Interview.

    Millers Ehefrau Katie Miller hatte am Samstag mit einem Beitrag im Onlinedienst X für Irritation gesorgt. Der Beitrag, der eine Karte von Grönland in den Farben der US-Flagge zeigte, rief am Sonntag die dänische Regierung auf den Plan. Über dem Bild stand in Grossbuchstaben «Bald».

  • Dienstag, 6. Januar 2026, 2.15 Uhr

    Regierung senkt Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen

    US-Präsident Donald Trumps Regierung rät künftig zu deutlich weniger Impfungen für Kinder als bislang. Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

    «Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht», schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen.

    Bis Ende 2024 waren laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC noch 17 Immunisierungen für Kinder vorgesehen. Zu den Impfungen, die nun nicht mehr allgemein empfohlen werden, gehören jene für Rotaviren, Hepatitis A, Hepatitis B, RSV-Infektionen, Meningokokken B und Meningokokken ACWY. Das ging aus einer Übersicht der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor.

    Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Die Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder war bereits Anfang Dezember angekündigt worden. Die Empfehlungen sollten dabei mit denen anderer Industrieländer verglichen werden.

    Zur Begründung hiess es, mit Impfungen gegen so viele Krankheiten nähmen die USA eine «Sonderstellung» im Vergleich zu anderen Industrienationen ein. Demnach sieht Deutschland Impfungen gegen 15 Krankheiten vor, in Dänemark sind es nur zehn.

    Der US-Berufsverband der Kinderärzte (AAP) kritisierte die neuen, eingedampften Impfempfehlungen als «gefährlich und unnötig». Weiter hiess es: «Die Vereinigten Staaten sind nicht Dänemark, und es gibt keinen Grund, den dänischen Impfplan den amerikanischen Familien aufzuzwingen.»

  • 23.35 Uhr

    Frederiksen: US-Angriff auf Grönland wäre Ende der Nato

    Ein Angriff der USA auf Grönland käme nach Ansicht der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einem Ende der Nato gleich. «Wenn die Vereinigten Staaten beschliessen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann hört alles auf», sagte Frederiksen am Montag dem Fernsehsender TV2. «Das heisst, auch unsere Nato und damit die Sicherheit, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewährleistet ist.»

    Das weitgehend autonom regierte Grönland gehört zu Dänemark und verfügt über Bodenschätze wie Öl, Gas und seltene Erden. Die USA unterhalten dort einen grossen Militärstützpunkt. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gefordert, die grösste Insel der Welt, auf der nicht einmal 60'000 Menschen leben, den USA einzuverleiben und hat auch militärische Gewalt nicht ausgeschlossen. Frederiksen sagte, wenn Trump Grönland für die USA fordere, müsse man das ernst nehmen. «Wir werden eine Situation, in der wir und Grönland auf diese Weise bedroht werden, nicht akzeptieren», fügte sie hinzu.

    «Wenn die Vereinigten Staaten beschliessen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann hört alles auf»: Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen, hier auf einem Schiff vor der Küste von Grönland. (3. April 2025)
    «Wenn die Vereinigten Staaten beschliessen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann hört alles auf»: Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen, hier auf einem Schiff vor der Küste von Grönland. (3. April 2025)
    Bild: Keystone/EPA/Mads Claus Rasmussen

    Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in einer Nacht-Nebel-Aktion des US-Militärs legte Trump am Wochenende nach. «Wir brauchen Grönland vom Standpunkt der nationalen Sicherheit aus», sagte er. Dänemark könne die Sicherheit nicht gewährleisten, sondern habe seinem Arsenal dort nur «einen Hundeschlitten» hinzugefügt. «Lassen Sie uns in etwa 20 Tagen über Grönland sprechen», sagte er und behauptete, vor der Insel wimmle es von russischen und chinesischen Schiffen.

    Der Experte für globale Sicherheit vom Dänischen Institut für Internationale Studien, Ulrik Pram Gad, schrieb dagegen, in der Arktis gebe es zwar russische und chinesische Schiffe, «aber diese Schiffe sind zu weit entfernt, um sie von Grönland aus mit oder ohne Fernglas zu sehen».

  • 22.14 Uhr

    Verfahren gegen Senator Kelly nach Kritik an Militäreinsätzen

    Nach seiner Kritik an Einsätzen des US-Militärs ist gegen den pensionierten Marineoffizier und demokratischen Senator Mark Kelly ein Verfahren zur Überprüfung seines Ruhestandsdienstgrades eingeleitet worden. Anlass seien öffentliche Äusserungen Kellys aus den vergangenen Monaten, in denen er Einsätze kritisiert und Soldaten zur Befehlsverweigerung aufgerufen habe, schrieb Verteidigungsminister Pete Hegseth in einem Beitrag in sozialen Medien.

    Hintergrund ist ein von sechs demokratischen Kongressmitgliedern veröffentlichtes Video, in dem Angehörige des US-Militärs dazu aufgerufen werden, aus ihrer Sicht illegale Befehle im Zusammenhang mit international umstrittenen US-Militäroperationen gegen mutmassliche Drogenschmuggler in der Karibik nicht zu befolgen. Bei diesen Einsätzen wurden seit September nach Angaben der US-Regierung mehr als 100 Menschen getötet. Kelly soll an dem Video beteiligt gewesen sein. Er hatte eine Untersuchung der Einsätze gefordert und Hegseth öffentlich kritisiert. US-Präsident Donald Trump warf der Gruppe zunächst «aufständisches Verhalten» vor und relativierte diese Aussagen später.

    Hegseth zufolge prüft das Verteidigungsministerium nun eine Herabsetzung von Kellys Dienstgrad im Ruhestand, was mit einer entsprechenden Kürzung seiner Pensionsbezüge verbunden wäre. Zudem sei ein formeller Tadel ausgesprochen worden, der dauerhaft in Kellys militärischer Personalakte vermerkt werden solle. Kelly sei über die Vorwürfe informiert worden und habe 30 Tage Zeit für eine Stellungnahme.

    Kelly wies die Vorwürfe zurück. In einem Post in sozialen Medien sprach der Senator von einem «politisch motivierten Angriff» und betonte, er habe niemals zur Missachtung rechtmässiger Befehle aufgerufen. Sein Anliegen sei es gewesen, Soldatinnen und Soldaten an ihre Pflicht zu erinnern, das Völkerrecht einzuhalten. Kritik an Militäreinsätzen und an der Führung des Verteidigungsministeriums sei durch die Verfassung gedeckt, schrieb Kelly. Er kündigte an, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen, der «unqualifizierteste Verteidigungsminister in der Geschichte unseres Landes» könne ihn nicht einschüchtern.

  • 13.21 Uhr

    Polizeieinsatz bei Wohnhaus von US-Vizepräsident Vance

    Beim Wohnhaus von US-Vizepräsident JD Vance ist es am Montag zu einem Polizeieinsatz gekommen. Medienberichten zufolge wurde mindestens eine Person festgenommen, die Hintergründe sind noch offen.

  • 7.50 Uhr

    Trump droht auch Kolumbien

    US-Präsident Donald Trump kann sich einen Militäreinsatz gegen die Regierung Kolumbiens vorstellen. Eine auf die kolumbianische Regierung ausgerichtete Militäroperation klinge gut für ihn, sagt Trump.

  • 7.48 Uhr

    «Kuba wird fallen – ohne unser Zutun»

    US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro einen baldigen Machtzerfall in Kuba prognostiziert. Gegenüber Medien an Bord der Air Force One sagte Trump, Kuba sei «bereit zu fallen». Ein militärisches Eingreifen der USA halte er nicht für nötig: «Ich glaube, das wird einfach zusammenbrechen. Ich denke nicht, dass wir etwas tun müssen.»

    Trump verglich die Lage mit einem Boxkampf: Kuba sehe so aus, «als würde es zu Boden gehen – und dort bleiben». Er stellte einen direkten Zusammenhang zwischen Maduros Festnahme und der Stabilität Havannas her und deutete an, Kuba könne sich ohne Unterstützung aus Venezuela kaum halten.

  • Montag, 5. Januar 2026, 3.11 Uhr

    Trump legt nach: Dänemark weist Anspruch auf Grönland zurück

    Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland haben einen erneut von US-Präsident Donald Trump geäusserten Gebietsanspruch auf Grönland deutlich zurückgewiesen. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen erklärte, die Vereinigten Staaten hätten «überhaupt kein Recht» einen Teil der dänischen Staatsgemeinschaft zu annektieren. Sie rief die USA dazu auf, «mit den Drohungen aufzuhören gegen einen historisch engen Verbündeten und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht».

    Dänische Soldaten bei einer Militärübung mit Truppen verschiedener Nato-Mitgliedstaaten am 17. September 2025 in Grönland.
    Dänische Soldaten bei einer Militärübung mit Truppen verschiedener Nato-Mitgliedstaaten am 17. September 2025 in Grönland.
    Bild: Keystone/AP Photo/Ebrahim Noroozi

    Trump liess sich davon nicht beirren. Während eines Flugs nach Washington sagte er wenig später am Sonntagabend (Ortszeit) erneut vor Journalisten, «wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit». Die Insel sei von grosser strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. «Dänemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen», sagte Trump. Auch für die Europäische Union sei klar, dass die USA Grönland «haben» sollten, behauptete Trump.

    Dann machte sich Trump noch ausdrücklich über den Nato-Partner Dänemark lustig: «Wissen Sie, was Dänemark jüngst gemacht hat? Um die Sicherheit in Grönland zu verstärken, haben sie noch einen Hundeschlitten hinzugefügt. Es ist wahr. Sie dachten, das war eine grossartige Verstärkung.» Trump hatte schon öfter damit gedroht, Grönland den USA einzuverleiben. Auch militärische Mittel schloss er nicht aus.

    Die Regierungschefs von Schweden und Norwegen sowie Finnlands Präsident stellten sich öffentlich hinter Frederiksens Erklärung. Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Store schrieb auf der Plattform X: «Grönland ist ein integraler Teil des Königreichs Dänemark. Norwegen steht in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemarks.» Schwedens Ulf Kristersson teilte mit: «Nur Dänemark und Grönland haben das Recht, über Angelegenheiten, die Dänemark und Grönland betreffen, zu entscheiden.» Er fügte hinzu: «Schweden steht voll und ganz hinter seinem Nachbarland.» Finnlands Präsident Alexander Stubb, dem ein besonderer Draht zum US-Präsidenten nachgesagt wird, schrieb: «Niemand entscheidet für Grönland und Dänemark ausser Grönland und Dänemark selbst.»

  • 22.45 Uhr

    Angst vor möglicher Annexion Grönlands wächst

    Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela wächst die Angst vor einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA. Die Frau eines der wichtigsten Berater von US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Wochenende ein Bild der Insel in den Farben der US-Flagge, Trump selbst bekräftigte seinen Anspruch auf das zu Dänemark gehörende Gebiet. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen forderte die USA auf, ihre «Drohungen» zu unterlassen.

    Trump selbst wurde in einem Telefoninterview mit dem US-Magazin «The Atlantic» vom Sonntag gefragt, was der Militäreinsatz in Venezuela für Grönland bedeute. «Das werden sie sich selbst ansehen müssen. Ich weiss es wirklich nicht», sagte Trump und fügte hinzu: «Aber wir brauchen Grönland, unbedingt. Wir brauchen es zur Verteidigung.»

    Daraufhin forderte Frederiksen die USA auf, ihre «Drohungen gegen einen historischen Verbündeten» einzustellen. «Ich muss dies den USA sehr klar sagen: Es ist absolut absurd zu sagen, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über Grönland übernehmen sollten», erklärte die dänische Ministerpräsidentin.

    Zuvor hatte der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen den Beitrag Millers als «respektlos» kritisiert. «Die Beziehungen zwischen Nationen und ihren Bevölkerungen basieren auf gegenseitigem Respekt und internationalem Recht − nicht auf symbolischen Gesten, die unseren Status und unsere Rechte missachten», erklärte Nielsen.

  • 16.31 Uhr

    Grönland-Karte in US-Farben: Frau von Trump-Berater sorgt für Irritationen in Dänemark

    Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat ein provokanter Online-Post zu Grönland für Irritationen in Dänemark gesorgt. Der Beitrag von Katie Miller, der Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, im Onlinedienst X, der eine Karte von Grönland in den Farben der US-Flagge zeigte, rief am Sonntag die dänische Regierung auf den Plan. Über dem Bild stand in Grossbuchstaben «Bald».

    Sein Land verlange «die uneingeschränkte Achtung der territorialen Integrität» Dänemarks, kommentierte der dänische Botschafter in den USA, Jesper Möller Sörensen, am Sonntag Millers X-Beitrag. Dänemark und die USA seien «enge Verbündete und müssen als solche weiterhin zusammenarbeiten».

    US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Übernahme Grönlands durch die USA gedroht und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen. Zuletzt sorgte er mit der Ernennung eines Sondergesandten für Grönland auf der Insel selbst, in Kopenhagen und in der EU für Empörung.

    Hinsichtlich der von ihm angestrebten Übernahme Grönlands argumentiert Trump mit den Sicherheitsinteressen der USA und verweist auf die angebliche Präsenz Moskaus und Pekings rund um die geostrategisch günstig gelegene Insel. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitgehend autonom.

    Im Boden Grönlands lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden. Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands zuletzt deutlich gewachsen.

  • Sonntag, 4. Januar 2026 - 

    Trump: «Niemand kann uns aufhalten»

    US-Präsident Donald Trump hat sich in einer Telefonschalte mit Fox News zur Gefangennahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro geäussert – und dabei indirekt eine Drohung ausgesprochen. Trump deutete an, dass ein solches Vorgehen kein Einzelfall bleiben müsse.

    «Wir haben dieses unglaubliche Ding letzte Nacht durchgezogen, jemand anderen übernehmen zu lassen. Wir müssen das wiederholen», sagte Trump. Zugleich betonte er die militärische Stärke der USA: «Wir können das wiederholen. Niemand kann uns aufhalten. Es gibt niemanden, der über die Fähigkeiten verfügt, die wir haben.»

  • 21.02 Uhr

    Trump will Golfplätze auf Militärstützpunkt Andrews renovieren

    US-Präsident Donald Trump hat ein neues Bauprojekt im Visier. Die Golfplätze auf dem Gelände des Militärstützpunktes Andrews in Maryland, rund 25 Kilometer vom Weissen Haus entfernt, haben das Interesse des passionierten Golfspielers geweckt. Gespielt hat er auf dem «Golfplatz des Präsidenten», wie die Golfkurse genannt werden, allerdings noch nie.

    Trump bevorzugt seine eigenen Plätze und verbrachte seit Beginn seiner zweiten Amtszeit etwa jeden vierten Tag auf einem von ihnen. Nun hat er Golflegende Jack Nicklaus als Architekten für die Umgestaltung der «Courses at Andrews» engagiert. Die Plätze – zwei 18-Loch-Kurse und ein weiterer mit neun Löchern – sind seit Langem ein beliebter Rückzugsort für Präsidenten, die dem Stress der Regierungsgeschäfte für ein paar Stunden entfliehen möchten. Gerald Ford, Ronald Reagan, George Bush, Bill Clinton, George W. Bush und Joe Biden haben dort bereits Zeit verbracht, und Barack Obama spielte dort häufiger als jeder andere Präsident –
    rund 110 Mal in acht Jahren.

    Donald Trump gilt als begeisterter Golf-Spieler
    Donald Trump gilt als begeisterter Golf-Spieler
    EPA/JUSTIN LANE/KEYSTONE

    Das Gelände des Stützpunkts Andrews, besser bekannt als Heimat der Präsidentenmaschine Air Force One, wurde in der Vergangenheit bereits umgestaltet, unter anderem 2018, als der Kongress Mittel für die Erneuerung der veralteten Präsidentenflugzeuge und den Bau eines neuen Hangars mit Nebengebäuden bewilligte. Dieses Projekt lag so nah an den Golfplätzen, dass diese ebenfalls angepasst werden mussten.

    Trump besichtigte das Gelände vor Thanksgiving per Helikopter gemeinsam mit Nicklaus, der weltweit Spitzengolfplätze entworfen hat. Der Präsident bezeichnete Andrews als «einen grossartigen Ort, der im Laufe der Jahre durch mangelnde Pflege vernachlässigt wurde».

  • 18.39 Uhr

    FBI vereitelt Silvester-Terroranschlag

    Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben und Informationen der Staatsanwaltschaft einen für Silvester geplanten Terroranschlag im US-Bundesstaat North Carolina vereitelt. Ein 18-Jähriger habe beabsichtigt, mit Messern und Hämmern Menschen in einem Supermarkt und einem Fastfoodrestaurant in der Stadt Mint Hill anzugreifen, sagte Staatsanwalt Russ Ferguson vom Western District in North Carolina. Nach vorläufigen Erkenntnissen habe der Mann alleine gehandelt. Der US-Amerikaner sei festgenommen worden.

    Der Tatverdächtige habe seine Loyalität gegenüber dem sogenannten Islamischen Staat (IS) bekundet und gestanden, er habe zum Jahreswechsel Amerikaner umbringen wollen, sagte FBI-Special-Agent James Barnacle Jr. Die gefundenen Notizen des Mannes legten nahe, dass er es auf Juden, Christen und Menschen aus der LGBTQ+-Community – also unter anderem Lesben, Schwule und Trans-Menschen – abgesehen habe. Bereits vor einigen Jahren sei der damals noch Jugendliche über soziale Medien radikalisiert worden. Der Tatverdächtige sei erst im Dezember volljährig geworden.

    Bereits Mitte Dezember hatte das FBI laut Justizministerin Pam Bondi ab Silvester geplante Terroranschläge mit Zielen in Kalifornien vereitelt. Diese seien in Los Angeles und dem nahegelegenen Bezirk Orange County des US-Bundesstaats geplant gewesen, hiess es damals von Bondi. Eine «linksextreme, propalästinensische, regierungsfeindliche und antikapitalistische» Gruppe habe eine «Reihe von Bombenanschlägen auf verschiedene Ziele in Kalifornien» vorbereitet.

    Das FBI hat nach eigenen Angaben einen Terroranschlag in North Carolina vereitelt.
    Das FBI hat nach eigenen Angaben einen Terroranschlag in North Carolina vereitelt.
    Jenny Kane/AP/dpa
  • 13 Uhr

    «Irgendwie schockierend»: Das sind Mamdanis erste Dekrete

    Zohran Mamdani hat an seinem ersten Tag als New Yorker Bürgermeister eine Reihe von Dekreten unterschrieben. Die erste Verordnung betrifft den Mieterschutz, während das zweite und dritte Dekret Arbeitsgruppen ins Leben ruft, die den Bau neuen Wohnraums beschleunigen sollen, berichtet die «New York Times».

    Eine weitere executive order nimmt alle Dekrete zurück, die Mamdanis Vorgänger Eric Adams erlassen hat, nachdem er im September 2024 wegen Korruption und Bestechlichkeit angeklagt worden ist. Damit kippt Mamdani allerdings auch Erlasse, die Demonstrationen vor Synagogen oder den Boykott Israels verbieten, was in Israels Medien für Stirnrunzeln sorgt.

    In einer weiteren Verordnung hat der Demokrat für seine Administration fünf Stellvertreter bestimmt und weiterhin andere Posten bessetzt. Kommentar der britischen «Times»: «Zohran Mamdanis Team ist so wenig radikal – ‹es ist irgendwie schockiered›».

    New Yorks erste First Lady der Gen Z: Wer ist Rama Duwaji, die Frau an Zohran Mamdanis Seite?

    New Yorks erste First Lady der Gen Z: Wer ist Rama Duwaji, die Frau an Zohran Mamdanis Seite?

    hre Liebesgeschichte begann 2021 auf einer Dating-App – nun wird die 27-jährige Rama Duwaji New Yorks neue First Lady. Im Wahlkampf ihres Mannes trat sie kaum in Erscheinung und widmete sich eigenen Projekten, die sie auf Social Media teilt.

    01.12.2025

  • 10.45 Uht

    Clooney kontert Trump

    Hollywoodstar George Clooney (64) reagiert auf Beleidigungen von US-Präsident Donald Trump mit einer politischen Kampfansage. «Ich gebe dem aktuellen Präsidenten vollkommen recht. Wir müssen Amerika wieder grossartig machen. Wir fangen im November damit an», hiess es gestern in einem Statement des Schauspielers, das mehreren US-Medien vorlag.

    Trump hatte sich zuvor in einem Online-Post über den oscarprämierten Schauspieler ausgelassen. Clooney sei «überhaupt kein Filmstar», sondern nur ein «Durchschnittstyp, der sich unentwegt über gesunden Menschenverstand in der Politik beschwerte», schrieb Trump an Silvester auf seiner Plattform Truth Social.

    Anlass dazu gab ihm der Umstand, dass Clooney nun offiziell auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Trumps Einlassungen zielten auch auf das politische Engagement des im US-Bundesstaat Kentucky geborenen Clooney, der als prominente Stimme in Hollywood im Wahlkampf 2024 Trumps demokratische Gegnerin Kamala Harris unterstützt hatte.

    Mit seiner Reaktion dürfte Clooney auf die Kongresswahlen im November anzuspielen: Bei den sogenannten Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Derzeit haben die Republikaner in beiden Kammern des US-Parlaments knappe Mehrheiten, was dem Präsidenten grosse Regierungsfreiheit ermöglicht.

    Clooney zufolge hätten er und Trump früher ein freundlicheres Verhältnis zueinander gehabt. «Ich kannte ihn sehr gut», erzählte Clooney dem US-Magazin «Variety» für ein kürzlich veröffentlichtes Porträt. Trump habe ihn öfter angerufen und sogar einmal versucht, ihn bei einem Rückenchirurgen in einem Krankenhaus unterzubringen. «Ich sah ihn oft in Clubs und Restaurants. Er ist ein grosser Quatschkopf. Nun ja, das war er. Das hat sich alles geändert.»

  • Freitag, 2. Januar, 10 Uhr

    «Wenn sie Öl wollen, ist Venezuela bereit»: Maduro schwenkt die weisse Fahne

    Venezuela ist offen für Verhandlungen über ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten zur Bekämpfung des Drogenhandels. Das sagte Präsident Nicolás Maduro in einem vorab aufgezeichneten Interview, das gestern im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde.

    Zu einem nach Angaben von US-Regierungsvertretern von der CIA ausgeführten Angriff auf eine venezolanische Hafenanlage in der vergangenen Woche äusserte sich Maduro jedoch nicht. Die Anlage wurde nach Einschätzung der US-Regierung von Kartellen für den Drogenschmuggel genutzt.

    Trump: USA haben erstmals Ziel in Venezuela angegriffen

    Trump: USA haben erstmals Ziel in Venezuela angegriffen

    STORY: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein Boot von mutmasslichen Drogenschmugglern versenkt und dabei zwei Männer getötet.  Der Einsatz habe sich am Montag  in internationalen Gewässern im östlichen Pazifik ereignet, teilte das Regionalkommando U.S. Southern Command in einem Beitrag auf X mit. Das Boot sei von einer Gruppe betrieben worden, die als Terrororganisation eingestuft werde, hiess es. Unterdessen sagte US-Präsident Donald Trump, dass die USA erstmals ein Ziel auf dem Festland Venezuelas angegriffen habe. Entsprechend äusserte er sich bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu: «Es gab eine grosse Explosion im Hafengebiet, wo sie die Boote mit Drogen beladen. Also haben wir alle Boote getroffen, und jetzt haben wir das Gebiet getroffen. In dem Gebiet werden Drogen umgesetzt.  Und das gibt es jetzt nicht mehr.» Es war zunächst unklar, welches Ziel getroffen worden sein soll und welcher Teil der US-Regierung den Angriff ausgeführt hat.  Eine Stellungnahme aus Venezuela lag zunächst nicht vor. 

    30.12.2025

    Maduro sagte in dem Interview mit dem spanischen Journalisten Ignacio Ramonet, die USA wollten mit einer seit Monaten andauernden Druckkampagne einen Regierungswechsel erzwingen und sich Zugang zu Venezuelas umfangreichen Ölreserven verschaffen.

    «Es ist klar, dass sie versuchen, sich durch Drohungen, Einschüchterung und Gewalt durchzusetzen», sagte Maduro. Später fügte er hinzu, es sei an der Zeit, dass beide Länder «ernsthaft miteinander sprechen – mit belastbaren Fakten».

    Die US-Regierung wisse, dass Venezuela bereit sei, über ein Abkommen zur Bekämpfung des Drogenhandels zu verhandeln, sagte Maduro. «Wenn sie Öl wollen, ist Venezuela bereit für US-Investitionen, wie mit Chevron – wann immer sie wollen, wo immer sie wollen und wie immer sie wollen.»

    Die US-Regierung wisse, dass Venezuela bereit sei, «ernsthaft über ein Abkommen zur Bekämpfung des Drogenhandels» zu sprechen, sagte Maduro. Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven. Das Interview wurde an Silvester aufgezeichnet, am selben Tag, an dem das US-Militär Angriffe auf fünf mutmassliche Drogenboote meldete.

    Damit stieg die Zahl der bekannten Bootsangriffe nach Angaben der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf 35, die Zahl der Getöteten auf mindestens 115. Unter den Opfern sind auch Venezolaner.

    US-Präsident Donald Trump hat die Angriffe als notwendige Eskalation gerechtfertigt, um den Drogenfluss in die Vereinigten Staaten einzudämmen, und erklärt, die USA befänden sich in einem «bewaffneten Konflikt» mit Drogenkartellen.

    Die Angriffe begannen vor Venezuelas Karibikküste und wurden später auf den östlichen Pazifik ausgeweitet. Bei dem Drohnenangriff auf die Anlegestelle in der vergangenen Woche handelte es sich um den ersten Einsatz auf venezolanischem Boden. Darauf angesprochen sagte Maduro, er wolle «in ein paar Tagen darüber sprechen».

  • 19.09 Uhr

    Trump bestätigt hohe Aspirin-Dosis

    US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er seit Jahren mehr Aspirin einnimmt als medizinisch empfohlen. «Sie sagen, Aspirin ist gut zur Verdünnung des Blutes, und ich will nicht, dass dickes Blut durch mein Herz fliesst», sagte Trump dem «Wall Street Journal». Seine Ärzte hätten ihm empfohlen, eine geringere Dosis zu nehmen. Aber er sei da «ein wenig abergläubisch». Trump erklärte, dass die Einnahme von Aspirin dazu führe, dass er leicht blaue Flecken bekomme. Diese hatte Trump in der Vergangenheit mehrfach versucht, kosmetisch zu verstecken.

    Der US-Präsident sagte zudem, er habe im Oktober eine Untersuchung per Computertomografie (CT) gehabt. Nach Angaben der Zeitung führte einer seiner Ärzte den Scan durch, um mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszuschliessen. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben, gab das «WSJ» den Arzt wieder. Ähnlich äusserte sich das Weisse Haus nach der Veröffentlichung des Berichts.

    In dem jetzigen Interview sagte der Präsident, er habe einmal einen Schnitt an der Hand durch einen von Justizministerin Pam Bondi getragenen Ring erlitten, als sie ihm eine «High five»-Begrüssung gegeben habe – also einen Schlag mit der offenen Hand in die erhobene und ebenfalls geöffnete Hand. Er verwende Make-up oder Pflaster, wenn seine Hand «angeschlagen» sei, sagte Trump.

    Er bestritt zudem, in der Öffentlichkeit einzuschlafen: «Ich war nie ein grosser Schläfer». Wenn es bisweilen so aussehe, als döse er ein, entspanne er sich lediglich. «Ich mache einfach zu», sagte er – offenbar in Bezug auf seine Augen. «Das ist für mich sehr entspannend.»

  • 19.02 Uhr

    Krankenversicherungen werden für viele US-Bürger teurer

    Millionen von US-Amerikanern müssen mit dem Jahreswechsel mit deutlich höheren Kosten für ihre Krankenversicherung rechnen: Bestimmte staatliche Subventionen sind mit dem Ende des Jahres 2025 abgelaufen. Bis zuletzt hatten sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress nicht auf einen Gesetzentwurf einigen können. In den USA gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine allgemeine staatliche Krankenversicherung.

    Die sogenannten erweiterten Steuervergünstigungen waren in den Vereinigten Staaten während der Corona-Pandemie eingeführt und später durch ein weiteres Gesetz bis Ende 2025 verlängert worden. Nach Angaben des überparteilichen Forschungsinstituts Center on Budget and Policy Priorities sind mehr als 20 Millionen Menschen auf die Subventionen angewiesen.

    Seit Monaten sind die Krankenversicherungs-Subventionen ein wesentlicher Streitpunkt. Bei den jüngsten Verhandlungen im Repräsentantenhaus hatten sich die Republikaner gegen eine Fortführung des bisherigen Subventionsmodells ausgesprochen. Die Demokraten halten dagegen dauerhafte Zuschüsse für angemessen, um so bezahlbare Krankenversicherungen für die Amerikaner ermöglichen zu können.

    Für den Januar werden neue Beratungen über mögliche Gesetzesentwürfe erwartet: Ob und wenn ja, in welcher Form die Subventionen dann - auch rückwirkend - gezahlt werden, bleibt offen.

  • 14.33 Uhr

    Heimtschutz will 100 Millionen ausweisen

    Dieser Post des Heimatschutzministeriums geht nach hinten los: Die US-Behörde hat auf ihrem offiziellen X-Account ein Bild des Künstlers Hiroshi Nagai publiziert, ohne dass der Japaner davon gewusst haben dürfte.

    «Der Frieden einer Nation, die nicht mehr von der Dritten Welt belagert wird», wird dazu geschrieben – und auf dem Bild «Impender Beach» ist hinzugefügt: «Amerika nach 100 Millionen Ausweisungen».

    Laut dem Pew Research Center gab es in den USA 2023 14 Millionen illegal Eingewanderte sowie knapp 38 Millionen Ausländerinnen und Ausländern mit Bleibe- oder Aufenthaltsrecht.

    Selbst wenn diese alle abgeschoben werden würden, fehlten noch 48 Millionen, um das «Ziel» der Heimatschutzministeriums zu erreichen. Online hagelte es entsprechend Kritik für die Publikation.

  • 13.48 Uhr

    «Durchschnittstyp»: Trumps vs. Clooney

    Mit seiner neuen französischen Staatsbürgerschaft hat Hollywoodstar George Clooney die Wut von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. In einem Post in seinem Online-Sprachrohr Truth Social teilte Trump an Silvester gegen den Oscar-prämierten Schauspieler aus.

    «Er war überhaupt kein Filmstar, sondern einfach ein Durchschnittstyp, der sich unentwegt über gesunden Menschenverstand in der Politik beschwerte», so der 79-Jährige. Clooney habe mit politischen Angelegenheiten mehr Aufmerksamkeit erregt als mit seinen «wenigen und völlig mittelmässigen Filmen».

    Happy New Year from the president.🙃 Apparently George Clooney is not actually a movie star. Who knew? Also, who the hell could actually like this guy and think he's a good leader or a decent person?

    [image or embed]

    — Khashoggi's Ghost (@urocklive1.bsky.social) 31. Dezember 2025 um 23:17

    Der im US-Bundesstaat Kentucky geborene Clooney – derzeit im von der Kritik gelobten Roadmovie «Jay Kelly» zu sehen – gehört seit Jahren zu den wichtigsten Gestaltern Hollywoods. Unter den vielen Auszeichnungen des 64-Jährigen sind allein zwei Oscars: als Nebendarsteller im Thriller «Syriana» sowie als Produzent für «Argo» als Bester Film.

    Clooney hat sich auch politisch positioniert und offensiv die Präsidentschafts-Kandidatin der Demokraten, Kamala Harris, im Wahlkampf 2024 gegen den Republikaner Trump unterstützt.

    George Clooney says CBS and ABC should have told Trump to ‘go f*** yourself’

    [image or embed]

    — The Independent (@the-independent.com) 30. Dezember 2025 um 21:56

    Laut einem Dekret von Ende Dezember sind Clooney, seine Frau Amal und die gemeinsamen Zwillinge Ella und Alexander offiziell in Frankreich eingebürgert worden. Die Familie verbringt viel Zeit auf ihrem Landgut in der Gemeinde Brignoles im Süden des Landes.

  • 13.11 Uhr

    Trump soll Epstein Spa-Mitarbeiterinnen geschickt haben

    Donald Trump soll Mitarbeiterinnen seines Luxusclubs Mar-a-Lago zur Arbeit zu dem benachbarten Anwesen von Jeffrey Epsein geschickt haben. Das berichtet das «Wall Street Journal» (WSJ), ohne seine Quellen offenzulegen.

    «Epstein war kein beitragszahlendes Mitglied des Clubs, aber Trump wies die Mitarbeiter an, ihn wie ein solches zu behandeln», so das WSJ. Das sei auch weitergegangen, nachdem sich die Mitrbeiterinnnen untereinander vor dem Kunden gewarnt hätten.

    Die jungen Frauen, die Massagen und Maniküren angeboten haben, «warnten sich gegenseitig vor Epstein, der dafür bekannt war, dass er sexuelle Andeutungen machte und sich während der Termine entblösste».

    Trump hatte am 30. Juli erklärt, Epstein habe Mitarbeiterinnen seies Spas abgeworben, was zum Bruch geführt habe. Über Epsteins Opfer Virgina Giuffre – sie nahm sich am 25. April das Leben – sagt Trump: «Er hat sie gestohlen.» 

    Karoline Leavitt kontert, das WSJ habe «Unwahrheiten und Andeutungen veröffentlicht, um Präsident Trump zu verleumden»: «Egal, wie oft diese Geschichte erzählt wird, die Wahrheit bleibt: Präsident Trump hat nichts Falsches getan und er hat Jeffrey Epstein aus Mar-a-Lago rausgeworfen, weil er ein Widerling ist», schreibt die Sprecherin des Weissen Hauses.

  • 12 Uhr

    Trump stoppt Wasser-Pipeline – als «politische Vergeltung» wegen Epstein-Votum?

    Donakd Trump hat am 31. Dezember erstmals von seinem Veto-Reccht Gebrauch gemacht – und zwei Vorhaben gestoppt. Zum einen ging es um mehr Rechte für Indigene in den Everglades in Florida, zum anderen um eine Wasser-Pipeline in Colorado.

    Damals passte ein Blatt zwischen die beiden: Lauren Boebert und Donald Trump im Oktober 2024 in Aurora, Colorado.
    Damals passte ein Blatt zwischen die beiden: Lauren Boebert und Donald Trump im Oktober 2024 in Aurora, Colorado.
    KEYSTONE

    Was stört den Präsidenten an letzterem Projekt? Lauren Boebert, republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat, fragt nun laut, ob der 79-Jährige aus Rachsucht handelt: Will er «politische Vergeltung» üben, weil die 39-Jährige zusammen mit drei weiteren Republikanern für die Freigabe der Epstein Akten-gestimmt habe?

    «Ich hoffe aufrichtig, dass dieses Veto nichts mit politischer Vergeltung dafür zu tun hat, dass wir Korruption anprangern und Rechenschaft fordern», schreibt sie. «Denn nichts sagt so sehr ‹America First› wie die Verweigerung von sauberem Trinkwasser für 50'000 Menschen im Südosten Colorados, von denen viele bei allen drei Wahlen begeistert für ihn gestimmt haben.»

    Und weiter: «Ich muss die Kundgebung verpasst haben, bei der [Trump] in Colorado aufgetreten ist und versprochen hat, persönlich wichtige Infrastrukturprojekte zum Scheitern zu bringen. Mein Fehler, ich dachte, im Wahlkampf ginge es darum, Kosten zu senken und Bürokratie abzubauen. Aber hey, wenn diese Regierung sich einen Ruf machen willl, indem sie Projekte blockiert, die die Landbevölkerung mit Wasser versorgen, dann ist das ihre Sache.»