Angriff auf den Iran Die wichtigsten Ereignisse zwischen dem 13. und dem 22. März

SDA

23.3.2026 - 15:19

Krieg gegen den Iran: Pete Hegseth sieht USA «klar im Plan»

Krieg gegen den Iran: Pete Hegseth sieht USA «klar im Plan»

Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht am 19. März 2026 über den Verlauf des Krieges gegen den Iran.

19.03.2026

Am 28. Februar starteten die USA und Israel Angriffe auf den Iran. Teheran reagiert mit Gegenangriffen, die nicht nur Israel treffen. Der Krieg hat sich inzwischen auf die gesamte Region ausgeweitet, ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Die Entwicklungen im Ticker.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Israel und die USA haben am 28. Februar den Iran angegriffen.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung wurden bei einem der Angriffe am 28. Februar getötet.
  • Nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei zu seinem Nachfolger ernannt worden.
  • Als faktisch mächtigster Mann im Iran galt zuletzt Ali Laridschani; der Generalsekretär des Rates für nationale Sicherheit wurde bei einem israelischen Luftangriff am 17. März getötet. 
  • Donald Trump begründet den Waffengang mit dem iranischen Atomprogramm – und fordert das Volk zum Umsturz des Mullah-Regimes auf.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.

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  • 20.37 Uhr

    Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus‑Ultimatum

    Schah-Sohn Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Strasse von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. «Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben», erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten.

    Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen - nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.

  • 17.15 Uhr

    US-Botschafter: Iranische Kraftwerke sind legitime Ziele

    Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hat iranische Kraftwerke zu legitimen Zielen für militärische Angriffe erklärt. Die iranische Revolutionsgarde kontrolliere einen Grossteil der iranischen Infrastruktur und benutze diese für Kriegshandlungen, sagte Waltz am Sonntag im Sender Fox News. Er verteidigte die Drohung von US-Präsident Donald Trump, Kraftwerke im Iran anzugreifen, sollte Teheran die Strasse von Hormus nicht wieder öffnen.

    Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. (Archivbild)
    Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. (Archivbild)
    Bild: Saul Loeb/Pool AFP/dpa

    Waltz sagte, Trump würde zunächst «eines der grössten Kraftwerke des Irans» zerstören. Welches er meinte, sagte Waltz nicht. «Es gibt mit Gas betriebene Wärmekraftwerke und andere Arten von Anlagen», sagte er. Trump meine es ernst.

  • 16.41 Uhr

    Nato-Chef spielt Kritik von Trump an Militärbündnis herunter

    Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an dem Militärbündnis heruntergespielt. Zwar räumte Rutte in einem Interview des Senders Fox News am Sonntag ein, dass Trump im Versuch, Verbündete zur Unterstützung bei einer Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu drängen, frustriert mit einigen Ländern gewesen sei. Doch betonte er mit Blick auf Trump, dass inzwischen mehr als 20 Länder zusammen kämen, «um seine Vision umzusetzen», damit der Schifffahrtskanal nutzbar sei.

    Schmeicheleien von Rutte (r) finden in Trump einen gewogenen Empfänger. (Archivbild)
    Schmeicheleien von Rutte (r) finden in Trump einen gewogenen Empfänger. (Archivbild)
    Bild: Erik Luntang/Nato/dpa

    Rutte sagte, er habe in den vergangenen Tagen mehrmals mit Trump gesprochen. Es sei wichtig, dass die USA militärisch gegen den Iran vorgingen, weil die iranischen Atom- und Raketenprogramme eine existenzielle Bedrohung für die internationale Gemeinschaft seien, sagte Rutte.

  • 16.14 Uhr

    Iran droht nach Trump-Ultimatum mit Vergeltung

    Mit einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran droht eine weitere Ausweitung des Krieges am Persischen Golf. Sofern der Iran nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig öffne, würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, «beginnend mit dem grössten!», kündigte Trump in der Nacht zum Sonntag mitteleuropäischer Zeit an.

    Die iranischen Streitkräfte greifen die Golfstaaten mir Raketen und Drohnen an. (Archivbild)
    Die iranischen Streitkräfte greifen die Golfstaaten mir Raketen und Drohnen an. (Archivbild)
    Bild: Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

    Der Iran konterte: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.

  • 13.06 Uhr

    15 Verletzte bei Raketenangriff auf Grossraum Tel Aviv

    Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Grossraums Tel Aviv.

    Ein Armeesprecher teilte mit, der Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem grossen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer.

  • 9.18 Uhr

    Neue iranische Raketenangriffe auf Israel

    Der Iran hat seine massiven Raketenangriffe auf israelische Ziele fortgesetzt. Im Grossraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete, es seien in der Mittelmeermetropole Explosionsgeräusche zu hören. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe zunächst keine Informationen zu Verletzten.

    Das iranische Militär teilte derweil mit, es habe den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mit Drohnen angegriffen. Dafür gab es von der israelischen Armee keine Bestätigung.

    In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Wüstenstädte Dimona und Arad verletzt, elf davon schwer. Es kam zu schweren Zerstörungen. Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt. Auch am Morgen gab es im Süden Israels erneut Raketenalarm nach Angriffen aus dem Iran.

  • Sonntag, 22. März 2026, 6.39 Uhr

    Trump setzt Iran Ultimatum für Öffnung der Strasse von Hormus

    US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, «beginnend mit dem grössten!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

    Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor drei Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.

    Donald Trump: «Will keinen Waffenstillstand»
    Donald Trump: «Will keinen Waffenstillstand»
    Alex Brandon/AP/dpa

    US-Medienberichten zufolge bombardieren US-Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber verstärkt iranische Drohnen und Kriegsschiffe, um die wichtige Strasse von Hormus freizubekommen. Auch setzten die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben ein, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen.

    Trump war am Freitag vor dem Weissen Haus von US-Medien mit den Worten zitiert worden: «Ich will keinen Waffenstillstand. Man schliesst keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht». Danach schrieb er, die USA stünden kurz davor, die eigenen Kriegsziele zu erreichen.

  • 22.09 Uhr

    Viele Verletzte bei weiterem Einschlag in Israel

    In Israel sind bei weiteren iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad rund 30 Menschen verletzt worden. Die Verletzungen seien verschieden schwer, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete von schweren Zerstörungen. Es gebe zudem Vermisste.

    Die Such- und Rettungskräfte des israelischen Heimatfrontkommandos seien auf dem Weg zu den Einschlagstellen im Süden Israels, hiess es von der israelischen Armee. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona.

  • 19.40 Uhr

    Dutzende Verletzte nach Raketeneinschlag in Israel

    Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel am frühen Abend sind mehr als 40 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels sei ein zehnjähriger Junge, der durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete schwer verletzt worden sei, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Eine Frau sei mittelschwer verletzt worden, die anderen Menschen hätten leichte Verletzungen davongetragen.

    Die «Jerusalem Post» berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt. Auch bei Raketenangriffen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels wurden nach Medienberichten mehrere Menschen verletzt. Auch in der israelischen Küstenstadt Eilat an der Südspitze des Landes gab es Raketenalarm.

  • 18.24 Uhr

    Israel bestreitet Luftangriff auf iranische Atomanlage

    Das israelische Militär hat bestritten, hinter einem Luftangriff auf die iranische Atomanlage Natans zu stecken. Man sei sich keiner israelischen Angriffe in der Region bewusst, teilte das Militär am Samstag mit. Zuvor hatte die amtliche iranische Nachrichtenagentur Misan berichtet, dass es einen Luftangriff auf Natans gegeben habe. Es sei nach dem Angriff am Samstag keine radioaktive Strahlung ausgetreten.

  • 15.17 Uhr

    US-Militär: Bereits gut 8000 iranische Ziele angegriffen

    Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8000 Ziele angegriffen. Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. «Dies ist die grösste Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg», fügte er hinzu.

    Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Strasse von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört. Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine «erhebliche Gefahr» für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten.

  • 11.39 Uhr

    Angriff auf Geheimdienstzentrale in Baghdad tötet einen Beamten

    Die Nachrichtenturen Reuters und AFP melden einen Angriff auf eine Kommandozentrale eines irakischen Geheimdiensts in Bagdad. Dabei sei ein Beamter getötet worden. Der Angriff hat laut iranischen Angaben am Samstagmorgen Lokalzeit stattgefunden. 

  • 10.49 Uhr

    USA und Israel haben Atom-Anlage Natanz angeblich erneut bombardiert

    Der Iran hat einen Luftangriff auf seine Atomanlage Natanz gemeldet. Es sei nach dem Angriff am Samstag keine radioaktive Strahlung ausgetreten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Misan. Die israelische Armee meldet CNN, sie habe keine Kenntnis von einem solchen Angriff durch ihre Streitkräfte.

    Die Atomanlage war bereits in der ersten Woche des aktuellen Kriegs der USA und Israels gegen den Iran, der am 28. Februar begonnen hat, getroffen worden. Wie Satellitenbildern zu entnehmen war, wurden dabei offenbar mehrere Gebäude beschädigt.

    Israel und die USA hatten das iranische Atomprogramm im Sommer 2025 massiv angegriffen. Damals verkündete Präsident Trump, des iranische Atomprogramm sei vollständig zerstört worden. Ende Februar 2026 gab er bekannt, der Iran sei kurz davor gestanden, Waffen zu entwickeln, die die USA gefährdeten.

    Satellitenbild eines Tunnelkomplexes in der Nähe von Natanz am 7. März 2026
    Satellitenbild eines Tunnelkomplexes in der Nähe von Natanz am 7. März 2026
    KEYSTONE
  • 8.54 Uhr

    Teheran warnt London vor Unterstützung der US-Angriffe

    Die iranische Führung hat den britischen Premierminister Keir Starmer gewarnt, sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA werde nicht ohne Folgen bleiben. Die grosse Mehrheit der Briten wolle mit dem israelisch-amerikanischen Krieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Aussenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, «dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden». Der Iran werde «sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen».

    Die britische Regierung hatte zuvor bestätigt, «dass die Vereinbarung, wonach die USA im Rahmen der kollektiven Selbstverteidigung der Region britische Stützpunkte nutzen dürfen, auch Verteidigungseinsätze der USA umfasst, um die Raketenstellungen und -kapazitäten zu schwächen, die für Angriffe auf Schiffe in der Strasse von Hormus genutzt werden».

  • 7.22 Uhr

    Iran hat US-britischen Stützpunkt im Indischen Ozean angegriffen

    Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Grossbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen. Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das «Wall Street Journal» und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten. Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.

    Diego Garcia auf den Chagos Inseln ist vom Iran mehr als 3800 Kilometer entfernt.
    Diego Garcia auf den Chagos Inseln ist vom Iran mehr als 3800 Kilometer entfernt.
    Google Maps

    Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Grossbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer ist der Stützpunkt einer der wichtigsten Beiträge des Vereinigten Königreichs zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA.

    Grossbritannien hat die Chagos-Inseln in den 1960er Jahren besetzt und betreibt dort seither gemeinsam mit den USA eine Militärbasis. Dafür vertrieb das Königreich rund 2000 Einwohner*innen der Inseln. Diese verlangen bis heute ihre Rückkehr in ihre Heimat. Der Internationale Gerichtshof empfahl 2019 die Rückgabe der Inseln und die Rückkehr der Einheimischen. Der Uno-Sicherheitsrat unterstützte das Vorhaben. Grossbritannien hat im Sommer 2025 erklärt, dass es die Chagos-Inseln freigeben werde.

  • 21. März 7.05 Uhr

    Trump nennt Nato-Partner Feiglinge

    Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein Papiertiger, schrieb der Republikaner. Jetzt, da der Kampf militärisch «GEWONNEN» sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Strasse von Hormus zu öffnen. «Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!», schrieb Trump weiter.

    X / Truth Social
  • 22.56 Uhr

    Trump: USA erwägen Angriffe auf den Iran zurückzufahren

    Die USA könnten nach Angaben von Präsident Donald Trump ihre Angriffe auf den Iran bald zurückfahren. «Wir stehen kurz davor, unsere Ziele zu erreichen, während wir erwägen, unsere umfangreichen militärischen Bemühungen im Nahen Osten in Bezug auf das terroristische Regime im Iran zu reduzieren», schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Gleichzeitig verlegen die USA allerdings Tausende weitere Soldaten und Kriegsschiffe in die Region.

    Zu den beinahe erreichten Zielen zählen laut Trump die komplette Zerstörung der iranischen Raketenkapazitäten und Rüstungsindustrie, eine Eliminierung der iranischen Marine und Luftwaffe, eine Absicherung, dass der Iran nie eine Atombombe bauen könne, und der Schutz der US-Verbündeten in der Region.

    «Die Strasse von Hormus muss bei Bedarf von anderen Nationen, die sie nutzen, bewacht und kontrolliert werden – die Vereinigten Staaten tun dies nicht! Auf Anfrage werden wir diesen Ländern bei ihren Bemühungen in der Strasse von Hormus helfen, aber dies sollte nicht notwendig sein, sobald die Bedrohung durch den Iran beseitigt ist.»

    US-Präsident Donald Trump sieht sich vor den Zielen im Iran-Krieg.
    US-Präsident Donald Trump sieht sich vor den Zielen im Iran-Krieg.
    Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • 22.31 Uhr

    232 verletzte US-Soldaten seit Kriegsbeginn

    Seit Beginn der Angriffe auf den Iran sind 232 US-Soldaten verletzt worden. 207 von ihnen seien bereits wieder im Dienst, sagte Tim Hawkins, ein Sprecher des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), am Freitag der Nachrichtenagentur AP.

    Zuletzt hatte Centcom am Montag rund 200 verletzte Soldaten gemeldet. Es sind also 30 dazugekommen. Die Zahl der Schwerverletzten blieb aber gleich bei 10. 13 US-Soldaten kamen seit Kriegsbeginn ums Leben.

    Nach offiziellen Angaben wurden seit Beginn der Angriffe auf den Iran 232 US-Soldaten verletzt.  
    Nach offiziellen Angaben wurden seit Beginn der Angriffe auf den Iran 232 US-Soldaten verletzt.  
    Bild: Vahid Salemi/AP/dpa
  • 21.45 Uhr

    Hilfsorganisation: Humanitäre Notlage im Iran nimmt zu

    Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland, warnt vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran. Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera.

    Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei «überlastet, überfordert und unterfinanziert». Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass lokale und internationale Gruppen Schwierigkeiten hätten, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen.

    «Die Menschen fliehen mit ihren eigenen Autos aus den Grossstädten, vor allem aus Teheran, in der Hoffnung, dass kleinere Städte sicher sind, doch viele dieser Orte werden ebenfalls bombardiert», so Egeland. Je länger der Konflikt andauere, desto stärker würden alle Lebensbereiche beeinträchtigt.

     Eine Strasse voller Rauch nach einer Explosion in Teheran. 
     Eine Strasse voller Rauch nach einer Explosion in Teheran. 
    Bild: Mohsen Ganji/AP/dpa
  • 21.21  Uhr

    US-Kreise warnen vor Lücken in Europas Luftabwehr

    Die Verlegung einer beträchtlichen Zahl von Patriot-Abwehrraketen der USA in Richtung Naher Osten hat nach Einschätzung von Vertretern des US-Verteidigungsministeriums bei Europas Luftabwehr ernstzunehmende Lücken hinterlassen.

    Der Vorrat an Patriot-Raketen in Europa und anderswo schwinde wegen des Iran-Kriegs deutlich und habe zu einer «ziemlich besorgniserregenden» Lage geführt, sagte ein US-Vertreter, der anonym bleiben wollte, am Freitag der Nachrichtenagentur AP.

    Zwei Patriot-Raketenabwehrsysteme wurden aus Deutschland in die Türkei verlegt, wie das Verteidigungsministerium in Ankara und drei US-Vertreter bestätigten. Die dazugehörigen Raketen seien von verschiedenen Orten in Europa ebenfalls in die Region gebracht worden, um Vergeltungsangriffe des Irans abzuwehren.

    Auf eine Frage der AP zur Verlegung der Raketen sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt: «Das US-Militär verfügt über mehr als genug Munition und Waffenvorräte, um die von Präsident Trump festgelegten Ziele der Operation «Epic Fury» zu erreichen – und noch weit darüber hinaus.

    Einer der US-Vertreter betonte, dass es innerhalb der Nato noch ausreichend Kapazitäten gebe, Europa zu verteidigen, auch wenn die USA Raketen verlegten.

    Zur Raketenabwehr der Nato gehören unter anderem solche Patriot-Systeme. 
    Zur Raketenabwehr der Nato gehören unter anderem solche Patriot-Systeme. 
    Symbolbild: picture alliance / dpa
  • 20.53 Uhr

    Israel greift im Libanon auch mit Bodentruppen an

    Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn «gezielter Bodeneinsätze» vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.

    Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt. Die Hisbollah-Miliz feuerte indes erneut Raketen und Drohnen Richtung Israel.

    Ein israelischer Soldat in einem südlibanesischen Dorf an der Grenze zu Israel. Foto: 
    Ein israelischer Soldat in einem südlibanesischen Dorf an der Grenze zu Israel. Foto: 
    Ilia Yefimovich/dpa (Archivbild)

    Deutschland und andere Länder warnen derweil vor einer grösseren Bodenoffensive im Libanon, die auch viele Einwohner dort fürchten. Der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot betonte bei einem Besuch in Israel Frankreichs Vorbehalte dagegen. Israels Aussenminister Gideon Saar sagte nach einem gemeinsamen Treffen, die libanesische Regierung und das Militär des Nachbarlandes unternähmen nicht genug gegen die Hisbollah.

    Israels Armee hatte am Montag mitgeteilt, dass sie in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlandes begonnen habe. Anfang März hatte die Hisbollah in den Iran-Krieg an der Seite Teherans eingegriffen und erstmals seit Beginn einer Waffenruhe im November 2024 Israel wieder mit Raketen angegriffen. Vor der Waffenruhe hatte es einen einjährigen Krieg gegeben.

  • 19.48 Uhr

    Geschoss schlägt in Jerusalemer Altstadt nahe heiliger Stätten ein

    In der Altstadt von Jerusalem ist ein Geschoss eingeschlagen. Trümmer einer Angriffs- oder Abfangrakete gingen in der Nähe der Stadtmauer und der heiligen Stätten nieder. Eine Explosion hinterliess einen Krater in einem Hang. Zuvor hatten die israelischen Behörden vor iranischen Raketen gewarnt. Polizisten und Soldaten riegelten den Einschlagsort ab, nachdem mehrere laute Explosionen das Zentrum von Jerusalem erschüttert hatten.

    Das Geschoss schlug direkt hinter der Stadtmauer ein, nur wenige hundert Meter entfernt vom Tempelberg und der Al-Aksa-Moschee, der Klagemauer und der Grabeskirche. Bilder zeigen eine beschädigte Strasse und verstreute Mauerbrocken in der Nähe eines Parkplatzes und des «Sephardic House Hotel».

    «Die Altstadt von Jerusalem, direkt neben dem Tempelberg, wurde von iranischen Raketenteilen getroffen», teilte indessen die israelische Armee im Onlinedienst X mit.

    Der Polizeichef der Altstadt, Dvir Tamim, sagte, die Explosion sei von einem «Raketeneinschlag und nicht durch Trümmer einer Abfangrakete» verursacht worden. Experten prüften, um was für einen Raketentyp es sich handelte. Später teilte die israelische Polizei mit, dass der «heruntergefallene Sprengkopf dutzende Kilogramm Sprengstoff enthielt».

    Einsatzkräfte inspizieren den Einschlagsort. 
    Einsatzkräfte inspizieren den Einschlagsort. 
    EPA/ABIR SULTAN/KEYSTONE
  • 18.11 Uhr

    Lage am europäischen Erdgasmarkt beruhigt sich etwas

    Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich etwas beruhigt. Der Preis für europäisches Erdgas gab nach den Turbulenzen am Vortag etwas nach. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 3 Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh).

    Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen. Allerdings hatte er im Tagesverlauf schon einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Israel hatte am Mittwoch das wichtige Gasfeld «South Pars», das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, bombardiert. Als Reaktion attackierte der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.

    Die Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde, sorgte für etwas Entspannung am Erdgasmarkt. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch. Schliesslich gehen die gegenseitigen Angriffe unvermindert weiter, und ein Ende des Kriegs ist nicht in Sicht.

    Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem fast verdoppelt.

    Seit Beginn des Iran-Kriegs hat sich europäische Erdgas um mehr als 60 Prozent verteuert. 
    Seit Beginn des Iran-Kriegs hat sich europäische Erdgas um mehr als 60 Prozent verteuert. 
    sda (Archivbild)
  • 17.40 Uhr

    Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab

    Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. «Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben», teilte Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hiess es, es seien einige Hundert betroffen gewesen.

    Die Evakuierungsaktion der Nato folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte. Das Land grenzt an den Iran und beherbergt mehrere westliche Militärstützpunkte.

    Ziel des 2018 gestarteten Nato-Einsatzes im Irak ist es vor allem, ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern. Dazu wurden bislang etwa irakische Militärausbilder geschult. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz.

    Seit 2018 entsenden Nato-Mitgliedsstaaten Soldaten in den Irak.
    Seit 2018 entsenden Nato-Mitgliedsstaaten Soldaten in den Irak.
    EPA/Quique Curbelo/Keystone (Archivbild)
  • 16.35 Uhr

    Navy verlegt weitere Schiffe

    Das US-Militär schickt drei weitere Kriegsschiffe und Tausende Marinesoldaten in die Golfregion. Ein Regierungsvertreter sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AP, die USS Boxer und zwei weitere amphibische Angriffsschiffe sowie rund 2500 Soldaten sollten von ihrem Heimathafen San Diego aus ins Kriegsgebiet verlegt werden.

    Die USS Boxer (im Vordergrund) ist ein amphibisches Angriffsschiff der Wasp-Klasse.
    Die USS Boxer (im Vordergrund) ist ein amphibisches Angriffsschiff der Wasp-Klasse.
    U.S. Navy

    Zwei weitere US-Beamte, die ebenfalls anonym bleiben wollten, bestätigten die Verlegung der Schiffe, sagten aber nicht, was ihr Ziel sei. Erst vor wenigen Tagen hatte das US-Militär eine andere Gruppe von amphibischen Angriffsschiffen mit Marinesoldaten vom Pazifik in den Nahen Osten entsandt. Es hat nach eigenen Angaben rund 50'000 Soldaten in der Region.

    Gestern wurde bekannt, dass der neueste und grösste Flugzeugträger USS Gerald R. Ford nach einem Brand aus seinem Einsatz im Iran-Krieg zur Reparatur ins Mittelmeer zurückkehren muss. Nach Angaben der US-Marine brach das Feuer nicht durch Kampfhandlungen aus, machte aber zahlreiche Betten für die Besatzung unbrauchbar.

  • 16.19 Uhr

    Trump nennt Nato-Partner «Feiglinge» und sagt plötzlich: «Iran wollte den Nahen Osten übernehmen»

    Trump hat vor US-Militärs im Weissen Haus gesagt, er sei froh, dass er die Streitkräfte gestärkt habe. «Denn wir dürfen nicht zulassen, dass diese Verrückten [im Iran] Nuklearwaffen haben», so Trump, denn sie hätten sie genutzt, und sie hätten sie schnell genutzt.»

    Und weiter: «Als diese ganze Sache anfing, haben sie angefangen, im ganzen Nahen Osten Raketen auf Länder zu schiessen, die im Grunde genommen nicht beteiligt waren, weil sie den Nahen Osten übernehmen wollten. Und wenn sie eine Atomwaffe gehabt hätten, hätten sie sie genutzt.»

    Das Regime breche zusammen, suggeriert der US-Präsident: «Wir wollen mit dem Iran reden, aber es gibt niemanden, mit dem wir reden können. Niemand will mehr ein Führer im Iran sein.»

    Der jüngste Iran-Post des US-Präsidenten.
    Der jüngste Iran-Post des US-Präsidenten.
    TruthSocial/@RealDonaldTRump

    Zuvor hat der 79-Jährige auf Truth Social wieder gegen die Nato gewettert. Er bezeichnete die Partner als «Feiglinge» und schwor: «Wir werden uns daran erinnern.» Grund ist die Weigerung der Mitglieder, die Strasse von Hormus zu sichern, solange Krieg herrscht – obwohl das laut Trump ein «einfaches militärisches Manöver» ist.

  • 16.06 Uhr

    Wo ist Chamenei?

    Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten.

    Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.

    Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten – weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

  • 16 Uhr

    Spanien kürzt Energie-Steuern um mehr als die Hälfte

    Spaniens linke Koalitionsregierung hat sich auf ein Entlastungspaket im Umfang von fünf Milliarden Euro geeinigt, um die Folgen des Iran-Kriegs zu mindern.

    Wichtigste Massnahme ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin, Diesel, Erdgas und Strom von 21 auf 10 Prozent. Zudem kündigte Regierungschef Pedro Sánchez eine Beihilfe von 20 Cent je Liter Treibstoff für Fuhrunternehmer, Bauern und Fischer an.

    Insgesamt seien 80 Einzelmassnahmen unter anderem auch bei Mieten vorgesehen. Benzin und Diesel sind zwar auch in Spanien seit Kriegsbeginn deutlich teurer geworden.

    Die Entlastungsmassnahmen der Minderheitsregierung wurden in zwei Dekrete aufgeteilt, die mit ihrer Veröffentlichung am morgigen Samstag im Amtsblatt in Kraft treten, aber noch der Zustimmung des Parlaments bedürfen. Bei dem Dekret mit Steuerentlastungen galt das als wahrscheinlich.

  • 15.15 Uhr

    Emirate: 109 Festnahmen wegen Falschinformationen

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Polizeiangaben mehr als 100 Menschen wegen Vorwürfen der Verbreitung von Falschinformationen festgenommen worden.

    Die Polizei in der Hauptstadt Abu Dhabi teilte auf X mit, 109 Menschen seien festgenommen worden, weil sie während «der laufenden Ereignisse Orte und Vorfälle» gefilmt sowie falsche Informationen über soziale Medien verbreitet hätten.

    Die Polizei erklärte, solche Aktionen könnten die «öffentliche Meinung aufhetzen» und Gerüchte in der Gesellschaft verbreiten. Es handle sich um Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Weitere Details wurden nicht genannt.

    Kritik an der Regierung, den Behörden und ihrer Arbeit stehen in den Emiraten unter Strafe. Es drohen Geldstrafen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro und auch mehrere Jahre Haft.

    Als Vergeltung auf die israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran verübt Teheran auch immer wieder Attacken in den Emiraten. Seit Kriegsausbruch vor rund drei Wochen seien bisher rund 340 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1740 Drohnen abgefangen worden.

  • 14.41 Uhr

    Teheran kündigt Vergeltung gegen USA und Israel an

    Nach dem Tod mehrerer ranghoher iranischer Regierungs- und Militärvertreter hat der Sprecher der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran, Abolfazl Shekarchi, scharfe Drohungen gegen die USA und Israel ausgesprochen.

    Shekarchi erklärte laut iranischen Staatsmedien und internationalen Medien wie beispielsweise «Al Jazeera», man habe «die Verantwortlichen, Kommandeure, Piloten und Soldaten» der beiden Länder im Visier und werde sie «mit mächtigen und vernichtenden Angriffen für ihre Taten bestrafen».

    Er fügte hinzu, dass künftig auch «Urlaubsorte, Erholungsgebiete und touristische Zentren in aller Welt» für Teherans Feinde nicht mehr sicher seien, da der Iran über umfangreiche Informationen über sie verfüge.

  • 13.57 Uhr

    «Worst-Case»-Szenario: WHO bereitet sich auf Einsatz von Atomwaffen vor

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereitet sich in Bezug auf den Iran-Krieg auch auf den Einsatz von Atomwaffen vor, berichtet der «Independent». «Das worst-case-Szenario ist ein nuklearer Zwischenfall», sagte Hanan Balkhy, die Regionale Leiterin der WHO für den Nahen Osten gegenüber «Politico».

    Der Beamte erklärte gegenüber dem Sender, dass sich die Mitarbeiter der Vereinten Nationen auf einen Vorfall im «weitesten Sinne» vorbereiten. Das bedeute auch einen möglichen Angriff auf eine Nuklearanlage oder den Einsatze einer nuklearen Waffe.

  • 12.51 Uhr

    Bundesrat schränkt wegen Iran-Krieg Rüstungsexporte in die USA ein

    Der Bund bewilligt wegen des Kriegs gegen den Iran keine neuen Rüstungsexporte in die USA mehr. Bestehende Bewilligungen und Ausfuhren anderer Güter werden von einer Expertengruppe überprüft. Dies hat der Bundesrat am Freitag entschieden.

    Der Bund schränkt den Waffenexport in die USA ein.
    Der Bund schränkt den Waffenexport in die USA ein.
    KEYSTONE/Christian Beutler

    Für die Dauer des Konfliktes könne die Ausfuhr von Kriegsmaterial in die daran beteiligten Länder nicht bewilligt werden, schrieb die Landesregierung in einer Mitteilung. Sie begründete den Entscheid mit der Neutralität der Schweiz und den Bestimmungen des Kriegsmaterialgesetzes. Praktisch betrifft der Beschluss die USA. Für Israel würden schon seit Jahren keine definitiven Kriegsmaterialausfuhren mehr bewilligt, hiess es. Dasselbe gelte für den Iran.

    Seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar wurden den Angaben zufolge keine neuen Bewilligungen erteilt. Die bestehenden Bewilligungen können gemäss Communiqué weiter genutzt werden. Der Bundesrat ist nach eigener Aussage zum Schluss gekommen, dass sie keine Relevanz für den Krieg gegen den Iran aufwiesen. Eine Expertengruppe mit Vertreterinnen und Vertretern des Volkswirtschafts-, des Aussen- und des Verteidigungsdepartements werde jedoch regelmässig prüfen, wie sich die Exporte entwickelten und ob neutralitätsrechtlicher Handlungsbedarf bestehe.

  • 12.20 Uhr

    USA greifen mit Jets an der Strasse von Hormus an

    Die Lage im Persischen Golf spitzt sich zu: Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» haben Israel und die USA gezielte Angriffe auf Teile der iranischen Gasindustrie sowie auf iranische Boote und Drohnen in der Strasse von Hormus gestartet – offenbar, um eine Blockade der strategisch wichtigen Meerenge zu durchbrechen.

    Die Militäraktionen laufen mit voller Wucht: Iranische Boote sollen durch tieffliegende Jets attackiert worden sein, während Apache-Kampfhelikopter gezielt Drohnen aus der Luft bekämpften. Beobachter sprechen bereits von der «Schlacht um Hormus» – einem möglichen Wendepunkt im Konflikt.

    Das Ausmass der Angriffe ist gewaltig: Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wurden bereits mehr als 120 Schiffe beschädigt oder zerstört. Ziel der Offensive sei es, die Bedrohung durch Seeminen, Schnellboote und Raketen massiv zu reduzieren. Denn: Die Strasse von Hormus zählt zu den wichtigsten Nadelöhren der globalen Ölversorgung. Eine Blockade hätte weltweit spürbare Folgen.

  • 10.29 Uhr

    Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden

    Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini. Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.

    Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe.

  • 07.42 Uhr

    19-jähriger Ringer im Iran öffentlich hingerichtet

    Mitten im eskalierenden Konflikt und ungeachtet internationaler Drohungen verschärft das iranische Regime sein Vorgehen gegen Oppositionelle drastisch: Am Donnerstag wurde der erst 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi laut mehreren Menschenrechtsorganisationen öffentlich hingerichtet.

    Der junge Sportler, einst Teil des iranischen U-19-Kaders im Freistilringen (2024), galt als vielversprechendes Talent – nun ist er tot. Die Justiz der Islamischen Republik machte kurzen Prozess.

    Der erst 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi.
    Der erst 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi.
    Screenshot X

    Vorwurf: Tödlicher Angriff auf Polizisten Gemäss der regimenahen Nachrichtenagentur Mizan war Mohammadi gemeinsam mit zwei weiteren Männern wegen eines angeblichen bewaffneten Angriffs auf zwei Polizisten in der Stadt Ghom am 8. Januar 2026 zum Tode verurteilt worden. Die Beamten seien dabei ums Leben gekommen.

    Doch die Hintergründe sind umstritten: Laut der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» soll sich der Vorfall im Kontext der landesweiten Proteste gegen das Mullah-Regime ereignet haben, die Anfang des Jahres gewaltsam niedergeschlagen wurden. Wie viele Menschen bei den Protesten ihr Leben verloren, ist bis heute unklar. Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen reichen von einigen Tausend bis hin zu mehreren Zehntausend erschossenen Demonstranten.

  • 5.56 Uhr

    Kuwait: Ölraffinerie erneut von iranischen Drohnen getroffen

    Kuwait hat erneut iranische Drohnenangriffe auf seine Ölraffinerie Mina al-Ahmadi gemeldet. Die Angriffe am Freitag lösten den Angaben zufolge Brände in mehreren Anlagenbereichen aus. Feuerwehrkräfte versuchten, diese unter Kontrolle zu bringen. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

    Die Raffinerie war bereits am Donnerstag getroffen worden, wobei ebenfalls Feuer ausgebrochen waren. Der iranische Angriff erfolgte, während Kuwait das Fest Eid al-Fitr beging, das das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan markiert.

    Brand in der Mina al-Ahmadi Erdölraffinerie in Kuwait. (Archivbild)
    Brand in der Mina al-Ahmadi Erdölraffinerie in Kuwait. (Archivbild)
    Bild: imago/XINHUA
  • 5.14 Uhr

    UN-Sicherheitsrat hält Sitzung zu Angriffen auf Energieanlagen ab

    Der UN-Sicherheitsrat hat eine Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen zu Angriffen auf Energieanlagen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg abgehalten. Der UN-Botschafter von Bahrain, Dschamal Alrowaiei, sagte, sein Land habe die Sitzung wegen der anhaltenden «feigen Angriffe des Iran» auf die Golfstaaten, Jordanien und weitere Länder der Region beantragt. Er erklärte im Anschluss, Bahrain und viele der 15 Ratsmitglieder hätten betont, dass der Iran eine Resolution vom 11. März umsetzen müsse, die einen sofortigen Stopp der Angriffe auf die Golfstaaten sowie auf Zivilisten und zivile Infrastruktur – darunter Energieanlagen – fordert.

    Der UN-Botschafter von Bahrain, Dschamal Alrowaiei (r.) bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 11. März 2026 in New York. 
    Der UN-Botschafter von Bahrain, Dschamal Alrowaiei (r.) bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 11. März 2026 in New York. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Seth Wenig

    Die Resolution, die mit 13 zu 0 Stimmen bei Enthaltungen von Russland und China angenommen wurde, fordert den Iran zudem auf, alle Massnahmen und Drohungen einzustellen, die darauf abzielen, die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus zu blockieren. Die Wasserstrasse ist ein wichtiger Transportweg für rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels.

    Auf die Frage nach Berichten, wonach Bahrain eine weitere Resolution zur Sicherung der Schifffahrtsfreiheit, auch durch die Strasse von Hormus, anstrebt, wich Alrowaiei aus.

  • 3.58 Uhr

    Golfstaaten erneut unter iranischem Beschuss

    Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab.

    Flammen und Rauch nach einem iranischen Angriff, bei dem ein Treibstofftank in der Nähe des Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde. (16. März 2026)
    Flammen und Rauch nach einem iranischen Angriff, bei dem ein Treibstofftank in der Nähe des Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde. (16. März 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo

    Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hiess es.

  • 3.55 Uhr

    Willkommenszeremonie für Irans Frauennationalmannschaft in Teheran

    Die Mitglieder der iranischen Frauen-Fussballnationalmannschaft sind nach ihrer Rückkehr in den Iran mit einer Willkommenszeremonie empfangen worden. «Zuerst einmal sind wir sehr froh, wieder im Iran zu sein, denn der Iran ist unsere Heimat», sagte die Mittelfeldspielerin Fatemeh Schaban. Die Menschenmenge schwenkte Fahnen, während einige Spielerinnen Blumensträusse hielten und offenbar Mini-Fussbälle signierten. Iranische Medien hatten berichtet, dass das Team am Mittwoch zurückgekehrt sei. «Ich habe nicht erwartet, dass so viele Menschen uns willkommen heissen, und ich bin glücklich, eine Tochter des Iran zu sein», sagte Schaban.

    Einige Spielerinnen hatten zuvor in Australien Asyl beantragt. Zwei von ihnen – Fatemeh Passandideh und Atefeh Ramesanissadeh – entschieden sich, in Australien zu bleiben, und trainieren nun beim Fussballclub Brisbane Roar. Andere, die nach dem Ausscheiden des Teams beim Asien-Cup Asyl beantragt hatten, änderten später ihre Meinung und kündigten ihre Rückkehr nach Iran an.

    Mitglieder der iranischen Frauen-Fussballnationalmannschaft am Kuala Lumpur International Airport in Malaysia. (11. März 2026) EPA/FAZRY ISMAIL
    Mitglieder der iranischen Frauen-Fussballnationalmannschaft am Kuala Lumpur International Airport in Malaysia. (11. März 2026) EPA/FAZRY ISMAIL
    Bild: Keystone/EPA/Fazry Ismail

    Die iranische Mannschaft war kurz vor Beginn des Krieges am 28. Februar nach Australien zu dem Turnier gereist. Weltweite Aufmerksamkeit erhielt das Team, als einige Spielerinnen während der iranischen Nationalhymne vor dem ersten Spiel still blieben. Dieses Schweigen wurde von manchen Kommentatoren als Akt des Widerstands oder Protests und von anderen als Ausdruck der Trauer gedeutet. Die Spielerinnen äusserten ihre Ansichten nicht öffentlich und sangen die Hymne in den nächsten beiden Spielen wieder.

    Der iranische Vizepräsident Mohammed Resa Aref wies vergangene Woche Bedenken zurück, die Frauen könnten bei einer Rückkehr in Gefahr sein, und sagte, das Land «begrüsst seine Kinder mit offenen Armen und die Regierung garantiert ihre Sicherheit».

  • 3.37 Uhr

    VAE: «Terrornetzwerk» von Hisbollah und Iran zerschlagen

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein «von der libanesischen Hisbollah und dem Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk» zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen. Den Männern wird vorgeworfen, «unter dem Deckmantel eines fiktiven Unternehmens im Land operiert zu haben und versucht zu haben, die nationale Wirtschaft zu infiltrieren sowie externe Pläne umzusetzen, die die finanzielle Stabilität des Landes bedrohen». Ausserdem sollen sie Geldwäsche betrieben haben.

    Die staatliche Nachrichtenagentur WAM veröffentlichte am Freitag Bilder von fünf Gefangenen, ohne die Männer namentlich zu identifizieren. Ob sie Anwälte haben, war zunächst unklar.

  • 3.15 Uhr

    EU-Staaten wollen auf Migrationskrise vorbereitet sein

    Die Europäischen Staats- und Regierungschefs wollen sich angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten nicht von einer möglichen Migrationskrise überraschen lassen. «Wir werden nicht zulassen, dass sich 2015 wiederholt», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Bisher beobachte man wegen der Situation keine Migrationsbewegungen in Richtung Europa, aber die EU müsse vorbereitet sein. Der Iran-Krieg löst bei einigen die Befürchtung aus, es könne zu einer neuen Migrationskrise kommen.

    In den Abschlusserklärungen der Staats- und Regierungschefs heisst es, die EU sei bereit, ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente zu nutzen, um «unkontrollierte Migrationsbewegungen» zu verhindern. «Die Sicherheit und die Kontrolle der Aussengrenzen der Europäischen Union werden weiter gestärkt.»

    Ausgehend von einer Initiative der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, spielte das Thema Migration beim Gipfel in Brüssel eine grössere Rolle als ursprünglich angenommen. Die beiden Regierungschefinnen fordern die EU-Kommission in einem Brief auf, einen Mechanismus zu prüfen, der im Falle grosser Migrationsbewegungen als «Notbremse» fungieren könnte. Als Beispiel für eine mögliche Massnahme nannte Frederiksen im dänischen Fernsehen eine Regel zur Abweisung von Asylsuchenden direkt an der Grenze.

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (l.) und ihre dänische Amtskollegin Mette Frederiksen in Brüssel. (22. Januar 2026)
    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (l.) und ihre dänische Amtskollegin Mette Frederiksen in Brüssel. (22. Januar 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Geert Vanden Wijngaert

    Im Juni sollen die strengeren Migrationsregeln der europäischen Asylreform (Geas) in Kraft treten. Dadurch sollen etwa Schutzsuchende zwischen den Mitgliedsländern solidarischer verteilt und Asylverfahren schneller abgewickelt werden. Zudem hat die EU in den vergangenen Jahren die Kooperation mit mehreren Drittstaaten ausgebaut, um unerwünschte Migration zu verhindern.

  • Freitag, 20. März 2026, 2.53 Uhr

    Zum Start des persischen Neujahrsfestes: Neue Angriffe auf Iran

    Israel hat in der Nacht zum Freitag weitere Luftangriffe gegen den Iran geflogen. Die israelische Armee erklärte am frühen Freitagmorgen, sie habe mit Angriffen auf Teheran begonnen. Unterdessen begannen im Iran die Feierlichkeiten zum persischen Neujahrsfest Nowrus. Die Ankündigung des israelischen Militärs folgte auf einen intensiven Tag iranischer Raketenangriffe auf Israel. Den Angaben zufolge gab es allein am Donnerstag mehr als ein Dutzend Abschüsse.

    Menschen in Teheran am Donnerstag beim Einkauf für das persische Neujahrsfest. 
    Menschen in Teheran am Donnerstag beim Einkauf für das persische Neujahrsfest. 
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh

    Der Iran setzte am Freitag seine Angriffe auf Israel fort, die bereits Millionen Menschen in Schutzräume zwangen. Sirenen ertönten über weite Teile des Nordens, von Haifa über Galiläa bis zur Grenze zum Libanon.

  • 20.51 Uhr

    Netanjahu: Iran kann kein Uran mehr anreichern

    Der Iran kann nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kein Uran mehr anreichern und keine ballistische Raketen herstellen. Netanjahu sagte in einer Fernsehansprache, die iranische Luftabwehr sei nutzlos, die Marine liege auf dem Meeresgrund und die Luftwaffe sei nahezu zerstört.

    Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. (Archivbild)
    Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. (Archivbild)
    Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

    Der israelische Ministerpräsident äusserte die Hoffnung, dass sich das iranische Volk gegen die seit fast einem halben Jahrhundert herrschende Islamische Republik erheben werde. Er räumte jedoch ein, es sei noch zu früh, um dies vorherzusagen. Die iranischen Behörden hatten im Januar Massenproteste gewaltsam niedergeschlagen. Seit Kriegsbeginn gab es keinerlei Anzeichen für einen Aufstand.

  • 19.22 Uhr

    Amerikanische F-35 nach Einsatz über dem Iran notgelandet

    Nach einem Einsatz über dem Iran hat ein US-Kampfflugzeug notlanden müssen. Die Maschine vom Typ F-35 sei sicher gelandet, und der Pilot sei in stabilem Zustand, sagte ein Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos, Tim Hawkins.

    Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35. (Archivbild)
    Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35. (Archivbild)
    Bild: sda

    Der amerikanische Fernsehsender CNN berichtete als erstes über den Vorfall und erklärte, der Jet sei vermutlich von iranischem Feuer getroffen worden. Das iranische Staatsfernsehen zitierte eine Mitteilung der Revolutionsgarde, wonach deren Luftabwehrsystem eine F-35 schwer beschädigt habe. Hawkins wollte sich zu dem Bericht nicht äussern und sagte, der Vorfall werde derzeit untersucht.

  • 17.21 Uhr

    Oman: USA haben Kontrolle über eigene Aussenpolitik verloren

    Der omanische Aussenminister kritisiert das Vorgehen der USA im Iran-Krieg. In einem Meinungsbeitrag im britischen Magazin «The Economist» schrieb Aussenminister Badr al-Bussaidi, für die USA wie auch für den Iran gebe es in diesem Krieg nichts zu gewinnen. Das sei eine «unbequeme Wahrheit», weil sie zeige, dass die USA in bestimmtem Mass «die Kontrolle über die eigene Aussenpolitik verloren haben».

    Der Aussenminister des Oman, Badr al-Bussaidi. (Archivbild)
    Der Aussenminister des Oman, Badr al-Bussaidi. (Archivbild)
    Bild: sda

    Die Militäreinsätze Israels und der Vereinigten Staaten seien «rechtswidrige Angriffe auf einen Frieden, der für kurze Zeit möglich erschien», schrieb al-Bussaidi weiter. Der Minister hatte bis Ende Februar zwischen dem Iran und den USA bei den Atomverhandlungen vermittelt.

  • 15.29 Uhr

    USA könnten Verkauf iranischen Öls gestatten

    Angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent teilweise Lockerungen von Handelsbeschränkungen für iranisches Öl in Aussicht gestellt.

    «In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet», sagte er dem US-Sender «Fox Business». Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter).

    Bessent zufolge entspricht die schwimmende Ölmenge einem Vorrat von 10 bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin aus dem Persischen Golf heraus nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

    Mit der Aufhebung von Sanktionen für bereits im Transport befindliches Öl aus dem Iran versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas infolge des Iran-Kriegs deutlich verteuert.

    Bessent sagte weiter, man werde sehen, ob die Insel Charg, über die 90 Prozent der iranischen Öl-Exporte abgewickelt werden, «irgendwann ein Besitz der Vereinigten Staaten» werden wird. Weiter berichtet der 63-Jährige, man beobachte bereits, dass Truppen des Gegners desertierten.

  • 15.02 Uhr

    Pentagon will 200 Milliarden für den Iran-Krieg

    Das US-Verteidigungsministerium will für den Iran-Krieg zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 200 Milliarden Dollar (etwa 158,4 Milliarden Franken) beantragen. Das Ministerium habe eine entsprechende Bitte an das Weisse Haus geschickt, sagte ein hoher Regierungsvertreter heute der Nachrichtenagentur AP.

    Zuvor hatte die «Washington Post» über den Finanzierungsantrag berichtet. Die ausserordentlich hohe Summe kommt zu den zusätzlichen Mitteln hinzu, die das Verteidigungsministerium bereits im vergangenen Jahr im Rahmen des Steuersenkungsgesetzes erhalten hat.

    Verteidigungsminister Pete Hegseth wollte die Zahl auf einer heutigen Pressekonferenz nicht direkt bestätigen. Er sagte nur, sie könne sich noch ändern. «Wir wenden uns erneut an den Kongress und unsere Leute dort, um sicherzustellen, dass wir angemessen finanziert werden», sagte er. «Es kostet Geld, Bösewichte zu töten.»

    Krieg gegen den Iran: Pete Hegseth sieht USA «klar im Plan»

    Krieg gegen den Iran: Pete Hegseth sieht USA «klar im Plan»

    Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht am 19. März 2026 über den Verlauf des Krieges gegen den Iran.

    19.03.2026

    Der Kongress bereitet sich auf einen neuen Ausgaben-Antrag des Pentagons vor, ob er ihn genehmigen wird, ist unklar. Hegseth sagt vor den Medien weiter, die USA seien mit Blick auf den Iran-Krieg «klar im Plan».

  • 14.34 Uhr

    Hier entgeht ein Reporter nur ganz knapp dem Tod

    Das war knapp: Der britische Journalist Steve Sweeney berichtet für den russischen Sender RT aus dem südlichen Libanon, als die israelische Luftwaffe eine Bombe abwirft, die kurz hinter ihm niedergeht.

    Hier entgeht ein Reporter nur ganz knapp dem Tod

    Hier entgeht ein Reporter nur ganz knapp dem Tod

    Das war knapp: Der britische Journalist Steve Sweeney berichtet für den russischen Sender RT aus dem südlichen Libanon, als die israelische Luftwaffe eine Bombe abwirft, die kurz hinter ihm niedergeht.

    19.03.2026

    Sweeney und sein Kameramann springen dem Tod noch einmal von der Schippe: DasDuo wird bei der Attacke nur leicht verletzt. «F****** hell», stöhnt der Reporter nach der Explosion. «Leute, uns geht es gut. Es hat sich herausgestellt, dass du die Rakete hören kannst, wenn sie auf dich zufliegt», zitiert die russische Nachrichtenagentur «Tass» Kameramann Ali Rida.

    Israel hat eine Brücke ins Visier genommen, die an der Autobahn zwischen Tyros und Naqura liegt.

  • 13.19 Uhr

    Griechen evakuieren 101 Menschen und 45 Haustiere

    Mit einer speziellen Rückholaktion hat Griechenland nicht nur Menschen, sondern auch zahlreiche Haustiere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Sicherheit gebracht.

    Auf Kosten des Athener Aussenministeriums wurden insgesamt 101 griechische Staatsbürger sowie 45 Haustiere von Abu Dhabi nach Athen ausgeflogen, berichtete der griechische Rundfunk (ERTNews). Nach Ausbruch der Angriffe auf den Iran waren Zehntausende Touristen in Nahost gestrandet.

    Greece evacuates pets and owners from Middle East as charities report dogs and cats abandoned due to conflict https://www.europesays.com/2856956/ Cats and dogs have been dumped on the streets and left to fend for themselves as residents attempt…

    [image or embed]

    — EUROPE SAYS (@europesays.bsky.social) 19. März 2026 um 12:30

    Viele Tierhalter hatten zuvor vergeblich versucht, auf regulären Flügen auszureisen, da zahlreiche Fluggesellschaften die Mitnahme von Haustieren ablehnten. Statt ihre Tiere zurückzulassen, entschieden sie sich, mit ihnen auszuharren, bis eine gemeinsame Rückkehr nach Griechenland möglich wurde.

    «Sie sind Teil unserer Familie. Nie würden wir sie zurücklassen», sagte eine Frau nach der Landung zu Reportern. Die meisten Tiere reisten gemeinsam mit ihren Besitzern in der Passagierkabine – obwohl dort üblicherweise nur eine stark begrenzte Zahl von Tieren erlaubt ist, berichteten sichtlich glückliche und erleichterte Passagiere.

  • 12.34 Uhr

    Expertin: «Teheran versucht, ganz massiv die Kosten in die Höhe zu treiben»

    Der israelisch-amerikanische Krieg gegen den Iran wird von der Führung in Teheran nach Einschätzung einer Expertin als Überlebenskampf betrachtet. Das erkläre auch, warum die iranischen Streitkräfte ihre Angriffe auf Golfstaaten eskalieren, sagte die Iran-Expertin Azadeh Zamirirad in einem Podcast der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

    «Was wir sehen, ist, dass Teheran versucht, ganz massiv die Kosten für alle Beteiligten in die Höhe zu treiben – nicht nur für die Kriegsparteien», erklärt Zamirirad. Israel hat inzwischen Dutzende hochrangige Offiziere und Politiker getötet, darunter Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei am ersten Kriegstag Ende Februar.

    Zamirirad sieht das Regime jedoch nicht vor einem Zusammenbruch. «Bislang gibt es keinen Grund anzunehmen, dass dieses System politisch oder militärisch vor dem Kollaps steht», sagt die Politik-Wissenschaftlerin. Zu beobachten sei, dass die Kommandoebenen des Militärs auf die gezielten Tötungen vorbereitet gewesen seien.

    Den entscheidenden Impuls habe der Zwölftagekrieg im vergangenen Jahr gebracht, erklärte Zamirirad. So sei die Macht auf mehr Schultern verteilt worden – politisch etwa durch die Stärkung der Kompetenzen von Provinzgouverneuren sowie im Militärapparat.

    «Wir sehen, dass die Kräfte, die vorher schon einflussreich waren, allen voran die paramilitärischen Revolutionsgarden, noch stärker und mächtiger geworden sind», sagt die Expertin. Ob weitere «Enthauptungsschläge» den von den USA und Israel angestrebten Machtwechsel ermöglichen, sieht Zamirirad mit Skepsis.

    «Dann laufen wir eher auf ein Szenario zu, in dem wir verschiedene Milizen und einflussreiche Teile des Sicherheitsapparates erleben, die möglicherweise miteinander konkurrieren», sagte sie. Auch dies sei keine langfristige Strategie, wenn man versuche, autoritäre Herrschaft in diesem System zu brechen.

  • 12.10 Uhr

    Satellitenbilder zeigen Folgen des Krieges im Nahen Osten

    Die Freigabe von zunächst unter Verschluss gehaltenen Satellitenbildern vermittelt allmählich einen konkreteren Eindruck von den Folgen des Krieges im Nahen Osten.

    Informationen über das Ausmass der Zerstörung seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar sind bislang rar. Das gilt insbesondere für militärische Einrichtungen, die seither unter Beschuss geraten sind. Die Aufnahmen von Planet Labs PBC werden von Medien genutzt, darunter auch die Nachrichtenagentur AP.

    Allerdings verzögert das Unternehmen die Freigabe seiner Bilder, um zu verhindern, dass diese «von feindlichen Akteuren» genutzt werden. Andere Anbieter, etwa die US-Geologiebehörde USGS, haben ebenfalls nützliches Bildmaterial in niedrigerer Auflösung veröffentlicht.

    Die Aufnahmen von Planet Labs und anderen Anbietern zeigen brennende Schiffe vor der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an der strategisch wichtigen Strasse von Hormus, Schäden am Hauptquartier der 5. Flotte der US-Marine in Bahrain, am Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra, am französischen Marinestützpunkt Camp de la Paix in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, sowie lodernde Brände am internationalen Flughafen Dubai und in der Hafenstadt Salalah im Süden des Omans.

  • 11.05 Uhr

    Angriffe auf Energie-Anlagen in den letzten 24 Stunden

  • 10.58 Uhr

    Indien sendet Kriegsschiffe an den Persischen Golf

    Indien entsendet Marineschiffe an den Persischen Golf, um heimische Öltanker durch die Strasse von Hormus zu eskortieren, berichtet «Bloomberg»: Demnach sei mehr als ein halbes Dutzend Schiffe auf dem Weg in die Region, nachdem die Regierung davon ausgehe, dass der Iran weiteren Tankern die Durchfahrt erlaubt. 

    Die INS Chennai und weitere indische Marineschiffe im Hafen von Mumbai.
    Die INS Chennai und weitere indische Marineschiffe im Hafen von Mumbai.
    KEYSTONE

    Zuletzt hätten zwei indische Tanker die Strasse von Hormus passiert, die Flüssiggas geladen hätten. Die Regierung verhandele mit Teheran über die Durchfahrt weiterer Schiffe.

  • 10.05 Uhr

    Golf-Staaten verlieren die Geduld

    Ein Gipfel arabischer Golfstaaten und weiterer Länder ist mit einem Appell an den Iran zu Ende gegangen, die Angriffe auf seine Nachbarländer einzustellen.

    In der heutigen Abschlusserklärung verurteilten die teilnehmenden Staaten «diese vorsätzlichen iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur, darunter Öleinrichtungen, Entsalzungsanlagen, Flughäfen, Wohngebäude und diplomatische Vertretungen». Die Angriffe seien durch nichts zu rechtfertigen.

    An dem Gipfel nahmen Aserbaidschan, Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, Libanon, Pakistan, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate teil.

  • 9.41 Uhr

    SMI fällt auf neues Jahrestief

    An den Finanzmärkten haben sich heute die abwärts gerichteten Turbulenzen nach einer weiteren Eskalation im Nahen Osten verstärkt. Der SMI hat im frühen Geschäft nach dem Verlust von 1,5 Prozent am Vortag mittlerweile ein neues Jahrestief bei 12'615 erreicht. Er notierte im frühen Handel um 0,98 Prozent tiefer bei 12'640,48 Punkten.

    Gegenseitige Attacken auf wichtige Gasfelder trieben die Ölpreise weiter nach oben und geben den Sorgen vor einer grösseren Energiekrise und einer verstärkten Inflation neue Nahrung. Dazu passen auch die Warnungen vom Chef der US-Notenbank, Jerome Powell.

    Das Fed hat zwar die Zinsen stabil gehalten, Powell betonte allerdings, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. Ohne Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation könnte die noch immer erhoffte Zinssenkung laut Powell im laufenden Jahr ausbleiben.

    Mit den Notenbanken geht es am Berichtstag Schlag auf Schlag weiter. So richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Zinsentscheide der hiesigen SNB und nach Mittag der EZB sowie der Bank of England. Auch bei diesen Banken interessieren insbesondere die Aussagen zu den konjunkturellen Auswirkungen des Irankriegs. 

    Aus Zürich liegt das Ergebnis beteits vor: Die SNB verlängert ihre Zinspause und belässt den Leitzins bei 0,00 Prozent. Die Bereitschaft der SNB am Devisenmarkt zu intervenieren, sei erhöht, teilte die SNB im Rahmen der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung mit.

  • 9.36 Uhr

    Gas-Preis seit Beginn des Krieges mehr als verdoppelt

    Der Preis für europäisches Erdgas ist deutlich gestiegen. Die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen Katars sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden.

    An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. In der Spitze stieg der Preis bis auf 71,68 Euro. Das war ein Plus von mehr als 30 Prozent.

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer Bombardierung des wichtigen Gasfelds «South Pars» gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social.

    Für diesen Fall drohte Trump mit einem Angriff «mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat». Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde – solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

    Iran has just attacked the world’s largest liquefied natural gas production complex in Qatar.

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    — WarTranslated (Dmitri) (@wartranslated.bsky.social) 18. März 2026 um 20:58

    Die Sorgen vor Lieferengpässen werden immer stärker. Die erheblichen Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf Lieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind und zuletzt auch auf dem europäischen Markt verstärkt Gas nachfragen.

    Jetzt kommen auch Angriffe auf Gasfelder hinzu. Dies könnte die Versorgung mit Erdgas auch längerfristig beeinträchtigen. Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.

  • 9.19 Uhr

    Iran attackiert Kuwaits Raffinerien

    In Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden.

    Trump: "I heard they were sending missiles to UAE, Qatar, Saudi Arabia, Kuwait is getting hit, Bahrain. There was no expert that would say that is going to happen."

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    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 16. März 2026 um 21:41

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtete, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.

    Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.

    In beiden Fällen seien umgehend alle erforderlichen Massnahmen ergriffen worden, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben.

  • 8.30 Uhr

    Welche Golf-Staaten wie oft attackiert wurden

  • 8.05 Uhr

    AP-Quelle: Trump wusste von Israels Angriff auf Gasfeld

    Die US-Regierung wusste nach AP-Informationen vorab von den Plänen Israels für einen Angriff auf ein grosses Gasfeld im Persischen Golf. Die USA seien über das Vorhaben Israels informiert gewesen, das riesige iranische Erdgasfeld South Pars anzugreifen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle der Nachrichtenagentur AP.

    Sie hätten sich aber nicht daran beteiligt. Ob die US-Regierung mit der israelischen Entscheidung einverstanden war, wollte die Quelle nicht sagen. Sie widerspricht US-Präsident Donald Trump, der in sozialen Medien erklärt hatte, die USA hätten von dem Angriff nichts gewusst.

    Das Gasfeld im Persischen Golf wird von Iran und Katar gemeinsam ausgebeutet. Der Iran hatte nach dem Angriff auf seine Gasanlagen katarische Einrichtungen für Flüssiggas beschossen und nach Angaben des Konzerns QatarEnergy beschädigt.

  • 7.24 Uhr

    Iran vollstreckt Todesurteile

    Der Iran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein.

    Ihr Urteil sei wegen «Mord und operativer Handlungen» seitens der USA und Israel gefallen, hiess es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile im Iran durch Erhängen vollstreckt. Die Proteste waren Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst.

    Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet.

    Mitte Januar verkündete die iranische Justiz, erste Anklagen in die Wege geleitet zu haben. Besonders schwere Fälle von «Randalierern» würden vorrangig und gesondert behandelt. Dazu zähle auch der Vorwurf der «Kriegsführung gegen Gott» – ein Tatbestand, der nach islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

    Tags zuvor hatten Irans Justizchef Vergeltung für bei den Protesten getötete Sicherheitskräfte und Polizisten gefordert. Wer Polizeikräfte angegriffen oder Einrichtungen der Sicherheitskräfte und städtische Infrastruktur attackiert habe, müsse vorrangig vor Gericht gestellt werden, sagte Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi.

    Im Herbst 2022 waren unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» landesweit Menschen auf die Strasse. In Zusammenhang mit den Unruhen liess der Staat mindestens zwölf Personen hinrichten. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen.

    Im vergangenen Jahr wurden lkaut Menschenrechtsnetzwerk HRANA mehr als 2000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

  • 7.09 Uhr

    Iranische Rakete tötet drei Palästinenser im Westjordanland – Israel behindert Retter

    Im von Israel besetzten Westjordanland sind mindestens drei Menschen bei einem iranischen Raketenangriff getötet worden. Mindestens 13 weitere seien bei dem Einschlag in Beit Awa verletzt worden, teilte der Palästinensische Rote Halbmond mit. Zuvor hatte die Organisation vier Todesfälle gemeldet.

    Der Rettungsdienst erklärte, Ersthelfer hätten gestern Abend Menschen mit Splitterverletzungen behandelt. Die Verletzten seien in Spitäler in den nahegelegenen Städten Dura und Hebron gebracht worden. Die Zahl der Opfer kann nach Angaben der Sanitäter noch steigen.

    Rot markiert: Lage von Beit Awa.
    Rot markiert: Lage von Beit Awa.
    Google Earth

    Es handelt sich um die ersten Todesopfer im besetzten Westjordanland während des Iran-Kriegs. In den ersten zweieinhalb Wochen wurden durch Raketentrümmer Häuser und Geschäfte beschädigt. Palästinenser verfügen nicht über Schutzräume und Sirenensysteme, wie sie Israelis im Falle von Angriffen nutzen.

    Der Palästinensische Rote Halbmond teilte mit, dass fünf Krankenwagen zum Einsatzort geschickt worden seien. Sanitäter berichteten, dass sie bei der Anfahrt ernsthafte Verzögerungen erlitten hätten, weil die israelische Armee Tore um palästinensische Städte eingerichtet hätte, die während des Konflikts weitgehend geschlossen blieben.

    «Diese erzwungene Schliessung verursachte erhebliche Verzögerungen und zwang die Krankenwagen, lange, schwierige Ausweichrouten zu nehmen, was die ‹goldene Stunde› – entscheidend für lebensrettende Massnahmen – stark beeinträchtigt», erklärte die Organisation.

    Das israelische Militär bestätigte gegenüber der AP, dass der Einschlag im Westjordanland von einer iranischen Rakete stammte – und nicht von Trümmern einer Abfangaktion. Das Militär teilte mit, es habe sich um Streumunition gehandelt, die nicht vom Luftabwehrsystem abgefangen worden sei und in ein Gebäude eingeschlagen sei.

  • 6 Uhr

    Ölpreis steigt weiter

    Der Ölpreis ist im frühen Handel weiter angestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der für Europa massgeblichen Sorte Brent mit Lieferung im April stieg zeitweise auf 112 US-Dollar. Vor dem Krieg kostete ein Barrel noch um die 70 Dollar – also ein Anstieg um rund 60 Prozent. Auch der Gaspreis stieg zuletzt deutlich an.

  • 4.30 Uhr

    Schweizer Firmen ergreifen Sicherheitsmassnahmen

    Schweizer Unternehmen in der Nahost-Region haben laut «Le Temps» wegen des Krieges Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Einige Firmen hätten trotz der angespannten Lage keinen Rückzug beschlossen, jedoch ihre Aktivitäten angepasst. Das Zürcher Unternehmen Dormakaba lasse verlauten, das Personal solle vor Ort bleiben und von zu Hause aus arbeiten. Das Unternehmen betreibe unter anderem einen Montage-Standort sowie Büros in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die auf Risikobewertung spezialisierte Organisation International SOS habe 95 Evakuationen für Schweizer Kunden durchgeführt. Viele seien aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gekommen und auf dem Landweg nach Oman gebracht worden.

  • 4.09 Uhr

    Abu Dhabi schliesst Öl- und Gasanlage nach Angriff wegen Trümmerteilen

    Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu «Vorfällen» geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.

    Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.

    In der Mitteilung des Kommunikationsbüros von Abu Dhabi auf der Plattform X wurde nicht genannt, wer für den Angriff verantwortlich war. Der Iran greift seit Beginn des amerikanisch-israelischen Kriegs vor gut zweieinhalb Wochen auch immer wieder Ziele in den Emiraten an.

  • 3.45 Uhr

    Trump droht mit Zerstörung des iranischen Gasfelds South Pars

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds «South Pars» gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff «mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat». Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde – solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

    Israel habe das «South Pars»-Gasfeld am Mittwoch «aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten» angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er. Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran «ungerechtfertigt und unfair» Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.

    «ES WERDEN KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äusserst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen», schrieb der US-Präsident weiter, teils in Grossbuchstaben. Es sei denn, «der Iran beschliesst unklugerweise, einen völlig Unschuldigen anzugreifen, in diesem Fall Katar». Dann werde es – mit oder ohne Hilfe Israels – einen massiven Angriff geben. Er betonte, er wolle ein solches Ausmass der «Gewalt und Zerstörung» wegen der langfristigen Konsequenzen für den Iran eigentlich nicht anordnen.

    Irans wichtigstes Gasfeld «South Pars» nahe der iranischen Stadt Asaluyeh. (Archivbild)
    Irans wichtigstes Gasfeld «South Pars» nahe der iranischen Stadt Asaluyeh. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Vahid Salemi

    Das weltgrösste Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar getrennt ausbeuten, liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Nach Israels Angriff im Iran wurden Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt.

  • 3.28 Uhr

    Katar: Grosse Schäden an Flüssiggasanlage nach Irans Angriff

    Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden. Am frühen Morgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu «bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden» führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Einsatzkräfte seien vor Ort, um den Schaden zu begrenzen. Das Innenministerium erklärte wenig später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten. Eine Sprengstoffeinheit der Sicherheitskräfte sei vor Ort, um sich um mögliches Gefahrengut zu kümmern.

    Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein.

    Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und grossen Schäden.

    Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Staaten am Persischen Golf wie Katar, die US-Stützpunkte und -Einrichtungen beherbergen, werden infolge des Iran-Kriegs immer wieder Ziel iranischer Angriffe. Die USA und Israel haben im Iran bereits Tausende Ziele angegriffen, vor allem aus der Luft.

  • 2.50 Uhr

    Saudischer Aussenminister: Irans Angriffe müssen aufhören

    Saudi-Arabien hat den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten aufgefordert. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Aussenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Aussenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad. Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. «Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen», wurde der saudische Minister zitiert.

    Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an. Irans Begründung, die Angriffe stünden im Zusammenhang mit der Präsenz von US-Militärstützpunkten, sei «nicht überzeugend», wurde Faisal bin Farhan zitiert. «Die Angriffe des Irans auf Nachbarländer waren vorsätzlich, und was wir derzeit beobachten, bestätigt dies.» Man werde «alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen – politische, wirtschaftliche, diplomatische –, um diese Angriffe zu stoppen», sagte er.

    Saudi-Arabien hatte zu dem Aussenministertreffen geladen, um sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, wie es im Vorfeld hiess. Nach dem Treffen wurde Saudi-Arabien laut Verteidigungsministerium erneut von Drohnen angegriffen. Es seien drei Drohnen im Osten abgefangen und zerstört worden, hiess es in der Nacht auf X.

    Zuvor waren in der Hauptstadt Riad vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes berichtete. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet gefallen. Versuche, zivile Ziele anzugreifen, seien ein klarer Verstoss gegen das Völkerrecht, hiess es.

  • 1.49 Uhr

    US-Flugzeugträger muss nach Brand zur Reparatur ins Mittelmeer

    Nach einem Brand auf dem neuesten und größten US-Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» muss das Schiff aus seinem Einsatz im Iran-Krieg zur Reparatur ins Mittelmeer zurückkehren. Das teilte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur AP mit. Die «USS Ford» werde entweder einen Marinestützpunkt auf Kreta oder einen anderen Hafen in Europa anlaufen, sagte die Gewährsperson.

    Der Flugzeugträger ist derzeit im Roten Meer im Einsatz. Sein Abzug bedeutet, dass das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) nur noch einen Flugzeugträger zur Unterstützung von Militäroperationen gegen den Iran zur Verfügung haben wird.

  • 1.46 Uhr

    Neuer Angriff auf Schiff im Golf von Oman

    Südlich der Strasse von Hormus ist ein Schiff im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.

    Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nahe dem südlichen Eingang zur Meerenge von Hormus. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.

    Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus, die vom Persischen Golf in den Golf von Oman führt, ist daher praktisch zum Erliegen gekommen.

  • 1.25 Uhr

    Katar weist Irans Militärattaché aus

    Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilte das Aussenministerium mit. Es verwies auf wiederholte «Aggressionen» des Irans gegen Katar.

    Im Zuge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran attackieren die iranischen Streitkräfte immer wieder Katar und andere mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf mit Raketen und Drohnen. Die Regierung in Doha bezeichnet Irans Angriffe als Verstoss gegen das Völkerrecht.

    Das Aussenministerium in Doha warnte in seiner auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung, dass andauernde Feindseligkeiten seitens des Irans mit «weiteren Massnahmen zum Schutz der Souveränität, der Sicherheit und der nationalen Interessen des Landes» beantwortet würden. Zuvor hatte der Iran Gasanlagen in Katar angegriffen.

  • Donnerstag, 19. März 2026, 0.47 Uhr

    Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf Energieanlagen in Nahost

    Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Katar zum Iran-Krieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. «Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden», erklärte er weiter.

    Er habe mit Trump und Emir Tamim bin Hamad Al Thani infolge der Angriffe am Mittwoch auf Anlagen der Gasproduktion im Iran und in Katar gesprochen. Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt auch eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas. Katars Produktion und die Verschiffung über die Strasse von Hormus sind wegen des seit zweieinhalb Wochen andauernden Iran-Kriegs derzeit weitestgehend unterbrochen.

    Zuletzt gab es auch Befürchtungen, dass die Kriegsparteien zunehmend für die Bevölkerung im Iran und in den Staaten des Persischen Golfs lebenswichtige Infrastruktur der Wasserversorgung ins Visier nehmen könnten, darunter Entsalzungsanlagen. In Bahrain war bei einem iranischen Angriff vor mehreren Tagen eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen worden. Zudem gab es Berichte über einen Angriff auf eine Entsalzungsanlage im Iran.

  • 22.38 Uhr

    Katar droht nach Gegenangriff auf Gasanlage mit Reaktion

    Katar hat einen erneuten iranischen Angriff auf die weltweit grösste Anlage für den Export von Flüssigerdgas (LNG) scharf verurteilt. Der Golfstaat behalte sich das Recht vor, zu reagieren, teilte das katarische Aussenministerium auf der Plattform X mit. Der Angriff auf die Anlage Ras Laffan sei eine gefährliche Eskalation und eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit Katars und der regionalen Stabilität.

    Das katarische Verteidigungsministerium teilte mit, nach dem Einschlag einer iranischen Rakete sei ein Feuer ausgebrochen, das schliesslich unter Kontrolle gebracht worden sei. Der Brand habe aber umfangreiche Schäden angerichtet, teilte der Energiekonzern QatarEnergy mit.

    Ras Laffan wurde nach Kriegsbeginn schon vom Iran angegriffen. Der Betrieb dort wurde daraufhin eingestellt. Katar verflüssigt und verschifft dort das Erdgas, das es in jenem Gasfeld im Persischen Golf fördert, das es sich mit dem Iran teilt. Israel hatte zuvor den iranischen Teil South Pars angegriffen. Der katarische heisst North Field.

    Nach Angaben des katarischen Verteidigungsministeriums feuerte der Iran am Mittwoch fünf Raketen auf Katar. Alle bis auf jene, die in Ras Laffan einschlug, seien abgefangen worden.

  • 23.36 Uhr

    Mann bei iranischem Angriff in Israel getötet

    Bei einem iranischen Raketenangriff ist in Israel ein Mann ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handle es sich um einen ausländischen Arbeiter, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Er sei durch Splitter lebensgefährlich verletzt und schliesslich für tot erklärt worden. Aus welchem Land der Mann stammt, war zunächst unklar. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge in Zentralisrael.

    Dort hatte es zuvor eine Handy-Warnung vor iranischem Raketenbeschuss und kurz darauf Raketenalarm gegeben. Betroffen war auch die Küstenmetropole Tel Aviv.

    Israels Armee sowie Polizei meldeten mehrere Einschläge im Zentrum des Landes. Laut israelischen Medien trafen Raketenteile auch ein mehrstöckiges Wohnhaus in Tel Aviv. Medien verbreiteten Aufnahmen, die Schäden am obersten Stockwerk des Gebäudes zeigen. Eine Person wurde den Berichten zufolge wegen einer Rauchvergiftung behandelt.

    Israelischen Medien zufolge soll der Iran bei dem Angriff erneut die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt haben.

  • 22.13 Uhr

    Vier Menschen in Riad durch herabstürzende Trümmer verletzt

    In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind offiziellen Angaben zufolge vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet in Riad gefallen. Dabei sei zudem geringer Sachschaden entstanden. Der Sprecher sagte weiter, Versuche, zivile Ziele anzugreifen, stellten einen klaren Verstoss gegen das Völkerrecht dar.

    In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind vier Menschen durch herabstürzende Trümmer verletzt worden.
    In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind vier Menschen durch herabstürzende Trümmer verletzt worden.
    IMAGO/YAY Images

    Zuletzt hatte Saudi-Arabien vor allem Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen, angegriffen wurde aber auch die US-Botschaft in Riad, die zentral in dem Land liegt, und eine US-Militärbasis. Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs vor knapp drei Wochen immer wieder mit Raketen und Drohnen an.

  • 21.46 Uhr

    Irak meldet Angriff auf Luftwaffenstützpunkt in Kirkuk

    Der Irak meldet einen Angriff auf einen eigenen Luftwaffenstützpunkt in der Stadt Kirkuk. Ein Geschoss habe einen Brand ausgelöst, teilte das irakische Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Das Feuer sei unter Kontrolle, es gebe keine Verletzten.

    Bei dem Luftwaffenstützpunkt im Nordirak handele es sich um eine rein irakische Einrichtung, in der sich keine ausländische Ausstattung oder Personal befinde, hiess es weiter. Das Ministerium bezeichnete den Angriff als inakzeptabel und stelle einen direkten Angriff auf die Fähigkeiten der irakischen Luftstreitkräfte dar. Nicht mitgeteilt wurde, wer verdächtigt werde, dafür verantwortlich zu sein.

    Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen grossen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen. In den vergangenen Tagen gab es unter anderem Angriffe auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad. Zudem geriet die US-Botschaft dort bereits zwei Mal innerhalb weniger Tage unter Beschuss.

  • 21.31 Uhr

    Rutte: Nato-Staaten beraten «gemeinsam» über Vorgehen in Strasse von Hormus

    Die Nato berät nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte derzeit über den besten Weg zur Öffnung der Strasse von Hormus, die vom Iran derzeit de facto für den Schiffsverkehr geschlossen gehalten wird. «Ich stehe in Kontakt mit vielen Verbündeten. Wir sind uns natürlich alle einig, dass die Strasse wieder geöffnet werden muss», sagte Rutte beim Besuch einer Nato-Übung in Norwegen.

    Die Nato-Mitglieder «arbeiten gemeinsam daran, einen Weg nach vorn zu finden», betonte Rutte. Seine Äusserungen erfolgten einen Tag nach der heftigen Kritik von US-Präsident Donald Trump an Nato-Partnern wegen der Strasse von Hormus. Der US-Präsident hatte die Verbündeten aufgefordert, Kriegsschiffe zu der wichtigen Schifffahrtsstrasse zu schicken, was diese ablehnten.

    Nato-Chef Mark Rutte war zu Besuch bei einer Nato-Übung in Norwegen.
    Nato-Chef Mark Rutte war zu Besuch bei einer Nato-Übung in Norwegen.
    EPA/Torbjorn Kjosvold / Forsvaret/Keystone
  • 21.16 Uhr

    Ägypten verkürzt Öffnungszeiten wegen gestiegener Ölpreise

    Angesichts der gestiegenen Ölpreise sollen Unternehmen in Ägypten künftig eine Stunde früher schliessen. Die Anordnung gelte ab dem 28. März und solle Energie einsparen, sagte der ägyptische Ministerpräsident Mustafa Madbuli. Auch für die Regierung wurden Einschränkungen verhängt: Im Kabinettsgebäude wird ab der kommenden Woche um 18 Uhr der Strom abgeschaltet.

    Die steigenden Ölpreise treffen in Ägypten auch die Staatskasse, weil Energie teilweise subventioniert wird. Das Land ist zwar nicht direkt in den Iran-Krieg verwickelt, aber Nettoenergieexporteur und wappnet sich angesichts der höheren Ölpreise für neue Inflationswellen.

  • 20.45 Uhr

    Strasse von Hormus laut Verteidigungsexperte noch lange nicht sicher

    Ein glaubwürdiger Plan für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus liegt nach Angaben des britischen Vereidigungspolitikers Al Carns noch in ferner Zukunft. Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium sagte, die Schifffahrt in der Meerenge werde durch Minen, Schnellboote, ballistische Raketen, Drohnen und asymmetrische Bedrohungen gefährdet. Dies stelle eine erhebliche militärische Herausforderung dar, die eine multinationale Lösung erfordere. «Davon sind wir derzeit noch weit entfernt.»

    Der Iran hat die wichtige Ölhandelsroute seit Beginn der Angriffe der USA und Israels im vergangenen Monat praktisch gesperrt. US-Präsident Donald Trump hat andere Länder aufgefordert, Schiffe zur Öffnung der Meerenge zu entsenden, gleichzeitig aber erklärt, die USA seien nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen.

    Die britische Regierung hat erklärt, sie spreche mit Partnern weltweit über Optionen und habe ein Team von Militärplanern zum zuständigen US-Regionalkommando entsandt, das die Militäreinsätze im Nahen Osten überwacht. Aus Kreisen der Gespräche verlautete, die Beratungen befänden sich noch in einem frühen Stadium und konzentrierten sich auf die Aufrechterhaltung der Sicherheit, nachdem die Kämpfe abgeklungen seien.

    Die Strasse von Hormus ist für die globale Energieversorgung extrem wichtig.
    Die Strasse von Hormus ist für die globale Energieversorgung extrem wichtig.
    -/The Visible Earth/NASA/dpa
  • 20.28 Uhr

    Israel greift Tankstellen und Brücken im Südlibanon an

    Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mit der Hisbollah-Miliz verbundene Tankstellen angegriffen. Die Tankstellen werden von Al-Amana betrieben, einer mit der Hisbollah verbundenen Organisation. Sie befinden sich vorwiegend in Gebieten mit grosser Unterstützung für die Hisbollah, dazu gehören die südlichen Vororte Beiruts, der Südlibanon und die Bekaa-Ebene im Osten des Landes.

    Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate geschaffen. Die Tankstellen sind Teil des parallelen Wirtschaftssystems. In Zeiten von Treibstoffmangel im Zuge der Wirtschaftskrise konnte die Hisbollah über Al-Amana beispielsweise ihre Anhänger bevorzugt versorgen und so ihre Basis stärken, während staatliche Tankstellen leer blieben.

    Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an.
    Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an.
    Stringer/dpa (Archivbild)

    Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, dass auch mehrere Brücken im Südlibanon angegriffen worden seien. Israel wirft der Hisbollah vor, darüber Waffen zu schmuggeln. Sie gehören aber vor allem zur zivilen Infrastruktur und zum Verkehrsnetz des Landes. Im Libanon besteht die Sorge vor weiteren Angriffen auf zivile Infrastruktur, wie etwa den internationalen Flughafen. Dieser wurde bereits im Libanon-Krieg 2006 von Israel angegriffen.

    Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Raketenangriffe auf israelische Stellungen für sich. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete, dass bei seit der jüngsten Eskalation im Libanon 968 Menschen getötet wurden.

  • 20.09 Uhr

    Iranische Vergeltungsangriffe auf Gasanlagen in Katar und Saudi-Arabien

    Nach dem US-israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im grössten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden – offenbar handelte es sich um Vergeltungsschläge Teherans. In Katar teilte das Innenministerium mit, dass an der Nordküste am wichtigsten Gaskomplex des Landes ein Feuer ausgebrochen sei. «Der Zivilschutz bekämpft einen Brand im Gebiet von Ras Laffan, der auf einen iranischen Angriff zurückzuführen ist.»

    In Saudi-Arabien wurde derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte. «Eine Drohne, die sich einer Gasanlage in der östlichen Provinz näherte, wurde abgefangen und zerstört», erklärte das Verteidigungsministerium in Riad. Es sei kein Schaden entstanden.

    Zuvor hatte Teheran Vergeltung für den US-israelischen Angriff auf sein wichtigstes Gasfeld angekündigt. Das iranische Militär drohte, «die Quelle der Aggression» hart zu treffen. Es erwäge, «die Kraftstoff-, Energie- und Gasinfrastruktur» der Länder ins Visier zu nehmen, von denen aus die Angriffe gestartet worden seien. Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte eine Liste «legitimer Ziele», unter denen Öl- und Gasanlagen in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind.

    Eine Produktionsanlage für Flüssiggas im katarischen Ras Laffan.
    Eine Produktionsanlage für Flüssiggas im katarischen Ras Laffan.
    AP Photos/Maneesh Bakshi/Keystone
  • 19.40 Uhr

    Iran beschiesst nun auch Riad

    Iran nimmt seit Beginn des Krieges immer wieder auch Ziele in Saudi-Arabien ins Visier. Dabei handelt es sich jedoch meist um US-Militärstützpunkte. Nun wurde erstmals die saudi-arabische Hauptstadt Riad beschossen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Verteidigungeministerium berichtet. Demnach  waren mehrere laute Knallgeräusche zu hören, und einige Einwohner der Stadt erhielten zum ersten Mal eine Warnmeldung auf ihrem Handy.

    Vier ballistische Raketen seien abgefangen und zerstört worden, die auf Riad abgefeuert worden waren. «Über verschiedene Stadtteile der Hauptstadt fielen Trümmerteile, doch ersten Einschätzungen zufolge gab es weder Verletzte noch Sachschäden», teilte das Ministerium mit.

  • 18.37 Uhr

    Iran dämmt Brände an Gasanlagen ein – Katar: «Angriff unverantwortlich»

    Nach Luftangriffen auf Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf ist die Lage nach iranischen Angaben unter Kontrolle. Laut Nachrichtenagentur Fars erklärte der Gouverneur der Provinz Asalujeh, dadurch ausgelöste Brände seien eingedämmt worden.

    Das Feuer, das noch brenne, stehe mit verbliebenen Gasen in den Leitungen in Zusammenhang, hiess es weiter. Sobald diese geleert seien, würden die Flammen von selbst erlöschen. Für die Bevölkerung umliegender Städte bestehe keine Gefahr.

    Indessen hat Katar Israel für einen Angriff auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am grössten Gasfeld der Welt verantwortlich gemacht und diesen scharf verurteilt. Es handle sich um einen «gefährlichen und unverantwortlichen Schritt inmitten der aktuellen militärischen Eskalation in der Region», erklärte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari auf X.

    Der Iran hat nach dem Angriff gedroht, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar zu attackieren. Die Staaten, die US-Stützpunkte und -Einrichtungen beherbergen, sind schon jetzt Ziel iranischer Angriffe im Krieg mit Israel und den USA.

    Die katarischen Streitkräfte starten Abfangraketen in den Himmel über Doha, um ankommende iranische Raketen abzufangen.
    Die katarischen Streitkräfte starten Abfangraketen in den Himmel über Doha, um ankommende iranische Raketen abzufangen.
    Stringer/dpa
  • 18 Uhr

    US-Geheimdienste unter Druck: Trumps Iran-Argumente nicht haltbar

    Die US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat bei einer Anhörung im Kongress die Frage zurückgewiesen, ob sie Präsident Donald Trump ausreichend vor den Folgen des Iran-Kriegs gewarnt habe. «Ich werde keine internen Konversationen offenlegen», sagte Gabbard vor dem Geheimdienstausschuss des Senats.

    Trump erhalte aber nach wie vor die besten und objektivsten Erkenntnisse der Geheimdienste, damit er seine Entscheidungen treffen könne. Zuvor hatte bereits der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, aussagen müssen. Er wich dabei der Frage aus, wann der Iran zu einem Raketenangriff auf Europa oder die USA in der Lage gewesen wäre.

    Präsident Donald Trump und ranghohe Kabinettsmitglieder hatten immer wieder auf eine «unmittelbare Bedrohung» verwiesen, die vom Iran ausgegangen sei. Kurz nach Beginn des Krieges gegen den Iran hatten Vertreter der Regierung von Präsident Donald Trump in vertraulichen Briefings für Kongressabgeordnete eingeräumt, dass es davor keine geheimdienstlichen Anhaltspunkte für einen iranischen Präventivschlag gegen die USA gegeben habe.

    «Ich werde keine internen Konversationen offenlegen»: Tulsi Gabbard vor dem Geheimdienstausschuss des Senats.
    «Ich werde keine internen Konversationen offenlegen»: Tulsi Gabbard vor dem Geheimdienstausschuss des Senats.
    AP Photo/Rod Lamkey, Jr./Keystone
  • 15.40 Uhr

    Irans Präsident bestätigt Tötung von Geheimdienstminister

    Das israelische Militär hat einen weiteren hochrangigen Vertreter des iranischen Sicherheitsapparats getötet, Geheimdienstminister Ismail Chatib. In einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens wurde am Mittwoch bestätigt, dass Chatib ums Leben gekommen ist. Präsident Massud Peseschkian sprach von einem «unlauteren Attentat».

  • 15.10 Uhr

    Deutscher Minister warnt: «Iran-Krieg kann Welt in allergrösste Krise stürzen»

    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs mit weltweiten Folgen gewarnt. Der Krieg habe «ein wirkliches Eskalationspotenzial, was nicht nur diese Region, sondern die Welt insgesamt in eine allergrösste Krise stürzen kann», sagte er bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot in Berlin.

    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul warnt vor einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg.
    Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul warnt vor einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg.
    Bild: Michael Kappeler/dpa

    Allein die aus der Region sichergestellte Düngerversorgung «ist so essenziell, dass bei einem längeren Ausbleiben eine Nahrungsmittelkrise in grossen Teilen Afrikas» drohen würde. Dies müsse «wegen der Menschen, die leiden würden, und natürlich auch wegen der Flüchtlingsströme, die sich daraus ergeben können» Sorge auslösen, warnte Wadephul.

  • 14.25 Uhr

    Israel beschiesst Gasfeld, Iran ruft in Golfstaaten zur Evakuierung auf

    Nach einem israelischen Angriff auf Irans Gasindustrie haben die Revolutionsgarden mit Vergeltung gedroht und die Bewohner von einigen Gebieten in den Golfstaaten zur Evakuierung aufgerufen.

    Als mögliche Ziele für einen Vergeltungsangriff nannte der staatliche iranische Rundfunk Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar. «Diese Einrichtungen sind zu direkten und legitimen Zielen geworden und werden in den kommenden Stunden angegriffen werden», hiess es in einer Mitteilung der mächtigen Revolutionsgarden.

    Zuvor hatten iranische Staatsmedien einen Angriff auf Anlagen im Zusammenhang mit dem sogenannten South-Pars-Gasfeld gemeldet. Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichteten von Beschuss der Anlagen in Assaluje in der südiranischen Provinz Buschehr. Das riesige Gasfeld im Persischen Golf wird neben dem Iran auch von Katar genutzt.

    In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Erklärung hiess es dazu: «Die Angriffe auf zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Irans sind kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord», Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines «umfassenden Wirtschaftskriegs».

  • 10.20 Uhr

    Israel meldet Tötung von nächstem Mullah-Minister

    Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden. Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen.

    Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung. Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie «Bedrohungen nach aussen» verantwortlich gewesen.

    Ein hochrangiger israelischer Beamter sagte zuvor dem US-Sender «Fox News», Chatibs Tötung sei das Ergebnis einer gemeinsamen Operation der USA und Israels gewesen. «Dieser Mann hatte amerikanisches Blut an den Händen. Sein Netzwerk hatte es gezielt auf amtierende und ehemalige US-Beamte abgesehen, darunter Präsident Donald Trump», wird der Beamte zitiert.

    Ist offenbar getötet worden: Irans Geheimdienstminister Ismail Khatib.
    Ist offenbar getötet worden: Irans Geheimdienstminister Ismail Khatib.

    Chatib ist Anfang der Sechzigerjahre in der südwestlichen Provinz Chusestan geboren worden. Seit fünf Jahren war der schiitische Geistliche Minister für die Nachrichtendienste der Islamischen Republik. Zuvor ist er in verschiedenen Funktionen im iranischen Sicherheitsapparat tätig gewesen.

    Bereits in den Tagen zuvor führten Israel und die USA gezielte Luftangriffe gegen hochrangige Führungskräfte des Irans durch. Dabei kam etwa der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, ums Leben.

  • 7.54 Uhr

    Koalition der Unwilligen: Trump wütet gegen Deutschland und andere Nato-Länder

    US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag mit scharfen Worten die Nato-Partner kritisiert, nachdem diese seiner Forderung widersprochen hatten, sich am Schutz von Öltankern in der Strasse von Hormus zu beteiligen. «Die Nato macht einen sehr dummen Fehler», schimpfte Trump, der sich über die gemeinsame Absage aus Europa empörte.

    Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, Deutschland wolle sich nicht an einem Iran-Krieg beteiligen, ebenso lehnten andere EU-Staaten militärische Einsätze ab. Beobachter sehen in der US-Forderung eine Ablenkung davon, dass Trumps angekündigter Geleitschutz durch die US-Marine bislang scheitert.

    Trump wirft der NATO «törichten Fehler» in der Strasse von Hormus vor

    Trump wirft der NATO «törichten Fehler» in der Strasse von Hormus vor

    «Das war ein wichtiger Test, denn wir brauchen sie zwar nicht, aber sie hätten da sein sollen», sagt US-Präsident Donald Trump über die NATO, nachdem sein Wunsch, rasch Kriegsschiffe zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu entsenden, abgelehnt wu

    18.03.2026

    Analysten werfen dem Präsidenten vor, er fordere Unterstützung, ohne die Verbündeten vorher konsultiert zu haben. Anders als George W. Bush im Irakkrieg habe Trump keine Allianz gebildet und mit seiner konfrontativen Politik das Vertrauen verspielt.

    Trump reagierte trotzig: Die USA bräuchten keine Hilfe, schrieb er auf Truth Social.

  • 4.57 Uhr

    Saudi-Arabien lädt Aussenminister zu Beratungen ein

    Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat Saudi-Arabien Aussenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Aussenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.

    Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an.

  • 4.45 Uhr

    Iranische Armee schwört Rache für Tötung Laridschanis

    Der iranische Armeechef Amir Hatami hat am Mittwoch mit Vergeltungsmassnahmen gedroht, nachdem der iranische Generalsekretär des Rates für nationale Sicherheit, Ali Laridschani, bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde.

    Der iranische Armeechef Amir Hatami in Teheran. (Archivbild)
    Der iranische Armeechef Amir Hatami in Teheran. (Archivbild)
    Bild: Masoud Nazari Mehrabi/Iranian Army via AP

    Die Revolutionsgarden erklärten am Mittwoch in einer Stellungnahme, sie hätten Raketen auf Zentralisrael abgefeuert, «als Rache für das Blut des Märtyrers Dr. Ali Laridschani und seiner Gefährten».

  • 3.52 Uhr

    Iranische Rakete nahe Militärflugplatz in den Emiraten eingeschlagen

    Eine iranische Rakete ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen. Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Bei dem Angriff seien keine australischen Soldaten verletzt worden, sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten. Die Rakete habe eine Zufahrtsstrasse getroffen, zitierten ihn australische Medien weiter.

    Durch einen von der Rakete verursachten Brand habe es auf dem Stützpunkt lediglich geringfügigem Schaden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung gegeben, sagte Albanese demnach weiter.

    In Saudi-Arabien fing das Militär nahe dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan eine ballistische Rakete ab. Teile des Geschosses seien in der Umgebung des auch von den US-Streitkräften genutzten Stützpunktes niedergegangen, ohne Schäden zu verursachen. Auch die kuwaitische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben mehrere Raketen und Drohnen ab.

  • 3.19 Uhr

    Kreise: US-Botschaft in Bagdad erneut bei Angriff getroffen

    Der US-Botschaftskomplex in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist in der Nacht auf Mittwoch offenbar erneut ins Visier genommen worden. Das teilten zwei irakische Sicherheitsbeamte mit. Die Beamten erklärten, das C-RAM-Verteidigungssystem habe den Angriff, der das Botschaftsgelände traf, nicht abfangen können. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.

    US-Einrichtungen im Irak sind seit den US-israelischen Angriffen auf den Iran häufig Ziel von Angriffen durch den Iran oder vom Iran unterstützte irakische Milizen geworden.

    Bereits am frühen Dienstagmorgen wurde die US-Botschaft in Bagdad von vier Drohnen ins Visier genommen, wobei die Luftabwehr der Einrichtung die Geschosse abwehrte, wie zwei Sicherheitsbeamte mitteilten. Dennoch hätten Splitter die Botschaft getroffen.

    Ein Gebäude innerhalb des US-Botschaftskomplexes in Bagdad scheint in Flammen zu stehen. (17. März 2026)
    Ein Gebäude innerhalb des US-Botschaftskomplexes in Bagdad scheint in Flammen zu stehen. (17. März 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Ali Jabar
  • 3.12 Uhr

    Sechs Menschen bei Angriffen in Beirut getötet

    Israelische Angriffe auf das Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut haben mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. 24 weitere wurden bei Angriffen auf Wohnhäuser in den Vierteln Basta und Sokak al-Blat verletzt, wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte. «Menschliche Überreste wurden am Ort des Geschehens geborgen, und die Identitäten der Opfer werden festgestellt, sobald DNA-Tests abgeschlossen sind», fügte das Ministerium hinzu.

    Rettungskräfte in einem bei einem israelischen Angriff beschädigten Wohngebäude im Zentrum von Beirut. (18. März 2026)
    Rettungskräfte in einem bei einem israelischen Angriff beschädigten Wohngebäude im Zentrum von Beirut. (18. März 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Wael Hamzeh

    Die Angriffe in der Nacht zum Mittwoch seien ohne Vorwarnung erfolgt und hätten Gebiete weit entfernt von den südlichen Vororten Beiruts getroffen, für die die israelische Armee Evakuierungshinweise ausgegeben hatte.

    Nach einem israelischen Luftangriff am Mittwochmorgen fällt ein Gebäude im Zentrum von Beirut in sich zusammen.
    Nach einem israelischen Luftangriff am Mittwochmorgen fällt ein Gebäude im Zentrum von Beirut in sich zusammen.
    Bild: Keystone/AP Photo/Hussein Malla

    Zuvor hatte das Gesundheitsministerium bereits drei Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Landes gemeldet.

  • 2.47 Uhr

    Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen

    Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.

    Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.

  • 1.57 Uhr

    Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel

    Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Opfern um ein Paar im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Auf Videos waren an der Einschlagstelle schwere Schäden an einem Wohnhaus zu sehen.

    Der Einschlagsort einer iranischen Rakete in Ramat Gan am Mittwochmorgen.
    Der Einschlagsort einer iranischen Rakete in Ramat Gan am Mittwochmorgen.
    Bild: Keystone/AP Photo/Ohad Zwigenberg

    In Bnei Berak östlich von Tel Aviv wurde dem Rettungsdienst zufolge ein junger Mann mit leichten Splitter-Verletzungen an der Hand in ein Spital gebracht. Schäden aufgrund des Raketenangriffs wurden zudem am Bahnhof Savidor in Tel Aviv gemeldet. Der Zugverkehr an dem Bahnhof wurde vorübergehend eingestellt.

    Medienberichten zufolge rückte die Feuerwehr im Zentrum Israels wegen mehrerer Brände aus, die mit dem Raketenangriff zusammenhingen.

    Vor dem Raketenangriff war in Israel Luftalarm aufgelöst worden. Die meisten Geschosse wurden von der israelischen Luftabwehr abgefangen. Allerdings teilte das Militär mit, es seien an mehreren Stellen im Zentrum des Landes Einschläge gemeldet worden. Es forderte die Bevölkerung auf, sich von diesen Orten fernzuhalten.

    In der Nacht meldeten auch die Behörden in Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten – darunter in Dubai –, dass die Flugabwehr im Einsatz war, um Angriffe abzuwehren.

  • 1.09 Uhr

    USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Strasse von Hormus ein

    Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen. «Mehrere» der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien «erfolgreich eingesetzt» worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.

    Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten «eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge» dargestellt.

    Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.

  • Mittwoch, 18. März 2026, 0.10 Uhr

    Israel greift Basidsch-Miliz in Teheran an

    Israels Armee bombardiert nach der Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten, Gholamresa Soleimani, weiter Ziele der Miliz in Teheran. Die israelische Luftwaffe habe in den vergangenen Stunden Mitglieder dieser paramilitärischen Eliteeinheiten angegriffen, die an mehr als zehn verschiedenen Positionen in der iranischen Hauptstadt aktiv gewesen seien, teilte das israelische Militär mit. Zu möglichen Toten machte die Armee zunächst keine Angaben. Sie drohte mit weiteren Angriffen.

    Soleimanis Tötung sowie die jüngsten Angriffe fügten den Fähigkeiten der Miliz «erheblichen und anhaltenden Schaden» zu, hiess es weiter. Israels Armee hatte im Laufe des Irankriegs eigenen Angaben zufolge unter anderem bereits Kontrollzentren der Miliz angegriffen. Diese habe daraufhin ihre Aktivitäten in andere Zentralen verlegt, die das Militär dann ebenfalls ins Visier genommen habe, teilte Israels Armee mit. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

    Die Basidsch-Miliz ist eine der fünf Säulen der Revolutionsgarde. Sie übt Kontrolle im öffentlichen Raum aus und agiert im Alltag als eine Art Moralpolizei. Im Januar war sie für die Niederschlagung der Proteste mit Tausenden Toten verantwortlich.

  • 22.29 Uhr

    Iran bestätigt Tötung von Ali Laridschani

    Der Iran hat die Tötung des Generalsekretärs des nationalen Sicherheitsrats des Landes, Ali Laridschani, bestätigt. Iranische Staatsmedien meldeten seinen Tod, nachdem zuvor am Dienstag der israelische Verteidigungsminister Israel Katz angegeben hatte, dass Laridschani bei einem israelischen Angriff getötet worden sei.

    Ali Laridschani  soll bei einem gezielten Luftangriff Israels getötet worden sein
    Ali Laridschani soll bei einem gezielten Luftangriff Israels getötet worden sein
    Bild: Bilal Hussein/AP/dpa
  • 21.19 Uhr

    Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff

    In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

    «Verbotene Gruppen» hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen «Terrorangriff» auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um «kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität» zu gefährden.

  • 20.41 Uhr

    Iran bestätigt Tod von Basidsch-Milizen-Chef

    Der Iran hat den Tod des Chefs der Basidsch-Milizen der Revolutionsgarde, Gholamresa Soleimani, bestätigt. Die Nachrichtenagentur der iranischen Justiz berichtete am Dienstag, dass er tot sei. Teheran hat weiter nicht die Tötung des Generalsekretärs des iranischen nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, bestätigt oder dementiert. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat angegeben, dass die beiden Iraner bei israelischen Angriffen getötet worden seien.

    Iran bestätigt Tod von Basidsch-Milizen-Chef Gholamresa Soleimani.(Archivbild)
    Iran bestätigt Tod von Basidsch-Milizen-Chef Gholamresa Soleimani.(Archivbild)
    Bild: Ebrahim Noroozi/AP/dpa
  • 18.55 Uhr

    Zweites Vietnam? Trump unbeirrt von Iran-Drohung

    US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. «Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst», sagte er während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weissen Haus. Ein Reporter hatte den Republikaner damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

    Trump hatte in den vergangenen Wochen seit Beginn der Offensive gegen den Iran einen solchen Einsatz nicht ausgeschlossen. Die Debatte um die sogenannten «Boots on the ground», also ob es zum Einsatz von Soldaten auf feindlichem Boden kommt, gilt in den USA als höchst heikel. Seit den langjährigen und verlustreichen Kriegen im Irak und in Afghanistan reagiert die amerikanische Öffentlichkeit besonders sensibel auf die Entsendung von Bodentruppen in den Nahen Osten.

    Trump schliesst Einsatz von Bodentruppen im Iran nicht aus.
    Trump schliesst Einsatz von Bodentruppen im Iran nicht aus.
    Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • 18.03 Uhr

    Trump schiesst gegen die Nato

    US-Präsident Donald Trump hat die Nato für ausbleibende Hilfe bei der Sicherung des Öltransports durch die Strasse von Hormus kritisiert. Er sei von den Alliierten enttäuscht, sagte Trump im Weissen Haus. Er glaube, sie begingen einen «törichten Fehler». Zuvor hatte er auf Truth Social geschrieben, dass die Vereinigten Staaten von den meisten Nato-Verbündeten darüber informiert worden seien, dass sie nicht in den US-Militäreinsatz gegen Iran involviert werden wollten. Das Wort Verbündete setzte er dabei in Anführungsstriche.

    Trump schrieb, er wolle nun auf Hilfe der Partner für die Sicherung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus verzichten. «Weil wir solche militärischen Erfolge erzielt haben, ‹brauchen› oder wünschen wir uns die Unterstützung der NATO-Staaten nicht mehr – DAS HABEN WIR NIE GETAN!. Gleiches gelte für Japan, Australien oder Südkorea, ergänzte er.

    Trump hatte Tage zuvor mit konfrontativen Worten Nato-Verbündete aufgefordert, bei der Sicherung von Öltransporten durch die Meerenge vor Iran zu helfen. Im Iran-Krieg ist die Durchfahrt praktisch zum Erliegen gekommen. Die Ölpreise stiegen auf das höchste Niveau seit Jahren.

    Die Schifffahrt in der Strasse von Hormus ist fast komplett zum Erliegen gekommen. 
    Die Schifffahrt in der Strasse von Hormus ist fast komplett zum Erliegen gekommen. 
    Kamran Jebreili/AP/dpa (Archivbild)
  • 17.38 Uhr

    Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an

    Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. «In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basidsch-Einheit ausgeführt», teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.

    Sie hatte zuvor erklärt, sie habe den Kommandeur der Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet. Unter dessen Führung seien sie für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich. Aus dem Iran gab es für den Tod Soleimanis zunächst keine Bestätigung.

    Israels Armee hatte im Laufe des Iran-Kriegs eigenen Angaben zufolge unter anderem bereits Kontrollzentren der Basidsch-Miliz angegriffen.

    Israels Luftwaffe flog weitere Angriffe gegen die Basidsch-Miliz in Teheran. 
    Israels Luftwaffe flog weitere Angriffe gegen die Basidsch-Miliz in Teheran. 
    Ariel Schalit/AP/dpa (Archivbild)
  • 15.13 Uhr

    Trumps oberster Anti-Terror-Beauftragter kündigt wegen Iran-Krieg

    Will seinen Job nicht mehr ausüben: Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung der Vereinigten Staaten.
    Will seinen Job nicht mehr ausüben: Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung der Vereinigten Staaten.
    Keystone

    Donald Trumps oberster Anti-Terror-Beauftragter ist wegen des Iran-Krieges zurückgetreten. «Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen», schrieb Joe Kent in einem Statement auf der Plattform X.

    Iran stelle «keine unmittelbare Bedrohung» für die USA dar, schreibt Kent weiter.

  • 14.44 Uhr

    Swiss verlängert Flugstopp nach Tel Aviv bis Anfang April

    Die Fluggesellschaft Swiss verdoppelt wegen der Situation im Nahen Osten für kurze Zeit ihr Flugangebot in die indische Hauptstadt Delhi. Ausserdem verlängert sie den Flugstopp von und nach Tel Aviv bis zum 9. April

    Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten sei die Nachfrage nach Flügen zwischen Indien und Europa hoch, schreibt die Lufthansa-Tochter in der Mitteilung von Dienstag. Die bestehenden täglichen Verbindungen der Swiss zwischen Delhi und Zürich seien deswegen bereits zu grossen Teilen ausgebucht.

    Wegen des anhaltenden Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA bleiben die Flugrouten der Swiss weiterhin eingeschränkt.
    Wegen des anhaltenden Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA bleiben die Flugrouten der Swiss weiterhin eingeschränkt.
    sda

    Für die zusätzlichen Flüge kommt ein Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A330 zum Einsatz. Die Flüge seien ab sofort buchbar, teilte die Swiss weiter mit.

    Die Swiss musste zuletzt ihre Flüge nach Dubai (VAE) bis und mit 28. März aussetzen. Den Flugstopp von und nach Tel Aviv verlängerte die Swiss am Dienstag vom 2. auf den 9. April. Die Swiss-Schwesterairline Edelweiss strich ihrerseits sämtliche Flüge nach Oman bis mindestens 2. Mai.

    Wie nun die Swiss bauten andere Airlines ihre anderweitigen Angebote wegen des Konflikts aus. Die Lufthansa etwa bietet Extraflüge nach Asien und Afrika an.

  • 11.26 Uhr

    Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel

    Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel gefeuert. Darüber berichtete der staatliche iranische Rundfunk. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

  • 10.37 Uhr

    Israel: Iranischer Sicherheitschef getötet

    Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben.

  • 10.14 Uhr

    Israels Armee soll hochrangigen General getötet haben

    In der Nacht auf Dienstag hat das israelische Militär nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandanten getötet. Gholamreza Soleimani, der Chef der paramilitärischen Basidsch-Miliz, fiel einem gezielten Schlag der israelischen Verteidigungsstreitkräfte zum Opfer, heisst es in einem Beitrag auf X.

    Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hiess es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.

    Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. Gegründet nach der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der Gesellschaft, spielt die Miliz eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung von Protesten im Land. Die Miliz ist Teil der Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören.

  • 10 Uhr

    Medien: Israelischer Luftangriff auf Ali Laridschani

    Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Israel versucht, den einflussreichen iranischen Funktionär Ali Laridschani zu töten. Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrates sei demnach in der Nacht Ziel eines israelischen Luftangriffs gewesen. Ob Laridschani dabei ums Leben kam oder verletzt wurde, blieb zunächst unklar. Israelische Medien beriefen sich auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter.

    ARCHIV – Irans Sicherheitschef Ali Laridschani. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archivbild
    ARCHIV – Irans Sicherheitschef Ali Laridschani. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archivbild
    sda

    Israel hat im laufenden Konflikt bereits zahlreiche ranghohe Vertreter des iranischen Machtapparats ausgeschaltet. Ende Februar war Irans oberster Führer Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden.

  • 5.46 Uhr

    Katar wehrt Raketenangriff ab

    Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmasslich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äussern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff – etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen – wurden zunächst nicht genannt.

    Erst am Montag hatte der Iran laut dem Verteidigungsministerium Katars das Golfemirat mit 14 ballistischen Raketen und mehreren Drohnen angegriffen. Alle Drohnen und 13 der Raketen seien abgefangen worden, eine Rakete schlug demnach in unbewohntem Gebiet ein.

  • 4.51 Uhr

    Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten

    Der Iran hat in der Nacht nicht nur Israel, sondern auch erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien angegriffen. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum.

    Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden.

    Im Irak gab es unbestätigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens.

    Die US-Botschaft in Bagdad. (14. März 2026)
    Die US-Botschaft in Bagdad. (14. März 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Ceerwan Aziz
  • 4.49 Uhr

    Schifffahrtsbehörde meldet Angriff auf Tanker

    Im Golf von Oman soll ein Tanker von einem Projektil getroffen worden sein. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Das Schiff habe rund 40 Kilometer vor der Küste des Emirats Fudschaira vor Anker gelegen. Es sei niemand verletzt worden. Das Projektil wurde nicht genauer beschrieben.

    Das kleine Emirat Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es liegt südlich der Strasse von Hormus, die seit Kriegsbeginn von der iranischen Revolutionsgarde blockiert wird.

  • 4.02 Uhr

    Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut

    Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben grosse neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen «Terrorregimes» attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht.

    Bei einem israelischen Luftangriff zerstörte Gebäude in einem Vorort südlich von Beirut. (14. März 2026)
    Bei einem israelischen Luftangriff zerstörte Gebäude in einem Vorort südlich von Beirut. (14. März 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Hassan Ammar

    In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.

    Israels Militär geht inzwischen auch massiv gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im nördlichen Nachbarland Libanon vor. Der Einsatz begann infolge von Raketenangriffen aus dem Libanon und beschränkte sich zunächst auf Luftangriffe, inzwischen gibt es aber auch Einsätze am Boden.

    Ein Militärsprecher kündigte am Montagabend an, den Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100'000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon besteht die Sorge vor einer grossangelegten Bodeninvasion Israels mit anschliessender Besatzung im Süden des Landes.

  • 4 Uhr

    Staaten warnen Israel vor Bodenoffensive in Libanon

    Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel vor einer grossen Bodenoffensive im Libanon gewarnt. «Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen», teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. «Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage im Libanon einschliesslich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äusserst alarmierend.»

    Durch die jüngste Eskalation des Konflikts sind im Libanon offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Bisher seien rund 1,05 Millionen Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130'000 Menschen seien in Notunterkünften untergekommen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien.

  • 2.54 Uhr

    Emirate heben Luftraumsperrung auf

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Flüge inzwischen wieder möglich. Die Behörden teilten mit, «die Lage habe sich stabilisiert». Deshalb sei die vorübergehende Luftraumsperrung aufgehoben worden.

  • 2.39 Uhr

    Vereinigte Arabische Emirate schliessen zeitweise ihren Luftraum

    Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum kurzzeitig geschlossen. Die Generalbehörde für zivile Luftfahrt teilte am Dienstag zunächst mit, die Entscheidung sei «eine aussergewöhnliche Vorsichtsmassnahme, um die Sicherheit von Flügen und Flugbesatzungen zu gewährleisten und das Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate zu schützen». 

    Flammen und Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff, bei dem am Montag ein Treibstofftank am Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde. 
    Flammen und Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff, bei dem am Montag ein Treibstofftank am Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde. 
    Bild. Keystone/AP Photo

    Das Militär hatte zuvor erklärt, man reagiere auf «eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus dem Iran».

    Die Massnahme erfolgte nach einem iranischen Drohnenangriff am Montag, bei dem ein Treibstofftank am Dubai International Airport in Brand gesetzt wurde – dem weltweit verkehrsreichsten Flughafen für internationale Flüge.

  • Dienstag, 17. März 2026, 0.10 Uhr

    Iran dementiert Berichte über direkten Kontakt mit USA

    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: «Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen.» Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen.

    Zuvor hatte das Portal «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging.

    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn keinen Kontakt mit Steve Witkoff. (Archivbild)
    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn keinen Kontakt mit Steve Witkoff. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Khalil Hamra
  • 22.10 Uhr

    Militär: Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus

    Ein israelischer Militärsprecher hat angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100’000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.

    Nach Vereinbarung einer Waffenruhe nach einem einjährigen Krieg mit der libanesischen Hisbollah-Miliz im November 2024 hatte die israelische Armee sich zunächst zurückgezogen. In fünf Posten im Südlibanon blieben jedoch weiterhin Truppen stationiert. Nach Beginn der Raketenangriffe der Hisbollah nach Beginn des Iran-Kriegs habe Israel weitere 15 Positionen im Südlibanon eingenommen, sagte Defrin.

    «Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen.

    Im November 2024 hatte sich die israelische Armee grösstenteils aus dem Libanon zurückgezogen. 
    Im November 2024 hatte sich die israelische Armee grösstenteils aus dem Libanon zurückgezogen. 
    Archivbild: dpa
  • 20.50 Uhr

    Heftige Explosion in Bagdad – Rauch über «Grüner Zone» im Zentrum

    In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll.

    In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigten Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufstiegen. Zunächst war nicht klar, wer für den mutmasslichen Drohnenangriff verantwortlich war.

    Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation «sofort und professionell unter Kontrolle gebracht».

    Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen.

  • 20.36 Uhr

    Trump drängt Staaten zu militärischem Engagement in Strasse von Hormus

    Als US-Präsident Donald Trump den Iran angriff, verliess er sich auf sein Bauchgefühl. Verzichtbar erschien es dem 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, die US-israelischen Angriffe auf den Iran mit anderen Ländern diplomatisch zu koordinieren und die möglichen Folgen abzusprechen. Doch dann zog der Konflikt immer weitere Kreise.

    Inzwischen wäre es dem Republikaner ganz recht, wenn sich andere einbrächten. «Wir ermutigen andere Nationen, deren Wirtschaft weitaus stärker von der Strasse von Hormus abhängt als unsere, uns in dieser Angelegenheit zu helfen», sagte Trump am Montag im Weissen Haus und nannte Japan, China, Südkorea und mehrere europäische Länder als Beispiele.

    Bereits am Sonntagabend (Ortszeit)hatte Trump an Bord der Regierungsmaschine Air Force One erklärt: «Ich fordere diese Länder auf, ihr eigenes Territorium zu schützen, denn es ist ihr eigenes Territorium.» Für die USA sei die Lieferpassage nicht wichtig, weil sie eigene Zugänge zu Öl hätten.

    Bislang ist nicht bekannt, dass auch nur ein Land zugestimmt hätte, Kriegsschiffe einzusetzen, um die Meerenge zwischen dem Iran im Norden und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie dem Oman im Süden zu sichern, damit dort Öltanker verkehren können.

  • 18.10 Uhr

    Bund gibt eine Million Franken für Soforthilfe in Iran frei

    Die Schweiz hat auf den Krieg im Nahen und Mittleren Osten reagiert. Sie stellt 7,5 Millionen Franken für humanitäre Hilfe in Libanon, Syrien und Iran bereit. Gleichzeitig bemüht sich die Schweizer Diplomatie um eine Deeskalation des Konflikts in der Region.

    «Die guten Dienste der Schweiz stehen weiterhin allen beteiligten Parteien zur Verfügung», sagte Monika Schmutz Kirgöz, Leiterin der Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Montag vor den Medien.

    In erster Linie kümmere sich das Auswärtige Amt um die Schweizer Staatsangehörigen vor Ort. Gemäss Schmutz Kirgöz befinden sich rund 6600 Auslandsschweizerinnen und Auslandsschweizer in den Golfstaaten. Rund tausend Schweizer Reisende seien zudem bei der Travel-Admin-App registriert.

  • 18 Uhr

    Iranische Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Unternehmen in der Region

    Die iranischen Revolutionsgarden haben am Montag gedroht, US-Firmen in der Region anzugreifen. «Angestellte amerikanischer Firmen» seien aufgefordert diese Standorte sofort zu verlassen, hieß es auf der Website der Revolutionsgarden, Sepah News. Diese Gebiete würden bald ins Visier genommen, hiess es weiter.

    Es war blieb zunächst unklar, welche Unternehmen angegriffen werden sollen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte in der vergangenen Woche eine Liste mit möglichen Zielen des Iran im Onlinedienst Telegram veröffentlicht. Dazu zählten die Büros von Tech-Giganten wie Amazon, Google, Microsoft und Nvidia in Golfstaaten.

  • 14.19 Uhr

    Iran: Zehntausende Wohnungen und Geschäfte beschädigt

    Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Regierungsangaben mehr als 61'000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden.

    Allein in der Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran seien Schäden an 18'180 Wohnungen und Geschäftseinheiten entstanden, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani bei einer Pressekonferenz.

  • 15.54 Uhr

    Iran: Gebäude der Stromwerke getroffen – mehrere Tote

    Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Das Verwaltungsgebäude im Stadtteil Schohada sei getroffen worden, berichtete das staatliche TV-Netzwerk SNN.

    Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und verletzt.

  • 12.43 Uhr

    Starmer: Sicherung der Strasse von Hormus keine Nato-Mission

    Der britische Premierminister Keir Starmer sieht die Sicherung der Strasse von Hormus entgegen der Forderung von US-Präsident Donald Trump nicht als Aufgabe der Nato.

    «Das wird keine Nato-Mission sein und war auch nie als eine solche vorgesehen», sagte Starmer am Vormittag in London. Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA.

    Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel aufgefordert. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump der «Financial Times».

    Der britische Premierminister Keir Starmer.
    Der britische Premierminister Keir Starmer.
    Bild: Peter Nicholls/PA Wire

    Grossbritannien arbeite mit anderen Ländern, auch in Europa, daran, einen tragfähigen, gemeinsamen Plan zu Öffnung der Meerenge zu entwickeln, sagte Starmer. Die Strasse von Hormus sei von kritischer Bedeutung für die Wirtschaft. Die Schifffahrt in der Region müsse schnell wieder ermöglicht werden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern.

    «Das ist keine einfache Aufgabe», sagte Starmer, der von einem Telefonat mit dem US-Präsidenten am Sonntag berichtete. Der britische Premier betonte, Grossbritannien werde sich nicht in einen grösseren Krieg hineinziehen lassen. Es würden aber alle nötigen Massnahmen getroffen, «um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen», sagte Starmer.

  • 12.30 Uhr

    Iran warnt vor «Angriffen unter falscher Flagge»

    Der Iran hat im Krieg vor militärischen Täuschungsmanövern durch Israel und die USA gewarnt.

    «Unsere Streitkräfte erklären mutig und ehrenhaft jedes Ziel, das sie angreifen», sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz, wie sein Aussenministerium mitteilte. Seinen Worten nach ist es denkbar, dass die USA oder Israel «Angriffe unter falscher Flagge» ausführten.

    Als Beispiel nannte Baghai einen Drohnenangriff im Golfstaat Oman. Die US-Streitkräfte hätten eine mit Sprengstoff beladene Kamikazedrohne nachgebaut, sagte der Sprecher. Er äusserte die Sorge, dass etwaige Angriffe auch auf Ziele im US-Festland fälschlicherweise dem Iran zugeschrieben werden könnten. Die US-Bundespolizei FBI hatte vor wenigen Tagen vor derartigen Angriffen in Kalifornien gewarnt, wie der Sender ABC News berichtete.

  • 9.20 Uhr

    Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger

    Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll.

    «Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen», hiess es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.

    Irans oberster Führer Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Chamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.

  • 8.45 Uhr

    Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab

    Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen.

    Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die grössten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.

    Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes «verdächtige Aktivitäten am Himmel» melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.

    Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von «Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran».

    Der Iran hat die Emirate im Krieg bisher besonders stark angegriffen. Die Flugabwehr reagierte dort bisher auf Beschuss mit rund 300 Raketen, 1.600 Drohnen und 15 Marschflugkörpern. Die Angriffe in den Emiraten haben eine ähnliche Intensität wie Irans Angriffe in Israel.

  • 7.30 Uhr

    Israels Armee bestätigt «begrenzte» Bodeneinsätze im Libanon

    Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien «Teil umfassenderer Verteidigungsmassnahmen», um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen.

    Die «Times of Israel» hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

    Im Libanon herrscht die Sorge vor einer grösseren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals «Axios» will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.

  • 5.56 Uhr

    Israel: Bruder des Synagogen-Angreifers in USA war Hisbollah-Kommandeur

    Der mutmassliche Angreifer einer Synagoge im US-Bundesstaat Michigan soll der Bruder eines Hisbollah-Kommandeurs gewesen sein. Dieser sei Anfang März bei einem israelischen Luftangriff im Libanon getötet worden, erklärte das israelische Militär am Sonntag. Das FBI-Büro in Detroit, das den Angriff auf die Synagoge untersucht, wollte sich zu den Angaben des israelischen Militärs zunächst nicht äußern.

    Der mit einem Gewehr bewaffnete Mann war am Donnerstag mit einem Auto in das jüdische Gotteshaus in West Bloomfield ausserhalb von Detroit gerast. Er hatte nach Angaben des FBI professionelle Feuerwerkskörper und Kanister mit einer Flüssigkeit dabei, bei der es sich vermutlich um Benzin handelte. Er begann den Angaben zufolge, durch die Windschutzscheibe zu schiessen und lieferte sich einen Schusswechsel mit einem bewaffneten Sicherheitsmann. Als das Fahrzeug in Brand geriet, habe er sich schliesslich selbst erschossen, teilte die Leiterin des FBI-Büros in Detroit, Jennifer Runyan, mit. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

    Die Synagoge in West Bloomfield ausserhalb von Detroit am Tag nach dem Angriff.
    Die Synagoge in West Bloomfield ausserhalb von Detroit am Tag nach dem Angriff.
    Bild: Keystone/AP Photo/Paul Sancya

    Nach Angaben der Behörden verübte der 41-Jährige den Angriff, nachdem er erfahren hatte, dass vier Familienmitglieder bei dem israelischen Luftangriff getötet worden waren. Ein libanesischer Beamter bestätigte der AP deren Tod. In einer der AP in Beirut übermittelten Stellungnahme bestritt die Hisbollah nicht ausdrücklich, dass der im Libanon getötete Bruder Mitglied der militant-islamistischen Miliz gewesen sei.

    Das FBI bezeichnete den Angriff auf eine der grössten Reform-Synagogen des Landes als «gezielten Gewaltakt» gegen die jüdische Gemeinschaft. Die US-Bundespolizei erklärte jedoch, es gebe bislang nicht genügend Beweise, um ihn als Terrorakt einzustufen.

  • 5.40 Uhr

    Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad

    Bei einem Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad sind fünf Menschen verletzt worden. Es seien insgesamt fünf Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden, erklärten die irakischen Sicherheitskräfte. Raketengeschosse seien vor allem auf dem Gelände des zivilen Flughafens eingeschlagen, auf dem wegen des Iran-Krieges derzeit aber keine Maschinen starten und landen. Auf dem riesigen Flughafen-Gelände befindet sich auch eine diplomatische Vertretung der USA.

  • 5.08 Uhr

    Japan: Keine Pläne zur Überwachung der Strasse von Hormus

    Japan hat zurückhaltend auf die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Überwachung der Strasse von Hormus reagiert. Trump hatte von mehreren Ländern gefordert, sich einer Koalition anzuschliessen, um die Wasserstrasse abzusichern. Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi sagte am Montag, ihre Regierung habe dazu nichts aus Washington gehört. Takaichi erklärte in einer Parlamentssitzung, es sei darüber beraten worden, was Japan innerhalb seiner rechtlichen Grenzen alles tun könne, um japanische Schiffe in der Region zu schützen – «unabhängig von einer Anfrage der USA».

    Ein Frachtschiff fährt am Sonntag im Arabischen Golf in Richtung Strasse von Hormus. 
    Ein Frachtschiff fährt am Sonntag im Arabischen Golf in Richtung Strasse von Hormus. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Altaf Qadri

    Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sagte, er habe unter den derzeitigen Sicherheitsbedingungen keine Pläne, Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus zu entsenden. «Was wir technisch tun können und ob wir es unter den aktuellen Umständen tun sollten, sind zwei verschiedene Dinge», sagte er.

    Zuvor hatte Trump mitgeteilt, dass er sieben Länder aufgefordert habe, das Gebiet zu schützen. Er behauptete, dass der wichtige Schifffahrtskanal für die Vereinigten Staaten nicht notwendig sei, da das Land einen eigenen Zugang zu Öl habe. Am Samstag hatte Trump China, Frankreich, Japan, Südkorea und das Vereinigte Königreich als Länder genannt, von denen er hoffte, dass sie Schiffe zur Strasse von Hormus entsenden würden.

  • 4.50 Uhr

    Israelische Armee startet «gross angelegte» Angriffswelle auf Teheran

    Die israelische Armee hat am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine «gross angelegte» Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Dabei werde die Infrastruktur «des iranischen Terrorregimes in Teheran» ins Visier genommen, teilt die Armee im Onlinedienst Telegram mit.

    Bei den US-israelischen Angriffen zerstörte Wohngebäude im südlichen Teil von Teheran. (15. März 2026)
    Bei den US-israelischen Angriffen zerstörte Wohngebäude im südlichen Teil von Teheran. (15. März 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh
  • 4.30 Uhr

    Nestlé hält an Fabrik im Iran fest

    Nestlé hält an seiner Produktion in Kriegsgebieten fest, schreibt die «Neue Zürcher Zeitung». Der Konzern betreibe in Nordafrika und im Nahen Osten weiterhin 24 Fabriken und halte im Iran mehrere hundert Arbeitsplätze sowie eine eigene Produktionsstätte aufrecht. Dort würden Nescafé-Produkte, Babynahrung und Getreidebrei hergestellt; auf einem iranischen Stellenportal seien zudem zahlreiche offene Stellen ausgeschrieben. «Nestlé ist immer und überall vor Ort geblieben – ausser eine Fabrik wurde zerbombt oder die Regierung schmiss uns raus», sagte der ehemalige CEO des Lebensmittelkonzerns, Peter Brabeck-Letmathe zur Zeitung.

  • 4.20 Uhr

    Strasse von Hormus: Trump hält Nato-Partnern US-Hilfe für Ukraine vor

    US-Präsident Donald Trump hat den Nato-Verbündeten deutlich gemacht, dass er im Gegenzug für die Hilfe der USA im Ukraine-Krieg ihre Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Strasse von Hormus erwartet. «Wir sind immer für die Nato da. Wir helfen ihr mit der Ukraine», sagte Trump vor Journalisten auf dem Rückflug aus dem Bundesstaat Florida nach Washington. Er betonte, dass der Ukraine-Krieg die USA eigentlich nicht betreffe, das Land liege Tausende Kilometer entfernt. Der «Financial Times» sagte Trump ausserdem bezogen auf die Nato-Länder: «Jetzt werden wir sehen, ob sie uns helfen.»

    Trump hatte davor Länder, die auf Öltransporte über die Strasse von Hormus angewiesen sind, dazu aufgerufen, dort bei der Sicherung der Schifffahrt zu helfen. Er hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder «hoffentlich» Kriegsschiffe entsenden würden.

    US-Präsident Donald Trump spricht am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Air Force One zwischen West Palm Beach und Maryland  mit Journalisten. 
    US-Präsident Donald Trump spricht am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Air Force One zwischen West Palm Beach und Maryland  mit Journalisten. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Mark Schiefelbein

    Der Schiffsverkehr in der Meerenge, die sehr wichtig ist für den Transport von Öl und Flüssiggas, ist infolge des Iran-Kriegs wegen drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

  • 2.54 Uhr

    Drohne setzt Treibstofflager am Flughafen Dubai in Brand

    Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten. Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, Reisende sollte ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter.

    Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt. Schon vor der jüngsten Attacke galt kein regulärer Flugplan.

    Die Airline Swiss hat aufgrund der aktuellen Situation unter anderem Flüge nach und von Dubai bis einschliesslich 28. März ausgesetzt. Die Lufthansa Group, zu der auch die Swiss gehört, hatte die Aussetzung ihrer Flüge vom 16. bis zum 28. März verlängert; bislang waren die Flüge bis einschliesslich 15. März gestrichen gewesen.

  • 2.29 Uhr

    Trump verschärft Druck auf US-Medien wegen Iran-Berichten

    US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten – «in enger Abstimmung» mit dem Iran. Der Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und «Die linksradikale Presse weiss das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN», schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser «korrupten und «hochgradig unpatriotischen Nachrichten»-Organisationen» nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.

    Trump stört sich seit jeher an kritischer Berichterstattung über seine Politik, fordert regelmässig die Entlassung von Medienschaffenden und verklagte in seiner zweiten Amtszeit diverse Fernsehsender und Zeitungen. Während er unliebsame Journalisten und ganze Redaktionen als linksradikal bezeichnet, sehen Kritiker des Präsidenten die Pressefreiheit in den USA bedroht. Auch hat Trump in der Vergangenheit immer wieder selbst Falschbehauptungen und mittels KI erzeugte Bilder verbreitet, die ein falsches Bild der Realität zeichnen.

    Am Wochenende hatte die US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) wegen Berichterstattung über den Iran-Krieg den Druck auf Rundfunksender erhöht und ihnen faktisch mit Lizenzentzug gedroht. Wer Falschnachrichten verbreite, müsse damit rechnen, seine Lizenz zu verlieren, schrieb FCC-Chef Brendan Carr, ein Vertrauter Trumps, auf der Plattform X. Dafür wurde er heftig kritisiert. Zuvor hatte sich Trump über die Berichterstattung einiger US-Medien zum Iran-Krieg beschwert und dabei ausdrücklich die Zeitungen «New York Times» und «Wall Street Journal» genannt.

  • Montag, 16. März 2026, 0.05 Uhr

    Macron: Irans Angriffe auf Nachbarn müssen aufhören

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region sofort aufhören müssen. «Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die der Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak –, unverzüglich einzustellen», schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X. Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschliesslich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.

    Mit Blick auf den Krieg sprach er von einer «unkontrollierten Eskalation», die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – im Iran und überall in der Region.

    Die iranische Regierung hatte sich bereits zuvor zu dem Telefonat geäussert und wie Macron die Lage in der Strasse von Hormus als eines der Themen genannt. Macron forderte, die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge müsse so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Wegen iranischen Beschusses und drohender Angriffe ist der Handelsverkehr nahezu zum Erliegen gekommen.

  • 23.10 Uhr

    Irans Präsident spricht mit Macron über Strasse von Hormus

    Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Strasse von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.

    Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung «einiger europäischer Länder» und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. «Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen», sagte er.

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert.
    Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert.
    Archivbild:  sda
  • 20 Uhr

    Neue Angriffswelle in Teheran

    In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Medien eine neue Angriffswelle gemeldet. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstrasse sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtete das Onlineportal «Hammihan» auf Telegram.

    In den sozialen Medien berichteten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole. «Geräusch von vier relativ starken Explosionen. Es regnet stark und es ist nicht klar, wo sie eingeschlagen sind», hiess es in einem Post. Kampfjets und Drohnen sollen am Himmel zu hören gewesen sein.

  • 19.51 Uhr

    Netanjahu reagiert mit Video auf Gerüchte über KI-Manipulation

    Nach Verwirrung um einen Beitrag auf der Plattform Facebook hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dort ein neues Video veröffentlicht. Nutzer hatten spekuliert, die ersten Aufnahmen könnten mit Künstlicher Intelligenz entstanden sein, weil der Regierungschef an einer Stelle mehr als zehn Finger zu haben schien. Daraufhin hiess es in Kommentaren sogar, Netanjahu sei möglicherweise nicht mehr am Leben.

    Dem trat der Ministerpräsident mit dem neuen Video entgegen, das in einem israelischen Café aufgenommen und am Sonntag veröffentlicht wurde. Darin nimmt er lässig eine Tasse Cappuccino hoch und dreht sich zur Kamera.

    «Im Internet wird behauptet, der Premierminister sei tot? Ich sterbe vor Verlangen nach Kaffee», sagte er. Dann spreizte er die Finger beider Hände, um zu zeigen, dass er tatsächlich nur zehn hat, und nippte an seinem Kaffee.

  • 17.29 Uhr

    Iran lehnt Gespräche mit den USA über Kriegsende ab

    Der Iran sieht nach Angaben von Aussenminister Abbas Araghtschi derzeit keinen Grund für Gespräche über ein Kriegsende mit den USA. Araghtschi sagte am Sonntag in der CBS-Sendung «Face the Nation», der Iran habe keine guten Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht. Iranische Unterhändler hätten sich gerade mit US-Gesandten im Gespräch befunden, als die Entscheidung zum Angriff auf sein Land getroffen worden sei, sagte der Minister.

    «Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den Amerikanern darüber sprechen sollten», wie der Krieg beendet werden könne, sagte Araghtschi. Der Iran sei offen für Länder, die über die sichere Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Strasse von Hormus sprechen wollten, fügte er hinzu. Eine Reihe von Ländern habe sich deshalb bereits gemeldet. Details nannte er nicht.

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi (Archivfoto)
    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi (Archivfoto)
    Bild: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

    Auf die Frage nach dem Verbleib des Nuklearmaterials seines Landes antwortete der Minister, es liege unter den Trümmern der Angriffe auf die iranischen Nuklearanlagen begraben. Der Iran habe nicht vor, es von dort zu bergen.

  • 15.25 Uhr

    Tanker laden Öl auf iranischer Insel Charg trotz US-Angriffen

    Auf der iranischen Insel Charg wird auch nach den jüngsten US-Angriffen weiterhin Öl verladen. Am Sonntag wurde ein Tanker gesichtet, der dort Öl aufnahm. Zwei Tage zuvor hatten die USA militärische Anlagen auf der Insel angegriffen.

    Die Schiffsverfolgungsplattform Tankertrackers teilte mit, dass sieben weitere Tanker im Ankergebiet gesichtet worden seien. Fünf hatten bereits Heizöl geladen, während zwei laut Satellitenbildern auf die Beladung warteten. Es war unklar, wem die Tanker gehören.

    Öl-Terminal auf der iranischen Insel Charg.
    Öl-Terminal auf der iranischen Insel Charg.
    Bild: IMAGO/Anadolu Agency
  • 14.47 Uhr

    Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein

    Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch «Tausende Ziele» im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.

    «Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt», sagte Defin dem US-Sender CNN. «Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.»

    Militärsprecher Effie Defrin: Die nächste Phase des Kriegs gegen die Hamas hat begonnen. (Archivbild)
    Militärsprecher Effie Defrin: Die nächste Phase des Kriegs gegen die Hamas hat begonnen. (Archivbild)
    Bild: -/IDF/dpa

    Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Traditionell findet am Pessachabend ein grosses Familientreffen statt.

  • 14.32 Uhr

    Grossbritannien prüft Beitrag zur Sicherung der Strasse von Hormus

    Grossbritannien prüft nach Angaben von Energieminister Ed Miliband einen Beitrag zur Sicherung der Strasse von Hormus. Auf die Frage, ob Grossbritannien erwäge, Minensuchboote oder Seedrohnen in die strategisch wichtige Wasserstrasse zu entsenden, um den Schiffsverkehr zu sichern, sagte Miliband dem Sender Sky News, die britische Regierung stehe in Kontakt mit ihren Verbündeten.

    «Wir prüfen gemeinsam mit unseren Verbündeten intensiv, was getan werden kann, denn es ist so wichtig, dass wir die Meerenge wieder öffnen», erklärte der Minister. Der BBC sagte er am Sonntag, alle Optionen, die dazu beitragen könnten, die Meerenge wieder zu öffnen, würden geprüft. «Wir wollen keinen atomar bewaffneten Iran, aber die Beendigung dieses Konflikts ist der beste und sicherste Weg, um die Meerenge wieder zu öffnen.»

  • 12.38 Uhr

    Israel dementiert Bericht über Knappheit von Abwehrraketen

    Der israelische Aussenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58 Menschen verletzt worden.

    Israels Aussenminister: Gideon Saar.
    Israels Aussenminister: Gideon Saar.
    Katharina Kausche/dpa

    Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg mit dem Iran «kritisch knapp» würden.

  • 11.48 Uhr

    Einschläge bei Raketenangriff auf Grossraum Tel Aviv

    Bei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Grossraum Tel Aviv ist es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen. Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen Orten waren Einschlagskrater zu sehen.

    Der TV-Sender N12 berichtete, der Iran habe dem Verdacht nach erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Ein zuvor aus dem Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hiess es in den Berichten.

  • 11.15 Uhr

    Irans Aussenminister dementiert Gerüchte um Chameneis Gesundheit

    Der iranische Aussenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Chamenei, zurückgewiesen. Chamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna. Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.

    Wurde nach dem Tod seines Vaters zum Religionsführer im Iran ernannt: Modschtaba Chamenei.
    Wurde nach dem Tod seines Vaters zum Religionsführer im Iran ernannt: Modschtaba Chamenei.
    Wikimedia Commons

    Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Chamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel.

  • 10.06 Uhr

    Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit Tod

    Die iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte.

    Auch am Morgen gingen die gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und Israel und dem Iran weiter. Der Iran nahm unter anderem US-Stützpunkte in der Region ins Visier.

  • Sonntag, 15. März, 6.42 Uhr

    Emirate: Erneuter Beschuss aus dem Iran

    Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.

    Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die «terroristische Aggression» zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen. Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu.

  • 23.19 Uhr

    Weitere Angriffe auf Golfstaaten

    Im Nahen Osten ist es zu weiteren Angriffen auf mehrere Golfstaaten gekommen. Das saudische Verteidigungsministerium meldete am Abend den Abschuss von sechs ballistischen Raketen im Gouvernement al-Chardsch. Zu Verletzten oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Im Laufe des Tages waren den Angaben nach auch mehrere Drohnen vor allem im Osten des Landes abgefangen worden.

    Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde.

    Die zivile Luftfahrtbehörde in Kuwait teilte mit, der internationale Flughafen Kuwait sei am Abend Ziel mehrerer Drohnenangriffe gewesen. Dabei sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Es habe keine Verletzten gegeben, hiess es in einem X-Beitrag. Aktuell ist der Luftraum über Kuwait gesperrt.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Iran-Krieg von den Golfstaaten am stärksten unter Beschuss. Behörden im Emirat Fudschaira teilten am Samstag mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Am Abend hiess es vom Medienbüro Fudschaira, die Löscharbeiten dauerten weiter an. Bei dem Vorfall sei auch ein jordanischer Staatsbürger leicht verletzt worden. Angaben dazu, was genau brannte, wurden nicht gemacht. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl.

    Das Verteidigungsministerium von Katar teilte am Abend auf X mit, im Laufe des Tages sei man Angriffen mit vier ballistischen Raketen und einer Anzahl von Drohnen aus dem Iran ausgesetzt gewesen. Die Streitkräfte hätten alle Drohnen und Raketen abfangen können.

  • 22.40 Uhr

    Bericht: Israel gehen die Abfangraketen aus

    Israel gehen im Krieg gegen den Iran einem Medienbericht zufolge die Abfangraketen aus. Angesichts des andauernden Konflikts mit dem Iran habe Israel die USA in dieser Woche darüber informiert, dass die Bestände an Abfangsystemen für ballistische Raketen einen kritischen Tiefstand erreicht hätten, berichtet das Nachrichtenportal «Semafor» unter Berufung auf US-Vertreter.

    Israel ging Berichten zufolge bereits mit einem geringen Bestand an Abfangraketen in den aktuellen Krieg, da grosse Mengen im Konflikt mit dem Iran bereits im vergangenen Sommer eingesetzt worden waren. Den USA sei das Problem seit Monaten bekannt, sagte ein US-Beamter: «Das hatten wir erwartet und vorhergesehen.» Dieser Beamte betonte gegenüber Semafor, dass die USA selbst keinen vergleichbaren Mangel an Abfangraketen verzeichnen.

    Vom Iran abgeschossene Raketen am Himmel über Tel Aviv.
    Vom Iran abgeschossene Raketen am Himmel über Tel Aviv.
    Archivbild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
  • 21.16 Uhr

    Israel: Bodentruppen töten Dutzende Hisbollah-Milizionäre

    Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung «Times of Israel» zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

    Die Einsätze hätten bereits vergangene Woche in der Region von Rab El Thalathine westlich der israelisch besetzten Golanhöhen begonnen. In dem Ort sollten militärische Anlagen der Hisbollah zerstört und Bewaffnete der Miliz vertrieben werden, schrieb die Zeitung.

    Nach Darstellung des Nachrichtenportals «Axios» will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah.

  • 21.01 Uhr

    Bundesrat bewilligt US-Überflüge im Zusammenhang mit Krieg im Iran

    Der Bundesrat hat am Samstag drei Überflugsgesuche der USA genehmigt, die im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Israel und den USA gegen den Iran stehen. Zwei andere wurden abgelehnt.

    Drei Gesuche im Kontext des Krieges im Iran seien genehmigt worden, ein Wartungsflug sowie zwei Überfluggesuche für Transportflugzeuge, zwei seien abgelehnt worden, hiess es in einer Mitteilung des Bundesrates vom Samstagabend.

    Das Neutralitätsrecht verbiete Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen. Zulässig seien humanitäre und medizinische Transite einschliesslich Transporte von Verwundeten sowie Überflüge, die in keinem Zusammenhang mit dem Konflikt stehen, hiess es weiter.

    Künftige Gesuche, die «nachvollziehbar nicht im Zusammenhang mit dem Konflikt stehen», seien zu genehmigen. Gesuche für Überflüge seien jedoch abzulehnen, «wenn sie den courant normal übersteigen und sich nicht eruieren lässt, welches der Zweck dieser Überflüge ist», skizziert der Bundesrat wörtlich seine Linie. Gesuche betreffend Flüge für humanitäre und medizinische Zwecke einschliesslich des Transports von Verwundeten seien zu bewilligen.

    Für die USA besteht demnach weiterhin eine Jahresbewilligung «für klar bezeichnete Staatsluftfahrzeuge». Ausgeschlossen davon seien «insbesondere Staatsflüge, die im Krieg zwischen den USA, Israel und Iran eine militärische Unterstützung darstellen würden». Luftfahrzeuge ausserhalb dieser Liste brauchen laut Bundesrat Einzelbewilligungen vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL).

    Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge von Konfliktparteien mit militärischem Zweck über die Schweiz.
    Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge von Konfliktparteien mit militärischem Zweck über die Schweiz.
    Archivbild: Keystone
  • 19.39 Uhr

    Israel meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen

    Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in den ersten beiden Wochen des Iran-Krieges rund 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen beteiligten Kampfjets geflogen. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.

    Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden.

    Bei einem Angriff in Teheran seien am Freitag zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden. Dieses übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

  • 19.05 Uhr

    Konsulat der Emirate in irakischer Kurdenregion angegriffen

    In der Kurdenregion im Irak ist das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate zum zweiten Mal innerhalb einer Woche angegriffen worden. Zwei Sicherheitskräfte seien dabei verletzt worden, teilte das emiratische Aussenministerium heute mit. Zudem habe es Schäden am Gebäude gegeben. Die Regierungen des Landes und der autonomen Kurdenregion müssten die Hintergründe des Angriffs untersuchen und die Verantwortlichen finden.

  • 16.44 Uhr

    Trump: «Viele Länder» werden Strasse von Hormus mit absichern

    US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe «vieler Länder» für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus in Aussicht gestellt. «Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Strasse von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.

    Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Strasse von Hormus werde so oder so bald wieder «OFFEN, SICHER und FREI» sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Strasse von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe.

  • 14.05 Uhr

    Emirate melden neue Angriffe mit Drohnen und Raketen

    Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag neue Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Neun ballistische Raketen und 33 Drohnen seien auf die Emirate abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Insgesamt richteten sich demnach seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar 1600 Drohnen, 294 ballistische Raketen und 15 Marschflugkörper gegen die Emirate. Bei den Angriffen seien sechs Menschen getötet und 141 weitere verletzt worden, hiess es.

  • 13.45 Uhr

    Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg in «entscheidender Phase»

    Der Krieg gegen den Iran tritt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz in seine «entscheidende Phase ein». Der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte «globale und regionale Kampf» gegen den Iran werde intensiver und «tritt in die entscheidende Phase ein, die so lange andauern wird wie nötig», sagte Katz am Samstag in einer Rede vor Armeevertretern.

    An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, «entschlossen zu kämpfen», um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne «der Iran gerettet» werden.

    Der Verteidigungsminister lobte den US-Angriff auf die für die iranischen Ölexporte wichtige Insel Charg. Dies sei die «angemessene Antwort» auf die Verminung der Strasse von Hormus durch den Iran und auf die «Erpressungsversuche des terroristischen iranischen Regimes».

    Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte eine Fortsetzung der Luftangriffe auf Teheran und den gesamten Iran an.
    Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte eine Fortsetzung der Luftangriffe auf Teheran und den gesamten Iran an.
    Archivbild: Thanassis Stavrakis/AP/dpa
  • 11.51 Uhr

    Iran droht mit Angriffen auf Städte in den Emiraten

    Das iranische Militär hat mit Angriffen auf Städte in den Vereinigten Arabischen Emiraten gedroht. Die iranische Militärführung teilte am Samstag laut den staatlichen Medien mit, die Städte würden von US-Streitkräften genutzt, um Angriffe auf die iranischen Inseln Abu Mussa und Charg zu starten. Beweise dafür legte das zentrale Hauptquartier Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, nicht vor.

    Für die Angriffe auf Ziele im Iran seien Häfen, Docks und Verstecke innerhalb von Städten in den Emiraten genutzt worden, hiess es. Die Menschen dort wurden aufgefordert, alle Orte zu verlassen, an denen US-Truppen im Einsatz seien.

    Ein Feuer und Rauchschwaden steigen auf, nachdem Trümmer einer abgefangenen iranischen Drohne nach Angaben der Behörden in Fudschaira, Vereinigte Arabische Emirate eine Öleinrichtung getroffen haben. 
    Ein Feuer und Rauchschwaden steigen auf, nachdem Trümmer einer abgefangenen iranischen Drohne nach Angaben der Behörden in Fudschaira, Vereinigte Arabische Emirate eine Öleinrichtung getroffen haben. 
    Archivbild: Keystone
  • 11.10 Uhr

    Rakete trifft Gelände der US-Botschaft in Bagdad

    Eine Rakete hat nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad getroffen. Aufnahmen der AP zeigten am Samstagmorgen eine Rauchsäule, die über dem Botschaftsgelände in der Hauptstadt aufstieg. Die Botschaft äusserte sich dazu nicht umgehend.

  • 10.31 Uhr

    Iran bleibt offline – privilegierte Gruppen surfen weiter

    Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

    Netblocks kritisierte: «Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.»

    Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen organisierten oder frei äussern könnten.

    Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

  • Samstag, 14. März 2026, 06.49 Uhr

    USA greifen iranische Öl-Insel an – Teheran warnt

    Die USA haben laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er «aus Gründen der Anständigkeit» verzichtet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

    Erwarnte die Führung in Teheran jedoch: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus versuchen zu behindern, werde er diese Entscheidung «sofort überdenken». Von der Insel Kharg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

    Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er «aus Gründen der Anständigkeit» verzichtet, schreibt Trump.
    Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er «aus Gründen der Anständigkeit» verzichtet, schreibt Trump.
    IMAGO/ABACAPRESS

    Der Iran blockiert die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge, der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. US-Kriegsschiffe sollen Trump zufolge in Kürze Tanker durch die wichtige Meerenge begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Einen genauen Zeitpunkt nannte der US-Präsident allerdings nicht.

    Die Insel Kharg ist für die Ölwirtschaft von grosser Bedeutung.
    Die Insel Kharg ist für die Ölwirtschaft von grosser Bedeutung.
    OpenStreetMaps

    Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge, berichtete das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf einen ranghohen US-Beamten. Die Infanteristen wären dem Bericht zufolge in der Lage, falls gewollt auch Bodeneinsätze durchzuführen.

    Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte unterdessen nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass im Falle eines Angriffs der USA auf die Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur des Landes «alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden». Die «gesamte regionale Öl- und Gasinfrastruktur, an der die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten ein Interesse haben» werde in dem Fall in «in Brand gesteckt und zerstört», warnte auch die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars.

  • 22.49 Uhr

    Erneut heftige Explosionen in Teheran

    Am 14. Tag des Iran-Kriegs haben sich in der iranischen Hauptstadt Teheran am Abend erneut heftige Explosionen ereignet. Dies berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Israel hatte zuvor eine erneute Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben.

    Ein Nachrichtenportal der iranischen Revolutionsgarden erklärte unterdessen, seit Kriegsbeginn hätten die Streitkräfte im Land insgesamt 111 feindliche Drohnen zerstört. In dem Beitrag des Portals Sepah wurde nicht aufgeschlüsselt, um welche Arten von Drohnen es sich dabei handelte.

    Unter anderem sei aber ein unbemanntes Flugzug vom Typ MQ-9 über der südiranischen Provinz Fars zerstört worden. Bei MQ-9-Maschinen handelt es sich um für einen langfristigen Einsatz entwickelte Mehrzweckdrohnen, die um ein Vielfaches teurer sind als die im Krieg vom Iran massenhaft eingesetzten Einweg-Kamikazedrohnen.

    Nach eigenen Angaben wurde eine sündhaft teure Drohne vom Typ MQ-9 Reaper abgeschossen.
    Nach eigenen Angaben wurde eine sündhaft teure Drohne vom Typ MQ-9 Reaper abgeschossen.
    Massoud Hossaini/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.40 Uhr

    Hisbollah-Chef: «Aufgeben ist keine Option»

    Hisbollah-Chef Naim Kassim hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt. «Das Wort ‹Kapitulation› steht nicht in unserem Wörterbuch», sagte er in einer Fernsehansprache. «Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.»

    Die Hisbollah ist eng mit der Führung des Irans verbündet. Seit der Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn des jüngsten Nahost-Kriegs vor zwei Wochen schiesst sie Raketen auf Israel ab. Der jüdische Staat hat wiederum seine Angriffe auf Ziele der Schiitenmiliz im Libanon intensiviert. Laut der WHO sind seitdem auf der libanesischen Seite 634 Todesopfer und mehr als 1.586 Verletzte gemeldet worden.

    «Das Wort ‹Kapitulation› steht nicht in unserem Wörterbuch»: Hisbollah-Chef Naim Kassim
    «Das Wort ‹Kapitulation› steht nicht in unserem Wörterbuch»: Hisbollah-Chef Naim Kassim
    Bilal Hussein/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.21 Uhr

    USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten

    Die USA verstärken ihr Militär im Nahen Osten. Wie aus US-Regierungskreisen verlautete, werden rund 2500 Marineinfanteristen und mindestens ein weiteres Kriegsschiff in die Region geschickt. Das ist eine deutliche Verstärkung der US-Truppen im Krieg gegen den Iran.

    Die Gewährsperson sagte der Nachrichtenagentur AP, das amphibische Angriffsschiff «USS Tripoli» sei in den Nahen Osten entsandt worden. Zudem würden Mitglieder einer sogenannten Marine Expeditionary Unit geschickt. Dabei handelt es sich um Marineinfanteristen, die nicht nur für amphibische Landungen ausgebildet und ausgestattet sind, sondern auch auf die Stärkung der Sicherheit von Botschaften, die Evakuierung von Zivilisten und Katastrophenhilfe spezialisiert sind. Die Entsendung bedeutet nicht zwangsweise, dass die USA einen Einsatz am Boden im Nahen Osten geplant haben.

    Neben rund 2500 US-Marines wird auch mindestens ein weiteres Kriegsschiff in die Region entsandt. 
    Neben rund 2500 US-Marines wird auch mindestens ein weiteres Kriegsschiff in die Region entsandt. 
    Petty Officer 3rd Class Bill Dod/US Navy/AP/dpa
  • 21.06 Uhr

    Erdogan: Türkei aus dem Krieg herauszuhalten ist «Priorität Nummer eins»

    Die Türkei soll nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan unter keinen Umständen in den  Iran-Krieg hineingezogen werden. Er werde sich von «Provokationen» nicht mitreissen lassen, sagte Erdogan am Freitag, nachdem kurz zuvor Abwehrsysteme der Nato nach Angaben aus Ankara die mittlerweile dritte Rakete aus dem Iran über der Türkei abgeschossen hatten.

    «Zu verhindern, dass unser Land in diese Feuersbrunst hineingezogen wird, ist unsere Priorität Nummer eins», sagte Erdogan. «Wir handeln mit sehr grosser Vorsicht angesichts von Komplotten, Fallen und Provokationen, die darauf abzielen, unser Land in den Krieg hineinzuziehen», sagte der türkische Präsident. Er stellte eine «angemessene und massvolle» Reaktion in Aussicht.

    Will sich von «Provokationen» nicht mitreissen lassen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
    Will sich von «Provokationen» nicht mitreissen lassen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
    Khalil Hamra/AP/dpa (Archivbild)

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara war kurz zuvor eine «aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete», die in den türkischen Luftraum eingedrungen war, von den Luft- und Raketenabwehrsystemen der Nato im östlichen Mittelmeer «unschädlich gemacht» worden.

    Bereits zuvor waren im Nato-Land Türkei seit Beginn des Iran-Kriegs zwei iranische Raketen abgefangen worden. Am Dienstag gab Ankara bekannt, dass ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der östlichen Provinz Malatya stationiert werde. In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann. Bereits nach dem Abschuss der ersten Rakete im türkischen Luftraum in der vergangenen Woche hatte die Nato ihre Abwehrbereitschaft verstärkt.

  • 19.13 Uhr

    USA setzen hohe Belohnung zur Ergreifung Chameneis aus

    Die USA haben eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei ausgesetzt. Das US-Aussenministerium teilte mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 7,9 Millionen Franken) für Hinweise über den Verbleib Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.

  • 19 Uhr

    Trump: Putin hilft dem Iran «vielleicht ein bisschen»

    US-Präsident Donald Trump hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft. Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: «Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja». Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. «Sie tun es. Und wir tun es», sagte er.

    Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten liefere. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten etwa der US-Sender CNN und die «Washington Post».

    US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass Putin Iran «vielleicht ein bisschen» helfe.
    US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass Putin Iran «vielleicht ein bisschen» helfe.
    Brandon Bell/Getty Images North America Pool via AP/dpa

    Der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der die US-Delegation bei Gesprächen mit Moskau und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs leitet, wurde darauf zuletzt mehrfach angesprochen. Nach eigenen Angaben teilte er Russland mit, dass es Teheran nicht mit Informationen im Iran-Krieg unterstützen soll. Kürzlich sagte Witkoff zudem, russische Vertreter hätten Trump in einem Telefongespräch versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen.

  • 18.39 Uhr

    Iran widerspricht Trump: Marine intakt

    Der Iran hat Darstellungen von US-Präsident Donald Trump über den Zustand der iranischen Marine und Luftstreitkräfte scharf zurückgewiesen. «Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (...) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Strasse von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann», sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.

    Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, die iranische Marine sei verschwunden, die Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet. «Erneut die Frage: wieso treffen Irans Raketen und Drohnen dann in regelmässigen Abständen ihre vorgesehenen Ziele», hielt Akbarsadeh entgegen.

    Der iranische Machtapparat hat sich bislang als widerstandsfähig erwiesen und schlägt immer wieder zurück, was den USA und ihren Verbündeten sowie der Weltwirtschaft zunehmend zusetzt. Die iranischen Revolutionsgarden halten etwa an einer Blockade der für den Öltransport wichtigen Strasse von Hormus fest, einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.

    Teheran hat der Behauptung Trumps widersprochen, Irans Marine existiere nicht mehr.
    Teheran hat der Behauptung Trumps widersprochen, Irans Marine existiere nicht mehr.
    --/AP/dpa (Archivild)
  • 17.36 Uhr

    Trump: Chamenei «wird jetzt liefern müssen»

    Nach Drohungen aus Teheran steht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die Glaubwürdigkeit des neuen obersten Führers des Irans Modschtaba Chamenei auf dem Prüfstand. «Sie reden sehr viel, also wird er jetzt liefern müssen», sagte Trump dem Sender Fox News Radio mit Blick auf die Drohungen aus Teheran.

    Irans neuer Religionsführer hatte in einer Stellungnahme Rache für Opfer im Krieg gegen die USA und Israel gefordert und angekündigt, die Strasse von Hormus weiter als Druckmittel einzusetzen.

    Trump kündigte derweil weitere Angriffe auf den Iran an. «Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen.»

  • 15.35 Uhr

    Alle sechs Crew-Mitglieder tot

    Ein US-Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 ist nach Angaben der US-Armee über dem Westen des Irak abgestürzt. Dabei sind gemäss neusten Angaben alle sechs Crewmitglieder verstorben. 

    Zuvor hiess es, bei dem Absturz seien vier der sechs Crewmitglieder verstorben. Nach den anderen zwei werde noch gesucht. Weitere Angaben zu den Umständen machte die US-Luftwaffe zunächst nicht.

  • 14.21 Uhr

    Irans Führer soll laut Hegseth «verwundet und entstellt» sein

    Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei, ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er dabei nicht aus.

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, der 56-jährige Religionsführer könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen.» Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde «keine Lebensversicherungen» für die Feinde Israels abschliessen.

    Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Chamenei bisher nicht öffentlich gezeigt. Die «New York Times» hatte jüngst unter Berufung auf drei iranische Funktionäre berichtet, dass er Verletzungen an seinen Beinen erlitten habe.

  • 11-38 Uhr

    Schweiz verweigert US-Militär Überflug

    Die Schweiz hat zwei Überfluggesuche des US-Militärs abgelehnt. Der Bundesrat prüft weiterhin, ob der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran als Krieg im neutralitätsrechtlichen Sinn gilt.

    Mehr dazu liest du in unserem separaten Artikel:

  • 10.52 Uhr

    Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet

    Eine solche KC-135 stürzte im Irak ab.
    Eine solche KC-135 stürzte im Irak ab.
    US-Armee

    Ein US-Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 ist nach Angaben der US-Armee über dem Westen des Irak abgestürzt. Der Absturz sei nicht auf «feindlichen Beschuss oder Beschuss durch eigene Truppen» zurückzuführen, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Donnerstag. Ein zweites, in den Vorfall verwickeltes Flugzeug sei sicher gelandet.

    Wie das Militär am Freitag bekannt gab, wurden bei dem Absturz der KC-135 vier der sechs Besatzungsmitglieder getötet.

    Die Maschine vom Typ KC-135 ist mindestens das vierte US-Flugzeug, das seit Beginn des Iran-Krieges abgestürzt ist. Anfang März waren drei US-Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee «versehentlich» von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden.

  • 9.32 Uhr

    Drohne schlägt in Dubai ein

    Die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate hat am Freitag erneut iranische Drohnen abgefangen. Herabfallende Trümmer trafen dabei ein Gebäude im Zentrum Dubais. Laut Behörden gab es keine Verletzten.

    Iranische Drohne trifft Gebäude in Dubai

    Iranische Drohne trifft Gebäude in Dubai

    Die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate hat am Freitag erneut iranische Drohnen abgefangen. Herabfallende Trümmer trafen dabei ein Gebäude im Zentrum Dubais. Laut Behörden gab es keine Verletzten.

    13.03.2026

  • 9 Uhr

    Tote und Verletzte durch Drohne im Oman

    Im Oman sind einem Bericht zufolge zwei Menschen durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden demnach verletzt. Eine zweite Drohne sei in offenes Gelände gestürzt, meldete die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf Sicherheitskreise.

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    — MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 11. März 2026 um 19:01

    Die Vorfälle ereigneten sich demnach in der Region Sohar im Norden des Landes. Bei den Toten, die sich bei dem Einschlag in einem Industriegebiet aufhielten, soll es sich um ausländische Staatsbürger handeln, hieß es weiter.

    Zur Herkunft der Drohnen war zunächst nichts bekannt. Die zuständigen Behörden ermittelten, so die Meldung. Der Oman wurde trotz seiner Vermittlungsbemühungen seit Beginn des Iran-Kriegs mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe.

  • 8.52 Uhr

    Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel

    dpatopbilder - Vom Iran abgeschossene Raketen sind am Himmel über der Stadt Tel Aviv zu sehen. Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    dpatopbilder - Vom Iran abgeschossene Raketen sind am Himmel über der Stadt Tel Aviv zu sehen. Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    Keystone

    Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden. Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen.

    Die israelische Polizei teilte mit, es habe einen Einschlag in der Nähe eines Wohnhauses im Ort Sarsir in der Nähe der Stadt Nazareth gegeben. Aufnahmen der Sicherheitskräfte zeigten ein schwerbeschädigtes Haus und ein zerstörtes Auto sowie ein verendetes Fohlen. Laut Israels Feuerwehr wurden weitere Häuser teils schwer beschädigt. Zudem sei nach dem Einschlag auch ein Feuer in dem Ort ausgebrochen. Israels Armee teilte mit, sie untersuche die Umstände des Vorfalls.

  • 8.15 Uhr

    USA lockern Sanktionen gegen russisches Öl auf Tankern

    Das US-Finanzministerium will die Sanktionen gegen russisches Öl auf Tankern weiter lockern. Das Ministerium werde eine Ausnahmelizenz für Lieferung und Verkauf bestimmter sanktionierter russischer Rohöl- und Erdölprodukte für einen Monat erteilen, teilte es gestern mit.

    Die Regelung gelte ausschliesslich für Öl, das bereits auf See sei. Finanzminister Scott Bessent versicherte, der Schritt werde der russischen Regierung «keine wesentlichen finanziellen Vorteile bringen».

    Die USA haben wegen des russischen Invasionskrieges gegen die Ukraine russisches Öl mit Sanktionen belegt. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor knapp zwei Wochen sind die Rohölpreise jedoch in die Höhe geschossen, weil Teheran die Strasse von Hormus praktisch gesperrt hat.

    Durch diese Meerenge werden etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur sind das normalerweise etwa 20 Millionen Barrel pro Tag. Experten schätzen, dass in der vergangenen Woche etwa 125 Millionen Barrel russisches Öl auf Tankern verladen waren.

    US-Präsident Donald Trump hatte Anfang dieser Woche signalisiert, dass er weitere Massnahmen ergreifen werde, um die Beschränkungen für sanktioniertes Öl zu lockern und so den Ausfall von Öl auf dem Markt auszugleichen. «Wir haben Sanktionen gegen einige Länder verhängt», sagte Trump am 9. März. «Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis die Strasse (von Hormus) wieder offen ist.»

    Der vom Finanzministerium verkündete Schritt folgt auf die vorübergehende Genehmigung der Trump-Regierung, Indien den Kauf von russischem Öl zu erlauben. Bessent versicherte im Kurznachrichtendienst X, der rasante Anstieg der Rohölpreise sei nur «eine kurzfristige und vorübergehende Störung, die langfristig einen enormen Nutzen für unser Land und unsere Wirtschaft bringen wird».

  • 6.37 Uhr

    Trump: «Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig»

    US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert. «Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig – militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

    Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump. Der Republikaner argumentierte weiter, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. «Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert», schrieb er – ohne seine Drohung näher zu erläutern.

    US-Präsident Donald Trump am Donnerstag im Weissen Haus.
    US-Präsident Donald Trump am Donnerstag im Weissen Haus.
    Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson

    Trump hatte bereits mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift der Iran auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe die Golfstaaten und Israel weiter mit Raketen und Drohnen an. Die iranischen Revolutionsgarden halten darüber hinaus an einer Blockade der für den Öltransport wichtigen Strasse von Hormus fest, einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.

    Trumps Behauptung, dass die USA für den Iran-Krieg über unbegrenzte Munitionsvorräte verfügten, wird von vielen Experten und auch von seinen politischen Gegnern, den Demokraten, infrage gestellt.

  • 5.37 Uhr

    Fast 60 Verletzte bei Raketenangriff auf Israel

    Bei einem Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens 58 Personen verletzt worden. Der Angriff erfolgte den Angaben zufolge auf Sarsir – eine Stadt rund 100 Kilometer nördlich von Jerusalem, nahe der Grenze zum Libanon. Eine Person befinde sich in kritischem Zustand, 57 Menschen hätten leichte Verletzungen durch Glassplitter erlitten, teilte der Rettungsdienst mit.

    Von der Einsatzstelle veröffentlichtes Filmmaterial zeigte beschädigte Autos und verstreute Trümmer. Das israelische Militär erklärte, gemeinsam mit den Rettungskräften vor Ort zu arbeiten, um die Trümmer zu beseitigen.

    Die libanesische Hisbollah-Miliz gab am Freitagmorgen an, mehrere Raketen auf Nordisrael und auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben.

  • 5.28 Uhr

    Saudi-Arabien: 50 Drohnen innerhalb weniger Stunden abgeschossen

    Das saudi-arabische Verteidigungsministerium hat den Abschuss von rund 50 Drohnen innerhalb weniger Stunden gemeldet. Am Freitagmorgen teilte das Ministerium mit, dass die Luftabwehr zehn weitere Drohnen abgeschossen habe, die auf die östlichen und zentralen Provinzen des Königreichs abgezielt hätten. Damit stieg die Gesamtzahl der Drohnen, die innerhalb weniger Stunden in den saudischen Luftraum eingedrungen waren, auf fast 50.

    Die Angriffswelle stellt eine ungewöhnlich hohe Zahl an Luftbedrohungen für das Königreich dar. In den vergangenen Tagen waren Ziele wie die US-Botschaft in Riad, Ölinfrastruktur sowie ein Militärstützpunkt mit US-Truppen ins Visier genommen worden.

  • 5.21 Uhr

    Israelische Angriffe auf Beiruter Stadtviertel – ein Toter

    Bei einem israelischen Angriff im Südwesten von Beirut ist eine Person getötet worden. Ein Auto sei am Freitagmorgen im Küstenviertel Dschna getroffen worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Ein weiterer israelischer Angriff habe eine Wohnung im Viertel Nabaa getroffen, berichteten lokale Medien. Nabaa, am nördlichen Stadtrand von Beirut im dicht besiedelten Bezirk Burdsch Hammud gelegen, ist Heimat einer grossen armenischen Gemeinde. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

    Israelischer Luftangriff auf das zentrale Beiruter Viertel Bashura am 12. März 2026. 
    Israelischer Luftangriff auf das zentrale Beiruter Viertel Bashura am 12. März 2026. 
    Bild: Keystone/EPA/Wael Hamzeh

    Nach den Angriffen erklärte die israelische Armee, sie habe ein Hisbollah-Mitglied in Beirut ins Visier genommen. Es ist das erste Mal, dass ein solches Gebiet in diesem Konflikt oder während des Krieges zwischen der militant-islamistischen Hisbollah und Israel im Jahr 2024 angegriffen wurde. Beide Viertel liegen weit entfernt von den südlichen Vororten Beiruts, die das israelische Militär für unsicher erklärt und für die es Evakuierungsaufrufe herausgegeben hat.

  • 5.22 Uhr

    USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl

    Die US-Regierung will dem aufgrund des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Das erklärte Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

    Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Bessent argumentierte jedoch, Russland werde von dieser «eng gefassten» Ausnahme nicht in bedeutender Weise finanziell profitieren.

    Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Auch deswegen ist Moskau für den Export auf hoher See häufig auf sanktionierte Schiffe angewiesen, die zur sogenannten Schattenflotte gehören. Länder und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, könnten im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.

    Die globalen Energiemärkte sind infolge des Iran-Kriegs sehr volatil, die Preise für Öl und Gas sind seit Kriegsbeginn vor knapp zwei Wochen zuletzt stark angestiegen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Strasse von Hormus – einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen.

  • 5.09 Uhr

    Herabfallende Trümmer verursachen Brand in Dubai

    Herabfallende Trümmer abgefangener Geschosse haben in Dubai einen Brand ausgelöst. Dichter schwarzer Rauch stieg am frühen Freitagmorgen über der Skyline der Stadt auf, nachdem die örtlichen Behörden von einem Brand in einem Industriegebiet der Metropole berichtet hatten. Ein Journalist der AP sah das Feuer im Stadtteil Al-Kuos in Dubai. Umstehende versammelten sich dort. Die Polizei hinderte den AP-Journalisten daran, sich dem Brandort weiter zu nähern, der sich in einer Sackgasse befand.

    Das Dubai Media Office, das Stellungnahmen für die Regierung herausgibt, erklärte, dass «Trümmer einer erfolgreichen Abfangaktion einen kleineren Vorfall an der Fassade eines Gebäudes im Zentrum von Dubai verursacht haben». Es hiess, es habe keine Verletzten gegeben.

    Der bei einem iranischen Drohnenangriff beschädigte Dubai Creek Harbour Tower. (12. März 2026)
    Der bei einem iranischen Drohnenangriff beschädigte Dubai Creek Harbour Tower. (12. März 2026)
    Bild: Keystone/EPA
  • 2.53 Uhr

    Französischer Soldat bei Drohnenangriff im Irak getötet

    Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte. Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmassnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hiess es.

    Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung «Le Parisien». Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.

    Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Anti-Terror-Kampf im Irak stationierten französischen Truppen als inakzeptabel. Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschliesslich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung. Der Krieg im Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen.

    Nach einer Explosion am Flughafen der nordirakischen Stadt Erbil am späten Mittwochabend steigt Rauch auf.
    Nach einer Explosion am Flughafen der nordirakischen Stadt Erbil am späten Mittwochabend steigt Rauch auf.
    Bild: Keystone/AP Photo/Leo Correa
  • 0.15 Uhr

    US-Tankflugzeug stürzt im Irak ab

    Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug verloren. «Der Vorfall hat sich in verbündetem Luftraum ereignet», teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Er sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen. Die Rettungsmassnahmen dauerten an.

    Nach Angaben von Centcom waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks «runtergekommen». Nähere Details zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.

    Die iranische Armee behauptete in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung hingegen, eine mit Teheran verbündete Gruppe im Irak habe das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine Dachorganisation von bewaffneten Gruppen, die vom Iran unterstützt werden, habe sich zum Abschuss des Tankflugzeugs bekannt. In einer Stellungnahme der Gruppe hiess es, sie habe das Flugzeug «zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes» abgeschossen, schrieb die «Zeit».

    Tankflugzeug vom Typ KC-135. (Archivbild)
    Tankflugzeug vom Typ KC-135. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Hiro Komae
  • Freitag, 13. März 2026, 0.05 Uhr

    Irans Geheimdienst warnt Bevölkerung vor Massenprotesten

    Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Iribnews verbreitete eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar.

    Der Geheimdienst kündigte an, «Vaterlandsverräter» rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der «böse Feind» Angst und Strassenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.

    Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte. Ausgelöst worden waren die Demonstrationen durch eine massive Wirtschaftskrise. Einer der Protestrufe galt dem später getöteten Religionsführer Ali Chamenei: «Tod dem Diktator».