Iran-Konflikt Die wichtigsten Ereignisse zwischen dem 14. April und dem 11. Mai

SDA

12.5.2026 - 10:29

Trump verschärft Ton gegen Iran: «Völlig inakzeptabel»

Trump verschärft Ton gegen Iran: «Völlig inakzeptabel»

Die Lage zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu: US-Präsident Donald Trump nennt die jüngste Antwort Teherans auf einen amerikanischen Friedensvorschlag «völlig inakzeptabel».

11.05.2026

Am 28. Februar starteten die USA und Israel Angriffe auf den Iran. Teheran reagiert mit Gegenangriffen, die nicht nur Israel treffen. Der Krieg hat sich inzwischen auf die gesamte Region ausgeweitet, ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Die Entwicklungen im Ticker.

,

Keystone-SDA, Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Israel und die USA haben am 28. Februar den Iran angegriffen.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung wurden bei einem der Angriffe am 28. Februar getötet.
  • Nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei zu seinem Nachfolger ernannt worden.
  • Als faktisch mächtigster Mann im Iran galt zuletzt Ali Laridschani; der Generalsekretär des Rates für nationale Sicherheit wurde bei einem israelischen Luftangriff am 17. März getötet. 
  • Donald Trump hat die Begründung für den Waffengang mehrmals geändert.
  • Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.

Bist du gerade im Nahen Osten? Melde dich bei uns auf WhatsApp unter der Nummer +41 79 282 27 12 oder per Mail.

  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 19.15 Uhr

    Greenpeace: Ölteppich im Persischen Golf könnte Schutzgebiete treffen

    Ein neuer im Zuge des Iran-Kriegs beobachteter Ölteppich im Persischen Golf könnte nach Einschätzung von Greenpeace auch Schutzgebiete treffen. Satellitenaufnahmen deuteten darauf hin, dass sich der neue Ölteppich nahe der iranischen Insel Charg vergleichsweise stark verteilt habe, sagte Greenpeace-Expertin Nina Noelle der Nachrichtenagentur DPA.

    Es sei wahrscheinlich, dass sich das Öl unter den aktuellen Bedingungen weiter im Meer verteile und die Küsten nicht in grossen Mengen erreiche. Dies sei jedoch eine vorläufige Einschätzung. Abhängig von Wind, Wellen und Strömung bestehe prinzipiell die Möglichkeit, dass Teile des Ölteppichs südwärts driften und sensible marine Lebensräume oder Schutzgebiete beeinflussen könnten.

    Auf einer Satellitenaufnahme ist nahe der iranischen Insel Charg ein neuer Ölteppich zu sehen. (6. Mai 2026)
    Auf einer Satellitenaufnahme ist nahe der iranischen Insel Charg ein neuer Ölteppich zu sehen. (6. Mai 2026)
    Bild: European Space Agency via AP

    Die genaue Ursache für den Ölteppich war zunächst unklar. Auf der Insel Charg im Persischen Golf ist die zentrale Infrastruktur für Irans Ölexport angesiedelt.

    «Man kann die Möglichkeit von Leckagen aufgrund von Rohrbrüchen oder absichtlichen oder versehentlichen Lecks aus Tankern nicht ausschliessen», schrieb Kaveh Madani, Direktor des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit, auf X. Kriegsbedingungen erschwerten die Möglichkeit der Wartung, Überwachung und Kontrolle, fügte er hinzu.

    Irans Umweltministerium dementierte eine mögliche Beschädigung von Pipelines, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Der Ölteppich sei vielmehr durch verunreinigtes Ballastwasser eines beschädigten Tankschiffs verursacht worden, teilte das Ministerium demnach mit.

  • 17.56 Uhr

    Trump verärgert über Forderung aus Teheran nach Reparationen

    In den Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs stört sich US-Präsident Donald Trump nach Angaben aus Diplomatenkreisen besonders an der Forderung Teherans nach Reparationen. Zwei Diplomaten sagten der Nachrichtenagentur AP, die Forderung frustriere Trump. Reparationen würden traditionell von der unterlegenen Seite gezahlt. Trump sehe den Begriff Reparationen in iranischen Vorschlägen kritisch, da eine Zustimmung dazu als Eingeständnis einer Niederlage interpretiert werden könnte.

  • 14.11 Uhr

    Trump «schachmatt»: «Der Iran wird zum Hauptakteur in der Region»

    Der amerikanische Kolumnist Robert Kagan gilt als Neokonservativer. Mit Donald Trump hat der 67-Jährige aber schon 2016 gebrochen. Weil er als Autor der «Washington Post» 2024 eine Wahlempfehlung für Kamala Harris abgegeben hat, musste er im Oktober vor zwei Jahren als leitender Redaktor zurücktreten.

    "For those like myself who would like, and you, I'm sure, who would like to see the Iranian people freed from the brutal tyranny that they've been suffering under the mullahs, Donald Trump is not the person to deliver them from that." Robert Kagan on Trump's incompetence.

    [image or embed]

    — The Bulwark (@thebulwark.com) 4. April 2026 um 07:00

    Nun hat Kagan für «The Atlantic» über den Krieg im Nahen Osten geschrieben: Unter dem Titel «Schachmatt im Iran» lässt er kein gutes Haar an der Politik seines Präsidenten. Obwohl Washington und Jerusalem den Iran 37 Tage lang bombardiert hätten, sei Teheran bisher nicht zu Konzessionen bereit.

    Stattdessen habe ein iranischer Angriff auf die Erdgas-Industrieanlage Ras Laffan in Katar am 18. März gereicht, um die amerikanischen Angriffe zu stoppen: Zusammen mit dem Munitionsmangel lasse das die USA als «Papiertiger» erscheinen, was den Übergang in eine «post-amerikanische Welt» beschleunige.

    Das könnte Leute wie Wladimir Putin und Xi Jinping auf dumme Ideen bringen, warnt Kagan. Dem Weissen Haus winkt an der Strasse von Hormus eine krachende Niederlage, heisst es weiter. «Sie kann weder repariert noch ignoriert werden», schreibt der Autor.

    Checkmate in Iran — Washington can't reverse or control the consequences of losing this war. (Robert Kagan/The Atlantic) #Trump

    [image or embed]

    — TrumpWatch (@trumpwatch.skyfleet.blue) 10. Mai 2026 um 20:39

    Warum ist der Mann so pessimistisch? «Es wird keine Rückkehr zum Status quo ante geben, keinen ultimativen amerikanischen Triumph, der den angerichteten Schaden ungeschehen macht oder überwindet. Die Strasse von Hormuz wird nicht mehr ‹offen› sein, wie sie es einmal war», schreibt Kagan.

    Teheran ist für ihn der grosse Gewinner: «Mit der Kontrolle über die Strasse von Hormuz wird der Iran zum Hauptakteur in der Region und zu einem der Hauptakteure in der Welt. Die Rolle Chinas und Russlands als Verbündete des Irans wird gestärkt, die Rolle der Vereinigten Staaten erheblich geschwächt.»

  • 12.16 Uhr

    «Keinerlei Zugeständnisse verlangt»: Jetzt spricht Teheran

    Der Iran hat seinen von US-Präsident Donald Trump abgelehnten Verhandlungsvorschlag verteidigt. «Wir haben keinerlei Zugeständnisse verlangt», sagt Aussenministeriumssprecher Ismail Baghai heute. «Das Einzige, was wir verlangt haben, sind die legitimen Rechte des Iran.»

    Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens Kriegsentschädigungen der USA, die uneingeschränkte iranische Souveränität über die Straße von Hormus, die Aufhebung der Sanktionen sowie die Freigabe seiner im Ausland beschlagnahmten Vermögenswerte verlangt.

    Über seine Uranbestände wollte er erst später verhandeln. Er bot jedoch an, einen Teil seines hochangereicherten Urans zu verdünnen und den Rest in ein Drittland zu transportieren, teilten zwei Regierungsvertreter aus der Region der Nachrichtenagentur AP mit. Einzelheiten sollten in 30-tägigen Verhandlungen geklärt werden.

  • 8.44 Uhr

    Was der Iran Trump angeboten hat

    Donald Trump hat das jüngste iranische Angebot auf Truth Social als «völlig inakzeptabel» bezeichnet: «Ich mag es nicht», wütet der 79-Jährige. Bleibt die Frage, was Teheran ihm eigentlich geantwortet hat.

    «Faytuks News» liefert unter Verweis auf die Nachrichtenagentur IRIB die Antwort: Demnach lehnt das Mullah-Regime Trumps Angebot ab, weil der US-Präsident gierig sei.

    Teheran fordert demnach ein Ende der Blockade und freie Fahrt für alle Öltanker. Die US-Sanktionen gegen den Iran müssen aufgehoben werden und eingefrorenes iranisches Vermögen soll freigegeben werden. Teheran behält die Hoheit über die Strasse von Hormus. Nicht zuletzt müssen die Angriffe im Libanon aufhören.

  • 08.34 Uhr

    Modi ruft zu Home-Office auf nach steigenden Spritpreisen

    Wegen Nahost-Krieg: Modi ruft Indien zum Sparen auf

    Wegen Nahost-Krieg: Modi ruft Indien zum Sparen auf

    Indiens Premier Narendra Modi appelliert an die Bevölkerung, weniger Benzin und Diesel zu verbrauchen. Er fordert mehr Homeoffice, Videokonferenzen und Fahrgemeinschaften.

    11.05.2026

    Indiens Opposition übt scharfe Kritik an Premierminister Narendra Modi. Dieser hatte die Bevölkerung aufgerufen, ihren Lebensstil anzupassen, um die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs abzufedern.

    Konkret riet Modi laut Berichten dazu, etwa weniger Benzin zu verbrauchen, weniger Speiseöl und Dünger einzusetzen, nicht ins Ausland zu reisen oder auf Goldkäufe zu verzichten. Auch Homeoffice und die Nutzung der U-Bahn nannte er als Beispiele.

    Die Opposition reagiert empört. Oppositionsführer Rahul Gandhi bezeichnete den Appell als «Beweis für das Scheitern» der Regierung. «Das sind keine Predigten – das sind Beweise für das Scheitern», schrieb er auf Hindi auf X.

  • 8.20 Uhr

    Ölpreis zieht wieder an

    Öl hat sich zum Start in die Woche nach den gescheiterten Friedensbemühungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten weiter verteuert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als vier Prozent auf 105,76 Dollar.

    Bereits Ende vergangener Woche hatte der Ölpreis angezogen, nachdem er am Donnerstag wegen der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Nahost-Kriegs bis auf 96 Dollar gefallen war.

  • 07.03 Uhr

    Iran-Krieg noch «nicht vorbei»: Uran muss entfernt werden

    Benjamin Netanyahu: «Man geht hinein und holt das angereicherte Uran heraus.»

    Benjamin Netanyahu: «Man geht hinein und holt das angereicherte Uran heraus.»

    Israels Premier Benjamin Netanyahu macht klar: Für ihn ist der Konflikt mit Iran erst beendet, wenn das angereicherte Uran ausser Landes geschafft und Atomanlagen demontiert sind. In einem TV-Interview kündigt er ein hartes Vorgehen an.

    11.05.2026

    Iran müsse seine Bestände an angereichertem Uran entfernen, bevor der US-israelische Krieg gegen Iran als beendet betrachtet werden könne, sagt Israels Premierminister Benjamin Netanyahu in einem Interview.

    «Es ist nicht vorbei, denn es gibt noch nukleares Material – angereichertes Uran –, das aus dem Iran entfernt werden muss. Es gibt weiterhin Anreicherungsanlagen, die demontiert werden müssen», sagt Netanyahu in einem Auszug aus einem Interview, das später am Sonntag in der CBS-Sendung «60 Minutes» ausgestrahlt werden soll.

  • 5.30 Uhr

    Einflussreicher US-Senator plädiert für Kurswechsel

    US-Präsident Donald Trump erhält Unterstützung für einen härteren Kurs gegenüber Teheran. Der einflussreiche republikanische US-Senator Lindsey Graham schrieb auf X, angesichts der anhaltenden Attacken Irans auf die internationale Schifffahrt und Verbündete der USA im Nahen Osten sei es an der Zeit, die Vorgehensweise zu ändern: «<Projekt Freiheit Plus> klingt im Moment ziemlich gut.»

    Am vergangenen Montag hatten die USA das «Projekt Freiheit» gestartet, um die weitgehend blockierte Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Doch nur rund einen Tag später kündigt Trump überraschend an, den Einsatz «für kurze Zeit» auszusetzen.

  • 2.25 Uhr

    Iran weist Trump-Plan zurück – Reparationszahlungen gefordert

    Der US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs in Nahost ist von iranischen Staatsmedien wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans aufgenommen worden. Eine Annahme hätte die Unterwerfung der Islamischen Republik unter die «überzogenen Forderungen» von US-Präsident Donald Trump bedeutet, kommentierte unter anderem der regierungstreue Sender Press TV.

    Dagegen betone der vom Iran vorgelegte Plan ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten. Der US-Plan sei von der Führung in Teheran zurückgewiesen worden.

    Trump hatte die iranische Antwort auf das jüngste Angebot der US-Regierung als «völlig inakzeptabel» bezeichnet. Dem Nachrichtenportal «Axios» sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. «Ich mag ihre Antwort nicht», sagte Trump, ohne auf den Inhalt des Briefes einzugehen. Er liess offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.

    Der Iran forderte laut Staatsmedien auch die volle Souveränität über die Strasse von Hormus sowie ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Keine Rolle spielte in der Antwort demnach der Streit über das iranische Atomprogramm.

    Anti-USA- und -Israel-Propaganda auf einer Mauer in Teheran. (8. Mai 2026)
    Anti-USA- und -Israel-Propaganda auf einer Mauer in Teheran. (8. Mai 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh
  • 1.04 Uhr

    Trump nennt Irans Antwort auf US-Vorschlag «völlig inakzeptabel»

    Die USA und der Iran kommen bei ihren Bemühungen um ein Ende des Kriegs nicht voran. Im Gegenteil: US-Präsident Donald Trump hält die jüngste Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für «völlig inakzeptabel». Er sprach auch weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus. In Teheran zeigte man sich davon erneut unbeeindruckt. «Ich habe gerade die Antwort der sogenannten <Vertreter> des Irans gelesen. Das gefällt mir nicht – VÖLLIG INAKZEPTABEL», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag oder nächsten Schritten gab es nicht. Bereits Stunden zuvor hatte Trump in einem anderen Beitrag Teheran gedroht. «Die werden nicht mehr lange lachen!», hiess es.

    Im Iran zitierte die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Tasnim eine informierte Quelle, derzufolge Trumps Reaktion keinerlei Bedeutung habe. Niemand im Iran verfasse Vorschläge, um Trump zu gefallen, hiess es. Das Verhandlungsteam solle nur Vorschläge ausarbeiten, die im Interesse des iranischen Volkes seien.

    Pakistan hat Irans Antwort auf den US-Vorschlag weitervermittelt. Doch die Äusserungen aus Teheran gefallen US-Präsident Donald Trump gar nicht. (Archivbild)
    Pakistan hat Irans Antwort auf den US-Vorschlag weitervermittelt. Doch die Äusserungen aus Teheran gefallen US-Präsident Donald Trump gar nicht. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Aaron Schwartz

    Am Sonntag hatte der Iran eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Der Staatssender Irib berichtete, der vom Iran vorgeschlagene Text konzentriere sich auf die Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.

    Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

  • 0.10 Uhr

    Iranische Friedensnobelpreisträgerin in Spital in Teheran verlegt

    Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Stiftung in ein Spital in Teheran verlegt worden. Die 54‐Jährige war nach einem Herzinfarkt seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation eines Spitals in der Stadt Sandschan im Nordwesten des Irans, wo sie auch inhaftiert war. Mohammadi sei eine Aussetzung ihrer Strafe gegen Zahlung einer hohen Kaution gewährt worden, hiess es in einer Mitteilung der Stiftung.

    Ihr Transport mit dem Krankenwagen sei abgeschlossen, und sie befinde sich nun im Tehran Pars Spital, wo sie von ihrem eigenen Ärzteteam behandelt werde, hiess es weiter. Auch ihr Anwalt Mostafa Nili bestätigte die Verlegung auf X. Mohammadis in Paris lebender Ehemann Taghi Rahmani hatte erst am Samstag auf X berichtet, der Gesundheitszustand der Menschenrechtsaktivistin sei weiter kritisch. Sie habe einen starken Blutdruckabfall erlitten, zudem falle ihr inzwischen selbst das Sprechen schwer, schrieb er.

    Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich aktuell in einem Spital in Teheran. (10. Mai 2026)
    Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich aktuell in einem Spital in Teheran. (10. Mai 2026)
    Bild: Narges Foundation Archive via AP

    Rahmani und andere Familienmitglieder forderten seit längerem, Mohammadi nach Teheran zu verlegen, damit sie dort von ihren eigenen Fachärzten behandelt werden kann. Auch die USA forderten den Iran am Freitag dazu auf, Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Sie müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Aussenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X.

    Mohammadi war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen «Verschwörung» und «propagandistischer Aktivitäten» verurteilt; zudem gilt ein zweijähriges Ausreiseverbot.

  • Montag, 11. Mai 2026, 0.01 Uhr

    Netanjahu: Nuklearmaterial muss aus Iran entfernt werden

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht den Krieg gegen den Irak als noch nicht beendet an. «Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss», sagte er dem US-Sender CBS in der Sendung «60 Minutes» laut vorab veröffentlichter Vorschau. Es müssten auch noch Uran-Anreicherungsanlagen demontiert werden.

    Trump zeigte sich zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten «irgendwann» das angereicherte Uran des Irans sichern würden. «Wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen», sagte er in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Sendung «Full Measure». Das Material stehe «unter Beobachtung» der USA, sagte Trump. «Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen.»

  • 22.13 Uhr

    US-Senator: US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht

    Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines US-Senators stark aufgezehrt. Es sei «schockierend ist, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben», sagte Mark Kelly in der CBS-Sendung «Face The Nation» und fügte an, dass US-Präsident Donald Trump die USA in einen Krieg «ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan» hineingezogen habe.

    Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Senator aus Arizona über bestimmte Munitionsarten informiert – nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für Patriots. Es werde «Jahre» dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen. Konkrete Angaben machte Kelly nicht.

    Kelly warnte, dass die USA womöglich im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage wären, ihr Land zu verteidigen. Die Vereinigten Staaten würden sich dann in einer schlechteren Lage befinden, «als wir es sonst wären, wenn dieser Krieg im Iran nicht stattgefunden hätte».

    Derzeit versucht das Pentagon, eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben genehmigt zu bekommen. Der Haushaltsentwurf der Trump-Regierung sieht für das Haushaltsjahr 2027 knapp 1,5 Billionen US-Dollar für Verteidigungsausgaben vor. Kelly bezeichnete dies als «unverschämt». Das Budget des Pentagons habe bei seinem Start im Senat vor fünfeinhalb Jahren bei 700 Milliarden Dollar gelegen.

  • 17.49 Uhr

    Israel errichtete geheimen Stützpunkt in irakischer Wüste

    Israel hat zu Beginn des Krieges gegen den Iran einen geheimen Stützpunkt in der irakischen Wüste errichtet. Dafür sei eine unter dem früheren Machthaber Saddam Hussein erbaute und seit langem aufgegebene Start- und Landebahn in der Nadschaf-Wüste genutzt worden, bestätigten irakische Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag einen Bericht des «Wall Street Journal».

    Der israelische Einsatz erfolgte demnach «in Koordination mit den USA». Inzwischen seien keine israelischen Soldaten mehr vor Ort. Wie lange die israelischen Streitkräfte auf dem Stützpunkt waren oder welchen Auftrag sie hatten, blieb unklar.

    Das «Wall Street Journal» hatte am Samstag berichtet, Israel habe in der irakischen Wüste einen «geheimen Militärstützpunkt» errichtet. In der Anlage, die als logistisches Drehkreuz für die israelische Luftwaffe gedient habe, seien Spezialeinheiten untergebracht gewesen. Dies alles sei kurz vor Kriegsbeginn mit dem Wissen der USA geschehen.

    Staatliche irakische Medien hatten Anfang März berichtet, das irakische Militär habe eine Einheit in die Region entsandt, nachdem Berichte über «Personen oder Bewegungen in der Wüste von Nadschaf» eingegangen seien. Die Truppen seien dort unter schweren Beschuss geraten, wobei ein Soldat getötet und zwei weitere verletzt worden seien.

    Die Wüste von Nadschaf im Südwesten des Landes ist weitläufig und weitgehend unbewohnt, was den irakischen Streitkräften Kontrollen erschwert.

  • 17.15 Uhr

    Trump: Bekommen iranisches Uran «irgendwann»

    US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten «irgendwann» das angereicherte Uran des Irans sichern würden. «Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen», sagte er in einem Interview der Sendung «Full Measure». Das Material stehe «unter Beobachtung» der USA, behauptete Trump weiter. «Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen.»

    Uran-Anreicherungsanlage in Natanz, Iran. (Archiv)
    Uran-Anreicherungsanlage in Natanz, Iran. (Archiv)
    Bild: imago images/Xinhua

    Am Samstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin vorgeschlagen, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, «und das nicht ohne Grund».

    Trump drängt im derzeitigen Krieg den Iran dazu, seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran vollständig zu entfernen. Zudem müssten Anreicherungskapazitäten abgebaut und es Teheran unmöglich gemacht werden, sein Nuklearprogramm voranzutreiben, um Atomwaffen zu entwickeln. Für den Bau von Atomwaffen muss Uran sehr hoch angereichert werden. Der Iran beteuert seit Jahren, sein Atomprogramm sei rein ziviler Natur.

  • 15.12 Uhr

    Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt

    Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zum genauen Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Gemäss dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hiess es lediglich.

  • Sonntag, 10. Mai 2026, 13.12 Uhr

    Frachter vor Katar von Projektil getroffen – Spannungen in der Golfregion nehmen zu

    Vor der Küste des Qatar ist ein Frachter von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Nach Angaben der britischen Seeschifffahrtsbehörde United Kingdom Maritime Trade Operations ereignete sich der Vorfall rund 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Doha.

    An Bord des Schiffes brach demnach ein kleines Feuer aus, das jedoch schnell gelöscht werden konnte. Laut dem Kapitän wurden keine Menschen verletzt, zudem seien keine Umweltschäden entstanden. Die Herkunft des Projektils werde derzeit untersucht. Schiffe in der Region wurden zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

    Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in der Region. Zuvor hatte die iranische Revolutionsgarde, die offiziell als Islamic Revolutionary Guard Corps bekannt ist, mit Angriffen auf US-Schiffe gedroht. «Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag nach sich ziehen», hiess es in einer Erklärung, die von Staatsmedien verbreitet wurde.

    Bereits zuvor hatten die United States nach Angaben des US-Zentralkommandos, dem United States Central Command, iranische Frachtschiffe im Gulf of Oman mit Präzisionsmunition beschossen. Auch in der strategisch wichtigen Strait of Hormuz war es zuvor zu militärischen Zwischenfällen gekommen.

    Ob der Iran eine erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag übermittelt hat, ist bislang unklar. Auch zur Rolle des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump im Zusammenhang mit dem Vorschlag äusserten sich weder Teheran noch Washington. Die Lage in der Region bleibt angespannt.

  • 22.07 Uhr

    Moskau will Uran aus dem Iran einlagern

    Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Das sagte Putin bei einer ausserordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, «und das nicht ohne Grund».

    Moskau sei bereit, «diese Erfahrung zu wiederholen». Er sagte, dass alle Konfliktparteien - der Iran, die USA und Israel - damit einverstanden gewesen seien. «Doch dann verschärften die Vereinigten Staaten ihre Position und forderten den Abtransport ausschliesslich auf das Gebiet der USA. Daraufhin verschärfte der Iran seine Position.»

    Den Konflikt zwischen den USA und dem Iran bezeichnete Putin als «sehr schwierig und kompliziert». Auch Russland sei deswegen in einer schwierigen Position, da es sowohl zum Iran als auch zu den Anrainern des Persischen Golfs freundschaftliche Beziehungen unterhalte.

    Die USA haben unter anderem die gut befestigte unterirdische Uran-Anreicherungslage Fordo im Iran angegriffen. Wie entscheidend die Anlagen getroffen wurde, ist unklar.
    Die USA haben unter anderem die gut befestigte unterirdische Uran-Anreicherungslage Fordo im Iran angegriffen. Wie entscheidend die Anlagen getroffen wurde, ist unklar.
    Archivbild: Planet Labs PBC/Planet Labs PBC via AP/dpa
  • 20.29 Uhr

    Iran droht mit Schliessung der Strasse von Hormus «für immer»

    Der Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament, Ebrahim Azizim, warnt die Golfstaaten vor einer diplomatischen Annäherung an Washington. Dies würde «schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen wird». Azim reagierte damit auf eine Resolution im UN-Sicherheitsrat, in der Bahrain zusammen mit den USA einen Entwurf verfasst hat, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. «Die Straße von Hormus ist eine lebenswichtige Lebensader. Riskieren Sie nicht, sie sich selbst FÜR IMMER zu verschliessen», droht Azizi bei X.

  • 21.36 Uhr

    Irans Militär: Gefechte in Strasse von Hormus beendet

    Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Strasse von Hormus für beendet erklärt. «Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

    Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hätte die iranische Marine auf die «Verletzung der Feuerpause» reagiert. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.

  • 16.30 Uhr

    USA: Haben zwei Tanker unter iranischer Flagge angegriffen

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und ausser Gefecht gesetzt. Zwei solche Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

    Von einem US-Kampfflugzeug seien an diesem Freitag Schüsse auf die Schiffe abgefeuert worden, um zu verhindern, dass sie die US-Seeblockade brechen würden, hiess es.

  • 09.18 Uhr

    Trump: «Ich habe es als Kleinigkeit bezeichnet»

    Donald Trump: «Ich habe es als Kleinigkeit bezeichnet»

    Donald Trump: «Ich habe es als Kleinigkeit bezeichnet»

    Die USA und der Iran haben sich gegenseitig beschossen. Washington spricht von Vergeltung nach Angriffen, Teheran wirft den USA einen Bruch der Waffenruhe vor. Trump wirft die Schuld den Iranern zu.

    08.05.2026

    Die USA und der Iran haben sich gegenseitig beschossen. Washington spricht von Vergeltung nach Angriffen, Teheran wirft den USA einen Bruch der Waffenruhe vor. Trump wirft die Schuld den Iranern zu.

  • 5.29 Uhr

    Emirate melden Abwehr neuer iranischer Luftangriffe

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge erneut vom Iran angegriffen worden. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten. Anwohner sollten herabfallende Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern. Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.

    Der Iran hatte den Golfstaat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen am Montag und Dienstag wieder angegriffen. Die iranischen Streitkräfte hatten ihre Angriffe als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Strasse von Hormus bezeichnet. US-Präsident Donald Trump setzte die Initiative dann am Dienstag wieder aus.

    Am Donnerstag griffen die USA nach einem iranischen Angriff auf US-Zerstörer in der Strasse von Hormus auch Ziele im Iran an. Teheran sah daraufhin die von Trump einseitig auf unbestimmte Zeit verlängerte Waffenruhe als verletzt an und drohte seinerseits mit Vergeltung.

  • 4 Uhr

    USA greifen Ziele im Iran an

    Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird auf eine neue Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Strasse von Hormus hat das US-Militär als Vergeltungsmassnahme Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit. Das iranische Militär warf den USA nach den Angriffen vor, die ohnehin fragile Waffenruhe verletzt zu haben.

    US-Präsident Donald Trump forderte den Iran erneut unter Drohungen auf, «schnell» eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber trotz der Angriffe weiter.

    «US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung, als Lenkwaffenzerstörer der US-Marine am 7. Mai die Strasse von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquerten», erklärte Centcom. Iranische Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als die drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten. Es seien keine US-Einheiten getroffen worden.

    Der US-Zerstörer «USS Rafael Peralta» im Persischen Golf. (Archivbild)
    Der US-Zerstörer «USS Rafael Peralta» im Persischen Golf. (Archivbild)
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire/U.S. Navy

    Das US-Militär habe die Bedrohungen «neutralisiert» und iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe verantwortlich gewesen seien – darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Zentralen für Aufklärung und Überwachung, hiess es weiter. Es werde keine Eskalation angestrebt, man werde jedoch die US-Streitkräfte schützen.

  • 3.48 Uhr

    Medien: US-Ministerium prüft möglichen Insiderhandel im Krieg

    Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden. 

  • Freitag, 8. Mai 2026, 3 Uhr

    Trump sieht Waffenruhe weiterhin in Kraft

    Trotz der neuen Angriffe zwischen Iran und den USA in der Strasse von Hormus ist die Waffenruhe im Iran-Krieg laut US-Präsident Donald Trump weiterhin in Kraft. Auf eine Journalistenfrage in Washington, ob die Feuerpause trotz der Angriffe noch gelte, antwortete Trump: «Ja.» Die iranischen Angriffe auf US-Zerstörer in der Strasse von Hormus bezeichnete er als «Bagatelle».

  • 23.31 Uhr

    Zentralkommando bestätigt: USA fliegen neue Angriffe gegen iranische Ziele

    Update 23.55 Uhr: Die USA haben erneut Ziele im Iran angegriffen. Dies teilt das US-Zentralkommando mit. Es handele sich um «Selbstverteidigungsschläge», nachdem der Iran mit Raketen, Drohnen und Booten US-Kriegsschiffe angegriffen habe, die die Strasse von Hormus durchfuhren, erklärte die US-Armee. Die iranische Armee warf den USA ihrerseits einen Verstoss gegen die Feuerpause vor.

    Zuvor hatte unter anderem der TV-Sender Fox News unter Berufung auf US-Beamte berichtet, die Explosionen auf der Insel Gheschm sowie die nahe der Hafenstadt Bandar Abbas seien auf neue US-Angriffe zurückzuführen. Demnach habe das US-Militär zudem den iranischen Marinekontrollpunkt Bandar Kargan in Minab angegriffen. Die Angriffe würden aber weder eine Neuaufnahme des Krieges, noch ein Ende der Waffenruhe bedeuten.

    Zuvor hatten iranische Medien Explosionsgeräusche nahe Bandar Abbas gemeldet. Ausserdem berichtete die Nachrichtenagentur Fars von Schusswechseln zwischen iranischen Streitkräften und dem «Feind» auf der Insel Gheschm.

  • 22.34 Uhr

    Trump setzte Hormus-Einsatz laut Medienberichten nach Druck von Verbündeten aus

    US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus Medienberichten zufolge nach Druck von Verbündeten am Golf ausgesetzt. Trumps überraschender Stopp von «Projekt Freiheit» erfolgte, nachdem Saudi-Arabien den USA die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes sowie des saudischen Luftraums zur Unterstützung der Initiative untersagt hatte, wie der Sender NBC News unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtete.

    Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf saudische Beamte, dass neben Saudi-Arabien auch Kuwait dem US-Militär die Nutzung von Stützpunkten beziehungsweise seines Luftraums verwehrt hatte. Dazu sei es gekommen, nachdem hochrangige US-Beamte iranische Angriffe in der Region als Reaktion auf «Projekt Freiheit» heruntergespielt hätten. Die US-Initiative habe den grössten Streit in den militärischen Beziehungen der USA und Saudi-Arabiens seit Jahren ausgelöst, hiess es.

    Setzte «Projekt Freiheit» überraschend wieder aus: US-Präsident Donald Trump.
    Setzte «Projekt Freiheit» überraschend wieder aus: US-Präsident Donald Trump.
    Manuel Balce Ceneta/AP/dpa (Archivbild)

    Trump hatte am Dienstagabend (Ortszeit Washington) überraschend angekündigt, den am Montag begonnenen Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge «für kurze Zeit» auszusetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen werden könne. Die Aussetzung von «Projekt Freiheit» erfolge auf Bitten Pakistans und anderer Länder sowie den «enormen militärischen Erfolgen» der USA, teilte er mit.

    Nach Informationen des «Wall Street Journal» haben Saudi-Arabien und Kuwait ihre Beschränkungen für das US-Militär inzwischen wieder aufgehoben. Im Fall Saudi-Arabiens sei dies das Ergebnis eines von mehreren Telefonaten zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gewesen. Trumps Regierung erwäge nun, «Projekt Freiheit» wieder aufzunehmen. Laut Beamten aus dem Pentagon könnte das bereits diese Woche passieren, schrieb die Zeitung.

  • 22.13 Uhr

    Iranische Medien melden Explosionen am Persischen Golf

    Inmitten militärischer Spannungen mit den USA haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar.

    Fars schrieb in einem weiteren Bericht von Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem «Feind». Dabei sei unter anderem ein Hafenbereich auf der Insel Gheschm getroffen worden. Nähere Details lagen zunächst nicht vor.

    Unterdessen spekulierten iranische Medien über einen möglichen Luftangriff der Vereinigten Arabischen Emirate. Erst vor wenigen Tagen hatten Irans Streitkräfte Ölanlagen in dem arabischen Golfstaat attackiert. Die Nachrichtenagentur Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, schrieb: «Sollte sich die Angelegenheit bestätigen, werden die Emirate den Preis für ihre feindselige Handlung bezahlen.»

    Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel Gheschm etwa seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner.

    Trotz der Waffenruhe bleiben die Spannungen rund um die Strasse von Hormus gross (Archivbild).
    Trotz der Waffenruhe bleiben die Spannungen rund um die Strasse von Hormus gross (Archivbild).
    dpa
  • 19.20 Uhr

    Verhandlungsvorschlag: Noch keine Antwort aus Teheran

    Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen US-Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert.

    Derzeit wartet das Weisse Haus auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.

    US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung erreicht werden könnte. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran «in Grund und Boden zu bombardieren», sagte er in einem Interview.

    Trump gibt sich demonstrativ zuversichtlich mit Blick auf einen Deal mit dem Iran.
    Trump gibt sich demonstrativ zuversichtlich mit Blick auf einen Deal mit dem Iran.
    Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • 18.45 Uhr

    Iran gründet Behörde zur Kontrolle der Strasse von Hormus

    Der Iran hat nach Angaben des Schifffahrtsdatenunternehmens Lloyd’s List Intelligence eine Behörde zum Erheben von Mautgebühren in der Strasse von Hormus eingerichtet. Die sogenannte Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs stelle sich «als die einzig gültige Behörde dar, die Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge erlaubt», teilte Lloyd's in einem Online-Briefing mit. Sie habe bereits per E-Mail ein Antragsformular für Schiffe verschickt, die die Meerenge passieren wollen.

    Der Iran hatte nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Inzwischen lässt er zwar wieder einige Schiffe durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle und verlangt zumindest in einigen Fällen Geld für die Passage. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen.

    Experten sehen die Kontrollansprüche und Mautforderungen Teherans als Verstoss gegen das Völkerrecht.
    Experten sehen die Kontrollansprüche und Mautforderungen Teherans als Verstoss gegen das Völkerrecht.
    Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

    Die neue iranische Behörde formalisiert ein bereits bestehendes, aber undurchsichtiges Prozedere, das Schiffe durch die nördlichen Gewässer der Meerenge nahe der iranischen Küste leitet. Seerechtsexperten betrachten die Kontrollansprüche und Mautforderungen des Iran als Verstoss gegen das Völkerrecht. Nach dem Seerechtsvertrag der Vereinten Nationen müssen die Länder die friedliche Durchfahrt durch ihre Hoheitsgewässer erlauben.

  • 6.15 Uhr

    Weisses Haus wartet auf iranische Reaktion

    Das Weisse Haus wartet laut Medienberichten auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der strategisch bedeutenden Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.

    Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte laut iranischer Nachrichtenagentur Isna allerdings zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor dem Abschluss eines Abkommens stünden.

    Bei der US-Forderung einer Einschränkung des iranischen Atomprogramms gibt es nach Trumps Angaben Bewegung. Er sagte im Weissen Haus, der Iran habe zugesichert, keine Atomwaffen anzustreben. «Iran darf keine Atomwaffe haben (...) und sie haben dem zugestimmt», sagte er. Das wurde allerdings von iranischer Seite nicht aktuell bestätigt. Die Führung in Teheran beteuert allerdings seit vielen Jahren, dass Irans Atomprogramm rein ziviler Natur sei. Trump sagte weiter, Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt – welche das sein sollen, liess der Republikaner offen. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, oberstes Ziel bleibe die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazitäten.

    Der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, schien sich über Trumps optimistische Prognosen zu einer Einigung lustig zu machen. Auf der Plattform X schrieb er mit Blick auf Trumps jüngste Äusserungen, die Operation Vertrauen sei gescheitert, nun gehe es wieder um den Modus der Täuschung.

  • 1.02 Uhr

    Trump: Einigung mit dem Iran «sehr wahrscheinlich»

    Nur Stunden nach Drohungen weiterer Angriffe gegen den Iran hat sich US-Präsident Donald Trump optimistisch hinsichtlich eines Friedensabkommens gezeigt. «Wir hatten in den vergangenen 24 Stunden sehr gute Gespräche, und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir eine Einigung erzielen», sagte Trump Reportern im Oval Office. «Es ist ganz einfach: Der Iran darf keine Atombombe haben», betonte der Präsident. Zuvor hatte er erklärt, die entscheidende Frage sei, ob der Iran einer Vereinbarung zustimme, die für die USA zufriedenstellend sei, und deutete erneut an, dass die USA letztlich eine Einigung erzwingen könnten.

    «Wir haben es mit Leuten zu tun, die sehr daran interessiert sind, eine Einigung zu erzielen, und wir werden sehen, ob sie eine Vereinbarung schliessen können, die für uns zufriedenstellend ist», sagte Trump bei einem Muttertagsessen im Weissen Haus. «Und wenn sie nicht zustimmen, werden sie kurz darauf zustimmen.»

    US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump am Mittwoch beim «Military Mother's Day Event» im Weissen Haus.
    US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump am Mittwoch beim «Military Mother's Day Event» im Weissen Haus.
    Bild: Keystone/EPA/Shawn Thew

    Zuvor hatte Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht, sollte dieser die Strasse von Hormus nicht wieder öffnen. «Sollten sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardements – und dies wird leider auf einem weitaus höheren Niveau und mit einer viel grösseren Intensität geschehen als zuvor», schrieb er am Mittwoch in den sozialen Medien. Der Präsident bezeichnete die Blockade der Strasse von Hormus als eine «Mauer aus Stahl», während beide Länder versuchen, die Unterbrechung von Öl- und Gaslieferungen als Druckmittel gegeneinander zu nutzen. dpa

  • Donnerstag, 7. Mai 2026, 0.10 Uhr

    Israel greift erstmals seit Waffenruhe in Beiruter Vorort an

    Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor drei Wochen hat die israelische Luftwaffe wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel sei ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen, hiess es in einer Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. Man habe ihn dabei «eliminieren» wollen.

    Der israelische TV-Sender Chadschot 13 berichtete, nach israelischen Informationen seien der Radwan-Kommandeur Malek Balut, sein Stellvertreter sowie weitere Radwan-Kämpfer getötet worden. Der Angriff sei gegen 20.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ) erfolgt, nachdem die Luftwaffe einen konkreten Hinweis des israelischen Geheimdienstes erhalten habe. Balut habe sich in einer Wohnung in denen als Dahija bekannten Vororten versteckt gehalten. Die Luftwaffe habe rund zehn schwere Bomben abgeworfen. Im Norden Israels herrsche in Erwartung einer möglichen Eskalation erhöhte Alarmbereitschaft. Die USA seien vor dem Angriff informiert worden und hätten zugestimmt. Hisbollah-Kreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass bei dem Angriff ein Kommandeur getötet worden sei.

    Ein bei einem israelischen Luftangriff am Mittwochabend schwer beschädigtes Gebäude in einem Vorort von Beirut. 
    Ein bei einem israelischen Luftangriff am Mittwochabend schwer beschädigtes Gebäude in einem Vorort von Beirut. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Hassan Ammar

    Anwohner in Beirut berichteten von lauten Explosionen. Auf den Strassen in den Vororten und darüber hinaus brach Augenzeugen zufolge Panik aus. Viele Autos warteten am Strassenrand, anstatt ihren Weg fortzusetzen. Bewohner aus den südlichen Vororten flohen. «Als wir die Explosionen gehört haben, sind wir die Treppen hinuntergerannt und geflohen», sagte ein Anwohner der Deutschen Presse-Agentur. Mit Beginn der Waffenruhe sind viele der Bewohner in ihre Häuser in Dahija zurückgekehrt. Es handelt sich dabei um ein dicht besiedeltes Wohngebiet.

    «Die Radwan-Kämpfer unter seiner Führung waren verantwortlich für Beschuss israelischer Ortschaften und Angriffe auf israelische Soldaten», hiess es weiter in der Mitteilung von Netanjahu und Katz. «Kein Terrorist geniesst Immunität – die lange Hand Israels wird jeden Feind und Mörder erreichen.» Ziel sei es, die Sicherheit der Einwohner Nordisraels zu gewährleisten.

    Obwohl offiziell eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel gilt, kommt es weiterhin täglich zu gegenseitigen Angriffen. Seit Anfang März hatte sich der Konflikt im Zuge der regionalen Eskalation erneut deutlich verschärft, nachdem Raketen aus dem Libanon abgefeuert worden waren. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Südlibanon, begleitet von schweren Gefechten im Grenzgebiet.

  • 21.34 Uhr

    Trump: Iran hat Verzicht auf Atomwaffen zugesagt

    Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. «Iran darf keine Atomwaffe haben (...) und sie haben dem zugestimmt», sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt – welche das sein sollen, liess der Republikaner offen.

    Trump bezeichnete unterdessen die jüngsten Gespräche mit dem Iran als «sehr gut». «Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden», sagte er.

    Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor einem Abschluss eines Abkommens stünden. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft und die Antwort an den Vermittler Pakistan übermittelt, sagte er der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

  • 20.22 Uhr

    Trump sieht Iran-Deal kurz bevorstehen

    US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach eigenen Worten kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. Man sei «sehr nah dran», sagte Trump dem US-Sender PBS laut Transkript eines Telefoninterviews. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner für kommende Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran «in Grund und Boden zu bombardieren», sagte Trump.

    US-Präsident Trump sieht das Ende des Irankrieges kurz bevorstehen. (Archivbild)
    US-Präsident Trump sieht das Ende des Irankrieges kurz bevorstehen. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Jacquelyn Martin

    Trump bestätigte in dem Interview auch mehrere Punkte einer möglichen Vereinbarung, über die zuvor bereits übereinstimmend das «Wall Street Journal», der Sender CNN und das Nachrichtenportal «Axios» berichtet hatten. Dieses sieht demnach vor, dass der Iran sein hochangereichertes Uran an die USA übergeben soll. Auf die Frage, ob das Material möglicherweise in die USA gebracht werden solle, antwortete Trump: «Nein, nicht vielleicht. Es geht in die Vereinigten Staaten.»

    Zudem bestätigte Trump, dass Iran im Rahmen der Vereinbarung zusichern solle, keine unterirdischen Nuklearanlagen zu betreiben. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf einen iranischen Vertreter, dass ein langjähriges Moratorium für iranische Urananreicherung vorgesehen sei. Danach dürfte der Iran laut einem Vorschlag möglicherweise Uran wieder bis auf 3,67 Prozent Reinheit anreichern. Laut Trump hingegen ist Letzteres nicht Teil der Vereinbarung.

    Nach übereinstimmenden US-Medienberichten arbeiten Washington und Teheran mit Vermittlern an einer einseitigen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit 14 Punkten. Das Papier soll einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen schaffen und den Krieg formell beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus, wo Iran zuletzt den Schiffsverkehr stark eingeschränkt und die USA eine sich gegen iranische Häfen gerichtete Blockade aufgebaut hatten.

  • 20.01 Uhr

    US-Militär: Haben Tanker unter iranischer Flagge angegriffen

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen unter iranischer Flagge fahrenden, unbeladenen Öltanker angegriffen und ausser Gefecht gesetzt. Von einem US-Kampfflugzeug seien am Morgen (Ortszeit Washington) mehrere Schüsse auf das Schiff abgefeuert worden, nachdem es Warnungen der USA, dass es die US-Seeblockade verletze, ignoriert habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

    Der Tanker habe internationale Gewässer passiert und sich in Richtung eines iranischen Hafens am Golf von Oman bewegt, hiess es. «Die US-Blockade gegen Schiffe, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen, bleibt in vollem Umfang in Kraft», betonte das US-Militär.

  • 19.00 Uhr

    Iran-Krieg beschert Russland Milliardenplus

    Russland hat im April nach Angaben des Finanzministeriums auch dank des Iran-Kriegs 917 Milliarden Rubel (gut zehn Milliarden Euro) an Steuern für die Rohstoffförderung eingenommen. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch im März mit 443 Milliarden Rubel (4,9 Milliarden Euro), wie aus der vom Ministerium veröffentlichten Statistik hervorgeht. Der Grossteil (umgerechnet etwa 8,5 Milliarden Euro) davon entfiel auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Allerdings schlugen zugleich die ukrainischen Angriffe auf die Ölindustrie zu Buche.

    Der April war der erste Monat, in dem sich die Preissteigerungen an den Weltmärkten infolge des Iran-Kriegs voll bemerkbar machten. Moskau ist ein Verbündeter Teherans, mischt sich aber nicht offen militärisch in den Konflikt Irans mit den USA und Israel ein. Russland ist dabei einer der Hauptprofiteure von der Krise im Nahen Osten.

    Allerdings kommt der Geldregen nicht uneingeschränkt im Haushalt an. So gab die Regierung die Hälfte der Öleinnahmen an die russische Petrolindustrie zurück. Die Konzerne sollten damit einerseits die Preissteigerungen im Land für Benzin und Diesel dämpfen und andererseits ihre Raffinerien modernisieren und reparieren. Die Ölindustrie ist eine wichtige Einnahmequelle des Kremls für seinen Krieg gegen die Ukraine. Kiew zielt mit seinen Drohnenangriffen daher neben Militäranlagen bewusst auf Raffinerien, Öllager und Terminals, um diese Einnahmen zu schmälern.

  • 16.13 Uhr

    Teheran prüft US-Verhandlungsvorschlag

    Inmitten neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump prüft der Iran einen neuen US-Verhandlungsvorschlag. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte der iranischen Nachrichtenagentur Isna, nach Prüfung des Vorschlages werde der Iran seine Position dazu an den Vermittlerstaat Pakistan übermitteln. Über Inhalte des Vorschlages machte Baghai demnach keine Angaben.

    Indes wies Baghai einen US-Medienbericht der Nachrichtenwebseite «Axios» über einen möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien als überzogen zurück. «Axios» hatte unter Berufung auf US-Quellen berichtet, ein einseitiges Dokument zur kurzfristigen Beilegung des Krieges sei kurz vor dem gemeinsamen Abschluss.

    US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran mit massiven Bombardierungen gedroht, sollte es zu keiner Einigung kommen. (Archivbild)
    US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran mit massiven Bombardierungen gedroht, sollte es zu keiner Einigung kommen. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Alex Brandon
  • 14.42 Uhr

    Trump lockt mit Kriegsende – und droht Iran scharf

    US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt, Teheran aber auch mit heftigen Angriffen gedroht.

    «Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen – was vielleicht eine gewagte Annahme ist –, dann wird die bereits legendäre ‹Epic Fury› ein Ende finden, und die äusserst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Strasse von Hormus FÜR ALLE OFFEN ist, einschliesslich des Irans», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

    «Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardierungen, und zwar leider in einem weitaus grösseren Umfang und mit einer weitaus höheren Intensität als vorher», schrieb Trump weiter.

  • 12.03 Uhr

    USA und Iran kurz vor einem Deal?

    Im Weissen Haus wächst die Zuversicht über eine mögliche Einigung mit dem Iran. Laut dem US-Magazin «Axios» steht ein Deal über ein Kriegsende kurz vor dem Abschluss. Grundlage soll ein Dokument sein, das mehrere zentrale Punkte regelt.

    Demnach soll sich der Iran zu einem Moratorium für die Urananreicherung verpflichten. Im Gegenzug wären die USA bereit, Sanktionen aufzuheben und eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freizugeben. Zudem sollen beide Seiten ihre Blockaden in der Strasse von Hormus beenden.

    Wie «Axios» weiter berichtet, erwarten die USA eine Antwort aus Teheran innerhalb der nächsten 48 Stunden.

    In der Nacht auf Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump an, sein «Projekt Freiheit» zu stoppen, das Tankern die freie Durchfahrt durch die Strasse von Hormus sichern sollte. Laut Bericht steht dieser Entscheid in direktem Zusammenhang mit dem geplanten Abkommen.

    Gegenüber «Reuters» bestätigte zudem eine pakistanische Quelle diese Entwicklung.

  • 11.21 Uhr

    Schiff französischer Reederei in Hormus-Meerenge angegriffen

    Ein Schiff der französischen Reederei CMA CGM ist in der Strasse von Hormus angegriffen worden. Mitglieder der Crew seien verletzt und evakuiert worden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Marseille mit. Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter «San Antonio» wurde bei dem Angriff am Dienstag demnach beschädigt.

    Nähere Details zu dem Angriff während der Durchfahrt der Meeresenge nannte die Reederei nicht – auch nicht zur Frage, wer dafür verantwortlich war. Auch zum Zustand der Verletzten gab das Unternehmen keine Auskunft.

    Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Strasse von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. 
    Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Strasse von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. 
    Bild: Keystone

    Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Teheran den Schiffsverkehr durch die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus weitgehend unpassierbar gemacht. Am Montag hatten die USA einen Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge gestartet – zuletzt kündigte US-Präsident Donald Trump aber an, diesen «für kurze Zeit» auszusetzen.

  • 09.50 Uhr

    USA starten «defensive Operation» in Hormus-Meerenge

    USA starten «defensive Operation» in Hormus-Meerenge

    USA starten «defensive Operation» in Hormus-Meerenge

    Die USA wollen festsitzenden Schiffen die Ausfahrt aus der Strasse von Hormus ermöglichen. Aussenminister Marco Rubio spricht von einer rein defensiven Mission – geschossen werde nur im Falle eines Angriffs.

    06.05.2026

    Die USA wollen festsitzenden Schiffen die Ausfahrt aus der Strasse von Hormus ermöglichen. Aussenminister Marco Rubio spricht von einer rein defensiven Mission – geschossen werde nur im Falle eines Angriffs.

  • 5.20 Uhr

    Irans Aussenminister trifft Amtskollegen in China

    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigten die Zusammenkunft.

    Worüber die Minister sprachen, wurde zunächst nicht bekannt. Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg, in dem aktuell eine Waffenruhe gilt, dürfte jedoch ein zentrales Thema gewesen sein. China und der Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land gilt unter anderem als der grösste Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der USA gegen den Iran bereits mehrfach kritisiert.

    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi bei einem Treffen am 23. April 2025 in Peking. 
    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi bei einem Treffen am 23. April 2025 in Peking. 
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire/Iranian Foreign Ministry

    Wang und Araghtschi trafen sich gut eine Woche vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. Washington hat den Besuch angekündigt, Peking bestätigte die Visite bislang nicht.

  • 5.11 Uhr

    Fast alle Rohstoffe auf den Weltmärkten verteuern sich erheblich Preise

    Neben Öl und Gas haben sich in den vergangenen Monaten nahezu alle Metalle erheblich verteuert. Nach Berechnung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) haben die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten fast wieder ihr Rekordhoch von 2021 erreicht. «Der Iran-Krieg befeuert diese Entwicklung zusätzlich», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands in München, Bertram Brossardt. «Kaum eine Branche bleibt von den Preissteigerungen unberührt.»

    Den grössten Preisanstieg verzeichneten demnach im Lauf des ersten Quartals Edelmetalle mit einem Plus von über 34 Prozent – und das, obwohl Gold und Silber im Laufe des März wieder billiger wurden. An zweiter Stelle folgten seltene Erden mit einem Preisanstieg von 29,3 Prozent. Hierfür sind laut VBW hauptsächlich die Exportkontrollen der chinesischen Regierung verantwortlich, die den Grossteil des Weltmarkts für die seltenen Erden kontrolliert.

    Industriemetalle verteuerten sich demnach um 14,3 Prozent. Auffällig: Lithium wurde um über 80 Prozent teurer, Wolfram sogar um mehr als 130 Prozent. Ersteres wird unter anderem für Elektroauto-Batterien benötigt, letzteres laut Brossardt für KI-Chips und Waffen.

  • 1.40 Uhr

    Iran kündigt Mechanismus für Transit durch Hormus-Strasse

    Der Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die von ihm blockierte Strasse von Hormus sichern. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV.

    Unklar blieb zunächst, wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstösse reagieren könnte. Laut Press TV ist der Mechanismus in der Strasse von Hormus bereits in Betrieb.

    Ein Propagandaplakat in Teheran zum Streit um die Strasse von Hormus. (2. Mai 2026)
    Ein Propagandaplakat in Teheran zum Streit um die Strasse von Hormus. (2. Mai 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh

    Die iranischen Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatten am Dienstag Schiffe davor gewarnt, die Meerenge über nicht genehmigte Routen zu passieren, sonst werde eine «entschlossene Reaktion» darauf folgen. Die einzige sichere Route sei die vom Iran zuvor angekündigte, berichtete die von den Revolutionsgarden als Sprachrohr genutzte Nachrichtenagentur Fars.

    Die Persian Gulf Strait Authority wurde vom Iran eingerichtet, um den Schiffsverkehr in der Meerenge zu überwachen und zu regeln. Die für die Weltwirtschaft und insbesondere den Transport von Rohöl und Flüssiggas bedeutende Strasse von Hormus ist für Handelsschiffe derzeit weitestgehend blockiert.

  • Mittwoch, 6. Mai 2026, 1.35 Uhr

    Trump pausiert Militäreinsatz für sichere Hormus-Durchfahrt

    Präsident Donald Trump will den US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» aussetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Es habe für ein solches «umfassendes und abschliessendes» Abkommen «grosse Fortschritte» gegeben, schrieb er.

    Die US-Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe in vollem Umfang in Kraft, schrieb Trump. Die Aussetzung von «Projekt Freiheit» erfolge auf Bitten Pakistans und anderer Länder sowie den «enormen militärischen Erfolgen» der USA. Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran.

    Ein iranischer Schlepper in der Strasse von Hormus, dahinter Frachtschiffe vor Anker. (4. Mai 2026)
    Ein iranischer Schlepper in der Strasse von Hormus, dahinter Frachtschiffe vor Anker. (4. Mai 2026)
    Bild: Keystone/Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP

    Damit scheint für das «Projekt Freiheit» nach nur rund einem Tag erst einmal wieder Schluss zu sein: Am Montag hatten die USA die Initiative gestartet, die festsitzenden Schiffen helfen soll, die Strasse von Hormus zu passieren. Der Iran reagierte darauf nach US-Angaben mit mehreren Angriffen – unter anderem auf US-Streitkräfte, die versuchten, die Handelsschifffahrt in der Meerenge wieder in Gang zu bringen. Lediglich drei Schiffen gelang am Montag die Durchfahrt.

    Trumps Ankündigung überrascht: Noch am Dienstag hatten sowohl US-Verteidigungsminister Pete Hegseth als auch Aussenminister Marco Rubio vor Journalisten für die neue US-Initiative geworben. Rubio sagte etwa, dass man sich «jetzt» dem neuen Projekt widmen werde, nachdem die US-Offensive «Gewaltiger Zorn» beendet worden sei. Diesen Namen («Epic Fury») hatte die US-Regierung ihrem Krieg gegen den Iran gegeben, den sie gemeinsam mit Israel Ende Februar begonnen hatte.

  • 22.35 Uhr

    Rubio: US-Militäreinsatz gegen Iran abgeschlossen

    Der US-Militäreinsatz gegen Iran ist nach Worten des amerikanischen Aussenministers Marco Rubio bereits beendet. «Die Operation ‹Gewaltiger Zorn› ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht», sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. US-Präsident Donald Trump habe den Kongress entsprechend darüber in Kenntnis gesetzt. «Diese Phase haben wir hinter uns. Jetzt widmen wir uns dem ‹Projekt Freiheit›.» Mit dieser Initiative wollen die USA die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr und damit für den weltweiten Ölhandel öffnen.

    Vergangenen Freitag hatte Trump in einem Brief an den US-Kongress die Kampfhandlungen gegen Iran für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte mehr zwischen den beiden Ländern gegeben, heisst es darin. «Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet.» An diesem Tag hatten die USA die Operation «Gewaltiger Zorn» gestartet. Durch diese Interpretation des andauernden Konfliktes mit Iran sieht sich die US-Regierung in der Lage, auch ohne Zustimmung des Kongresses weiter im Nahen Osten aktiv sein zu können.

    Aussenminister Marco Rubio am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Normalerweise fungiert Karoline Leavitt in der Rolle der Sprecherin des Weissen Hauses, aber sie ist seit Ende April im Mutterschutz.
    Aussenminister Marco Rubio am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Normalerweise fungiert Karoline Leavitt in der Rolle der Sprecherin des Weissen Hauses, aber sie ist seit Ende April im Mutterschutz.
    Bild: Keystone/AP Photo/Mark Schiefelbein
  • 19.03 Uhr

    Trump nennt Iran-Krieg «kleines Scharmützel» und appelliert an Teheran

    US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg als «kleines militärisches Scharmützel» bezeichnet. «Ich nenne es ein Scharmützel, weil der Iran keine Chance hat. Die hatten sie nie», sagte er am Dienstag im Weissen Haus. Zugleich forderte er die Führung in Teheran auf, klug vorzugehen.

    Trump sagte über den Iran weiter: «Sie sollten das Vernünftige tun, denn wir wollen nicht dort einmarschieren und Menschen töten.» Das sei ihm persönlich «zu hart», sagte er bei einer Veranstaltung zur körperlichen Fitness von Kindern und Jugendlichen.

    Trump redet den Iran-Krieg bereits seit Wochen klein. Im März hatte er von einem «kurzen Ausflug» für die US-Streitkräfte gesprochen, diesen Montag sprach er von einem «Mini-Krieg». Beobachter vermuten, dass er damit der wachsenden Kriegsskepsis in der Bevölkerung entgegentreten will.

  • 16.57 Uhr

    Emirate melden neue Angriffe Irans

    Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach Angaben der dortigen Regierung am zweiten Tag in Folge mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Flugabwehr reagiere auf diese Angriffe, teilte das emiratische Verteidigungsministerium mit. Der Iran hatte den Golfstaat am Montag erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder angegriffen. US-Präsident Donald Trump hatte die Feuerpause zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert. Die iranischen Streitkräfte bezeichneten ihren Angriff als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Strasse von Hormus. Bei dem Angriff gerieten Ölanlagen im emiratischen Hafen von Fudschaira in Brand. Trump drohte dem Iran daraufhin erneut mit der Vernichtung.

  • 12.39 Uhr

    Weiterer Brandanschlag in London – Starmer warnt den Iran

    Premierminister Keir Starmer hat den Iran nach mehreren antisemitischen Angriffen in Grossbritannien davor gewarnt, Hass und Gewalt zu sähen. Eine der Ermittlungsrichtungen sei, herauszufinden, ob ein ausländischer Staat hinter einigen dieser Angriffe stecke, sagte Starmer der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die Botschaft laute an den Iran oder «jedes andere Land, das versuchen könnte, Gewalt, Hass oder Spaltung in der Gesellschaft zu schüren», dass das nicht toleriert werde.

    In den vergangenen Wochen und Monaten war es in Grossbritannien vermehrt zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen gekommen, meist waren es Brandanschläge. Am Dienstagmorgen wurde die Polizei zu einem Brand an einer früheren Synagoge im Londoner Bezirk Tower Hamlets gerufen. Laut Mitteilung entstand ein geringer Schaden an der Vorderseite des Gebäudes, verletzt wurde niemand.

  • 4 Uhr

    Feuer auf Frachtschiff in Strasse von Hormus gelöscht

    Das nach einer Explosion ausgebrochene Feuer auf einem Schiff der südkoreanischen Reederei HMM Co. in der Strasse von Hormus ist mittlerweile gelöscht worden. Die Besatzung habe vier Stunden zum Löschen der Flammen benötigt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Vertreter des Unternehmens. Todesopfer gebe es nicht. Auch über mögliche Verletzungen der 26-köpfigen Besatzung ist nichts bekannt.

    Das Schiff lag laut Yonhap zum Zeitpunkt der Explosion in Gewässern nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Meerenge vor Anker. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor am Montag (Ortszeit) auf der Online-Plattform Truth Social geschrieben, dass der Iran ein südkoreanisches Frachtschiff beschossen habe.

    Containerschiffe ankern in der Strasse von Hormus. (2. Mai 2026)
    Containerschiffe ankern in der Strasse von Hormus. (2. Mai 2026)
    Bild: Keystone/Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP

    Von der Reederei selbst wurde ein Angriff bislang nicht bestätigt. Yonhap zitierte einen Mitarbeiter von HMM Co., demzufolge bisher nicht klar sei, «ob es einen äusseren Angriff gab oder ob die Explosion durch ein internes Problem auf dem Schiff verursacht wurde». Das Schiff soll nun in den kommenden Tagen mit Hilfe eines Schleppers nach Dubai gebracht werden.

  • Dienstag, 5. Mai 2026, 1.50 Uhr

    Iranischer Aussenminister: «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse»

    Der Iran warnt die USA davor, die von ihm blockierte Strasse von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr freizumachen. «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse», schrieb Irans Aussenminister Abbas Araghtschi in der Nacht auf der Plattform X mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump verkündete Initiative für ein Ende der Blockade der Meeresenge. «Die Ereignisse in der Strasse von Hormus machen deutlich, dass es keine militärische Lösung für eine politische Krise gibt.» Zwar hat auch der Iran ein Interesse daran, sein Öl über die Strasse von Hormus zu exportieren. Strittig ist aber weiterhin, welche Schiffe die Meerenge passieren dürfen und wer die Kontrolle darüber haben soll.

    Araghtschi behauptete weiter, die Verhandlungen für ein Ende des Kriegs machten «dank des grossen Einsatzes Pakistans Fortschritte». Die USA sollten darauf achten, «sich nicht von böswilligen Kräften wieder in einen Sumpf hineinziehen zu lassen». Das Gleiche gelte auch für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

    US-Präsident Trump hatte am Sonntag den Start einer Initiative mit dem Titel «Projekt Freiheit» verkündet. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (Centcom) waren am Montag Zerstörer durch die Strasse von Hormus in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können, hiess es. Unabhängige Bestätigungen dafür gab es nicht.

    Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung der US-Kriegsschiffe ab. Darüber hinaus bestätigte der Iran einen Angriff auf Ölanlagen im Hafen von Fudschaira in den VAE, die in Brand gerieten. Als Begründung nannte ein Militärvertreter eine «illegale Passage» von US-Kriegsschiffen durch die Strasse von Hormus. Fudschaira ist ein Hafen, von dem aus die VAE ihr Öl exportieren können, ohne dass Tanker durch die Strasse von Hormus fahren müssen.

    Am 8. April war unter Vermittlung Pakistans eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden, die nun brüchig zu werden scheint. Die Gespräche zwischen den Konfliktparteien haben bisher keine Ergebnisse gebracht. Die Öffnung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ist neben dem iranischen Atomprogramm einer der Knackpunkte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Konflikts.

  • 23.32 Uhr

    USA werben für UN-Resolution für Strasse von Hormus

    Die USA wollen im UN-Sicherheitsrat für eine Resolution zur Sicherung der Strasse von Hormus werben. Darin soll der Iran aufgefordert werden, seine Angriffe und Drohungen gegen die Handelsschifffahrt einzustellen, das Verlegen von Seeminen in der Meerenge zu unterlassen sowie seine Versuche zur Erhebung illegaler Zölle zu beenden, sagte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. Der Text werde gemeinsam mit Bahrain und anderen Golfstaaten erarbeitet.

    Zur Frage, ob man Opposition in dem mächtigsten UN-Gremium erwarte, sagte Waltz: «Wir können uns niemanden vorstellen, der der Tatsache widerspricht, dass man internationale Wasserwege nicht verminen und keine Zölle erheben darf.» Unterschied zu einer vorangegangen und am Veto von China und Russland gescheiterten Resolution sei, dass nun eine Waffenruhe herrsche und man nicht mehr in einem «heissen Konflikt» stehe. Waltz liess offen, wie die Forderungen durchgesetzt werden sollen.

    US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, wirbt für eine UN-Resuolution zur Sicherung der Strasse von Hormus.
    US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, wirbt für eine UN-Resuolution zur Sicherung der Strasse von Hormus.
    Bild: EPA/Jim Lo Scalzo
  • 20.23 Uhr

    Trump droht Iran bei Angriff auf US-Schiffe mit Vernichtung

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung gedroht. Der Iran werde «von der Erde gefegt», sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Strasse von Hormus im Einsatz seien, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Interview.

  • 19.44 Uhr

    US-Militär: Iran greift Schiffe in Strasse von Hormus an

    Update 19.53 Uhr: Der Iran hat nach Angaben der US-Streitkräfte mehrere Schiffe unter US-Schutz mit Raketen, Drohnen und von kleinen Schnellbooten aus angegriffen. Sechs iranische Boote seien im Zuge der Auseinandersetzung von US-Helikoptern versenkt worden, teilte der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos mit.

    Präsident Donald Trump sprach indessen von sieben zerstörten Booten.

  • 19.07 Uhr

    Oman meldet Angriff nahe der Strasse von Hormus

    Inmitten wachsender Spannungen im Iran-Krieg hat der Oman einen Angriff auf ein Wohngebäude gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency berichtete, dass der Angriff die Region um Buch getroffen habe. Dabei handelt es sich um einer vom übrigen Staatsgebiet getrennte Exklave an der Strasse von Hormus. Zunächst war nicht klar, von wem der Angriff ausging.

    Bei dem Angriff seien ausländische Arbeiter verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur weiter unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Sie hätten schwere bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Ausserdem seien vier Fahrzeuge beschädigt worden. In einem benachbarten Haus gingen demnach Fensterscheiben zu Bruch. Die Behörden nahmen Ermittlungen zu dem Vorfall auf.

  • 18.12 Uhr

    Iran greift Emirate mit Drohnen und Marschflugkörpern an

    Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach emiratischen Angaben mit Drohnen und Marschflugkörpern angegriffen. Nach Angaben örtlicher Behörden löste ein Drohnenangriff in der östlich der Strasse von Hormus gelegenen Hafenstadt Fudschaida einen Brand in einer Einrichtung der Energieinfrastruktur aus, der Zivilschutz war demnach im Einsatz.

    Dem emiratischen Verteidigungsministerium zufolge attackierte der Iran mehrere Teile des Golfstaats mit vier Marschflugkörpern. Drei davon seien abgefangen worden und einer ins Meer gestürzt. Wie die Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf das Ministerium berichtete, war die Luftabwehr im Einsatz.

    In Fudschaida befindet sich einer der wichtigsten Häfen der Emirate. Frachtschiffe können dort anlegen, ohne die seit März vom Iran blockierte Strasse von Hormus passieren zu müssen. In der Stadt beginnt zudem eine Erdöl-Pipeline, weitere Ölindustrienalagen befinden sich dort.

    Der Iran greift benachbarte Golfstaaten mit Drohnen an.
    Der Iran greift benachbarte Golfstaaten mit Drohnen an.
    sda (Archivbild)
  • 15.39 Uhr

    US-Kriegsschiffe passieren Strasse von Hormus

    US-Kriegsschiffe haben laut dem United States Central Command die strategisch wichtige Strasse von Hormus durchquert. In einem Beitrag auf der Plattform X schreibt das Kommando, Lenkwaffenzerstörer der US-Marine seien derzeit im Arabischen Golf im Einsatz.

    Die Schiffe hätten die Passage im Rahmen des Einsatzes «Project Freedom» absolviert. Ziel sei es, die Sicherheit für die Handelsschifffahrt in der Region zu gewährleisten und den zivilen Schiffsverkehr wieder zu stabilisieren.

  • 13.41 Uhr

    US-Militär dementiert iranischen Angriff auf Kriegsschiff

    Die USA dementieren, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff angegriffen haben. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte auf X mit, Berichte iranischer Medien, dass ein Schiff von zwei Raketen getroffen worden sei, seien falsch.

    Zuvor hatten iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den mächtigen Revolutionsgarden über einen solchen Angriff berichtet. Berichtet wurde auch, dass US-Militärschiffe daran gehindert worden seien, durch die Strasse von Hormus zu fahren. Zu diesem angeblichen Vorfall äusserten sich die US-Streitkräfte zunächst nicht.

    Nach Verkündung des Starts einer neuen US-Initiative, die die wichtige Meerenge für die Schifffahrt freimachen soll, hatte der Iran mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit dem Iran die Strasse von Hormus befahren, könnten angegriffen werden, sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

  • 12.28 Uhr

    Bericht: Iran greift US-Kriegsschiff an

    Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars News Agency meldet einen Angriff auf ein US-Kriegsschiff in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus. Demnach sei das Schiff von zwei Raketen getroffen worden, nachdem es zuvor iranische Warnungen missachtet habe.

    Unabhängige Bestätigungen für den Vorfall liegen bislang nicht vor. In der Vergangenheit berichteten iranische Staatsmedien wiederholt über militärische Zwischenfälle in der Region, die sich später nicht oder nur teilweise verifizieren liessen.

    Die Lage in der Meerenge bleibt angespannt: Im Zuge des Konflikts zwischen Iran und den USA kam es zuletzt mehrfach zu Angriffen auf Schiffe sowie zu Blockaden und Drohungen gegen die internationale Schifffahrt

  • 4 Uhr

    Behörde: Neuer Angriff auf Schiff in Strasse von Hormus

    In der Strasse von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Ein Tanker sei von «unbekannten Projektilen» getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X mit. Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend in der strategisch bedeutenden Meerenge, rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden.

    Seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in der Strasse von Hormus wiederholt zu Angriffen auf Schiffe gekommen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge weitestgehend zum Erliegen gebracht. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt.

  • 2.27 Uhr

    Iran warnt USA vor Aktionen in der Strasse von Hormus

    Der Iran hat die USA vor Aktionen in der Strasse von Hormus gewarnt. Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoss gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Strasse von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch «Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert».

    Schiffe in der Strasse von Hormus. (1. Mai 2026)
    Schiffe in der Strasse von Hormus. (1. Mai 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Fatima Shbair

    Zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, ab diesem Montag eine Initiative «Projekt Feriheit» zu starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative drohte Trump, dagegen mit Härte vorzugehen.

    Vor dem Krieg hatten Tanker etwa ein Fünftel der weltweit gehandelten Menge an Öl- und Flüssiggas durch die Strasse von Hormus transportiert. Der Iran kontrolliert die Meerenge seit Kriegsbeginn und hat den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen praktisch zum Erliegen gebracht.

    Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch bei den diplomatischen Bemühungen ist bislang kein Durchbruch in Sicht.

  • Montag, 4. Mai 2026, 0.10 Uhr

    Bericht: Aktuell keine Eskorten durch US-Kriegsschiffe geplant

    Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, dass US-Streitkräfte Trumps Initiative unterstützen würden. Konkret sollen demnach Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Fluggeräte, unbemannte Plattformen sowie 15'000 Soldaten das «Projekt Freiheit» unterstützen. Was ihre konkrete Aufgabe sein soll, wurde nicht erläutert.

    Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamten, dass es sich bei dem Projekt um die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge handeln soll. Aktuell sieht die Initiative demnach nicht vor, dass Kriegsschiffe der US-Marine Schiffe durch die Strasse von Hormus eskortieren.

    Trumps jüngster Plan ziele darauf ab, Minen zu orten und diese Informationen an Schiffe weiterzugeben, die die Meerenge passieren, damit sie diese Gefahren umgehen könnten. Auch abgesehen davon sollten allgemein die sichersten Routen für die Schifffahrt ermittelt werden, hiess es.

  • 23.29 Uhr

    Trump kündigt Schutzprojekt für Schiffe in der Strasse von Hormus an

    Die USA wollen an diesem Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative «Projekt Freiheit» drohte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen. Viele Details zum Ablauf der Initiative, die am Vormittag (Ortszeit Nahost) beginnen sollte, liess Trump jedoch offen. Der Iran warnte die USA umgehend vor Aktionen in der strategisch wichtigen Meerenge.

    Vor dem Krieg hatten Tanker etwa ein Fünftel der weltweit gehandelten Menge an Öl- und Flüssiggas durch die Strasse von Hormus transportiert. Der Iran kontrolliert die Meerenge seit Kriegsbeginn und hat den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen praktisch zum Erliegen gebracht. Die USA wiederum haben ihrerseits eine Seeblockade gegen Schiffe verhängt, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch bei den diplomatischen Bemühungen ist bislang kein Durchbruch in Sicht.

    Trump begründete seine Initiative damit, Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien. Die USA hätten diesen Ländern mitgeteilt, «dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstrassen herausführen werden», damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten. Es handle sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien. «Sie sind lediglich neutrale und unschuldige Dritte!» Trump sprach auch von einer «humanitären Geste». Vielen Schiffen würden Lebensmittel ausgehen sowie andere Dinge, die für gesunde und hygienische Zustände an Bord notwendig seien.

  • 22.36 Uhr

    Demokrat: Neue Luftangriffe im Iran brächten keinen Durchbruch

    Der führende Demokrat im Streitkräfteausschuss des US-Senats, Jack Reed, hält eine mögliche Wiederaufnahme von Luftangriffen im Iran für nicht zielführend. Er glaube nicht, dass das die Entschlossenheit der Iraner brechen würde, weiter durchzuhalten, sagte Reed dem Sender ABC News. «Und ein Grund dafür ist, dass es für sie um ihre Existenz geht.»

    Er gehe davon aus, dass die Iraner nach den Angriffen auf ihre Führung und den scharfen Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump für sich nur eine Option sähen: «weiterkämpfen». Reed plädierte vor diesem Hintergrund dafür, dass die USA Verhandlungen ernsthaft angehen müssten.

    «Ich glaube nicht, dass der Präsident einen Plan hat», kritisierte Reed Trumps Vorgehen im Iran. Er denke, dass der US-Präsident impulsiv handele und von Tag zu Tag entscheide, je nachdem, wie er sich gerade fühle.

  • 20.37 Uhr

    Iran: Prüfen amerikanische Antwort auf unseren Vorschlag

    Nach Angaben des iranischen Aussenministeriums haben die USA auf den jüngsten Vorschlag aus Teheran zur Beendigung des Krieges geantwortet. Man sei dabei, diese Antwort nun zu prüfen, sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai iranischen Medien zufolge.

    Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Fars zudem, im iranischen 14-Punkte-Plan für ein Kriegsende sei kein nukleares Thema vorgesehen. Irans Atomprogramm und das in der Islamischen Republik angereicherte Uran sind seit langem einer der zentralen Streitpunkte in den Spannungen mit den USA. Berichten zufolge möchte Teheran dieses Thema erst später angehen.

  • 19.41 Uhr

    Top-Republikaner kritisieren US-Truppenabzug aus Deutschland

    Einflussreiche Republikaner aus beiden Kammern des Kongresses haben mit Skepsis auf den geplanten Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland reagiert.

  • 18.30 Uhr

    Behörde: Angriff auf Schiff in Strasse von Hormus

    In der Strasse von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte auf der Plattform X mit, der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall kam es demnach elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik.

    Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, hiess es weiter. Zunächst reklamierte niemand den Angriff für sich.

  • 22.46 Uhr

    Per Notfallbeschluss: US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im Iran-Krieg

    Das US-Aussenministerium hat milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt. Per Notfallbeschluss habe Aussenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 19,5 Mrd Franken) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.

    Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hiess es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner «derzeit angegriffen werden».

    Gregory Meeks, führender Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, wertete den Schritt als Missachtung des Kongresses. Von den aufgeführten Exporten betreffe nur einer Verteidigungsgüter, die sofort exportiert werden könnten. «Die Regierung nutzt den Vorwand einer Notstandserklärung, um Verkäufe durchzusetzen, die keinen dringenden Bezug zu aktuellen Konflikten haben», teilte er mit.

    Der Iran hatte auch benachbarte Golfstaaten angegriffen, wie hier Dubai.
    Der Iran hatte auch benachbarte Golfstaaten angegriffen, wie hier Dubai.
    Altaf Qadri/AP/dpa (Archivbild)
  • 20.43 Uhr

    Irans Armee: Neuer Konflikt mit USA «wahrscheinlich»

    Trotz der Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs droht nach Einschätzung aus Teheran ein Wiederaufflammen des Konflikts. Es gebe Anzeichen dafür, dass die USA sich in der geltenden Waffenruhe «nicht an Versprechen oder Vereinbarungen halten», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Fars Mohammed Dschafar Assadi, Sprecher des zentralen Militärkommandos. Einen erneuten Konflikt mit den USA bezeichnete er als «wahrscheinlich».

    US-Präsident Donald Trump hatte seinerseits einen neuen Verhandlungsvorschlag Teherans zurückgewiesen. Eine Wiederaufnahme des Kriegs bezeichnete er als «Option».

  • Samstag, 2. Mai, 16.06 Uhr

    Flugbetrieb in den VAE wird vollständig wieder aufgenommen

    Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach wochenlangen Einschränkungen wegen des Iran-Kriegs ihren Luftraum nach eigenen Angaben wieder freigegeben. Der normale Flugbetrieb werde vollständig wieder aufgenommen, teilte die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mit, nachdem es zwei Monate nur begrenzt Sonderflüge gegeben hatte. Die Entscheidung sei nach einer umfassenden Begutachtung der Betriebs- und Sicherheitsbedingungen erfolgt, hiess es. Der Luftraum werde kontinuierlich überwacht, um die Sicherheit zu gewährleisten.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate mit Tourismuszielen wie Abu Dhabi und Dubai waren in der Golfregion besonders von Angriffen betroffen, mit denen der Iran auf Angriffe der USA und Israel seit dem 28. Februar reagierte. Kurz nach Beginn des Krieges wurde der Flugverkehr teilweise wieder aufgenommen, etwa um gestrandete Passagiere auszufliegen.

    Bahrain, Irak, Kuwait und Syrien hatten wegen des Iran-Kriegs verhängte Beschränkungen für den Flugverkehr bereits wieder aufgehoben, nachdem sich die USA und der Iran auf eine Waffenruhe geeinigt hatten. Diese besteht weiterhin, der Konflikt ist aber nicht gelöst.

    Der Flughafen Dubai Anfang März: Im Hintergrund sind aufsteigende Rauchschwaden nach einem iranischen Angriff zu sehen.
    Der Flughafen Dubai Anfang März: Im Hintergrund sind aufsteigende Rauchschwaden nach einem iranischen Angriff zu sehen.
    Altaf Qadri/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.19 Uhr

    Explosion tötet mehr als ein Dutzend Revolutionsgardisten im Iran

    Bei der Explosion vom Iran-Krieg übrig gebliebener Bomben sind 14 Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde getötet worden. Die Sprengsätze seien in der Nähe von Sandschan im Nordwesten des Landes detoniert, meldete die Webseite Nurnews, die den Sicherheitskräften nahestehen soll, am Freitag. Dem Bericht zufolge handelte es sich bei der Munition um Streubomben und Luftminen, die während der Kämpfe abgeworfen wurden. Ihre Explosion tötete jetzt so viele Mitglieder der paramilitärischen Truppe wie noch nie seit Beginn der Waffenruhe vor gut drei Wochen.

  • 19.47 Uhr

    Sechs Tote bei neuen israelischen Angriffen im Süden des Libanon

    Ungeachtet der derzeit geltenden Waffenruhe hat Israel am Freitag neue Angriffe auf Ziele im Libanon geflogen. Dabei wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Süden des Landes sechs Menschen getötet, darunter ein Kind. Die israelische Armee hatte vor den Angriffen auf die Stadt Habbusch die Bewohner zur Evakuierung aufgefordert.

    Bei den Angriffen seien acht weitere Menschen verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium. Die amtliche Nachrichtenagentur ANI sprach von «einer Serie heftiger Angriffe». Diese sei «weniger als eine Stunde nach der Warnung» durch Israel erfolgt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah Rauchwolken über Habbusch aufsteigen.

  • 19.05 Uhr

    Trump «nicht zufrieden» mit neuem iranischen Verhandlungsvorschlag

    US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran zurückgewiesen. «Im Moment bin ich nicht zufrieden mit ihrem Angebot», sagte Trump am Freitag vor Journalisten. Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass Teheran einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Verhandlungen mit den USA vorgelegt habe. Der Vorschlag sei an den Vermittler Pakistan übermittelt worden. Details wurden nicht genannt.

  • Freitag, 1. Mai, 17.37 Uhr

    Weisses Haus: Kongress muss Iran-Krieg nicht mehr zustimmen

    Kurz vor Auslaufen einer wichtigen Frist für die Legitimierung des US-Militäreinsatzes gegen den Iran legt das Weisse Haus Kreisen zufolge die Offensive neu aus. «Im Sinne der War Powers Resolution sind die am Samstag, dem 28. Februar, begonnenen Kampfhandlungen beendet», teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit wäre das Weisse Haus nach eigener Darstellung nicht an eine gesetzliche 60-Tage-Frist gebunden, in der die USA ohne Zustimmung des Kongresses Krieg führen darf – und Präsident Donald Trump müsste sich nicht die Einwilligung des Kongresses einholen.

    Aus dem Weissen Haus verlautete zur Begründung weiter, dass Washington und Teheran sich am 7. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt haben und diese verlängert worden sei. «Seit Dienstag, dem 7. April, gab es keinen Schusswechsel mehr zwischen den US-Streitkräften und dem Iran», hiess es.

    Der Trump-nahe Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, äusserte sich ähnlich: Ihm zufolge befinden sich die USA derzeit gar nicht im Krieg, da es derzeit keine Kampfhandlungen gibt.

    Das Weisse Haus hat eine eigene Interpretation des Kriegsgesetzes.
    Das Weisse Haus hat eine eigene Interpretation des Kriegsgesetzes.
    Archivbild: dpa
  • 23.33 Uhr

    Luftabwehr in Teherans aktiviert – während der Waffenruhe

    In der iranischen Hauptstadt Teheran sind wieder Geräusche der Flugabwehr zu hören gewesen. Der staatliche Rundfunk Irib berichtete, die Flugabwehr habe sich in den frühen Abendstunden gegen Kleinstflugkörper gerichtet, deren Herkunft unklar sei.

    Schon in den vergangenen Tagen gab es Berichte, dass die Flugabwehr in Teheran aktiviert worden war. Im Iran-Krieg gilt derzeit eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump einseitig und für unbestimmte Zeit verlängert. Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien waren in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten.

  • 21.38 Uhr

    Katz: Israel geht womöglich «bald» wieder gegen den Iran vor

    Israel wird nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz womöglich in Kürze wieder gegen den Iran vorgehen, damit die Islamische Republik «nicht erneut eine Gefahr für Israel» werde. US-Präsident Donald Trump führe in Abstimmung mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu «die Bemühungen zum Erreichen der Kampfziele» an, sagte Katz laut seinem Büro bei einer Militärzeremonie.

    Die israelische Regierung unterstütze diese Bemühungen, «aber es ist möglich, dass wir bald wieder handeln müssen, um sicherzustellen, dass diese Ziele erreicht werden», sagte Katz.

    «Es ist möglich, dass wir bald wieder handeln müssen»: Israels Verteidigungsminister Israel Katz
    «Es ist möglich, dass wir bald wieder handeln müssen»: Israels Verteidigungsminister Israel Katz
    Thanassis Stavrakis/AP/dpa (Archivbild)
  • 19.45 Uhr

    Hegseth: 60-Tage-Frist für Krieg gilt nicht bei Waffenruhe

    Die US-Regierung darf nach Ansicht von Verteidigungsminister Pete Hegseth den Krieg gegen den Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. «Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt», sagte er vor einem Ausschuss des Senats.

    Der demokratische Senator Tim Kaine hatte Hegseth damit konfrontiert, dass in den kommenden Tagen eine Frist abläuft, in der ein Präsident ohne Einwilligung des Kongresses Krieg führen darf. Auf die Frage, ob Donald Trump um eine Verlängerung von 30 Tagen bitten werde, ging Hegseth nicht ein.

    Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gilt die 60-Tage-Frist nicht für die Waffenruhe.
    Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gilt die 60-Tage-Frist nicht für die Waffenruhe.
    Mark Schiefelbein/AP/dpa (Archivbild)

    Hintergrund ist das Gesetz War Powers Resolution aus dem Jahr 1973, das Militäreinsätze ohne Zustimmung des Kongresses auf maximal 60 Tage einschränkt. Will ein Präsident darüber hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs befehligen, bedarf es der förmlichen Zustimmung des Kongresses. Damit soll verhindert werden, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte Einsätze hineingezogen werden. Über eine Pausierung der Frist im Falle einer Waffenruhe steht in dem Gesetz nichts.

    Trump wäre nach Ende der 60 Tage theoretisch gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Das würde auch für die Seestreitkräfte und Schiffe gelten, die trotz der Waffenruhe zurzeit die US-Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten. Wann genau diese Frist im aktuellen Fall ausläuft, ist nicht klar. Trump informierte den Kongress am 2. März, nachdem der Krieg am 28. Februar begonnen hatte. Je nach Rechnung könnten die im Gesetzestext genannten 60 Tage also in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai oder in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai enden.

  • 3.06 Uhr

    US-Flugzeugträger soll nach Rekordeinsatz nach Hause zurückkehren

    Der grösste aktive Flugzeugträger der Welt, die «USS Gerald R. Ford», soll nach Angaben von US-Regierungsvertretern nach einem Rekordeinsatz in die USA zurückkehren. Nach mehr als 300 Tagen auf See soll das Schiff in den kommenden Tagen aus dem Nahen Osten abziehen und Mitte Mai zu seinem Heimathafen im US-Bundesstaat Virginia zurückkehren, wie zwei US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP mitteilten.

    Der Einsatz des Schiffs gilt als der längste eines US-Flugzeugträgers seit dem Vietnamkrieg. Er begann im Juni nach dem Auslaufen aus dem Marinestützpunkt Norfolk und umfasste sowohl die Beteiligung an einer Militäroperation zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als auch am Iran-Krieg.Mit der Rückkehr werde der Flugzeugträger die US-Marinepräsenz im Nahen Osten vorübergehend verringern. Die Entscheidung sei Teil einer regulären Rotation, hiess es weiter.

  • 2.53 Uhr

    Vance: Sorgen über Raketenbestände «gehören zu meiner Aufgabe»

    US-Vizepräsident JD Vance hat Sorgen über die Raketenbestände der Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg eingeräumt. Vance reagierte in einem Interview, das am Mittwoch (Ortszeit) auf dem Sender Fox News Channel ausgestrahlt wurde, auf einen Bericht des «Atlantic». Darin hiess es, er habe privat wiederholt die Darstellung des Pentagon zum Kriegsverlauf sowie den Verbrauch der US-Raketenbestände infrage gestellt.

    Vance wies die Berichterstattung zurück, räumte jedoch ein: «Natürlich mache ich mir Sorgen um unsere Einsatzbereitschaft, denn das ist meine Aufgabe.» Er lobte das Militär, Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie den Generalstabschef des US-Militärs, Dan Caine, sagte aber: «Es ist selbstverständlich meine Aufgabe, diese Fragen zu stellen. Es ist meine Aufgabe sicherzustellen, dass wir jedes Thema im Blick behalten.»

  • 2.32 Uhr

    Irans inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin in «akuter Gefahr»

    Das Leben der iranischen inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Stiftung in «akuter Gefahr». Die Menschenrechtsaktivistin leide unter anhaltenden Brustschmerzen und hohem Blutdruck. Auf Medikamente habe sie nicht angesprochen und in kurzer Zeit rund 20 Kilogramm Gewicht verloren, hiess es in einem Bericht der Narges-Mohammadi-Stiftung.

    Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi bei der ersten Konferenz zu Menschenrechtsverletzungen im Human Rights Centre in Teheran am 17. Januar 2005. 
    Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi bei der ersten Konferenz zu Menschenrechtsverletzungen im Human Rights Centre in Teheran am 17. Januar 2005. 
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh

    Obwohl ein Gerichtsmediziner bestätigt habe, dass sie mindestens einen Monat lang eine kardiologische Spezialbehandlung benötige, hätten die Staatsanwaltschaften in Teheran eine vorübergehende Aussetzung ihrer Haftstrafe abgelehnt, hiess es weiter. Ihr Anwaltsteam habe nach einem kürzlichen Besuch erklärt, ihr Zustand habe einen kritischen Punkt erreicht.

    Mohammadi ist eine Menschenrechtsanwältin, die 2023 den Friedensnobelpreis gewann, während sie im Gefängnis sass. Sie wurde im Dezember bei einem Besuch in der ostiranischen Stadt Mesched festgenommen und zu weiteren sieben Jahren Haft verurteilt.

  • Donnerstag, 30. April 2026, 1.17 Uhr

    Trump: USA erwägen Truppenreduzierung in Deutschland

    Die USA prüfen nach Aussage von Präsident Donald Trump eine mögliche Truppenreduzierung in Deutschland. 

  • 22.09 Uhr

    Trump: Putin will USA mit angereichertem Uran des Irans helfen

    Der russische Staatschef Wladimir Putin hat den Vereinigten Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Unterstützung im Hinblick auf das iranische Atomprogramm angeboten. Putin habe während eines Telefonats sein Angebot bekräftigt, wonach sich Russland als Drittland um das angereicherte Uran aus dem Iran kümmern könnte, dessen Herausgabe der US-Präsident von Teheran fordert.

    Putin würde sich gerne daran beteiligen – «wenn er uns dabei helfen kann, es zu bekommen», sagte Trump. Er habe dem russischen Präsidenten aber gesagt: «Ich hätte viel lieber, dass Sie sich daran beteiligen, den Krieg mit der Ukraine zu beenden.» Das wäre wichtiger für ihn, erklärte Trump.

    «Ich hätte viel lieber, dass Sie sich daran beteiligen, den Krieg mit der Ukraine zu beenden»: US Präsident Donald Trump zu Wladimir Putin.
    «Ich hätte viel lieber, dass Sie sich daran beteiligen, den Krieg mit der Ukraine zu beenden»: US Präsident Donald Trump zu Wladimir Putin.
    Alex Brandon/AP/dpa
  • 21.34 Uhr

    Hegseth: Amerikaner unterstützen Krieg gegen Iran

    Die meisten Amerikanerinnen und Amerikaner unterstützen nach Meinung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Krieg gegen den Iran. Die Amerikaner hätten sich hinter die Mission des Kriegs gestellt, wonach verhindert werden müsse, dass der Iran an eine Atomwaffe gelange, sagte Hegseth bei einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses.

    Wie aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP und der Forschungseinrichtung NORC vom März hervorgeht, halten es zwar etwa zwei Drittel der erwachsenen Amerikanerinnen und Amerikaner für «äusserst» oder «sehr» wichtig, den Iran am Besitz einer Atomwaffe zu hindern. Doch deuten andere Umfragen darauf hin, dass die meisten Amerikaner nicht mit Präsident Donald Trumps Iran-Politik einverstanden sind.

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses.
    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses.
    EPA/LUKE JOHNSON/KEYSTONE
  • 19.51 Uhr

    Ghalibaf: Trump will Iran «von innen heraus schwächen»

    Nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hält Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dagegen und beschwört in einer Ansprache den Zusammenhalt im Land. Trump wolle mit medialen Hetzkampagnen, Behauptungen über interne Differenzen und wirtschaftlichem Druck den Iran zur Kapitulation nötigen, sagte Ghalibaf in einer im Staatssender Irib übertragenen Audiobotschaft.

    Trump plane «das Land von innen heraus zu schwächen» und so einen Zusammenbruch des Systems zu erzwingen, sagte Ghalibaf weiter. Das iranische Volk werde «diese Verschwörung jedoch mit Einheit und Zusammenhalt zunichtemachen».

    Im Iran hatte es jedoch vor dem Krieg im Winter massive Aufstände gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik gegeben: Der Sicherheitsapparat ging damals brutal gegen die Proteste vor; Tausende Demonstranten wurden getötet.

    US-Präsident Donald Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social ein KI-Bild von sich im schwarzen Anzug, mit Sonnenbrille und Sturmgewehr mit der Aufschrift «No more Mr. Nice Guy» – in etwa: «Jetzt ist Schluss mit lustig» – veröffentlicht.

  • 18.18 Uhr

    Pentagon: Iran-Krieg kostete bislang 25 Milliarden Dollar

    Der Iran-Krieg hat die Vereinigten Staaten nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Mitarbeiters bislang circa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 19,8 Mrd Franken) gekostet. Dies seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der «Operation Epic Fury» (auf Deutsch etwa: «Operation Epische Wut») angefallen seien, sagte Jules W. Hurst III bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses. Der grösste Teil des Geldes davon sei für Munition aufgewendet worden.

    Hurst kündigte an, dass das Pentagon über das Weisse Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, «sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt». Dem Nachrichtenportal «Politico» zufolge hatte Hurst zuvor gesagt, dass die erste Woche des Iran-Krieges elf Milliarden Dollar an Kosten verursacht habe.

    Das meiste Geld wurde für Munition ausgegeben. 
    Das meiste Geld wurde für Munition ausgegeben. 
    MSgt Sean M. Worrell/US Air Force/dpa (Archivbild)
  • 4.01 Uhr

    Sanktionen gegen Banken: USA wollen Iran den Geldhahn zudrehen

    Die US-Regierung will verbliebene Lücken bei den Sanktionen gegen den Iran schliessen und verschärft damit auch die Spannungen mit China. Das Finanzministerium in Washington droht Banken und Finanzdienstleistern mit Strafen, sollten sie Geschäfte mit sogenannten Teekannen-Raffinerien in der Volksrepublik machen. So werden vergleichsweise kleine und unabhängige Anlagen bezeichnet, die Öl aus mit Sanktionen belegten Ländern wie dem Iran billig aufkaufen und zu Benzin verarbeiten. Medienberichten zufolge gehen etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte nach China.

    Seine Behörde gehe gegen die internationale Finanzinfrastruktur des Irans vor, gegen den Zugang zu Kryptowährungen, die «Schattenflotte» aus Schiffen mit verschleierter Eigentümerschaft, Netzwerke zur Waffenbeschaffung, die Finanzierung verbündeter Milizen im Nahen Osten und gegen die chinesischen «Teekannen»-Raffinerien, schrieb US-Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Dadurch seien dem Iran Einnahmen in Milliardenhöhe entgangen. Wer illegale Geschäfte mit dem Iran mache, laufe Gefahr, Ziel von US-Sanktionen zu werden.

    Ende vergangener Woche hatte die US-Regierung bereits eine der grössten unabhängigen chinesischen Raffinerien wegen deren Geschäften mit dem Iran sanktioniert. Chinas Führung kritisierte die Strafmassnahmen. Die Volksrepublik werde die Rechte und Interessen ihrer Firmen entschlossen verteidigen, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking.

    Während die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, setzen sich beide Seiten zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Der Iran hat die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Strasse von Hormus durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA haben ihrerseits weitreichende Sanktionen und eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.

  • 1.48 Uhr

    UN: Schiffsverkehr durch Strasse von Hormus fast zum Erliegen gekommen

    Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten ist die Zahl der Schiffe, die die Strasse von Hormus passieren, nach Angaben der Vereinten Nationen um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen, sagte Stéphane Dujarric in New York. Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen, fügte er mit dem Verweis auf ein Online-Dashboard mit, mit dessen Hilfe sich unter anderem die Preisentwicklungen angesichts der blockierten Meerenge am Persischen Golf beobachten lassen.

    Tanker und Massengutfrachter in der Strasse von Hormus. (18. April 2026)
    Tanker und Massengutfrachter in der Strasse von Hormus. (18. April 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo

    Der Iran liegt direkt an der Strasse von Hormus, wurde von den USA und Israel Ende Februar angegriffen und hat mit seinen Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Islamische Republik nutzt diese Strategie als wichtiges Druckmittel in den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über ein Ende des Kriegs. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.

    Die Meerenge ist von enormer Bedeutung für die Weltwirtschaft, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs. Da kaum noch Schiffe die Strasse von Hormus passieren, sind die Weltmarktpreise für Rohöl und Flüssiggas kräftig gestiegen. Vor dem Krieg hatten Tanker ein Fünftel der weltweit benötigten Ölmenge durch die Strasse von Hormus transportiert.

    Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Die USA fordern vom Iran unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den Verzicht darauf, sich Atomwaffen zu verschaffen. Teheran daran zu hindern, eine Atombombe zu bauen, war eines der erklärten Ziele sowohl des aktuellen Kriegs als auch der US-Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen im Juni vergangenen Jahres.

  • Mittwoch, 29. April 2026, 1.33 Uhr

    US-Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit Kriegsbeginn

     Ohne Aussicht auf einen schnellen Frieden im Iran ist der Benzinpreis in den USA auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn gestiegen. Für eine Gallone (3,785 Liter) Benzin mussten Amerikaner am Dienstag im Schnitt 4,18 US-Dollar zahlen.

    Dies bestätigte der der Automobilverband AAA auf Anfrage. Auf ähnlich hohem Niveau hatte der Benzinpreis zuletzt vor rund vier Jahren nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gelegen. Zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar lag der Wert im Schnitt noch bei 2,98 Dollar. Seither ist der Preis also um rund 40 Prozent gestiegen.

    Hintergrund des Anstiegs ist auch Irans Blockade der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus. Seit Beginn der Kämpfe Ende Februar ist der Schiffsverkehr in der Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen. Zwar gehen die Ölexporte der Golfstaaten vor allem in ostasiatische Länder wie China oder Japan. Die Preise für den Rohstoff klettern jedoch weltweit, weswegen auch Autofahrer in Europa und den USA damit zu kämpfen haben.

    Für die US-Regierung ist der Anstieg ein unbequemes Thema: Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Energiepreise im Land zu halbieren. Rund ein halbes Jahr vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress ist er davon allerdings weit entfernt. Nach Darstellung der Regierung handelt es sich zwar nur um einen temporären Anstieg. Wie die US-Energiebehörde EIA mitteilte, könnte es aber selbst nach einer Öffnung der Strasse von Hormus Monate dauern, bis der Schiffsverkehr wieder sein übliches Niveau erreicht

  • 14.36 Uhr

    Emirate treten aus Erdölkartell Opec aus

    Es ist ein Schlag für den wichtigsten Öl-Verbund: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) treten mit Wirkung zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und dem Bündnis Opec+ aus. Hintergrund sei eine gründliche Abwägung auch mit Blick auf die andauernden «Störungen im Persischen Golf und der Strasse von Hormus», heisst es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur WAM.

    Die Entscheidung sei getrieben «von nationalen Interessen und dem Ziel des Landes, aktiv zu den dringenden Bedürfnissen des Marktes beizutragen.» Eine genauere Begründung wurde aber nicht genannt. Die Lage in der Strasse von Hormus würde die Lieferungen zwar beeinträchtigen, Trends deuteten aber auf einen weiterhin steigenden globalen Energiebedarf hin. Man wolle flexibler auf Marktdynamiken reagieren, hiess es WAM zufolge.

    Die überraschende Ankündigung aus Abu Dhabi ist ein harter Schlag für die Opec und Opec+, ein breiteres Bündnis von Ölförderländern unter der Führung von Saudi-Arabien und Russland. Dieses soll stabile Preise sichern und Überkapazität im Markt verhindern. Mit dem Austritt der Emirate und damit einem der grössten Ölproduzenten der zwölf Opec-Staaten sinkt der Anteil der Organisation an den weltweiten Ölmärkten und damit auch die Fähigkeit, Energiepreise zu kontrollieren und nach Möglichkeit stabil zu halten.

    Eine Debatte darüber, die Opec zu verlassen, soll in dem Golfstaat schon seit mehreren Jahren laufen. Das «Wall Street Journal» hatte 2023 unter Berufung auf emiratische Regierungsvertreter berichtet, dass es interne Diskussionen über den möglichen Austritt gebe.

  • 12.49 Uhr

    Bahrain entzieht Iran-Unterstützern die Staatsbürgerschaft

    Der kleine Golfstaat Bahrain hat Dutzenden Menschen wegen mutmasslicher Unterstützung des Irans die Staatsbürgerschaft entzogen. Die 69 Betroffenen hätten die «feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht» und ihre «Sympathie dafür» ausgedrückt, teilte das bahrainische Innenministerium mit. Es handle sich um Menschen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit «ausländischen Einheiten» zusammengearbeitet hätten. Auch deren Angehörigen sei die Staatsbürgerschaft aberkannt worden.

    Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.

  • 5.04 Uhr

    Geschäfte mit Irans Fluggesellschaften: USA drohen mit Sanktionen

    Nach der jüngsten Wiederaufnahme kommerzieller Flüge im Iran hat US-Finanzminister Scott Bessent im Falle von Geschäften mit iranischen Fluggesellschaften mit Sanktionen gedroht. Bessent erklärte am Montag (Ortszeit), dass Staaten iranischen Verkehrsflugzeugen weder Kerosin noch Bordverpflegung, Landegebühren oder Wartungsleistungen bereitstellen sollten. Andernfalls werde das Finanzministerium «nicht zögern, gegen Dritte vorzugehen».

    «Irans bröckelnde Ölindustrie beginnt aufgrund der US-Blockade bereits, ihre Produktion herunterzufahren», sagte Bessent weiter. «Die Förderung wird bald zusammenbrechen. ALS NÄCHSTES: BENZINKNAPPHEIT!»

  • 3.35 Uhr

    Rubio: Verhinderung einer iranischen Atombombe bleibt Kernfrage

    US-Aussenminister Marco Rubio sieht den Stopp einer iranischen Atomwaffenentwicklung weiterhin als zentral an. In einem Interview mit dem Sender Fox News nahm Rubio Bezug zu dem jüngsten Vorschlag der Islamischen Republik, Gespräche über das iranische Atomprogramm vorerst zu verschieben - im Gegenzug aber die Blockade der Strasse von Hormus zu beenden. «Ich habe keinen Zweifel daran, dass dieses radikal-klerikale Regime im Iran sich irgendwann in der Zukunft entscheiden wird, eine Atomwaffe anzustreben, wenn es an der Macht bleibt», sagte Rubio. «Diese grundlegende Frage muss weiterhin angegangen werden», sagte er. «Das bleibt hier die Kernfrage.»

    Auf die Frage, ob die Iraner seiner Meinung nach ernsthaft an einer Einigung interessiert seien, sagte Rubio, sie seien geschickte Verhandler, die Zeit gewinnen wollten. «Wir dürfen sie damit nicht davonkommen lassen», sagte der US-Aussenminister. «Wir müssen sicherstellen, dass jede Vereinbarung, die getroffen wird, sie eindeutig daran hindert, irgendwann in Richtung einer Atomwaffe zu sprinten.»

  • 2.48 Uhr

    Trump offenbar skeptisch gegenüber Irans neuem Vorschlag

    US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die «New York Times» berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.

    Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Strasse von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.

    Der Iran blockiert weiterhin den internationalen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.

    Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Am Wochenende sagte Trump eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig ab. Die Regierung in Islamabad vermittelt zwischen den Konfliktparteien. Die USA fordern vom Iran unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den Verzicht auf eine Atombombe. Die Führung in Teheran dementiert Pläne zum Bau von Atomwaffen, besteht aber auf ihrem Recht auf ein ziviles Nuklearprogramm, inklusive des Rechts zur Anreicherung von Uran.

  • 0.47 Uhr

    Iran wirft den USA wegen der Seeblockade Piraterie vor

    Angesichts der US-Seeblockade gegen den Iran wirft die Regierung in Teheran den Vereinigten Staaten Piraterie vor. «Dies ist die unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See», schrieb der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X. Das US-Militär hatte zuletzt sanktionierte iranische Öltanker auf hoher See abgefangen. Baghai kritisierte, es handle sich um eine «Rückkehr der Piraten - nur dass sie heute mit staatlich ausgestellten Vollmachten operieren».

    Während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts stocken, will Washington die Führung in Teheran mittels einer Seeblockade wirtschaftlich in die Knie zwingen. Das US-Militär stoppt dafür Schiffe, die einen iranischen Hafen ansteuern oder aus einem solchen auslaufen. Damit soll der Iran unter anderem von den Einnahmen des Ölexports abgeschnitten werden.

    Teheran wiederum blockiert weiterhin die strategisch wichtige Strasse von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr. Die Meerenge ist unter anderem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft.

  • Dienstag, 28. April 2026, 0.10 Uhr

    Merz: Iran demütigt die USA

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich «desillusioniert» vom Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran gezeigt. «Ja, ich bin da mittlerweile desillusioniert», sagte er am Rande der Unions-Klausur in Berlin. Die von den USA und Israel anfangs angestrebte Lösung des «Problems» in wenigen Tagen sei nicht erfolgt. «Deswegen wollen wir uns ja auch von der europäischen Seite aus diplomatisch mit um eine Lösung bemühen», sagte Merz. «Wir stimmen uns da eng mit der amerikanischen Seite ab, sagen aber auch, dass wir eigene europäische Vorstellungen haben, wie man hier zu einer Lösung des Konfliktes kommen kann.»

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Merz äussert sich «desillusioniert» zum Iran-Krieg. (27. April 2026)
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Merz äussert sich «desillusioniert» zum Iran-Krieg. (27. April 2026)
    Bild: Keystone/dpa/Michael Kappeler

    Der Kanzler hatte sich bereits am Morgen bei einer Diskussion mit Schülern im Sauerland mit deutlichen Worten zum Iran-Krieg geäussert und den USA fehlende Strategie vorgeworfen. «Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung», sagte er. Die USA könnten den Krieg nicht schnell beenden, «weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben», sagte Merz.

  • 18.38 Uhr

    Iran weicht wegen US-Blockade auf Kaspisches Meer aus

    Der Iran setzt wegen der US-Blockade am Persischen Golf für seine Versorgung verstärkt auf das Kaspische Meer. Der Verband der iranischen Lebensmittelindustrie teilte am Montag mit, dass alternative Importwege in die Lieferkette für lebenswichtige Güter integriert würden. Die USA versuchen derzeit, Teheran unter Druck zu setzen, indem sie den iranischen Warenverkehr in und aus seinen Häfen blockieren.

    «Derzeit gibt es keine Probleme mit der Ernährungssicherheit des Landes, aber um diese Situation aufrechtzuerhalten, ist eine sorgfältige Planung erforderlich», sagte der Verbandsvorsitzende Mohammed Resa Mortasawi laut dem staatlichen Sender Irib.

    Das Kaspische Meer ist das grösste Binnengewässer der Welt. Seine Südküste erstreckt sich im Norden des Irans über mehr als 700 Kilometer. Der Iran ist Nettoimporteur von Grundnahrungsmitteln wie Getreide und Speiseöl.
    Das Kaspische Meer ist das grösste Binnengewässer der Welt. Seine Südküste erstreckt sich im Norden des Irans über mehr als 700 Kilometer. Der Iran ist Nettoimporteur von Grundnahrungsmitteln wie Getreide und Speiseöl.
    Archivbild: IMAGO/ZUMA Press Wire
  • 15.57 Uhr

    Israel greift im Südlibanon erneut an

    Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee sagte am Nachmittag, sie habe begonnen, Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier zu nehmen.

    Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, dort habe Israels Armee Orte angegriffen, die als Hochburgen der Hisbollah gelten. Demnach gab es am Nachmittag auch heftige Angriffe der israelischen Luftwaffe in mehreren Orten im Süden des Landes.

    Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Israelischen Medien zufolge hatten sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Israel Katz und weitere hochrangige Sicherheitsvertreter zuvor getroffen, um über Verstösse der Hisbollah gegen die Waffenruhe zu beraten.

    US-Präsident Donald Trump hatte die Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz vor wenigen Tagen verlängert. Netanjahu wies die Armee kürzlich dennoch dazu an, Ziele der Hisbollah «intensiv» anzugreifen. 

    Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber «offensive» Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen.

    Auch die Hisbollah setzt ihr Angriffe weiter fort. Israel meldete am Morgen etwa erneut einen Drohnenangriff der Miliz auf den Norden des Landes. Dort wurde Raketenalarm ausgelöst.

  • 15 Uhr

    Irans Aussenminister trifft Putin in Sankt Petersburg

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Das Gespräch habe heute in Sankt Petersburg stattgefunden, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass.

    Putin habe während des Treffens das iranische Volk dafür gelobt, dass es mutig für seine Souveränität kämpfe. Zudem erklärte Putin laut dem Bericht, Russland werde im Interesse des Irans und anderer Länder der Region alles in seiner Macht Stehende tun, um Frieden im Nahen Osten zu schaffen.

    Araghtschi hatte zuvor angekündigt, er wolle während seiner Gespräche in Russland die Folgen des Krieges der USA und Israels gegen sein Land klären. Der Iran wolle sich mit Russland abstimmen, sagte Araghtschi in einem heute veröffentlichten Interview der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna.

    Darin warf er den USA vor, «überzogene Forderungen» zu stellen. Das Vorgehen der Amerikaner habe die in Pakistan geplante Gesprächsrunde verzögert. Russland gilt als Verbündeter des Irans.

  • 12.29 Uhr

    Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab

    Die vom Iran unterstützte Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel nach Worten ihres Generalsekretärs Naim Kassim weiterhin ab.

    Die libanesische Organisation werde weiter «defensiven Widerstand» gegen Angriffe Israels leisten, teilte Kassim heute mit. Die Miliz werde ihre Waffen auch nicht abgeben, weil diese nötig seien, um sich gegen Israel zu verteidigen.

    Im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel gilt eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet. Die Mitte April verkündete Feuerpause gilt noch gut zwei Wochen. Der Libanon ist offiziell keine Konfliktpartei.

    Hisbollah-Chef Naim Kassim. (Archivbild)
    Hisbollah-Chef Naim Kassim. (Archivbild)
    sda

    Die Hisbollah war nicht direkt an den Gesprächen zur Waffenruhe beteiligt, hat aber signalisiert, dass sie sich an die Feuerpause halten werde - vorausgesetzt, dass Israel die Angriffe ebenfalls aussetzt. Faktisch kommt es aber fast täglich zu Angriffen beider Seiten.

    In den Verhandlungen kommt dem libanesischen Parlamentspräsidenten und Hisbollah-Verbündeten Nabih Berri eine zentrale Rolle zu. Dieser trieb die US-Initiative zu einer Waffenruhe entschieden voran und diente erneut als Brücke zwischen der Regierung in Beirut, der Hisbollah und Washington. Die Hisbollah hat schon zuvor direkte Verhandlungen mit Israel abgelehnt, soll aber wegen ihres grossen Einflusses über den Stand der Gespräche informiert worden sein.

    Israel und dem Verbündeten USA sei es nicht gelungen, die Hisbollah zu zerstören, teilte Kassim mit. Wegen des starken Widerstands der Hisbollah seien die israelischen Truppen, die seit anderthalb Jahren auch mit Bodentruppen im Südlibanon im Einsatz sind, in einer «Sackgasse».

  • 4 Uhr

    Stockende Verhandlungen: Iraner sorgen sich um Zukunft

    Die ins Stocken geratenen Verhandlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran um ein Kriegsende bereiten den Menschen im Iran zunehmend Sorgen. «Die Lage hier ist wirklich sehr, sehr kritisch», sagte ein Bewohner Teherans mit Blick auf die Zukunft. «Entweder gibt es wieder Krieg, oder es gibt keinen Krieg und das Regime bleibt. Oder am allerschlimmsten: Krieg und Regime bleiben trotz allem.» Der Mann wollte aus Furcht vor möglichen Vergeltungsmassnahmen der Sicherheitsbehörden der Islamischen Republik nicht namentlich genannt werden.

    Ein anti-amerikanisches Propaganda-Plakat an der Mauer der früheren US-Botschaft in Teheran macht sich über die Gespräche zwischen den USA und dem Iran lustig. (25. April 2026)
    Ein anti-amerikanisches Propaganda-Plakat an der Mauer der früheren US-Botschaft in Teheran macht sich über die Gespräche zwischen den USA und dem Iran lustig. (25. April 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Vahid Salemi

    Am Wochenende waren die jüngsten Bemühungen des Vermittlers Pakistan geplatzt, Vertreter des Irans und der USA erneut an den Verhandlungstisch zu bringen. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi war seit Freitag zweimal in Islamabad, US-Präsident Donald Trump aber blies die geplante Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohnes Jared Kushner dorthin kurzfristig ab. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans.

    Araghtschi wollte den Vermittlern am Sonntag bei einem Kurzbesuch erneut die iranischen Bedingungen für eine Beendigung des Krieges übermitteln, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Zu diesen zählen demnach unter anderem die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Strasse von Hormus. Zudem fordert Teheran Kriegsentschädigungen und Garantien, dass es zu keiner erneuten militärischen Aggression gegen die Islamische Republik kommen wird. Den Atomstreit hingegen wolle der Iran nicht auf die Verhandlungsagenda setzen, hiess es weiter. Gerade Letzteres ist aber einer der wichtigsten Punkte für Washington.

    Weder aus den USA noch vom Iran gab es konkrete Informationen dazu, welche weiteren Schritte nun geplant sind. Die strategisch wichtige Strasse von Hormus ist weiter blockiert. Beobachtern zufolge hofft jede Seite, die andere in einer Pattsituation zu überdauern – mit drastischen Folgen für den Rest der Welt.

  • 2.39 Uhr

    Trump setzt auf Telefonkontakt mit Iran

    US-Präsident Donald Trump hat ein Telefongespräch zwischen amerikanischen und iranischen Vertretern angeregt. Trump sagte am Sonntag dem Sender Fox News, er habe diese Entscheidung getroffen, anstatt eine Delegation auf einen 17-stündigen Flug nach Pakistan zu schicken. «Wir haben alle Trümpfe in der Hand. Wenn sie reden wollen, können sie zu uns kommen – oder sie können uns anrufen», sagte Trump, ohne jedoch anzudeuten, wann ein solches Gespräch stattfinden könnte. Der US-Präsident hatte am Wochenende eine geplante Reise seiner Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff zu weiteren Gesprächen mit der iranischen Seite in Islamabad abgesagt. Teheran hatte zuvor angedeutet, an solchen Treffen nicht teilnehmen zu wollen.

    Auf die Nato angesprochen, äusserte sich Trump «sehr, sehr enttäuscht» über das Verteidigungsbündnis. Er hatte bereits erklärt, dass die USA einen Austritt aus der Allianz in Erwägung ziehen könnten, nachdem die Mitgliedsstaaten seinen Appell um Hilfe bei der Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus ignoriert hatten. «Wir stehen ihnen seit vielen Jahren zur Seite und haben Billionen Dollar ausgegeben; doch als wir Hilfe benötigten, waren sie nicht zur Stelle – das dürfen wir nicht vergessen», sagte Trump.

  • Montag, 27. April 2026, 2 Uhr

    Irans Aussenminister reist von Pakistan nach Russland weiter

    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi ist nach einem kurzen Besuch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad nach Russland weitergereist. Zuvor war er in den Oman gereist, das auf der anderen Seite der Strasse von Hormus liegt, bevor er seinen jüngsten dreistündigen Besuch in Islamabad absolvierte und anschliessend nach Russland aufbrach. Zuvor hatte er die Aussicht auf eine zweite Verhandlungsrunde mit den Vereinigten Staaten infrage gestellt.

    (Irans Aussenminister Abbas Araghtschi (r.) mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tarik al Said. (27. April 2026)
    (Irans Aussenminister Abbas Araghtschi (r.) mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tarik al Said. (27. April 2026)
    Bild: Keystone/Xinhua/Oman News Agency

    Araghtschis zurückhaltender Besuch stand im Gegensatz zu seinem vorherigen Aufenthalt, bei dem er sich mit politischen und militärischen Führern Pakistans traf und Teherans Vorschläge zur Beendigung des Iran-Kriegs vorstellte.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende eine geplante Reise seiner Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff zu weiteren Gesprächen mit der iranischen Seite in Islamabad abgesagt. Pakistan vermittelt jedoch weiterhin. Zwei Vertreter, die vor Ort sind, erklärten der AP, indirekte Gespräche dauerten an.

    Pakistans Aussenminister Ishaq Dar teilte am Sonntag mit, dass die Regierung alle Beschränkungen im Hochsicherheitsbereich der Hauptstadt aufgehoben habe. Das Gebiet war mehr als eine Woche lang abgeriegelt gewesen, da Pakistan eine zweite Verhandlungsrunde zur Sicherung einer Waffenruhe ausrichten wollte. Dars Äusserungen deuteten darauf hin, dass es kurzfristig keine Aussicht auf weitere direkte Gespräche zwischen den USA und Iran gibt.

  • 22.36 Uhr

    Irans Präsidialamt verteidigt Internetsperren

    Im Iran sieht sich das Präsidialamt nach massiver Kritik an den Internetsperren im Land zu einer Verteidigung der Massnahmen gezwungen. «Auch der Präsident (Massud Peseschkian) ist strikt gegen eine eingeschränkte Internetnutzung für die Bevölkerung», behauptet die Pressestelle des Präsidialamts auf der Plattform X. Das Projekt «Pro Internet» – so werden die Einschränkungen in der Islamischen Republik genannt – sei nicht dauerhaft, sondern lediglich eine vom Sicherheitsrat verhängte vorübergehende Massnahme in der aktuellen Kriegssituation, hiess es weiter. Nach Ende der Konflikte werde der reguläre Zugang für alle Bürger wiederhergestellt.

    Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist der Zugang zum Internet in der Islamischen Republik nahezu vollständig gesperrt. Der Zugriff ist seither auf das sogenannte «nationale Internet» beschränkt, in dem ausschliesslich vom Staat genehmigte Webseiten verfügbar sind. Millionen Iraner haben seit Beginn der Sperre daher praktisch keinen Kontakt mehr zu Angehörigen im Ausland. Auch wirtschaftlich sind die Folgen erheblich. Vor allem rund eine Million Online-Händler leiden unter der Blockade.

    Zugleich können staatliche Institutionen, Anhänger des Machtapparats sowie Medien weiterhin weitgehend ungehindert das Internet nutzen: Das staatliche Projekt «Pro Internet» gewährt bestimmten Berufsgruppen und staatlich ausgewählten Personen Zugang. Es sorgt landesweit für Empörung. Kritiker bezeichnen es als «Zweiklassen-Internet» und klare Diskriminierung der normalen Bürgerinnen und Bürger gegenüber politisch und wirtschaftlich privilegierten Gruppen.

    Offiziell begründet der Staat die Sperren mit sicherheitsrelevanten Gründen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass das autoritäre islamische System vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmass der Kriegsschäden sowie über die wahre Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden.

  • 19.09 Uhr

    Iranischer Aussenminister in Moskau erwartet

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi wird am Montag zu Gesprächen in Moskau erwartet. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte im Gespräch mit den russischen Staatsagenturen, dass sich Präsident Wladimir Putin mit dem iranischen Aussenamtschef treffen wolle. Weitere Details nannte er nicht. Kurz zuvor hatte auch das Aussenministerium in Moskau den bevorstehenden Besuch Araghtschis gemeldet.

    Moskau und Teheran sind strategische Verbündete, allerdings ist Russland nicht bereit, den Partner im aktuellen Konflikt mit den USA militärisch zu unterstützen. In erster Linie erhält Teheran diplomatische Rückendeckung aus dem Kreml.

    Am Sonntag war Araghtschi für einen Kurzbesuch nach Islamabad gereist, um erneut iranische Bedingungen für eine Beendigung des Krieges an pakistanische Vermittler zu übermitteln, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Unklar ist weiter, wann und ob es eine neue Verhandlungsrunde mit den USA in Pakistan gibt.

  • 15.06 Uhr

    Strasse von Hormus: Minensucher wird schon vor Einsatz-Beschluss ins Mittelmeer verlegt

    Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Strasse von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs soll der Minensucher «Fulda» der Deutschen Marine in Kürze ins Mittelmeer verlegt werden. Durch die «Vorausstationierung» werde «wertvolle Zeit gespart, um die im Bündnis hoch anerkannten Minenjagd-Fähigkeiten der Fulda schnell in den Einsatz zu bringen, wenn die durch die Bundesregierung bestimmten Voraussetzungen erfüllt sind», erklärte eine Ministeriumssprecherin.

  • 11.54 Uhr

    Neue Angriffe von Israel und Hisbollah trotz Waffenruhe

    Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. Bei den jüngsten Angriffen seien gestern im südlichen Libanon 7 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut heute mit. Die Hisbollah teilte mit, ihre Kämpfer hätten heute früh im Südlibanon unter anderem israelische Soldaten angegriffen. Dabei habe es mehrere Tote gegeben.

    Über dem südlibanesischen Dorf Zawatar steigt nach einem israelischen Luftangriff auf angebliche Hisbollah-Stellungen Rauch auf.
    Über dem südlibanesischen Dorf Zawatar steigt nach einem israelischen Luftangriff auf angebliche Hisbollah-Stellungen Rauch auf.
    Bild: Keystone/dpa

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee gestern Abend an, Ziele der Hisbollah «intensiv» anzugreifen. Die israelische Armee warnte Anwohner der südlichen Gebiete nahe der gemeinsamen Grenze erneut, «bis auf weiteres» nicht in ihre Häuser zurückzukehren.

  • 00.35 Uhr

    US-Militär fängt Schiff der iranischen «Schattenflotte» ab

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen «Schattenflotte» abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers «USS Pinckney» gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

    Das abgefangene Schiff, die «M/V Sedan», gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.

  • Sonntag, 26. April 2026, 0.16 Uhr

    Iran-Diplomatie im Schwebezustand

    Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach der abgesagten Reise der US-Delegation weiterhin kein Fortschritt in Sicht. Zum zweiten Mal binnen einer Woche reisten die Verhandler der USA anders als geplant doch nicht nach Pakistan, um in einer zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran über ein Ende des Krieges zu beraten. US-Präsident Donald Trump begründete den Schritt mit zu langer Reisezeit und einem inakzeptablen Vorschlag des Irans.

  • 23.28 Uhr

    Irans Aussenminister kommt offenbar nach Islamabad zurück

    Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts soll der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi erneut nach Islamabad kommen. Laut dem vom iranischen Aussenministerium bekanntgegebenen Programm werde Araghtschi nach Abschluss seines aktuellen Besuches im Oman und vor seiner Weiterreise nach Russland erneut nach Pakistan reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

    Ein Teil der Delegation des iranischen Ministers sei für Konsultationen nach Teheran zurückgekehrt, hiess es weiter. Sie solle sich am Sonntagabend erneut Araghtschi in Islamabad anschliessen. Zu dem genauen Grund für die erneute Reise des Chefdiplomaten gab es keine Angaben.

    Irans Aussenminister Araghtschi soll offenbar am Sonntagabend wieder in Pakistan eintreffen.
    Irans Aussenminister Araghtschi soll offenbar am Sonntagabend wieder in Pakistan eintreffen.
    Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa (Archivbild)

    Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und auch das Weisse Haus angekündigt hatte, eine Delegation dorthin zu entsenden.

    Allerdings reiste Araghtschi wieder ab und kurz darauf blies US-Präsident Donald Trump mittags (US-Ortszeit) die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner kurzfristig wieder ab.

  • 20.11 Uhr

    Araghtschi: «Sehr fruchtbarer Besuch» in Islamabad

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat seine Gespräche mit dem Vermittler Pakistan als ergebnisreich beschrieben. Der Besuch in Islamabad sei «sehr fruchtbar» gewesen, schrieb Araghtschi auf der Plattform X. Er habe die iranische Position hinsichtlich «eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges» übermittelt. Gleichzeitig hinterfragte er die Ernsthaftigkeit der US-Bemühungen in dem diplomatischen Prozess: «Es bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen», schrieb er.

    Araghtschi veröffentlichte den Post nur wenige Minuten, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend bekanntgegeben hatte, dass er doch keine US-Delegation nach Pakistan schicken werde. Bei der Begründung blieb er vage. Er schrieb, man verschwende zu viel Zeit mit Reisen. Die iranische Führung sei zudem zerstritten. Wenn die Iraner reden wollten, könnten sie einfach anrufen. Die USA hielten zudem alle Trümpfe in der Hand.

    Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weisse Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden.

  • 18.05 Uhr

    Trump sagt Reise von Iran-Unterhändlern nach Pakistan ab

    Update 19.45 Uhr: Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es erneut einen Rückschlag: US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns, Jared Kushner, nach Pakistan abgesagt. «Zu viel Zeitverschwendung durch das Reisen, zu viel Arbeit!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

    Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weisse Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden.

    Trump schrieb nun auf Truth Social mit Blick auf die Islamische Republik, es gebe «innerhalb ihrer ‹Führung› enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung». Niemand wisse, wer das Sagen habe, «nicht einmal sie selbst». Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. «Wenn sie sprechen wollen, müssen sie nur anrufen!!!»

  • 17.26 Uhr

    Irans Aussenminister verlässt Islamabad

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi ist nach Gesprächen mit pakistanischen Regierungsvertretern über mögliche Friedensverhandlungen mit den USA aus Islamabad abgereist. Araghtschi verliess die pakistanische Hauptstadt nach eintägigen Gesprächen, wie iranische Staatsmedien berichteten.

    Pakistan vermittelt in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs und hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern Irans und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben.

    Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner befanden sich unterdessen erneut auf dem Weg nach Islamabad. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens soll die pakistanische Regierung den US-Vertretern Irans Vorschläge übermitteln.

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat Islamabad verlassen.
    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat Islamabad verlassen.
    Khalil Hamra/AP/dpa (Archivbild)
  • 13.35 Uhr

    Teheran: USA wollen «gesichtswahrend» aus dem Iran-Krieg heraus

    Die USA versuchen nach Darstellung des iranischen Verteidigungsministeriums, mit neuen Gesprächen in Pakistan über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs «gesichtswahrend» aus dem Konflikt herauszukommen. «Unsere militärische Stärke ist heute eine dominierende Kraft, und der Feind sucht nach einer gesichtswahrenden Möglichkeit, dem Morast des Krieges zu entkommen, in dem er gefangen ist», zitierte die Nachrichtenagentur Isna einen Sprecher des Ministeriums.

    Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sollten heute in Islamabad eintreffen. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi war bereits am Freitagabend in der pakistanischen Hauptstadt angekommen. Laut iranischen Staatsmedien sind aber keine direkten Verhandlungen zwischen den Vertretern des Iran und der USA geplant.

    Pakistan vermittelt im Iran-Krieg und hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche über eine Beendigung des Konflikts zwischen Entsandten Irans und der USA ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben. Begonnen hatte der Krieg mit Angriffen Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar. Derzeit gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe.

    Jared Kushner (l) und Steve Witkoff sind ebenfalls auf dem Weg nach Pakistan.
    Jared Kushner (l) und Steve Witkoff sind ebenfalls auf dem Weg nach Pakistan.
    Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
  • 12.32 Uhr

    Iran meldet grosse Raketenreserven trotz Schäden

    Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen.

    Wie Ministeriumssprecher, General Resa Talaie-Nik, laut der Nachrichtenagentur Tasnim weiter erklärte, setzt die heimische Rüstungsindustrie ihre Arbeit trotz der Schäden an einigen Produktionszentren sowohl sichtbar als auch unsichtbar fort. Die Produktionslinien seien über das Land verteilt.

  • Samstag, 25. April, 12.17 Uhr

    Irans Aussenminister beginnt Krisendiplomatie in Pakistan

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat in Pakistan Gespräche für eine Beilegung des Konflikts mit den USA aufgenommen. Laut Angaben des Staatssenders Irib traf sich Araghtschi in Islamabad mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt.

    Im weiteren Verlauf werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ebenfalls zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Laut dem iranischen Aussenamtssprecher Ismail Baghaei ist bislang jedoch kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.

  • 19.27 Uhr

    Trump schickt Gesandte zu Iran-Gesprächen nach Pakistan

    Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner fliegen am Samstag zu erneuten Gesprächen über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs nach Pakistan. Wie die Sprecherin des Weißen Haus, Karoline Leavitt, am Freitag im Sender Fox News sagte, sollen Witkoff und Kushner in Pakistan mit iranischen Unterhändlern zusammentreffen.

    Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte zuvor gemeldet, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Freitagabend in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen werde.

    Jared Kushner (links) und Steve Witkoff sind zentrale Figuren in Trumps Nahost-Politik. (Archivbild)
    Jared Kushner (links) und Steve Witkoff sind zentrale Figuren in Trumps Nahost-Politik. (Archivbild)
    Bild: Michel Euler/AP/dpa
  • 18.43 Uhr

    Netanjahu: «vollständige Kooperation» mit USA in Nahost

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht Israel und die USA im Nahost-Konflikt ganz auf einer Linie. Zwischen den beiden Ländern herrsche «vollständige Kooperation» mit Blick auf den Iran, erklärte er in einer Videobotschaft, die am Freitag von seinem Büro veröffentlicht wurde. «Dasselbe gilt für den Libanon: Wir haben einen Prozess für einen historischen Frieden zwischen Israel und dem Libanon eingeleitet, und es ist uns klar, dass die Hisbollah versucht, diesen zu sabotieren», sagte er.

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht sein Land und die USA im Nahost-Konflikt auf einer Linie.
    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht sein Land und die USA im Nahost-Konflikt auf einer Linie.
    Bild: Menahem Kahana/AFP POOL/AP/dpa
  • 15.37 Uhr

    Hegseth: Beratungen in Europa über Marineeinsatz sind «dumm»

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die europäischen Beratungen über einen Marineeinsatz zur Absicherung der Strasse von Hormus als «dumm» bezeichnet. Er monierte, dass die Europäer darüber geredet hätten, «vielleicht irgendwann etwas zu unternehmen, wenn alles erledigt ist.» Der Minister griff damit die anhaltende Kritik von US-Präsident Donald Trump auf, der mehrfach von den europäischen Verbündeten deutlich mehr Engagement bei der Sicherung der Strasse von Hormus gefordert hatte.

  • 15.15 Uhr

    Drohnen treffen Militärposten an Kuwaits Nordgrenze

    Zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen sind am Freitag in Militärstellungen an Kuwaits Nordgrenze eingeschlagen. Es gebe Schäden, jedoch keine Verletzten, teilte das kuwaitische Militär auf der Plattform X mit. Die Drohnen seien aus irakischer Richtung gekommen und hätten zwei Grenzposten getroffen, hiess es weiter. Kuwaits Militär bezeichnete den Vorfall als «kriminellen Akt der Aggression».

    Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat zu Eskalationen in der gesamten Region in Nahost und der arabischen Halbinsel geführt. Kuwait hatte im Zuge dessen bereits vorher eine Reihe von Luftschlägen auf den Energiesektor und zivile Einrichtungen gemeldet.

  • 14.31 Uhr

    Lieferengpässe bedrohen medizinische Versorgung im Iran

    Im Iran droht nach den Angriffen der USA und Israels eine schwere Krise in der medizinischen Versorgung. Zwar gibt es eine Waffenruhe, aber die Folgen der wochenlangen Bombardierung beeinträchtigten wohl noch auf Monate oder Jahre die Versorgung der Bevölkerung, sagte Cristhian Cortez Cardoza in Genf. Er ist stellvertretender Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika bei der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC).

    Das Gelände des am 17. März 2026 durch einen Luftangriff in Teheran zerstörten Gandhi-Spitals.
    Das Gelände des am 17. März 2026 durch einen Luftangriff in Teheran zerstörten Gandhi-Spitals.
    Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire

    Hunderte Kliniken und Gesundheitseinrichtungen sowie Lernstätten und Geschäfte seien zerstört worden, sagte er. Es wachse die Sorge, dass nicht mehr genügend medizinische Geräte wie Dialysemaschinen oder Prothesen zur Verfügung stehen. Eine Fabrik, die 60 Prozent der Dialysefilter und -geräte herstelle, habe nur noch Rohstoffe für die nächsten drei Monate. Die Lieferkette sei wegen des Konflikts unterbrochen.

  • 13.54 Uhr

    Schweiz kehrt nach Teheran zurück – Botschaft wird wieder eröffnet

    Die Schweiz kehrt diplomatisch nach Teheran zurück. Wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilt, ist seit dieser Woche ein erstes Team der Botschaft wieder vor Ort im Einsatz.

    Die Vertretung war am 11. März 2026 aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Zuge der Eskalation im Nahen Osten vorübergehend geschlossen worden.

    Nun soll der Betrieb schrittweise wieder hochgefahren werden. Zunächst ist ein technisches Team aus vier Schweizer Mitarbeitenden im Einsatz. Es bereitet die Voraussetzungen für eine vollständige Wiedereröffnung vor.

    Der Entscheid zur Rückkehr erfolgte laut EDA auf Basis einer Risikoanalyse und in Abstimmung mit dem Iran sowie den USA. Die Schweiz vertritt im Iran traditionell die Interessen der Vereinigten Staaten im Rahmen eines sogenannten Schutzmachtmandats.

  • 12.52 Uhr

    Spanien reagiert auf Bericht über mögliche Nato-Suspendierung

    Angesichts eines Medienberichts über angebliche US-Pläne für eine Suspendierung der Nato-Mitgliedschaft Spaniens hat Regierungschef Pedro Sánchez die Bündnistreue seines Landes betont.

    Einem unbestätigten Medienbericht zufolge soll im Pentagon eine Mitteilung kursieren, in der Massnahmen gegen «schwierige» Nato-Mitglieder vorgeschlagen werden, die das US-Militär im Krieg gegen den Iran nicht unterstützt hätten. Im Falle Spaniens werde eine Aussetzung der Mitgliedschaft in dem Verteidigungsbündnis erwähnt, berichtete die spanische Zeitung «El País».

    Die Regierung in Madrid hat den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran als «illegal» kritisiert und den USA die Nutzung gemeinsamer Militärbasen im Süden des Landes für Angriffe auf den Iran untersagt und seinen Luftraum für US-Militärflugzeuge gesperrt, die an Angriffen teilnehmen.

    Von der Nato gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht. Beim grössten Verteidigungsbündnis der Welt gibt es grundsätzlich keinerlei Verfahren, das bei unerwünschtem Verhalten Sanktionen oder gar einen Ausschluss vorsieht.

  • 11.43 Uhr

    Zwischenfälle im Libanon

    Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Miliz getötet.

    Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hiess es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilte am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt.

  • 11.34 Uhr

    Pentagon erwägt Ausschluss eines Landes aus der Nato

    Die USA spielen intern offenbar drastische Szenarien durch: Laut einem internen Pentagon-Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, werden Optionen geprüft, Spanien aus der Nato auszuschliessen.

    Alles dazu haben wir dir separat zusammengefasst:

  • 5.57 Uhr

    Rubio: Irans WM-Teilnahme ist eigene Entscheidung

    US-Aussenminister Marco Rubio hat eine Teilnahme des iranischen Teams an der Fussball-WM als alleinige Entscheidung des Irans bezeichnet. «Wenn sie von sich aus entscheiden, nicht zu kommen, dann ist das, weil sie sich dazu entschieden haben, nicht zu kommen», sagte Rubio bei einer Veranstaltung im Weissen Haus in Washington.

    Die Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran einen Krieg begonnen. Derzeit gilt eine Waffenruhe.

    Zuvor war US-Präsident Donald Trump darauf angesprochen worden, dass Spieler des Irans womöglich nicht einreisen dürften. «Ich denke darüber nicht viel nach», sagte er. Dies sei eine «interessante Frage» und er wolle darüber nachdenken. Er erteilte laut US-Medien dann Rubio das Wort, der sagte: «Vonseiten der USA wurde ihnen nicht gesagt, dass sie nicht kommen können.» Rubio ergänzte: «Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen.» Rubio suggerierte US-Medien zufolge, dass militante Iraner als Trainer oder Journalisten in die USA einreisen wollten. «Wir können die vielleicht nicht reinlassen», sagte er. «Aber nicht die Athleten selbst.»

    US-Aussenminister Marco Rubio am Donnerstag im Weissen Haus. 
    US-Aussenminister Marco Rubio am Donnerstag im Weissen Haus. 
    Bild: Keystone/EPA/Will Oliver

    Um die Teilnahme der früh für die WM qualifizierten iranischen Nationalmannschaft hatte es wegen des Krieges zwischen den USA und dem Iran immer wieder Diskussionen gegeben. Zuletzt sorgte ein Sondergesandter Trumps mit dem Vorschlag für Schlagzeilen, den Iran bei der WM durch Italien zu ersetzen. Italienische Politiker reagierten ablehnend auf die Idee.

  • Freitag, 24. April 2026, 5.18 Uhr

    Trump: Atomwaffeneinsatz ist tabu – auch für USA

    US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Atomwaffen im laufenden Krieg mit dem Iran aus und hält ihn auch ganz generell für unzulässig – egal durch welches Land. Bei einem Auftritt im Weissen Haus am Donnerstag entgegnete er auf eine entsprechende Reporterfrage: «Nein, ich würde sie nicht einsetzen. Eine Atomwaffe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen.»

    Allein schon die Frage, ob er einen Atombombenabwurf auf den Iran erwägen würde, sei «dumm», befand Trump. «Wofür bräuchte ich eine Atomwaffe, wenn wir sie schon auf ganz konventionellem Wege auch ohne komplett dezimiert haben?» Unklar blieb, wen oder was genau er mit «sie» meinte – die iranische Führung, ihre Streitkräfte, das Waffenarsenal des Irans oder all das zusammen.

    US-Präsident Donald Trump spricht bei einem Treffen zwischen Botschaftern aus Israel und dem Libanon im Weissen Haus am Donnerstag.
    US-Präsident Donald Trump spricht bei einem Treffen zwischen Botschaftern aus Israel und dem Libanon im Weissen Haus am Donnerstag.
    Bild: Keystone/AP Photo/Mark Schiefelbein

    Befürchtungen vor einem möglichen Einsatz von Atomwaffen hatte Trump Anfang April selbst geschürt, indem er eine selbst für seine Verhältnisse drastische Drohung an den Iran richtete: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren», schrieb er auf der Plattform Truth Social - womit er international scharfe Kritik auslöste.

    Zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatten die USA 1945 Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Es waren die ersten – und bislang einzigen – Atomwaffenangriffe der Kriegsgeschichte.

  • 23.41 Uhr

    Trump: Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen verlängert

    Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Das teilte er nach einem Treffen von Vertretern der verfeindeten Nachbarländer Israel und Libanon im Weissen Haus auf seiner Plattform Truth Social mit. Die derzeit geltende, zehntägige Waffenruhe wäre ohne eine Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen.

    Die Hisbollah äusserte sich zunächst nicht. Sie hatte nach Verkündung der ersten Waffenruhe offen gelassen, ob sie sich daran halten werde.

    «Die Vereinigten Staaten werden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schützen», sagte Trump. Ins Auge nehme er dabei auch die Finanzierung der Miliz durch den Iran, sagte er auf eine Reporterfrage. Solange der Iran die Hisbollah finanziere, werde es keine Vereinbarung im Iran-Krieg geben. «Das ist ein Muss», sagte Trump.

    Zudem werde er in naher Zukunft den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun empfangen. Er plane, das Treffen noch während der verlängerten Waffenruhe stattfinden zu lassen.

  • 21.59 Uhr

    US-Militär: Dritter Flugzeugträger in Richtung Iran verlegt

    Der Flugzeugträger «USS George H.W. Bush» ist im Bereich des für den Nahen Osten zuständigen US-Kommandos (Centcom) angekommen. Er befinde sich im Indischen Ozean, teilte das Regionalkommando auf der Plattform X mit. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Irans zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region damit weiter auf.

    Die Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» und «USS Abraham Lincoln» waren zuvor bereits dorthin verlegt worden. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im Zuständigkeitsbereich von Centcom hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion des Iraks vorbereiteten, zitierte das «Wall Street Journal» einen US-Beamten.

  • 21.49 Uhr

    Papst fordert USA und Iran zu Gesprächen auf

    Papst Leo XIV. hat die USA und den Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Auf dem Rückflug von einer Afrika-Reise mahnte das Oberhaupt der katholischen Kirche eine neue «Kultur des Friedens» an, um Konflikte ohne militärische Gewalt zu regeln. Leo sprach von einer «chaotischen Situation». «An einem Tag sagt der Iran Ja, die Vereinigten Staaten sagen Nein, und umgekehrt. Wir wissen nicht, wo das hingehen wird.»

    Der Papst ermutigte alle Seiten, «Antworten zu finden, die aus einer Kultur des Friedens und nicht aus Hass und Spaltung hervorgehen». Zugleich verurteilte er in seinem Flugzeug vor mitreisenden Journalisten die Tötung von Demonstranten im Iran und auch die dortigen Hinrichtungen. Als letzte Station seiner Afrika-Reise hatte er Äquatorialguinea besucht.

    Der erste Papst aus den USA war vergangene Woche von Donald Trump massiv kritisiert worden. Der US-Präsident warf Papst Leo XIV. (Foto) vor, zum Vorgehen des Irans gegen die eigene Bevölkerung nicht entschieden genug das Wort zu ergreifen.
    Der erste Papst aus den USA war vergangene Woche von Donald Trump massiv kritisiert worden. Der US-Präsident warf Papst Leo XIV. (Foto) vor, zum Vorgehen des Irans gegen die eigene Bevölkerung nicht entschieden genug das Wort zu ergreifen.
    Archivbild: Misper Apawu/AP/dpa
  • 20.39 Uhr

    Sicherheitskreise: Israel greift den Iran im Moment nicht an

    Nach Explosionen in Teheran haben israelische Sicherheitskreise erklärt, dass Israel den Iran derzeit nicht angreife. Zuvor hatten iranische Medien berichtet, dass in der Hauptstadt Explosionen zu hören gewesen und das Luftabwehrsystem aktiviert worden seien.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg auf vorerst unbestimmte Zeit verlängert. Die Waffenruhe gelte so lange, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlege und «die Gespräche in der einen oder anderen Form abgeschlossen werden», sagte Trump. Ob es demnächst neue Verhandlungen zwischen Teheran und Washington gibt, ist unklar.

    Vor eineinhalb Wochen waren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans über ein mögliches Ende des Iran-Krieges ergebnislos geblieben.

  • 20.15 Uhr

    Iranische Medien: Explosionen in Teheran – Luftabwehrsystem aktiviert

    Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit den USA sind in Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran Medienberichten zufolge Explosionen zu hören gewesen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Donnerstag zudem, dass im Westen Teherans «das Geräusch von Luftabwehrfeuer» zu hören gewesen sei. Die Nachrichtenagentur Mehr meldete, das Abwehrsystem sei in mehreren Teilen der Hauptstadt gegen «feindliche Ziele» aktiviert worden.

  • 20.02 Uhr

    Iran «in die Steinzeit» bomben: Israel wartet auf «grünes Licht» von Trump

    Israel ist nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz «bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen». Die Ziele seien «markiert», sagte Katz am Donnerstag in einer Videobotschaft. «Wir warten auf grünes Licht aus den Vereinigten Staaten – in erster Linie, um die Chamenei-Dynastie vollständig zu eliminieren», fuhr er mit Blick auf den obersten Führer Modschtaba Chamenei fort, der Nachfolger seines am 28. Februar getöteten Vaters Ali Chamenei ist. Darüber hinaus solle der Iran «ins dunkle Zeitalter und in die Steinzeit zurückversetzt» werden.

    Israels Verteidigungsminister Katz hat erklärt, Israel sei bereit zur Fortsetzung des Iran-Kriegs. (Archivbild)
    Israels Verteidigungsminister Katz hat erklärt, Israel sei bereit zur Fortsetzung des Iran-Kriegs. (Archivbild)
    Bild: Keystone/dpa/Hannes P Albert
  • 18.57 Uhr

    Irans Zentralbank bestätigt Eingang von Maut für Strasse von Hormus

    Die iranische Zentralbank hat den Erhalt erster Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Fars gingen die Zahlungen in bar oder Devisen ein, nicht aber in Kryptowährung. Die Höhe der Abgaben richtet sich laut dem Bericht nach der Art und Menge der geladenen Fracht sowie dem jeweiligen «Risikograd». Konkrete Summen nannte die Bank nicht. Branchenkreise hatten zuvor von Forderungen in Höhe von bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Durchfahrt berichtet. Teheran bezeichnet die Abgaben offiziell als Sicherheitsgebühren oder Maut.

  • 18.31 Uhr

    Pahlavi für harten Kurs gegen Iran – Attacke mit Flüssigkeit

    Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, hat Deutschland und ganz Europa aufgefordert, nicht auf eine diplomatische Friedenslösung mit der Führung in Teheran zu setzen.

    Jede Beschwichtigungspolitik gegenüber dem repressiven Staatsapparat sei sinnlos, sagte der 65-Jährige bei einem Besuch in Berlin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). «Das hat in all den Jahren zu nichts geführt.»

    Nach einem Pressetermin wurde Pahlavi von einem jungen Mann mit einer roten Flüssigkeit bespritzt und an Hals und Schulter beschmiert. Polizisten brachten den Täter zu Boden und nahmen ihn fest.

    Aus Pahlavis Team hiess es, er sei mit Tomatensosse bespritzt worden. Die Polizei berichtete, der festgenommene Mann sei bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Gegen ihn werde wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung von Personen des politischen Lebens ermittelt. «Unsere Einsatzkräfte wurden sensibilisiert und die Sicherheitsmassnahmen für den Gast nochmal angepasst», erklärte die Polizei.

    An Hals und Schulter bespritzt: Reza Pahlavi.
    An Hals und Schulter bespritzt: Reza Pahlavi.
    Bild: Michael Kappeler/dpa
  • 16.07 Uhr

    Trump: US-Marine soll jeden Minenleger versenken

    Im Kampf gegen mutmassliche Seeminen in der Strasse von Hormus verschärft US-Präsident Donald Trump sein Vorgehen. Er wies die Marine seines Landes an, alle Schiffe zu beschiessen und zu versenken, die Minen in der Meerenge ausbrächten, wie Trump auf Truth Social mitteilte.

    Ferner schrieb der Republikaner, Minensuchboote würden nun noch intensiver die für den globalen Handel wichtige Seestrasse von Sprengkörpern säubern. Vor einer Woche hatte er noch erklärt, dass die angeblich in der Strasse von Hormus verteilten iranischen Seeminen bereits allesamt geborgen seien – oder noch entfernt würden.

    Experten gehen von mehreren Dutzend Minen aus, die der Iran vor etwa einem Monat südlich der iranischen Hoheitsgewässer verteilt haben soll - auch wenn Teheran einen solchen Einsatz nie bestätigt hat.

  • 15.10 Uhr

    US-Militär entert Tanker mit iranischem Öl

    Kurz nach dem iranischen Angriff auf drei Frachtschiffe hat das US-Militär nach eigenen Angaben einen Öltanker aufgebracht.

    In der Nacht zum Donnerstag sei im Indischen Ozean das sanktionierte und staatenlose Schiff «Majestic X» gestoppt worden, wie das US-Verteidigungsministerium auf X bekannt gab. US-Einsatzkräfte seien an Bord des Frachters gegangen, der Öl aus dem Iran transportiert habe. Die Massnahme sei im Zuständigkeitsbereich des Indopazifischen Kommandos der US-Streitkräfte (Indopacom) erfolgt.

    Nach Angaben des Trackingdienstes Vesselfinder befand sich der Frachter zuletzt vor der südlichen Küste Sri Lankas, rund 32 nautische Meilen von der Stadt Hambantota entfernt. Den Angaben von vor zwei Tagen nach war das Schiff auf Kurs in Richtung Zhoushan in China. Das US-Militär gibt an, Schiffe zu blockieren, die aus iranischen Häfen kommen oder diese als Ziel haben. US-Präsident Donald Trump will Teheran damit von wichtigen Einnahmequellen abschneiden.

  • 14.52 Uhr

    US-Seeblockade iranischer Schiffe ist durchlässig

    Trotz der US-Seeblockade vor der Strasse von Hormus durchfahren einige Schiffe mit Verbindung zum Iran die Meeresenge. 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran hätten das Gebiet der US-Seeblockade vom 13. bis 21. April durchfahren.

    Das schreibt der Datenanbieter Vortexa in einem Bericht. Die Seeblockade des US-Militärs hatte am 13. April begonnen. Sie richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

    Nach Bewertung des maritimen Datenanbieters Lloyd's List Intelligence haben bis Montag mindestens 26 Schiffe der sogenannten Schattenflotte die Blockade durchquert. Der maritime Softwareanbieter AXSMarine schrieb, der meiste Verkehr durch die Strasse von Hormus entfalle weiter auf Schiffsbetreiber, die sanktioniert seien oder undurchsichtige Eigentumsverhältnisse aufwiesen.

    Iranische Medien hatten immer wieder angegeben, Schiffe des Landes hätten die US-Seeblockade durchfahren. Die Berichte liessen sich unabhängig nicht bestätigen.

  • 12.35 Uhr

    Mehr als 50'000 Häuser im Libanon beschädigt

    Die israelischen Angriffe haben im Libanon viel Zerstörung angerichtet.
    Die israelischen Angriffe haben im Libanon viel Zerstörung angerichtet.
    Bilal Hussein/AP/dpa

    Im jüngsten Krieg zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah sind im Libanon nach dortigen Angaben mehr als 50.000 Häuser beschädigt oder zerstört worden.

    Das teilte der Nationale Rat für Forschung mit, der Schäden im Krieg seit 2023 im Auftrag der Regierung untersucht. Mehr als die Hälfte der Schäden und Zerstörung gab es demnach im südlichen Libanon und im Gebiet nahe der israelischen Grenze.

    Libanesischen Medienberichten zufolge soll die israelische Armee dabei auch Feuer legen und Sprengsätze nutzen, um Gebäude zu sprengen.

    Israels Bodentruppen seien in mehr als 50 Dörfern im südlichen Libanon im Einsatz, berichteten israelische Medien. Die Armee habe vergangene Woche begonnen, die «erste Reihe an Dörfern» im Libanon nahe der Grenze systematisch zu zerstören. Ziel sei, eine Rückkehr der schiitischen Anwohner in diese Gebiete zu verhindern, damit Hisbollah-Kämpfer sich dort nicht verstecken und neue Angriffe gegen Israel durchführen könnten.

  • 9.15 Uhr

    Iran kapert Schiffe

    Iran kapert Schiffe in der Strasse von Hormus

    Iran kapert Schiffe in der Strasse von Hormus

    Trotz Waffenstillstand spitzt sich die Lage im Persischen Golf weiter zu: Iran hat zwei internationale Frachtschiffe nahe der Strasse von Hormus unter Beschuss genommen und festgesetzt. Die Aktion ist ein klares Signal im Machtkampf mit den USA.

    23.04.2026

    Trotz Waffenstillstand spitzt sich die Lage im Persischen Golf weiter zu: Iran hat zwei internationale Frachtschiffe nahe der Strasse von Hormus unter Beschuss genommen und festgesetzt. Die Aktion ist ein klares Signal im Machtkampf mit den USA.

  • 8.44 Uhr

    Iran richtet Spion hin

    Eine Serie an Hinrichtungen im Iran dauert an. Wie das Justizportal Misan berichtete, wurde am Morgen (Ortszeit) ein Mann exekutiert.

    Die iranische Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad und Mitgliedschaft in einer Oppositionsgruppe zur Last gelegt.

    Davor waren seit Montag bereits vier Exekutionen durchgeführt worden. Ein Todesurteil wurde im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt. Drei weitere Männer wurden nach Spionagevorwürfen hingerichtet. Menschenrechtler sprachen bei zwei von ihnen hingegen von politischen Gefangenen, die den oppositionellen Volksmudschaheddin angehört haben sollen. Die Exil-Gruppe ist im Iran verboten; sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen.

  • 3.43 Uhr

    Pentagon: Minenräumung in der Strasse von Hormus wird Monate dauern

    Die Räumung der in der Strasse von Hormus gelegten Minen wird AP-Informationen zufolge voraussichtlich sechs Monate in Anspruch nehmen. Vertreter des US-Verteidigungsministeriums übermittelten die Informationen während einer geheimen Anhörung im Ausschuss für Streitkräfte des Repräsentantenhauses am Dienstag, wie ein Regierungsvertreter der AP mitteilte.

    Die Sitzung hinterliess nach Angaben der Quelle mehr Fragen als Antworten. Die Abgeordneten hätten etwa Informationen zu den Kosten des Iran-Kriegs und zur Strategie der Kriegsführung erfragt. Auch Fragen zu einem tödlichen Angriff auf einen Schulkomplex in den ersten Tagen des Krieges seien unbeantwortet geblieben.

  • Donnerstag, 23. April 2026, 2 Uhr

    Pete Hegseth feuert Marine-Staatssekretär John Phelan

    Mitten in der Seeblockade der Strasse von Hormus wechselt die US-Regierung ihren für die Marine zuständigen Staatssekretär aus. John Phelan werde die Regierung mit sofortiger Wirkung verlassen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Unterstaatssekretär Hung Cao solle die Geschäfte bis auf Weiteres übernehmen. Zu den Gründen des Wechsels machte das Ministerium keine Angaben.

    Phelan, früher Investmentbanker, trat den Posten im März vergangenen Jahres an. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag unter anderem bei der Stärkung des Schiffbaus sowie der maritimen Industrie.

    Wie die «New York Times» unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, schwelten seit Monaten Spannungen zwischen Phelan und seinen beiden Vorgesetzten, Verteidigungsminister Pete Hegseth und dessen Stellvertreter Stephen Feinberg. Besonders Feinberg war demnach zunehmend unzufrieden damit, wie Phelan die neue Schiffbau-Initiative der Marine umsetzte.

    Erst im Dezember hatte Phelan gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump Pläne für neue Schlachtschiffe angekündigt, die den Namen des Präsidenten tragen sollen. Trump hatte bei der Veranstaltung in höchsten Tönen von Phelan geschwärmt.

    Marine-Staatssekretär John Phelan (l.) am 22. Dezember 2025 mit US-Präsident Donald Trump in dessen Club Mar-a-Lago in Florida. 
    Marine-Staatssekretär John Phelan (l.) am 22. Dezember 2025 mit US-Präsident Donald Trump in dessen Club Mar-a-Lago in Florida. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Alex Brandon

    Die Personalie kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Marine eine aus US-Sicht zentrale Rolle im Iran-Krieg übernimmt. Trump will Teheran mit einer Seeblockade wichtige Einnahmequellen abschneiden. Die Blockade gilt für alle Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese als Ziel haben.

    Erst vor rund drei Wochen hatte Verteidigungsminister Hegseth den Stabschef des US-Heeres zum Rücktritt gedrängt. General Randy George trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, hiess es damals. George war von Trumps Vorgänger, dem Demokraten Joe Biden, nominiert worden.

  • 0.31 Uhr

    Libanesische Journalistin bei israelischem Luftangriff getötet

    Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben drei Menschen getötet worden, darunter eine Journalistin. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Der Vorfall habe sich in dem Ort al-Tiri ereignet. Die Journalistin arbeitete demnach für die Zeitung «Al Achbar», die der proiranischen Hisbollah-Miliz nahesteht. Auch die Zeitung bestätigte den Tod ihrer Mitarbeiterin. Sie sei unter Trümmern eingeschlossen gewesen und tot aufgefunden worden. Eine weitere Journalistin wurde demnach verletzt.

    Die libanesische  Journalistin Amal Khalil war für die Zeitung «Al-Achbar» im Süden Libanons unterwegs, als sie bei einem israelischen Angriff starb. (22. März 2026)
    Die libanesische  Journalistin Amal Khalil war für die Zeitung «Al-Achbar» im Süden Libanons unterwegs, als sie bei einem israelischen Angriff starb. (22. März 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/Mohammed Zaatari

    Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam kritisierte Israel. Die «gezielten Angriffe» auf Journalisten sowie die Attacken auf Rettungsteams stellten Kriegsverbrechen dar, schrieb er auf der Plattform X. Israels Angriffe auf Medienschaffende seien keine Einzelfälle.

    Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden zunächst zwei Menschen bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri getötet. Die israelische Armee teilte dazu mit, es seien zwei Fahrzeuge identifiziert worden, die aus einem von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzten Gebäude gekommen seien. In der Mitteilung war die Rede von «Terroristen», die sich auf bedrohliche Weise israelischen Bodentruppen genähert hätten, die den südlichen Teil des Libanons kontrollieren. Die Luftwaffe habe daraufhin eines der Fahrzeuge angegriffen. Anschliessend sei auch das Gebäude beschossen worden.

    Die Armee sei sich Berichten bewusst, denen zufolge zwei Journalistinnen verletzt worden seien, hiess es weiter. Sie dementierte Angaben, laut denen Rettungsteams daran gehindert worden seien, das Gebiet zu erreichen. Man prüfe den Vorfall. Das Gebiet der israelischen «Sicherheitszone» sei allgemein bekannt. Die israelische Armee ziele nicht auf Journalisten ab, achte aber auch auf die Sicherheit der eigenen Truppen.

    Israelische Soldaten sind trotz Vereinbarung einer Waffenruhe weiterhin im Südlibanon stationiert. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine sogenannte «Sicherheitszone» eingerichtet, die zum Schutz der nordisraelischen Ortschaften vor Hisbollah-Angriffen dienen solle. Die libanesische Führung spricht dagegen von einer Besatzung ihres Staatsgebiets.

  • 22.52 Uhr

    Weisses Haus: Keine feste Frist für iranischen Vorschlag zu Beendigung des Krieges

    US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weissen Hauses für einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges keine Frist gesetzt. Anders als in einigen Medien berichtet worden sei, habe der US-Präsident «keine feste Frist für die Vorlage eines iranischen Vorschlags gesetzt», sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt vor Journalisten. «Letztlich wird der Zeitplan vom Oberbefehlshaber festgelegt.»

  • 22.27 Uhr

    Trump-Sprecherin spielt iranische Angriffe auf Frachter herunter

    Nach iranischen Angriffen auf Frachter in der Strasse von Hormus hat das Weisse Haus die Bedeutung der Vorfälle heruntergespielt. Die Medien würden das Thema aufbauschen, um die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Marine durch das US-Militär zu hinterfragen, sagte Karoline Leavitt, Sprecherin des Weissen Hauses, dem Sender Fox News. Einen Verstoss gegen die Waffenruhe sehe sie nicht, weil die Schiffe weder unter US- noch unter israelischer Flagge gefahren seien.

    Leavitt sagte, die Frachter seien von Schnellbooten attackiert worden. «Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt.» Eine Kontrolle über die Strasse von Hormus habe Teheran nicht.

    «Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt»: US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt.
    «Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt»: US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt.
    Alex Brandon/AP/dpa (Archivbild)

    In der Strasse von Hormus war zuvor ein Containerschiff unter Beschuss durch die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gekommen und schwer beschädigt worden, wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt mitteilte. Wenig später meldete die Behörde erneut einen Vorfall. Irans Streitkräfte reklamierten hingegen drei Angriffe auf Frachtschiffe für sich.

  • 19.38 Uhr

    Teheran: Seeblockade ist Verstoss gegen Waffenruhe

    Angesichts der einseitig von US-Präsident Donald Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoss gegen die Feuerpause. Die Öffnung der Strasse von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen «schweren Verstössen gegen die Waffenruhe» komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

    Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben. Die gemeinsam vereinbarte Waffenpause war am Dienstagabend vom US-Präsidenten einseitig verlängert worden. Wie viele Tage sie dauern soll, hatte Trump nicht gesagt. Der Iran hatte zuletzt Angriffe auf drei Frachtschiffe in der wichtigen Strasse von Hormus für sich reklamiert.

    Tanker ankern in der Strasse von Hormuz vor der Küste der Insel  Qeschm.
    Tanker ankern in der Strasse von Hormuz vor der Küste der Insel Qeschm.
    Asghar Besharati/AP/dpa/Keystone (Archivbild)
  • 19.07 Uhr

    Trump will Iran offenbar nur wenige Tage für Antwort geben

    US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen. Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal «Axios» und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weissen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

    Medienberichten zufolge will Trump dem Iran nur wenige Tage einräumen, um einen geeinten Vorschlag für neue Verhandlungen zu erarbeiten.
    Medienberichten zufolge will Trump dem Iran nur wenige Tage einräumen, um einen geeinten Vorschlag für neue Verhandlungen zu erarbeiten.
    Keystone/AP Photo/Manuel Balce Ceneta

    Auch der Sender CNN berichtet unter Berufung auf zwei mit den internen Gesprächen vertraute Quellen, dass Trump plane, den Iranern ein begrenztes Zeitfenster zu geben, um einen geeinten Vorschlag für neue Verhandlungen zu erarbeiten und den diplomatischen Prozess so wieder in Gang zu bringen. Ob dies auch an die Iraner übermittelt worden ist, ist demnach unklar.

    Kurz vor dem Ablaufen einer Waffenruhe mit dem Iran hatte Trump Teheran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung gegeben und die Feuerpause einseitig verlängert. Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Eine neue Frist setzte er nicht. Der Iran äusserte sich bisher nicht dazu.

  • 18.30 Uhr

    Iran weiter unentschieden bezüglich neuer Verhandlungen

    Der Iran hat nach Angaben eines Sprechers seines Aussenministeriums noch nicht über eine Teilnahme an neuen Verhandlungen mit den USA in Pakistan entschieden. In die vorherige Verhandlungsrunde sei der Iran «in gutem Glauben und mit Ernsthaftigkeit gegangen, aber die verhandelnde Partei hat Missachtung und einen Mangel an gutem Glauben an den Tag gelegt», sagte der Sprecher des Ministeriums, Ismail Baghai, laut dem iranischen Staatsfernsehen.

    Eine zweite Verhandlungsrunde wurde noch für diese Woche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet, doch steht noch nicht fest, ob es dazu kommt. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag die Waffenruhe im Krieg gegen den Iran für unbestimmte Zeit verlängert.

    In Islamabad sind die Vorbereitungen für eine neue Verhandlungsrunde bereits getroffen.
    In Islamabad sind die Vorbereitungen für eine neue Verhandlungsrunde bereits getroffen.
    M. A. Sheikh/AP/dpa
  • 14.49 Uhr

    Rutte versichert der Türkei Beistand der Nato nach Raketen aus dem Iran

    Nach iranischen Raketenangriffen auf die Türkei hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Ankara versichert, dass das Militärbündnis stets «das Notwendige» unternehmen werde, um die Türkei und die anderen Mitgliedstaaten zu verteidigen. Die Nato habe in den vergangenen Wochen vier Mal «erfolgreich Raketen abgefangen, die aus dem Iran in Richtung der Türkei unterwegs» gewesen seien, sagte Rutte am Mittwoch in der türkischen Hauptstadt. Ruttes Besuch in der Türkei fand im Vorfeld des Nato-Gipfels in Ankara im Juli statt.

  • 13.29 Uhr

    Iran bestätigt Verlängerung der Waffenruhe

    Der Iran hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Waffenruhe öffentlich zur Kenntnis genommen. Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, bestätigte die Verlängerung der Waffenruhe in einer vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Stellungnahme. Er äusserte sich nicht explizit dazu, ob Teheran bereit ist, an einer neuen Gesprächsrunde mit den Vereinigten Staaten in Islamabad teilzunehmen.

    Diplomatie sei ein Instrument zur Wahrung nationaler Interessen und der nationalen Sicherheit, erklärte der Sprecher. Sobald der Iran zu dem Schluss komme, dass die Bedingungen erfüllt seien, dieses Instrument zur Durchsetzung nationaler Interessen anzuwenden, werde das Land handeln. Trump hatte die Verlängerung der Waffenruhe am Dienstag angekündigt und erklärt, Pakistan habe als Vermittler um diesen Schritt gebeten.

  • 12.36 Uhr

    Iran beschlagnahmt mehrere Frachter in der Strasse von Hormus

    Die Blockade der Strasse von Hormus gilt nun auch für iranische Schiffe
    Die Blockade der Strasse von Hormus gilt nun auch für iranische Schiffe
    Altaf Qadri/AP/dpa

    Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht. In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Nachricht hiess es zur Begründung, die Revolutionsgarden hätten ihre «regelwidrige» Durchfahrt durch die Strasse von Hormus gestoppt.

    Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der «Epaminondas» um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war. Der Frachter «MSC Francesca» lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Ausserdem wurde ein Containerschiff namens «Euphoria» attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.

    Auch die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte am Mittwoch über Vorfälle in den Gewässern vor dem Iran berichtet.

  • 11.59 Uhr

    Arabische Länder wollen Reparationen vom Iran für Kriegsschäden

    Die arabischen Länder fordern vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heisst es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen.

    Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels im Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet.

  • 9.06 Uhr

    Irans Revolutionsgarden fordern Wachsamkeit

    ARCHIV – Kadetten der iranischen Revolutionsgarden marschieren während einer jährlichen Militärparade. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
    ARCHIV – Kadetten der iranischen Revolutionsgarden marschieren während einer jährlichen Militärparade. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
    sda

    Irans Revolutionsgarden haben nach einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe erhöhte Wachsamkeit gefordert.

    Die iranischen Streitkräfte seien auf dem «Höhepunkt der Bereitschaft» zur Fortsetzung der Kampfhandlungen, hiess es in einer Erklärung der Elitestreitmacht. In einer neuen Phase der Eskalation könnten die Streitkräfte «vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge gegen die verbleibenden Vermögenswerte» in der Region ausführen.

  • 6.54 Uhr

    Trump droht Iran bereits wieder

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach der Verlängerung der Waffenruhe erneut gedroht. Am Dienstagabend erklärte er auf seiner Plattform Truth Social, der Iran wolle die Strasse von Hormus nicht schliessen, sondern offen halten, um sein Rohöl verkaufen zu können. Sollte er dies zulassen, könne es «niemals ein Abkommen mit dem Iran geben, es sei denn, wir sprengen den Rest ihres Landes in die Luft – einschliesslich ihrer Führung», schrieb Trump. Unklar ist, ob und wann die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt wieder aufgenommen werden könnten.

  • Iran-Krieg: Trump macht mal wieder eine Drohung nicht wahr

    Die Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA sollten diese Woche in die zweite Runde gehen. Jetzt wurden sie fürs Erste ausgesetzt – und die Waffenruhe unerwartet ausgeweitet. Und: Der Iran reagiert mit Skepsis. Das sind die Entwicklungen der vergangenen Stunden.

  • 4 Uhr

    Verlängerte Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum

    Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Anschliessend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar. Im Vergleich zum Vortag entspricht das einem Plus von knapp vier Prozent. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus.

    Donald Trump am Dienstag im Weissen Haus: Der US-Präsident verlängert die Waffenruhe mit dem Iran, an der Seeblockade will er indes festhalten.
    Donald Trump am Dienstag im Weissen Haus: Der US-Präsident verlängert die Waffenruhe mit dem Iran, an der Seeblockade will er indes festhalten.
    Bild: Keystone/AP Photo/Alex Brandon
  • 1.45 Uhr

    Militärs planen Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus

    Für einen möglichen Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen treffen sich heute Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London. Das von Grossbritannien und Frankreich ausgerichtete zweitägige Planungstreffen folgt auf eine internationale Konferenz in der französischen Hauptstadt in der vergangenen Woche.

    London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Auch Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

    Bei der Pariser Konferenz forderten die beteiligten Länder – neben den Europäern auch Indien, China und die Türkei – eine sofortige, bedingungslose und vollständige Wiederöffnung der Meerenge durch alle Parteien. Der Iran blockiert seit Wochen die Durchfahrt der wichtigen Meeresenge für Handelsschiffe.

    Die Aufgabe der militärischen Planungskonferenz sei nun, den diplomatischen Konsens in einen gemeinsamen Plan zum Erhalt der Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu übertragen, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey einer Mitteilung zufolge. Voraussetzung für die Umsetzung der Pläne ist jedoch ein stabiles Waffenstillstandsabkommen zwischen den Kriegsparteien USA, Israel und Iran.

  • Mittwoch, 22. April 2026, 0.48 Uhr

    US-Finanzminister: Blockade nimmt Iran wichtige Einnahmen

    Die anhaltende Blockade des iranischen Seehandels beeinträchtigt nach Meinung von US-Finanzminister Scott Bessent Teherans Wirtschaftskraft schwer. Die Lager auf der für den Ölhandel wichtigen Insel Charg würden in wenigen Tagen voll sein, weshalb die Ölfelder stillgelegt werden müssten, schrieb Bessent auf der Plattform X. «Die Beschränkung des iranischen Seehandels zielt direkt auf die wichtigsten Einnahmequellen des Regimes ab.»

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, er verlängere die Waffenruhe mit dem Iran. An der Seeblockade will er indes festhalten. Sie betrifft Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern. Die Insel Charg im Persischen Golf gilt als logistisches Rückgrat für die Exportwirtschaft des Landes.

  • 23.32 Uhr

    Überraschende Kehrtwende: Trump verlängert Waffenruhe auf unbestimmte Zeit

    Kurz vor Ende der Waffenruhe hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung gegeben und die Feuerpause überraschend verlängert. Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Eine neue Frist mit Termin setzte der US-Präsident nicht. Unklar bleibt zunächst, ob sich auch der Iran und Israel an die Feuerpause gebunden fühlen.

    Wenig überraschend sei die Führung im Iran tief gespalten, schrieb Trump. Deshalb werde er die Feuerpause verlängern, bis es aus dem Iran einen geeinten Vorschlag gebe und die Gespräche zu einem Ende kämen, «auf die eine oder die andere Art und Weise».

    Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete kurz nach Trumps Ankündigung, eine offizielle Position Irans werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Die Agentur habe aus Quellen erfahren, dass Teheran keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten habe. Das Sprachrohr der mächtigen Revolutionsgarden berichtete weiter, der Iran werde die für den Welthandel wichtige Strasse von Hormus nicht freigeben, solange die US-Seeblockade anhalte. Nötigenfalls werde die Blockade mit Gewalt durchbrochen.

    Mit der Verlängerung auf unbestimmte Zeit geht Trump einen Weg, den er noch am Vortag als «sehr unwahrscheinlich» bezeichnet hatte. Stattdessen pochte er auf ein Abkommen, um den Krieg dauerhaft beizulegen. Trotz der Bemühungen Pakistans konnten sich Washington und Teheran jedoch bis zuletzt nicht auf eine weitere Verhandlungsrunde in Islamabad einigen.

  • 22.43 Uhr

    USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk

    Die USA haben ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste. Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff.

  • 21.53 Uhr

    Iranischer Kommandeur droht mit Zerstörung der regionalen Ölindustrie

    Ein ranghoher iranischer Kommandeur hat für den Fall der Fortsetzung des Kriegs mit den USA die Zerstörung der Ölindustrie im Nahen Osten angedroht. Es wäre ein Fehler, eine Aggression gegen den Iran auszuführen, sagte General Madschid Mussavi von der Revolutionsgarde am Dienstag in iranischen Medien.

    Wenn Nachbarstaaten es zuliessen, dass die USA den Iran angreifen, dann würden Ölanlagen der Region ins Visier genommen, erklärte Mussavi. «Wenn südliche Nachbarn es dem Feind erlauben, ihre Einrichtungen für einen Angriff auf den Iran zu nutzen, sollten sie sich von der Ölproduktion in der Region Naher Osten verabschieden», sagte er.

  • 21.10 Uhr

    Pakistan-Reise von Vance vorerst abgesagt

    US-Vizepräsident JD Vance wird nach Angaben aus US-Regierungskreisen vorerst nicht für mögliche Verhandlungen über ein Waffenruheabkommen mit dem Iran nach Pakistan reisen. Die Reise nach Islamabad sei abgesagt worden, teilte eine Gewährsperson am Dienstag mit. Doch könne US-Präsident Donald Trump seine Meinung jederzeit ändern.

    Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurden den Angaben zufolge für (heutigen) Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Washington erwartet, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

  • 20.22 Uhr

    Abreise von Vance nach Pakistan verzögert sich

    Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan verzögert sich US-Medienberichten zufolge die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance. Er hätte eigentlich am Morgen (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen, berichten die «New York Times» und der Sender CNN am Mittag. Stattdessen befinde sich Vance aber noch in Washington, um an weiteren politischen Besprechungen im Weissen Haus teilzunehmen, hiess es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.

    «Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X, dass sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, noch in den USA befänden. Das Flugzeug, das sie am Vormittag von Miami nach Pakistan hätte bringen sollen, sei erst am Mittag abgehoben - und hätte sich auf den Weg nach Washington gemacht. Dort trafen laut CNN auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Aussenminister Marco Rubio im Weissen Haus ein.

  • 19.57 Uhr

    Iran lässt Teilnahme an Verhandlungen mit den USA weiter offen

    Der Iran hat nach Angaben des Aussenministeriums noch keine Entscheidung über eine Teilnahme an neuen Gesprächen mit den USA getroffen. Ministeriumssprecher Ismail Baghai warf der US-Regierung am Dienstag im Staatsfernsehen «inakzeptable Aktionen» vor. Deswegen sei über eine Teilnahme noch nicht endgültig entschieden.

    Bislang haben weder die USA noch der Iran noch das mutmassliche Gastgeberland Pakistan öffentlich erklärt, wann es eine zweite Verhandlungsrunde geben könnte. US-Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation voraussichtlich leiten wird, war nach Angaben des Weissen Hauses am Dienstag noch in Washington.

    Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums Ismail Baghai. (Archivbild)
    Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums Ismail Baghai. (Archivbild)
    Bild: /XinHua/dpa
  • 17.14 Uhr

    Pentagon: Haben Schiff mit Verbindungen zum Iran geentert

    US-Streitkräfte haben vergangene Nacht einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war. Es handele sich um ein «staatenloses sanktioniertes» Schiff, das im indopazifischen Raum gestoppt worden sei, teilte das Pentagon auf der Plattform X mit. Die USA würden weltweit Massnahmen ergreifen, «um illegale Netzwerke zu zerschlagen und sanktionierte Schiffe abzufangen, die dem Iran materielle Unterstützung leisten – wo auch immer sie operieren». Internationale Gewässer seien kein Zufluchtsort für sanktionierte Schiffe.

    Mit dem Schritt wollen die USA den wirtschaftlichen Druck auf Iran weiter erhöhen, für den seine Ölindustrie zentral ist. Auch mit ihrer Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen versuchen die USA, Teheran zu schwächen und mit Blick auf ein mögliches Abkommen zu Zugeständnissen zu bewegen.

  • 14.47 Uhr

    Letzte Stunden der Waffenruhe – kommt es noch zu einem Deal?

    Kommt es zu neuen Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA? Die Ungewissheit ist gross. Dabei drängt die Zeit angesichts des Auslaufens der Waffenruhe. Deutschland mahnt den Iran.

    Den aktuellen Stand der Situation haben wir dir in diesem separaten Artikel zusammengefasst:

  • 14.13 Uhr

    Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen Iran

    Die ohnehin fragile Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht kurz vor dem Ende. US-Präsident Donald Trump wirft Teheran vor, die Feuerpause mehrfach gebrochen zu haben. Gleichzeitig bleibt unklar, ob neue Verhandlungen überhaupt zustande kommen.

    Mehr dazu liest du hier:

  • 14.03 Uhr

    Ton zwischen USA und Iran verschärft sich

    Parallel zu den diplomatischen Signalen verschärft sich der Ton zwischen den beiden Staaten erneut. US-Präsident Donald Trump stellte klar, dass eine Verlängerung der Waffenruhe «höchst unwahrscheinlich» sei.

    Ohne Fortschritte in den Gesprächen werde die Feuerpause am Mittwochabend (US-Zeit) enden.

    Auch aus Teheran kommen deutliche Worte. Parlamentspräsident Ghalibaf erklärte, der Iran habe sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe vorbereitet und verfüge über «neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld». Zugleich betonte er, dass Verhandlungen unter Druck für Teheran nicht infrage kämen.

  • 13.50 Uhr

    USA und Iran vor neuen Gesprächen

    Kurz vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe nehmen die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran nochmals Fahrt auf. Nach Angaben aus Vermittlerkreisen haben beide Seiten die Entsendung von Delegationen nach Islamabad bestätigt.

    Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sollen US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf die Gespräche anführen. Ihre Ankunft in der pakistanischen Hauptstadt wird für Mittwoch erwartet.

    Pakistan spielt dabei eine zentrale Rolle als Vermittlerstaat.

    Bis zuletzt war unklar, ob Teheran tatsächlich Vertreter entsendet. Das iranische Staatsfernsehen hatte noch kurz zuvor erklärt, es sei keine Delegation auf dem Weg nach Pakistan. «Weder eine Haupt- noch eine Nebendelegation» sei bislang aufgebrochen, hiess es. Berichte über eine Abreise aus Teheran wurden zunächst als falsch bezeichnet.

    Gleichzeitig deuten verstärkte Sicherheitsmassnahmen in Islamabad darauf hin, dass man sich vor Ort auf hochrangige Gespräche vorbereitet.

  • 6.17 Uhr

    Schweizer Kerosinreserven kleiner als gedacht

    Die Kerosinreserven der Schweiz sind nach Angaben der Zeitungen von Tamedia kleiner als bisher bekannt. Der Pflichtlagerbestand von Flugpetrol liegt zurzeit bei 0,4 Millionen Kubikmetern, wie das Medienhaus schrieb. Das könne laut dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) den Bedarf für 72 Tage decken. Ende Mai könnten in Europa wegen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Kerosinmangels die ersten Flüge ausfallen, erwartet der Internationale Airlineverband IATA.

    Die Versorgung der Schweiz mit allen Mineralölprodukten sei derzeit gewährleistet, teilte ein BWL-Sprecher Tamedia mit. Dass das Soll von 90 Tagen nicht erreicht werde, liege an der gesunkenen Nachfrage nach Flugpetrol während der Corona-Pandemie. Der Aufbau der Lagerbestände erfolge grundsätzlich zeitverzögert, schrieb der Sprecher dem Medienhaus weiter.

    Wegen der wegen des Iran-Kriegs erwarteten Kerosinknappheit in Europa könnte die Swiss auf das Schweizer Kerosinpflichtlager angewiesen sein, schreibt der «Tages-Anzeiger». (Archivbild)
    Wegen der wegen des Iran-Kriegs erwarteten Kerosinknappheit in Europa könnte die Swiss auf das Schweizer Kerosinpflichtlager angewiesen sein, schreibt der «Tages-Anzeiger». (Archivbild)
    Bild: Keystone/Gaetan Bally
  • 4.30 Uhr

    US-Seeblockade bleibt Hindernis für Verhandlungen mit Iran

    Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist eine Fortsetzung der Verhandlungen weiter ungewiss. Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social mit, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Doch Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance vor einer Abreise Richtung Pakistan

    Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf teilte auf der Plattform X mit, er akzeptiere keine Verhandlungen unter dem Eindruck von Drohungen. Der Iran habe nach der Feuerpause neue militärische Mittel in der Hinterhand.

    Ein Anti-USA- und Anti-Israel-Wandgemälde in Teheran. (20. April 2026)
    Ein Anti-USA- und Anti-Israel-Wandgemälde in Teheran. (20. April 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh
  • Dienstag, 21. April 2026, 4.23 Uhr

    Weisses Haus: USA waren einem guten Deal mit dem Iran nie näher

    Trotz der Unklarheit über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde sieht sich die US-Regierung einem ihrer Meinung nach guten Abkommen mit dem Iran näher denn je. «Die Vereinigten Staaten standen noch nie so kurz davor wie jetzt gerade, ein wirklich gutes Abkommen zu schliessen – ganz im Gegensatz zu dem schrecklichen Abkommen, das Barack Hussein Obama unterzeichnet hat», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender Fox News. Damit bezog sie sich auf das Atomabkommen von 2015, das US-Präsident Donald Trump später aufkündigte.

    Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter. Sollte es dennoch nicht dazu kommen, habe der Präsident mehrere Optionen zur Verfügung, «von denen er ohne zu zögern Gebrauch machen wird.» Trump habe zuvor gezeigt, dass er seinen Worten Taten folgen lasse.

    Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft Trump zufolge am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde er Angriffe auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur anordnen, teilte Trump mit. Ob es vor Ende der Feuerpause noch zu einer zweiten Verhandlungsrunde kommt, ist unklar.

  • 22.58 Uhr

    Iran: Strasse von Hormus während Waffenruhe frei

    Der Iran will Handelsschiffen die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus für die verbleibende Dauer der geltenden Waffenruhe wieder erlauben. Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X, die Schiffe müssten auf einer vom Iran vorgegebenen Route fahren. Auch US-Präsident Donald Trump erklärte, die Meerenge sei wieder offen.

  • 21.41 Uhr

    Trump: Blockade iranischer Häfen wird erst nach «Deal» mit dem Iran aufgehoben

    Die USA werden die Blockade iranischer Häfen nach den Worten von Präsident Donald Trump nur im Falle eines Abkommens mit dem Iran aufheben. Die Blockade «zerstört den Iran völlig», schrieb Trump am Montag in Onlinenetzwerken. «Sie verlieren 500 Millionen Dollar pro Tag, eine Summe, die selbst kurzfristig untragbar ist», fuhr er fort. Die Blockade werde erst aufgehoben, wenn Teheran einem «Deal» zur Beendigung des Krieges zugestimmt habe.

  • 19.08 Uhr

    Trump: Verlängerung von Waffenruhe «höchst unwahrscheinlich»

    US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der in der Nacht zum Mittwoch MESZ auslaufenden Waffenruhe mit dem Iran durch ihn als «höchst unwahrscheinlich» bezeichnet. Die für den globalen Ölhandel wichtige Strasse von Hormus werde so lange blockiert, bis es ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zum Krieg gebe, sagte Trump am Montag Bloomberg News.

    Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht (MESZ) am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Vielfach war das Ende der Waffenruhe für diese Woche daher mit der Nacht zu Mittwoch angegeben worden.

    Es ist weiterhin offen, ob und wenn ja, wann es eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran geben wird. Die US-Delegation soll laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle «bald» in die pakistanische Hauptstadt Islamabad aufbrechen. Der Iran hat einer zweiten Verhandlungsrunde offiziell allerdings noch nicht zugestimmt.

    Die Waffenruhe war am 8. April bekanntgegeben worden. In Teheran (Foto) wird befürchtet, dass der Krieges jederzeit wieder aufflammen kann.
    Die Waffenruhe war am 8. April bekanntgegeben worden. In Teheran (Foto) wird befürchtet, dass der Krieges jederzeit wieder aufflammen kann.
    Archivbild: dpa
  • 10.20 Uhr

    Israel-Soldat zerstört Jesus-Figur – Regierung entschuldigt sich

    Ein israelischer Soldat hat im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt. Die Armee spricht von einem schwerwiegenden Vorfall und kündigt Konsequenzen an. Auch Aussenminister Gideon Saar entschuldigt sich öffentlich.

  • 09.45 Uhr

    Mehr als 3300 Tote im Iran gemeldet

    Im Krieg mit Israel und den USA sind im Iran nach offiziellen Angaben mehr als 3300 Menschen ums Leben gekommen. Der Chef der iranischen Organisation für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi, sprach am Montag von mindestens 3375 Todesopfern.

    Wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan sowie weitere iranische Medien berichten, seien bis auf vier alle Toten identifiziert worden. Eine genaue Aufschlüsselung nach Zivilisten und Angehörigen der Sicherheitskräfte legte Masdschedi nicht vor.

    Den Angaben zufolge waren 2875 der Opfer männlich und 496 weiblich. Unter den Getöteten befinden sich zudem 383 Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren.

  • 07.36 Uhr

    Video zeigt Enterung der «Touska» durch US-Marines

    US-Militär entert Iran-Schiff

    US-Militär entert Iran-Schiff

    Der US-Angriff auf das iranisch gekennzeichnete Frachtschiff M/V Touska wurde veröffentlicht.

    20.04.2026

    Nach dem US-Angriff auf die «M/V Touska» werden zunehmend Details bekannt. Das US-Zentralkommando veröffentlichte auf der Plattform X ein Video, das zeigt, wie US-Marines sich auf das Frachtschiff abseilen und es entern.

    Laut Begleittext erfolgte die Aktion am 19. April, nachdem der Lenkflugkörperzerstörer USS Spruance den Antrieb des unter iranischer Flagge fahrenden Schiffs ausser Gefecht gesetzt hatte. Zuvor habe die Touska über einen Zeitraum von sechs Stunden wiederholt Warnungen der US-Streitkräfte ignoriert.

    Die USS Spruance gilt als hochmodernes Kriegsschiff: Der rund 270 Meter lange Zerstörer wurde für etwa eine Milliarde Dollar gebaut und zählt zu den schlagkräftigsten Einheiten der US-Marine.

    Unterdessen berichtet die iranische staatliche Nachrichtenagentur Tasnim von einer militärischen Antwort: Demnach hätten iranische Streitkräfte amerikanische Kriegsschiffe mit Drohnen angegriffen.

    Die Operationen sollen vom einflussreichen General Ahmad Vahidi angeordnet worden sein. Beobachter werten die erneute Eskalation als möglichen Machtfaktor im inneriranischen Machtgefüge – insbesondere für Hardliner wie Vahidi, die derzeit an Einfluss gewinnen.

  • 4.30 Uhr

    Armeechef Roos: Kriege sind unberechenbarer geworden

    Kriege sind laut Armeechef Benedikt Roos unberechenbarer geworden. Nicht mehr nur die vorhandenen militärischen Mittel seien entscheidend, sondern vor allem die schwer einzuschätzenden Absichten der Konfliktparteien, sagte Roos in einem Interview mit dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Als Beispiel nannte er überraschende Angriffe etwa auf Hotels in Dubai: Das sei eine grosse Variable, die schwer zu analysieren sei, sagte er. Auch die Schweiz könnte im Fall eines Konflikts zwischen Russland und den Nato-Staaten betroffen sein. Die Schweiz biete «lohnende Ziele, um Europa zu destabilisieren», sagte der Armeechef.

    Korpskommandant Benedikt Roos, Chef der Armee, auf dem Waffenplatz Thun. (26. März 2026)
    Korpskommandant Benedikt Roos, Chef der Armee, auf dem Waffenplatz Thun. (26. März 2026)
    Bild: Keystone/Alessandro della Valle
  • 4 Uhr

    Irans Militär: Werden auf US-Angriff auf Frachter reagieren

    Irans Militär hat den USA nach dem Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Arabischen Meer «bewaffnete Seepiraterie» vorgeworfen. Man werde «bald reagieren», zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya. Die US-Marine hatte den iranischen Frachter zuvor angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte, war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Strasse von Hormus.

    Die USA haben eine Blockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. «Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das etwa 274 Meter lang ist und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen – was für die Besatzung nicht gut ausging», schrieb US-Präsident Donald Trump auf Truth Social. Laut Centcom wurden bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren.

    Ein Screenshot eines vom US-Regionalkommando veröffentlichten Videos, das einen US-Zerstörer zeigen soll, der am Sonntag im Arabischen Meer auf ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff feuert.
    Ein Screenshot eines vom US-Regionalkommando veröffentlichten Videos, das einen US-Zerstörer zeigen soll, der am Sonntag im Arabischen Meer auf ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff feuert.
    Bild: U.S. Centcom, via X
  • Montag, 20. April 2026, 3.10 Uhr

    Ölpreise steigen wegen Spannungen in Strasse von Hormus deutlich

    Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Für Spannungen sorgte vor allem die Seeblockade der USA in der Strasse von Hormus: Die US-Marine hatte am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Irans Militär warf den USA «bewaffnete Seepiraterie» vor und kündigte eine Reaktion an.

  • 22.55 Uhr

    Britisches Militär sieht die Lage in Strasse von Hormus «kritisch»

    Das britische Militär hat die Situation in der Strasse von Hormus und im Persischen Golf als «kritisch» eingestuft. Dies entspricht der höchsten Risikostufe. Zur Begründung verwies die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) auf «ein hohes Mass an Aktivität von Seestreitkräften in der Region». Es bestehe ein «Risiko von Angriffen oder Fehleinschätzungen» in der Wasserstrasse.

  • 22.12 Uhr

    US-Militär hat iranisches Frachtschiff geentert

    Die USA haben nach Darstellung von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. «Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuss lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen – was für die Besatzung nicht gut ausging», teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

    Die Besatzung ignorierte demnach ein Warnsignal, woraufhin das US-Kriegsschiff «USS Spruance» auf den Maschinenraum feuerte. Ereignet habe sich der Vorfall im Golf von Oman. «Derzeit steht das Schiff unter der Kontrolle der US-Marine», teilte Trump mit. Die USA hatten zuvor eine Seeblockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern.

    Trump zufolge steht das Schiff wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde.

  • 19.51 Uhr

    Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

    Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab. Zur Begründung hieß es am Abend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten «keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen». Außerdem seien die Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan kommende Woche Teil einer amerikanischen Medienkampagne, um mit Schuldzuweisungen noch mehr Druck auf Teheran auszuüben.

  • 19.45 Uhr

    Berater hielten Trump von Krisensitzung fern

    Bei der Rettungsmission zweier US-Soldaten im Iran ist US-Präsident Donald Trump laut einem Medienbericht von seinen eigenen Beratern bewusst nicht vollständig eingeweiht worden. Seine Mitarbeiter hätten den Republikaner von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden.

  • 17.39 Uhr

    Iranischer Ministeriumssprecher: US-Seeblockade ist Kriegsverbrechen

    Der iranische Aussenministeriumssprecher Ismail Baghai hat die US-Seeblockade gegen iranische Häfen als Kriegsverbrechen bezeichnet. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die von Pakistan vermittelte Waffenruhe zwischen Teheran und Washington gefährde, erklärte er in sozialen Medien. Dass der iranischen Bevölkerung auf diese Weise eine Kollektivstrafe auferlegt werde, sei ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Der iranische Aussenministeriumssprecher Ismail Baghai. (Archivbild)
    Der iranische Aussenministeriumssprecher Ismail Baghai. (Archivbild)
    Bild: Shadati)/XinHua/dpa
  • 15.37 Uhr

    Iran baut Raketen- und Drohnenarsenal wieder auf

    Der Iran hat nach eigenen Angaben mit dem Wiederaufbau seiner Raketen- und Drohnenbestände begonnen. Ein hochrangiger Militärvertreter sagte am Sonntag laut Staatsmedien, die Bestände an Waffen und Munition würden wieder aufgefüllt, während sich die zweiwöchige Waffenruhe mit den USA dem Ende nähere.

    Brigadegeneral Sejed Madschid Mussawi, Kommandeur der Luft- und Raumstreitkräfte der Revolutionsgarden, sagte dem staatlichen Rundfunk IRIB zufolge, während der seit dem 8. April laufenden Waffenruhe seien Drohnen-Startvorrichtungen und Raketenabschussrampen repariert worden. «Wir modernisieren und bestücken unsere Raketen- und Drohnenstartplattformen jetzt noch schneller als vor dem Krieg.»

    Der Sender zeigte ein zweiminütiges, mit Musik untermaltes Video, das Raketen und Drohnen in Lagerhallen sowie mobile Raketenstarts zeigte. Die USA und Israel geben an, die militärischen Fähigkeiten des Irans im Verlauf des Krieges erheblich geschwächt zu haben.

  • 14.31 Uhr

    «Das war nicht nett, nicht wahr?» Trump äussert sich

    Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort morgen Abend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social ohne Angaben zur Zeitzone zu machen.

    Der 79-Jährige schrieb weiter über die gestrigen Attacken in der Strasse von Hormus: «Das war nicht nett, nicht wahr?», frotzelte der New Yorker. Der Iran verliere durch die US-Blockade 500 Millionen Dollar täglich. Die USA würden dagegen mehr Öl und Gas verkaufen denn je.

    Trumps jüngster Post.
    Trumps jüngster Post.
    TruthSocial/@RealDonaldTrump

    «Kompliment an die Revolutionsgarden, die immer ‹den taffen Typen› spielen wollen», heisst es sarkastisch. Wenn Teheran keinen Deal eingehe, würden die USA «jedes einzelne Kraftwerk und jede Brücke ausknocken». «No more Mr. Nice Guy», schreibt Trump: fertig lustig!

  • 14.21 Uhr

    Trump macht Trump-Aussagen

    Donald Trump hat dem ABC-News-Journalist Joanthan Karl gesagt, der Ira habe «ernste Verstösse» gegen die Waffenruhe begangen, aber der 79-Jährige hält einen Frieden dennoch für möglich: «Es wird passieren. Auf die eine oder andere Weise. Auf die nette Art oder auf die harte Art. Es wird passieren. Sie können mich zitieren.»

  • 14.15 Uhr

    So viele Raketen und Drohnen soll der Iran noch haben

    US-Geheimdienstler und Militärs schätzen, dass der Iran noch etwa 40 Prozent seines Vorkriegsarsenals an Langstrecken-Angriffsdrohnen sowie 60 Prozent seiner ballistischen Raketen und Marschflugkörper besitzt, berichtet die «New York Times».

    Seit Beginn des zweiwöchigen Waffenstillstands am 8. April wurden mehr als 100 Systeme geborgen, die durch US-amerikanische und israelische Angriffe in Höhlen und Bunkern verschüttet wurden.

    Darüber hinaus gehen einige amerikanische Schätzungen davon aus, dass der Iran bis zu 70 Prozent seines Vorkriegsbestands an Raketen gergen könnte, die ebenfalls durch die Angriffe auf seine Bunker und Depots verschüttet wurden.

  • 12.28 Uhr

    «Lasst mich umkehren!» Panischer Funkverkehr in der Strasse von Hormus

    Gestern haben iranische Schnellboote zwei indische Schiffe beschossen, die die Strasse von Hormus durchqueren wollten. Nun ist ein Teil des Funkverkehrs zwischen dem Öltanker Sanmar Herald und der Küsten-Station öffentlich geworden.

    «Ihr habt mir eine Freigabe für die Durchfahrt gegeben», ist die gestresste Stimme des indischen Seefahrers zu hören. Er wiederholt: «Ihr habt mir eine Freigabe für die Durchfahrt gegeben, jetzt schiesst ihr! Lasst mich umkehren!»

    Here’s an audio recording of the Indian oil tanker Sanmar Herald pleading with Iranian military forces to stop shooting at it in the Strait of Hormuz this morning.

    [image or embed]

    — Jon Cooper (@joncooper-us.bsky.social) 18. April 2026 um 16:49

    Das Institute for the Study of War ordnet ein: «Die Revolutionsgarden (IRGC) haben am 18. April mehrere Handelsschiffe angegriffen und den Verkehr in der Strasse von Hormuz gestoppt, wahrscheinlich um ein Druckmittel gegen die USA zu bekommen und die Kontrolle der IRGC über die iranische Verhandlungspolitik im Rahmen eines intern motivierten Manövers zu festigen.»

    Die US-Marine hat laut Centcom bis zum gestrigen Samstag 23 Schiffe blockiert, die den Persischen Golf verlassen wollten.

  • 11.24 Uhr

    Israel teilt Südlibanon in 3 Zonen auf

    Die israelische Armee hat den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte unterteilt, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtete die israelische Zeitung «Jediot Achronot».

    Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

    Die «gelbe Linie» – nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens – verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze, berichtete das Blatt. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen.

    In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe.

    Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch «Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen».

    Bei Verkündung der zehntägigen Waffenruhe am hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesagt, die israelische Armee solle derweil in einer «verstärkten Sicherheitszone» im Südlibanon bleiben. Diese reiche vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze und sei etwa zehn Kilometer breit. Dies diene dem Schutz der Ortschaften im Norden Israels vor Hisbollah-Angriffen.

    Im Libanon herrscht die Sorge vor einer dauerhaften Besatzung des Südens. Bereits nach dem ersten Libanon-Krieg 1982 hatte Israel im Süden des Libanons eine sogenannte «Sicherheitszone» eingerichtet.

    Erst 2000 zogen sich die letzten israelischen Soldaten nach fortwährenden Verlusten aus dem Gebiet zurück. Der Einmarsch 1982 und die anschliessende Besatzung, die auch darauf abzielten, den Beschuss Nordisraels zu unterbinden, trugen wesentlich zur Entstehung der Hisbollah bei.

  • 10.14 Uhr

    Proteste in Israel gegen Waffenruhe mit dem Libanon

    Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sind Einwohner der grössten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik getreten: In Kiriat Schmona blieben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem heute geschlossen, wie der israelische Kan-Sender berichtete.

    Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentanten der Stadt geplant, die auch während des jüngsten Kriegs immer wieder von der Hisbollah beschossen worden war. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.

    Rot markiert: Die Lage von Kiriat Schmona an der Grenze zum Libanon.
    Rot markiert: Die Lage von Kiriat Schmona an der Grenze zum Libanon.
    Google Earth

    Wie andere Einwohner des israelischen Nordens fordern auch Repräsentanten von Kiriat Schmona eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und besseren Raketenschutz in dem Grenzort. Dies gelte besonders für Schulen und Kindergärten.

    Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24'000 Einwohner die besonders betroffene Stadt Kiriat Schmona verlassen.

    Kritiker werfen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor, er habe sich von US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe im Libanon aufzwingen lassen. Netanjahu hatte mehrfach einen entscheidenden Sieg über die Hisbollah versprochen.

    «Das ist kein vollständiger Sieg – das ist eine Abkehr von den Bewohnern des Nordens!», hiess es in einer Mitteilung des Bürgermeisters von Kiriat Schmona, Avichai Stern. Er sprach von einer «gefährlichen Waffenruhe», die die Sicherheit der Einwohner des israelischen Nordens preisgebe.

    Cohetes disparados por Hezbolá impactan en Kiryat Shmona.

    [image or embed]

    — luisenriqueo.bsky.social (@luisenriqueo.bsky.social) 16. April 2026 um 16:59

    Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum 17. April trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei.

  • 8.42 Uhr

    «Eigentlich Hochsaison»: Krieg bremst Tourismus aus Asien und Nahost aus

    Die Schweiz, Österreich und Grossbritannien beklagen wegen des Iran-Kriegs und seinen Folgen weniger Touristen. Gäste aus Asien hätten im März storniert, unter anderem, weil Flüge über Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai ausfielen, berichtet der Sprecher von Schweiz Tourismus, André Aschwanden.

    Auch Neubuchungen nähmen ab. «Dies ist umso ungünstiger, als dass aktuell in den Golfstaaten, aber auch in Indien oder Südostasien eigentlich Hochsaison wäre für Reisen nach Europa und in die Schweiz», sagt er der Nachrichtenagentur dpa.

    Asiatische Touristen in einem Zug auf der Rigi.
    Asiatische Touristen in einem Zug auf der Rigi.
    Archivbild: KEYSTONE

    In Zürich sind die Auswirkungen spürbar, wie Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, der dpa sagt. «Rückmeldungen aus Gastronomie, Detailhandel und weiteren touristischen Angebote zeigen, dass das Fernbleiben internationaler Gäste bereits im März wahrnehmbar war.» Problem sei eine generelle Unsicherheit bei internationalen Reisen.

    Buchungen für den Sommer und den Herbst seien dadurch stark gebremst. In Luzern melden etwa zwei Drittel «eine rückläufige Buchungsentwicklung», sagt Jessica Ternes vom Verband Hotellerie Suisse Zentralschweiz. «Besonders betroffen sind Betriebe mit einem hohen Anteil an Gruppenreisenden aus Asien und Gästen aus den Golfstaaten.»

    Touristen aus Asien vor der Kapellbrücke in Luzern.
    Touristen aus Asien vor der Kapellbrücke in Luzern.
    KEYSTONE

    Grossbritannien ist sonst ein Magnet für Gäste aus dem Nahen Osten. Fast ein Drittel der spendablen Touristen aus Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die nach Europa reisten, kämen nach Grossbritannien, berichtet die Tourismusorganisation Visitbritain.

    Seit Kriegsbeginn hätten sich die Flugbuchungen aus dem Nahen Osten halbiert, aus Indien seien sie um ein Drittel zurückgegangen. Bis Juli lägen die Buchungen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Noch warteten Touristen ab, wie sich die Lage entwickele.

    Auch Österreich spürt die Folgen des Krieges. Reiseziele wie Salzburg, Tirol und teilweise auch Wien seien besonders von einem starken Rückgang aus dem Nahen und Mittleren Osten betroffen, sagt der Sprecher der österreichischen Hotelvereinigung.

    Manche gehobenen Hotels in Wien hätten 20 Prozent weniger Gäste. Fehlenden Gäste bedeuten nicht nur leere Betten, sondern auch weniger Umsatz nicht nur für die Hotellerie: Arabische Gäste in Österreich gäben etwa dreimal so viel Geld pro Tag aus wie Touristen im Durchschnitt.

    Italien sieht und erwartet kaum nennenswerte Rückgänge. Dort kommen traditionell die meisten Gäste aus Europa sowie Nord- und Südamerika. In Spanien gibt es nach Angaben des Reiseunternehmer-Dachverband Exceltur auch noch keine Sorgen wegen des Krieges.

    Spanien könne profitieren, sofern der Iran-Krieg kurz bleibe, anderenfalls würden wohl die negativen Folgen überwiegen, glaubt Exceltur: Es könne als besonders sicheres Land mehr Touristen anziehen. Zugleich warnt der Verband aber, dass wegen steigender Hotel- und Flugpreise und belasteter Haushaltsbudgets möglicherweise weniger gereist werde.

  • 21.42 Uhr

    Irans Revolutionsgarden drohen mit Beschuss aller Schiffe an Strasse von Hormus

    Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, welche die für den Welthandel immens wichtige Strasse von Hormus zu durchfahren versuchen. «Jeder Versuch, sich der Strasse von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden», warnten die Revolutionsgarden am Samstag in einer Erklärung auf ihrer Website «Sepah News». Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde «ins Visier genommen».

    Die Revolutionsgarden warnten alle Schiffe «von jeglicher Art» davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf vom Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Strasse von Hormus verbunden werden.

  • 18.56 Uhr

    Iranische Revolutionsgarden bedrohen auch TUI-Schiff 

    Die iranischen Revolutionsgarden haben nach der erneuten Schliessung der Strasse von Hormus auf mindestens ein Schiff geschossen und auch das TUI-Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 4» bedroht. Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) am Samstag mitteilte, berichtete der Kapitän eines Tankers von einem Angriff durch zwei Patrouillenboote der Revolutionsgarden rund 37 Kilometer nordöstlich von Oman.

    Die Sicherheitsfirma Vanguard Tech erklärte, die Revolutionsgarden hätten das ohne Passagiere fahrende Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 4» beim Durchqueren der Strasse von Hormus auf der Seite des Oman bedroht. Die Revolutionsgarden hätten laut dem Kapitän erklärt: «Wir führen einen Einsatz aus, wir werden schiessen und euch zerstören.» Nahe des Schiffes sei ein Einschlag gemeldet worden, Schäden seien aber nicht gemeldet worden.

    Das Kreuzfahrtunternehmen TUI Cruises erklärte, die «Mein Schiff 4» und die «Mein Schiff 5» hätten die Strasse von Hormus «erfolgreich passiert». «Der Fokus liegt nun auf der zügigen Weiterfahrt der Schiffe in Richtung Mittelmeer.» Eine Unternehmenssprecherin wollte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nicht über die Bedrohung der «Mein Schiff 4» durch die Revolutionsgarden äussern.

    Dem Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 4» des Reiseveranstalters TUI gelang es, die Strasse von Hormus zu passieren.
    Dem Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 4» des Reiseveranstalters TUI gelang es, die Strasse von Hormus zu passieren.
    Archivbild: IMAGO/Panama Pictures
  • 17.19 Uhr

    Trump: Iran kann uns nicht mit Strasse von Hormus erpressen

    US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Strasse von Hormus unter Druck setzen. Teheran gehe seit Jahren so vor – «damit können sie uns nicht erpressen», sagte er vor Journalisten im Weissen Haus. Trump betonte, dass beide Seiten weiterhin verhandelten. «Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut», sagte er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben.

  • 14..39 Uhr

    Chamenei meldet sich zu Wort

    Nach der Rücknahme der angekündigten Öffnung der Strasse von Hormus hat sich der Oberste Führer der Islamischen Republik mit einer möglichen Kampfansage zurückgemeldet.

    Die «tapfere Marine» des Irans sei bereit, «ihren Feinden neue, bittere Niederlagen beizufügen», erklärte Ajatollah Modschtaba Chamenei, der Sohn und Nachfolger des am 28. Februar getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, in einer Botschaft zum Jahrestag der Gründung der iranischen Armee. Zudem lobte er die iranischen Angriffe auf Israel und US-Interessen in der Region während des Krieges.

  • 14.31 Uhr

    Waffenruhe im Libanon brüchig

    Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon mehrfach mutmassliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Sie hätten gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstossen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Nachmittag mit. Demnach gab es mehrere solcher Vorfälle.

    Israels Armee sei im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung dazu berechtigt, sich zu verteidigen, hiess es in der Mitteilung weiter. «Um die Bedrohung zu beseitigen, führte die israelische Luftwaffe gemeinsam mit Bodentruppen präzise Angriffe auf die Terroristen durch.» Auch Artilleriefeuer sei eingesetzt worden. Als Reaktion auf die Bedrohungen habe das Militär im Südlibanon auch Anlagen ins Visier genommen, die von der Hisbollah für Angriffe genutzt worden seien.

    Trump: "We will make Lebanon great again"

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 18. April 2026 um 00:06

    Der arabische Sender «Al Jazeera» sowie der Hisbollah-Sender «Al-Manar» meldeten israelischen Artilleriebeschuss auf mehrere Orte im Südlibanon. Berichte über Opfer gab es im Laufe des Tages zunächst nicht. Die Angaben lassen sich allesamt nicht unabhängig überprüfen.

    Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Offiziell spricht das Land von einer sogenannten «Sicherheitszone», um Nordisrael vor Angriffen der Hisbollah zu schützen. Vertriebene Anwohner können derzeit nicht in die Gegend zurückkehren.

    BBC VERIFY: “Israel leveling villages in Lebanon” www.bbc.com/news/article...

    [image or embed]

    — The Tennessee Holler (@thetnholler.bsky.social) 16. April 2026 um 23:05

    Israelischen Angaben zufolge sollen zudem alle Häuser in grenznahen Dörfern im Südlibanon zerstört werden. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz begründete dieses äusserst umstrittene Vorhaben damit, dass die Hisbollah die Gebäude für ihre Zwecke nutzen soll.

  • 14.21 Uhr

    Vize-Aussenminister: «Trump redet zu viel»

    Irans stellvertretender Aussenminister Saeed Khatibzadeh hat auf Donald Trumps Drohung reagiert, sein Land erneut zu bombardieren, wenn die Waffenruhe am Mittwochmorgen endet.

    «Lasst Präsident Trump reden», sagt er laut «Al Jazeera». «Er redet zu viel. Er hat Widersprüchliches in ein und demselben Statement gesagt. Das kann sich nicht durchsetzen. Ich weiss nicht, was genau er gemeint hat. Das amerikanische Volk muss über ihn entscheiden.» Sein Land werde sich weiter verteidigen.

  • 14.04 Uhr

    Update: Schnellboote haben indischen Supertanker mit Schüsse zurückgedrängt

    In der Strasse von Hormus ist es nach Angaben eines Dienstes für die Schiffsverfolgung zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen.

    Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272'000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.

  • 13.20 Uhr

    Iranische Schnellboote greifen Tanker an

    Das britische Militär hat einen Angriff von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Strasse von Hormus gemeldet.

    Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte heute mit, der Tanker und dessen Besatzung seien nach ersten Erkenntnissen in Sicherheit.

    Das Frachtschiff sei von zwei Schnellbooten beschossen worden, hiess es. Angaben zum Namen des Tankers oder zu seinem Ziel machte die UKMTO zunächst nicht.

  • 13.13 Uhr

    Iran will angereichertes Uran nicht übergeben

    Erneut wird eine Aussage von Donald Trump widerlegt – siehe Eintrag 11.38 Uhr: Der Iran hat eine Übernahme von angereichertem Uran durch die USA ausgeschlossen. Vizeaussenminister Said Chatibsadeh sagte der Nachrichtenagentur AP heute im türkischen Antalya, das werde nicht geschehen.

    Zugleich dämpfte er die Erwartung auf weitere direkte Gespräche zwischen beiden Ländern. Die Iraner seien für eine neue Runde direkter Gespräche nicht bereit, weil die US-Seite «ihre maximalistische Position» nicht aufgegeben habe.

    US-Präsident Donald Trump hatte gestern die Bergung von angereichertem Uran in der Islamischen Republik angekündigt und behauptet: «Die USA werden den gesamten nuklearen Staub bekommen.»

    Dabei bezog er sich auf 440,9 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von bis zu 60 Prozent, über das der Iran nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit Stand 13. Juni 2025 verfügte.

    Die USA vermuten das Uran unter Atomanlagen, die im vergangenen Jahr durch US-Militärangriffe schwer beschädigt wurden.

  • 12.28 Uhr

    Pakistanische Vermittler bleiben positiv

    Pakistan sieht trotz der Wiedereinführung iranischer Beschränkungen in der Strasse von Hormus Fortschritte auf dem Weg zu einer Einigung zwischen Teheran und Washington.

    Angestellte der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd verfolgen am 15. April am Bildschirm den Verkehr in der Strasse von Hormus.
    Angestellte der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd verfolgen am 15. April am Bildschirm den Verkehr in der Strasse von Hormus.
    KEYSTONE

    Pakistanische Behördenvertreter erklärten heute, vor dem Auslaufen der zwischen den beiden Ländern vereinbarten Waffenruhe am 22. April werde noch immer auf eine Vereinbarung hingearbeitet.

    Neben der Lage in der Strasse von Hormus könnte auch der Verlauf der Waffenruhe im Libanon erheblichen Einfluss darauf nehmen, ob neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran zum Erfolg führen. Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar bezeichnete die Libanon-Waffenruhe bei einem Diplomatie-Forum in Antalya als gutes Zeichen.

    Er verwies darauf, dass die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah ein grosser Streitpunkt bei der ersten Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad gewesen seien, bei der man einer Einigung bereits «sehr nah» gekommen sei.

    Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif reiste ebenfalls von Antalya heute zurück nach Pakistan, nachdem er dort Gespräche mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan sowie Scheich Tamim, dem Emir von Katar, geführt hatte. Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, schloss derweil einen Besuch in Teheran ab, so das Militär.

  • 12.13 Uhr

    Regime-Vertreter äussert sich: «Wir haben euch gewarnt»

    Ebrahim Azizi ist der Vorsitzende des iranischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Aussenpolitik. Er schreibt auf X: «Wir haben euch gewarnt, ihr habt nicht aufgepasst. Geniesst jetzt die Rückkehr der Situation in der Strasse von Hormuz zu dem, wie es vorher war.»

    Azizi zitiert dabei einen älteren Eintrag, in dem er geschrieben hatte: «Es ist an der Zeit, sich dem neuen Seeregime der Strasse von Hormuz zu unterwerfen; dieses Regime wird von der Islamischen Republik Iran bestimmt, nicht von virtuellen Social-Media-Posts.«

    Dabei dürften «nur Handelsschiffe und nur mit Erlaubnis des Generalstabs der Streitkräfte, insbesondere der Marine, die ausgewiesenen Routen passieren, nachdem sie die rechtmässigen Abgaben der iranischen Nation bezahlt haben. Wenn die Amerikaner iranische Schiffe auch nur im Geringsten behindern wollen, kann diese Entscheidung leicht geändert werden!»

  • 11.18 Uhr

    Hormus-Maut und andere Widersprüche – was Trump dazu sagt

    Das «Wall Street Journal» berichtet, dass sich mit Blick auf die Maut, die Teheran an der Strasse von Hormus erhebt, seit gestern nichts geändert hat: Demnach seien die Gebühren auch weiterhin eingefordert worden.

    Schiffe hätten sich weiterhin bei den Behörden anmelden und die vorgegebenen Routen nehmen müssen. Der Iran habe es sich auch vorbehalten, feindlichen Schiffen die Passage zu verwehren.

    Da die US-Marine ihrerseits ihre Blockade des Persischen Golfs aufrechterhält, waren die gestrigen Meldungen über eine Entspannung der Lage wohl eher ein Strohfeuer. 

    Dennoch hat sich Donald Trump bemüht, öffentlich Zuversicht zu zeigen: Der US-Präsident hat nicht nur «CBS News» gesagt, Iran hätte «allem zugestimmt» – siehe Eintrag 9.38 Uhr –, sondern auch der Korrespondentin des rechten Senders «NewsNation».

    Wie «CBS News» hat Trump auch «Bloomberg» berichtet, Teheran sei bereit, sein Atomprogramm aufzugeben. Der Iran hat das dementiert. Auf diese Widersprüche angesprochen, antwortete der Präsident an Bord der Air Force One: «Sie müssen etwas anderes sagen, weil es Leute gibt, nach denen sie sich richten müssen. Ich sage nur, wie es ist.»

  • 10.20 Uhr

    Jetzt ist es offiziell: Die Strasse von Hormus ist wieder zu

    Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. 

    In der Erklärung heisst es, der Iran habe einer kontrollierten Durchfahrt einer begrenzten Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus zugestimmt. Die USA hätten ihre Blockade dagegen fortgesetzt.

    Aus diesem Grund sei die Kontrolle über die Strasse von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt: Die strategisch wichtige Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte.

    Daran ändere sich nichts, solange die Vereinigten Staaten die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.

  • 10.13 Uhr

    Globale Schifffahrt traut dem Hormus-Frieden nicht

    In der für den globalen Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus ist eine rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs nach Einschätzung von Datenanbietern und Branchenbeobachtern nicht in Sicht.

    Wie der Sender CNN unter Berufung auf Verkehrsdaten berichtet, passierten seit der offiziellen Freigabe durch Teheran lediglich fünf Frachtschiffe und ein leeres Kreuzfahrtschiff die Meerenge, jedoch keine Öltanker.

    Nach Einschätzung von John-Paul Rodriguez, Experte für Seeschifffahrt an der Texas A&M University, halten widersprüchliche Statusmeldungen Reedereien von der Durchfahrt ab. Rodriguez sagte dem Sender Al Jazeera: «Seit der Ankündigung haben Schiffe versucht, die Meerenge zu passieren … aber es sieht so aus, als würden viele von ihnen umkehren, weil die Lage unklar ist.»

    Grosse Reedereien würden sich wahrscheinlich nicht wohl dabei fühlen, die Meerenge zu durchfahren, bis die «derzeitige iranische Sperre vollständig aufgehoben» sei. Der Iran hatte die Wasserstraße nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen mit Israel und den USA am 28. Februar 2026 gesperrt.

    Zwar erklärte Aussenminister Abbas Araghtschi gestern, die Passage sei im Zuge der Waffenruhe für den Handel geöffnet. Teheran knüpft dies jedoch an Bedingungen. Schiffe müssen eine Genehmigung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) einholen und auf fest vorgegebenen Routen verbleiben. Unklar ist, ob sie auch eine Maut zahlen müssen.

    Parallel dazu halten die USA an ihrer Seeblockade fest, die nur für Schiffe mit Start- oder Zielhafen im Iran gilt. Sie bleibe «bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran» bestehen, schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social.

    Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte daraufhin, die Strasse von Hormus werde nicht offen bleiben, wenn die US-Blockade der iranischen Häfen andauere.

    Der Analysedienst Kpler schrieb auf der Plattform X, dass die politischen Ankündigungen beider Seiten stark von der operativen Realität abwichen. Eine Rückkehr zur Normalität und die Wiederherstellung des Vertrauens der Versicherungsmärkte werde Monate in Anspruch nehmen.

  • 9.38 Uhr

    Trump verkündet Erfolge – Teheran widerspricht

    Donald Trump hat in einem Telefoninterview «CBS News» gesagt, Teheran habe «allem zugestimmt»: Man habe sich auch darüber geeinigt, dass nukleares Material aus dem Iran in die USA geschafft werde.

    «Wir gehen runter und holen es uns bei ihnen, und dann nehmen wir es mit», sagte Trump. «Wir werden es gemeinsam besorgen, denn bis dahin haben wir eine Einigung erzielt, und wenn es eine Einigung gibt, gibt es keinen Grund mehr, zu kämpfen. Schön, oder? So ist es besser. Wir hätten es auch anders gemacht, wenn wir gemusst hätten.»

    Das sieht man in Teheran aber anders: «Angereichertes Uran ist uns so heilig wie iranischer Boden und wird unter keinen Umständen irgendwohin transferiert», heisst es aus dem Aussenministerium. Und weiter: «Der Transfer von Uran in die Vereinigten Staaten ist keine Option.»

    Trump sagte zudem, der Iran habe zugestimmt, Hamas und Hisbollah nicht mehr zu unterstützen.

  • 18. April, 7.18 Uhr

    Hormus-Einigung steht schon wieder auf der Kippe

  • 23.13 Uhr

    Experte erwartet keine rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs

    Auch nach einer Öffnung der Strasse von Hormus durch den Iran erwarten Experten keine rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs in der für den Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge. Der Experte für maritime Sicherheit Moritz Brake von der Universität Bonn sagte dem TV-Sender WDR, es könne noch Monate dauern, bis sich die Lage dort «halbwegs normalisiert».

    Er begründete dies unter anderem damit, dass die Besatzungen von einigen der festliegenden Schiffe abgezogen worden seien. Ausserdem seien ganze Lieferketten von der Sperrung betroffen. «Wir sprechen aktuell von Schiffen, die einfach vor Ort festsitzen. 2000 Schiffe, 20'000 Menschen als Besatzung, die davon betroffen sein sollen», sagte Brake. Viele Schiffe seien womöglich nicht mehr mit voller Besatzung vor Ort, weil sie aus Sicherheitsgründen abgezogen worden sei.

    Brake verwies auch auf die womöglich weiter bestehende Gefahr von Minen oder Angriffen. Hinzu kämen die Lieferketten, denn manche festsitzende Schiffe seien in ein ganzes System eingebunden.

    Eine Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus ist laut Experten nicht zu erwarten.
    Eine Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus ist laut Experten nicht zu erwarten.
    KEYSTONE
  • 22.48 Uhr

    Iran droht mit Reaktion auf Trumps Beibehaltung von US-Seeblockade

    Der Iran hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, an der Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen festzuhalten, scharf kritisiert. Aus Teherans Sicht sei dies ein Verstoss gegen die Waffenruhevereinbarung, sagte der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, nach Berichten staatlicher Medien.

    Der Iran habe immer noch die Aufsicht über die Strasse von Hormus und stehe zu seinen Verpflichtungen. Falls die USA das nicht täten, werde der Iran die nötigen Gegenmassnahmen ergreifen, wurde Baghaei zitiert. «In dieser Hinsicht wird keine Nachsicht gezeigt werden.»

    Die USA blockieren iranische Schiffe und Häfen.
    Die USA blockieren iranische Schiffe und Häfen.
    US Navy/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.57 Uhr

    Iranische Medien stellen Öffnung der Strasse von Hormus in Frage

    In Berichten von zwei iranischen Nachrichtenagenturen ist die vom iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus in Frage gestellt worden. Die Nachrichtenagentur Fars, die der mächtigen Revolutionsgarde nahestehen soll, verurteilte das «seltsame Schweigen des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und des Verhandlungsteams».

    Der Sicherheitsrat fungiert seit kurzem als de facto oberstes Entscheidungsgremium des Iran. Der neue Oberste Führer des Landes, Modschtaba Chamenei, hätte eigentlich in seiner Funktion das letzte Wort in allen wichtigen Staatsangelegenheiten. Er soll bei der Tötung seines Vaters und Vorgängers Ali Chamenei Ende Februar aber verletzt worden sein und ist seitdem nicht öffentlich aufgetreten.

    In einem Beitrag der Nachrichtenagentur Mehr hiess es, die Entscheidung zur Wiederöffnung der strategischen Wasserstrasse bedürfe einer «Klärung» und erfordere die Zustimmung des Obersten Führers.

    Die Blockade der Strasse von Hormus ist nach offiziellen Angaben vorerst aufgehoben.
    Die Blockade der Strasse von Hormus ist nach offiziellen Angaben vorerst aufgehoben.
    Altaf Qadri/AP/dpa
  • 21.44 Uhr

    Teheran dementiert Übergabe von angereichertem Uran

    Der Iran hat eine angebliche Bereitschaft zur Übergabe seines angereicherten Urans im Rahmen der Verhandlungen mit den USA dementiert. «Irans angereichertes Uran wird nirgendwohin transferiert», sagte ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums im Staatsfernsehen. «So wie der iranische Boden in unseren Augen heilig ist, ist auch diese Frage von grosser Bedeutung für uns», fügte der Sprecher hinzu.

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, die USA würden «den ganzen Atomstaub bekommen, geschaffen durch unsere grossartigen B2-Bomber». Damit bezog er sich auf die Angriffe der USA auf iranische Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres. Bereits am Donnerstag hatte Trump mit Verweis auf den Iran vor Journalisten gesagt. «Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben.»

    Die Urananreicherung steht im Zentrum des Streits zwischen den USA und dem Iran. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben. Trump hatte den Krieg gegen den Iran unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit «bald» sogar die USA angreifen.

  • 20.53 Uhr

    Trump: USA und Iran entfernen Seeminen in Strasse von Hormus

    Im Zuge einer Einigung auf die Öffnung der Strasse von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr sollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auch Seeminen aus der Meerenge entfernt werden.

    «Der Iran hat, mit Hilfe der USA, alle Seeminen beseitigt oder ist dabei, sie zu beseitigen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

  • 20.26 Uhr

    Starmer: Grossbritannien und Frankreich planen Mission in Strasse von Hormus

    Grossbritannien will zusammen mit Frankreich eine multinationale Mission zum Schutz der Schifffahrt in der Strasse von Hormus anführen, sobald die Bedingungen dies zulassen. Der britische Premierminister Keir Starmer kündigte an, der Einsatz solle «strikt friedlich und defensiv» sein, um die Minenräumung in der Strasse zu unterstützen und Handelsschifffahrt wieder zu ermöglichen.

    Weitere Details zur genauen Umsetzung der Mission sollen bei einer militärischen Planungskonferenz in London in der kommenden Woche verkündet werden. Nach Starmers Angaben haben bereits mehr als ein Dutzend Länder angeboten, militärische Mittel zu der Mission beizusteuern.

    Nach wochenlanger Blockade wegen des Iran-Kriegs will die iranische Staatsführung in Teheran die Strasse von Hormus wieder für die Durchfahrt von Öltankern und Handelsschiffen öffnen. Umgekehrt will die USA aber ihre eigene Seeblockade aufrechterhalten, die nur Schiffe mit einem Start- oder Zielhafen im Iran betrifft, wie Präsident Donald Trump betonte.

    Der britische Premierminister Keir Starmer (r) und der französische Präsident Emmanuel Macron verlassen nach dem Gipfel den Elysee-Palast.
    Der britische Premierminister Keir Starmer (r) und der französische Präsident Emmanuel Macron verlassen nach dem Gipfel den Elysee-Palast.
    Tom Nicholson/Pool Getty/AP/dpa
  • 18.41 Uhr

    Trump: Iran setzt Atomprogramm auf unbestimmte Zeit aus

    Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump hat sich Teheran dazu bereit erklärt, das Atomprogramm auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Ausserdem werde der Iran keine eingefrorenen Gelder aus den USA erhalten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

    Demnach sagte Trump in dem Telefoninterview, ein Deal zur Beendigung des Krieges sei «weitgehend abgeschlossen». Gespräche über ein langfristiges Abkommen würden «wahrscheinlich» am Wochenende stattfinden. Die Angaben wurden vom Iran bislang noch nicht bestätigt.

  • 15.05 Uhr

    Strasse von Hormus wird geöffnet – Iran hebt Blockade auf

    Der Iran hebt die Blockade der Strasse von Hormus für die Dauer der Waffenruhe auf. Das teilte Aussenminister Abbas Araghtschi am Freitag auf X mit. Die Öffnung gelte für alle Handelsschiffe. Als Grund nannte Araghtschi die vereinbarte Waffenruhe, die der Iran gefordert hatte. Zuletzt hatte die Reederei Maersk trotz Waffenruhe noch einen «vorsichtigen Kurs» angekündigt und eine Rückkehr zum Normalbetrieb in der Region vorerst ausgeschlossen.

    US-Präsident Donald Trump reagierte auf die Meldung mit einem kurzen: «Thank you.»

  • 5.16 Uhr

    Trump: Krieg ist «perfekt» und «verläuft reibungslos»

    US-Präsident Donald Trump beurteilt die US-israelischen Angriffe auf den Iran und den gesamten Krieg trotz zahlreicher negativer Folgen positiv. «Ich muss sagen, der Krieg im Iran verläuft reibungslos», sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) während einer Rede in Las Vegas. «Er dürfte ziemlich bald zu Ende sein.»

    Trotz steigender Energiepreise, Tod und Zerstörung sowie Sorgen über die Zukunft der Nato und des Nahen Ostens sei der Krieg «perfekt gewesen», behauptete Trump und lobte dabei die Stärke des US-Militärs.

    Donald Trump zum Iran-Krieg: «Die Arbeit, die wir bis jetzt geleistet haben, ist grossartig.»

    Donald Trump zum Iran-Krieg: «Die Arbeit, die wir bis jetzt geleistet haben, ist grossartig.»

    Bei einer Veranstaltung in Las Vegas, wo Donald Trmup über das Steuerreformgesetz des vergangenen Jahres sprach, prahlte er mit der wirtschaftlichen Bilanz und, dass der Iran-Krieg eine «kleine Ablenkung» war und die «geleistete Arbeit wunderbar».

    17.04.2026

  • 4.30 Uhr

    Szenario des Bundes: Ab Mai wird Benzin knapp – kommt dann Tempolimit?

    In der Schweiz drohen laut den Zeitungen von CH Media ab Mai Versorgungsengpässe bei Treibstoffen. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) rechne damit, dass ab dann nur noch reduzierte Lieferungen ankommen. «Die letzten Tanker, die die Meerenge noch vor der Blockade passierten, erreichen ihre Zielhäfen in Europa dieser Tage», habe ein Sprecher auf Anfrage gesagt. Die Schweizer Notvorräte reichten bei Diesel und Benzin für 4,5 Monate, beim Kerosin für drei Monate. Im Krisenfall könne die Regierung auch Massnahmen wie Temporeduktionen verordnen, habe der BWL-Sprecher weiter gesagt.

    Der Ölpreis steigt und steigt – damit wird auch das Tanken an Tankstellen in der Schweiz teurer.
    Der Ölpreis steigt und steigt – damit wird auch das Tanken an Tankstellen in der Schweiz teurer.
    Bild: Keystone/Gaetan Bally
  • 4.18 Uhr

    Trump: Iran hat Übergabe seines angereicherten Urans zugestimmt

    US-Präsident Donald Trump hat sich zu einer möglichen Rückgabe von angereichertem Uran durch den Iran geäussert. Die Islamische Republik habe «zugestimmt, uns den nuklearen Staub zurückzugeben, der wegen unseres Angriffs mit den B-2-Bombern tief unter der Erde liegt», sagte der Präsident in einem Gespräch mit Reportern, bevor er am Donnerstag (Ortszeit) zu einer Veranstaltung in Las Vegas aufbrach. Er verwendete dabei einen Begriff, den er als Kurzbezeichnung für rund 970 Pfund angereichertes Uran benutzt, das unter iranischen Nuklearanlagen gelagert ist, die bei US-Angriffen im vergangenen Jahr beschädigt wurden.

    Sollte Trumps Behauptung zutreffen, wäre es ein bedeutendes Zugeständnis des Iran und würde eine zentrale Forderung der USA zur Beendigung des Konflikts erfüllen. Auf die Frage eines Reporters, worauf er noch warte, um voranzukommen, antwortete Trump, die Lage sei «sehr kompliziert». Er fügte hinzu: «Ich glaube nicht, dass wir warten. Ich denke, wir bewegen uns sehr schnell. Es könnte ziemlich schnell passieren.»

    Das Weisse Haus reagierte nicht auf Nachfragen dazu, ob der Iran tatsächlich zugestimmt hat, sein angereichertes Uran abzugeben, unter welchen Bedingungen dies geschehen soll und an wen es übergeben würde. Trump hatte in der Vergangenheit bereits Aussagen zum iranischen Atomprogramm gemacht, die sich als ungenau erwiesen.

    Der Iran hat wiederholt betont, dass er keine Atomwaffen anstrebe und sein Programm friedlichen Zwecken diene. Weder der Iran noch Länder, die als Vermittler in dem Konflikt agieren, haben von einem möglichen grossen Durchbruch gesprochen.

  • 3.30 Uhr

    Krise in der Strasse von Hormus: Beratungen in Paris

    Unter starkem wirtschaftlichem Druck durch die Blockade der Strasse von Hormus beraten die westlichen Partner heute in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg. Das Ziel der von Frankreich und Grossbritannien initiierten Konferenz mit dem deutschen Kanzler Friedrich Merz (CDU) ist die Erarbeitung eines «multinationalen Plans» zur Sicherung der Meerenge – der aber nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgeführt werden könnte.

    Für die Bundesregierung ist eine Waffenruhe in der Region die wichtigste Bedingung. Ein Einsatz während laufender Kampfhandlungen ist für Deutschland ausgeschlossen. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer betonten, dass es um die Zeit nach dem Konflikt gehe. Vor Ort in Paris wird zudem Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erwartet, per Video zugeschaltet werden sollen 40 weitere Partner auch aus Asien, Afrika und Lateinamerika. «Die bedingungslose und sofortige Wiederöffnung der Meerenge ist eine globale Verantwortung, und wir müssen handeln, um den weltweiten Energie- und Handelsfluss wieder frei in Gang zu bringen», sagte Starmer. «Die internationale Mission wird ausschliesslich defensiver Natur sein.»

    Die Kriegsparteien USA, Israel und Iran sitzen in der französischen Hauptstadt nicht am Tisch. Im Grundsatz erinnert die Konferenz an die Beratungen der «Koalition der Willigen», die für den Ukraine-Krieg an Plänen für die Zeit nach den Kampfhandlungen arbeitet. US-Präsident Donald Trump hatte im Iran-Krieg zuletzt eine zweite Verhandlungsrunde mit Teheran in Aussicht gestellt. Ob und wann es dazu kommt, ist offen.

  • 3.26 Uhr

    Libanon wirft Israel Verstoss gegen Waffenruhe vor

    Israel hat nach libanesischen Angaben gegen die um Mitternacht offiziell in Kraft getretene Waffenruhe im Libanon verstossen. Die israelische Armee habe wiederholt mehrere Dörfer im Süden beschossen, teilte die libanesische Armee am frühen Morgen mit. Sie rief die Bevölkerung erneut auf, vorerst nicht in die südlichen Dörfer und Städte zurückzukehren. Die israelische Armee äusserte sich zunächst nicht.

    Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, dass kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause Artilleriegranaten in der Nähe der Küstenstadt Tyros eingeschlagen seien. Zudem habe eine Drohne ein Auto in Haris im Südlibanon getroffen.

    Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe noch zahlreiche Raketen auf Orte im Norden Israels gefeuert. Drei Menschen wurden nach Angaben von Sanitätern von Raketensplittern verletzt. Israels Armee teilte mit, sie habe daraufhin Raketenabschussrampen der Miliz attackiert. Libanons Regierung ist selbst keine aktive Partei in dem Konflikt.

  • 2.02 Uhr

    VAE-Berater bezeichnet Iran als primären Gegner der Golfstaaten

    Die Vereinigten Arabischen Emirate betrachten den Iran nach Aussagen des diplomatischen Beraters des Präsidenten, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, als «Hauptfeind». Anwar Gargasch sagte am Donnerstag bei einem Medienbriefing im Dubai Press Club, die Golfstaaten hätten eine andere Sicht auf den Iran als andere Länder der Region. «Wir sind uns der Haltung vieler arabischer Gesellschaften vollkommen bewusst, Israel als den primären Feind zu sehen, aber die Sichtweise in den Golfstaaten kann anders sein ... der Iran ist derjenige, der die Golfstaaten mit Tausenden Raketen und Drohnen angegriffen hat, und aus diesem Grund vertrauen wir ihm nicht und betrachten ihn als primären Feind», sagte er.

    Gargasch fügte hinzu, dass die Vereinigten Arabischen Emirate Fragen zum iranischen Atomprogramm sowie zu den ballistischen Raketen und Drohnen der Islamischen Republik hätten. Ebenso wie Teheran Garantien und Entschädigungen für Kriegsschäden fordere, wolle auch sein Land Zusicherungen, dass «feige» Angriffe nicht erneut vorkämen.

  • Freitag, 17. April 2026, 0.29 Uhr

    Jubel im Libanon: Zehntägige Waffenruhe tritt in Kraft

    Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz ist eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe in Kraft getreten. Die Feuerpause begann um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ), sie soll zunächst zehn Tage dauern. Unklar war zunächst, inwieweit beide Seiten sie einhalten werden.

    Leuchtspurpatronen im Nachthimmel über Beirut: Menschen feiern in der Nacht zum Freitag den Beginn der Waffenruhe mit scharfer Munition und Feuerwerken.
    Leuchtspurpatronen im Nachthimmel über Beirut: Menschen feiern in der Nacht zum Freitag den Beginn der Waffenruhe mit scharfer Munition und Feuerwerken.
    Bild: Keystone/AP Photo/Hassan Ammar

    Trump hatte die Waffenruhe nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun angekündigt – die Hisbollah war daran nicht beteiligt. Im Libanon feierten Menschen den Beginn der Waffenruhe.

    Netanjahu bestätigte die Vereinbarung in einer Videobotschaft, sagte jedoch, israelische Bodentruppen sollten auch während des zehntägigen Zeitraums in einer Pufferzone im Südlibanon bleiben. Die Hisbollah liess zunächst offen, ob sie sich an die Feuerpause halten wird. Jede Waffenruhe müsse «umfassend für das gesamte libanesische Gebiet» gelten und dürfe keinerlei Truppenbewegungen Israels zulassen, forderte die Miliz.

    In der Hauptstadt Beirut wurde aus Freude in die Luft geschossen. In den während des Kriegs schwer getroffenen südlichen Beiruter Vororten feierten Menschen auf den Strassen, wie Augenzeugen berichteten. Lokalen Medienberichten zufolge machten sich mit Beginn der Waffenruhe auch zahlreiche Menschen bereits auf in Richtung Süden des Landes – mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg vertrieben worden.

  • 23.02 Uhr

    Angriffe bis kurz vor Beginn von Waffenruhe

    Kurz vor Beginn der neuen Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz hat die israelische Armee mitgeteilt, sie bereite sich auf mögliche Angriffe aus dem Libanon auf Israels Norden vor. Die Hisbollah feuerte kurz vor Inkrafttreten der Feuerpause noch zahlreiche Raketen auf Ortschaften im Norden Israels. Drei Menschen wurden nach Angaben von Sanitätern von Raketensplittern verletzt, zwei davon schwer. Die israelische Armee teilte mit, sie habe daraufhin Raketenabschussrampen der Hisbollah im Libanon angegriffen.

    Auch im Libanon wurden bis kurz vor Inkrafttreten weitere Angriffe Israels gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von mehreren Angriffen im Süden des Landes bis kurz vor Mitternacht. Das Gesundheitsministerium meldete, dass bei einem Angriff am Abend nahe der Küstenstadt Sidon drei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden sein.

    Seit kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und das israelische Militär eine erneute schwere Konfrontation geliefert. Als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei feuerte die Hisbollah seit Anfang März erneut Raketen in Richtung Israel. Die israelische Luftwaffe reagierte seitdem mit massiven Luftangriffen. Das israelische Militär rückte in einer Bodenoffensive zudem weiter in den Süden des Nachbarlandes vor und lieferte sich im Grenzgebiet Bodenkämpfe mit der Hisbollah.

  • 22.56 Uhr

    USA veröffentlichen Sechs-Punkte-Plan zu Libanon-Waffenruhe

    Nach der Ankündigung einer Waffenruhe im Libanon durch US-Präsident Donald Trump hat das US-Aussenministerium die Abmachung zwischen Israel und dem Libanon öffentlich gemacht. Zu den sechs vereinbarten Punkten gehört demnach, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele durchzuführen. Israel verzichtet währenddessen auf «offensiven Militäroperationen» gegen libanesische Ziele.

    Bild: Screenshot Truth Social/Donald Trump

    Allerdings behält Israel sich das Recht vor, jederzeit alle notwendigen Massnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe zu ergreifen. Dies werde durch die Einstellung der Feindseligkeiten nicht beeinträchtigt, heisst es in dem Text.

    Betont wird in der Abmachung, dass allein die libanesischen Sicherheitskräfte für die Souveränität und Verteidigung des Libanons verantwortlich sind. Kein anderes Land und keine andere Gruppe könne Anspruch darauf erheben, Garant für die Souveränität des Libanon zu sein.

    Ferner ersuchen Israel und der Libanon die USA laut der Abmachung, weitere direkte Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu erleichtern, mit dem Ziel, alle noch offenen Fragen, einschliesslich der Festlegung der internationalen Landgrenze, zu klären. Das Ziel sei der Abschluss eines umfassenden und dauerhaften Sicherheits- und Friedensabkommens zwischen beiden Ländern.

  • 22.53 Uhr

    Iran begrüsst Libanon-Waffenruhe

    Der Iran hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe im Libanon als wichtigen Schritt für den regionalen Frieden begrüsst. Teheran habe in den Gesprächen mit den USA auf eine umfassende Waffenruhe gedrängt und das Thema auch immer wieder in den Verhandlungen mit den USA angesprochen, sagte der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, im Staatssender Irib.

    Der andauernde Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon hatte die Mitte vergangener Woche in Kraft getretene Waffenruhe im Iran-Krieg sowie die anschliessenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran belastet. Nun hat Trump eine Waffenruhe angekündigt: Sie solle um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) beginnen und zunächst zehn Tage dauern, erklärte er nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die Hisbollah liess zunächst offen, ob sie sich an die Feuerpause halten wird.

    Ein hochrangiger Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden wertete die Waffenruhe laut Nachrichtenagentur Fars als Erfolg für die Schiitenmiliz und Teheran. «Die Feuerpause ist allein der standhaften Haltung der libanesischen Widerstandsbewegung der Hisbollah und der politischen Unterstützung Irans zu verdanken», sagte Ismail Ghani, Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden der Elitestreitmacht. Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandseinheit der iranischen Revolutionsgarden. Ihre offizielle Aufgabe es ist, im Ausland verdeckte Operationen auszuführen.

  • 21.37 Uhr

    Trump stellt – erneut – baldige Einigung mit Iran in Aussicht

    Trotz der erfolglosen ersten Verhandlungsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts rechnet US-Präsident Donald Trump mit einer baldigen Einigung. «Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen», sagte er vor seinem Abflug nach Las Vegas zu Reportern vor dem Weissen Haus. Sollte es nötig sein, werde er auch die noch bis kommenden Mittwoch dauernde Waffenruhe verlängern.

    US-Präsident Donald Trump gibt sich am Donnerstag vor seinem Abflug nach Las Vegas in Sachen Einigung mit dem Iran  optimistisch. 
    US-Präsident Donald Trump gibt sich am Donnerstag vor seinem Abflug nach Las Vegas in Sachen Einigung mit dem Iran  optimistisch. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Manuel Balce Ceneta

    Im Falle einer Einigung erwägt Trump, selbst zur Vertragsunterzeichnung in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu reisen, wo Delegationen beider Länder am vergangenen Wochenende zu einer ersten Verhandlungsrunde zusammengekommen waren. Ein Ergebnis wurde dabei allerdings nicht erzielt.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte unterdessen, Trump habe ihm versichert, er sei entschlossen, die Seeblockade gegen den Iran aufrechtzuerhalten und die nuklearen Fähigkeiten Teherans abzubauen. Dies und eine friedliche Einigung mit dem Libanon könnten Israels Sicherheitslage in der Region in den kommenden Jahren grundlegend verändern, sagte er.

  • 21.30 Uhr

    Iran lockert Sperren: Internet und Auslandstelefonate teils zurück

    Erstmals seit Kriegsbeginn sind wieder Telefonate aus dem Ausland in den Iran möglich. Auch der Zugang zum Internet wurde in begrenztem Umfang wieder freigeschaltet. Medienberichten zufolge liess die Regierung «im Zuge der schrittweisen Lockerung der Kommunikationsbeschränkungen» internationale Anrufe auf Festnetzanschlüsse wieder zu – Anrufe auf Mobiltelefone bleiben jedoch gesperrt. Auch Google-Dienste im Internet sind nach fast 50 Tagen wieder erreichbar, laufen aber noch nicht stabil.

    Die Regierung hatte kurz nach den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Zugelassen war lediglich das sogenannte nationale Internet, das nur den Zugang zu staatlich genehmigten Websites ermöglicht. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X – also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.

    Offiziell begründet die Regierung die Sperren mit sicherheitsrelevanten Gründen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass das autoritäre islamische System vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmass der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden. Seit Mitte vergangener Woche ist eine Waffenruhe in Kraft.

  • 9.25 Uhr

    Peking spricht Teheran wegen der Situation an der Strasse von Hormus ins Gewissen 

    In einem Telefonat mit dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi sagte Aussenminister Wang Yi laut chinesischer Mitteilung, Irans «Souveränität, Sicherheit und legitime Rechte und Interessen» als Küstenstaat der Meerenge müssten respektiert und geschützt werden. Zugleich müsse aber auch die «Freiheit und Sicherheit der internationalen Schifffahrt» garantiert werden. Bemühungen um eine Wiederherstellung der normalen Passage durch die Strasse von Hormus seien «der einhellige Ruf der internationalen Gemeinschaft».

    Hintergrund der Äusserungen ist die Eskalation um die strategisch wichtige Meerenge im Zuge des Iran-Kriegs. Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels hatte Teheran die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert. Nach dem Scheitern von Gesprächen zwischen Washington und Teheran während der Waffenruhe blockieren die USA ihrerseits seit Montag den iranischen Seeverkehr in der Strasse von Hormus. Allerdings hat sich die Lage für andere Schiffe durch die US-Seeblockade keinesfalls normalisiert.

  • Donnerstag, 16. April 2026, 7.26 Uhr

    Irans inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin in kritischem Zustand

    Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Familie besorgniserregend. Angehörige und Anwälte haben Mohammadi im vergangenen Monat zweimal im Gefängnis von Sandschan besucht, wie die Narges-Mohammadi-Stiftung am Mittwoch auf X mitteilte. Sie sei schwach, blass und habe Gewicht verloren, hiess es in der Erklärung.

    Der Bericht folgte auf einen Herzinfarkt, den Mohammadi laut der Erklärung am 24. März im Gefängnis erlitt. Weiter hiess es, Mohammadi sei nach dem Herzinfarkt über eine Stunde lang bewusstlos gewesen, ohne dass jemand Wiederbelebungsmassnahmen eingeleitet habe.

    Ihr Bruder Hamidresa Mohammadi teilte mit, ein Kardiologe, der sie kurz nach dem Herzinfarkt aufsuchte, habe der Familie mitgeteilt, der Vorfall sei teilweise auf Medikamente zurückzuführen, die ihr von Gefängnisärzten verschrieben worden seien. Seinen Angaben zufolge wird Mohammadi in einer Zelle mit wegen Mordes verurteilten Personen festgehalten und habe von diesen mehrfach Drohungen erhalten.

    Mohammadi ist eine Menschenrechtsanwältin, die 2023 den Friedensnobelpreis gewann, während sie im Gefängnis sass. Sie wurde im Dezember bei einem Besuch in der ostiranischen Stadt Mesched festgenommen und zu weiteren sieben Jahren Haft verurteilt. 

  • 6.18 Uhr

    Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und Libanon an

    Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump heute zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen. Die «Anführer» beider Nachbarländer hätten seit langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social und fügte hinzu: «Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!» Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

    Bild: Screenshot Truth Social/Donald Trump

    Wen genau Trump mit den Anführern beider Länder meint, geht aus seinem Post nicht hervor. Libanons Ministerpräsident ist Nawaf Salam, sein israelischer Kollege ist Benjamin Netanjahu. Die Präsidenten beider Länder heissen Joseph Aoun und Izchak Herzog. Es gehe darum, zu versuchen, «etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen», schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen.

    Man führe Verhandlungen mit dem Libanon, sagte Israels Regierungschef Netanjahu laut Angaben seines Büros vom Mittwochabend. Dabei gehe es um zwei zentrale Ziele, erklärte der Ministerpräsident: Die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz «und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch Stärke.» Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem andauernden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden Libanons erreichen.

    Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medienberichten am selben Abend über eine Waffenruhe beraten, die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb «Axios»-Reporter Barak Ravid auf der Plattform X.

  • 4.30

    Deutschland: Auch während Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt

    Die deutsche Regierung hat auch in den ersten Wochen des Iran-Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt – allerdings in verhältnismässig geringem Umfang. Vom 28. Februar, dem Tag des Angriffs israelischer und US-Streitkräfte auf den Iran, bis zum 27. März gab die schwarz-rote Regierung grünes Licht für Ausfuhren im Wert von 6,6 Millionen Euro, wie aus Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf mehrere Anfragen des Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

    Die Rüstungsexporte nach Israel waren zuletzt ein extrem heikles Thema für die Bundesregierung. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte die damalige Ampel-Regierung sie zunächst verstärkt, um Solidarität zu zeigen. Wegen zunehmender Verärgerung über die israelische Kriegführung in Gaza ordnete Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am 8. August 2025 dann an, dass vorerst keine Ausfuhren von Rüstungsgütern nach Israel mehr genehmigt werden, die im Gaza-Krieg verwendet werden können.

    In Israel, aber auch in CDU und CSU, löste das Teil-Embargo viel Ärger aus. Nach dreieinhalb Monaten hob die Regierung die Beschränkungen nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas wieder auf. Aber selbst in der Zeit des Teil-Embargos wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Exportgenehmigungen im Wert von 10,44 Millionen Euro erteilt.

  • 2.11 Uhr

    US-Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» stellt Einsatzrekord auf

    Der US-Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» hat einen Rekord für den längsten Einsatz seit dem Vietnamkrieg gebrochen. Die Mission des grössten Flugzeugträgers der Welt dauert bereits fast zehn Monate an. Sie umfasste sowohl die Beteiligung an einer Militäroperation zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als auch am Iran-Krieg. Der 295. Tag auf See übertraf am Mittwoch (Ortszeit) den bisherigen Rekord eines modernen Flugzeugträger-Einsatzes von 294 Tagen. Dieser war 2020 während der Pandemie von der «USS Abraham Lincoln» aufgestellt worden, wie aus einer Publikation des U.S. Naval Institute hervorgeht.

    Der Einsatz wirft Fragen über die Belastung der Besatzung durch die lange Abwesenheit sowie über die zusätzliche Beanspruchung von Schiff und Ausrüstung auf. An Bord der «USS Ford» war es zuletzt zu einem Brand gekommen, der umfangreiche Reparaturen erforderlich machte.

    Der demokratische Senator Tim Kaine erklärte, der Rekordeinsatz habe «erhebliche Auswirkungen» auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Besatzung. Die Soldaten sollten bei ihren Familien sein und nicht «von einem Präsidenten um die Welt geschickt werden, der sich verhält, als sei das US-Militär seine Palastwache», sagte er.

    Das Pentagon machte keine Angaben dazu, wie lange die «USS Ford» noch im Einsatz bleiben wird. Die beiden ranghöchsten Marineoffiziere erklärten jedoch öffentlich, dass sie mit einer Gesamtdauer von rund elf Monaten rechnen. Damit würde das Schiff voraussichtlich Ende Mai zurückkehren.

  • 22.13 Uhr

    USA drohen mit neuen Sanktionen: «Finanzielles Äquivalent zu Bombenangriffen»

    Angesichts der festgefahrenen Situation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat die US-Regierung der Führung in Teheran mit weiteren Sanktionen gedroht. So könnten beispielsweise Strafmassnahmen gegen Unternehmen und Länder verhängt werden, die weiterhin iranisches Öl kaufen oder iranische Vermögenswerte verwalten, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. «Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist.»

    Die USA haben bereits eine ganze Reihe von Sanktionen gegen den Iran und die politische Führung in Teheran verhängt. Nach den iranischen Angriffen auf Nachbarländer seien nun auch die Golfstaaten stärker als bisher dazu bereit, die Sanktionen gegen den Iran zu unterstützen und die Finanzströme zu stoppen, sagte Bessent.

    Derzeit herrscht eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Über eine Verlängerung der Feuerpause und die Wiederaufnahme der Gespräche zur dauerhaften Beilegung des Konflikts wird derzeit verhandelt.

    «Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist»: US-Finanzminister Bessent hat Iran mit neuen Sanktionen gedroht.
    «Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist»: US-Finanzminister Bessent hat Iran mit neuen Sanktionen gedroht.
    Markus Schreiber/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.48 Uhr

    US-Marine will Seeblockade auch mit Gewalt durchsetzen

    Die US-Marine will ihre Blockade iranischer Häfen notfalls auch mit Gewalt durchsetzen. «Schiffe, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen, werden zur Durchsuchung und Beschlagnahme geentert», hiess es in einer Funkwarnung, die das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs in sozialen Medien veröffentlichte. «Wenn Sie diese Blockade nicht befolgen, werden wir Gewalt anwenden.»

    Ein Militärvertreter, der anonym bleiben wollte, bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass die Botschaft derzeit an alle Schiffe in der Region gesendet werde, um den Handel mit dem Iran über den Seeweg zu unterbinden.

  • 21.33 Uhr

    Republikaner im US-Senat lehnen Resolution gegen Iran-Krieg erneut ab

    Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump haben im Senat erneut eine Resolution abgewiesen, die das US-Militär vorerst zum Rückzug aus dem Konflikt mit dem Iran gezwungen hätte. Dank ihrer Mehrheit in der Kongresskammer stimmten die Republikaner mit 52 zu 47 gegen das Vorhaben der Demokraten. Es war bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass der US-Senat dafür stimmte, sich in Bezug auf Militäreinsätze der Entscheidung des Präsidenten unterzuordnen.

    Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr ordnete sich der US-Senat bei Militäreinsätzen dem Präsidenten unter.
    Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr ordnete sich der US-Senat bei Militäreinsätzen dem Präsidenten unter.
    Scott Applewhite/AP/dpa

    Gemäss dem War Powers Act von 1973 muss der Kongress innerhalb von 60 Tagen nach Beginn eines Krieges diesen formal erklären oder den Einsatz von militärischer Gewalt genehmigen – eine Frist, die Ende April abläuft. Das Gesetz sieht eine mögliche Verlängerung um 30 Tage vor, doch auch republikanische Abgeordnete und Senatoren haben deutlich gemacht, dass sie von der Regierung erwarten, bald einen Plan für die Beendigung des Konflikts vorzulegen.

    Nach Ablauf der 60- oder 90-Tage-Frist müsse eine Entscheidung her, sagte der republikanische Senator Thom Tillis. «Ich denke, die Regierung täte gut daran, eine fundierte Ermächtigung zum Einsatz militärischer Gewalt sowie eine Finanzierungsstrategie auszuarbeiten.»

  • 20.46 Uhr

    US-Regierung erwägt zweite Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan

    Nach dem Scheitern einer ersten Runde von Friedensgesprächen mit dem Iran in Pakistan erwägt die US-Regierung eine zweite Verhandlungsrunde. «Es gibt diese Diskussionen», sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, über die Möglichkeit neuer Gespräche. Die US-Regierung sei guter Dinge, dass es zu einem «Deal» kommen könne. Eine zweite Gesprächsrunde würde «sehr wahrscheinlich» wieder in Pakistans Hauptstadt Islamabad stattfinden, sagte Leavitt.

    Laut Sprecherin Karoline Leavitt erwägt die US-Regierung eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan.
    Laut Sprecherin Karoline Leavitt erwägt die US-Regierung eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan.
    Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

    Eine erste Runde von Verhandlungen zwischen Vertretern des Iran und der USA war am Wochenende in Islamabad ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Wichtigster Streitpunkt war das iranische Atomprogramm. Trump verhängte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Strasse von Hormus.

    Die USA und der Iran hatten sich vor einer Woche auf eine zweiwöchige Feuerpause verständigt. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden, der Ende Februar mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.

  • 18.45 Uhr

    Starmer widersetzt sich Druck von Trump

    Der britische Premierminister Keir Starmer bleibt dabei, dass er sich nicht am Krieg der USA und Israels gegen den Iran beteiligen will. Er werde trotz des Drucks aus Washington nicht an seiner Entscheidung rütteln, sich aus dem Krieg herauszuhalten, sagte Starmer. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Grossbritannien mit dem Ende eines bilateralen Handelsabkommens gedroht.

    Trump hatte dem Sender Sky News am Dienstagabend gesagt, dass Grossbritannien nicht zur Stelle gewesen sei, als die USA die Hilfe des Landes benötigt hätten. Das sogenannte besondere Verhältnis zwischen beiden Ländern sei «schon mal besser» gewesen, sagte Trump. «Und wir haben ihnen ein gutes Handelsabkommen gegeben. Ein besseres als ich hätte geben müssen. Woran man immer etwas ändern kann», sagte Trump.

    Trump «enttäuscht» von Starmer wegen fehlender Unterstützung im Iran-Krieg

    Trump «enttäuscht» von Starmer wegen fehlender Unterstützung im Iran-Krieg

    Zugleich teilt Trump gegen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron aus. Nachdem dieser eine Beteiligung an einer Einsatzgruppe in der Strasse von Hormus abgelehnt hat, sagt Trump, Macron werde «sehr bald nicht mehr im Amt sein».

    18.03.2026

    Starmer sagte, er sei unter grossen Druck gesetzt worden, seine Haltung zu ändern, unter anderem durch die jüngsten Bemerkungen Trumps. «Ich werde meine Meinung nicht ändern», sagte er. «Ich werde nicht nachgeben. Es ist nicht in unserem nationalen Interesse, in diesen Krieg einzutreten und wir werden das nicht tun.»

  • 18.18 Uhr

    USA: Kein Schiff passiert Sperre – Handel mit Iran gestoppt

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. Während der ersten 48 Stunden der US-Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, sei keines der Schiffe an US-Streitkräften vorbeigekommen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Zusätzlich hätten neun Schiffe der Aufforderung von US-Streitkräften entsprochen, umzukehren und zu einem iranischen Hafen oder einer Küstenzone zurückzukehren.

    Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper hatte in einem weiteren X-Beitrag erklärt, die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet und den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht. Rund 90 Prozent der Wirtschaft der Islamischen Republik seien vom Seehandel abhängig.

  • 16.37 Uhr

    Teheran droht mit umfassender Blockade des Handels in Golfregion

    Der Iran droht mit einer Seeblockade in der Golfregion. (Symbolbild)
    Der Iran droht mit einer Seeblockade in der Golfregion. (Symbolbild)
    Bild: Altaf Qadri/AP/dpa

    Der Iran hat mit einer weitreichenden Blockade aller Seehandelsaktivitäten in der Golfregion gedroht. Iranische Staatsmedien berichteten am Mittwoch, der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, habe davor gewarnt, dass der Iran sämtliche Im- und Exporte in der Region unterbinden könnte, wenn die USA ihre Blockade iranischer Häfen nicht beendeten. Die Islamische Republik werde ihre Souveränität und ihre Interessen mit aller Kraft verteidigen, sagte Abdollahi. Die US-Blockade bezeichnete er als «Vorspiel zum Bruch der Waffenruhe».

  • 11.25 Uhr

    Trump schickt tausende Soldaten in den Nahen Osten

    Die USA will die Militärpräsenz im Nahen Osten aufstocken.
    Die USA will die Militärpräsenz im Nahen Osten aufstocken.
    KEYSTONE

    Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt mit dem Iran erhält einen herben Dämpfer: Die USA planen offenbar eine massive Aufstockung ihrer Militärpräsenz im Nahen Osten. Wie die «Washington Post» berichtet, sollen in den kommenden Tagen Tausende zusätzliche Soldaten in die Region verlegt werden.

    Im Zentrum der Verstärkung steht der Flugzeugträger USS George H. W. Bush, auf dem allein rund 6000 Soldaten stationiert sind. Begleitet wird das Kriegsschiff von weiteren Einheiten, die zusätzliche Truppen transportieren.

    Hinter den Kulissen scheint die Lage angespannter denn je. Laut US-Beamten prüft die Regierung von Präsident Donald Trump (79) bereits weitergehende militärische Optionen – darunter zusätzliche Angriffe oder sogar Bodenoperationen. Voraussetzung dafür wäre ein Scheitern der derzeit ohnehin fragilen Waffenruhe.

    Doch damit nicht genug: Gegen Ende des Monats sollen weitere 4000 Soldaten in die Region entsandt werden. Sie würden sich den bereits rund 50'000 US-Soldaten anschliessen, die laut Pentagon aktuell an Operationen im Zusammenhang mit dem Iran beteiligt sind.

  • 12.25 Uhr

    Nach Iran-Gesprächen: Pakistans Premier reist zu Vermittlern

    Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf.

    Premierminister Shehbaz Sharif reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums. Die viertägige Reise beginne an diesem Mittwoch in Saudi-Arabien mit bilateralen Gesprächen. Auch in Katar seien Gespräche geplant. In der Türkei will Sharif am fünften Diplomatieforum von Antalya teilnehmen und sich mit Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie anderen Staatschefs treffen. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden.

    Erste Verhandlungen des Irans und der Vereinigten Staaten in Islamabad waren am vergangenen Wochenende zunächst gescheitert. Aus pakistanischen Diplomatenkreisen heisst es seither, man arbeite an weiteren Gesprächen. Die mehrtägige Reise des Premiers spricht jedoch gegen eine schnelle weitere Verhandlungsrunde in Islamabad.

  • 09.18 Uhr

    Bombenanschlag in Teheran

    In der iranischen Hauptstadt Teheran ist Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden.

    Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich demnach um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandeur der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal «Rouydad24» verbreitete. Für den Anschlag machte er «Vaterlandsverräter» verantwortlich. Die genauen Umstände der Explosionen waren zunächst unklar. Iranischen Medien zufolge soll es sich um Sprengsätze auf Gasbasis gehandelt haben. Bislang hat keine Gruppe den Anschlag für sich reklamiert.

    Auch in den sozialen Medien wurde über Explosionen in Teheran berichtet. Dem bekannten Netzaktivisten Vahid zufolge ereigneten sie sich im Stadtzentrum und hätten auch zwei Autos beschädigt. Seit einer Woche gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Während des Krieges wurden bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik und Militär in Iran getötet. Anschläge gelten in der Islamischen Republik hingegen als äusserst ungewöhnlich.

  • 5.07 Uhr

    US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt

    Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. «Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden», teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit.

    Ein Containerschiff im Persischen Golf. (14. April 2026)
    Ein Containerschiff im Persischen Golf. (14. April 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo

    Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hiess es weiter.

    Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. «Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen», hiess es darin.

  • 4.08 Uhr

    Schweiz und neun weitere Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon

    In einer gemeinsamen Mitteilung haben die Schweiz, Kanada, Grossbritannien und sieben weitere Staaten «ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon» gefordert. Die Länder seien «zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon», heisst es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.

    Die Länder begrüssten die jüngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch im Libanon müssten nun die Waffen schweigen.

  • 4 Uhr

    USA: Libanon und Israel einigen sich auf weitere Verhandlungen

    Bei einem ersten Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern auf politischer Ebene hat es nach US-Angaben «konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen» gegeben. Das US-Aussenministerium sprach von einem «historischen Meilenstein». Die USA sicherten demnach beiden Ländern Unterstützung für weitere Gespräche zu. Alle Seiten hätten sich darauf geeinigt, direkte Verhandlungen zu einem später zu bestimmenden Zeitpunkt und Ort aufzunehmen. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Die USA äusserten die Hoffnung, dass die Verhandlungen zu einem «umfassenden Friedensabkommen» führen könnten. Israelischen und libanesischen Berichten zufolge sollte das Treffen auf der Ebene von Botschaftern den Anfang der direkten Verhandlungen markieren.

    Geführt wurden die Gespräche am Abend von der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter. Die Gespräche fanden nach Wochen gegenseitiger Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz statt. Es waren die ersten direkten Gespräche auf politischer Ebene zwischen den eigentlich verfeindeten Nachbarländern seit Jahrzehnten.

    Historisches Treffen in Washington: Die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad (l.) und Israels Botschafter in Washington, Jechiel Leiter am Dienstag im US-Aussenministerium.
    Historisches Treffen in Washington: Die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad (l.) und Israels Botschafter in Washington, Jechiel Leiter am Dienstag im US-Aussenministerium.
    Bild: Keystone/AP Photo/Jacquelyn Martin
  • 3.11 Uhr

    Trump glaubt an baldiges Ende des Kriegs

    US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. «Ich glaube, er ist fast vorbei», sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: «Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.» Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet. Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. «Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert», sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

    Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan «könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren», sagte er der «New York Post» am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.

    In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen.

    Fotos von Menschen, die bei einem US-israelischen Luftangriff auf ein Wohngebäude in Teheran ums Leben gekommen sind.  (13. April 2026)
    Fotos von Menschen, die bei einem US-israelischen Luftangriff auf ein Wohngebäude in Teheran ums Leben gekommen sind.  (13. April 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh
  • 2.14 Uhr

    Vance konkretisiert US-Bedingungen für Iran-Deal

    US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. «Derzeit hält die Waffenruhe», sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein grosses Abkommen, erklärte er.

    Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. «Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt», sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch «das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen» können.

    US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag in Georgia bei einer Veranstaltung von Turning Point USA, der von Charlie Kirk mit gegründeten rechtspopulistischen Studentenorganisation.
    US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag in Georgia bei einer Veranstaltung von Turning Point USA, der von Charlie Kirk mit gegründeten rechtspopulistischen Studentenorganisation.
    Bild: Keystone/AP Photo/Erik S. Lesser
  • Mittwoch 15. April 2026, 2 Uhr

    Bericht: Vance könnte erneut US-Delegation anführen

    Der US-Sender CNN berichtet unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen, dass US-Vizepräsident JD Vance auch in einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran die US-Delegation anführen dürfte, sollte es vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe zu einem weiteren Treffen kommen. Zudem könnten demnach auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner an den Gesprächen teilnehmen.

    Die Waffenruhe läuft in der kommenden Woche aus. Unbestätigten Berichten zufolge steht der Donnerstag als möglicher Termin für weitere Gespräche im Raum.

  • 21.23 Uhr

    Sechs Schiffe bei Seeblockade durch US-Militär gestoppt

    Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden der Seeblockade sechs Handelsschiffe zum Umkehren angewiesen. Sie mussten demnach wieder einen iranischen Hafen am Golf von Oman anlaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom in einem X-Post mit. Zugleich wurde betont, dass kein Schiff von iranischen Häfen aus die Seeblockade der USA durchbrochen habe.

    Zur Durchsetzung der Seeblockade setzt das Militär nach eigenen Angaben mehr als zwölf Kriegsschiffe, mehr als 100 Kampf- und Überwachungsflugzeuge sowie 10'000 Militäreinsatzkräfte ein.

  • 20.36 Uhr

    399 US-Soldaten im Iran-Krieg verletzt

    Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind laut der offiziellen Militärstatistik bislang 399 US-Soldaten verletzt worden. Das teilte der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen U.S. Central Command, Captain Tim Hawkins, am Dienstag mit. Drei der Betroffenen seien schwer verletzt worden. Nach Angaben von Hawkins sind von den bislang 399 Verwundeten inzwischen 354 wieder im Dienst.

    Vor etwa zwei Wochen hatte das Zentralkommando die Zahl der verletzten US-Soldaten noch mit 348 angegeben, darunter sechs Schwerverletzte. Seit Beginn des Kriegs kamen zudem 13 US-Militärangehörige im Einsatz ums Leben.

    US-Präsident Trump erweist gefallenen US-Soldaten letzte Ehre.
    US-Präsident Trump erweist gefallenen US-Soldaten letzte Ehre.
    Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • 20.13 Uhr

    Trump erwartet weitere Iran-Gespräche in Europa oder Pakistan

    US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit einer baldigen Fortsetzung der Gespräche mit dem Iran. In einem Telefonat mit der «New York Post» am Dienstag sagte er, die nächste Gesprächsrunde könne bereits in den kommenden zwei Tagen stattfinden. Zunächst erklärte er, dass die Gespräche über eine Beilegung des Iran-Kriegs wahrscheinlich in Europa fortgesetzt würden, später sagte er, denkbar sei auch, dass es erneut zu einem Treffen in Pakistans Hauptstadt Islamabad komme.

  • 17.34 Uhr

    Historisches Treffen zwischen Israel und Libanon

    Der Iran-Krieg hat auch eine massive Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon befeuert. Nach mehr als sechs Wochen Krieg kommt es nun zu einem historischen Treffen: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind libanesische und israelische Vertreter zu politischen Gespräche zusammengekommen.

    Bereits zum zweiten Mal in rund zwei Jahren befinden sich Israel und die Hisbollah im Libanon in einem offenen Krieg. Eine zwischenzeitliche Waffenruhe war äussert fragil. Beide Seiten warfen sich stetige Verstösse vor. Israel griff trotz Waffenruhe nahezu täglich weiter im Libanon an und blieb auch an mehreren Stellen im Nachbarland positioniert. Mit dem Krieg im Iran feuerte schliesslich auch die Hisbollah wieder Raketen in Richtung Israel.

    Von links nach rechts: US-Aussenminister Marco Rubio, US-Botschafter im Libanon Michel Issa und die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad.
    Von links nach rechts: US-Aussenminister Marco Rubio, US-Botschafter im Libanon Michel Issa und die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad.
    Bild: Keystone/Jacquelyn Martin

    Für die Gespräche verfolgen Israel und der Libanon zunächst unterschiedliche Ziele. Die libanesische Regierung zielt zunächst vor allem auf eine sofortige Deeskalation ab. Israel will dagegen grundlegende sicherheitspolitische Veränderungen durchsetzen. Laut libanesischen Berichten soll das Treffen die Grundlage für weitere Verhandlungen bilden.

  • 12.37 Uhr

    Rotes Kreuz schickt rund 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran

    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Gestern seien die ersten fünf von insgesamt 14 entsandten IKRK-Lieferungen seit Kriegsbeginn angekommen.

    Das teilte die Hilfsorganisation mit. Sie sollen ausreichen, um den Bedarf von rund 25.000 Menschen zu decken. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Decken, Küchensets, Hygienepakete und Solarlampen. Die erste Lieferung von fünf Lastwagen wurde in Teheran an die IRCS zur Weiterverteilung übergeben.

  • 12.24 Uhr

    China nennt US-Blockade «gefährlich und unverantwortlich»

    China hat die teilweise Blockade der Strasse von Hormus durch die USA scharf kritisiert. Das sei «gefährlich und unverantwortlich», sagte ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums. In einer Lage, in der die beteiligten Seiten bereits eine vorläufige Waffenruhe erreicht hätten, würden die verstärkte Militärpräsenz der USA und gezielte Blockademassnahmen Konflikte verschärfen, Spannungen erhöhen, die fragile Waffenruhe untergraben und die Sicherheit der Passage durch die Meerenge zusätzlich beeinträchtigen.

    Die USA hatten am Montagnachmittag nach Angaben von Präsident Donald Trump mit der Blockade der Strasse von Hormus begonnen. Früheren Angaben des US-Regionalkommandos Centcom zufolge werden Schiffe an der Durchfahrt gehindert, wenn sie einen iranischen Hafen als Start- oder Zielpunkt haben. Das schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Ankündigung folgte auf das vorläufige Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

  • 11.49 Uhr

    Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro

    Beschädigtes Wohnhaus in Teheran. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
    Beschädigtes Wohnhaus in Teheran. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
    sda

    Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung.

    Das sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.

    Um das gesamte Ausmass bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen.

  • 8.13 Uhr

    Pakistan schlägt neue Verhandlungen in Islamabad vor

    Pakistan hat eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad in den kommenden Tagen vorgeschlagen. Das sagten zwei pakistanische Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, der Nachrichtenagentur AP.

    Die Gespräche sollten demnach stattfinden, bevor die Waffenruhe im Krieg am 22. April ausläuft. Obwohl die erste Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende ohne Abkommen zu Ende ging, sei diese Teil eines andauernden diplomatischen Prozesses gewesen und keine einmalige Angelegenheit.

    Aus US-Regierungskreisen verlautete, dass die USA und der Iran vor dem Auslaufen der Waffenruhe neue direkte Gespräche in Erwägung zögen und diese am 16. April stattfinden könnten. Die Gespräche über eine neue Verhandlungsrunde seien noch im Gange, hiess es.

    Ein Diplomat eines der vermittelnden Länder im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sagte hingegen, dass sich die beiden Seiten schon auf eine neue Verhandlungsrunde geeinigt hätten. Den Angaben zufolge war Islamabad als erneuter Veranstaltungsort im Gespräch. Zudem sei auch Genf eine Option, erklärten US-Regierungsvertreter.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Montag zu Reporterinnen und Reportern gesagt, dass der Iran angerufen habe und die Iraner «einen Deal ausarbeiten» wollten.

    US-Vizepräsident JD Vance sagte in einem «Fox News»-Interview, dass es bei den Verhandlungen am Wochenende durchaus Fortschritte bezüglich der Forderung der USA gegeben habe, dass Atommaterial aus dem Iran entfernt werde und es einen Mechanismus gebe, damit der Iran in Zukunft kein Uran anreichern könne. «Sie haben sich auf uns zubewegt», sagte Vance.

  • 7.45 Uhr

     Sanktionierter Öltanker passiert Strasse von Hormus

    Die von den USA angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus wirft bereits erste Fragen zur tatsächlichen Durchsetzung auf. Denn offenbar gelingt es weiterhin einzelnen Schiffen, die wichtige Handelsroute zu durchqueren.

    So hat der Öltanker Rich Starry die Meerenge nach Beginn der Blockade nahezu vollständig passiert. Das geht aus Schiffsverfolgungsdaten hervor, wie sie unter anderem von MarineTraffic ausgewertet werden. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtet darüber und bezeichnet das Schiff als ersten Tanker, der die Passage seit Inkrafttreten der Blockade geschafft hat.

    Die «Rich Starry» hat offenbar die Strasse von Hormus passiert.
    Die «Rich Starry» hat offenbar die Strasse von Hormus passiert.
    Vesselfinder

    Das unter malawischer Flagge fahrende Schiff war demnach in Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet und ist auf dem Weg nach China. Brisant: Sowohl der Tanker als auch seine Eigentümerin, die Shanghai Xuanrun Shipping Co Ltd, standen bereits zuvor auf der US-Sanktionsliste wegen Geschäften mit dem Iran.

  • 3.13 Uhr

    Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der «mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter» hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

    Irans Präsident Massud Peseschkian. (Archivbild)
    Irans Präsident Massud Peseschkian. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Vahid Salemi

    Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

  • 2.02 Uhr

    Vance: Haben in Iran-Gesprächen echte Fortschritte gemacht

    Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt – jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. «Wir haben grosse Fortschritte gemacht.» Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – nämlich deren Atomprogramm.

    Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Die iranische Seite hatte unter anderem von «überzogenen Forderungen» der USA gesprochen.

    Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran ausser Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. «Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt», sagte Vance.

    Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, liess Vance offen. «Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld.» Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.

  • Dienstag, 14. April 2026, 1.27 Uhr

    UN-Chef Guterres zu Iran-Krieg: Einigung nicht über Nacht möglich

    UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA am Wochenende in Pakistan zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die «Ernsthaftigkeit des Engagements» betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs mit. «Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen», so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Strasse von Hormus, wo am Nachmittag eine Seeblockade durch die USA begonnen hatte.

    UN-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild)
    UN-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Olivier Hoslet

    Blockiert werden sollen laut US-Angaben Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hiess es.

    «Störungen im Seehandel durch die Strasse von Hormus haben bereits weit über die unmittelbare Region hinaus direkte Auswirkungen gezeigt und zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Instabilität sowie zu Unsicherheiten in vielen Sektoren weltweit geführt», teilte der Guterres-Sprecher mit. Die Unterbrechung der Lieferungen von Düngemitteln verschärfe zudem die Ernährungsunsicherheit für Millionen schutzbedürftiger Menschen weltweit und trage zu steigenden Lebenshaltungskosten bei.

  • Ticker beginnt hier

    Alles, was vor dem 14. April wichtig war, kannst du hier lesen.