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Ukraine-Ticker Die wichtigsten Ereignisse zwischen dem 18. März und dem 10. Mai
Oliver Kohlmaier
12.5.2026
Am 24. Februar 2022 hat Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Entwicklungen im Ticker.
Das Wichtigste im Überblick
- Russlands Invasion begann am 24. Februar 2022. Seither herrscht in der gesamten Ukraine Krieg – mit Frontverläufen im Osten und Süden des Landes.
- Millionen Menschen sind auf der Flucht. Über 6 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben laut Uno-Angaben im Ausland, viele weitere sind Binnenvertriebene.
- Die westliche Welt unterstützt die Ukraine. Nato-Staaten liefern Waffen, Hilfsgelder und Luftabwehrsysteme – eine direkte Kriegsbeteiligung lehnen sie aber ab.
- Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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Liveticker beendet
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19.38 Uhr
Selenskyj kritisiert russische Missachtung der Feuerpause
Trotz einer aktuell geltenden Feuerpause setzen russische Truppen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Angriffe «in den für sie entscheidenden Richtungen» fort. In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenskyj, dass Russland in den vergangenen 24 Stunden rund 150 Angriffsaktionen gestartet habe. «Das heisst, an der Front hält sich die russische Armee nicht an die Waffenruhe und versucht es auch nicht besonders.»
Auch das russische Militär wirft der Gegenseite fortwährende Provokationen und Angriffe vor. Unter anderem sollen in Belgorod vier Menschen durch nicht näher beschriebene ukrainische Angriffe verletzt worden sein. Eine unabhängige Überprüfung dieser mutmasslichen Verstösse war nicht möglich.
Our contacts with the American side regarding guarantees for the implementation of the arrangements reached recently and announced by the President of the United States are ongoing.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 10, 2026
The prisoner exchange – 1,000 for 1,000 – is being prepared and must take place. The Americans… pic.twitter.com/fj8auzyFWCNach Vermittlung von US-Präsident Donald Trump hatten sich Russland und die Ukraine auf eine dreitägige Feuerpause aus Anlass der Feierlichkeiten in Russland zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg geeinigt. Die Vereinbarung gilt bis inklusive Montag. Sollte Russland dann beschliessen, «zu einem umfassenden Krieg zurückzukehren», werde die Ukraine umgehend reagieren und in gleicher Weise antworten.
Selenskyj bestätigte den von den USA vermittelten Austausch von jeweils 1000 Kriegsgefangenen mit Russland. «Der Gefangenenaustausch – 1000 gegen 1000 – wird vorbereitet und soll stattfinden», sagte Selenskyj. Die russische Seite habe bereits eine Liste mit den Namen erhalten. Am Vorabend hatte Kremlchef Wladimir Putin behauptet, von Kiew noch keine Antwort auf den erwarteten Austausch erhalten zu haben.
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17.30 Uhr
EU will Druck wegen Deportation ukrainischer Kinder erhöhen
Die Aussenminister*innen der EU-Staaten wollen an diesem Montag bei einem Treffen in Brüssel (9.45 Uhr) weitere Sanktionen gegen russische Verantwortliche für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder verhängen. Betroffen sein sollen mehr als zwanzig Personen und Organisationen. Die Sanktionsbeschlüsse werden unter anderem zur Folge haben, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot.
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15.31 Uhr
Nach Waffenruhe: Moskau erwartet US-Vermittler «bald»
Der Kreml erwartet nach der US-Vermittlung einer dreitägigen Waffenruhe nun auch eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine.
«Schon ziemlich bald» kämen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen wieder nach Moskau, sagte der für die Verhandlungen zuständige Kremlbeauftragte Juri Uschakow dem russischen Staatsfernsehen. Ein Datum nannte er nicht.
Jared Kushner (links) und Steve Witkoff. (Archiv) Bild: AP/KeystoneUschakow erklärte, dass durch zweitägige und «nicht einfache» telefonische Kontakte mit der US-Seite die noch bis diesen Montag laufende Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew erreicht worden sei. Witkoff und Kushner hatten mehrfach die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien geführt. Sie traten allerdings auf der Stelle, ein Durchbruch blieb aus.
Die US-Vermittler seien zudem mit dem Krieg im Nahen Osten beschäftigt gewesen, sagte Uschakow. Er machte einmal mehr deutlich, dass Russland zur Beendigung des Krieges bereit sei, wenn die Ukraine ihre Streitkräfte aus dem Donbass abziehe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte diese Bedingung Moskaus stets kategorisch abgelehnt.
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Sonntag, 10. Mai 2026, 11.45 Uhr
Deutschland weist Putins Schröder-Vorschlag als «Scheinangebot» zurück
Die deutsche Regierung hat einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin für eine Vermittlerrolle von Altkanzler Gerhard Schröder im Ukraine-Krieg zurückgewiesen. Das Angebot reihe sich in eine Serie von Scheinangeboten ein und sei Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands, verlautet aus Regierungskreisen in Berlin. Deutschland und Europa liessen sich dadurch nicht spalten. Die Verhandlungsoption sei nicht glaubwürdig, da Russland seine Bedingungen nicht geändert habe. Ein erster Test für die Glaubwürdigkeit wäre demnach eine Verlängerung der Waffenruhe durch Russland.
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21.25 Uhr
Putin erneuert Gesprächsangebot – aber in Moskau
Kremlchef Wladimir Putin ist bereit zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, aber nur in der russischen Hauptstadt. «Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen», sagte Putin bei einer ausserordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau.
Es sei keine direkte Einladung an Selenskyj, doch würde er sich auch mit ihm treffen. «Wir können uns auch an einem anderen Ort als Moskau treffen, aber nur wenn zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen wurde», sagte Putin. Selenskyj schliesst eine Reise nach Moskau aus.
Berichte über eine Botschaft Selenskyjs, die der slowakische Regierungschef Robert Fico überbracht haben wollte, tat Putin als unwahr ab. «Es gab keine persönliche Botschaft.» Fico habe von Selenskyjs Gesprächsbereitschaft berichtet. «Aber das hören wir nicht zum ersten Mal.»
⚡️Fico did not pass messages from Zelensky to Putin during Moscow meeting, Kremlin claims.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) May 9, 2026
"It turned out that Fico simply provided a fairly detailed account of what he had discussed with Zelensky," Russian Presidential Aide Yuri Ushakov told reporters.https://t.co/HiP00xGfIbPutin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. «Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.» Obwohl sich die USA bisher um Vermittlung bemüht hatten, könne er sich von europäischer Seite Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler vorstellen. «Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.» Schröder und Putin gelten als enge Freunde.
Kreml-Chef Wladimir Putin hat sich über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs geäussert. «Ich denke, er neigt sich dem Ende zu, aber es ist nach wie vor eine ernste Angelegenheit», sagte er am Samstag zu Journalisten. Archivbild: Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa -
17.41 Uhr
Feuerpause in der Ukraine wird zur Truppenrotation genutzt
Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause zum Heranführen von Verstärkungen sowie zur Rotation ihrer Truppen. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien herangebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. «Sie (die Russen) nehmen heute tatsächlich eine Pause und nutzen diese zum Heranfahren von Verstärkungen, zur Rotation sowie zur Wiederherstellung ihrer Offensivmöglichkeiten.» Ähnliches geschehe auch auf ukrainischer Seite.
Die Lage an den Fronten sei vorerst ruhig. «Im Moment ist alles normal», sagte Trehubow. Zwar gebe es noch einzelne Kämpfe, doch seien diese deutlich weniger intensiv. Es sei «eine Art Ruhetag» eingetreten. Vermutlich wollten die russischen Militärs während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau keine Zwischenfälle provozieren.
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15.10 Uhr
Putin empfängt slowakischen Ministerpräsidenten Fico
Kremlchef Wladimir Putin hat den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico als einzigen Gast aus der Europäischen Union am Tag des Weltkriegsgedenkens in Russland im Kreml empfangen. Der Kremlchef dankte dem linksnationalen Politiker in dem Gespräch, dessen Anfang übertragen wurde, für den achtsamen Umgang mit Denkmälern und Grabstätten sowjetischer Soldaten. Fico steht wegen des Besuchs in der Kritik.
Putin sicherte Fico zu, dass Russland alles tun werde, um die Energiebedarfe der Slowakei zu erfüllen. Moskau begrüsse die Wiederaufnahme der bilateralen Zusammenarbeit. Die Slowakei ist stark abhängig von russischen Öllieferungen und hat deswegen eine auch mit der Ukraine vereinbarte Ausnahme-Erlaubnis von den EU-Sanktionen.
Beim Kreml-Empfang mit ausländischen Staatsgästen stiess Putin zuerst mit Fico an, wie auf einem Video zu sehen ist, das der Korrespondent des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, veröffentlichte.
Im Vorfeld von Ficos Moskau-Reise wurde spekuliert, der Slowake könnte Putin eine Botschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj überbringen, mit dem er kurz vorher zweimal gesprochen hatte. Putins Berater Juri Uschakow teilte mit, dass Fico keine Botschaft übergeben habe, es aber um die Gespräche zwischen Kiew und Bratislawa gegangen sei.
🇸🇰 Fico got his “100 front-line grams.” The Slovak prime minister arrived at a reception in the Kremlin
— NEXTA (@nexta_tv) May 9, 2026
Today, however, he skipped both the parade and the joint flower-laying ceremony with Putin’s few remaining foreign friends.
Still, Fico did show up at the Kremlin reception —… pic.twitter.com/77lvg7uazW -
10.36 Uhr
Putin: «Der Sieg wird auf unserer Seite sein»
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich bei der Militärparade zum 9. Mai sicher gezeigt, dass Moskaus Armee den Angriffskrieg gegen die Ukraine gewinnt. «Ich bin fest davon überzeugt: Unsere Sache ist gerecht, wir stehen zusammen, der Sieg war immer und wird immer auf unserer Seite sein», sagte Putin in scharfem Ton auf dem Roten Platz in Moskau.
Die russische Armee werde bei ihrem Einsatz in der Ukraine heute inspiriert von der «Generation der Sieger» im Zweiten Weltkrieg, meinte der Kremlchef. «Sie stellen sich einer aggressiven Macht entgegen, die vom gesamten Nato-Block bewaffnet und unterstützt wird», sagte Putin, der seinen Krieg gegen die Ukraine 2022 begonnen hatte. Trotz der westlichen Unterstützung «marschieren unsere Helden vorwärts», behauptete der Präsident.
During his Victory Day speech, Putin once again linked World War II to the war against Ukraine
— NEXTA (@nexta_tv) May 9, 2026
He claimed that participants in the “special military operation” are continuing the mission of the generation that defeated Nazism and are now “facing a force backed by the entire NATO… pic.twitter.com/jUMolNWxsu -
Samstag 9. Mai 8.30 Uhr
Moskau verurteilt Selenskyjs «dummen Witz»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist mit seinem Dekret zu seiner «Genehmigung» der russischen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau auf Kritik gestossen. «Wir brauchen von niemandem eine Erlaubnis», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen vor Beginn der jährlich am 9. Mai angesetzten Parade zum Tage des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. «Wehe dem, der versucht, sich über den Tag des Sieges lustig zu machen und solche dummen Witze zu reissen», sagte er.
Selenskyj hatte am Freitag einen Erlass «Über die Durchführung einer Parade in Moskau» mit den Koordinaten des Roten Platzes veröffentlicht, die von ukrainischen Angriffen ausgenommen werden sollen. Das Dekret ging einher mit einer von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruhe, die bis 11. Mai gelten soll. Bis zum Morgen gab es keine offiziellen Berichte über Verstösse gegen diese Vereinbarung - Russland führt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit mehr als vier Jahren.
Peskow bezeichnete es als «grosses Unglück» für Selenskyj, dass er sich so verhalte. Der Tag des Sieges wird in weiten Teilen der früheren Sowjetunion als «Tag des Stolzes mit Tränen» in den Augen gefeiert.
Nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen in den vergangenen Tagen und Wochen hatte die russische Führung entschieden, die Parade in diesem Jahr ohne Militärtechnik durchzuziehen. Kremlchef Putin nimmt den Aufmarsch mit Tausenden Soldaten ab - und hält eine Rede. Die Sicherheitslage in Moskau wie in anderen Städten des Landes, wo es ebenfalls Siegesparaden gibt, ist extrem angespannt. Vielerorts gilt für die Bevölkerung eine Sperre des mobilen Internets.
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21.06 Uhr
Kreml stimmt Waffenruhe für Putins Siegesfeier zu
Der Kreml stimmt dem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für eine dreitägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg ab Samstag und einen Gefangenenaustausch zu. Das sagte der aussenpolitische Berater von Staatschef Wladimir Putin, Juri Uschakow, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Am Samstag wird in Russland an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg erinnert. Dazu gibt es eine Militärparade auf dem Roten Platz.
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20.25 Uhr
Trump verkündet dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland
US-Präsident Donald Trump hat für Samstag den Beginn einer dreitägige Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. Die beiden Länder hätten die dreitägige Feuerpause sowie den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen vereinbart, erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er hoffe, dies sei «der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart geführten Krieges», erklärte der US-Präsident.
Die russische Führung hatte für Freitag und Samstag bereits einseitig eine Feuerpause ausgerufen. Dennoch überzogen sich Russland und die Ukraine am Freitag gegenseitig mit Angriffen.
Am Samstag gedenkt Russland des Siegs über Nazi-Deutschland vor 81 Jahren. Zur Feier des Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs ist in Moskau eine Militärparade geplant. Anders als in den vergangenen Jahren sollen aber keine Panzer oder anderes schweres militärisches Gerät auffahren. Ausserdem wurden Internetsperren verhängt. Auch die Zahl der ausländischen Gäste ist geringer als üblich – laut Kreml werden lediglich die Staatschefs von Belarus, Malaysia und Laos anwesend sein.
⚡️⚡️⚡️ “Trump: I am pleased to announce a 3-day ceasefire between Russia and Ukraine.” pic.twitter.com/RlwhoFikqz
— NEXTA (@nexta_tv) May 8, 2026 -
15.23 Uhr
Polen leiht sich fast 44 Milliarden Euro von der EU für die Verteidigung
Polen leiht sich als erstes Mitgliedsland Geld aus einem EU-Topf zur Modernisierung seiner Armee. Am Freitag unterzeichneten der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz und Finanzminister Andrzej Domanski ein entsprechendes Abkommen im Umfang von fast 44 Milliarden Euro.
Die EU-Kommission stellt im Rahmen des Programms «Security Action For Europe» (Safe) rund 150 Milliarden Euro in Form von vergünstigten Krediten zur Finanzierung gemeinsamer Projekte zur Verfügung. Die Gelder können für den Kauf von Waffen oder Munition sowie für den Aufbau der Verteidigungs-Infrastruktur und von Grenzschutzanlagen eingesetzt werden.
Als grösstes Land an der Nato-Ostflanke und Nachbar von Russland, Belarus und der Ukraine treibt Polen seit einigen Jahren die Modernisierung seiner Streitkräfte voran. In diesem Jahr übersteigt das polnische Verteidigungsbudget 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und zählt damit zu den höchsten innerhalb der Nato.
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15.03 Uhr
Litauen protestiert gegen Drohungen aus Moskau
Litauen hat wegen indirekter Drohungen des Kreml gegen diplomatische Vertretungen in Kiew einen Vertreter der russischen Botschaft einbestellt und eine diplomatische Note überreicht.
Darin wurde eine von Russland ausgesprochene «Warnung» vor möglichen Vergeltungsschlägen für den Fall ukrainischer Angriffe am «Tag des Sieges» am 9. Mai scharf verurteilt.
Für den Fall ukrainischer Angriffe zu den Siegesfeiern am 9. Mai drohte Russland mit Vergeltung im Zentrum von Kiew. Hier eine Zeremonie zur Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten in Moskau am 08. Mai 2026. IMAGO/ZUMA Press/Yekaterina ShtukinaRusslands anhaltende Aggression gegen die Ukraine sowie eine derartige Äusserung verstiessen eindeutig gegen die Charta der Vereinten Nationen und das Völkerrecht, hiess es in einer Mitteilung des litauischen Aussenministeriums. Sie sei als «direkte, zynische und beispiellose Drohung mit Gewalt gegen ausländische Botschaften und die Bevölkerung Kiews» zu werten.
Hintergrund der Auseinandersetzung sind die bevorstehenden Feiern in Russland zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Hitler-Deutschland. Präsident Wladimir Putin hatte hierfür eine zweitägige Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine angekündigt, die am 8. und 9. Mai gelte.
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09.04 Uhr
Russland hält sich nicht an eigene Waffenruhe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem russischen Militär vorgeworfen, sich nicht an die von Moskau ausgerufene Feuerpause zu halten, und eigene Schläge gegen Ziele in Russland bestätigt.
«Alles deutet darauf hin, dass es von der russischen Seite nicht mal zum Schein einen Versuch gab, das Feuer an den Fronten einzustellen», schrieb er bei Telegram. Seinen Angaben nach hat Russland bis in den Morgen mehr als 850 Drohnen eingesetzt, mehr als 140 Mal ukrainische Positionen beschossen und ein Dutzend Sturmversuche unternommen. Kiew werde spiegelbildlich antworten, fügte er hinzu.
In einem weiteren Beitrag bestätigte Selenskyj den Angriff ukrainischer Drohnen auf Jaroslawl. Dort, 700 Kilometer von der Grenze entfernt, sei eine Ölanlage getroffen worden, die für die Kriegsfinanzierung Russlands wichtig sei, schrieb er. Dazu stellte er ein Video, das die brennende Raffinerie zeigen soll.
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Freitag, 8. Mai 2026, 0.10 Uhr
Moskaus Waffenruhe ist in Kraft
Kurz vor dem traditionellen Tag des Sieges in Russland läuft die Zeit der einseitig von Moskau im Ukraine-Krieg ausgerufenen Waffenruhe. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Feuerpause zuvor bekräftigt. Sie gelte von Freitag 0.00 Uhr Ortszeit (Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) bis zum 10. Mai, teilte das Ministerium mit.
Es war nicht sofort klar, ob die Kampfhandlungen tatsächlich eingestellt werden. Um Mitternacht Ortszeit herrschte in den meisten Teilen der Ukraine kein Luftalarm. In Russland meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass kurz nach Mitternacht vorübergehende Einschränkungen aus Sicherheitsgründen am Moskauer Flughafen Wnukowo. Sie berief sich dabei auf die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in seiner Videobotschaft am Abend mit Blick auf die Siegesparade in Moskau Vertreter Russland nahestehender Staaten davor gewarnt, in die russische Hauptstadt zu kommen. Kiew habe entsprechende Anfragen bekommen. Selenskyj sprach von einem seltsamen Wunsch zu dieser Zeit. «Wir raten davon ab.»
The Russians want Ukraine’s permission to hold their parade – so they can safely take to the square for an hour once a year, and then go back to killing *our* people and waging war. The Russians are already talking about strikes after May 9. A strange and certainly twisted logic… pic.twitter.com/AGAdYIBwbE
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 7, 2026 -
21.17 Uhr
Moskau lädt ausländische Journalisten von Militärparade aus
Kurz vor dem Tag des Sieges und vor dem Hintergrund einer besonders wegen ukrainischer Drohnenangriffe angespannten Lage in Moskau hat Russland ausländische Journalisten von der traditionellen Militärparade auf dem Roten Platz ausgeladen. Nur noch einige russische Medien erhielten Zugang zum Roten Platz, teilte der Kreml mit.
Zuvor hatte die Präsidialverwaltung noch die Akkreditierung westlicher Journalisten bestätigt und einen schriftlichen Ablaufplan geschickt. Verwiesen wurde auf die Sicherheitslage in der Hauptstadt. Noch im vergangenen Jahr zum 80. Jahrestag war die Weltpresse zugelassen.
Russland feiert traditionell am 9. Mai mit einer Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland 1945. Erstmals seit 2007 entfällt bei der Parade in diesem Jahr die Vorführung von Militärtechnik. Moskau begründete dies mit der «operativen Lage».
Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Gegenangriffe mit Kampfdrohnen auf das russische Hinterland ausgeweitet. Anfang der Woche schlug eine ukrainische Drohne in ein Wohnhochhaus in Moskau ein. Der Einschlagsort lag nur etwa sechs Kilometer vom Roten Platz entfernt. Anlässlich der Feierlichkeiten hat Moskau einseitig eine Waffenruhe von Freitag 0.00 Uhr Ortszeit (Donnerstag 23.00 MESZ) bis zum 10. Mai ausgerufen. Kiew hatte in einem überraschenden Vorstoss einseitig eine Feuerpause ab Mittwoch festgesetzt. Die Ukraine gab diese allerdings nach einem Tag wieder auf und reagierte auf fortdauernde russische Attacken mit einem ihrer bisher grössten Drohnenangriffe.
Erstmals seit 2007 soll am Tag des Sieges keine Militärtechnik vorgeführt werden. Ulf Mauder/dpa (Archivbild) -
19.52 Uhr
Weisses Haus bestätigt erste Gespräche mit Ukraine seit Ende März
Erstmals seit Ende März wollen Vertreter der USA und der Ukraine über ein Ende des seit mehr als vier Jahren herrschenden russischen Angriffskrieges beraten. Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow wird dazu in Miami im Bundesstaat Florida erwartet, wie das Weisse Haus bestätigte. Nach Angaben aus Kiew will Umerow mit Trumps Gesandtem Steve Witkoff und Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner zusammenkommen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Onlinedienst X geschrieben, Umerow plane «mehrere Treffen mit Gesandten des US-Präsidenten». Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über ein Kriegsende liegen derzeit auf Eis. Die USA, die in den Gesprächen vermittelt hatten, konzentrieren sich momentan auf den Konflikt mit dem Iran.
US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf verkündet, er könne den Ukraine-Krieg «binnen 24 Stunden» beenden. Nach ersten fehlgeschlagenen Vermittlungsversuchen bezeichnete er dies als Scherz.
Report by Rustem Umerov. The Secretary of the National Security and Defense Council of Ukraine will hold a series of meetings today with envoys of the President of the United States. We have defined the key tasks.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 7, 2026
First, the humanitarian track. We hope it will be possible to… -
18.13 Uhr
Angriffe am 9. Mai? Selenskyj warnt vor Parade in Moskau, Russland ruft zum Verlassen Kiews auf
Russland hat angesichts eines möglichen Vergeltungsangriffs auf Kiew die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt und ausländische Diplomaten dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen.
«Wir erinnern die Zivilbevölkerung von Kiew und die Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen erneut daran, dass sie die Stadt rechtzeitig verlassen müssen», erklärte das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Im Falle eines ukrainischen Angriffs werde Moskau «mit gleicher Münze zurückzahlen».
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vertreter mit Russland verbündeter Staaten derweil davor gewarnt, am Samstag, 9. Mai an der Weltkriegsparade in Moskau teilzunehmen. «Wir haben auch Meldungen aus einigen an Russland angrenzenden Staaten erhalten, wonach deren Vertreter vorhaben, nach Moskau zu reisen», sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner allabendlichen Videoansprache und fügte an: «Ein seltsamer Wunsch, gerade in diesen Tagen. Wir raten davon ab.»
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6.40 Uhr
Drohnen nahe der russischen Grenze in Lettland abgestürzt
In Lettland sind mehrere Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen waren. Den Angaben der Streitkräfte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des Militärs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte über Verletzte gab zunächst es nicht. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunächst unklar. Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen.
Nach Angaben der Einsatzkräfte ist es möglich, dass eine der Drohnen auf ein Öllager in der Stadt Rezekne stürzte. Grössere Schäden seien dort zunächst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen unter Berufung auf die Feuerwehr.
Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Die Bewohner der grenznahen Regionen hatten in der Nacht Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums erhalten. Nach Armeeangaben waren mehrere Drohnen nach Lettland eingeflogen.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die Invasion des Nachbarn Russland. Flugroboter sind im Laufe der Kampfhandlungen zu einem immer beliebteren Angriffsmittel beider Seiten geworden, weil sie relativ günstig und in grossen Massen eingesetzt werden können, um die Luftabwehr des Gegners zu überwältigen. Die häufig mit elektronischen Störmitteln bekämpften Fluggeräte stellen auch eine Gefahr für Nachbarländer dar. So waren bei ukrainischen Angriffen in jüngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten geflogen und teils abgestürzt, nachdem sie Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatten.
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0.40 Uhr
Witkoff und Umjerow treffen sich noch diese Woche in Miami
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen. Umjerow solle dafür nach Miami reisen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weissen Haus. Über die geplanten Gesprächsinhalte sowie den Zeitpunkt des Treffens wurde nichts bekannt. Aus der Ukraine gab es zunächst nur den Hinweis, dass Umjerow nicht an einem Untersuchungsausschuss vor dem Parlament in Kiew teilnehmen könne, da er auf Auslandsreise sei.
Der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, soll noch diese Woche für Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff nach Miami fliegen. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Markus SchreiberEnde April hatte US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin über eine mögliche Waffenruhe zu den Feierlichkeiten am 9. Mai gesprochen. Später verkündete das russische Verteidigungsministerium eine zweitägige Feuerpause, die in der Nacht zum Freitag in Kraft treten soll. Kiew beantwortete dies mit dem Vorschlag, die Waffen bereits ab dem 6. Mai schweigen zu lassen. Moskau hat diese Offerte bislang ignoriert.
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Donnerstag, 7. Mai 2026, 0.10 Uhr
Selenskyj beklagt Verstösse, gibt Feuerpause zweite Chance
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zahlreiche Verstösse Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt. Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. «Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen», sagte er. Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.
I thank every state and leader who supported Ukraine’s proposal for a full ceasefire. Russia responded to it only with new strikes and attacks. Throughout the entire day, almost every hour, reports of strikes have been coming in from different regions of Ukraine.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 6, 2026
Ukraine will act… pic.twitter.com/Ff1BGMRzTSZugleich machte er deutlich, dass die Ukraine kein Interesse an der von Russland verkündeten Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai habe. Wenn es nur darum gehe, dass Kremlchef Wladimir Putin ungestört seine Militärparade abhalte, werde das noch gültige Angebot für eine Waffenruhe nicht aufrechterhalten, sagte er.
Putin hatte Ende April bei einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die Möglichkeit einer Waffenruhe zu den Feierlichkeiten am 9. Mai gesprochen. Später verkündete das russische Verteidigungsministerium eine zweitägige Feuerpause, die in der Nacht zum Freitag in Kraft treten soll. Kiew beantwortete dies mit dem Vorschlag, die Waffen bereits ab dem 6. Mai schweigen zu lassen. Moskau hat diese Offerte bislang ignoriert.
Dafür wiederholte Russlands Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa einmal mehr Drohungen im Falle eines ukrainischen Angriffs auf die Militärparade in Moskau. Sie rufe alle ausländischen Diplomaten auf, Kiew rechtzeitig zu verlassen. Sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten mit terroristischen Attacken zu stören, werde Russland darauf mit einem Gegenschlag antworten, «darunter auch gegen die Entscheidungszentren in Kiew», sagte Sacharowa in einem Kommentar, den sie auch bei Telegram veröffentlichte.
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16.46 Uhr
Ukraine bekommt beschlagnahmte Millionen aus Ungarn zurück
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschlagnahmtes Bargeld in Millionenhöhe von Ungarn zurückbekommen. Selenskyj sprach in sozialen Netzwerken von einem «wichtigen Schritt in den Beziehungen zu Ungarn».
Anfang März hatten ungarische Sicherheitskräfte einen routinemässigen Geldtransport zwischen Österreich und der Ukraine auf ihrem Gebiet gestoppt. 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie 9 Kilogramm Gold wurden beschlagnahmt. Das Geld war für die ukrainische Oschadbank bestimmt.
Die ungarischen Behörden sprachen in diesem Fall von «Geldwäsche», legten aber zu keinem Zeitpunkt Belege vor, die diesen Verdacht erhärtet hätten. Sieben ukrainische Begleiter des Transports wurden festgehalten, später aber in die Ukraine entlassen. Auch die beiden Transportfahrzeuge wurden der Ukraine übergeben.
An important step in relations with Hungary – today, the funds and valuables of Oschadbank that were seized by Hungarian special services in March of this year were returned. At the time, the Hungarian side unlawfully detained Ukrainian cash-in-transit officers. We brought our…
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 6, 2026Hintergrund waren die angespannten Beziehungen zwischen Kiew und Budapest unter dem nun abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Ungarn forderte von der Ukraine, russisches Öl wieder durchzuleiten, und blockierte einen Kredit der EU über 90 Milliarden Euro an Kiew. Politiker in Orbans Umgebung stellten die Beschlagnahme mehr oder weniger offen in Zusammenhang mit der zeitweise beschädigten Druschba-Ölpipeline.
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14.17 Uhr
1800 Verstösse: Russland ignoriert laut Selenskyj von Kiew ausgerufene Waffenruhe
Russland hat nach ukrainischer Darstellung die einseitig von Kiew angeordnete Feuerpause ignoriert. «Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir fest, dass die russische Seite die Waffenruhe gebrochen hat», schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Bislang seien mehr als 1800 Verstösse festgestellt worden. Am Abend solle auf Grundlage von Berichten der Armee und des Militärgeheimdienstes über das weitere Vorgehen entschieden werden.
Die Ukraine hatte für 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr Schweizer Zeit) eine Waffenruhe auf unbestimmte Zeit ausgerufen und Russland aufgefordert, sich dieser anzuschliessen. Moskau hatte davor jedoch erklärt, nur am Freitag und Samstag anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai das Feuer einzustellen.
After yesterday’s savage strikes against our cities and communities – Dnipro, Zaporizhzhia, Kramatorsk, and others – the Russian army continued active hostilities and terrorist shelling throughout this day as well. Russia’s choice is an obvious spurning of a ceasefire and of…
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 6, 2026 -
8.58 Uhr
Frau bei Drohnenangriff im Nordosten der Ukraine getötet
Nach dem einseitig von der Ukraine angekündigten Beginn einer Waffenruhe ist Behördenangaben zufolge eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff im nordostukrainischen Gebiet Sumy getötet worden.
Russland habe am Morgen ein ziviles Auto angegriffen, schrieb Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram. Der Fahrer des Wagens sei verletzt ins Spital gebracht worden, eine Mitfahrerin sei ums Leben gekommen. Die Region Sumy grenzt an Russland und ist stark von den Kampfhandlungen im seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg betroffen.
Drohnenangriff im Gebiet Sumy. (29. April 2026) Bild: Ukrainian Emergency Service via APDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Beginn der Feuerpause auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird.
Selenskyjs Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau zunächst nicht kommentiert. Selenskyj hatte gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte.
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Mittwoch, 6. Mai 2026, 5 Uhr
USA genehmigen Verkauf von Präzisionsmunition an Kiew
Die USA genehmigen den Verkauf von JDAM-Präzisionsmunition mit erhöhter Reichweite (Joint Direct Attack Munitions – Extended Range) und der dazugehörigen Ausrüstung an die Ukraine. Nach Angaben des US-Aussenministeriums hat das geplante Geschäft ein Volumen von mehr als 373 Millionen Dollar. Dies werde «die Fähigkeit der Ukraine verbessern, aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen, indem das Land mit leistungsfähigeren Luftabwehrsystemen ausgestattet wird, um Selbstverteidigungs- und regionale Sicherheitsmissionen durchzuführen», hiess es in einer Stellungsnahme des Aussenministeriums. Hauptauftragnehmer soll demnach der US-Konzern Boeing sein.
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23.17 Uhr
Zeit von Selenskyjs Waffenruhe läuft
Im Ukraine-Krieg läuft die Zeit einer von Präsident Wolodymyr Selenskyj einseitig ausgerufenen Waffenruhe. Der ukrainische Staatschef hatte den Beginn auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Dabei war nicht sofort klar, ob Luftangriffe und Kämpfe am Boden tatsächlich eingestellt werden konnten. Russische Luftangriffe bedrohten nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe nur einige frontnahe Landkreise. In den meisten Landesteilen herrschte um Mitternacht kein Luftalarm.
Die Feuerpause gelte unbefristet, solange Russland nicht angreife, erläuterte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow: «Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort.» Selenskyj hatte zuvor gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte.
Von russischer Seite hat Kremlchef Wladimir Putin einseitig eine Waffenruhe nur für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Selenskyjs Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau den Dienstag über nicht kommentiert.
Selenskyjs plant seine Waffenruhe fortzusetzen, wenn auch Russland die Waffen schweigen lässt. (Archivbild) Bild: Keystone -
19.30 Uhr
Mindestens 17 Tote bei russischen Angriffen auf Kramatorsk und Saporischschja
Update von 19.30 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die frontnahen ukrainischen Städte Kramatorsk und Saporischschja sind nach jüngsten ukrainischen Angaben am Dienstag insgesamt mindestens 17 Menschen getötet worden. Mindestens zwölf Menschen wurden in Saporischschja nach Angaben des Regionalgouverneurs Iwan Fedorow getötet, in Kramatorsk laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen. In Kramatorsk war Selenskyj zufolge mit einer noch grösseren Opferzahl zu rechnen, der russische Angriff habe «mitten auf das Stadtzentrum» gezielt.
Mindestens fünf weitere Menschen wurden laut Selenskyj dort verletzt. Der Gouverneur von Kramatorsk, Wadim Filaschkin, hatte zunächst von drei Todesopfern gesprochen. Der Angriff auf das Stadtzentrum sei mit «drei hochexplosiven Bomben», erfolgt, erklärte er im Onlinedienst Telegram. Das in der grösstenteils von Russland besetzten ostukrainischen Region Donezk gelegene Kramatorsk gilt als strategisch wichtige Festungsstadt für das ukrainische Militär.
Auch aus anderen Teilen der Ukraine wurden am Dienstag Tote und Verletzte bei neuen russischen Angriffen gemeldet. In der zentralukrainischen Region Poltawa wurden laut örtlichen Behörden vier Menschen getötet, in der Region Charkiw wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Mensch getötet.
⚡️ Russian fiber-optic FPV drones reach Kramatorsk, Ukraine's Donbas stronghold.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) May 5, 2026
Russian fiber-optic FPV drones have reached Kramatorsk, posing a new threat to one of Ukraine’s key strongholds in Donetsk Oblast.
Photo: Iryna Rybakova / 93rd Separate Mechanized Brigade. pic.twitter.com/GUSYVvNQzN -
15.26 Uhr
Ukrainische Drohne trifft Wohnblock im Zentrum Russlands
Ein Video, das derzeit in sozialen Medien geteilt wird, zeigt, wie ein Wohnblock in Tscheboksary von einer ukrainischen Drohne getroffen wird. Tscheboksary ist die Hauptstadt der russischen Föderationsrepublik Tschuwaschien und liegt rund 600 Kilometer von Moskau entfernt – also mitten im russischen Hinterland.
Der Vorsitzende der Regionalregierung von Tschuwaschien, Sergej Artamonow, bestätigte den Angriff auf seinem Telegram-Kanal und erklärte, dass mehrere Menschen verletzt wurden.
«Schulen sind auf Fernunterricht umgestellt worden, der öffentliche Verkehr ist eingeschränkt, und in einigen Einkaufszentren wurde der Betrieb ausgesetzt», schrieb er.
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15.03 Uhr
Brüssel ruft Unternehmen zu Beteiligung an neuer EU-Ukraine-Drohnenallianz auf
Die EU hat einen Aufruf an Unternehmen gestartet, sich an der Gründung einer Drohnenallianz mit der Ukraine zu beteiligen. Das neue Format solle «als industriegeführtes Ökosystem» zu den europäischen Bemühungen beitragen, «eine umfassende Drohnen- und Anti-Drohnen-Fähigkeit aufzubauen», erklärte die EU-Kommission am Dienstag. Demnach soll die Initiative Hersteller, Start-ups und Endnutzer aus dem EU-Binnenmarkt und der Ukraine zusammenbringen, um in Zusammenarbeit mit dem Mitgliedstaaten zur «Bereitstellung konkreter Fähigkeiten» beizutragen.
Die EU-Länder streben angesichts der Bedrohung aus Russland und der unberechenbaren Politik der US-Regierung die Stärkung ihrer eigenen Verteidigungsfähigkeit an. Dabei spielt die Drohnenabwehr eine besondere Rolle.
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Dienstag, 5. Mai, 14.50 Uhr
Moskau streicht Panzer aus Mega-Parade
Am 9. Mai erinnert Russland mit einer Militärparade an den Sieg im Zweiten Weltkrieg. Die diesjährige Probe in Moskau fällt jedoch deutlich kleiner aus als gewohnt. Wie sehr abgespeckt wird, erfährst du im nachfolgendem Artikel:
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21.27 Uhr
Selenskyj überrascht Moskau mit eigenem Vorstoss zu Waffenruhe
Update 21.45 Uhr: Nach der russischen Erklärung hat die Ukraine überraschend ebenfalls eine Waffenruhe angekündigt. «Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr Schweizer Zeit) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai», teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.
Bis dahin sei noch genügend Zeit, die Einstellung des Feuers zu gewährleisten. «Wir werden ab diesem Zeitpunkt spiegelbildlich handeln», fügte Selenskyj hinzu. Es sei an der russischen Seite, «reale Schritte» für ein Ende des Krieges einzuleiten, wenn eine Parade in Moskau nicht ohne den guten Willen der Ukraine möglich sei.
Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, die ukrainische Initiative zu unterstützen. «Der Frieden kann nicht auf <Paraden> und <Feiertage> warten», schrieb er auf X mit Blick auf die jährliche Militärparade anlässlich des sowjetischen Sieges über Nazi-Deutschland am Samstag. Falls Moskau bereit für ein Ende der Kämpfe sei, könne dies bereits morgen geschehen. «Der 6. Mai zeigt, ob Moskau es ernst meint und was es wirklich will: Frieden oder Militärparaden.»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Waffen schon früher als Russland schweigen lassen und «ab diesem Zeitpunkt spiegelbildlich handeln». (Archivbild) Bild: Keystone/dpa/Danylo Antoniuk -
19.32 Uhr
Russische Armee verkündet einseitige Waffenruhe
Update 19.40 Uhr: Die russische Armee hat eine einseitige Waffenruhe mit der Ukraine für den 8. und 9. Mai verkündet. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, dies geschehe «gemäss einer Entscheidung» des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Am 9. Mai wird in Russland feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert.
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14.57 Uhr
Putins Angst soll zunehmen – Kreml-Chef schottet sich im Bunker ab
Neue Berichte zeichnen ein Bild eines zunehmend abgeschotteten Kremlchefs: Wladimir Putin soll aus Angst vor Attentaten und internen Machtkämpfen seine Sicherheitsmassnahmen drastisch verschärft haben. Doch wie belastbar sind diese Informationen?
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Montag, 4. Mai 2026, 4.22 Uhr
Ukrainische Drohne beschädigt Wohnhaus nahe dem Zentrum Moskaus
Wenige Tage vor der traditionellen Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau ist eine ukrainische Drohne nahe dem Zentrum der russischen Hauptstadt in ein Wohnhaus eingeschlagen. Das schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am frühen Morgen laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass auf der Plattform Telegram. Es habe keine Verletzten gegeben. Das beschädigte Gebäude – laut «Kyiv Independent» ein luxuriöses Hochhaus – liegt in einem Wohngebiet im Westen der Hauptstadt, in dem sich auch Botschaften befinden. Zwei weitere ukrainische Drohnen wurden Sobjanin zufolge von der Luftabwehr abgeschossen.
⚡️Update: Luxury Moscow tower reportedly hit by Ukrainian drone strike.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) May 3, 2026
A Ukrainian drone attack on Moscow overnight on May 4 reportedly hit the Mosfilm Tower, a luxury residential building located west of the city's center.https://t.co/CmqNkGpnyEDas russische Verteidigungsministerium hatte bereits Ende April mitgeteilt, aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen finde die Militärparade am Samstag in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945.
Zwar meldet Russland häufig ukrainische Drohnenangriffe auf den Grossraum Moskau, allerdings zielen diese eher auf Flughäfen, Militäranlagen und Vororte. Zivile Infrastruktur wird in der Hauptstadt selten beschädigt. Die meisten Drohnen werden staatlichen Angaben zufolge abgeschossen.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Russland beschiesst dabei auch systematisch das Hinterland des Nachbarn und setzt dazu Drohnen und Raketen ein. Bei den Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.
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21.10 Uhr
Opfer nach russischen Angriffen auf Universitätsgelände in Dnipro
In der südostukrainischen Industriestadt Dnipro ist mindestens ein Mensch bei russischen Raketenangriffen getötet worden. Elf weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Oleksander Hanscha, bei Telegram mit.
Die ukrainische Armee berichtet auf Telegram von einem Angriff mit fünf Marschflugkörpern. Dabei wurden ein Studentenwohnheim, ein Universitätsgebäude, ein Geschäftsgebäude und Wohnhäuser zerstört. Videos in den sozialen Mendien zeigen schwere Schäden an den getroffenen Gebäuden.
Russian forces unleashed over 30 attacks with missiles, drones, and artillery across five districts of Dnipropetrovsk reg. One person was killed and 25 wounded — including four children. In Dnipro, a dormitory, university building, business center, and homes were shattered. In… pic.twitter.com/au3NuVUYod
— Iuliia Mendel (@IuliiaMendel) May 3, 2026 -
19.03 Uhr
Ukrainische Drohne greift russische Streitkräfte mit Maschinengewehr an
Russische Propagandisten haben ein Video veröffentlicht, das eine ukrainische Drohne vom Typ Baba Yaga zeigt, die mit einem Maschinengewehr bewaffnet ist und Munition abwerfen kann. Auf einem im Internet kursierendes Video ist zu sehen, wie sich die Drohne entlang einer Baumreihe bewegt und das Feuer eröffnet. Die Aufnahmen des Angriffs stamme von einer russischen Aufklärungsdrohne, schreibt das ukrainische Medienunternehmen Defense Express und verweist auf Open-Source-Analysten.
Der Angriff ereignete sich demnach in der Nähe des Dorfes Varvarivka in der Oblast Saporischschja. «Die schlechte Videoqualität erlaubt keine genauere Betrachtung der Drohne, doch scheint das Maschinengewehr in einem hängenden Geschützturm montiert zu sein», berichtet Defense Express.
A Ukrainian drone (I think a Vampire, maybe a Kazhan) is flying around with a gun along a treeline north of Hulyaipole.
— Andrew Perpetua (@AndrewPerpetua) May 1, 2026
Geo is by @RoadtoMars9 pic.twitter.com/1QmA2J30Fw -
18.37 Uhr
Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen
Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind in der grenznahen russischen Region Belgorod mindestens zwei Menschen getötet worden. Eine Frau sei zudem mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. Die dreiköpfige Familie sei in ihrem Auto im Dorf Netschajewka von einer ukrainischen Drohne attackiert worden. Die Siedlung ist knapp acht Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt.
Zuvor wurde nach Angaben der Besatzungsbehörden des russisch besetzten Teils der südostukrainischen Region Saporischschja in der Kleinstadt Kamjanka-Dniprowska ein Jugendlicher durch eine Drohne getötet. Er sei im Bereich seines Wohnhauses von dem Flugapparat gezielt angegriffen worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki bei Telegram mit. Derartige Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Ort befindet sich unweit des Ufers des Flusses Dnipro, der in seinem Unterlauf russische von ukrainischen Truppen trennt.
Explosions are reported in Belgorod region, Russia. Russian air defense is active. #Russia pic.twitter.com/j6fIQDGuym
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) May 3, 2026 -
18.15 Uhr
Schweden stoppt erneut mutmassliches Schiff der russischen Schattenflotte
Schweden hat an seiner Südküste ein mutmasslich zur russischen Schattenflotte gehörendes Schiff gestoppt. «Das Schiff namens ‹Jin Hui› steht unter Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren», erklärte der schwedische Verteidigungsminister Carl-Oskar Bohlin am Sonntag im Onlinedienst X. Es stehe auf der Sanktionsliste der EU, Grossbritanniens und der Ukraine.
Das Schiff wurde den Angaben zufolge am Nachmittag vor der südschwedischen Hafenstadt Trelleborg in schwedischen Gewässern gestoppt. Die Küstenwache erklärte, das 182 Meter lange Schiff sei unter syrischer Flagge unterwegs gewesen und habe «wahrscheinlich» keinerlei Fracht an Bord gehabt. «Sein Ziel ist unbekannt», hiess es weiter. Laut Küstenwache wurden Vorermittlungen wegen Seeuntüchtigkeit des Schiffes eingeleitet, Bohlin nannte als zusätzlichen Vorwurf unzureichenden Versicherungsschutz.
Sweden detained the tanker Jin Hui near Trelleborg after authorities said it was suspected of sailing under a false flag and lacked insurance. The vessel is under EU, UK, and Ukrainian sanctions and is believed to be linked to Russia’s shadow fleet. #Sweden pic.twitter.com/yNU0dRHN7q
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) May 3, 2026 -
16.51 Uhr
Selenskyj reist zu Europäischem Gipfel in Armenien an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in der armenischen Hauptstadt Eriwan gelandet, um am Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) teilzunehmen. Bei dem Treffen gehe es vor allem um die Stärkung der kollektiven Sicherheit und eine verbesserte Koordination mit allen Partnern, schrieb er auf Telegram zu Bildern seiner Landung.
Am EPG-Gipfel am 4. Mai in Eriwan nehmen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs teil, vor allem aus den EU-Ländern. Bundeskanzler Friedrich Merz wird allerdings «wegen anderer Verpflichtungen» fehlen, wie es aus Berlin hiess. Der Kanzler lässt sich in der Kaukasusrepublik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vertreten. Unter den Gästen ist hingegen erstmals Kanadas Premierminister Mark Carney. Das Treffen dient vor allem dem informellen Austausch. Belarus und Russland sind wegen des Kriegs in der Ukraine vom Gipfel ausgeschlossen.
⚡️ Volodymyr Zelenskyy arrives in Armenia
— NEXTA (@nexta_tv) May 3, 2026
The Ukrainian president is scheduled to hold bilateral meetings with the prime ministers of Norway, Finland, the United Kingdom, and the Czech Republic. pic.twitter.com/xcJF483LZO -
16.46 Uhr
Ukraine: Neuer Drohnenangriff bei besetztem AKW gemeldet
Ein Strahlenlabor des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist von einer Drohne angegriffen worden. Darüber habe das AKW informiert, berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Das AKW ist von Russland besetzt. Es sei unklar, ob das Labor, das sich ausserhalb des abgesicherten Kraftwerksgeländes befindet, beschädigt wurde, hiess es von der IAEA.
Die IAEA forderte Zugang zu dem Labor. Jeder Angriff in der Nähe einer Atomanlage könne ein Risiko für die nukleare Sicherheit bedeuten, warnte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Es habe keine Verletzten gegeben, hiess es von dem von Russland eingesetzten Kraftwerksmanagement. Allerdings wurde erst Anfang der Woche nach Angaben der Besatzungsbehörden ein AKW-Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff getötet. Kiew kommentierte diesen Vorfall nicht und äusserte sich zunächst auch nicht über den Angriff auf das Labor.
Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt grösste Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein IAEA-Team ist ständig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern.
Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja ist im Hintergrund des flachen Kachowka-Stausees zu sehen. Archivbild: Keystone -
13.29 Uhr
Ukraine greift russischen Ostseehafen Primorsk an – auch Schattenflotte im Visier
Die Ukraine hat in der Nacht erneut den russischen Ölverladehafen Primorsk an der Ostseeküste mit Drohnen angegriffen. «Im Zuge der Abwehr von Attacken auf Primorsk ist ein Feuer ausgebrochen, im Moment sind die Folgen des Brands liquidiert», schrieb der Gouverneur des die Millionenstadt St. Petersburg umgebenen Gebiets Leningrad, Alexander Drosdenko, bei Telegram. Ölprodukte seien nicht ausgelaufen, betonte er. Seinen Angaben nach wurden über der Region mehr als 60 Drohnen abgeschossen.
Das unabhängige Portal «Astra» schrieb unter Berufung auf die Auswertung von Satellitenbildern, dass wohl das Ölterminal selbst und ein Flugabwehrsystem des Typs Panzir von Drohnen getroffen worden seien. Über die Schwere der Schäden gibt es keine Angaben.
Another Russian ‘Kalibr’ carrier down. Major General Yevhenii Khmara reported on the successful strike against targets in the port of Primorsk. It was a joint operation by our Security Service of Ukraine, the Unmanned Systems Forces, the Special Operations Forces, the Defense… pic.twitter.com/3aucENICjb
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 3, 2026Derweil berichten andere Medien auch von Drohnenangriffen auf die südrussische Hafenstadt Noworossijsk. Dort seien zwei Tanker der russischen Schattenflotte getroffen worden, heisst es. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte später den Angriff in sozialen Netzwerken. Die Tanker seien aktiv für die Verschiffung russischen Öls genutzt worden. «Jetzt werden sie es nicht mehr», schrieb er zu den Folgen der Attacke.
Our warriors continue to apply sanctions against Russia’s shadow oil fleet – two such vessels were struck in the waters at the entrance to the port of Novorossiysk. These tankers had been actively used to transport oil – not anymore. I am grateful to Chief of the General Staff… pic.twitter.com/8aCse8h95j
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 3, 2026 -
Sonntag, 3. Mai, 10.35 Uhr
Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Nacht sind in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. So seien in der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer zwei Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere hätten Verletzungen davongetragen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets mit. Die russischen Drohnen trafen demnach sowohl die Infrastruktur des Hafens als auch private Wohnhäuser.
In der ebenfalls am Schwarzen Meer liegenden Stadt Mykolajiw wurden bei einem Raketenangriff fünf Personen verletzt. Bei der Attacke am frühen Morgen seien mehrere Einfamilienhäuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Witalij Kim mit.
Und auch das unmittelbar an der Frontlinie liegende Cherson wurde einmal mehr von russischen Drohnen beschossen. Unter Beschuss gerieten dabei ebenfalls in der Frühe ein privates Kraftfahrzeug und ein Krankenwagen. Ein 60-jähriger Mann sei dabei getötet, fünf weitere Personen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Lets continue with the general events. Russia terrorized Ukrainian civilians overnight. https://t.co/9T3YlrGEDf
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) May 3, 2026 -
19.14 Uhr
«Ungewöhnliche Aktivitäten»: Selenskyj warnt Belarus vor Kriegseintritt
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Belarus erneut vor einem Kriegseintritt gegen sein Land gewarnt. Am Vortag habe es ungewöhnliche Aktivitäten von belarussischer Seite an der gemeinsamen Grenze gegeben, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew beobachte die Situation. «Und wenn es erforderlich ist, dann werden wir reagieren», warnte er. Konkretere Angaben machte er nicht.
Bereits im April warnte Selenskyj Minsk vor einer Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine. Seitdem verhängte Kiew neue Sanktionen gegen Belarus, dabei unter anderem gegen zwei Söhne von Staatschef Alexander Lukaschenko. Bei ihrem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 stiess die russische Armee auch vom Gebiet des Verbündeten Belarus in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor. Direkt beteiligte Minsk sich jedoch nicht an den Kampfhandlungen.
«Wenn es erforderlich ist, werden wir reagieren»: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt Belarus vor einem Kriegseintritt. Kay Nietfeld/dpa/Archivbild -
Samstag, 2. Mai, 11.57 Uhr
Ukraine will russische Kampfjets im Ural attackiert haben
Zwei Kampfflugzeuge des Typs Suchoi Su-57 der fünften Generation fliegen bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse (MAKS). Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa sdaDas ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben zwei russische Kampfjets im Uralgebirge rund 1.700 Kilometer von der Grenze entfernt mit Drohnen angegriffen. «Getroffen wurden eine Su-57 und eine Su-34», heisst es in einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs vom Freitag. Der Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, schrieb später auf Telegram von einer weiteren nicht identifizierten Maschine des Flugzeugbauers Suchoi, die ebenfalls getroffen worden sei.
Der Angriff auf den Militärflugplatz Schagol im Gebiet Tscheljabinsk soll demnach bereits Ende vergangener Woche erfolgt sein. Das Ausmass der Schäden werde noch geprüft, heisst es.
Der Jet Suchoi vom Typ Su-57 gilt dabei als modernstes Mehrzweckkampfflugzeug der russischen Streitkräfte. Die Maschinen wurden erst 2020 in Dienst gestellt und bislang in noch geringer Stückzahl produziert. Die Su-34 wiederum ist nach Angaben von Browdi das Flugzeug, welches Russland am häufigsten für den Abwurf von Gleitbomben nutzt. Ziel sind nicht nur ukrainische Stellungen, sondern auch frontnahe Städte wie Charkiw, die dabei schwer zerstört wurden.
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20.09 Uhr
Ukrainisches Militär zerstört Kampfjets und Jagdbomber im russischen Hinterland
Bei ukrainische Drohnenangriffen sollen Su-57-Flugzeuge und eine Su-34 auf dem Flugplatz Shagol in der russischen Region Tscheljabinsk getroffen worden sein. Der Militärflugplatz Shagol liegt tief im Landesinneren im Ural, rund 1800 Kilometer von der Staatsgrenze der Ukraine entfernt. «Am 25. April trafen Drohnenpiloten mehrere Su-57-Kampfflugzeuge und einen Su-34-Jagdbomber auf dem Flugplatz Shagolan in der Region Tscheljabinsk», schreibt der Generalstab bei Telegram.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) May 1, 2026
Ukrainian long-range drones have destroyed 4 Russian fighter jets at Shagol Airfield in the Chelyabinsk region nearly 1800 km from the frontlines.
2 top-modern Su-57 fighters were destroyed along with a Su-34 fighter-bomber and another unidentified Sukhoi jet pic.twitter.com/DAcDLY4Gyf -
17.30 Uhr
Mitten im Krieg: Selenskyj kündigt Reform der Armee an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mitten im Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. «Ich habe die Aufgabe gestellt, die Soldzahlungen spürbar zu erhöhen», teilte der Staatschef bei Telegram mit. Dabei sollen vor allem die Zahlungen bei Kampfeinsätzen erhöht und entsprechende Erfahrungen stärker berücksichtigt werden. Der Sold im Hinterland soll um fast 50 Prozent auf umgerechnet knapp 400 Euro (rund 370 Franken) steigen. Für Kampfeinsätze von Infanteristen stellte er mehr als eine Verdreifachung der bisherigen Frontzuschläge von etwas über 1900 Euro (rund 1750 Franken) in Aussicht.
Wie die erhöhten Ausgaben finanziert werden sollen, erklärte Selenskyj nicht. Im April hatte die Europäische Union allerdings einen Kredit über 90 Milliarden Euro freigegeben. Medienberichten zufolge kann Kiew mit dem Geld nun erstmals direkt die Armee finanzieren.
Zum angekündigten Reformpaket gehört demnach ebenso ein stärkerer Einsatz befristeter Verträge. Schon in diesem Jahr sollen bereits Eingezogene schrittweise aus dem Wehrdienst ausscheiden können.
Zugleich kursieren in sozialen Netzwerken weiterhin täglich neue Videos von gewaltsamen Zwangsmobilisierungen. Selenskyj hatte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bereits Mitte Januar bei seinem Amtsantritt beauftragt, die «Bussifizierung» genannten Zwangsrekrutierungen zu beenden. Ein Grossteil der Zwangsmobilisierten desertiert Medienberichten zufolge umgehend. Offizielle Zahlen zur Fahnenflucht werden seit vergangenem Herbst jedoch nicht mehr veröffentlicht.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht bei einer Militärparade zu Soldaten. Bild: Keystone -
Freitag, 1. Mai, 15.52 Uhr
Verletzte nach russischen Drohnenangriffen auf Westukraine
In der westukrainischen Grossstadt Ternopil sind mindestens zehn Menschen infolge russischer Drohnenangriffe verletzt worden. «Es gab Einschläge in Industrie- und Infrastrukturobjekte der Stadt», teilte Bürgermeister Serhij Nadal auf Telegram mit. Mehr als 50 Drohnen seien über der Stadt geflogen und es habe über 20 Explosionen gegeben. Kurzfristig fiel demnach auch der Strom aus. Ternopil liegt knapp 150 Kilometer von der EU-Grenze entfernt.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär tagsüber mehr als 400 Drohnen unterschiedlichen Typs ein. 388 seien entweder abgeschossen oder durch elektronische Störsignale zu Boden gebracht worden, teilte die Flugabwehr mit.
Mitten am Tag fliegen mehr als 50 russische Drohnen über dem westukrainischen Ternopil, Explosionen erschüttern die Stadt. Archivbild: Vlad Kravchuk/AP/dpa -
21.18 Uhr
Biennale-Jury tritt in Streit um Russland-Teilnahme zurück
Die internationale Jury der Biennale von Venedig ist wenige Tage vor der geplanten Eröffnung der Kunstmesse vor dem Hintergrund eines Streits um die Teilnahme Russlands zurückgetreten. Die Jurymitglieder Solange Farkas, Zoe Butt, Elvira Dyangani Ose, Marta Kuzma und Giovanna Zapperi hätten sich zurückgezogen, teilte die Biennale mit. Einen Grund für den ungewöhnlichen Rücktritt nannte der Veranstalter nicht.
Die Biennale von Venedig gilt als weltälteste und wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst. Die diesjährige Ausgabe sollte am 9. Mai starten.
Zuvor hatte die EU einen Zuschuss für die Biennale wegen der geplanten Teilnahme Russlands gestrichen. Es wäre die erste Teilnahme des Landes seit dem Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022.
Die Kunstbiennale von Venedig ist eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst Robert Messer/dpa (Archivbild) -
16.30 Uhr
Trotz heftigem Beschuss: Seedrohnen jagen zwei russische Schiffe bei Kertsch-Brücke
Die ukrainische Marine berichtet auf Telegram von einem erfolgreichen Einsatz in der Nacht auf den heutigen Freitag: Dabei sind offenbar gleich zwei russische Schiffe in der Nähe der Kertsch-Brücke getroffen worden, die die Krim mit Russland verbindet.
Trotz dem heftigen Gegenfeuer, das auf dem dazugehörigen Video zu sehen ist, gelingt es zunächst der ersten Seedrohne, sich in ein Patrouillenboot der Sobol-Klasse zu rammen, das laut Kiew vom Geheimdienst FSB betrieben wurde.
Anschliesend nimmt eine Seedrohne ein Patrouillenboot der Grachanok-Klasse ins Visier: «Diese Boote sind wichtige Einheiten der Küstenwache des Geheimdienstes FSB und der russischen Marine, die zum Schutz der Kertsch-Brücke und zur Bekämpfung von Saboteuren eingesetzt werden», heisst es weiter.
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15 Uhr
Hier schalten Drohnen zwei russische Helikopter aus
Die russische Stadt Woronesch liegt rund 170 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Wohl deshalb haben die russischen Streitkräfte gedacht, der Ort sei sicher, um Helikopter dort zu stationieren.
Markiert: Lage von Woronesch in Russland. Google EarthDas war ein Fehler, wie sich gestern herausgestellt hat: Ukrainische Langstrecken-Drohnen haben den Start- und Landeplatz ins Visier genommen. Eine Aufklärungsdrohne filmt, wie zwei Drohnen vom Typ RAM-2X eine Mi-17 und eine Mi-28 treffen.
Die RAM-2X trägt nur drei Kilogramm Sprengstoff, doch YouTuber Suchomimis fällt auf, dass die Drohnen genau unter den Rotoren einschlagen, was die Helikopter definitiv für einige Zeit aus dem Verkehr zieht.
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13.14 Uhr
Warum Putin eine neue Waffenruhe will – und wie Selenskjy reagiert
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die USA um Aufklärung über den Moskauer Vorschlag einer Waffenruhe zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai.
«Wir haben unsere Vertreter beauftragt, das Team des US-Präsidenten zu kontaktieren und die Details des russischen Vorschlags für eine kurzfristige Waffenruhe zu klären», schrieb Selenskyj heute bei Telegram. «Wir werden genau herausfinden, worüber gesprochen wird, ob es sich um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau oder um etwas Längerfristiges handelt.»
Eine kurze Waffenruhe lehnt der Ukrainer ab: «Unser Vorschlag ist ein langfristiger Waffenstillstand, verlässliche und garantierte Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden», erklärte er.
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13.01 Uhr
Medwedew verrät, wie viele Soldaten Moskau rekrutiert
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des früheren Präsidenten Dmitri Medwedew in den ersten vier Monaten 127'000 weitere Vertragssoldaten für den Krieg in der Ukraine rekrutiert.
«Weitere 10'000 haben einen Vertrag über den Dienst in Freiwilligenbataillonen geschlossen», sagte der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch einflussreiche Medwedew bei einem Bildungsforum in Moskau. Im Gesamtjahr 2025 waren es seinen Angaben zufolge 450'000 Kämpfer.
Laut Medwedew ist der Patriotismus der Russen die Quelle für den anhaltenden Zufluss von Soldaten für den Krieg in der Ukraine. Dabei zahlen einzelne Regionen in Russland inzwischen Rekordprämien, um weitere Männer für den Krieg zu gewinnen.
🤡 The Ministry of Education has included social studies textbooks edited by Medvedev in the federal list. The textbooks in question are social studies textbooks for grades 9, 10, and 11. Medvedev's secretariat previously stated that he worked on the textbooks "free of charge."
— The Ukrainian Review (@theukrainianreview.bsky.social) 27. April 2026 um 23:58
[image or embed]Die Rekrutierungszahlen sind ein wichtiges Indiz für Russlands Potenzial, den Krieg weiter führen zu können. Bislang gingen Experten von etwa 30'000 neuen russischen Soldaten pro Monat aus. Medwedews Angaben entsprechen etwas mehr als 34'000 Mann unter Waffen.
Ziel der Ukraine ist es, jeweils mehr Gegner dauerhaft kampfunfähig zu machen, also zu töten oder schwer zu verletzen. Nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, ist dies in den vergangenen Monaten gelungen.
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12.30 Uhr
Litauen rüstet mit Himars auf
Litauen will zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit eine weitere Batterie von US-Mehrfachraketenwerfern vom Typ Himars samt Munition und Ausrüstung erwerben.
Darüber sei eine Vereinbarung zwischen der US-Regierung und der litauischen Beschaffungsbehörde für Militärgüter getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium des baltischen EU- und Nato-Landes mit. Demnach sei der 2022 geschlossene Kaufvertrag für das mobile Raketensystem mit einer Reichweite von 300 Kilometern ausgeweitet worden.
Lithuania is buying a second HIMARS rocket artillery battery, bringing its total investment to $778M. The first battery arrives this year. defence-blog.com/lithuania-do...
— The Defence Blog (@defence-blog.com) 30. April 2026 um 10:41
[image or embed]Zum Kaufpreis wurden keine direkten Angaben gemacht. Der Gesamtwert der beiden Verträge für die Himars-Batterien beläuft sich den Angaben zufolge auf rund 778 Millionen US-Dollar (etwa 611 Millionen Franken). Der Kaufvertrag für die erste Batterie war damals auf 495 Millionen US-Dollar dotiert. Die Auslieferung des von Lockheed Martin hergestellten Systems soll in diesem Jahr erfolgen.
Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus, dessen Territorium als Aufmarschgebiet für russische Streitkräfte gilt. Litauen sieht sich wegen der russischen Invasion in die Ukraine vor vier Jahren von Russland bedroht und rüstet daher massiv auf. In dem Baltenstaat wird künftig auch eine gepanzerte Brigade der Bundeswehr fest stationiert sein.
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12 Uhr
Frage des Überlebens: Ukraine Warum Putin eine neue Waffenruhr will – und wie Selenskjy reagiert
Das ukrainische Militär setzt bei der Waffenentwicklung zunehmend auf Künstliche Intelligenz, um sich gegenüber Russland einen Vorteil zu verschaffen.
«Wir müssen bei der Entscheidungsfindung schneller sein als der Feind», sagte Danylo Tswok, Leiter einer im März vom ukrainischen Verteidigungsministerium ins Leben gerufenen Abteilung für die Landesverteidigung mittels KI. Das sei nicht nur ein Vorteil im Wettbewerb. «Es geht um unser Überleben», sagte der 35-Jährige der Nachrichtenagentur AP.
Tswok war früher in ziviler Rolle KI-Beauftragter der ukrainischen Regierung und soll nun auf militärischer Ebene dafür sorgen, dass moderne Technik die Streitkräfte in ihren Aufgaben unterstützt. «Wir müssen begreifen, dass die Zukunft den autonomen Systemen gehört», sagte er der AP. «KI ermöglicht es, Teile der Tötungskette zu automatisieren.»
Sobald das Ganze ausgereifter sei, könnte die KI dafür sorgen, dass alle Kampfaktivitäten vernetzt seien und intelligente Waffen miteinander abgestimmt agierten. «Das könnte innerhalb von drei bis fünf Jahren geschehen», sagte Tswok.
Auch Russland arbeitet daran, Kampfprozesse zu automatisieren, sei es mit Drohnen oder bei Einsätzen auf dem Boden oder im Meer. Gleichzeitig laufen Cyberangriffe von beiden Seiten.
Seit Kriegsbeginn hat die Ukraine die heimische Rüstungsbranche drastisch ausgebaut. Mehr als 2000 Hersteller und Technologiefirmen arbeiten an Methoden, um die Effizienz des Militärs zu steigern und dabei gleichzeitig die Belastung für die Menschen, die etwa Drohnenschwärme betreiben, zu reduzieren.
Tswok betonte, sein Ziel seien keine vollständig autonomen «Killerroboter», sondern ein besser koordiniertes System, das die Entscheidungsfindung beschleunige und eine engere Zusammenarbeit mit westlichen Partnern ermögliche. «Es geht nicht darum, 100-prozentige Autonomie zu erreichen, sondern darum, auf dem Schlachtfeld effizient zu sein», sagte er.
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11 Uhr
Estland: Feuer frei gegen Drohnen
Estland will seiner Armee, der Polizei und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur erweiterte Rechte zur Abwehr von Drohnen einräumen. Die Regierung des an Russland grenzenden EU- und Nato-Landes beschloss in Tallinn einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der noch vom Parlament verabschiedet werden muss.
Damit sollen Gesetzeslücken geschlossen und den Behörden ausreichende Befugnisse zur Früherkennung und wirksamen Neutralisierung von Drohnenbedrohungen erteilt werden. Das Gesetz sieht die Schaffung eines mehrstufigen Drohnenabwehrsystems und einer sogenannten Drohnenpolizei vor.
❗️🇺🇦Ukraine and 🇪🇪Estonia have signed an agreement on the joint production of strike drones, interceptor drones, and electronic warfare (EW) systems as part of the “Build with Ukraine” initiative.
— 🪖MilitaryNewsUA🇺🇦 (@militarynewsua.bsky.social) 25. April 2026 um 19:28
[image or embed]Die Polizei- und Grenzschutzbehörde soll demnach die Aufgabe und die Mittel erhalten, um gefährliche unbemannte Flugobjekte – einschliesslich Militärdrohnen – in ganz Estland neutralisieren zu können. Sollte sie die Bedrohung nicht selbst oder nicht schnell genug abwehren können, soll die Armee eingreifen dürfen.
Diese ist in Friedenszeiten bislang nur dazu ermächtigt, auf Bedrohungen durch Militärdrohnen und Drohnen zu reagieren, die von ausserhalb Estlands gestartet wurden.
Die Ukraine hatte in ihrem Abwehrkampf gegen Russland in den vergangenen Wochen wiederholt russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen und andere Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland attackiert.
🔥 Russian oil exports have dropped significantly following Ukrainian strikes, Zelenskyy said. According to intelligence, throughput has fallen 13% at Primorsk, 38% at Novorossiysk, and 43% at Ust-Luga.
— UNITED24 Media (@united24media.com) 29. April 2026 um 16:12
[image or embed]Bei den Angriffen sind mehrmals fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch auf estnisches Gebiet geraten – mehrere davon stürzten ab. Dabei wurde ein Kraftwerk getroffen. Verletzte oder grössere direkte Schäden gab es nicht.
In der vergangenen Woche wurden aber an Stränden an Estlands Nordküste Verschmutzungen durch angespültes Schweröl festgestellt, das nach Einschätzung der estnischen Umweltbehörde aus der angegriffenen russischen Region Ust-Luga stammt. Auch mehrere Trümmerteile wurden gefunden.
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10.30 Uhr
Israel lehnt nach Protest «russisches» Getreide ab
Nach scharfen Protesten aus der Ukraine soll eine russische Lieferung von Getreide aus besetzten ukrainischen Gebieten nach Medienberichten nicht in Israel entladen werden. Die Ladung des russischen Schiffs «Panormitis» werde im israelischen Hafen von Haifa nicht angenommen, berichteten israelische Medien.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor mit Sanktionen gegen alle Beteiligten an dem Handel gedroht. Nach Selenskyjs Angaben hatte in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Frachter Getreide aus den besetzten ukrainischen Gebieten in Richtung Israel transportiert.
Am Montag, den 27. April, bestellte das ukrainische Aussenministerium in Kiew deshalb den israelischen Botschafter Michael Brodsky ein. Israels Aussenminister Gideon Saar hatte gefordert, Kiew solle Beweise für seine Vorwürfe vorlegen.
Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, der Verband der Getreideimporteure in Israel habe mitgeteilt, dass das Getreideimport-Unternehmen Zenziper gezwungen sei, ein russisches Frachtschiff abzuweisen, dessen Stopp Kiew von Israel gefordert hatte.
Grund sei der Verdacht, dass es ukrainisches Getreide transportiere, das aus besetzten Gebieten geplündert worden sein soll. Dem Verband zufolge «wird der russische Lieferant der Weizenladung einen anderen Zielhafen finden müssen, um die Fracht zu entladen».
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10 Uhr
Bilanz der nächtlichen Luftangriffe
Durch Einschläge russischer Drohnen sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa Behördenangabe zufolge mindestens 18 Menschen verletzt worden. In einem Hochhaus und einem fünfgeschossigen Wohnblock seien Brände ausgebrochen, teilte Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mit.
Around midnight, Russians launched a massive strike on residential buildings and civilian infrastructure in Odesa.
— WarTranslated (Dmitri) (@wartranslated.bsky.social) 30. April 2026 um 11:12
[image or embed]Die Stadt am Schwarzen Meer war schon in der Nacht zuvor attackiert worden. Dabei war ein Krankenhaus beschädigt worden. Odessa ist schwer gegen Luftangriffe zu verteidigen, weil Drohnen und Raketen über das offene Meer anfliegen.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee in der Nacht 207 Kampfdrohnen verschiedener Typen sowie eine ballistische Rakete Iskander-M ein. 172 Drohnen seien ausgeschaltet worden. Aber es habe Einschläge an 22 Orten in der Ukraine gegeben.
Perm today 🔥☺️
— MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 29. April 2026 um 21:10
[image or embed]Ukrainische Gegenangriffe trafen in der zweiten Nacht in Folge eine Anlage der russischen Ölindustrie bei der Stadt Perm im Ural. Ausserdem wurde eine Sprengstofffabrik in der Stadt Dserschinsk attackiert, wie der russische Telegramkanal Astra berichtete.
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2.43 Uhr
Hegseth: Pentagon gibt Ukraine-Hilfsgelder frei
Das Pentagon hat nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Auszahlung von Hilfsgeldern für die Ukraine in Höhe von 400 Millionen Dollar freigegeben. Die Freigabe hatte sich zuvor über Monate verzögert. Pentagon-Haushaltschef Jay Hurst sagte den Abgeordneten, die Mittel könnten nun ausgegeben werden. Wann die Hilfe tatsächlich in der Ukraine ankomme, hänge jedoch davon ab, «was sie mit dem Geld kaufen». Man werde den Empfehlungen des Kommandeurs des Europäischen Kommandos der Vereinigten Staaten (USEUCOM) folgen, um die Mittel bestmöglich einzusetzen, sagte Hurst weiter.
Nur einen Tag zuvor hatte der republikanische Senator Mitch McConnell das Verteidigungsministerium in einem Gastbeitrag in der «Washington Post» dafür kritisiert, die Mittel zurückzuhalten. «Die Ukraine-Hilfen, die wir vor Monaten beschlossen haben, verstauben jetzt im Pentagon», schrieb McConnell.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch in Washington. Bild: Keystone/EPA/Luke Johnson -
22.34 Uhr
USA steuern laut Kiew Millionen zu Tschernobyl-Reparatur bei
Die USA wollen nach Angaben aus Kiew 100 Millionen Dollar zur Reparatur der Sicherheitshülle über dem Unglücksreaktor des vor rund 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl beitragen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von einem wichtigen Schritt der Unterstützung seitens der USA und dankte dem Land.
Mehr als 500 Millionen Euro seien nötig für die Reparatur, nachdem im vergangenen Jahr eine russische Drohne den Stahlbogen über dem Unglücksreaktor beschädigt hatte, führte Selenskyj aus. Die Ukraine arbeite mit ihren Partnern daran, das zu erreichen. Jeder Beitrag bringe dieses Ziel näher.
Am 26. April 1986 geriet in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl ausser Kontrolle, und es trat der grösste anzunehmende Unfall ein. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus. Die Katastrophe jährte sich am vergangenen Sonntag zum 40. Mal. Der seit mehr als vier Jahren andauernde russische Angriffskrieg stellt eine neue Gefahr für die Atomruine dar.
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sind mehr als 500 Millionen Euro für die Reparatur des über einem Betonsarkophag für die Atomruine errichtete Stahlbogens nötig. Efrem Lukatsky/AP/dpa (Archivbild) -
22.03 Uhr
Gouverneur: Drei Tote nach ukrainischem Angriff in Russland
Bei einem ukrainischen Angriff sind örtlichen Behörden zufolge drei Frauen im russischen Grenzgebiet Belgorod getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, schrieb Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Ein Bus sei im Dorf Wosnessenowka im Kreis Schebekino nahe der Grenze zur Ukraine getroffen worden.
Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
Nach Angaben des Gouverneurs sind im russischen Grenzgebiet Belgorod drei Menschen nach einem ukrainischen Angriff ums Leben gekommen. Dmitri Lovetsky/AP/dpa (Symbolbild) -
Mittwoch, 29. April 2026, 1 Uhr
Charles ruft in Rede vor US-Kongress zur Verteidigung der Ukraine auf
Der britische König Charles III. hat während seiner Rede vor dem US-Kongress Meinungsäusserungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen. Ohne Trumps Namen in diesem Kontext zu nennen, betonte der Monarch die Bedeutung der Nato, insbesondere auch im Krieg in der Ukraine. Es sei «dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit» erforderlich, die von den Verbündeten unter anderem in den Weltkriegen, im Kalten Krieg sowie in Afghanistan gezeigt worden sei, sagte der König.
König Charles III. wehrt sich bei seiner Rede vor dem US-Kongress am Dienstag sachte gegen die Angriffe von US-Präsident Trump auf Grossbritannien und die Nato und spricht von der Bedeutung der Gewaltenteilung. Bild: Keystone/EPA/Kylie CooperTrump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder damit kokettiert, die US-Mitgliedschaft in der Nato zu beenden. Jüngster Auslöser war der Iran-Krieg mit einer nach Trumps Meinung zu geringen Unterstützung der Verbündeten. Auch die Grönlandkrise war in den vergangenen Monaten ein Grund für den US-Präsidenten, das Verteidigungsbündnis zu kritisieren. Zudem hat Trump immer wieder die US-Verantwortung im Ukraine-Krieg infrage gestellt.
Charles III. sagte, das Engagement und die Kompetenz der US-Streitkräfte und ihrer Verbündeten bildeten das Herz der Nato. «Von den Tiefen des Atlantiks bis zu den katastrophal schmelzenden Eiskappen der Arktis», sagte Charles, was als Verweis auf den Klimawandel gewertet werden kann, den Trump praktisch leugnet. Die Verbündeten seien einander zur Verteidigung verpflichtet, sagte Charles – zum Schutz vor den «gemeinsamen» Gegnern.
Die Natur bezeichnete Charles als «unser wertvollstes und unersetzliches Gut». Unsere Generation müsse entscheiden, wie dem Zusammenbruch kritischer Ökosystem begegnet werden könne. Dieser bedrohe weit mehr als die Harmonie und die unverzichtbare Vielfalt der Natur. «Wir ignorieren auf eigene Gefahr», dass diese natürlichen Systeme die Grundlage für Wohlstand und Sicherheit bildeten, sagte der König.
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23.08 Uhr
Selenskyj sieht Chancen für Rüstungsexporte der Ukraine
Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. «Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der grossen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergäben sich so Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern.
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17.19 Uhr
Lettland will Aufklärungsfahrzeuge an Ukraine abgeben
Lettland wird der Ukraine erneut Militärhilfe für den Abwehrkampf gegen Russlands Angriffskrieg leisten. Das baltische EU- und Nato-Land wird auf Beschluss der Regierung in Riga weitere gepanzerte Aufklärungsfahrzeuge an die ukrainischen Streitkräfte liefern. Dies teilte das lettische Verteidigungsministerium mit. Eine genaue Anzahl an Fahrzeugen wurde in der Mitteilung nicht genannt.
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Dienstag, 28. April 2026. 14.30 Uhr
Gestohlenes Getreide: Ukraine droht Israel mit Sanktionen
Die Ukraine verschärft den Tonfall gegen Israel im Streit über russische Lieferungen von Getreide aus besetzten ukrainischen Gebieten. Präsident Wolodymyr Selenskyj drohte mit Sanktionen gegen alle Beteiligten an dem Handel.
«In jedem normalen Land ist der Kauf von gestohlenem Gut eine Straftat. Das gilt insbesondere für Getreide, das Russland gestohlen hat», schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. «Wir erwarten, dass Israel die Ukraine respektiert und alles unterlässt, was unsere bilateralen Beziehungen untergräbt.»
Nach Selenskyjs Angaben hat in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Frachter Getreide aus den besetzten ukrainischen Gebieten nach Israel transportiert. Das Schiff soll im Hafen Haifa entladen werden. Am Montag bestellte das ukrainische Aussenministerium in Kiew deshalb den israelischen Botschafter Michael Brodsky ein. Israels Aussenminister Gideon Saar forderte, Kiew solle Beweise für seine Vorwürfe vorlegen.
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21.55 Uhr
Kiew bestellt Israels Botschafter wegen Getreideschiff ein
Das ukrainische Aussenministerium in Kiew hat den israelischen Botschafter Michael Brodsky einbestellt. Hintergrund ist der Vorwurf, Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen. «Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Ukraine und Israel bergen das Potenzial, beiden Ländern zugutekommen, und Russlands illegaler Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide sollte diese nicht untergraben», schrieb Aussenminister Andrij Sybiha aufder Plattform X.
Es sei trotz ukrainischer Warnungen bereits ein zweites Schiff mit «gestohlenen Waren» im israelischen Hafen Haifa eingetroffen. «Wir warnen Israel erneut davor, das gestohlene Getreide anzunehmen und damit unseren Beziehungen zu schaden», fügte Sybiha hinzu.
Israel reagierte umgehend auf die Vorwürfe. «Behauptungen sind keine Beweise», schrieb Aussenminister Gideon Saar ebenfalls auf X. Er mahnte an, dass diplomatische Beziehungen nicht in sozialen Netzwerken oder Medien geführt würden. «Sie haben nicht einmal ein Rechtshilfeersuchen gestellt», schrieb er. Die Angelegenheit werde von den israelischen Behörden überprüft.
Friendly Ukrainian-Israeli relations have the potential to benefit both countries, and Russia’s illegal trade with stolen Ukrainian grain should not undermine them.
— Andrii Sybiha 🇺🇦 (@andrii_sybiha) April 27, 2026
It is difficult to understand Israel’s lack of appropriate response to Ukraine’s legitimate request regarding the… -
20.59 Uhr
Selenskyj sieht EU-Beitritt als Teil einer Friedenslösung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht einen Beitritt seines Landes in die Europäische Union als wichtigen Teil einer Friedenslösung. Darüber hinaus nannte er in einer Videobotschaft als Voraussetzung für einen «realen Frieden in Europa» einen «Wiederaufbau unseres Landes nach dem Krieg». Ebenso müssten die Grenzen und die Souveränität der Ukraine respektiert sowie ihr Sicherheitsgarantien gewährt werden. Er erinnerte dabei daran, dass dem russischen Angriff vom Februar 2022 unter anderem die Besetzung der südukrainischen Halbinsel Krim voranging.
Zuvor hatte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine stärkere Einbindung der Ukraine in die Europäische Union als wichtige Basis für ein Ende des russischen Angriffskriegs bezeichnet. Gleichzeitig schloss Merz jedoch auch einen ukrainischen Gebietsverzicht nicht völlig aus. Für eine Zustimmung in einem Referendum müsse Kiew daher die Perspektive einer Vollmitgliedschaft in der EU erhalten.
Ukraine always expresses its gratitude and always remembers clearly who supported us and how after this war began. But it is equally important, especially for Europe, that all partners remember that Ukraine is defending not only itself in this war. Russia wants our territory so… pic.twitter.com/Z6CzerAjSx
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 27, 2026 -
9.05 Uhr
Russisches Ministerium bestellt deutschen Botschafter ein
Der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff ist nach Angaben seiner Pressestelle für heute Morgen ins russische Aussenministerium einbestellt worden.
Lambsdorff solle sich dort um 11.00 Uhr Ortszeit wegen angeblicher Kontakte von deutschen Politikern zu Terrororganisationen einfinden, sagte seine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Moskau. Details zu den Vorwürfen seien nicht bekannt.
«Der Einbestellung werde ich selbstverständlich Folge leisten. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die russische Seite ihre Vorwürfe belegen kann», sagte Lambsdorff laut der Sprecherin vorab. Weitere Informationen werde es nach dem Termin im Ministerium geben. Die deutsch-russischen Beziehungen sind seit Jahren sehr stark angespannt.
Der deutsche Botschafter in Moskau: Alexander Graf Lambsdorff. Andre Ballin/dpa -
7.45 Uhr
13 Verletzte nach schwerem Drohnenangriff auf Odessa
Bei schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen verletzt worden. Getroffen worden seien ein Wohnhaus und mehrere zivile Objekte in der Stadt, schrieb der örtliche Leiter der Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, berichtete zudem von Schäden an der Hafeninfrastruktur.
Odessa ist als wichtiger ukrainischer Hafen immer wieder Ziel russischer Angriffe in dem seit mehr als vier Jahre dauernden Krieg. Die Stadt liegt nur etwas mehr als 100 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
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5.39 Uhr
Nordkorea eröffnet Denkmal für eigene Soldaten im Ukraine-Krieg
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat eine für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten eröffnete Gedenkstätte eingeweiht. Während seiner Rede dazu, die er bereits am Sonntag in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hielt, sprach Kim auch von der Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau zu einem «mächtigen Bollwerk» zu stärken, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.
Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow (3.v.l.), Duma-Sprecher Wjatscheslaw Wolodin (4.v.l.) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (M.) bei der Eröffnungszeremonie für das «Gedenkmuseums für militärische Auslandsoperationen und Kampferfolge» am Sonntag in Pjöngjang. Bild: Keystone/EPA/Russian Defence MinistryDie Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Nordkorea ging dafür eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland ein. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS wurden bis zu 15'000 Soldaten aus Nordkorea zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Rund 600 sollen demnach während ihres Auslandseinsatzes gestorben sein, mehr als 4000 weitere Soldaten verwundet.
Bei der Eröffnungszeremonie für das «Gedenkmuseums für militärische Auslandsoperationen und Kampferfolge» – so der offizielle Titel der Gedenkstätte – waren auch der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin sowie der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow anwesend. Die Veranstaltung erfolgte zum Jahrestag der russischen Rückeroberung der zuvor von ukrainischen Streitkräften eingenommenen Region Kursk.
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Montag, 27. April 2026, 4.53 Uhr
Mindestens 16 Tote bei Angriffen am Tschernobyl-Jahrestag
Angriffe am 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl haben in der Ukraine und in Russland mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. Russische Drohnen- und Raketenangriffe auf die Stadt Dnipro töteten mindestens neun Menschen, wie der regionale Verwaltungschef Alexander Hanscha am Sonntag mitteilte. Ein Mann wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Krim getötet, erklärten von Moskau eingesetzte Behörden am Sonntag.
⚡️Russian drones strike residential building, hotel in Odesa, injuring at least 9.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) April 26, 2026
Russia launched a drone attack on Odesa overnight on April 27, striking residential infrastructure and injuring at least nine people, officials reported.https://t.co/nZlRAknsquLeonid Passetschnik, der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef der ukrainischen Region Luhansk, erklärte, drei Menschen seien bei einem nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf getötet worden, nachdem am frühen Samstagmorgen bereits zwei Todesopfer gemeldet worden waren. Zuvor war nach Angaben lokaler Behörden eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod getötet worden.
Ukrainische Streitkräfte griffen zudem eine Ölraffinerie in Jaroslawl tief im russischen Hinterland an, wie der ukrainische Generalstab am Sonntag mitteilte. Die Angriffe lösten Brände in der Anlage aus. Russland äusserte sich dazu zunächst nicht. Die Ukraine äusserte sich zu keinem der Angriffe, die von der AP nicht unabhängig überprüft werden konnten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzte den Tschernobyl-Gedenktag für eine Warnung. Russland bringe die Welt erneut an den Rand einer von Menschen verursachten Katastrophe, schrieb er auf Facebook. Man dürfe diesen «nuklearen Terrorismus» nicht weiter zulassen.
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Grossi, äusserte bei einem Besuch in Kiew ähnliche Bedenken wie Selenskyj und erklärte, Reparaturen an der bereits beschädigten äusseren Schutzhülle des Kraftwerks müssten sofort beginnen.
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22.29 Uhr
Russland verstärkt Angriffe in der Ostukraine
Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt. Der Generalstab in Kiew teilte mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstösse von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden.
In einem Standbild eines ukrainischen Drohnenvideos ist die ostukrainische Stadt Pokrowsk zu sehen. (1. November 2025) Bild: Keystone/Skala – 425th Separate Assault Regiment via APBei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilte die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.
Ukraines Armeechef Olexander Syrskyj sprach am Sonntag bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie.
Russland führt seit über vier Jahren einen Offensivkrieg gegen die Ukraine. Bisher haben die russischen Streitkräfte knapp ein Fünftel des Territoriums des Nachbarlandes besetzt. Seit Monaten gibt es an den Fronten kaum Bewegung, Russland hat mit hohen Verlusten an Personal nur geringe Erfolge vorzuweisen.
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Sonntag, 26. April 2026 - 9.10 Uhr
Toter und Verletzte auf Krim nach ukrainischen Angriffen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim laut Behörden in der Stadt Sewastopol mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, sprach von einer der schwersten Attacken überhaupt und Schäden an 34 Wohnblöcken in verschiedenen Stadtteilen. Die in Sewastopol stationierte russische Schwarzmeerflotte, aber auch die Flugabwehr und mobile Gruppen hätten 71 Flugobjekte abgeschossen, sagte er.
Auch Einfamilienhäuser und Autos seien beschädigt worden. Durch Trümmer abgeschossener Drohnen sei es vereinzelt zu Bränden gekommen. Die Oberleitung einer Bahnstrecke wurde demnach beschädigt.
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22.36 Uhr
Rumänien meldet Schäden durch abgestürzte russische Drohne
Nach russischen Angriffen in der Ukraine ist im benachbarten Rumänien eine Drohne abgestürzt und hat erstmals in einer Reihe vergleichbarer Vorfälle für Sachschäden in dem Nato-Mitgliedstaat gesorgt. Das Verteidigungsministerium in Bukarest sprach von einem «schwerwiegenden» Vorfall. Eine russische Drohne sei «unerlaubt in den rumänischen Luftraum eingedrungen» und habe «privates und öffentliches Eigentum beschädigt».
Die russischen Angriffe seien nahe einem Grenzfluss unweit der rumänischen Stadt Tulcea erfolgt, hatte das rumänische Verteidigungsministerium zuvor mitgeteilt. Im Radar seien «im rumänischen Luftraum operierende Drohnen» erfasst worden. Die rumänischen Rettungskräfte teilten mit, die Drohne «mit einer möglichen Sprengladung» sei in bewohntem Gebiet abgestürzt. Es habe keine Opfer gegeben. Jedoch seien ein Strommast und ein Gebäudeteil beschädigt worden.
Schon mehrfach sind russische Drohnen in den Luftraum von Nato-Staaten eingedrungen. Uncredited/AP/dpaEs sei der «erste Vorfall» dieser Art, erklärte der rumänische Präsident Nicosur Dan im Onlinedienst Facebook. Es handele sich um «eine Schwelle, die wir sehr ernst nehmen», fügte er hinzu.
Die Behörden ordneten die Evakuierung des Gebiets an, von der 200 Menschen betroffen waren, wie das rumänische Aussenministerium mitteilte. Zudem wurde die Unterbrechung des Gasversorgung in dem Gebiet angeordnet. Die rumänische Aussenministerin Oana Toiu bestellte den russischen Botschafter ein.
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19.19 Uhr
Gefälschter BBC-Report unterstellt Selenskyj Gemälderaub
Im Internet ist eine gefälschte BBC-Reportage aufgetaucht, die einen Gemäldediebstahl in Italien in Verbindung bringt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Erzählt wird in dem Video, dass ein Ende März aus einem Museum in der Nähe von Parma gestohlenes Bild von Paul Cézanne im Präsidialamt Selenskyjs hänge. Behauptet wird, dass Selenskyj das Gemälde von der Mafia bekommen habe. Allerdings ist die gesamte Reportage gefälscht, wie die Sender France 24 und Euronews berichten.
So hat die BBC nie eine solche Reportage gemacht und das in den Videos präsentierte «Beweismaterial» ist unecht. So wurde das Cézanne-Bild in eine der Selenskyj-Videobotschaften hinein retuschiert. Im Original hängt nach Angaben der Investigativjournalisten ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru an der Stelle.
Die Fälschung soll den Recherchen zufolge von einem dem russischen Militärgeheimdienst nahestehenden Netzwerk produziert und verbreitet worden sein. Tatsächlich wurde das Material durch ein Matrjoschka genanntes Netz von kremlnahen Bots gestreut, die schon in der Vergangenheit mit der Verbreitung von gefälschten Meldungen renommierter westlicher Medien aufgefallen sind.
Ein gefälschter TV-Bericht stellt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als Gemäldedieb dar. Sven Hoppe/dpa (Archivbild) -
Samstag, 25. April, 7.40 Uhr
Russland greift Ukraine mit schwerem Geschütz an
Russland hat in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen ukrainische Städte gestartet. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz.
In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet, auch die Hauptstadt Kiew und eine Reihe anderer Städte wurden angegriffen. Allein in Dnipro seien mindestens 14 Zivilisten verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mit.
Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus grosser Distanz über dem Kaspischen Meer eine unbekannte Zahl von Marschflugkörpern abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.
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19.49 Uhr
Selenskyj spricht mit saudischem Kronprinz über Verteidigungskooperation
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Besuch in Saudi-Arabien nach eigenen Angaben mit Kronprinz Mohammed bin Salman über eine verstärkte Zusammenarbeit beider Länder unter anderem im Verteidigungsbereich gesprochen. Selenskyj bezeichnete das Treffen am Freitag in Onlinenetzwerken als «sehr produktiv».
«Es gibt ein strategisches Sicherheitsabkommen, das wir in drei Schlüsselbereichen aktiv entwickeln», erklärte Selenskyj. Er nannte dabei die Bereiche Verteidigung, Energieversorgung und Ernährungssicherheit. Das Treffen fand in der Hafenstadt Dschiddah statt.
Zuletzt war Selenskyj Ende März nach Saudi-Arabien gereist. Selenskyj hat inmitten des Iran-Krieges engere Beziehungen zu mehreren Golfstaaten geknüpft und Verteidigungsabkommen geschlossen, unter anderem mit Saudi-Arabien.
Saudi-Arabien wiederum unterhält gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland. Das Land war zudem Gastgeber von Gesprächen unter Beteiligung von US-Vertretern, in denen es um eine mögliche Waffenruhe im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ging.
Laut Wolodymyr Selenskyj verliefen die Gespräche mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (r) «sehr produktiv». Bild: Uncredited/Saudi Press Agency/dpa -
18.56 Uhr
Ukraine: Tote nach russischem Angriff im Gebiet Cherson
Im südukrainischen Gebiet Cherson sind nach Behördenangaben zwei Menschen durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden. Der Mann und die Frau seien in der Gebietshauptstadt Cherson auf einem Moped unterwegs gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets bei Telegram mit.
Mindestens neun weitere Zivilisten seien durch vergleichbare Drohnenangriffe in der Frontstadt und an anderen Orten der Region verletzt worden. Zudem erlitten drei Menschen Verletzungen bei einem Artilleriebeschuss des Dorfes Komyschany. Es seien Ermittlungen wegen möglicher Kriegsverbrechen eingeleitet worden, teilte die Behörde mit.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Im Gebiet Cherson trennt der Fluss Dnipro russische und ukrainische Truppen voneinander.
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15.44 Uhr
Russland und Ukraine tauschen je 193 Kriegsgefangene aus
Russland und die Ukraine haben nach übereinstimmenden Angaben jeweils 193 Kriegsgefangene ausgetauscht. Ukrainische Angehörige von Armee, Nationalgarde, Grenzschutz und nationaler Polizei seien in ihre Heimat zurückgekehrt. Das schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Das Verteidigungsministerium Russlands in Moskau teilte mit, die freigelassenen russischen Soldaten seien noch in Belarus, wo der Austausch stattgefunden habe. Zuletzt hatten die Kriegsparteien Anfang März jeweils 500 Gefangene freigelassen.
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14.32 Uhr
Kiew entlässt Kommandeure wegen verfälschter Lageberichte
Der ukrainische Generalstab hat zwei hochrangige Offiziere wegen verfälschter Lageberichte aus dem Frontgebiet in der Region Charkiw ihres Postens enthoben.
Das bisherige Kommando habe «die reale Lage verschleiert, eine Reihe von Stellungen ging verloren und es wurden Fehler bei der Versorgung von Soldaten begangen», teilte der Generalstab in sozialen Netzwerken mit. Ausgewechselt wurde neben dem Kommandeur der 14. mechanisierten Sonderbrigade auch der Chef des übergeordneten 10. Armeekorps.
🇷🇺⚔️🇺🇦 Ukrainian Command Sacks Generals as Troops Starve Near Kupyansk
— DD Geopolitics (@DD_Geopolitics) April 24, 2026
The Ukrainian General Staff has admitted deteriorating conditions near Kupyansk and fired the commanders of the 14th Brigade and 10th Corps following leaked photos showing frontline troops without food or… pic.twitter.com/qoNDOnSjw4Tags zuvor hatte die Tochter eines Militärangehörigen mit der Veröffentlichung von Bildern ausgemergelter Soldaten auf die erschwerte Versorgungslage aufmerksam gemacht. «Die Jungs sind ohne Essen und Wasser! Die Kämpfer werden vor Hunger ohnmächtig, trinken Regenwasser», schrieb sie bei Threads. Das Verteidigungsministerium in Kiew reagierte umgehend.
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12.57 Uhr
Ukraine will Atomkraft massiv ausbauen
«Unser Ziel ist eine Nennleistung von 25 Gigawatt an Atomenergieerzeugung bis 2050», schrieb Energieminister Denys Schmyhal auf seinem Telegramkanal. Das Atomkraftwerk Chmelnyzkyj in der Westukraine soll dabei zusätzlich zu den in Betrieb befindlichen zwei Reaktoren vier weitere erhalten. Die Steigerung der Atomenergieproduktion bilde die «Grundlage der neuen Energiearchitektur der Ukraine», fügte er hinzu.
Ein Ausbau auf 25 Gigawatt entspricht dabei fast einer Verdopplung der vorhandenen Kapazitäten. Aktuell könnten in der Ukraine vier Atomkraftwerke mit 15 Reaktoren sowjetischer Bauart und einer Nennleistung von mehr als 13 Gigawatt Strom liefern.
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08.19 Uhr
Ehepaar bei russischem Angriff auf Hafenstadt Odessa getötet
In der ukrainischen Hafenstadt Odessa sind bei einem russischen Angriff zwei Menschen getötet worden. Es handele sich um ein Ehepaar, beide seien 75 Jahre alt gewesen, schrieb Militärverwaltungschef Serhij Lyssak bei Telegram. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Acht von ihnen befinden sich demnach in medizinischen Einrichtungen. Moskaus Militär habe ein Wohnviertel angegriffen, schrieb Lyssak.
Durch Drohneneinschläge seien mindestens drei Wohnhäuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Oleh Kiper mit. Auch auf einem Handelsschiff habe es einen Einschlag gegeben. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht worden sei. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion.
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4.15 Uhr
Moskaus Diplomaten verurteilen neues EU-Sanktionspaket
Russische Diplomaten verurteilen Agenturberichten zufolge das jüngste Sanktionspaket der Europäischen Union (EU). Die Massnahmen seien ohne einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates bedeutungslos und verstiessen gegen das Völkerrecht, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass aus einer Erklärung der russischen EU-Vertretung. Zudem werfen die Diplomaten der EU laut der Nachrichtenagentur RIA wirtschaftliche Erpressung vor, da sie den Export bestimmter Güter in Drittländer einschränke. Die EU verabschiedete ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland, nachdem die Slowakei und Ungarn ihren Widerstand aufgegeben hatten.
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4.10 Uhr
Nach Ukraine-Aussage: Trump setzt Spitze gegen Prinz Harry
Nach der Aufforderung von Prinz Harry an die USA zu einer aktiveren Rolle im Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump zum Konter angesetzt. Trump habe von der Aussage keine Kenntnis, er wisse nur eines: «Harry spricht nicht für das Vereinigte Königreich», sagte Trump im Weissen Haus auf eine Reporterfrage. «Ich glaube, ich spreche noch eher für das Vereinigte Königreich als Prinz Harry es tut», sagte Trump. «Aber ich weiss seinen Rat sehr zu schätzen.»
Prinz Harry hatte zuvor bei einem überraschenden Besuch in Kiew gesagt, er wünsche sich ein stärkeres Engagement der Vereinigten Staaten im Ukraine-Krieg. «Dies ist ein Moment, in dem Amerika Führungsstärke beweisen muss, ein Moment, in dem Amerika zeigen kann, dass es seinen internationalen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen kann», sagte er.
Die Aussagen von Prinz Harry fielen nur wenige Tage, bevor König Charles III. und seine Frau Camilla zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Washington erwartet werden. Trump hatte zuvor mehrfach sein ausgezeichnetes Verhältnis zum König betont.
Prinz Harry ist derweil nicht mehr im Auftrag des britischen Königshauses unterwegs: Der Herzog von Sussex und seine Frau, Herzogin Meghan, haben sich vor gut sechs Jahren vom engeren Kreis der britischen Königsfamilie losgesagt.
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4.05 Uhr
Auf Besuch in Kiew: Prinz Harry verlangt von Putin Beendigung des Krieges
Der britische Prinz Harry hat Kreml-Chef Wladimir Putin bei einem unangekündigten Besuch in der Ukraine dazu aufgerufen, den Krieg zu beenden. Der russische Präsident solle «weiteres Leid für Ukrainer und Russen gleichermassen verhindern und einen anderen Kurs einschlagen», sagte Harry in Kiew. «Präsident Putin, kein Land profitiert von den anhaltenden Verlusten an Menschenleben, die wir derzeit erleben», fuhr er fort. Die USA ruft der Prinz dazu auf, eine entscheidende Rolle bei der Beendigung der russischen Invasion zu übernehmen. «Das ist ein Moment für amerikanische Führungsstärke», sagte er.
Prinz Harry bei seiner Rede während des Security Forum in Kiew am Donnerstag. Bild: Keystone/AP Photo/Evgeniy Maloletka -
Freitag, 24. April 2026, 1.54 Uhr
Trump: Putin beim G20-Gipfel in Miami wäre «hilfreich»
US-Präsident Donald Trump hat sich grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin am G20-Gipfel diesen Dezember in Miami geäussert. «Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich», sagte Trump auf eine entsprechende Reporterfrage. Er habe den Ausschluss Russlands aus der G8 immer für eine unkluge Idee gehalten, sagte er. «Ich bin der Meinung, dass man mit jedem reden sollte.»
In der G20-Runde der grossen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil. Der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.
Zuvor hatte die «Washington Post» unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet, die US-Regierung plane eine Einladung Russlands. Allerdings sei noch keine Einladung versandt worden.
Trump verwies unterdessen darauf, dass eine Einladung nicht notwendigerweise bedeute, dass Putin auch teilnimmt: «Um ehrlich zu sein, hätte ich meine Zweifel, ob er kommen würde».
Der G20-Gipfel findet im Dezember in Donald Trumps Golf-Resort «Trump National Doral Miami» in Florida statt. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson -
20.19 Uhr
Putin zu Internetsperren: Es geht um Sicherheit
Kremlchef Wladimir Putin hat die zunehmenden Internetblockaden in Russland mit der Verhinderung von Terrorismus erklärt. Es gebe Probleme und Störungen des Internets in den grossen Städten, sagte er laut Kreml bei einer Beratung mit der Regierung. Es gehe dann um operative Massnahmen zur Verhinderung von Terroranschlägen. «Die Sicherheit von Menschen wird immer Priorität haben.»
Man müsse die Bevölkerung aber im Nachhinein informieren, sagte er. Lebenswichtige Dienste wie das staatliche Serviceportal «Gosuslugi», Zahlungssysteme und eine Terminvereinbarung bei Ärzten müssten auch in Zeiten von Einschränkungen funktionieren.
Die Politologin Tatjana Stanowaja bewertete die Äusserung des Kremlchefs als typisch für ihn. «Man sieht das Problem nicht im Ereignis selbst, sondern darin, wie es den Menschen erklärt wird», schrieb sie bei Telegram. Putin führe soziale Unzufriedenheit oft darauf zurück, dass Beamten es schlecht erklärt hätten.
Der russische Präsident Wladimir Putinbaut die Zensur im Internet massiv aus. Zahlreiche Webseiten, Dienste und Messenger wie WhatsApp und Telegram sind blockiert und können nur über einen VPN-Dienst, der den Stan dort verschleiert, aufgerufen werden. Bild: Keystone -
19.01 Uhr
Ukrainische Drohnen zerstören FSB-Kommandozentrale in der Region Donezk – 12 russische Offiziere getötet
Ukrainische Drohnen haben am Mittwochmorgen einen Kommandoposten des russischen Geheimdiensts FSB in der Region angegriffen und grossteils zerstört. 12 russische Offiziere sollen dabei getötet worden sein, teilt der Kommandeur der Kräfte für unbemannte Systeme, Robert «Madyar» Browdi, auf Facebook mit. 15 weitere FSB-Spezialkräfte sollen verletzt worden sein. Die FSB- Kommandozentrale sei durch acht präzise Angriffe mit FP-2- Drohnen mit einer Sprenglandung von 60 bis 100 Kilo angegriffen worden.
⚡️ Boom! Ukrainian drones hit an FSB command post in central Donetsk
— NEXTA (@nexta_tv) April 23, 2026
Footage circulating online shows a strike on a multi-story building.
The attack reportedly took place on the morning of April 22. According to reports, officers from an FSB command unit were inside the… pic.twitter.com/A7vuPUhXKo«Der Kommandoposten und das Einsatzzentrum der Abteilung für mobile Operationen des FSB der Russischen Föderation in Donezk wurden zerstört», schreibt Browdi auf Telegram. Die FSB-Spezialeinheit sei laut Browdi unter anderem für Spionage, militärische und Sabotageaktionen, Schaffung von Agentennetzwerken, Fahndung und Festnahme nicht loyaler Bürger, physische Liquidierung von Regimegegnern sowie Koordination pro-russischer Söldner verantwortlich. Die Stadt Donezk wird seit 2022 von russischen Einheiten besetzt.
Ukrainian FP-2 drones have struck an FSB command post in occupied Donetsk, destroying the facility in 8 precision strikes. Ukrainian intelligence reports 12 officers killed and 15 wounded among FSB personnel. #Ukraine pic.twitter.com/0JMhQR49dG
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) April 23, 2026 -
14.31 Uhr
EU beschliesst neue Russland-Sanktionen – Kredit für Ukraine
Die EU hat neue Russland-Sanktionen beschlossen und den Weg für ein 90 Milliarden Euro (rund 83 Milliarden Franken) schweres Unterstützungsdarlehen für die Ukraine freigemacht.
Einen Tag nach dem Ende der Blockade des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban gab die zyprische EU-Ratspräsidentschaft den erfolgreichen Abschluss der formellen Entscheidungsverfahren für die beiden Projekte bekannt. Damit können die neuen Sanktionen in Kraft gesetzt und die Auszahlung der ersten Darlehensbeträge an die Ukraine geplant werden.
Für die Ukraine ist vor allem das Geld wichtig. Es soll dem Land die Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen die russischen Invasionstruppen ermöglichen und es vor einer Staatspleite bewahren. Das neue Sanktionspaket zielt unterdessen besonders darauf ab, Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl weiter zu reduzieren.
Zudem sollen weitere Finanzinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und zusätzliche Handelsbeschränkungen erlassen werden. Das Paket war von Ungarn sowie der Slowakei blockiert worden.
Um Orban und den slowakischen Regierungschef Robert Fico zur Aufgabe ihrer Vetos zu bewegen, hatte die Ukraine am Dienstag die Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline ermöglicht. Über diese wird russisches Öl über das ukrainische Staatsgebiet nach Ungarn und in die Slowakei geliefert.
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9.17 Uhr
Russische Ölanlagen erneut im Fokus ukrainischer Angriffe
In Nowokyjbyschew sei bei einem Angriff auf ein Industrieobjekt ein Mensch ums Leben gekommen, schrieb der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram. Zwei weitere Personen wurden demnach verletzt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Objekt um eine zum Ölkonzern Rosneft gehörende Chemiefabrik.
Nach Angaben Fedorischtschews fielen Drohnentrümmer zudem auf ein Wohnhaus in Samara. Ein Passant sei durch die herabfallenden Teile verletzt worden, schrieb er.
In der ebenfalls an der Wolga gelegenen Nachbarregion Nischni Nowgorod wurde nach Angaben des Internetportals «Astra» nahe der Stadt Kstowo eine Ölpumpstation getroffen und in Brand gesetzt. Diese gehöre zu den grössten Knotenpunkten des russischen Pipelinebetreibers Transneft in der Region, schrieb «Astra». Über mögliche Opfer ist nichts bekannt. Die russischen Behörden haben den Vorfall bislang nicht bestätigt.
Seit mehr als vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Regelmässig beschiessen inzwischen beide Seiten auch das Hinterland des Gegners. Kiew zielt dabei neben militärischen Anlagen speziell auf Objekte der Treibstoffindustrie. Die Zahl der Opfer und die verursachten Schäden stehen aber in keinem Verhältnis zu dem Ausmass der von Russland angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.
💥 Several oil infrastructure facilities in Russia were attacked overnight
— NEXTA (@nexta_tv) April 23, 2026
According to Ukrainian monitoring channels, the Gorky oil pumping station in Kstovo, Nizhny Novgorod region, was attacked.
In addition, an oil refinery in Novokuibyshevsk, Samara region, came under… pic.twitter.com/jp4OLwYDcb -
7.49 Uhr
Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Dnipro
Ein nächtlicher russischer Drohnenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro hat nach Behördenangaben mindestens drei Tote gefordert. Weitere zehn Personen, darunter zwei Kinder, seien verletzt worden, teilte Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Die Opfer lebten demnach in einem 13-stöckigen Wohnhaus. Das Gebäude brannte nach dem Drohneneinschlag auf mehreren Etagen aus.
Insgesamt sei die Region rund 20 mal attackiert worden, schrieb Hanscha. Neben der Gebietshauptstadt Dnipro traf es demnach auch den Landkreis Nikopol, wo eine 64-Jährige verletzt wurde, und die Grossstadt Krywyj Rih. Dort sei ein Infrastrukturobjekt bei einem Brand beschädigt worden.
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5.17 Uhr
Neues «Freundschaftsspital»: Russen feiern Bündnis mit Nordkorea
Mit einem Brückenbau an der gemeinsamen Landesgrenze und einem «Freundschaftsspital» wollen Russland und Nordkorea ihre Zusammenarbeit vorantreiben. Vertreter beider Staaten legten den Grundstein für den Bau der Klinik im nordkoreanischen Wonsan, bei der Zeremonie hielt Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko laut der Nachrichtenagentur KCNA eine Rede. Das Projekt geht demnach auf eine Vereinbarung zurück, die Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Russlands Präsident Wladimir Putin 2024 beim gemeinsamen Gipfel in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang trafen.
Als Freundschaftsspital – ein Begriff, der vor allem aus sozialistischen Ländern bekannt ist – werden zumeist Kliniken bezeichnet, die im Zuge internationaler Kooperationen zwischen politisch eng verbundenen Staaten gebaut werden. Nordkorea hat Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine mit tausenden Soldaten unterstützt, im Gegenzug erhält Pjöngjang von Moskau unter anderem Sicherheitsgarantien und mutmasslich auch Militärtechnik.
KCNA zufolge werden derzeit auch die Bauarbeiten an einer Strassenbrücke an der gemeinsamen Landesgrenze vorangetrieben. Die Brücke solle «in naher Zukunft» fertiggestellt werden.
Neben Muraschko sind zurzeit auch der russische Umweltminister Alexander Koslow und Innenminister Wladimir Kolokolzew in Nordkorea. Ihr Besuch erfolgt nur wenige Tage vor dem Jahrestag der russischen Rückeroberung der zuvor von ukrainischen Streitkräften eingenommenen Region Kursk. Nordkorea hatte bereits angekündigt, anlässlich des Jahrestags am 26. April eine Zeremonie zur Fertigstellung eines Gedenkmuseums zu Ehren der nordkoreanischen Soldaten abzuhalten, die im Ukraine-Krieg gefallen sind. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes wurden bis zu 15'000 Soldaten aus Nordkorea zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt.
Russlands Innenminister Wladimir Kolokolzew (2.v.l.) wird auf dem Flughafen von Pjöngjang in Empfang genommen. (20. April 2026) Bild: Keystone/AP Photo/Jon Chol Jin -
Donnerstag, 23. April 2026, 4.30 Uhr
US-Finanzminister verteidigt Lockerung von Sanktionen für russisches Öl
US-Finanzminister Scott Bessent hat die Verlängerung der Lockerung von US-Sanktionen für russisches Erdöl verteidigt. Auf die Frage dazu bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss sagte Bessent, er habe seine Meinung geändert, nachdem er «von mehr als einem Dutzend der ärmsten und energiepolitisch anfälligsten Länder kontaktiert worden sei». «Sie haben uns gebeten, die Aussetzung zu verlängern, und zwar nur um weitere 30 Tage», sagte er. Das US-Finanzministerium hatte eine Lizenz für den Verkauf von russischem Erdöl und russischen Erdölprodukten auf Schiffen ursprünglich bis zum 11. April ausgesetzt, die Lockerung wurde am Freitag zum 16. Mai verlängert.
Dabei hatte Bessent erst am Mittwoch versichert, die vor einem Monat wegen der gestiegenen Ölpreise beschlossene Sanktionslockerung nicht weiter zu verlängern.
US-Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington. Bild: Keystone/EPA/Shawn ThewDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Schritt scharf. «Jeder Dollar, der für russisches Öl gezahlt wird, ist Geld für den Krieg» gegen die Ukraine, schrieb Selenskyj in Onlinediensten. Die USA hatten wegen der Sperrung der Strasse von Hormus im Zuge des Iran-Krieges und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen gelockert. Dies war eigentlich nur als vorübergehende Massnahme gedacht. Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) nahezu verdoppeln.
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15.54 Uhr
Rheinmetall liefert deutschem Militär Kamikaze-Drohnen
Deutschlands grösster Rüstungskonzern Rheinmetall liefert der Bundeswehr künftig Drohnen, die als «Loitering Munition» über dem Zielgebiet kreisen und sich dann selbstständig auf ein Ziel stürzen.
Das Bundeswehr-Beschaffungsamt habe in Koblenz einen entsprechenden Auftrag über 300 Millionen Euro unterzeichnet, teilte die Waffenschmiede in Düsseldorf mit. Wie viele Drohnen das sind, ist geheim. Die Lieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen.
Grossauftrag im Milliardenbereich: Rheinmetall liefert der Deutschen Bundeswehr Loitering Munition FV-014. Rheinmetall AGDie Bestellung des Modells FV-014 erfolgte innerhalb eines Rahmenvertrags, der informierten Kreisen zufolge ein Volumen von einer Milliarde Euro hat. Insgesamt geht es um eine fünfstellige Anzahl an Drohnen.
Die Konkurrenten Stark und Helsing haben ähnliche Rahmenverträge und bereits Aufträge bekommen, Rheinmetall ist der Nachzügler. Der Panzerbauer und Munitionsfabrikant musste die Drohne erst neu entwickeln und auf den Markt bringen. Die Drohnen sind mit Sprengstoff beladen, ausserdem werden sie für Aufklärungszwecke genutzt.
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15.17 Uhr
Russisches Öl wieder auf dem Weg nach Ungarn
Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl über Belarus und die Ukraine nach Ungarn transportiert, hat nach ungarischer Darstellung ihren Betrieb wieder aufgenommen. «Nach den uns vorliegenden Informationen hat die Öldurchleitung über die Druschba-Pipeline heute um 11.35 Uhr von Belarus in Richtung Ukraine wieder begonnen», schrieb der ungarische Minister für EU-Angelegenheiten, Janos Boka, auf seiner Facebook-Seite. Ein weiterer Zweig der Druschba transportiert das Öl auch in die Slowakei.
Die Pipeline war nach einem russischen Drohnenangriff auf eine Pumpstation in der Westukraine Ende Januar beschädigt worden. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte das in Zweifel gezogen und die Ukraine beschuldigt, die für Ungarn wichtigen Öllieferungen aus Russland willkürlich abgestellt zu haben. Beweise legte er dafür keine vor.
Dennoch blockierte der als russlandfreundlich geltende Ungar unter diesem Vorwand lange einen 90 Milliarden Euro (rund 83 Milliarden Franken) schweren Kredit der EU für die Ukraine, die das von Russland angegriffene Land dringend benötigt. Die Regierung Orbans trug am Mittwoch in Brüssel nun eine Entscheidung mit, die das Darlehen ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagten.
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13.03 Uhr
Orban gibt Blockade von Ukraine-Hilfe und Sanktionen auf
Ungarn hat seine monatelange Blockade des geplanten milliardenschweren EU-Unterstützungspakets für die Ukraine aufgegeben. Die Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orban trug in Brüssel eine Entscheidung mit, die ein Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten.
Ist seinen Posten als Ministerpräsident von Ungarn bald los: Viktor Orban. KeystoneZudem konnte auch ein neues Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg gebracht werden – die formellen Beschlüsse müssen in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das an diesem Donnerstag abgeschlossen sein soll.
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Mittwoch, 22. April 2026,
EU-Länder stimmen über dringend nötigen Milliarden-Kredit für Kiew ab
Die Botschafter der EU-Länder stimmen am heutigen Mittwoch über die Auszahlung des im Dezember beschlossenen 90-Milliarden-Kredits für die Ukraine ab. Die zyprische Ratspräsidentschaft hat den Tagesordnungspunkt auf die Agenda für das Botschaftertreffen gesetzt. Um die für die Auszahlung notwendige Anpassung des EU-Haushalts zu beschliessen, müssen alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen.
Bisher hatte Ungarn die Freigabe des Geldes im Streit mit der Ukraine um russische Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline blockiert. Die Ankündigung der Abstimmung nährt jedoch in Brüssel die Hoffnung, dass Budapest seine bisherige Blockade aufgeben wird. «Wir erwarten einige positive Entscheidungen», sagte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag mit Verweis auf das Botschaftertreffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Dienstag, die Druschba-Pipeline sei repariert, sodass die Öllieferungen in die EU wieder aufgenommen werden könnten.
Seit Ende Januar fliesst kein Erdöl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Eine russische Drohne hatte im westukrainischen Brody nach ukrainischen Angaben Anlagen der Pipeline beschädigt. (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Martin Divisek -
18.35 Uhr
Selenskyj verkündet Reparatur der «Druschba»-Pipeline
Kurz vor Beratungen über ein weiteres Darlehen für die Ukraine hat Kiew die Reparatur der Erdölleitung «Druschba» (Freundschaft) aus Russland in die Europäische Union verkündet. «Die Ölpipeline kann ihren Betrieb wieder aufnehmen», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Kiew erwarte nun die Freigabe von blockierten EU-Mitteln.
Ende Januar hatte eine russische Drohne im westukrainischen Brody nach ukrainischen Angaben Anlagen der Pipeline beschädigt. Infolgedessen wurde der Transit russischen Erdöls über die Ukraine in die Slowakei und Ungarn unterbrochen. Die beiden Nachbarstaaten der Ukraine bezweifelten die Darstellung von Kiew zu den Schäden an der Erdölleitung und forderten eine unabhängige Inspektion. Beide Länder stellten ihre Diesellieferungen an die Ukraine ein.
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Dienstag, 21. April, 11.43 Uhr
Schweizer NGO wird in Russland kriminalisiert
Russland erklärt eine NGO mit Sitz in der Schweiz für «unerwünscht». Für Menschen in Russland kann bereits eine Zusammenarbeit strafbar werden – selbst Spenden oder Kontakte bergen Risiken.
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23.55 Uhr
Selenskyj wirft US-Vermittlern Respektlosigkeit vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vor der Ukraine vorgeworfen. «Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen», sagte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm. Er verstehe zwar die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland, doch würden auch andere nach Kiew reisen. Mit Blick auf einen solchen Besuch vor Ort sagte Selenskyj: «Das brauchen nicht wir, sondern sie.» Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei.
Selenskyj lehnte erneut einen von Russland geforderten Abzug aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk ab. «Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage», sagte das Staatsoberhaupt. Ohne die Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine schwächer werden. Ein angeordneter Rückzug würde auch die ukrainische Armee moralisch schwächen. Für Selenskyj sei ein Kriegsende am schnellsten über einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie erreichbar.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem US-Vermittler Steve Witkoff Respektlosigkeit gegenüber der Ukraine vorgeworfen. Archivbild: dpa -
20.30 Uhr
EU-Länder stimmen Mittwoch über Freigabe des Ukraine-Kredits ab
Die EU-Länder wollen am Mittwoch die letzte Hürde für die Auszahlung des im Dezember beschlossenen 90-Milliarden-Kredits für die Ukraine nehmen. Die zyprische Präsidentschaft habe den Punkt auf die Tagesordnung für das Treffen der EU-Botschafter gesetzt, erklärte eine Sprecherin am Montag. Die Ankündigung lässt vermuten, dass Ungarn seine bisherige Blockade für die Freigabe der Gelder aufgeben wird.
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder hatten sich bei ihrem Gipfel im Dezember auf das Darlehen geeinigt, für das die EU einen Kredit aufnehmen und über den Haushalt absichern will. Auch der russlandfreundliche ungarische Regierungschef Viktor Orban stimmte unter der Bedingung zu, dass sein Land sich nicht an eventuellen Kreditrückzahlungen würde beteiligen müssen. Bei der Umsetzung des Beschlusses stellte sich Budapest dann aber quer.
Bei der ungarischen Parlamentswahl am 12. April wurde die Regierung Orban abgewählt, bleibt aber voraussichtlich noch bis mindestens Anfang Mai im Amt. Bild: Keystone -
19.03 Uhr
«Geplanter Anschlag»: Deutsche in Russland mit Bombe im Rucksack festgenommen
Russische Behörden haben eigenen Angaben zufolge eine Deutsche mit einer selbstgebaute Bombe im Rucksack festgenommen, die im Auftrag der Ukraine eine öffentliche Einrichtung in die Luft sprengen wollte. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB erklärte am Montag, die 1969 geborene deutsche Staatsbürgerin sei von einem Mann aus einem zentralasiatischen Land im Auftrag der Ukraine «in eine Verschwörung hineingezogen worden». Zur Identität der Deutschen machte der FSB zunächst keine Angaben. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte sich nicht zu Details äussern.
Der FSB vereitelte nach eigenen Angaben einen «von Kiew geplanten Terroranschlag» auf eine Einrichtung der Strafverfolgungsbehörden in der Region Stawropol. Konkret hätte der «1997 geborene Staatsangehörige eines der zentralasiatischen Länder» die Bombe per Fernsteuerung zünden wollen, «während die Frau vor Ort sterben sollte», erklärte der FSB. Der Mann sei «Unterstützter einer radikalen Ideologie».
Der Sprengsatz enthielt den Angaben zufolge 1,5 Kilogramm TNT. Die Explosion sei durch elektronische Störmassnahmen verhindert worden. Dem FSB zufolge erfolgte die Festnahme der Deutschen in der Kaukasusstadt Pjatigorsk. Im staatlichen russischen Fernsehen waren Bilder zu sehen, die die Festsetzung einer schwarz gekleideten Frau durch Bewaffnete auf einem Parkplatz zeigten.
Später wird die Frau - mit unkenntlich gemachten Gesicht - gezeigt, während sie eine Erklärung verliest. Darin gibt sie an, 1995 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten zu haben und 2022 nach Russland gezogen zu sein. In einem weiteren Video eskorieren Sicherheitskräfte einen maskierten Mann in eine Polizeistation. Auch er wurde dabei gefilmt, wie er eine Erklärung verliest. Darin beschreibt er mutmasslich die geplante Tat genauer. Anschliessend war die kontrollierte Explosion eines Rucksacks zu sehen. Den beiden Festgenommenen droht eine lebenslange Haftstrafe wegen Terrorismus.
🤡 Russia’s FSB claims it has detained a German citizen over an alleged terror plot in Pyatigorsk
— NEXTA (@nexta_tv) April 20, 2026
Her name has not been disclosed — only that she was born in 1969.
According to the security service, she was supposedly preparing an explosion near a law enforcement facility on… pic.twitter.com/V62VE6TsbY -
17.53 Uhr
Europol spürt bei «Hackaton» 45 von Russland verschleppte ukrainische Kinder auf
Ermittler haben im Rahmen einer von Europol organisierten Aktion 45 gewaltsam aus der Ukraine nach Russland verschleppte Kinder aufgespürt. «Insgesamt wurden Informationen über 45 Kinder aufgedeckt und an die ukrainischen Behörden weitergeleitet, um deren laufende Ermittlungen zu unterstützen», teilte die EU-Polizeibehörde am Montag mit.
Bei den in der vergangenen Woche erfolgten Ermittlungen kamen Europol zufolge im niederländischen Den Haag 40 Ermittler aus 18 Ländern zwei Tage lang zusammen. Sie lokalisierten den Angaben zufolge die Kinder mithilfe von Open Source Intelligence (OSINT). Diese umfasst das Sammeln, Analysieren und Auswerten von öffentlich zugänglicher Information.
Während des «Hackatons» hätten die Ermittler verschiedene digitale Werkzeuge genutzt, um den Verbleib der Kinder aufzuspüren, erklärte Europol weiter. «Einige dieser Kinder wurden von russischen Staatsangehörigen adoptiert, während andere in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken festgehalten werden», hiess es weiter.
⚡️Europol hackathon identifies 45 more Ukrainian children forcibly deported to Russia.https://t.co/5zwstjQcU4
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) April 20, 2026 -
17.04 Uhr
«Direkte Drohungen gegen Ziele in Deutschland»: Berlin bestellt russischen Botschafter ein
Das deutsche Aussenministerium hat den russischen Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, einbestellt. Dies wurde vom Auswärtigen Amt auf der Plattform X mitgeteilt. Hintergrund sind demnach «direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland».
Diese seien ein Versuch, die Unterstützung für die Ukraine abzuschwächen. Man werde sich aber nicht einschüchtern lassen, hiess es weiter. Drohungen und Spionageaktivitäten in Deutschland seien «vollkommen inakzeptabel».
Direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland sind ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen.
— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) April 20, 2026
1/2Das Auswärtige Amt wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht präzisieren, worauf sich die Drohungen bezogen hätten. Möglicherweise hat die Einbestellung mit einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums von vergangener Woche zu tun: Das Ministerium drohte darin, Unternehmen in Europa ins Visier zu nehmen, die Verbindungen zur Ukraine haben.
Genannt werden auch drei deutsche Firmen, unter anderem Davinci Avia - ein Tochterunternehmen des ebenfalls gelisteten niederländischen Rüstungskonzerns Destinus, der Motorenhersteller und Rüstungszulieferer 3W Professional in Hanau und das Münchner Luftfrachtunternehmen Airlogistics Germany.
Das russische Ministerium verweist in einer Nachricht im Online-Netzwerk Telegram auf Pläne der Ukraine, gemeinsam mit europäischen Partnern die Drohnenproduktion auszubauen. Es wertete die Pläne als «mutwilligen Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärischen und politischen Situation auf dem gesamten europäischen Kontinent» führe. Die europäische Rüstungsunterstützung für die Ukraine werde die Länder «zunehmend in den Krieg mit Russland hineinziehen».
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Montag, 20. April, 9.29 Uhr
Ukraine trifft wichtige russische Ölraffinerie in Tuapse
Die Ukraine hat in der Nacht auf Montag die Ölraffinerie Tuapse im südrussischen Krasnodar mit Drohnen angegriffen. Mindestens zwei Lagertanks der Anlage des Staatskonzerns Rosneft sollen getroffen worden sein; Videos in sozialen Medien zeigten am Morgen eine gewaltige Rauchsäule über der Stadt.
Der Gouverneur der Region bestätigte den Angriff und gab an, dass ein Mann getötet und ein weiterer verletzt wurde. Drohnentrümmer beschädigten zudem mehrere zivile Gebäude, darunter eine Grundschule, einen Kindergarten und eine Kirche. Die Tuapse-Raffinerie gehört zu den zehn grössten Russlands und verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl.
Mit gezielten Angriffen auf Energieinfrastruktur versucht die Ukraine, Russlands wichtigste Einnahmequelle zu treffen.
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19.24 Uhr
Ukrainischer Generalstab meldet Angriff auf russische Drohnenfabrik
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Drohnenfabrik in der russischen Stadt Taganrog attackiert. Wie der ukrainische Generalstab am Sonntag mitteilte, lösten ukrainische Drohnen auf dem Gelände der grenznahen Fabrik Atlant Aero einen Brand aus. In dem Werk würden Angriffs- und Aufklärungsdrohnen sowie Komponenten für grössere unbemannte Fluggeräte entwickelt und hergestellt, die gelenkte Bomben mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm tragen könnten, hiesses.
Die Ukraine will eine Drohnenfabrik in der russischen Stadt Taganrog getroffen zu haben. Bild: X/@GeneralStaffUADie ukrainische Marine erklärte, bei dem Angriff seien auch Marschflugkörper des Typs Neptune aus ukrainischer Fertigung eingesetzt worden. Das Rüstungsunternehmen sei ein wichtiger Teil des russischen militärisch-industriellen Komplexes, hiess es in einer Mitteilung.
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Sonntag, 19. April 2026, 16.08 Uhr
Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine
Bei russischen Angriffen sollen in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden sein, darunter ein Jugendlicher. Dmytro Bryschynskyj, der Leiter der Militärverwaltung in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw, berichtete bei Telegram von einem schweren Drohnenangriff in der Nacht zum Sonntag, bei dem ein 16-jähriger Junge getötet worden sei und mindestens vier Menschen verletzt worden seien, drei Frauen und ein Mann. Die Leiche des Jugendlichen sei bei der Beseitigung von Trümmern gefunden worden.
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17.37 Uhr
Schusswaffenangriff in Kiew: Polizei tötet Täter
Der Angreifer, der in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Samstag mehrere Menschen erschossen hat, ist von der Polizei getötet worden. Wie der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko mitteilte, hatte der Mann mehrere Geiseln genommen und auf Polizisten geschossen, als diese ihn festnehmen wollten. Er sei dann bei dem Festnahmeversuch getötet worden. Der Mann soll laut örtlichen Medien auf offener Strasse mindestens fünf Menschen getötet und zehn Passanten verletzt haben.
Medienberichten zufolge hatte der Mann zuvor im Stadtbezirk Demijiwka mit einem Schnellfeuergewehr auf Passanten geschossen. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, flüchtete er demnach in einen Supermarkt. Versuche, Kontakt mit dem etwa 60-Jährigen aufzunehmen, sind nach Angaben Klymenkos gescheitert. Daher sei das Geschäft gestürmt worden.
Hostages were released from the supermarket where the terrorist was hiding before being eliminated by the police. pic.twitter.com/sOtRIt2KFy
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 18, 2026 -
17.24 Uhr
Bürgermeister: Angreifer erschiesst mehrere Menschen in Kiew - Täter noch nicht gefasst
Ein Angreifer hat am Samstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehrere Menschen erschossen. Weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Der Täter sei bislang nicht gefasst, er befinde sich derzeit in einem Supermarkt. Laut ersten Berichten seien Schüsse aus dem Inneren des Geschäfts zu hören.
Ein Einsatz der Sicherheitskräfte zur Festnahme des Täters sei im Gange, erklärte Klitschko weiter. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar.
In Kyiv, the death toll has risen following the attack.
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 18, 2026
Mayor Vitali Klitschko said there are “several” people killed, while local media reports at least four dead.
The attacker has not yet been detained and is holding hostages inside a Velmart supermarket. pic.twitter.com/E9sitAkBij -
9.28 Uhr
Drohnenjagd mit der Jak-52
Die ukrainischen Streitkräfte nutzen unter anderem Propellerflugzeuge vom Typ Jak-52, um russische Drohnen zu jagen, die vom Cockpit aus beschossen werden. Wie das aussieht, zeigt ein Video der 11. Armee-Fliegerbrigade.
Ukrainian Yak-52 crew engaging Russian Shahed drones in an aerial interception role, with pilots from the 11th Army Aviation Brigade taking part in counter-drone operations. #Ukraine pic.twitter.com/GjuIhKOMyr
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) April 17, 2026 -
7.29 Uhr
USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl
Die USA lockern angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl.
Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf den 17. April auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte. Die USA versuchen damit erneut, globale Energiemärkte zu beruhigen.
Eine solche Ausnahme hatten die USA bereits Mitte März gemacht, die bis zum 11. April dauerte. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.
Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Länder und Unternehmen, die mit Russland Geschäfte machen, könnten dabei im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.
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18. April, 7.16 Uhr
Kiew greift Krim-Stadt Sewastopol mit Drohnen an
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht ein Öldepot in Brand geraten.
Das Feuer in einem Tank mit Kraftstoffresten sei durch abgeschossene Drohnen ausgelöst worden, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Der Brand habe keine Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung von Sewastopol.
Verletzte gebe es keine, hiess es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Sevastopol, Crimea 💥💥💥
— MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 18. April 2026 um 00:33
[image or embed]Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum annektiert. Vor mehr als vier Jahren startete Russland eine grossangelegte Invasion der Ukraine. In dem seither andauernden Krieg greift die Ukraine unter anderem mit Drohnen auch immer wieder russische Ziele auf der Krim an.
Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden.
In letzter Zeit hat die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs seine Angriffe auf die russische Öl-Industrie verstärkt, um die Einnahmen Moskaus durch Öl-Exporte zu schmälern.
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21.33 Uhr
Selenskyj warnt Belarus vor Beteiligung am russischen Krieg
Belarus hat nach Angaben aus Kiew in grenznahen Gebieten zur Ukraine mit dem Ausbau von Strassen und dem Bau von Artilleriestellungen begonnen. «Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg (gegen die Ukraine) hineinzuziehen», schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Er habe Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.
«Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen», fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.
Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskyj nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Belarus vor einem Kriegseintritt gewarnt – mit Verweis auf «Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela» Vadim Ghirda/AP/dpa -
4 Uhr
Moskau eskaliert Drohnenstreit mit Balten und Finnland
Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, hat Finnland, Estland, Lettland und Litauen gewarnt, dass Moskau sich das von ihm so bezeichnete «Recht auf Selbstverteidigung» vorbehalte, falls ukrainische Drohnen Russland über ihren Luftraum angreifen sollten, berichtet die kremlnahe Nachrichtenagentur TASS. Die Äusserungen folgen auf eine separate Warnung Moskaus vom Vortag, dass die europäische Unterstützung für die Drohnenfähigkeiten der Ukraine «unvorhersehbare Folgen» haben könnte. Schoigu beschuldigt mehrere Länder, Teil von Kiews «strategischem Hinterland» zu werden.
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3.30 Uhr
Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an
Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.
Rettungskräfte löschen nach einem russischen Angriff einen Brand im Gebiet Tschernihiw. (7. April 2026) Bild: AP/Ukrainian Emergency ServicesErst vor knapp zehn Tagen hatte das russische Militär die Energieversorgung von Tschernihiw schwer getroffen. Knapp 340'000 Kunden blieben damals vorübergehend ohne Strom.
Russland greift die zivile Infrastruktur der Ukraine massiv an. Ziel dieser Angriffe, durch die es immer wieder Opfer gibt, ist es, die Zivilbevölkerung unter Druck zu setzen.
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Freitag, 17. April 2026, 2.42 Uhr
Parmelin unterzeichnet Eisenbahnabkommen mit Weltbank für Ukraine
Bundespräsident Guy Parmelin hat am Donnerstag in Washington ein Abkommen mit der Weltbank zur Modernisierung des ukrainischen Eisenbahnnetzes unterzeichnet. Eine zuverlässige Verkehrsinfrastruktur fördere den Handel, die wirtschaftliche Erholung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, teilte Parmelin auf der Plattform X mit. Das Projekt ergänzt bestehende Engagements der Schweiz und des Schweizer Privatsektors zur Unterstützung der ukrainischen Eisenbahn.
In seinem Statement im Entwicklungsausschuss der Weltbank betonte Parmelin zudem die entscheidende Rolle der Institution bei der Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit. Sie schaffe Arbeitsplätze und ein vom Privatsektor getragenes Wachstum. Die Auswirkungen geopolitischer Turbulenzen und wirtschaftlicher Unsicherheit standen im Mittelpunkt der Sitzung.
I signed an agreement with @WorldBank to modernise Ukraine’s railways system. Reliable transport infrastructure supports trade, economic recovery and job creation. The project complements 🇨🇭 Switzerland’s private‑sector support and planned cooperation with Swiss Federal Railways. pic.twitter.com/y6wZUCDC6S
— Guy Parmelin (@ParmelinG) April 16, 2026Sowohl der Internationale Währungsfonds als auch die Weltbank heben in aktuellen Berichten die negativen Auswirkungen des Kriegs gegen den Iran auf die Entwicklung der Weltwirtschaft hervor. Dies insbesondere mit Blick auf die Folgen für Energieversorgung und Finanzstabilität. Weitere Themen waren der Krieg in der Ukraine sowie wachsende Ungleichgewichte in der globalen Wirtschaftsentwicklung.
Die Schweizer Delegation will sich mit gleichgesinnten Staaten für eine Deeskalation von Konflikten und verstärkte Bemühungen zur Stabilisierung der Märkte einsetzen.
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4.55 Uhr
Tote bei Angriffen auf mehrere Regionen der Ukraine
In mehreren Regionen der Ukraine ist in der Nacht wegen russischen Angriffen Luftalarm ausgelöst worden. In Dnipro, der viertgrössten Stadt der Ukraine, kamen bei einem russischen Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Fünf der Verletzten seien in Lebensgefahr. Mehrere Häuser in Wohngebieten brannten demnach. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.
Auch aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden in der Nacht Explosionen gemeldet, wie Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram schrieb. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt.
Ukrainische Rettungskräfte bekämpfen einen Brand nach einem russischen Drohnenangriff in Odessa. (11. April 2026) Bild: Keystone/EPA/State Emergency Service -
Donnerstag, 16. April 2026, 4.44 Uhr
Mindestens zwei Tote bei neuen russischen Angriffen auf Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Dabei seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, eine getötete Frau 35 Jahre.
Russia attacked Ukraine with ballistic missiles overnight on April 16, hitting residential neighborhoods in Kyiv and Dnipro. Children and first responders are among the victims.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) April 16, 2026Journalisten des Nachrichtenportals «The Kyiv Independent» berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern wurden aus mehreren Stadtteilen gemeldet, wie Tkatschenko schrieb. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Das Ausmass der Schäden und die Opferzahl blieben unklar, da die Angriffe auch am frühen Morgen andauerten.
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23.23 Uhr
Ukrainische Einheit: Bereits mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern
Eine ukrainische Armee-Einheit hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern gegen russische Ziele an der Front ausgeführt. «Insgesamt hat es mehr als 100 solche Einsätze gegeben», hiess es aus der ukrainischen NC-13-Einheit, die Teil der dritten ukrainischen Angriffsbrigade ist. «Diese Einsätze umfassen das Ausschalten von feindlichen Soldaten sowie die Zerstörung von Schutzräumen, Kommandoposten und anderer feindlicher Infrastruktur», hiess es weiter. «Das sind nicht mehr isolierte Vorfälle, sondern systematische Kampfeinsätze.»
Zum Einsatz kämen «Boden-Robotik-Kamikaze-Systeme» und «mit Kampfmodulen ausgestattete Boden-Robotik-Systeme». Roboter-Kampfsysteme könnten Infanterie-Einsätze ersetzen und damit ukrainische Verluste vermeiden.
Kampfroboter spielen an der ukrainischen Front eine immer wichtigere Rolle. Andriy Andriyenko/Ukrainian 65th Mechanised Brigade/AP/dpa (Archivbild)Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte kürzlich gesagt, die Ukraine habe mit Kampfrobotern und Drohnen eine russische Stellung erobert. Die dritte ukrainische Angriffsbrigade erklärte am Mittwoch, dieser erste Einsatz dieser Art habe im Sommer 2025 stattgefunden.
Damals hätten vier ferngesteuerte Fahrzeuge mit jeweils 30 Kilogramm Sprengstoff eine russische Frontstellung angegriffen, nachdem Soldaten der ukrainischen Infanterie die Stellung zwei Mal erfolglos angegriffen hätten. Die russischen Soldaten hätten sich schliesslich ergeben. «Das war der erste Roboterangriff auf feindliche Positionen der Welt, mit dem ohne Einsatz der Infanterie Gefangene gemacht wurden», erklärte die Brigade.
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20.44 Uhr
Moskaus Militär wirft Europa Eskalation vor und droht
Das russische Verteidigungsministerium hat mit scharfer Kritik an Europa und der Veröffentlichung der Adressen dortiger Rüstungsfirmen auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen an die Ukraine reagiert. Die Produktion von Drohnen für das ukrainische Militär solle durch in Europa gelegene Fabriken stark ausgebaut werden, klagte das Ministerium bei Telegram.
Die Ukraine setzt immer grössere Schwärme ihrer Langstreckendrohnen ein. (Archivbild) Bild: Evgeniy Maloletka/AP/dpaMehr aus dem Ressort«Wir werten diesen Beschluss als bewussten Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärisch-politischen Lage auf dem ganzen europäischen Kontinent und der schleichenden Verwandlung dieser Länder in das strategische Hinterland der Ukraine führt», heisst es in dem Text. Publiziert wurden auch Adressen deutscher Firmen.
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17.24 Uhr
Kontaktgruppe strebt weitere Hilfen für Ukraine an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben europäische Partner um zusätzliche Gelder für Waffen aus US-Produktion gebeten. Die Mittel würden in einen Fonds fliessen, über den der Kauf der Waffen finanziert werden solle - insbesondere gehe es um das Flugabwehrraketensystem des Typs Patriot, das russische Angriffe mit Raketen und Marschflugkörpern auf zivile Gebiete verhindern kann, sagte Selenskyj am Mittwoch. Zudem machte er sich für Vereinbarungen über eine gemeinsame Produktion etwa von Drohnen und Raketen stark und drängte die Europäische Union, rasch einen zugesagten Kredit in Höhe von 90 Milliarden Dollar bereitzustellen.
Zur Raketenabwehr in der Ukraine gehören unter anderem solche Patriot-Systeme. Bild: picture alliance / dpaAm Mittwoch berieten Verteidigungsminister aus rund 50 Staaten im Format der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe, um Militärhilfen für Kiew zu organisieren. Den Vorsitz der Gruppe haben Deutschland und Grossbritannien. Zudem wohnte Nato-Generalsekretär Mark Rutte dem Treffen in Berlin bei, zu dem andere Teilnehmer zugeschaltet waren.
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Mittwoch, 15. April 2026, 6.15 Uhr
US-Vize Vance: «Sollten Finanzierung des Ukraine-Kriegs einstellen»
US-Vizepräsident JD Vance hält das Herunterfahren finanzieller Hilfen für die Ukraine für eine der grössten Errungenschaften der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Bei einer Veranstaltung der rechten Jugendorganisation Turning Point USA am Dienstag in Georgia berichtete Vance, dass er einer Person ukrainischer Herkunft vor der Wahl von Trump gesagt hatte, dass die USA die «Finanzierung des Ukraine-Kriegs einstellen sollten». Er glaube das «offensichtlich» immer noch. «Das ist eines der Dinge, auf die ich in dieser Amtszeit am stolzesten bin. Wir haben Europa klargemacht: Wenn ihr Waffen kaufen wollt, könnt ihr das tun, aber die Vereinigten Staaten kaufen keine Waffen mehr, um sie in die Ukraine zu liefern.»
US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag in Georgia bei einer Veranstaltung von Turning Point USA, der von Charlie Kirk mit gegründeten rechtspopulistischen Studentenorganisation. Bild: Keystone/AP Photo/Erik S. Lesser -
21.52 Uhr
Achtjähriger durch russischen Drohnenangriff getötet
In der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy ist nach Behördenangaben ein achtjähriger Junge durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Weitere 14 Menschen seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur Ihor Taburez bei Telegram. Vier Hochhäuser wurden demnach beschädigt.
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10.05 Uhr
Europäer kooperieren bei Marschflugkörpern
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall will gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus die Herstellung von Marschflugkörpern und Raketensystemen hochfahren.
Dazu sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens («Joint Venture») vereinbart worden, das auch die Ukraine beliefern soll, teilte das Unternehmen mit.
🇺🇦President Zelenskyy: Ukraine has its own long-range missile weapons. Flamingo and Ruta, Peklo and Neptune, Palianytsia and Vilkha – we can already be proud of all of this, but we will not stop here for sure. These are only our first steps – the industry will grow, and the enemy will feel it.
— 24Hours Ukraine (@24hoursukraine.bsky.social) 13. April 2026 um 20:58
[image or embed]Ziel der beiden Partner ist es, das Unternehmen Rheinmetall Destinus Strike Systems in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu gründen. Hergestellt werden soll auch der Marschflugkörper Ruta, den die Ukraine bereits gegen russische Ziele einsetzt, nachdem weitere Lieferungen aus den USA mehrfach unsicher waren.
Zu den Plänen für das neue Gemeinschaftsunternehmen erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger: «Wir müssen die industrielle Basis für moderne Verteidigungssysteme in Europa ausbauen. Dieses Joint Venture spiegelt diese Notwendigkeit wider.»
⚡️ German arms giant Rheinmetall to build missiles with Ruta maker Destinus. "Europe is entering a new phase of scaling missile production," Mikhail Kokorich, co-founder and CEO of Destinus, said in a statement.
— The Kyiv Independent (@kyivindependent.com) 13. April 2026 um 18:03
[image or embed]Destinus entwickelt und fertigt nach Unternehmensangaben Marschflugkörpersysteme und Turbostrahltriebwerke und verfügt über ein Serienproduktionsprogramm in Europa, mit dem derzeit mehr als 2000 Marschflugkörpersysteme pro Jahr hergestellt werden.
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9.30 Uhr
Selenskyj zu Beratungen in Berlin
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute von Kanzler Friedrich Merz zu den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit vielen Jahren in Berlin empfangen. Das bestätigte ein Sprecher der deutschen Regierung am Morgen.
Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bisher nicht offiziell angekündigt worden. Der ukrainische Staatschef wird von mehreren Ministern seines Kabinetts begleitet.
Neben der finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine soll es um den Wiederaufbau und die Rückkehr von Flüchtlingen gehen. Bei dem Treffen sollen mehrere Abkommen unterzeichnet werden, anschliessend ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Merz und Selenskyj geplant.
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9.03 Uhr
Deutsche Drohnenfirma baut Kooperation mit Kiew aus
Der deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems baut seine industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine weiter aus. Dazu würden bei einem ranghohen politischen Treffen neue Joint Ventures unter der Initiative «Build with Ukraine» verkündet, teilte das Unternehmen in Berlin mit.
Zudem werde derzeit die Fertigung von 10'000 Mehrzweck-Quadcopter-Drohnen in Deutschland für die Streitkräfte der Ukraine hochgefahren, so das Unternehmen. Eine erste Charge sei Ende März 2026 ausgeliefert worden.
🇩🇪🇳🇱 The German-based drone manufacturer Quantum Systems and the Dutch drone and missile manufacturer Destinus have entered into a strategic partnership for the development and employment of a common operational framework. www.hartpunkt.de/quantum-syst...
— jeff2146 (@jeff2146.bsky.social) 14. April 2026 um 09:22
[image or embed]Mit Blick auf deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen sagte Matthias Lehna, Geschäftsführer von Quantum Frontline Industries: «Wir sind überzeugt, dass diese Form der Zusammenarbeit eine zentrale Grundlage für die zukünftigen Verteidigungsfähigkeiten Europas bildet.»
🇺🇦 Ukrainian STRILA-2 interceptor drone will receive a rocket booster similar to the one used on the 🇩🇪German Jäger, - Quantum Systems Ukraine
— MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 27. März 2026 um 14:24
[image or embed]Minister der deutschen Regierung hatten bei mehreren Besuchen in der Ukraine erklärt, Deutschland wolle die industrielle Zusammenarbeit mit ukrainischen Rüstungsunternehmen ausbauen. Davon soll auch die Ausrüstung der deutschen Bundeswehr unmittelbar oder über die gewonnenen Erfahrungen profitieren.
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Dienstag, 14. April 2026, 5.21 Uhr
Bericht: Spanien und Belgien helfen Kiew mit zwei Milliarden Euro
Spanien und Belgien haben nach den jüngsten Verteidigungsgesprächen neue Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von insgesamt zwei Milliarden Euro zugesagt, berichtet der «Kyiv Independent» mit Verweis auf Insider.
Die Abkommen konzentrieren sich demnach auf die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung, den Ausbau der Drohnenkapazitäten und die Aufstockung der Langstreckenartilleriebestände. Belgien habe für das Jahr 2026 Militärhilfe in Höhe von einer Milliarde Euro zugesagt, darunter zusätzliche F-16-Kampfjets und Ersatzteile zur Instandhaltung der bereits im Einsatz befindlichen Flugzeuge.
Spanien habe ebenfalls eine Milliarde Euro für das Jahr 2026 zugesagt, wobei die Gespräche sich auf den Ausbau der Verteidigungszusammenarbeit im Rahmen des europäischen SAFE-Mechanismus konzentrieren.
Belgien soll der Ukraine für das laufende Jahr Militärhilfe in Höhe von einer Milliarde Euro zugesagt haben, darunter zusätzliche F-16-Kampfjets. (Themenbild) Bild: Keystone/Department of Defense photo via AP -
21.26 Uhr
Ukrainische Armee gibt Grenzdorf bei Sumy auf
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben ein grenznahes Dorf im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Dabei handele es sich um den Weiler Myropilske, teilte das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen.
Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Den grössten Streifen halten die Russen bei Junakiwka besetzt, von wo aus ukrainische Truppen 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen waren. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Einbruch, auch wenn die eroberte Fläche bislang klein ist.
Im Gebiet Sumy stehen die ukrainischen Verteidiger unter erheblichem Druck durch russische Angriffe. EPA/VITALII NOSACH/KEYSTONE -
20.39 Uhr
Drohnen treffen Chemiewerk nördlich von Moskau
Nach einer Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest hat die ukrainische Armee mit Langstreckendrohnen eine Chemiefabrik im Norden Russlands beschossen. Ziel sei ein Ammoniakwerk in Tscherepowez etwa 400 Kilometer nördlich von Moskau gewesen, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Die Fabrik stelle jährlich mehrere Hunderttausend Tonnen Ammoniak, Salpeter und Salpetersäure her, die zur Produktion von Sprengstoff verwendet würden.
Auf russischer Seite bestätigte Bürgermeister Andrej Nakroschajew, dass es einen Angriff auf einen Industriebetrieb gegeben habe. Für die Stadt selbst habe keine Gefahr bestanden, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Tscherepowez liegt etwa 900 Kilometer von der Ukraine entfernt.
Die Ukraine greift mit Langstreckendrohnen regelmässig auch Ziele tief im russischen Hinterland an. Evgeniy Maloletka/AP/dpa (Symbolbild)Über das orthodoxe Osterfest von Samstagnachmittag bis Sonntagabend hatten sich Russland wie die Ukraine weitgehend an eine Waffenruhe gehalten. Grosse Luftangriffe blieben aus, Verstösse wurden von beiden Seiten vor allem entlang der Bodenfront gemeldet. Die russische Armee begann nach Kiewer Angaben mit Ablauf der Waffenruhe um Mitternacht wieder Angriffe mit Langstreckendrohnen bis tief in die Ukraine hinein. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte dauerten die Attacken den ganzen Tag über an.
Am Montag beging die Ukraine den Tag ihrer Rüstungsindustrie. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass sein Land die Langstreckenwaffen für Treffer im russischen Rückraum selbst geschaffen habe. Ebenso habe die Ukraine ihre Drohnenabwehr, den Einsatz ferngesteuerter Kampfroboter und Seedrohnen ausgebaut. Kiew biete diese Waffen und die Erfahrung im Umgang damit auch seinen Partnern an. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion.
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4.58 Uhr
Osterwaffenruhe abgelaufen
Die von Moskau angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist um Mitternacht (23 Uhr MESZ) abgelaufen. Wie schon bei früheren Waffenruhen zu Feiertagen bezichtigten sich die Kriegsparteien gegenseitig, gegen die Anordnung verstossen zu haben. Sowohl Russland als auch die Ukraine berichteten von weiteren Angriffen der jeweiligen Gegenseite, allerdings in kleinerem Massstab als sonst.
Anders als zuvor gab es nach Angaben des Generalstabs in Kiew keine Angriffe mit russischen Raketen und Gleitbomben und damit insgesamt auch weniger Opfer und Zerstörung als an anderen Tagen des Moskauer Angriffskrieges. Russland wiederum verzeichnete seinerseits keine ukrainischen Angriffe auf die für die Kriegswirtschaft wichtige Ölindustrie.
Ein am Samstag bei einem russischen Drohnenangriff zerstörtes Wohngebäude in Sumy. Bild: Keystone/EPA/National Police of UkraineKremlchef Wladimir Putin hatte verfügt, dass für 32 Stunden die Waffen bis Mitternacht Ortszeit am Sonntag schweigen sollen, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine in Ruhe Ostern feiern können. Die orthodoxen Christen feiern in diesem Jahr eine Woche nach den westlichen Kirchen Ostern.
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Montag, 13. April 2026, 0.05 Uhr
Selenskyj zu Ungarn-Wahl: «überwältigender Sieg» von Magyar
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem «überwältigenden Sieg» bei der Parlamentswahl gratuliert. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze, schrieb Selenskyj am späten Abend auf der Plattform X. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen.
Congratulations to @magyarpeterMP and the TISZA party on their resounding victory. It is important when constructive approach prevails.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 12, 2026
Ukraine has always sought good-neighbourly relations with everyone in Europe and we are ready to advance our cooperation with Hungary.…Selenskyj schrieb weiter, Kiew sei zu gemeinsamer konstruktiver Arbeit zum Wohle beider Nationen bereit. Europa und alle europäischen Nationen müssten gestärkt werden, Millionen von Europäern wünschten sich Zusammenarbeit und Stabilität.
Zuletzt waren die Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine äusserst angespannt. Der nun abgewählte Regierungschef Viktor Orban hatte zuletzt einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine blockiert. Er warf Kiew zudem vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Ölpipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Orban kämpfte über Monate hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und Angstmache rund um eine mögliche Verstrickung Ungarns in den Krieg im Nachbarland um Wählerstimmen.
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Sonntag, 12. April 2026, 13.15 Uhr
Kiew und Moskau melden tausende Verstösse gegen die Oster-Waffenruhe
Die Ukraine und Russland haben sich bei ihrer vereinbarten Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest gegenseitig Tausende Verstösse vorgeworfen. Der ukrainische Generalstab registrierte seit Samstag 2299 Verletzungen der Waffenruhe, wie er am Morgen bei Facebook mitteilte. Konkret gab es demnach unter anderem 479 Fälle von Beschuss und rund 1800 Angriffe mit kleineren Drohnen. «Schläge mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen vom Typ Shahed gab es nicht», teilte der Generalstab weiter mit.
Auch die ukrainischen Luftstreitkräfte bestätigten, dass es für sie eine Pause von 18 Stunden gegeben habe. Am Morgen habe es allerdings im Gebiet Sumy einen für die Flugabwehr relevanten russischen Drohnenangriff gegeben. Im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine meldeten die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff während der Waffenruhe zwei Verletzte in einem Lebensmittelgeschäft.
Das russische Verteidigungsministerium warf der Ukraine gezielte Angriffe vor. «Insgesamt wurden im Zeitraum vom 11. April, 16.00 Uhr, bis zum 12. April, 8.00 Uhr, 1971 Verstösse gegen den Waffenstillstand durch Einheiten der ukrainischen Streitkräfte registriert», teilte das Ministerium in Moskau mit. Die ukrainische Armee habe trotz des Osterfriedens russische Stellungen unter anderem im Raum Pokrowsk im Gebiet Donezk sowie im Gebiet Dnipropetrowsk angegriffen. «Alle Attacken wurden abgewehrt», hiess es.
Auch versuchte Vorstösse der ukrainischen Truppen etwa im Gebiet Sumy seien vereitelt worden. Zugleich behauptete das Ministerium, dass sich «alle Truppenverbände» an die von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete Waffenruhe hielten. Putin hatte verfügt, dass die Waffen bis Mitternacht (23 Uhr MEZ) am Sonntag schweigen sollen.
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22.48 Uhr
Ukraine beklagt Hunderte Verstösse gegen Osterwaffenruhe
Die Ukraine hat Russland Hunderte Verstösse gegen die von Kremlchef Wladimir Putin selbst angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest vorgeworfen. Der ukrainische Generalstab in Kiew teilte am Abend mit, dass er 469 Verletzungen der Waffenruhe registriert habe. Es habe nicht nur Hunderte Angriffe mit Drohnen gegeben, sondern auch 153 Fälle von Beschuss und 22 Erstürmungen. Eine offizielle Aufkündigung der Waffenruhe, die 32 Stunden lang bis Sonntagabend gelten soll, gab es aber demnach nicht.
Eine russische Reaktion auf die ukrainischen Vorwürfe lag zunächst nicht vor. Die Stadtverwaltung in der von Russland kontrollierten Stadt Nowa Kachowka im südukrainischen Gebiet Cherson beklagte allerdings bereits kurz nach Beginn der Waffenruhe Drohnenangriffe und mindestens einen Verletzten.
Laut der Ukraine hat Russland die Osterwaffenruhe hundertfach verletzt. Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa (Symbolbild)Putin hatte die Waffenruhe angeordnet, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine das orthodoxe Osterfest feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste.
Die Ukraine und Russland hatten jeweils angekündigt, auf Beschuss des Gegners zu reagieren. Von solchen Reaktionen war aber in den offiziellen Mitteilungen zunächst keine Rede. Bereits in der Vergangenheit hatten sich die Kriegsparteien bei zeitlich begrenzten Feuerpausen immer wieder massenhafte Verstösse gegen die Vereinbarungen vorgeworfen.
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13.21 Uhr
Kiew und Moskau tauschen vor Osterwaffenruhe Gefangene aus
Russland und die Ukraine haben vor Beginn einer geplanten Osterwaffenruhe nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau jeweils 175 Kriegsgefangene freigelassen. «Zudem wurden sieben Bürger der Russischen Föderation zurückgebracht, die vom Kiewer Regime unrechtmässig festgehalten wurden», teilte das Ministerium mit. Es handele sich um Einwohner der Region Kursk. Das Ministerium dankte auch den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Gefangenenaustauschs.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte wenig später die Aktion. «175 Soldaten. Soldaten der Streitkräfte, Angehörige der Nationalgarde, Grenzschutzbeamte. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere. Und sieben Zivilisten», teilte er bei Telegram mit.
Kurz vor der Osterwaffenruhe tauschen Russland und die Ukraine Gefangene aus. Evgeniy Maloletka/AP/dpa (Archivbild)«Unsere Soldaten haben die Ukraine an verschiedenen Fronten verteidigt: in Mariupol, am Tschernobyl-Kraftwerk, in den Gebieten Donezk, Luhansk, Charkiw, Cherson, Saporischschja, Sumy, Kiew und Kursk», sagte Selenskyj. «Unter ihnen sind Verwundete. Die meisten waren seit 2022 in Gefangenschaft. Und endlich – zu Hause.»
Am Nachmittag soll eine angekündigte 32-stündige Waffenruhe beginnen, damit die Christen in der Ukraine und Russland das orthodoxe Osterfest feiern können. Die Konfliktparteien haben in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder Kriegsgefangene ausgetauscht, zuletzt im März.
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Samstag 11. April 11.40
Vor Oster-Waffenruhe gibt es nochmals Tote und Verletzte
Vor der angekündigten Waffenruhe für das orthodoxe Osterfest haben Russland und die Ukraine ihre Drohnenangriffe fortgesetzt. In Odessa am Schwarzen Meer wurden ukrainischen Behörden zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Bei den Toten handele es sich um eine 38 Jahre alte Frau und einen 32 Jahre alten Mann, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es habe auch Verletzte, Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und an einem Kindergarten gegeben, teilte die Verwaltung der Stadt mit.
Die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine meldete nach russischen Angriffen mindestens 17 Verletzte sowie ebenfalls Schäden an Wohnhäusern, einem Kindergarten und zahlreichen Autos. Die ukrainische Flugabwehr meldete insgesamt 160 russische Drohnenangriffe.
Das russische Verteidigungsministerium sprach am Morgen von 99 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium keine Angaben. Die Behörden in der südrussischen Region Krasnodar teilten mit, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne einen Brand auf dem Gelände einer Anlage der Ölindustrie in der Stadt Krymsk ausgelöst hätten. Das Feuer sei gelöscht worden, hiess es. Die Ukraine will mit diesen Gegenangriffen auf die russischen Energieanlagen Moskaus Kriegswirtschaft schaden.
An diesem Nachmittag soll um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) in der Ukraine und Russland eine 32-stündige Waffenruhe beginnen. Der russische Präsident Wladimir Putin führt im fünften Jahr seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Er setzte die Feuerpause nach eigenen Angaben bis Mitternacht am Sonntag an, damit Ukrainer und Russen das orthodoxe Osterfest in Ruhe feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste.
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Freitag, 10. April 2026, 6 Uhr
Ukraine-Flüchtlinge verzichten seit Beschränkung auf Asylanträge
Viele aus der Ukraine in die Schweiz Geflüchtete ziehen ihre Anträge auf Asyl wieder zurück, seit der Bund im November die Praxis geändert und mehrere Regionen im Westen des Landes für eine Rückkehr als zumutbar erklärt hat – trotz russischer Luftangriffe. Das zeigen Zahlen des Staatssekretariats für Migration. Viele Betroffene würden es gar nicht auf eine Wegweisung ankommen lassen, fasste SRF am Freitagmorgen zusammen.
Mehr als die Hälfte der bearbeiteten Gesuche von Ukrainer*innen sei gar nie negativ beschieden worden, hiess es demnach aus dem Staatssekretariat für Migration (SEM). Die Antragstellenden haben demnach ihre Gesuche zurückgezogen - oder sie sind aus der Schweiz abgereist, in ein anderes europäisches Land, vermutet das SEM.
Szene nach einem russischen Drohnenangriff in einer Wohngegend von Charkiw mit einem Toten und mehreren Verletzten. (3. April 2026) Bild: Keystone/EPA/Sergey KozlovEin Teil der Rückzüge dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das SEM mit den Schutzsuchenden das Gespräch suche, mutmasst eine Sprecherin der Behörde. Den Betroffenen werde erklärt, dass sie kaum Chancen auf den Schutzstatus S hätten. Einige dürften daraufhin wohl abreisen, ohne Bescheid zu geben. Wie viele Ukrainerinnen und Ukrainer tatsächlich ausreisen, werde nicht erfasst, so das SEM zu SRF.
Seit dem 1. November erhalten Ukrainer*innen, die aus Gebieten im Westen ihres Landes kommen den Schutzstatus nicht mehr und werden aus der Schweiz weggewiesen. Die Unterscheidung von für eine Rückkehr zumutbaren und den übrigen Gebieten in der Ukraine hatte das Parlament verlangt. Seither haben Schutzsuchende aus den ukrainischen Regionen Wolyn, Riwne, Lwiw, Ternopil, Transkarpatien, Iwano Frankiwsk und Tscherniwzi grundsätzlich kein Anrecht mehr auf den Status S.
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23.51 Uhr
Selenskyj bestätigt Oster-Feuerpause
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die von Kremlchef Wladimir Putin angekündigte Waffenruhe im Ukraine-Krieg anlässlich des orthodoxen Osterfests bestätigt. «Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln», schrieb er in sozialen Medien. Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Bewegung zum Frieden, und Russland habe die Chance, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren.
Zuvor hatte Putin laut Kreml eine Waffenruhe von Samstagnachmittag über den gesamten Sonntag angekündigt. Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen.
Die Truppen müssten bereit sein, mögliche Provokationen und jegliche aggressive Handlungen des Gegners zu unterbinden, hieß es in der Mitteilung. «Wir gehen davon aus, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgt.»
Selenskyj hatte seit Ende März mehrfach eine Waffenruhe über Ostern vorgeschlagen. Die orthodoxen Christen in der Ukraine feiern wie in Russland Ostern erst am kommenden Sonntag (12. April).
Russland habe die Chance, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren, teilte der urakinische Präsident Selenskyj mit. Bild: Danylo Antoniuk/AP/dpa -
21.50 Uhr
Kreml: Putin verkündet Oster-Waffenruhe
Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet. Sie soll demnach am Samstag um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert.
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Donnerstag, 9. April, 15.47 Uhr
Moskau und Kiew tauschen mehr als 1000 Soldatenleichen aus
Russland und die Ukraine haben in ihrem Krieg erstmals seit Februar wieder die Leichen von Soldaten ausgetauscht. Die ukrainische Seite habe 1.000 getötete Soldaten erhalten, Russland dagegen 41 Leichen, sagte der Parlamentsabgeordnete Schamsail Saralijew dem russischen Nachrichtenportal «rbc.ru». Der Politiker ist in der Duma für Fragen der «militärischen Spezialoperation», wie der Krieg in Moskau offiziell genannt wird, zuständig. Zuletzt hatten beide Seiten im Februar Überreste von Toten ausgetauscht.
Der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bestätigte bei Telegram, dass die Ukraine 1000 Leichname erhalten habe, die nach russischen Angaben ukrainischen Verteidigern gehören könnten. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für Unterstützung.
Gerichtsmediziner würden die Toten nun untersuchen, hiess es. So soll etwa ausgeschlossen werden, dass fälschlicherweise Leichen von russischen Soldaten übergeben wurden. «Nach der Identifizierung der Verstorbenen werden die Leichen den Familien zur würdigen Bestattung übergeben», teilte der Stab weiter mit.
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Mittwoch, 8. April 2026, 5.54 Uhr
Viertgrösste russische Raffinerie nach Drohnenangriff ausser Betrieb
Die viertgrösste Ölraffinerie Russlands, Norsi, die Lukoil gehört, muss nach einem Angriff ukrainischer Drohnen am 5. April den Betrieb einstellen. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf Branchenkreise. Laut den Gesprächspartnern könnte die Lieferung bis Ende des Monats eingestellt werden. Lukoil hat auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme nicht reagiert. Die Agentur merkte an, dass die vorübergehende Schliessung der Ölraffinerie die Unsicherheit im russischen Energiesektor, der unter anhaltenden ukrainischen Angriffen leidet, noch verstärken wird. Zu diesen Angriffen zählen auch solche, die auf wichtige russische Ölexportterminals am Schwarzen und am Baltischen Meer abzielen.
⚡️Ukraine reportedly strikes Russian Lukoil refinery, defying calls to ease attacks amid soaring fuel prices.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) April 4, 2026
Ukrainian drones struck a Lukoil oil refinery in the Russian city of Kstovo overnight on April 5, Russian Telegram media channels reported.https://t.co/dWE4XKq79zNach dem ukrainischen Angriff bestätigte der Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, die Beschädigung zweier Anlagen auf dem Werksgelände sowie die Beschädigung eines Kraftwerks und mehrerer Wohnhäuser.
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22.12 Uhr
Selenskyj: Kiewer Militär redet bei Strasse von Hormus mit
Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Strasse von Hormus beteiligt. «Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut – das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.
Er äusserte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die Strasse von Hormus nicht freigegeben werden.
Selenskyj verwies auf die rasche Hilfe der Ukraine mit ihrer erfahrenen Drohnenabwehr für die Golfstaaten, die vom Iran beschossen worden sind. «Die Ukraine exportiert Sicherheit und erhält das, was für ihre innere Stabilität und sichere Energieversorgung notwendig ist», sagte er. Der Kiewer Präsident hat in den vergangenen Tagen mit Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten Verteidigungskooperationen vereinbart; die Ukraine bekommt auch Treibstoff.
The coming weeks will be devoted to working with our partners in Europe – joint production, defense modernization, defense financing programs, and coordination of security efforts.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 7, 2026
Ukrainian military personnel are participating in consultations on the functioning of the Strait… pic.twitter.com/lUWf21I1Hy -
21.48 Uhr
Tote durch russischen Artilleriebeschuss von Cherson
In der südukrainischen Grossstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden. Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen.
Löscharbeiten nach russischem Artilleriebeschuss auf Wohngegenden in Cherson. (7. April 2026). Bild: IMAGO/Newscom / EyePress -
Mindestens drei Tote und zwölf Verletzte bei Drohnenangriff auf Bus in Ukraine
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Nikopol sind Behörden zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, in Online-Netzwerken.
Der «Feind» habe den Bus mitten im Zentrum der Stadt in der Region Dnipropetrowsk getroffen, fügte Ganscha an. «Der Bus fuhr gerade in die Station ein - es waren Menschen im Bus und an der Haltestelle», erklärte Ganscha weiter.
A Russian FPV – first-person view – drone strike on a city bus in Nikopol this morning killed three civilians and injured another 12, according to Dnipropetrovsk Regional Military Administration Oleksandr Hanzha, who shared this photograph of the aftermath.
— Christopher Miller (@ChristopherJM) April 7, 2026
"It was approaching a… pic.twitter.com/UDZTIMbf0J -
4.30 Uhr
Russische Expat-Gruppen besuchen auffällig oft kritische Schweizer Infrastruktur
Russische Expat-Gruppen haben sich nach Informationen der Zeitungen von CH Media in den letzten Monaten auffällig für kritische Infrastrukturen wie Kernkraftwerke in der Schweiz interessiert. Es gibt Gruppen, die seit Anfang 2024 bis zu drei Mal zu Gast in Schweizer Kernkraftwerken waren, wie das Medienhaus schrieb. Die Gruppen interessierten sich auch für den Gotthard-Basistunnel und immer wieder für den Flughafen Zürich. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) habe Kenntnis von den Gruppenbesuchen. «Er beurteilt solche Vorgänge im geopolitischen Gesamtkontext permanent», sagte ein NDB-Sprecher zu CH Media. Die Betreiber der Anlagen betonten, dass Sicherheit oberste Priorität habe. Kritische Bereiche seien für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Gruppen russischer Expats interessieren sich offenbar für Schweizer AKWs und andere kritische Infrastruktur. Im Bild: Der Kühlturm des Kernkraftwerks Gösgen SO. (Archivbild) Bild: Keystone/Gaetan Bally -
4 Uhr
Tote und Verletzte durch Sprengkörper und russischen Beschuss
Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden. Einer Mitteilung des Militärgouverneurs Oleh Hryhorow bei Telegram zufolge wurden ein Mann und eine Frau in der Gemeinde Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt.
Löscharbeiten nach einem russischen Angriff auf Sumy am 4. April 2026. Bild: Keystone/Ukrainian Emergency Service via APEbenso in Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Spital eingeliefert werden. Hryhorow warnte vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
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3.50 Uhr
Raketenwerferbeschuss von Slowjansk
In der ostukrainischen Stadt Slowjansk ist mindestens ein Mensch durch russischen Raketenwerferbeschuss getötet worden. Fünf weitere wurden nach Angaben des Militärgouverneurs der Region Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. Russische Truppen sind nur noch gut 20 Kilometer von der Stadt entfernt. Von der Vorkriegsbevölkerung von über 100'000 Menschen harren nur noch rund 40 Prozent in Slowjansk aus.
Aufräumarbeiten in der stark von den Russen bedrängten ostukrainischen Stadt Slowjansk. (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Tommaso Fumagalli -
Dienstag, 7. April 2026, 2 Uhr
Ukrainischer Konzern plant Alternative zu Patriot-System
Der ukrainische Rüstungskonzern Fire Point verhandelt mit europäischen Unternehmen über die Entwicklung eines neuen Luftverteidigungssystems. Dieses soll eine kostengünstige Alternative zum US-System Patriot werden, das wegen des Krieges am Golf zunehmend knapp ist. Ziel sei es, die Kosten für den Abschuss einer ballistischen Rakete auf unter eine Million Dollar zu senken, sagte Chefentwickler Denys Schtiljerman der Nachrichtenagentur Reuters. Das System solle bis zum kommenden Jahr auf den Markt kommen. Der erste Abschuss einer feindlichen Rakete sei für Ende 2027 geplant. Für das Patriot-System seien oft zwei oder drei Abwehrraketen für jeweils mehrere Millionen Dollar nötig.
Mike Pompeo (r.), von 2018 bis 2021 Donald Trumps Aussenminister, sitzt im Beratungsausschuss der ukrainischen Rüstungskonzern Fire Point. Im Hintergrund: ein Flamingo-Marschflugkörper. (21. Februar 2026) Bild: Keystone/AP Photo/Efrem Lukatsky -
20.39 Uhr
Selenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Kraftwerke vor
Die Ukraine hat Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angeboten. «Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen ‹einzustellen›, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Zuvor hatte Selenskyj demnach neue Angriffe auf Objekte im russischen Hinterland mit dem Oberkommando besprochen.
We have repeatedly offered Russia a ceasefire at least for Easter. But for them, all times are alike and nothing is sacred. If Russia can afford this war, it will not choose peace willingly. Only significant financial losses force Russia to consider a scenario of abandoning this… pic.twitter.com/Os7P9EZZuC
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 6, 2026Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Russland greift dabei seit Jahren regelmässig ukrainische Kraftwerke und Umspannwerke mit Raketen und Kampfdrohnen an, um die Stromversorgung zu stören. Das ukrainische Militär attackierte im Gegenzug vor allem mit Drohnen immer erfolgreicher russische Raffinerien und Hafenanlagen. Die russischen Exportkapazitäten für Erdöl wurden dadurch Medienberichten nach bereits empfindlich geschädigt.
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Montag, 6. April 2026, 15.01 Uhr
Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben zwei Frauen und ein zweijähriges Kleinkind getötet worden. Elf weitere Menschen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, unter ihnen eine schwangere Frau und ein Säugling, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag auf der Plattform X mit.
In der südlichen Stadt Cherson wurde bei russischem Beschuss eine ältere Frau getötet, wie Gouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Drei weitere Frauen im Alter von 44, 79 und 86 Jahren seien verletzt ins Spital gebracht worden.
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19.03 Uhr
Sprengstoff an Pipeline: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine
Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Orban und sein Aussenminister liessen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verdächtigen, einen Sabotage-Akt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orban dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orban um die Macht zittern.
Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic wurden an der Gas-Pipeline Balkan Stream nach Ungarn «Sprengstoff in verheerender Kraft» sowie die dazugehörigen Zündschnüre gefunden. Die Pipeline bringt russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien und Serbien nach Ungarn. Vucic und Orban sprachen telefonisch über den Fall, wie beide bestätigten. Zu dem Fund sei es an einer Pumpstation nahe der ungarischen Grenze bei der serbischen Ortschaft Velebit gekommen, teilte Vucic mit.
Orban kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen für das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um Wählerstimmen. Er sprach nun nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem Pipeline-Vorfall vermutet - wiederholte nach der Sitzung zu dem Thema aber bekannte Vorwürfe gegen Kiew. Sein Aussenminister Peter Szijjarto erklärte zudem, der Sprengstoff-Fund an der Pipeline in Serbien füge sich ein in die sonstigen von Orban der Ukraine zur Last gelegten Aktionen.
«Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden», sagte Orban in einer Video-Ansprache bei Facebook. Die Ukrainer hätten bereits die Nord-Stream-Pipeline zerstört und blockierten die Erdöl-Zufuhr aus Russland nach Ungarn über die durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline. Zudem greife die ukrainische Armee ständig den auf russischem Territorium befindlichen Teil der Gas-Pipeline Turkstream an. Der Ungarn versorgende Balkan Stream ist die Fortsetzung von Turkstream.
Serbia’s president says explosives found near gas pipeline to Hungary
— NEXTA (@nexta_tv) April 5, 2026
According to Vučić, powerful charges and detonators were discovered in Vojvodina, near the TurkStream pipeline.
This is a key route for Russian gas supplies to the region.
Aleksandar Vučić has already… pic.twitter.com/5R8BoSCK0U -
Sonntag, 5. April, 09.12 Uhr
Ukraine setzt russische Ölanlagen in Brand
Die Ukraine hat bei neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt. Im Gebiet Nischni Nowgorod berichtete Gouverneur Gleb Nikitin bei Telegram, es seien 30 ukrainische Drohnenschläge abgewehrt worden. Herabfallende Trümmer hätten Feuer in zwei Objekten des Ölkonzerns Lukoil ausgelöst. Es seien auch Wohnhäuser und ein Heizkraftwerk beschädigt worden. Demnach kam es auch zu Stromausfällen. Verletzte gebe es nach vorläufigen Angaben nicht.
In Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war wie zuletzt schon mehrfach der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko bei Telegram mitteilte. Dort sei es an einer Ölleitung zu einem «ungefährlichen Brand» gekommen. Insgesamt seien 19 ukrainische Drohnenangriffe abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete, dass die Flugabwehr in der Nacht insgesamt 87 ukrainische Drohnen über russischen Zielen zerstört habe.
Die Ukraine nimmt immer wieder russische Energieanlagen in ihrem Abwehrkampf gegen den seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg ins Visier. Ziel Kiews ist es, auf diese Weise Moskaus Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas zu minimieren. Mit den Erlösen aus dem Energieexport finanziert Russland seine Kriegswirtschaft. Moskau hat Anfang des Monats ein neues Benzin-Exportverbot bis Ende Juli verhängt, um so die Preise angesichts der angespannten Lage auf den Energiemärkten stabil zu halten.
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13.53 Uhr
Selenskyj für Gespräche mit Erdogan in Istanbul
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist für Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul eingetroffen. Bei dem Treffen, das für den Nachmittag geplant war, werde es auch um die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in der Ukraine gehen, teilte das Erdogans Büro mit.
Selenskyj gab seinen Aufenthalt nach seiner Anreise auf der Plattform X bekannt und postete ein Video von seiner Ankunft am Flughafen. «Wir arbeiten daran, unsere Partnerschaft zu stärken, um echten Schutz des Lebens der Menschen zu gewährleisten, Stabilität zu fördern und Sicherheit in Europa sowie im Nahen Osten zu garantieren», schrieb er dazu.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Samstag zu einem Arbeitsbesuch in die Türkiye reisen. Dabei sollen bilaterale und regionale Entwicklungen sowie Bemühungen um einen Waffenstillstand und eine dauerhafte Lösung – insbesondere im Rahmen des Istanbul-Prozesses –… pic.twitter.com/LcAgbKdrTK
— TRT Deutsch (@TRTDeutsch) April 4, 2026 -
Samstag, 04. April 2026, 13.35 Uhr
Mindestens fünf Tote bei Drohnenangriff in Südostukraine
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff mit mehreren Drohnen getötet worden. Gouverneur Olexander Hanscha zufolge wurden 19 Menschen bei der Attacke auf die Stadt Nikopol verletzt, darunter ein 14 Jahre altes Mädchen. Ums Leben kamen demnach drei Frauen und zwei Männer.
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16.11 Uhr
Selenskyj: Moskau greift mit Hunderten Drohnen an
Das russische Militär hat die Ukraine am Karfreitag bei einem schweren Luftangriff mit Raketen und Drohnen überzogen. «Hunderte Shahed-Kampfdrohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Städte und Gemeinden», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken nach einem Telefonat mit Papst Leo XIV.
Selenskyj erklärte, so sehe die russische Antwort auf sein Angebot zu einer Waffenruhe über Ostern aus. Allerdings feiern die Kirchen in der Ukraine wie in Russland Ostern nach orthodoxem Kalender erst kommende Woche am 12. April.
Im Umland der Hauptstadt Kiew wurde nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Durch die Angriffe am helllichten Tag kam es nach Auskunft der örtlichen Stromversorger auch zu Stromausfällen in der Dreimillionenstadt Kiew und anderen Gebieten. Zuvor war wegen der Gefahr durch russische Raketen und Drohnen im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Demnach wurde der Grossteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben. Als Vorsichtsmassnahme liess die polnische Armee zudem einer Mitteilung zufolge eigene Abfangjäger aufsteigen. Verletzungen des polnischen Luftraums habe es jedoch nicht gegeben.
I spoke with His Holiness Pope Leo XIV @Pontifex today. At the very moment of our conversation, the Russians attacked Ukraine yet again – hundreds of “shaheds” and dozens of missiles against our cities and communities. In fact, the attack has been ongoing in waves since last… pic.twitter.com/RWKvjyDt3B
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 3, 2026 -
14.38 Uhr
Russischer Kampfjet auf der Krim abgestürzt
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist nach Moskauer Angaben bei einem Übungsflug auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgestürzt. Die Besatzung habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach diesen Angaben habe die Maschine keine Munition an Bord gehabt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.
❗️A Russian Su-30SM fighter jet crashes in occupied Crimea during a scheduled flight, according to Russia’s Defense Ministry, with details on crew fate and cause not yet disclosed. #Russia pic.twitter.com/ixPT937gSf
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) April 3, 2026 -
13.32 Uhr
Viele Verletzte bei Zugunglück in Russland
Ein schweres Zugunglück in Russland ist für die meisten Passagiere glimpflich ausgegangen. Sieben Doppelstockwaggons eines Nachtzuges von Moskau nach Tscheljabinsk entgleisten und kippten um. Es habe keine Toten gegeben, teilten die Behörden nach einem Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mit. Unter den 415 Passagieren wurden 24 leicht oder mittelschwer verletzt.
Ein Video auf dem Telegramkanal «Baza» zeigt, wie die Menschen aus den umgestürzten Wagen kletterten. Das Unglück ereignete sich bei dem Ort Brjandino im Gebiet Uljanowsk knapp 800 Kilometer östlich von Moskau. Bis Tscheljabinsk in Westsibirien wäre es noch einmal so weit gewesen. Als eine mögliche Unglücksursache nannte das Staatliche Ermittlungskomitee Russlands ein verschlissenes Gleisbett, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.
Seven carriages of a Chelyabinsk-Moscow passenger train derailed in Russia’s Ulyanovsk region. #Russia pic.twitter.com/6a5UAgKz3m
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) April 3, 2026 -
Freitag, 3. April, 13.10 Uhr
Ukrainische Grossstadt Charkiw unter Dauerbeschuss
Die ostukrainische Grossstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird nach Behördenangaben seit mehr als einem Tag von ständigen russischen Luftangriffen überzogen. In der Nacht auf Freitag habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Auch Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei berichtete morgens von fünf Verletzten und Schäden an Wohnhäusern und Bürogebäuden.
A Russian drone attack on Kharkiv injures at least 5 civilians, including a woman and an infant, damaging homes and shattering windows, as renewed UAV strikes continue into the morning. #Ukraine pic.twitter.com/qst5cr9ZUS
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) April 3, 2026Schon am Donnerstag griff die russische Armee Charkiw immer wieder mit Kampfdrohnen an. In der Stadt herrschte fast rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrösste Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
Rettungskräfte räumen die Trümmer eines Wohnhauses nach einem russischen Raketenangriff in Charkiw. Archivbild: Keystone -
21.10 Uhr
Analyse: Russland hat im März in der Ukraine keine Geländegewinne erzielt
Russland hat an der Front in der Ukraine laut einer Datenauswertung im März das erste Mal seit zweieinhalb Jahren keine Geländegewinne erzielt. Wie am Donnerstag aus einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP von Daten des US-Institute for the Study of War (ISW) hervorging, gelang es ukrainischen Soldaten im vergangenen Monat, neun Quadratkilometer zurückzuerobern, während die russischen Kräfte entlang der gesamten Front an Tempo verloren.
Der Vormarsch der russischen Armee verlangsamte sich laut der Analyse seit Ende 2025 wegen Gegenoffensiven im Südosten der Ukraine: Die Armee erlangte den Daten zufolge im Januar Zugewinne von 319 Quadratkilometern und im Februar von 123 Quadratkilometern; dies waren die geringsten Geländegewinne seit April 2024.
Das ISW verwies zur Begründung der Entwicklungen auch auf Massnahmen gegen die Nutzung von Geräten des Satellitennetzes Starlink durch russische Truppen in der Ukraine und «die Bemühungen des Kremls, den Zugang zu Telegram einzuschränken». Der Messenger-Dienst ist auch bei russischen Soldaten beliebt.
Wie schon im Februar verlor Russland den Daten zufolge im südlichen Frontbereich zwischen den Regionen Donezk und Dnipropetrowsk an Boden. Ende Januar hatte die Armee dort noch mehr als 400 Quadratkilometer kontrolliert. Dieses Gebiet schrumpfte im Februar auf 200 Quadratkilometer und im März auf 144 Quadratkilometer. In der weiter nördlich gelegenen Region Donezk dagegen war die Lage für die ukrainische Armee zuletzt laut der Analyse vergleichsweise schwierig.
MORE: Russian advances have slowed as Ukrainian forces continue to contest the initiative in different frontline sectors for a protracted period. Russia’s position on the battlefield has changed over the past six months (October 2025 through March 2026) as Ukrainian… https://t.co/bHNZMuvOLT pic.twitter.com/EV1QtLJjgx
— Institute for the Study of War (@TheStudyofWar) April 1, 2026 -
18.16 Uhr
Russisches Gericht verurteilt Jacques Tilly zu Haftstrafe
Ein Gericht in Moskau hat den deutschen Bildhauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Tilly habe sich der Verletzung religiöser Gefühle und der Verbreitung von Falschnachrichten über die russischen Streitkräfte schuldig gemacht, urteilte Richter Konstantin Otschirow in dem umstrittenen Strafverfahren. Ausserdem soll Tilly eine Geldstrafe von umgerechnet rund 2000 Euro zahlen und erhielt ein vierjähriges Arbeitsverbot. Hintergrund sind die von Tilly gebauten Karnevalswagen, die Kremlchef Wladimir Putin und den von ihm befohlenen Krieg in der Ukraine kritisieren.
Die Staatsanwältin hatte unter anderem neun Jahre Haft beantragt. Die Pflichtverteidigerin forderte dagegen einen Freispruch aus Mangel an Beweisen. Die Verteidigung habe versucht, Kontakt zum Angeklagten aufzunehmen, sei aber gescheitert – die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau konnte den Kontakt nicht vermitteln. «Aufgrund dessen war es nicht möglich, die Ziele und Motive zu beurteilen», sagte sie.
In dem seit Monaten laufenden Prozess war immer wieder die Rede auch von einer Beleidigung des russischen Präsidenten Putin. Dieser Vorwurf fiel am Tag des Urteils nicht mehr konkret. Der Straftatbestand, nach dem Tilly verurteilt wurde, verbietet eine Verunglimpfung der russischen Staatsorgane, dazu gehört neben den Streitkräften aber auch Kremlchef Putin.
Der Karnevalswagenbauer reagierte mit bissigem Spott auf seine Verurteilung. «Es ist jetzt für jeden zu sehen, dass das russische Regime Angst vor Pappfiguren hat», sagte der Düsseldorfer der Deutschen Presse-Agentur. «Die machen sich selbst zum Narren mit diesem Urteil und sehen gar nicht, wie peinlich das eigentlich ist – wie viel Angst sie vor satirischer Kritik haben.» Tilly sprach in einer ersten Reaktion von einem absurden, aber auch schlimmen Urteil. «Ich habe kein Staatsverbrechen begangen», sagte der 62-Jährige.
Besonders ein zwischen Kremlchef Wladimir Putin und Patriarch Kirill als Karikatur dargestellter Oralverkehr ist Gegenstand des umstrittenen Gerichtsverfahrens gegen den Karnevalisten Jacques Tilly. Archivbild: Federico Gambarini/dpa -
Donnerstag, 2. April 2026, 4.30 Uhr
Nato-Chef reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen, sagte seine Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Details zum Programm sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.
Für Rutte dürfte das Treffen mit Trump eine Gelegenheit sein, sich im bündnisinternen Streit um den Iran-Krieg um Entspannung zu bemühen. Trump hatte sich zuletzt extrem verärgert darüber gezeigt, dass Alliierte auf Distanz zur militärischen Intervention der USA in der Islamischen Republik gehen und sich während des Kriegs auch nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus beteiligen wollen. Nach jüngsten Äusserungen zieht der US-Präsident deswegen sogar einen Nato-Austritt in Erwägung.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte bei US-Präsident Donald Trump im Weissen haus. (22. Oktober 2025) Bild: Keystone/AP Photo/Alex BrandonWeitere Themen der Beratungen dürften die andauernden Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie der im Sommer anstehende Nato-Gipfel in der Türkei sein. Bei dem Spitzentreffen in Ankara soll es einmal mehr darum gehen, die Lastenteilung im Militärbündnis fairer zu gestalten. Trump fordert dabei, dass die Europäer künftig deutlich mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung übernehmen.
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20.06 Uhr
Selenskyj spricht mit Trump-Vertretern über Friedensprozess
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump über den Friedensprozess für sein Land beraten. Selenskyj schrieb im Portal X, von US-Seite seien der Sondergesandte Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Senator Lindsey Graham zugeschaltet gewesen. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte nahm demnach an der Videoschalte teil.
«Die Ukraine schätzt jeden Einsatz Amerikas, einen würdigen Frieden zu schaffen», schrieb Selenskyj in Kiew. Man sei übereingekommen, dass die Teams in den kommenden Tagen weiter an einem Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine arbeiten. «Das ist, was den Weg zu einem zuverlässigen Ende des Krieges bahnen kann.»
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18.22 Uhr
Vier Tote bei Drohnenexplosion in Zentralukraine
In der Zentralukraine sind vier Menschen infolge einer Drohnenexplosion getötet worden. Sie haben sich einer abgestürzten Drohne aus Neugier genähert, wie die Staatsanwaltschaft des Gebiets Tscherkassy mitteilte. Der Flugkörper sei während eines Luftalarms im Landkreis Solotonoscha auf offenen Gelände ausserhalb von Ortschaften herabgestürzt. Nach Angaben von Gouverneur Ihor Taburez handelte es sich um eine russische Drohne. Die Behörden warnten erneut davor, sich Kampfmittelresten und unbekannten Gegenständen zu nähern.
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Mittwoch, 1. April 2026, 4 Uhr
29 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug über der Krim
Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Angaben aus Moskau 29 Menschen ums Leben gekommen. Ein Such- und Rettungsteam habe die Absturzstelle gefunden und von sechs getöteten Besatzungsmitgliedern und 23 Passagieren gesprochen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge mit.
⚡Update: Russian An-26 transport aircraft reportedly crashes over occupied Crimea, killing 29.https://t.co/lCkmbDdyTl
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) March 31, 2026Als Ursache werde ein technischer Defekt angenommen, äussere Einwirkungen habe es nicht gegeben, hiess es. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es gegen 18 Uhr Moskauer Zeit (17 MESZ) die Verbindung zu dem Flugzeug vom Typ An-26 verloren habe. Zum Hintergrund des Flugs machte das Ministerium demnach keine Angaben. Die Turboprop-Maschinen der Marke Antonow werden vom Militär auch als Transportflugzeuge eingesetzt.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Die Halbinsel Krim hatte Moskau bereits 2014 völkerrechtswidrig annektiert. Die Ukraine greift unter anderem mit Drohnen auch immer wieder russische Ziele auf der Krim an.
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17.42 Uhr
Erneuter Drohnen-Fund in Finnland
Wenige Tage nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland ist erneut eine unbekannte Drohne auf finnischem Boden entdeckt worden. Nach Angaben des Grenzschutzes befand sich der unbemannte Flugkörper auf dem Eis des Pyhäjärvi-Sees in Parikkala an der Ostgrenze des Landes, wie der finnische Rundfunk berichtete. Zu Herkunft und Art der Drohne gab es zunächst keine Angaben.
Der Grenzschutz sperrte ein Gebiet um den See demnach ab. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser während der Ermittlungen sicherheitshalber zu verlassen. Berichte über Verletzte gab es nicht. Finnland teilt im Osten eine rund 1340 Kilometer lange Grenze mit Russland.
Auch in Lettland sind im März abgestürzte Drohnen aus der Ukraine gefunden worden. (Archivbild) Bild: National Armed Forces of Latvia/dpa -
4 Uhr
Selenskyj: «Historische Vereinbarungen» mit Golfstaaten
Mehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der Ukraine zusammenarbeiten. Es gebe bereits «historische Vereinbarungen» mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenskyj nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion in seiner abendlichen Videobotschaft. Ausserdem arbeite die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.
It has been a very fruitful visit to the Middle East and the Gulf region. We already have landmark agreements with Saudi Arabia, the United Arab Emirates, and Qatar. We are also working with Jordan and Kuwait.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) March 30, 2026
Rustem Umerov is currently in the region, continuing political-level… pic.twitter.com/KsQQGQTgg1Die Ukraine exportiere ihr Verteidigungssystem, die Fähigkeiten ihrer Soldaten und ihr Wissen, sagte Selenskyj weiter. Von diesen Staaten erwarte sie eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Es gebe bereits Vereinbarungen über Möglichkeiten zur Stärkung der Flugabwehr, über eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsproduktion und über Zusammenarbeit im Energiebereich.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in Kiew. Bild: Keystone/AP Photo/Evgeniy MaloletkaBereits am Freitag hatte Selenskyj eine Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien verkündet. Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion verteidigt, bietet seit dem Ausbruch des Iran-Krieges vor gut einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an.
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Dienstag, 31. März 2026, 0.52 Uhr
Ukraine: Toter und Verletzte in Region Poltawa
Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.
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23.39 Uhr
Selenskyj kontert Rheinmetall-Chef nach «Hausfrauen»-Zitat
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf eine umstrittene Aussage von Rheinmetall-Chef Armin Papperger reagiert, in der dieser ukrainische Drohnenproduzenten mit «Hausfrauen» verglichen haben soll. «Wenn jede Hausfrau der Ukraine wirklich Drohnen herstellen kann, dann kann jede Hausfrau der Ukraine CEO von Rheinmetall sein», sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge. Seiner Meinung nach müsse heutzutage nicht mit Rhetorik, sondern mit Technologien und Ergebnissen konkurriert werden, führte er aus.
Papperger hatte einem Beitrag des US-Magazins «The Atlantic» zufolge ukrainische Drohnenhersteller als «Hausfrauen» bezeichnet, die mit 3D-Druckern in der Küche sässen und Drohnenteile herstellten. Das sei keine Innovation. Angesprochen auf die ukrainische Drohnentechnologie sagte er demnach, das sei, wie mit Lego zu spielen.
Die Äusserungen in dem Beitrag lösten Kritik aus. Danach drückte Rheinmetall auf der Plattform X Respekt für die Verteidigungsanstrengungen des ukrainischen Volks aus. Jede einzelne Frau und jeder einzelne Mann leisteten einen unermesslichen Beitrag, hiess es in dem Post, der explizit die «Innovationskraft und den Kampfgeist» des ukrainischen Volks lobte.
We have the utmost respect for the Ukrainian people’s immense efforts in defending themselves against the Russian attack - now for more than four years. Every single woman and man in 🇺🇦 is making an immeasurable contribution. It is to Ukraine’s particular credit that it is…
— Rheinmetall (@RheinmetallAG) March 29, 2026 -
22.41 Uhr
Russland bereitet wohl Zwangsmobilisierung vor
Russland bereitet offenbar eine Zwangsmobilisierung vor, da die Rekrutierung von Zeitsoldaten nicht wie vorgesehen verläuft. Das Institut for the Study of War (ISW) berichtet von einem russischen Militärblogger, der die Ineffektivität der Rekrutierungskampagne für die russischen Streitkräfte im Bereich der Drohnenpiloten kritisiert.
Da die Wirksamkeit der bisherigen Rekrutierung über hohe Einmalprämien für Freiwillige seit Ende 2025 stetig nachlässt, muss das Verteidigungsministerium zu neuen Massnahmen greifen, um die Armee aufzustocken, heisst es in dem Bericht. Das schliesst auch eine Zwangsmobilisierung nicht aus.
Russische Soldaten nachdem sie im Rahmen eines Kriegsgefangenenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine aus der Gefangenschaft zurückgekehrt sind. Russland sucht indes immer weiter neue Kämpfer für den Einsatz in der Ukraine. Archivbild: sda -
20.25 Uhr
«Erdöl-Notstand»: Slowakei legt sich mit EU-Kommission an
Die Slowakei widerspricht einer Aufforderung der EU-Kommission, ihre unterschiedlichen Spritpreise für In- und Ausländer an den Tankstellen wieder abzuschaffen. Das sagte Ministerpräsident Robert Fico in Bratislava. In einem Brief habe die Kommission seiner Regierung mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht, weil die unterschiedlichen Preise im Widerspruch zu EU-Recht stünden, sagte der Linkspopulist.
Fico bezeichnete die Aufforderung jedoch als «absolut inkorrekt gegenüber der Slowakei» und schloss nicht aus, die Preisregulierungen zu verlängern. Fico forderte die EU-Kommission auf, anstelle von Strafandrohungen gegen die Slowakei mehr Druck auf die Ukraine auszuüben, damit diese die Durchleitung von russischem Erdöl wieder ermögliche. Dann wären die slowakischen Regulierungsmassnahmen gar nicht notwendig, argumentierte Fico.
Die Regierung in Bratislava hatte am 18. März eine vorerst für 30 Tage gültige Rationierung von Diesel und Benzin beschlossen. Zugleich führte sie höhere Spritpreise für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen ein, um Tanktourismus aus den Nachbarländern zu verhindern. Das begründete sie damit, dass die Versorgung derzeit nur dank staatlicher Notreserven überhaupt aufrechterhalten werden könne.
Blick von einer Plattform des Aussichtsturms Ufo der Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes, auf eine Erdölraffinerie der Slovnaft. Archivbild: Keystone -
16.45 Uhr
Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt
Mehrere mutmasslich ukrainische Drohnen sind Medienberichten zufolge im Südosten Finnlands abgestürzt. Nach jüngsten Informationen finnischer Behörden seien zwei unbemannte Flugkörper am Sonntagmorgen nördlich beziehungsweise östlich der Stadt Kouvola am Boden aufgeschlagen, berichtete die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Yle. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht.
«Drohnen haben sich in Finnlands Territorium verirrt. Wir nehmen das sehr ernst», sagte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut Yle. Seinem Ministerium zufolge waren mehrere Objekte entdeckt worden, die in niedriger Höhe den finnischen Luftraum passierten. Kampfjets seien aufgestiegen, um die Geräte zu identifizieren, hätten sie jedoch nicht abgeschossen, um Kollateralschäden am Boden zu vermeiden.
Die Luftwaffe identifizierte die Flugkörper Yle zufolge als ukrainische Drohnen. Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo erklärte später, die Drohnen stammten «wahrscheinlich» aus der Ukraine, die Vorfälle würden weiter untersucht. Auch er bezeichnete die Luftraum-Verletzung als ernste Angelegenheit.
Die Stadt Kouvola liegt rund 70 Kilometer entfernt von der Grenze zur russischen Oblast Leningrad. Laut Opro dürften die verirrten Drohnen im Zusammenhang mit den gezielten Angriffen der Ukraine auf die russische Ölindustrie stehen.
Ein Polizeiauto blockiert eine Strasse, nachdem zwei nicht identifizierte Drohnen in finnisches Hoheitsgebiet eingedrungen und gelandet waren. Sasu Järnstedt/Lehtikuva/AP/dpa -
29. März 10 Uhr
Ukraine setzt erneut russischen Öl-Exporthafen in Brand
Die Ukraine hat mit bei ihren gezielten Angriffen auf die russische Ölindustrie erneut den wichtigen Exporthafen in Ust-Luga an der Ostsee in Brand gesetzt. Den Treffer und das Feuer bestätigte am Morgen der Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, bei Telegram. Einsatzkräfte seien dabei, den Brand zu löschen. Insgesamt habe die russische Flugabwehr 31 Drohnen im Leningrader Gebiet abgeschossen, sagte er.
Von Ust-Luga aus werden etwa auch Flüssiggas (LNG), Düngemittel und Kohle verschifft. Es ist nicht der erste Angriff auf den Hafen in dieser Woche, bei dem schon zuvor Öltanker, Depots und Verladestationen beschädigt worden sein sollen. Anwohner der Region hatten Bilder in sozialen Netzwerken von den Rauchwolken am Himmel veröffentlicht und über schlechte Luft und Brandgeruch geklagt.
Die Ukraine griff das Gebiet die dritte Nacht in Folge an – als Teil ihres Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg. Ziel Kiews ist es, Russland so die für die Rüstungsindustrie wichtigen Einnahmen aus dem Export von Öl und anderen Rohstoffen zu nehmen.
🚨 Near St. Petersburg, the port of Ust-Luga is on fire again — it is one of the most important in Russia and Europe
— NEXTA (@nexta_tv) March 29, 2026
This key logistics hub on the Baltic has been under attack for several days in a row. In one of the videos — workers who are likely unable to get to their shift. pic.twitter.com/rUMxk2IxOc -
13.35 Uhr
Selenskyj nach Besuch in den Emiraten: Terror darf nirgends walten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, für Gespräche über die Sicherheitslage im Nahen Osten getroffen. Dabei sei es um die Situation in den Emiraten, iranische Angriffe «und die Blockade der Strasse von Hormus, die den globalen Ölmarkt unmittelbar beeinträchtigt», gegangen.
Für die Ukraine gehe es auch um eine Grundsatzfrage, schrieb Selenskyj nach dem Treffen in den Emiraten auf der Plattform X: «Terror darf nirgends auf der Welt walten. Der Schutz muss überall ausreichend sein.»
Die Ukraine bietet seit dem Ausbruch des Iran-Krieges den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an. (Archivbild) Bild: -/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpaDie staatliche Nachrichtenagentur der Emirate berichtete, die beiden Präsidenten hätten über die «Sicherheitsentwicklungen in der Region angesichts der anhaltenden militärischen Eskalation und deren Auswirkungen auf den regionalen und internationalen Frieden sowie die Sicherheit» gesprochen. Auch die Folgen für die internationale Schifffahrt und die Weltwirtschaft seien erörtert worden.
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Samstag, 28. März, 10.29 Uhr
Russland und Ukraine melden Opfer und massive Zerstörungen
In der Ukraine und in Russland gibt es nach gegenseitigen Drohnenangriffen massive Zerstörungen und zivile Opfer. Zwei Männer starben in der südukrainischen Stadt Krywyi Rih im Gebiet Dnipropetrowsk, wie die Militärverwaltung mitteilte. Zwei Menschen seien verletzt worden. In einem Industriebetrieb habe es Schäden und Brände gegeben. Im Gebiet Poltawa in der Zentralukraine starb laut Behörden ein Mensch bei einem Drohnenangriff. In Odessa am Schwarzen Meer meldeten die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff einen Toten und elf Verletzte.
Auch in Russland gab es den Behörden zufolge erneut massive ukrainische Drohnenangriffe. Im Gebiet Jaroslawl sei ein Kind in einem Haus getötet worden, teilte Gouverneur Michail Jewrajew bei Telegram mit. Die Eltern seien mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht worden. Auch eine Frau im benachbarten Haus sei verletzt worden. Meldungen über ukrainische Angriffe gab es zudem aus Tschapajewsk im Gebiet Samara im Süden Russlands, wo unter anderem ein für die Raketenproduktion wichtiger Betrieb Ziel gewesen ist.
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20.58 Uhr
Rückzug aus dem Donbass: US-Aussenminister Rubio bezichtigt Selenskyj der Lüge
US-Aussenminister Marco Rubio hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj der Lüge über die Position Washingtons bei den Ukraine-Verhandlungen bezichtigt. «Das ist eine Lüge», sagte Rubio am Rande des G7-Aussenministertreffens nahe Paris vor Journalisten mit Blick auf Äusserungen Selenskyjs, die USA bestünden auf einer Abtretung des gesamten ostukrainischen Donbass an Russland als Voraussetzung für Sicherheitsgarantien.
«Ich habe mitbekommen, dass er das gesagt hat, und es ist bedauerlich, dass er das gesagt hat, denn er weiss, dass das nicht stimmt», fügte Rubio an. Selenskyj sei lediglich gesagt worden, dass «Sicherheitsgarantien für die Ukraine solange nicht in Kraft treten werden, bis der Krieg zu Ende geht.» Dies sei «offensichtlich», sagte Rubio und es sei nicht in Verbindung mit Gebietsabtretungen der Ukraine gebracht worden.
Der US-Aussenminister liess zudem die Möglichkeit offen, dass die USA bislang an die Ukraine gelieferte Rüstungsgüter anderweitig ausführen könnten. «Bislang wurde nichts umgeleitet, das könnte aber geschehen», sagte Rubio und ergänzte: «Wenn wir etwas aus den USA für Amerika brauchen, werden wir das zuallererst für Amerika behalten.»
Rubio calls Zelensky’s claims about troop withdrawal from Donbas “a lie”
— NEXTA (@nexta_tv) March 27, 2026
U.S. Secretary of State Marco Rubio said Washington never demanded that Ukraine withdraw its troops from Donbas in exchange for security guarantees.
“That’s a lie. And I saw him say it — it’s unfortunate,… pic.twitter.com/BsVttcLNJR -
19.41 Uhr
AfD-Mitglied reist zu Putins Statthalter Kadyrow nach Tschetschenien
Der gebürtigen Tschetschene Murad Dadajew (auch bekannt unter dem Pseudonym Noah Krieger), Mitglied der deutschen Rechtspartei AfD, ist nach Tschetscheinien gereist, um sich dort mit lokalen Beamten zu treffen. Er nahm auch an einer Parlamentssitzung mit Ramsan Kadyrow teil. Zudem traf Dadajew den Polizeioffizier Samid Tschalajew, der für die Tötung zahlreicher Tschetschenen verantwortlich sein soll.
Dadajew werden intensive Verbindungen zu «Putins Bluthund» Ramsan Kadyrow nachgesagt. Bei seinem Besuch brachte er einen Dolch der Luftwaffe mit Hakenkreuz als Geschenk mit.
AfD politician boasts of ties to Kadyrov and openly visits Chechnya
— NEXTA (@nexta_tv) March 27, 2026
Noah Krieger (Murad Dadaev), a member of Germany’s Alternative for Germany party, traveled to Chechnya and brought a Luftwaffe dagger with a swastika as a gift.
He met with local officials, attended a… pic.twitter.com/x9Jm6WMwYJ -
13.37 Uhr
Ukraine verkündet Kooperation mit Saudi-Arabien
Wolodymyr Selenskyj trifft den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. sdaDie Verteidigungsministerien der Ukraine und von Saudi-Arabien haben sich nach ukrainischen Angaben auf eine Rüstungskooperation geeinigt und ein erstes Abkommen unterzeichnet.
«Es legt die Grundlage für weitere Verträge, technologische Zusammenarbeit und Investitionen und stärkt die internationale Rolle der Ukraine als Lieferant von Sicherheit», schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Selenskyj hatte demnach ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.
Der ukrainische Staatschef verwies dabei auf das vorhandene ukrainische Wissen bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen im Krieg mit Russland. Kiew sei bereit, dieses mit Riad zu teilen. «Und Saudi-Arabien hat das, woran die Ukraine interessiert ist», schrieb er ohne konkretere Angaben.
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10 Uhr
Verletzte nach Angriffen – Schäden in Russland
Bei nächtlichen russischen Angriffen aus der Luft sind in der Ukraine mehrere Menschen verletzt worden. In der vor dem Krieg zweitgrössten Stadt des Landes Charkiw schlug nach Behördenangaben eine Rakete in einem Wohnblock ein.
Acht Menschen seien dabei verletzt worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz bei Telegram mit. Weitere Verletzte in der Stadt gab es demnach bei Drohneneinschlägen. In der Industrieregion Dnipropetrowsk wurde zudem eine 17-Jährige bei Artillerie- und Drohnenangriffen verletzt.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland neben der Rakete auch etwas mehr als 100 Drohnen in der Nacht ein. 93 seien abgeschossen oder mit Funkstörungen zur Landung gebracht worden, teilte die Flugabwehr mit.
Auf der Gegenseite verursachten Drohnen erneut Schäden weit im russischen Hinterland. Wie in den Nächten zuvor waren die russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga Ziel der Attacken. Alexander Drosdenko, Gouverneur des Umlands der Millionenstadt St. Petersburg, sprach von 36 abgeschossenen Drohnen. Folgen nannte er nicht. Dem ukrainischen Internetportal Exilenova zufolge sind erneut Brände in den Häfen ausgebrochen, die für Russlands Ölexport wichtig sind.
Zudem traf es eine Phosphatfabrik und ein Stahlwerk in der Grossstadt Tscherepowez im nordrussischen Gebiet Wologda. Acht Einschläge habe es in der Region gegeben, schrieb Gouverneur Georgi Filimonow. Das Phosphatwerk Apatit ist für die russische Düngemittel- sowie Sprengstoffproduktion wichtig. Das Stahlwerk, das zum Konzern Severstal gehört, ist nach Angaben der Leitung weiter in Betrieb. Ernsthafte Beschädigungen gebe es nicht, hiess es.
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8.55 Uhr
Ukraine trifft Putins Eisbrecher in der Ostsee
Ein Drohnenangriff weit hinter der Front sorgt für Aufsehen: In der Ostsee wird ein russischer Eisbrecher getroffen. Bilder zeigen das Schiff stark beschädigt im Hafen.
Alles dazu haben wir für dich in diesem Artikel zusammengefasst.
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Freitag, 27. März 2026, 5 Uhr
Bericht: Putin fragt bei Oligarchen nach Finanzhilfen
Der russische Präsident Wladimir Putin bittet einem Zeitungsbericht zufolge Oligarchen um Spenden für den Staatshaushalt. Damit sollen die Finanzen des Landes angesichts der hohen Kosten für den Krieg in der Ukraine stabilisiert werden, berichtet die «Financial Times» unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Putin wolle weiterkämpfen, bis Russland die verbleibenden, noch nicht kontrollierten Gebiete in der ostukrainischen Donbass-Region eingenommen habe, heisst es in dem Bericht weiter.
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Donnerstag, 26. März, 22 Uhr
Ukraine beschiesst zweitgrösste russische Ölraffinerie
Bei Angriffen auf die russische Ölindustrie an der Ostsee hat die Ukraine auch die grosse Raffinerie von Kirischi im Umland von St. Petersburg mit Kampfdrohnen attackiert. Gebietsgouverneur Alexander Drosdenko bestätigte auf Telegram, dass es Schäden in einem Industriegebiet von Kirischi gebe. Über dem Gebiet seien 21 feindliche Flugobjekte ausgeschaltet worden.
In Telegramkanälen wurde unter Berufung auf Anwohner geschrieben, dass es Brände in der Raffinerie gebe. Kirischi ist nach Branchenangaben die zweitgrösste Raffinerie in Russland und kann jährlich 20 Millionen Tonnen Öl verarbeiten.
Die Ukraine hat eine grosse Raffinerie mit Kampfdrohnen attackiert. Evgeniy Maloletka/AP/dpa (Archivfoto)In der Ukraine berichtete die 414. Drohnenbrigade von einem Dreifachschlag gegen die Ölbranche im Nordwesten Russlands. Zunächst seien am Montag Öltanks und Verladeanlagen im Hafen Primorsk am Finnischen Meerbusen in Brand geschossen worden. Am Mittwoch folgte eine Attacke auf den Hafen Ust-Luga, der für den Export von Erdöl und Flüssigerdgas (LNG) wichtig ist.
Dritter Schritt sei die Attacke auf Kirischi, schrieb das Militär auf X. Ziel sei, russische Ölausfuhren über die Ostsee zu stoppen und damit den Kreml von einer wichtigen Geldquelle für seinen Krieg gegen die Ukraine abzuschneiden. Weil die USA wegen des Iran-Kriegs Sanktionen gegen Moskau gelockert haben, steigen derzeit die Verdienstmöglichkeiten Russlands.
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21.30 Uhr
Selenskyj setzt auf Waffenpartnerschaft mit Golfstaaten
Die Ukraine verhandelt nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit den Staaten der Golfregion über eine Waffenpartnerschaft. Diese hätten wegen des Iran-Kriegs grösstes Interesse an der ukrainischen Expertise bei der Drohnenbekämpfung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. «Die Ukraine schlägt eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft vor: Wir können diejenigen stärken, die uns stärken können», sagte er.
Als Gegenleistung sei Kiew an Flugabwehrwaffen und Geld für den eigenen Abwehrkrieg gegen Russland interessiert, machte er deutlich.
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Mittwoch, 25. März, 9.55 Uhr
Drohnen stürzen in Estland und Lettland ab
In Estland und Lettland sind aus Russland in den Luftraum eingeflogene Drohnen abgestürzt.
Die Vorfälle im Osten der beiden EU- und Nato-Mitgliedstaaten nahe der Grenze zu Russland würden untersucht, teilten die Behörden in Tallinn und Riga mit. Es handelt sich um jeweils eine Drohne. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen.
In Lettland wurden Teile einer Drohne gefunden. Bild: -/National Armed Forces of Latvia/dpaMilitär und Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen vor Ort, um Trümmerteile einzusammeln und zu untersuchen. Für die Bevölkerung und öffentliche Sicherheit bestehe keine Gefahr, hiess es in den Mitteilungen. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, sei noch unklar und werde ermittelt.
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18.15 Uhr
Viele Verletzte nach russischen Angriffen in Lwiw
In der westukrainischen Grossstadt Lwiw (Lemberg) sind mehrere Menschen nach Behördenangaben durch russische Drohnenangriffe verletzt worden. Bürgermeister Andrij Sadowyj zufolge werden 17 Menschen in Krankenhäusern der Stadt behandelt. Er schrieb von Einschlägen an mehreren Stellen der Stadt, ein Wohnhaus sei zweimal getroffen worden.
❗️Drone strike hits central Lviv — building on fire, local media report pic.twitter.com/poOMT8utKM
— NEXTA (@nexta_tv) March 24, 2026 -
17.42 Uhr
Russland: Protest gegen Internetblockaden verboten
Nach zahlreichen Protestaufrufen in Russland gegen die Blockade des Mobilfunks und sozialer Netzwerke haben Städte reihenweise die Demonstrationen untersagt. Im Moskauer Gebiet hätten mehrere Städte in gleichlautenden Schreiben Versammlungsverbote erteilt.
Das teilte der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin mit. Als Vorwand werde die Gefahr vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus genannt. Nadeschdin warf den Behörden vor, gegen die Verfassung zu verstossen, die in Russland Rede- und Versammlungsfreiheit garantieren solle.
In sozialen Netzwerken gibt es viele Berichte von Betroffenen, die sich in Notlagen nicht erreichen oder in Geschäften nicht bezahlen können, weil es keine Internetverbindung gibt. Keystone/AP/Dmitri LovetskyDagegen werden Massenveranstaltungen etwa von kremlnahen Organisationen immer wieder erlaubt. Medien berichteten, dass teils Demonstrationen erst genehmigt wurden und dann doch verboten worden seien. Nadeschdin forderte auch den freien Zugang zu Informationen.
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16.32 Uhr
Spionage für Russland? Festnahmen in Deutschland und Spanien
Ein Mann aus Deutschland, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, soll ins Visier mutmasslicher Russland-Spione geraten sein. Deutschlands oberste Anklagebehörde, die Bundesanwaltschaft, hat in Rheine im Bundesland Nordrhein-Westfalen eine 45 Jahre Rumänin und im spanischen Elda einen 43-jährigen Ukrainer festnehmen lassen. Sie sollen die Zielperson im Auftrag eines russischen Geheimdienstes ausspioniert haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Die Bundesanwaltschaft wirft beiden mutmassliche geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
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08.02 Uhr
Tote und Verletzte nach Explosion in Wohnhaus auf der Krim
In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind in der Nacht bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet worden. «Weitere acht Menschen wurden verletzt, die Ärzte leisten ihnen alle nötige Hilfe», schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Die Ursache der Detonation werde noch untersucht.
Die Wucht der Explosion hat Behördenangaben nach zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert.
In der Nacht gab es ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim. Auch in Sewastopol selbst wurde Luftalarm ausgelöst. Es ist allerdings unklar, ob die Drohnen die Explosion ausgelöst haben. Sewastopol gilt als strategisch wichtiger Hafen mit einer Reihe von Militärobjekten. Die Krim dient dem russischen Militär als Nachschubbasis für den Krieg vor allem im Süden der Ukraine.
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Dienstag, 24. März 2026, 0.12 Uhr
Kiews UN-Botschafter warnt vor Russland-Iran-Kooperation
Der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Andrij Melnyk, hat vor dem UN-Sicherheitsrat vor einer militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran gewarnt. Vor allem in Bezug auf Drohnen stelle diese «eine enorme Bedrohung für die internationale Sicherheit» während des Krieges im Nahen Osten dar, erklärte er am Montag (Ortszeit). Nach Angaben von Melnyk leistet Russland Geheimdienstunterstützung, einschliesslich Satellitenbildern und anderen Daten, um den Iran bei der Zielerfassung von US-Militäranlagen in der Region zu unterstützen.
Er sagte zudem, es gebe genügend Beweise dafür, dass Russland, das inzwischen eine weiterentwickelte Version der ursprünglich im Iran entworfenen Schahed-Drohne produziert, diese Angriffsdrohnen nun auch in die Islamische Republik liefere.
Der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Andrij Melnyk, am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire/Bianca OteroEr forderte die USA und die internationale Gemeinschaft auf, die Bedrohung ernst zu nehmen, und betonte, dass Russlands Lieferung von Drohnen es dem Iran ermöglichen würde, weiterhin Ziele im gesamten Nahen Osten anzugreifen.
Melnyk erklärte, dass die Bereitstellung von Mitteln für die Ukraine, um Drohnenproduktionsstätten tief innerhalb Russlands anzugreifen, sowie die Unterstützung der Ukraine beim Ausbau ihrer eigenen Produktion von Langstreckenraketen «die kollektiven Bemühungen zur Herstellung von Frieden im Nahen Osten unterstützen würde».
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23.12 Uhr
EU reagiert auf Spionageverdacht gegen Orbans Regierung
Die mutmassliche Weitergabe von EU-internen Informationen durch Ungarn an Russland sorgt in Brüssel für Empörung. Eine Sprecherin der EU-Kommission von Präsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete es als «äusserst besorgniserregend», dass der ungarische Aussenminister seinem russischen Amtskollegen vertrauliche Beratungen auf Ministerebene offengelegt haben könnte.
«Ein Vertrauensverhältnis zwischen den Mitgliedstaaten untereinander sowie zwischen ihnen und den Institutionen ist für die Arbeit der EU von grundlegender Bedeutung», sagte sie. «Wir erwarten daher von der ungarischen Regierung eine Klarstellung.»
Zuvor hatte die US-Zeitung «Washington Post» unter Berufung auf einen früheren ungarischen Geheimdienstmitarbeiter und Sicherheitsbeamte aus anderen europäischen Ländern berichtet, dass die Regierung des rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban seit Jahren Moskau Informationen zu kritischen Diskussionen in der EU übermittle.
Aussenminister Peter Szijjarto soll demnach sogar während der Pausen bei den EU-Treffen regelmässig mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefoniert haben, um ihn über die Inhalte dieser Gespräche zu informieren.
Ungarns Aussenminister Peter Szijjarto soll laut Medienberichten seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow EU-Interna übermittelt haben. Lajos Soos/MTI/AP/dpa -
19.19 Uhr
Russland verliert laut Kiew bei Sturmversuchen Tausende Soldaten
Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen. «Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren», teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, bei Facebook mit.
Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen. Durchbrüche an der Front habe es hingegen nicht gegeben, schrieb er. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht.
Nach ukrainischen Angaben verlor Russland innerhalb von vier Tagen über 6000 Soldaten. Kirsty Wigglesworth/AP/dpa (Symbolbild)In den vergangenen Tagen hatten Militärbeobachter eine Aktivierung der russischen Einheiten registriert. Moskaus Truppen versuchen, die besseren Witterungsverhältnisse und das Ende der Schlammperiode für eine Ausweitung ihrer Angriffe zu nutzen. Allerdings kursieren im Internet bereits zahlreiche Videos von zerschlagenen Militärkolonnen, deren Vormarsch von Drohnen gestoppt wurde.
Das russische Verteidigungsministerium seinerseits meldete die Eroberung von zwei weiteren Ortschaften im Gebiet Donezk. Nach Darstellung Moskaus verbessern die russischen Truppen ständig ihre Stellungen im Osten der Ukraine.
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14.01 Uhr
Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein
Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. «Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr», sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung.
Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der grösseren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, forderte er zugleich von der Regierung entschiedene Massnahmen, um «auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren».
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9.06 Uhr
Putin will «strategische Partnerschaft» zwischen Russland und Nordkorea weiter ausbauen
Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich angesichts der Bestätigung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im höchsten Staatsamt für eine Stärkung der «strategischen Partnerschaft» beider Länder ausgesprochen. «Wir werden natürlich unsere enge Zusammenarbeit fortsetzen, um die strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Pjöngjang weiter auszubauen», erklärte Putin am Montag in einer vom Kreml veröffentlichten Botschaft an Kim. Putin pries darin Kims «persönlichen Beitrag» zur «Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen der Verbündeten» Russland und Nordkorea.
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7.57 Uhr
Hier zerstört Kiews Drohne einen Ka-52-Kampfhelikopter
Soldaten der 59. Angriffsbrigade der ukrainischen Streitkräfte konnte am 20. März eine grossen Erfolg feiern: Eine FPV-Drohne mit Kabelverbindung hat einen Kampfhelikopter vom Himmel geholt.
Bei der Drohne soll es sich um eine Optix des Herstellers General Chereshnya gehandelt haben, die mit Spulen daherkommt, die eine Länge von 15,20, 25, 30 oder 35 Kilometer haben.
In Donezk hat diese Drohne die K-52 getroffen, die nach ukrainischen Angaben 16 Millionen Dollar wert ist. Die Drohnenpiloten hätten sich eineinhalb Monat auf den Einsatz vorbereitet, in denen sie die Flugrouten der Russen und Punkte ausgekundschaftet haben, an denen sie die Fluggeräte gut attackieren könnten.
Es handelt sich um die erste Ka-52, die von einer Drohne getroffen wurde. Bei anderen russischen Modellen wie Mi-8, Mi-17 und Mi-28 sind dagegen schon Opfer ukrainischer Drohnen geworden.
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7.15 Uhr
Ungarn soll EU-Infos an Russland weitergegeben haben
Die polnische Regierung vermutet nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk schon lange, dass Ungarn EU-Informationen an Russland weitergibt.
Tusk reagierte mit seiner Äusserung auf einen Bericht der «Washington Post», wonach die ungarische Regierung dem Kreml über Jahre hinweg detaillierte Informationen aus EU-Ratssitzungen geliefert haben soll.
«Die Nachricht, dass Orbáns Leute Moskau über EU-Ratssitzungen bis ins Detail informieren, sollte niemanden überraschen», schrieb Tusk auf der Plattform X. «Wir hatten schon lange unsere Vermutungen. Das ist ein Grund, warum ich das Wort nur ergreife, wenn es unbedingt nötig ist, und dann nur so viel sage, wie nötig.»
Die «Washington Post», die sich auf mehrere aktuelle und ehemalige europäische Regierungsvertreter beruft, berichtete, dass die ungarische Regierung unter Viktor Orbán Moskau schon lange Zugang zu kritischen Diskussionen innerhalb der Europäischen Union gewähre.
Der ungarische Aussenminister Peter Szijjarto rufe während der Pausen in EU-Ratssitzungen regelmässig seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow an, um ihm «direkte Berichte über die besprochenen Themen» und mögliche Lösungen zu übermitteln, hiess es in dem Bericht.
Szijjarto nannte Tusks Aussagen auf X «Fake News». «Ihr verbreitet Lügen, um die Tisza-Partei zu unterstützen und eine Pro-Kriegs-Marionettenregierung in Ungarn zu installieren. Das werdet ihr nicht bekommen!», sagte er.
Tisza ist die führende Oppositionspartei in Ungarn, die drei Wochen vor den Parlamentswahlen in Umfragen vorn liegt. Die Beziehungen zwischen Polen und Ungarn sind angespannt, unter anderem wegen Budapests Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine und der engen ungarischen Beziehungen zu Russland.
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Montag, 23, März 2026, 4.30 Uhr
Bericht: Putins Ex-Dolmetscherin wird Fall für EDA
Ungarische Menschenrechtsorganisationen haben laut CH Media von der Schweiz als OSZE-Vorsitzende die Abberufung einer früheren Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin gefordert.
Die ehemalige Dolmetscherin Putins, Daria Boyarskaya, koordiniert die OSZE-Wahlbeobachtungsmission für die Parlamentswahlen in Ungarn, wie das Medienhaus schrieb. Eine Sprecherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe betont, die Schweiz erwarte von allen Mitarbeitenden die strikte Einhaltung der Regeln, wozu auch das Verbot der Annahme von Anweisungen von Regierungen gehöre.
In der konkreten Personalfrage verwies das EDA an das Sekretariat der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Dessen Generalsekretär Roberto Mantella bezeichnete die Vorwürfe als «verleumderisch». Diese seien bereits 2023 intern und extern untersucht worden, weshalb die Angelegenheit als erledigt betrachtet werde.
🧵6/8 Darya Boyarskaya worked at the Russian Foreign Ministry, accompanied Putin and Sergei Lavrov on trips abroad as an interpreter and was hired for OSCE PA in February 2021, almost seven years after Russia occupied Crimea, something that the OSCE PA unequivocally condemned. pic.twitter.com/Evswq1GY8q
— Radio Free Europe/Radio Liberty (@RFERL) November 29, 2023Internationale Medien wie der englische «Guardian» oder die Nachrichtenagentur Reuters berichteten ebenfalls über die Bedenken.
Putin’s former interpreter is involved in Hungary’s election process.
— Tymofiy Mylovanov (@Mylovanov) March 20, 2026
Daria Boyarskaya — who worked as Putin’s English interpreter and was sanctioned by Poland — is organizing OSCE’s election observation mission in Budapest, VSquare. 1/ pic.twitter.com/nd5npsC8Dk -
19.33 Uhr
Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden. Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.
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Sonntag, 22 März 2026, 08.53 Uhr
Tödlicher Unfall bei Drohnenangriff auf Zug in der Ukraine
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja auf Telegram mitteilte. Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden.
Die Bahn berichtete noch von einem weiteren Angriff auf einen Zug im Gebiet Dnipropetrowsk. Dort sei die Räumung problemlos verlaufen.
Ukrainische Bahn hält Betrieb aufrecht
Die ukrainische Eisenbahn hält trotz mehr als vier Jahren Krieg den Betrieb aufrecht und trägt zum Überleben des angegriffenen Landes bei. In den vergangenen Monaten hat die russische Armee verstärkt auf Bahnhöfe und Züge gezielt. Die ukrainische Bahn versucht ihre Lokomotiven durch käfigartige Aufbauten gegen Drohnen zu schützen.
Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 139 feindliche Drohnen, von denen 127 abgefangen worden seien. Unter anderem wurde ein Angriff das Umland von Kiew gemeldet.
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21.25 Uhr
Russischer Geheimdienst wollte angeblich Attentat auf auf Orban vortäuschen
Im Vorfeld der Wahlen in Ungarn sollen russische Geheimdienstmitarbeiter vorgeschlagen haben, ein Attentat auf Ministerpräsidenten Victor Orban vorzutäuschen. Damit sollte der Wahlkampf in Ungarn zugunsten von Orban beeinflusst werden, berichtet die «Washington Post».
Das Dokument soll angeblich von europäischen Geheimdiensten entdeckt worden sein. Es sei jedoch unklar, ob der Vorschlag in Moskau auf höherer Ebene zur Kenntnis genommen worden sei. Der Kreml hat die Geheimdienstpläne erwartungsgemäss dementiert. «Das ist ein weiteres Beispiel für Desinformation», wird Kreml-Sprecher Dmitri Peskow von der Zeitung zitiert.
Die Idee soll angesichts sinkender Zustimmungswerte für Orban und seine Partei entstanden sein. Ziel sei gewesen, die Aufmerksamkeit von der kriselnden Wirtschaft in Ungarn abzulenken und stattdessen Ängste zu schüren.
Russian intelligence services proposed staging an “assassination attempt” on Orbán ahead of the elections
— NEXTA (@nexta_tv) March 21, 2026
According to The Washington Post, an internal SVR report considered a scenario of a fake attack on Viktor Orbán to boost his ratings.
The document was reportedly obtained… pic.twitter.com/iIJZ036dCR -
21.03 Uhr
Selenskyj fordert Beschlagnahmung von russischem Erdöl
Vor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen «Schattenflotte» hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert. «Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten», sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.
Überdies haben ukrainische Unterhändler in den USA mit US-Vertretern zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine Gespräche geführt. «Wichtig für uns alle in der Welt ist, dass die Diplomatie fortgesetzt wird und wir versuchen diesen Krieg zu beenden – den Krieg Russlands gegen die Ukraine», sagte Selenskyj. Wichtig sei zu verstehen, inwieweit die russische Seite zu einem «realen Ende des Krieges» bereits sei. Die Gespräche werden demzufolge am Sonntag fortgesetzt. Danach werde es einen detaillierten Bericht geben.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bestätigte bei X, dass Unterredungen in Florida stattgefunden haben. Er bezeichnete die Treffen als «konstruktiv». Ihm zufolge waren auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, Regierungsberater Josh Gruenbaum und der Berater im US-Aussenministerium Chris Curran beteiligt.
Today, our team met with Steve Witkoff and Jared Kushner in the United States. This is important for the whole world: diplomacy continues, and we are working to end Russia’s war against Ukraine. No one wants this war. The teams will continue discussions tomorrow.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) March 21, 2026
The key issue… pic.twitter.com/VwLRgLyPjH -
17.43 Uhr
Zwei Frauen tot durch ukrainischen Angriff bei Belgorod
Im russischen Grenzgebiet Belgorod sind nach Behördenangaben durch ukrainischen Beschuss mindestens zwei Frauen getötet worden. Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
Eine dritte Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schiesst bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in Feindesland.
Ein Artilleriegeschütz feuert auf russische Stellungen in der Region Donezk. Archivbild: Keystone -
17.01 Uhr
Zwei Tote bei russischem Angriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Saporischschja in der Ukraine sind nach örtlichen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei den beiden Todesopfern des Angriffs vom Samstagmorgen handele es sich um eine Frau und einen Mann, teilte der Chef der Regionalverwaltung, Ivan Fedorow, mit. Zudem seien zwei Kinder verletzt worden. Fedorows Angaben zufolge hatte eine russische Drohne ein Privathaus erfasst. Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur führten nach Behördenangaben dazu, dass der Grossteil der nordukrainischen Region Tschernihiw am Samstag keinen Strom hatte.
Die Angriffe ereigneten sich kurz vor geplanten Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine in Miami, die in den ukrainischen Staatsmedien angekündigt wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Donnerstagabend, er habe eine Delegation in die USA geschickt, um die von Washington vermittelten Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen sein Land voranzutreiben. Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland sind angesichts des Kriegs gegen den Iran ausgesetzt worden.
⚡️Russia kills 9 civilians, including parents of two, injures 36 over past day.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) March 21, 2026
In a Russian attack on Zaporizhzhia, a father and mother of two girls were killed, and 6 people were injured, including two girls aged 11 and 15, Fedorov said. https://t.co/ZatRh8UID9 -
16.56 Uhr
So skurril feiert das russische Fernsehen ein Leben ohne Internet
Im fünften Kriegsjahr verschärft der Kreml immer stärker die Internet-Zensur. In Moskau wird das mobile Internet nun flächendeckend gedrosselt. Inzwischen sind ganze Städte offline. Die Nutzer werden auf staatliche kontrollierte Kanäle verwiesen – offiziell aus Sicherheitsgründen. Alles geschehe in strenger Übereinstimmung mit dem Gesetz, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber russischen Nachrichtenagenturen. «Ich denke, die Bürger sollten hier keinen Zweifel haben, dass das Wichtigste die Gewährleistung der Sicherheit ist», so Peskow.
Schon 2022 wurde Instagram in Russland gesperrt. Messenger wie WhatsApp oder Telegram sind inzwischen ebenfalls gestört, Youtube-Videos kaum mehr aufrufbar.
Besonders skurril muteten Sendungen aus dem russischen Staatsfernsehen an, in denen in Liedern ein Leben ohne Internet gefeiert wird. «Wir nutzen Ihr Internet nicht, wir brauchen keine Telefone», singen Kinder vor laufender Kamera. Stattdessen wird empfohlen, lieber Badminton zu spielen.
Anton Gerashchenko, ein Berater des ukrainischen Innenministeriums, schreibt dazu auf seinem X-Profil: «Da fragt man sich doch, was sie den russischen Soldaten wohl als Ersatz für das Internet anbieten werden.»
🤡 “We don’t use your Internet, we don’t need phones”
— NEXTA (@nexta_tv) March 21, 2026
Russian federal channels are now airing songs about how great it is to live without the internet.
At this rate, they’re not even hiding it anymore — just skipping straight to the North Korea starter pack. pic.twitter.com/ievZvol4Bo -
13.31 Uhr
Grosser ukrainischer Drohnenangriff trifft Russland
Das russische Militär berichtet von einem grossen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht. 283 feindliche Fluggeräte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ein Schwerpunkt des Angriffs lag demnach im südrussischen Gebiet Rostow. Dort wurden nach Mitteilung von Gouverneur Juri Sljussar etwa 90 ukrainische Drohnen ausgeschaltet. Solche Angaben sind nicht im Detail überprüfbar, sie vermitteln aber einen Eindruck vom Ausmass des Angriffs.
Nach Berichten auf Telegramkanälen wurde eine Stickstofffabrik in der Stadt Toljatti an der Wolga getroffen. Auch Ölraffinerien im Wolgagebiet seien angegriffen worden. Offizielle Angaben gab es nur zu einem Treffer auf einen unbewohnten Hochhausneubau in der Stadt Ufa, die etwa 1.600 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt liegt. Die ukrainischen Drohnen störten auch den Flugverkehr an mehreren russischen Flughäfen, darunter in Moskau.
Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht legte die Stromversorgung im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw weitgehend lahm, wie Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mittelte. In der Stadt Saporischschja im Süden kamen nach Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von den 148 ausgeschaltet worden seien.
⚡️Ukraine launches nearly 300 drones against Russia overnight, oil depot and chemical plants on fire.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) March 21, 2026
The attacks targeted Saratov and Samara oblasts. The regions host the Saratov oil refinery and Engels-2 military airfield. https://t.co/wV26P7MBIN -
Samstag, 21. März 2026, 13.05 Uhr
Ukraine meldet Abschuss von russischem Kampfhelikopter durch Drohne
Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge einen russischen Hubschrauber mit einer ferngesteuerten Drohne abgeschossen. Es habe sich dabei um einen Mi-8-Helikopter gehandelt, teilte der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, bei Telegram mit. Nach Auskunft der 59. Brigade erfolgte der Abschuss im Bereich der Ortschaft Kotljariwka im ostukrainischen Gebiet Donezk. Mehrzweckhubschrauber des sowjetischen Typs Mi-8 werden seit den 1960er Jahren produziert.
Die Frontlinie verläuft nur wenige Hundert Meter von dem Dorf entfernt. Eingesetzt worden sei dabei eine ferngesteuerte Kamikaze-Drohne des US-amerikanischen Typs «Shrike», deren Herstellung nach Medienberichten nur wenige Hundert US-Dollar kostet.
🔥A Ukrainian FPV drone shot down a Russian Ka-52 attack helicopter in the Pokrovsk direction
— NEXTA (@nexta_tv) March 21, 2026
The moment of the strike is shown in video 2.
The Ka-52 is a highly valuable target — it’s an attack helicopter designed specifically for engaging infantry and armored vehicles on the… pic.twitter.com/QBr2tNkTlg -
20.56 Uhr
Ukrainische Unterhändler reisen zu Gesprächen in die USA
Für die Vorbereitung einer neuen Runde von Friedensgesprächen mit Russland reist eine ukrainische Unterhändlergruppe am Samstag in die USA. Themen werden dabei auch in Arbeit befindliche Abkommen über US-amerikanische Sicherheitsgarantien und ein Wiederaufbauplan für die kriegsversehrte Ukraine sein, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber Journalisten ankündigte. Zudem soll über das Nato-Waffenkaufprogramm PURL und konkret den Erwerb von Flugabwehrraketen für die von Kiew genutzten US-amerikanischen Patriot-Systeme gesprochen werden. Russische Vertreter werden nicht erwartet.
Die ukrainische Gruppe wird vom Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, geleitet. Ihr gehören auch Selenskyjs Kanzleichef, Kyrylo Budanow, der Fraktionschef der Präsidentenpartei im Parlament, David Arachamija, und Vizeaussenminister Serhij Kyslyzja an. Erwartet wird, dass der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, die US-Seite vertreten.
Rustem Umjerow, Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, führt die Delegation an. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Emrah GurelZuletzt gab es Mitte Februar in Genf von den USA vermittelte direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine für ein Ende des seit 2022 währenden Krieges. Eine neue für Anfang März geplante Verhandlungsrunde in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) ist wegen des Iran-Krieges auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Washington drängt Moskau und Kiew seit längerem, ihren Konflikt auf diplomatischem Wege zu beenden.
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15.05 Uhr
Ukraine unterstützt fünf Staaten gegen iranische Drohnen
Die Ukraine unterstützt laut Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Länder im Nahen Osten und der Golfregion bei der Abwehr iranischer Drohnen.
Die USA und europäische Länder hätten ebenfalls Unterstützung angefragt, erklärte Selenskyj heute. Kiew prüfe auch, inwiefern die Ukraine eine Rolle bei der Wiederherstellung der Sicherheit in der Strasse von Hormus spielen könne, die wegen des Iran-Kriegs als Lieferpassage für Öl, Gas und andere Güter praktisch ausgefallen ist.
Rustem Umerov reported on the outcomes of meetings and negotiations in the Middle East and the Gulf region. We are engaging in detailed discussions with partners at all necessary levels. Our teams are already working with five countries on countering “shahed” drones – we have… pic.twitter.com/cBB4zTR3ha
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) March 20, 2026Die Ukraine ist im Abwehrkampf gegen die russische Invasion zu einem der weltweit führenden Produzenten moderner, kampferprobter Drohnen-Abfangsysteme geworden, die als günstig und wirksam gelten.
Russland setzt in der Ukraine immer wieder Drohnen iranischer Bauart ein. Auf diese nahm Selenskyj heute in seinem Beitrag auf der Plattform X Bezug. «Unsere Teams arbeiten bereits mit fünf Ländern an der Abwehr von Schahed-Drohnen – wir haben Experteneinschätzungen zur Verfügung gestellt und helfen beim Aufbau eines Verteidigungssystems.»
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14.17 Uhr
Frankreich stoppt erneut Tanker von Putins Schattenflotte
Frankreichs Marine hat einen aus Russland kommenden Ölfrachter im Mittelmeer angehalten und überprüft. Das Schiff aus Murmansk sei verdächtigt worden unter falscher Flagge zu fahren, teilte die Meerespräfektur für das Mittelmeer in Toulon mit.
France 🇫🇷 L'armée Française a arraisonné le navire Deyna, appartenant à la flotte fantôme de la Russie. Depuis plusieurs mois, la pression s'accroît sur ces navires qui alimentent économiquement l'effort de guerre de Moscou contre l'Ukraine.
— Cartes du Monde (@cartesdumonde.bsky.social) 20. März 2026 um 13:49
[image or embed]Die Zweifel an der mosambikanischen Flagge seien bestätigt worden. Das Schiff sei umgeleitet und für weitere Untersuchungen zu einem Ankerplatz gebracht worden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zufolge handelt es sich bei der «Deyna» um ein Schiff der Schattenflotte.
French maritime authorities have said the French Navy boarded the Mozambican-flagged cargo tanker Deyna in Mediterranean Sea.
— Shipwreck (@shipwreck75.bsky.social) 20. März 2026 um 12:59
[image or embed]Der Iran-Krieg werde Frankreich nicht von seiner Unterstützung der Ukraine gegen den fortdauernden russischen Angriffskrieg ablenken. «Diese Schiffe, die die internationalen Sanktionen umgehen und gegen das Meeresrecht verstossen, sind Kriegsprofiteure. Sie wollen Profite einfahren und finanzieren die russischen Kriegsbemühungen.»
Nous gardons le cap.
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) March 20, 2026
La Marine française a arraisonné ce matin en Méditerranée un nouveau bateau de la flotte fantôme, le Deyna.
La guerre en Iran ne détournera pas la France du soutien à l’Ukraine où la guerre d’agression de la Russie se poursuit.… pic.twitter.com/ZylRHZ8zHwBereits im Januar und im Oktober hatte Frankreich jeweils ein Schiff aufgebracht, das verdächtigt wurde, zur russischen Schattenflotte zu gehören.
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13.50 Uhr
Kreml stellt Forderungen für Teil-Waffenruhe
Die russische Führung hat im Krieg gegen die Ukraine eine mögliche Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen in Aussicht gestellt – unter bestimmten Bedingungen.
Kiew müsse die Attacken gegen die russische Öl- und Gasinfrastruktur einstellen und die «Erpressung anderer Länder, darunter auch Mitgliedstaaten der EU» im Energiesektor beenden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow telefoniert – eingerahmt vom aussenpolitischen Berater Juri Uschakow (links) und Rustam Minnichanow, dem Präsidenten der russischen Teilrepublik Tarstastan. Ein Schnappschuss aus Aschgabat, Turkmenistan, vom 12. Dezember 2025. KEYSTONEZuletzt hatte Russland ukrainische Drohnenattacken auf Kompressor-Stationen für eine Gaspipeline in die Türkei beklagt. Nach Darstellung Moskaus führen solche Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu weiteren Steigerungen beim Öl- und Gaspreis.
Mit dem Stichwort Erpressung nahm Peskow Stellung zum Streit zwischen Kiew und Budapest um die Pipeline «Druschba», über die Ungarn Öl aus Russland erhält – siehe Einträge am Morgen.
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13.20 Uhr
Ukrainische Delegation fliegt nach Washington
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die wegen des Kriegs im Nahen Osten in den Hintergrund getretenen Friedensgespräche mit Russland wiederbeleben.
Er habe eine Delegation in die USA entsandt, um dort auf eine Wiederaufnahme der von den USA vermittelten Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen sein Land zu pochen, erklärte Selenskyj.
We have received signals from the U.S. side indicating readiness to continue working within the existing negotiation formats to bring an end to Russia’s war against Ukraine. There has been a pause in the talks, and it is time to resume them. We are doing everything to ensure that… pic.twitter.com/L7HqoyI5Zd
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) March 19, 2026Demnach könnte es morgen zu einem Treffen mit Vertretern des Weissen Hauses kommen, das entsprechende Pläne jedoch zunächst nicht bestätigte. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte heute, Russland werde an den Gesprächen in Washington nicht teilnehmen.
Über ein Treffen der beiden Kriegsparteien im Beisein der USA und einen Ort dafür habe es noch keine Einigung gegeben. «Die Pause ist vorübergehend, wir hoffen, dass sie vorübergehend ist, was die Fortsetzung des trilateralen Formats angeht», sagte Peskow.
Putin’s press secretary, Peskov, stated that there is currently a "situational" pause in the negotiations, for "understandable reasons".
— WarTranslated (Dmitri) (@wartranslated.bsky.social) 19. März 2026 um 12:44
[image or embed]Westliche Regierungsvertreter haben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wiederholt vorgeworfen, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen, während die zahlenmässig überlegene Armee Russlands versucht, auf dem Schlachtfeld weiter vorzudringen.
Seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hat sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit vom Ukraine-Krieg auf die Islamische Republik verlagert.
Zugleich hat der neue Krieg im Nahen Osten Russland finanziellen Rückenwind beschert, weil die Regierung von US-Präsident Donald Trump einige Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend gelockert hat.
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13.05 Uhr
Putins Militär soll Inhaftierten im Ausland befreien dürfen
Die russischen Streitkräfte sollen künftig auch im Ausland inhaftierte Staatsbürger des Landes befreien können, wenn diese nach Auffassung von Kremlchef Wladimir Putin zu Unrecht verurteilt wurden.
Das sieht eine Gesetzesänderung vor, die nun mit Vorrang in der Staatsduma angenommen werden solle, wie Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin sagte. Es gehe um eine «Stärkung des Schutzes der Rechte unserer Bürger vor Handlungen unfreundlicher Staaten», sagte Wolodin. Die Annahme der von der Regierung bereits gebilligten Gesetzesänderung gilt als Formalie.
Das Rechtssystem im Westen habe sich selbst endgültig diskreditiert, erklärte Wolodin, der ein enger Vertrauter Putins ist. Der Kremlchef selbst ist wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen in der Ukraine vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zur Fahndung ausgeschrieben.
Wladimir Putin empfängt am 19. März im Moskauer Kreml die Athletinnen und Athleten, die an den Paralympics teilgenommen haben. KEYSTONESollten Putin oder andere Bürger des Landes aus Sicht des Moskauer Machtapparats zu Unrecht verurteilt und inhaftiert werden, soll künftig ein Armeeeinsatz zu ihrer Befreiung möglich sein.
Schon bisher erlaubt Moskaus Militärdoktrin den Einsatz der Streitkräfte zum dort so bezeichneten Schutz eigener Bürger im Ausland – wie etwa bei dem von Putin 2022 befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine, wo im Osten des Landes viele Bewohner russische Pässe erhalten hatten.
Nun soll der «Schutz» auch für jene gelten, die aufgrund von Entscheidungen ausländischer Gerichte oder internationaler Justizbehörden ohne Beteiligung Russlands festgenommen, verhaftet oder anderweitig verfolgt werden.
In der Konfrontation mit dem Westen hatte Putin auch ein Gesetz unterzeichnet, nach dem Urteile ausländischer Gerichte nicht anerkannt oder nicht umgesetzt werden, wenn diese den Interessen Russlands widersprechen.
So hält sich Russland zum Beispiel nach seinem Zerwürfnis mit dem Europarat nicht mehr an die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Auch den Strafgerichtshof in Den Haag erkennt Russland nicht als juristische Instanz an.
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9.20 Uhr
Orban verteidigt Veto bei EU-Gipfel: «Ist unser Recht»
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban versucht seine Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine beim jüngsten Brüsseler EU-Gipfel zu rechtfertigen.
«Es kam ein wenig Stottern ins Getriebe», sagte er in der Nacht zum Freitag vor ungarischen Journalisten in Brüssel. «Aber die juristische Lage ist völlig klar, wir haben das Recht dazu», fügte er mit Blick auf seine Vetodrohung hinzu. «Denn der Entscheidungsprozess war noch nicht abgeschlossen», zitierten ihn ungarische Medien.
Viktor Orban am gestrigen Donnerstag in Brüssel. KEYSTONEUngarns Regierungschef hatte dem Unterstützungsdarlehen für die Ukraine beim Dezember-Gipfel eigentlich schon zugestimmt. Jetzt beruft sich Orban darauf, dass die Ukraine die Erdölpipeline Druschba willkürlich «abgedreht» hätte. Durch sie erhalten Ungarn und die Slowakei als die einzigen EU-Länder noch Öl aus Russland, das einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.
Tatsächlich hatte ein russischer Raketenangriff Ende Januar die Pipeline im Westen der Ukraine schwer beschädigt. Nach Darstellung Kiews brauche die Reparatur noch Zeit. Orban will seine Blockade erst aufgeben, wenn wieder russisches Öl nach Ungarn fliesst.
Der Rechtspopulist steht in seiner Heimat vor einer Parlamentswahl, die er verlieren könnte. Mit dem Schüren von Konflikten mit der Ukraine erhofft er sich laut Beobachtern, den Rückstand gegenüber dem Herausforderer Peter Magyar bis zum Wahltag am 12. April aufholen zu können.
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5 Uhr
EU will Ukraine-Kredit trotz ungarischer Blockade auszahlen
Die EU will Wege finden, den zugesagten Kredit von 90 Milliarden Euro an die Ukraine trotz des anhaltenden Widerstands Ungarns auszuzahlen. «Wir werden auf die eine oder andere Weise liefern», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. EU-Ratspräsident Antonio Costa erklärte dazu, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten den «inakzeptablen» Widerstand Ungarns gegen die Auszahlung des Ukraine-Kredits bei ihrem Treffen verurteilt: «Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung, wir müssen zu unserem Wort stehen. Und niemand kann den Europäischen Rat erpressen.»
Wolodymyr Selenskyj (M.) mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (r.) und EU-Ratspräsident António Costa (l.). (24. Februar 2026) Bild: IMAGO/Bestimage/Ukraine Presidency -
Freitag, 20. März 2026, 0.39 Uhr
Merz wirft Orban «Akt grober Illoyalität» vor
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat die anhaltende Blockade milliardenschwerer Ukraine-Hilfen durch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban als «Akt grober Illoyalität» kritisiert. «Wir sind uns einig, dass wir das, was heute geschehen ist im Europäischen Rat, so nicht hinnehmen», sagte der CDU-Chef nach den Beratungen der Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Brüssel. «Und das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen.»
Das Agieren Orbans werde «tiefe Spuren hinterlassen». Auch diejenigen, die sehr viel länger als er selbst bei EU-Gipfeln dabei seien, habe das Verhalten «zutiefst verärgert». Im Zuge der anstehenden Haushaltsaufstellung der EU müsse man nun «noch einmal ganz grundsätzlich» darüber beraten.
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz in Brüssel am frühen Freitagmorgen. Bild: Keystone/AP Photo/Geert Vanden WijngaertDer in seiner Heimat um eine Wiederwahl kämpfende Rechtspopulist Orban beharrt weiter darauf, erst dann sein Veto zurückzuziehen, wenn Ungarn wieder russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline bekommt. Orban behauptet, ohne das günstige russische Öl würden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen.
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23.34 Uhr
EU-Gipfel endet ohne Freigabe von Finanzhilfen für Ukraine
Bundeskanzler Friedrich Merz und die anderen EU-Spitzen haben Ungarns Regierungschef Viktor Orban bei einem Gipfeltreffen in Brüssel nicht zur Aufgabe seiner Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine bewegen können. Die Beratungen endeten am späten Abend ohne eine Lösung des Streits, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten.
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20.54 Uhr
Selenskyj setzt auf neue Gespräche mit den USA ab Samstag
Nach einer Pause wegen des Iran-Kriegs setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf neue Gespräche mit den USA über ein Ende des russischen Angriffskriegs in seinem Land ab Samstag. Er habe entsprechende Signale aus den USA empfangen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. «Es gab eine Verhandlungspause, nun ist es Zeit, sie zu beenden.»
Selenskyj setzt auf neue Gespräche mit den USA. (Archivbild) Bild: Sven Hoppe/dpaDie Gruppe ukrainischer Unterhändler, die für den politischen Teil der Gespräche zuständig ist, sei bereits auf dem Weg in die USA. Selenskyj sagte, er habe mit dem Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, seinem Stabschef Kyrylo Budanow und anderen Vertretern die Linie abgesprochen.
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15.15 Uhr
Kreml-Propagandist nach Putin-Kritik in Psychiatrie
Ein langjähriger Kreml-Propagandist ist Medienberichten zufolge nach einer überraschenden politischen Kehrtwende in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden.
Der Blogger Ilja Remeslo sei in St. Petersburg in die Psychiatrie Nummer 3 eingewiesen worden, berichtete etwa das Internetportal «Fontanka». Zuvor hatte Remeslo, der bis dahin als Denunziant der russischen Opposition bekannt war, mit einer scharfen Kritik an Kremlchef Wladimir Putin und dem von ihm befohlenen Krieg in der Ukraine für Aufsehen in Russland gesorgt.
Auf seinem Telegramkanal schrieb er, dass Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land mit dem Ukraine-Krieg politisch und wirtschaftlich in die Sackgasse geführt, die Medienfreiheit erstickt und sei nun dabei, das Internet abzuschalten, klagte Remeslo.
Die Aussagen führten zu zahlreichen Spekulationen, war der 42-jährige Jurist in der Vergangenheit doch etwa als Zeuge der Anklage in den Prozessen gegen Kremlkritiker Alexej Nawalny aufgetreten und hatte die Annexion der Krim öffentlich bejubelt.
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13.43 Uhr
Russische Kampfjets dringen in estnischen Luftraum ein
Das baltische EU- und Nato-Mitglied Estland hat erneut die Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Ein Kampfjet des Typs Sukhoi Su-30 sei am 18. März nahe der Ostsee-Insel Vaindloo unerlaubt für etwa eine Minute in den Luftraum eingedrungen, teilte die Armee in Tallinn mit.
🇪🇪🇷🇺BREAKING | Estonia’s foreign ministry has summoned Russia’s chargé d’affaires after a Russian Su-30 fighter jet briefly entered Estonian airspace near Vaindloo Island on Tuesday, remaining for about one minute.
— Visioner (@visionergeo) March 19, 2026
See the latest updates with us: @visionergeo pic.twitter.com/9Y1doSaWfaNach Angaben des estnischen Aussenministeriums reagierte eine Einheit der italienischen Luftwaffe auf die Luftraumverletzung. «Es bestand keine Bedrohung für die Sicherheit Estlands», teilte Aussenminister Margus Tsahkna mit. Das Aussenamt bestellte einer Mitteilung zufolge wegen des Vorfalls den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und überreichte eine Protestnote.
Der Vorfall folgt auf eine Reihe von Luftraumverletzungen durch Russland im vergangenen Jahr, die für Spannungen und Unruhe unter den Nato-Verbündeten in Europa gesorgt hatten. Russische Kampfjets waren am 19. September in estnischen Luftraum eingedrungen und russische Militärdrohnen hatten wiederholt den Luftraum über dem Nato-Bündnisgebiet entlang der Ostflanke verletzt.
Eine russische Su-30 beim Start. Archivbild: APNach Angaben Estlands waren damals drei bewaffnete russische Kampfjets etwa zwölf Minuten über Estland unterwegs, die dann von F-35-Kampfjets der italienischen Luftwaffe aus dem Luftraum eskortiert wurden. Russland bestritt diese Darstellung.
Estland hatte deswegen sowohl eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt als auch Beratungen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags mit den Verbündeten. In der anschliessenden Erklärung warnte die Militärallianz Russland unter Androhung von Gewalt vor weiteren Grenzverletzungen.
Eine italienische F-35 hat die russischen Jets abgefangen. Archivbild: KEYSTONEEstland, Lettland und Litauen besitzen keine eigenen Kampfjets. Die Nato sichert deshalb bereits seit 2004 den baltischen Luftraum. Dazu verlegen die Verbündeten im regelmäßigen Wechsel Kampfflugzeuge samt Personal in die an Russland grenzenden Ostseestaaten im Nordosten Europas.
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13 Uhr
Nawalny-Freund Jaschin will Partei gründen
Der im Rahmen eines Gefangenenaustausches ins Ausland abgeschobene russische Oppositionspolitiker Ilja Jaschin hat die Gründung einer Partei angekündigt.
«Die Gründungssitzung planen wir, in diesem Sommer abzuhalten – und natürlich wird das eine öffentliche Veranstaltung», sagte Jaschin in einem dazu veröffentlichten Video. Der Schritt sei notwendig, um Kriegsgegner und Anhänger der Opposition zu mobilisieren, sagte der 43-Jährige. Dies sei allein mit Blogs nicht getan.
Er machte keine Angaben dazu, ob ausser ihm noch weitere prominente Namen der Exil-Opposition der Partei beitreten werden. Auch wenn die Partei im Ausland gebildet werde, solle sie Einfluss auf die Politik in Russland üben, sagte Jaschin.
A Russian opposition politician has been stripped of his Russian citizenship, despite the constitution making this impossible.
— Visegrád 24 (@visegrad24) September 8, 2025
The Interior Ministry issued a document on opposition figure Ilya Yashin, listing him as a stateless person banned from entering the country.
“The… pic.twitter.com/pKyuZdc4y8In Russland selbst sei Oppositionspolitik im Parteiformat derzeit wegen der staatlichen Repressionen nicht möglich. Einmal mehr kritisierte er in dem Zusammenhang die im Parlament, der Staatsduma, vertretenen Parteien als Marionetten von Kremlchef Wladimir Putin. Im Herbst sind in Russland Duma-Wahlen.
Jaschin war jahrelang ein enger Vertrauter von Alexej Nawalny, dem vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbenen Kremlkritiker in Russland. Jaschin selbst wurde wegen seiner Kritik an dem von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine Ende 2022 zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. 2024 schob ihn Russland im Rahmen eines größeren Gefangenenaustausches ab. Seither lebt er in Berlin.
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9.55 Uhr
Ukraine hilft Golf-Staaten mit 200 Drohnen-Experten
Die Ukraine hat rund 200 Experten für die Drohnen-Kiregführung in den Nahen Osten entsendet. Das sagt Wolodyyr Selenksyj laut «Wall Street Journal» dem britischem Parlament. Demnach seien Fachleute bereits in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. Zudem seien Landsleute auf dem Weg nach Kuwait.
Der Hintergrund: Kiews Kräfte wissen, wie sie gegnerische Drohnen mit Mitteln bekämpfen, die nicht teurer sind als die Flugobjekte, die sie abfangen sollen. Pro-ukrainische Kanäle hoffen, dass die Golf-Staaten sich im Gegenzug mit der Lieferung von Patriot-Abfangraketen bedanken.
A Kuwaiti C-17 has been spotted in recent days shuttling between the Gulf and Rzeszow, gateway point to Ukraine. pic.twitter.com/9WXjaJ10Nx
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) March 18, 2026Diese sind für das Abfangen von Drohnen ungeeignet und viel zu teuer: Je nach Version werden bis zu vier Millionen Dollar pro Stück verlangt. In der Ukraine sind sie unverzichtbar, um Russlands ballistische Raketen abzufangen. Die «Shuttle-Flüge» eines kuwaitischen Transporters von Typ C-17 weckt Hoffnungen, dass ein solcher Tausch im Gange ist.
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Donnerstag, 19. März 2026, 6 Uhr
Selenskyjs Zustimmungswerte seit Februar stark gestiegen
Laut einer Umfrage des Internationalen Instituts für Soziologie in Kiew ist die Zustimmung der Ukrainer zu Präsident Wolodymyr Selenskyj von 53 Prozent im Februar auf 62 Prozent Anfang März gestiegen. 32 Prozent der Befragten lehnen Selenskyj ab. Zuvor war Selenskyjs Zustimmungswert von 61 Prozent im Januar auf 53 Prozent im Februar gesunken, berichtet der «Kyiv Independent» mit Verweis auf die Umfrage. Als Russland im Februar 2022 seinen Überfall auf die Ukraine begann, stieg Selenskyjs Beliebtheit von 37 auf 90 Prozent. Seitdem schwankten Selenskyjs Beliebtheitswerte erheblich. Im Mai 2025 erreichte seine Zustimmung einen Höchststand von 74 Prozent, als er die Interessen der Ukraine verteidigte, während US-Präsident Donald Trump versuchte, Kiew Zugeständnisse aufzuzwingen.
President Volodymyr Zelensky's approval rating rose from 53% in February to 62% in early March, according to a poll published by the Kyiv International Institute of Sociology published on March 18.
— The Kyiv Independent (@KyivIndependent) March 18, 2026
The poll was conducted from March 1 through March 8.https://t.co/ODCbJ2KHz5 -
23.49 Uhr
Russische Drohnen greifen Westukraine an
Die russische Armee hat in den Abendstunden mit Drohnen mehrere Ziele im Westen der Ukraine angegriffen. In der Grossstadt Lwiw habe eine Drohne das regionale Hauptquartier des Geheimdienstes SBU beschädigt, teilte Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram mit. Verletzte habe es nicht gegeben.
Im Gebiet Wolyn wurde eine Anlage der Energieversorgung nahe der Stadt Nowowolynsk attackiert. Deswegen fiel für etwa 30.000 Haushalte der Strom aus, wie Militärgouverneur Roman Romanjuk auf Telegram schrieb. Die ukrainischen Gebiete Lwiw und Wolyn grenzen an das EU- und Nato-Mitglied Polen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat vor mehr als vier Jahren einen grossangelegten Einmarsch in die Ukraine befohlen und lässt das Nachbarland auch jede Nacht aus der Luft angreifen.
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23.12 Uhr
Spanien sagt Ukraine Milliardenhilfe zu
Spanien wird die Ukraine im laufenden Jahr mit weiterer bilateraler Militärhilfe im Umfang von einer Milliarde Euro gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen.
Ein grosser Teil dieser Hilfen werde über den EU-Rüstungsfonds SAFE finanziert, sagte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bei einer gemeinsamen Presskonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Madrid. «Wir stehen fest an der Seite der Ukraine, heute und in Zukunft», betonte der Sozialist.
Zuvor waren die beiden Politiker zu Gesprächen über den russischen Krieg gegen die Ukraine und den Iran-Krieg zusammengekommen. Selenskyj, der am Vortag Gespräche in London geführt hatte, war bereits das vierte Mal seit dem Beginn der russischen Vollinvasion in sein Land zu einem offiziellen Besuch in Spanien. Am Dienstag hatte Selenskyj auch in London angesichts der Sorge, Russlands Krieg gegen sein Land könne wegen des Iran-Krieges in den Hintergrund geraten, um weitere Hilfen gebeten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war zu Gast bei Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez in Madrid. Alejandro Martínez Vélez/Europa Press via AP/KeystoneSánchez und Selenskyj betonten, ihre Länder und Unternehmen aus beiden Staaten wollten künftig bei Entwicklung und Produktion von Waffen kooperieren. «Die Ukraine ist bereit, ihr Wissen weiterzugeben, ihre bitteren Erfahrungen, die sie während dieses Krieges im Bereich der Drohnen und der Technologien gesammelt hat», sagte Selenskyj. Zugleich betonte er, wie wichtig es für die Ukraine sei, dass das von Ungarn blockierte EU-Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für sein Land freigegeben werde.
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20.01 Uhr
Ukrainische Angriffe treffen zwei Flugzeugwerke in Russland
Die ukrainische Armee hat nach Angaben ihres Generalstabs mit Luftangriffen zwei Flugzeugwerke in Russland getroffen. In der Nacht zu Montag sei die Flugzeugfabrik Aviastar bei Uljanowsk an der Wolga angegriffen worden, teilte das Militär in Kiew mit. Eine klimatisierte Halle und eine Stellfläche sowie mehrere Flugzeuge seien beschädigt worden. Die Fabrik produziere Militärtransportflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76, Tankflugzeuge Il-78 und warte schwere Transportflugzeuge.
Ausserdem sei in der Nacht zu Dienstag eine Wartungsfabrik für Il-76 bei Staraja Russa in Westrussland mit Drohnen attackiert worden. Ein Hangar sei beschädigt. Von russischer Seite wurden die Treffer nicht bestätigt. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte nur mit, dass in diesen Regionen jeweils angreifende ukrainische Drohnen abgefangen worden seien.
Bei der Abwehr der russischen Invasion versucht die Ukraine, militärische Ziele auch tief im Hinterland des Gegners auszuschalten.
Die Ukraine attackiert immer wieder auch Ziele tief im russischen Hinterland. Evgeniy Maloletka/AP/dpa (Archivbild) -
Mittwoch, 18. März 2026, 18.26 Uhr
Kreml-Propagandist macht Kehrtwende: «Putin gehört vor Gericht»
Die abrupte Kehrtwende eines Kreml-Propagandisten sorgt in Russland für Aufregung. Ilja Remeslo, bislang bekannt für Kampagnen gegen die russische Opposition, schrieb plötzlich auf seinem Telegram-Kanal, dass Wladimir Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land in die Sackgasse des Ukraine-Kriegs geführt, heisst es in einer Art Manifest. Der Kremlchef schade der Wirtschaft, er erdrossele die Freiheit der Medien und des Internets.
Die russische Justiz hat Kritiker schon für weniger scharfe Äusserungen zu Haftstrafen verurteilt. Zwar werden die sogenannten Z-Blogger geduldet, die echte oder vermeintliche Fehler der Militärführung aufspiessen. Doch ein Frontalangriff auf Putin, zumal aus dem eigenen Lager, gibt Rätsel auf. Die Attacke fällt aber in eine Zeit, in der die schweren Verluste im Krieg wie auch die wirtschaftlichen Schäden in Russland spürbarer werden.
Gerät zunehmend unter Druck: Russlands Präsident Wladimir Putin. Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpa (Archivbild)Remeslo, nach eigenen Angaben Jurist, ist unter anderem als Zeuge der Anklage in Prozessen gegen den Kreml-Gegner Alexej Nawalny aufgetreten, der 2024 in Haft ums Leben kam. Leonid Wolkow als enger Mitarbeiter Nawalnys vermutete deshalb, dass hinter der angeblichen Kehrtwende ein Schachzug des Kremls stehe. «Ilja Remeslo macht niemals etwas umsonst. Und er macht niemals etwas ohne Erlaubnis», schrieb er auf X. Allerdings gingen seine Äusserungen weit über das hinaus, was der Kreml sonst als Kritik zulasse.
Andere Kommentatoren vermuteten die kommende Parlamentswahl in Russland oder die staatlichen Blockadeversuche gegen den Messenger Telegram als Hintergrund. Remeslo versicherte in einem kurzen Video, dass sein Telegram-Konto nicht gehackt worden sei. Er sei auch weiterhin in Russland, erklärte er.